DISCLAIMER: Ob mir HP gehört...? Nicht mal in meinen Träumen.
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The Fullmoon Syndrome
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by Toyo Malloy
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Chapter Two: The First Steps
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„Und das sind deine beiden Zimmer." Die ältere Dame deutete auf eine der zwei Türen am Ende des Ganges. Etwas verwirrt sah Remus seine Vermieterin an.
„Aber ich hatte doch nur für ein Zimmer bezahlt." Die Dame, Mrs. Patton, lächelte ihn an und winkte ab. Remus hatte die alte Dame auf Anhieb gemocht. Sie erinnerte ihn an eine alte Bekannte seiner Eltern, die immer sehr nett zu ihm gewesen war. Er hoffte er würde sich mit ihr anfreunden können.
„Mach dir keine Sorgen, Junge. Das eine ist nur ein winziges Zimmerchen. Und benutzt wird es schon seit Jahren nicht mehr. Aber du kannst es gerne benutzen um deine Sachen zu verstauen. Es hat nämlich ein Verbindungstür zu deinem Zimmer."
„Vielen Dank."
„So, ich lass dich dann mal auspacken." Mrs. Patton lächelte ihn ein letztes Mal an und ging die Treppe hinunter, wahrscheinlich wieder in ihre Küche. Remus steuerte mit seinem Koffer die Türen an. Zuerst öffnete er die Tür zu dem wirklich kleinen Abstellräumchen. Er lächelte. Er könnte vielleicht aus ein paar Brettern ein Regal improvisieren. Und das Zimmerchen als kleine Bibliothek benutzen. Dann öffnete er die andere Tür.
Dieses Zimmer war groß und Remus konnte sich nicht daran satt sehen. Das hier sollte sein neues Zuhause werden, jedenfalls für die nächsten paar Jahre. Er hatte das Gefühl, dass es ihm hier gefallen würde. „Ein schöner Anfang." flüsterte Remus zu sich selbst. Er stellte seinen Koffer in alter Hogwarts- Manier am Fuß des Bettes ab. Das Bett stand im hinteren Teil des Zimmers in der Nähe eines großen Fensters. Gleich neben dran ein kleiner Tisch und ein Stuhl. In der vorderen Hälfte der Zimmer befand sich nichts anderes als ein kleiner Schrank und ein Teppich. Bescheiden aber auch gemütlich.
Remus begann mit dem Ausräumen. Der Koffer war alt und hatte schon seinem Großvater gehört, doch bisher hatte ihn dieses alte Stück nie im Stich gelassen. Er räumte die meisten seiner Kleider und Schuhe in den Schrank und stellte einige seiner Bücher auf den Tisch. Mit großer Vorsicht wickelte er seine Bilderrahmen aus dem Papier. Das Bild von seinen Eltern stellte er zu den Büchern auf den Tisch. Das Bild mit seinen Freunden aus dem letzten Urlaub hängte er mit Hilfe eines kleinen Zaubers an die Wand. Foto-Sirius sah Remus etwas fragend an und deutete in das Zimmer als wollte er wissen was Remus hier wollte.
Remus dachte mit ein bisschen Trauer an das alte Häuschen seiner Eltern zurück. Wie hatte er dieses Haus geliebt, aber der Verkauf hatte ihn von den Schulden befreit, die ihm seine Eltern hinterlassen mussten. Wenn Remus etwas in seinem Leben hasste dann war es, irgendjemandem Geld zu schulden. Das Haus half ihm, eine neue Zukunft aufzubauen ohne Schulden. Er war sich sicher seine Eltern wären damit einverstanden gewesen. Remus vermisste sie immer noch, besonders in den vielen Kleinigkeiten die sie so einzigartig gemacht hatten. Er konnte sich noch so gut daran erinnern, wie sich die Stimme seiner Mutter anhörte, wenn sie ihn zum Frühstück hinunter rief und ihre Gewohnheit immer mit dem Rücken zum Küchenfenster zu sitzen. Er lächelte in sich hinein. Auch jetzt musste er immer noch über den liebevollen Streit seiner Eltern um die Morgenzeitung am Frühstückstisch schmunzeln. Sein Vater war immer besonders bedacht darauf gewesen die Sportseite zu erobern, was ihm leider nicht immer gelang. Danach hatte er Remus immer davor gewarnt sich eine Frau zu suchen die an Quidditch interessiert war. Remus schüttelte den Kopf, konnte aber ein kleines Lachen nicht unterdrücken. Trotzdem... es war immer noch schwer zu begreifen, dass beide schon über drei Jahre tot waren.
