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Disclaimer: Der Plot gehört mir - der Rest gehört J.K. Rowling
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II. Stufe I: Warnschuss
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Es war perfekt. Es konnte gar nicht schief gehen – sozusagen idiotensicher. Die Köder waren ausgelegt und das Opfer musste nur noch anbeißen. Er hatte es wirklich geschafft mit Blaise zusammen einen Plan aufzustellen, der seinen Erfolg garantierte – was die anderen Slytherins davon hatten? Triumph über Gryffindors Oberschlammblut, beinahe so gut wie ein gewonnenes Quidditchspiel!
Pläne müssen nicht kompliziert sein, die genialsten sind sowieso immer die simpelsten.
Er war nach kurzem Überlegen zum Schluss gekommen, dass sie der Wurzel allen Übels die Grundlage für ihr Wissen entziehen mussten – sprich ihre Bücher. Die erste Stufe des Plans besagte also: Hermine Granger keine ruhige Minute zum Lernen lassen.
So weit, so gut.
Da er jedoch seine kostbare Zeit nicht für die Gryffindor verschwenden wollte und selber genug lernen musste, hatten Blaise und Pansy einen ausgefeilten Schichtplan entwickelt, der dafür sorgte, dass, sobald Granger ihren Gemeinschaftsraum verließ, irgendein Slytherin da war und sie terrorisierte.
Natürlich war sich Draco seines Genies durchaus bewusst, aber, dass sein Plan bereits nach dem Mittagessen erste Erfolge zeigte (eine extrem genervte und angespannte Gryffindor), verwunderte selbst ihn – was er sich vor den anderen Slytherins natürlich nicht anmerken ließ. Innerlich lachte er Granger bereits aus, weil er einen Blick auf den Plan geworfen hatte und wusste, dass Pansy die nächste Schicht übernehmen würde.
Da Granger nach dem Essen grundsätzlich in die Bibliothek ging, machte er sich frühzeitig auf den Weg, denn die nächste Runde würde bald folgen, und er wollte sie auf keinen Fall verpassen. Mit einem siegessicheren Grinsen näherte er sich seinem Zielort – es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sie aufgeben würde.
In der Bibliothek angekommen steuerte er wie immer auf seinen Stammplatz zu, von dem er einen perfekten Überblick hatte. Und wirklich kurz darauf hörte er wie sich das Gekeife zwei sehr aufgebrachter Mädchen näherte. Auch wenn Pansy die meiste Zeit extrem nervig war und er nicht wirklich viel mit ihr zu tun haben wollte, wenn sie eine Sache gut konnte, dann war es jemand anderen in den Wahnsinn zu treiben. Wutentbrannt betrat die Gryffindor die Bibliothek dicht gefolgt von Pansy.
„Lass mich endlich in Ruhe, Parkinson."
„Das hättest du wohl gerne, Granger."
„Allerdings.", zischte sie und setzte sich auf ihren Stammplatz – nicht, dass er sie beobachtet hatte, aber wenn das Schlammblut jeden verdammten Tag in seinem Blickwinkel saß, dann kam er einfach nicht umhin zu bemerken, dass sie ebenfalls einen Stammplatz hatte.
Pansy setzte sich ihr direkt gegenüber und schenkte Draco ein Lächeln, als sie ihn entdeckt hatte.
„Sag mir endlich, was du von mir willst, damit ich dich loswerde."
„Was sollte ich schon von einem Schlammblut wollen?"
„Wenn das so ist, warum verschwindest du dann nicht einfach und lässt mich in Ruhe lernen?"
„Das ist ein freies Land. Ich darf auch in der Bibliothek sitzen, Granger. Ich weiß zwar nicht, wer auf die Idee gekommen ist, so etwas Wertloses wie dich hier reinzulassen, aber sobald Dumbledore nicht mehr da ist, kannst du dir sicher sein, dass alle Schlammblüter hier rausfliegen."
„Was für ein Verlust, dass ich das nicht mehr erleben werde.", höhnte Granger.
„Du wirst einiges nicht mehr erleben.", zischte Pansy und lehnte sich mit einem überlegenen Blick in ihrem Stuhl zurück.