Remus' Eltern waren bei einem magischen Unfall während einer Expedition in die Tropen umgekommen. Er hatte zwar gewusst das die Arbeit seiner Eltern als Forscher Magischer Geschöpfe manchmal gefährlich war, aber der Unfall hatte ihn wie ein Blitz getroffen. Die schwere Zeit die danach gekommen war, hatte er nur dank seiner Freunde und dem Schulleiter Hogwarts' überstanden. Dumbledore war seit dieser Zeit sein Vormund und hatte ihn bei vielem geholfen, unter anderem auch bei dem Verkauf des Hauses. Es war sogar ein bisschen Geld von dem Verkauf für ihn übrig geblieben. Damit konnte er dieses Zimmer für die Monate mieten, bis er sein erstes Gehalt bekommen würde.
Nächsten Monat würde er dann anfangen zu arbeiten. Er konnte es immer noch nicht glauben, dass er einen Job in der Zaubereibibliothek London bekommen hatte. Es war eine der ältesten Bibliotheken in Europa, sehr angesehen für ihre Sammlung alter Bücher und Schriften. Remus wusste genau, dass ihm die Arbeit dort gefallen würde.
Plötzlich klopfte es an sein Fenster. Etwas erschrocken drehte Remus sich um. Vor dem Fenster flatterte eine Eule. Er erkannte sofort Lilys Schleiereule Kleopatra. Er öffnete das Fenster. Kleopatra flatterte hinein. Sie drehte eine Runde im Zimmer, bevor sie sich auf Remus' Schulter niederließ und streckte ihm ihr Bein mit einem Brief entgegen. Er nahm ihn ihr ab.
„Danke Kleopatra." Die Eule schuhute leise, kniff sein Ohr liebevoll mit ihrem Schnabel und stupste ihn dann mit ihrem Köpfchen an. Wie es schien, erwartete sie eine Antwort. Neugierig öffnete Remus den Brief. Er rückte den Stuhl zurecht und ließ sich darauf nieder, Kleopatra immer noch auf seiner Schulter, bevor er zu lesen begann.
Lieber Remus,
ich hoffe es geht dir gut. Mir geht es gut.
Du wirst kaum glauben was passiert ist. Ich bin immer noch so aufgeregt und musste es Dir einfach gleich erzählen. James hat mich gestern gefragt. Ja! Es war die Frage. Ich war so aufgeregt und konnte es kaum glauben. Remus, ich werde heiraten. Einen Termin haben wir noch nicht festgesetzt, aber trotzdem bin ich aufgeregt und so überglücklich. Aber genug von mir… Wie läuft denn so dein Umzug? Wir haben unsere letzten Sachen vor zwei Tagen in unser Haus nach Gordic's Hollow gebracht.
Sirius wohnt jetzt in einem Appartement in der Winkelgasse, hast du das gewusst? Ich war ganz schön erstaunt. Aber das war ja wirklich nur noch eine Frage der Zeit. Du weißt ja, was für Streit er mit seiner Familie hat. Die zwei fangen ja morgen mit ihrem Aurortraining an. Beide sind ja so aufgekratzt und kennen kein anderes Thema mehr. Ich muss dir nicht sagen, dass es mir ziemlich auf den Geist geht. Ich fange ja erst nächste Woche in St. Mungus an und ich hatte in Erinnerung, dass du erst nächsten Monat anfängst. Also, wie wäre es, wenn wir uns am Freitag auf einen Kaffee in der Winkelgasse treffen? Ich hoffe, du hast Zeit.
Letzte Frage: Hast du etwas von Peter gehört? Da können wir ja am Freitag drüber reden, wenn du Zeit hast.