„Was du nicht sagst." Genervt breitete Granger ihre Unterlagen auf dem Tisch aus und stand auf.
„Wehe du rührst meine Sachen an, Parkinson.", drohte sie und ging auf die Regale zu, um sich Bücher zu holen.
Unschuldig spielte die Slytherin mit der Kerze auf dem Tisch und schenkte Draco ein kurzes hinterlistiges Grinsen. Die Kerze fiel um und heißes Wachs ergoss sich über die Pergamente, die auf dem Tisch lagen. Granger tauchte wenige Augenblicke später wieder auf – gerade richtig, um zu sehen, wie ihre Aufzeichnungen in Flammen aufgingen.
„Parkinson.", kreischte sie und stürzte auf das kleine Inferno zu.
„Wie ungeschickt von mir.", säuselte sie und grinste gehässig. „Warte, ich helfe dir."
Sie hob ihren Zauberstab und eine wahre Flut ergoss sich über den Tisch. Das Feuer erlosch augenblicklich und von Tinte schwarz gefärbtes Wasser tropfte auf den Boden.
„Du...du.."
„Upps. Du ahnst gar nicht, wie leid mir das tut.", spottete sie.
„Du hast meine kompletten Aufzeichnungen vernichtet.", brachte Granger schließlich hervor und tastete wie in Trance nach dem aufgeweichten Papier auf dem Tisch.
„Na dann hat es sich wenigstens gelohnt.", lachte Pansy boshaft und griff sich die Bücher, die Granger auf ihrem Stuhl abgelegt hatte.
„Die leih ich mir mal aus, Schlammblut.", zischte sie und war einen Augenblick später aus der Bibliothek verschwunden. Draco hob bewundernd eine Augenbraue und beugte sich wieder über seine Bücher. Pansy hatte wirklich ganze Arbeit geleistet.
„Du hast das alles eingefädelt."
Betont langsam ließ er seine Feder sinken und blickte gelangweilt hoch. Sie stand vor ihm und erdreistete sich doch tatsächlich seine kostbare Zeit zu stehlen.
„Es interessiert mich nicht im geringsten, welche Probleme du hast, Granger. Aber es wäre besser für dich, wenn du mich in Ruhe arbeiten lässt."
„Oh und was ist, wenn ich das nicht tue, Malfoy? Rennst du dann zu deinem Vater und heulst dich bei ihm aus?"
„Nein. Ich weiß etwas Besseres."
Spöttisch verschränkte sie die Arme vor ihrer Brust.
„Na da bin ich aber gespannt."
„Madame Pince.", rief er laut.
„Das war schon alles?", höhnte sie und sah ihn überlegen an. „Jetzt habe ich aber Angst."
Er erwiderte nichts und widmete sich wieder dem Buch, das vor ihm lag. Einen Augenblick später ertönte ein markerschütternder Schrei.
„Was ist hier passiert?" Die Bibliothekarin war außer sich vor Wut und blickte auf das Chaos, das auf Grangers Tisch herrschte.
„Das hätte ich nie von Ihnen erwartet, Miss Granger. Meine kostbaren Bücher."
Sie nahm vorsichtig ein Buch aus der Pfütze auf dem Tisch und trocknete es mittels eines Zauberspruches.
„Aber ich..."
„Sparen Sie sich ihre Entschuldigungen. Packen Sie ihre Sachen und verschwinden Sie."
„Was?", stammelte Granger.
„Hören Sie schlecht? Sie haben ab sofort Bibliotheksverbot.", zischte Madame Pince eisig.
Er konnte regelrecht hören, wie die komplette Welt der Gryffindor zusammenbrach.
Granger und Bibliotheksverbot – das klang wie Musik in seinen Ohren, auch wenn es grotesk war. Das war ja beinahe so, wie ein Fisch ohne Wasser, aber ihn sollte es nicht stören.
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‚Projektfortschritt: Erster Warnschuss ein voller Erfolg!'
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Autorengeschwafel: Ein großes Danke an meine lieben Reviewer broeselchen, Zauberfee1979, LunaNigra, Draco's CoffeeGirl, dramine und Nijura.
Ich wünsch euch allen Frohe Ostern :)
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c(")(")
Please R&R
Nina