Viele liebe Grüße
Lily Evans (noch…)
Remus lächelte. Also hatte James doch seinen Mut zusammengenommen. Sirius und er rätselten schon seit der Zeugnisübergabe, wann James Lily endlich fragen würde. Remus zog seinen Zauberstab aus der Tasche, sprach einen Spruch und aus seinem Koffer schweben Pergament, Schreibfeder und Tinte auf den Tisch. Er schrieb eine kurze Antwort, dass sie sich am Freitag um 10 Uhr im Tropfenden Kessel treffen könnten, band sie an das Bein der Eule und schickte sie los. Immer noch lächelnd blickte er der Eule hinterher. Er war sicher, Lily hatte ihm eine Menge zu erzählen. Jetzt fehlte eigentlich nur noch ein Kind und das Familienglück wäre perfekt.
Wenn jetzt nicht dieses unheilvolle Treffen im Ministerium wäre… Remus fühlte sich immer noch nicht wohl, wenn er daran dachte. Morgen! Morgen würde er wissen was der Grund dieses Briefes gewesen war, der ihn seit Wochen so beunruhigte.
„Remus?" Er hörte die Stimme von Mrs. Patton vor der Tür, bevor sie klopfte.
„Ja, Mrs. Patton. Kommen Sie ruhig rein." Die ältere Dame öffnete die Tür einen Spalt breit und steckte ihren Kopf ins Zimmer.
„Ah, du bist mit dem Auspacken noch nicht fertig." kommentierte sie. „Ich wollte dir nur ein bisschen von meiner neuesten Kreation anbieten: Eine Apfel-Nusstorte. Willst du probieren?" Mit ihren Worten schien der Geruch von Frischgebackenem in sein Zimmer zu kommen. Das Wasser lief ihm im Mund zusammen.
„Wenn Sie ein Stück entbehren können." Die alte Dame lachte.
"Sogar zwei oder drei, wenn du sie schaffst."
„Da kann ich doch nicht nein sagen."
Moon nooM
Chapter end...
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Chapter Three: The Price of Freedom
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Remus überquerte die Straße und näherte sich der roten Telefonzelle. Sein Herz schlug schnell und er war über die Maßen angespannt. Er hatte das unbestimmte Gefühl, dass dieser Tag entscheidend für ihn sein würde. Er nahm den Hörer des Telefons in die Hand, wählte 62442 und wartete. Keine Sekunde später ertönte eine kühle weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung.
„Herzlich Willkommen beim Zaubereiministerium. Bitte nennen Sie Ihren vollständigen Namen und Ihr Anliegen!"
„Remus John Lupin, ich bin hier wegen eines Termins bei Mrs. Langley, Abteilung für die Kontrolle Magischer Tierwesen." Es erklang ein Rattern und ein Anstecker mit der Aufschrift ‚Remus J. Lupin, Termin bei KMTW' wurde ausgedruckt. Er steckte ihn sich an und wartete darauf, dass die Stimme ihn mit einem künstlichen: „Wir wünschen ihnen einen schönen Tag." verabschiedete.
Als Remus in das Eingangshalle trat, hatte sich eine eisige Hand um sein Herz gelegt.
Moon nooM
Langsam begann der Hunger unerträglich zu werden. Seit sechs Stunden wartete Remus schon auf seinen Termin bei Mrs. Langley. Seit sechs Stunden saß er schon in diesem Gang vor ihrem Büro und wartete. Er hatte schon an anderen Türen geklopft und gefragt, ob sein Termin vielleicht verschoben worden sei, aber jeder sagte ihm nur, er solle sich gedulden und vor der Tür warten. Jedes Mal, wenn er fragte, wo diese, ihm nun langsam dubios erscheinende Mrs. Langley wäre, wurde ihm immer nur gesagt, sie wäre kurzfristig außer Haus gerufen worden. Remus fand das schon mehr als seltsam, schließlich gab es doch genug Mitarbeiter in dieser Sektion, oder!
Eigentlich wollte er schon seit einigen Stunden in den Eingangsbereich, um sich in der Cafeteria etwas zu Essen zu kaufen, doch die Angst, nach diesem unangenehmen Brief den Termin zu verpassen, ließ ihn immer weiter warten. Aber langsam machte sich ein anderes Gefühl breit, das sich nicht so leicht ignorieren ließ wie der Hunger: Er musste auf die Toilette.
Remus erhob sich von seinem Stuhl und klopfte noch einmal an das Büro neben dem von Mrs. Langley. Wieder schob dieser ältere glatzköpfige Zauberer seinen Kopf aus der Tür. „Ja?" bei Remus Anblick schob sich ein leicht genervter Ausdruck über sein Gesicht. „Was willst du denn schon wieder?" fragte er.
„Wo finde ich in diesem Stockwerk denn die Toilette?" fragte Remus.
„Von meinem Büro aus die dritte Tür." sagte er knapp und knallt Remus die Tür vor der Nase zu. Remus seufzte und machte sich auf. Er brauchte nicht ganz vier Minuten auf Toilette, als er die Tür hinter sich schloss und in den Gang des Ministeriums zurücktrat, sah er die hellblaue Robe einer Frau, die gerade die Tür aufschloss, vor der er die letzten sechs Stunden gesessen hatte. In schnellen Schritten trat er an sie heran. Er räusperte sich, einen Moment lang unentschlossen, bis er fragte:
„Entschuldigen Sie bitte, sind Sie Mrs. Langley?". Die Frau blickte auf. Sie hatte ein rundes hübsches Gesicht, volle Lippen und trug ihre Haare in einem lockeren Knoten. Sie war ziemlich hübsch für ihr Alter, doch ihre Augen hatten einen abfälligen und kalten Ausdruck.
„Ja, die bin ich. Und Sie sind?" fragte sie mehr als abwertend, während sie Remus' doch recht schäbige Kleidung begutachtete.
„Ich bin Remus Lupin. Ich hatte heute Morgen einen Termin bei Ihnen." Sie nickte einfach nur, schloss die Tür auf und bedeutete ihm, einzutreten.
Remus trat in ein penibel-ordentliches Büro. Etwas nervös setzte er sich auf den Stuhl, der vor dem Schreibtisch stand. Mrs. Langley ließ sich ohne viel Zeremonie oder Begrüßung auf ihren Stuhl sinken, nahm eine Akte aus der Schublade und überflog sie kurz. Ihre Augen wurden wenn es ging noch abwertender. Sie blickte auf, legte die Akte auf den Tisch und sagte:
„Lassen Sie uns nicht um den heißen Brei reden, Mr. Lupin. Ich gehöre nicht zu den Mitarbeitern die ‚Leuten wie Ihnen' etwas vormachen wollen." Sie machte eine Pause. Remus begann sich sehr unwohl zu fühlen. „Sie gehören zu den Werwölfen, die eine magische Ausbildung bekommen haben. Die meisten wie Sie, die so früh gebissen wurden, werden von ihren Eltern unterrichtet, doch die Ausbildung ist dann nur sehr ungenügend. Sie waren, um es genau zu sagen, der erste Werwolf in Hogwarts seit über hundert Jahren."
Remus wusste nicht, auf was diese Frau hinauswollte. Sie fuhr fort: „Wir können das nicht ignorieren, Leute wie Sie. Es gibt Regeln. In Ihrem Fall ebenso, wie für die anderen Werwölfe, die nicht wie die Wilden in Rudeln leben oder es vorziehen zurückgezogen zu hausen." Sie stand auf, ging zu einem Schrank und holte aus einem Fach ein Heft hervor. Sie schmiss es Remus regelrecht hin. Der Titel war: „Zahme Werwölfe in der Gesellschaft". Er schluckte.
„Erstens: Mit jeden Zauberer, mit dem Sie einen Vertrag eingehen, sei es über eine Wohnung, eine Arbeit oder eine Pacht, müssen Sie angeben, dass Sie ein Werwolf sind. Zweitens: Sie müssen dem Ministerium eine Adresse angeben, unter der Sie zu erreichen sind. Drittens: Für jede Verwandlung müssen Sie sich in einer in der Broschüre angegeben Einrichtung melden. Dort werden Sie unter Aufsicht Ihre Verwandlungen vollziehen. Ausnahme ist nur, wenn Sie über einen Kerker verfügen, in dem Sie sicher eingesperrt werden können. Dieser wird dann von einem Ministeriumsbeauftragten überprüft." Die Ministeriumsbeamtin verdeutlichte jeden Punkt indem sie mit einem anderen Exemplar des Infoheftes, wie eine Lehrerin, auf ihre Handfläche schlug. Mit fester Stimme und einen weiteren Schlag fuhr sie fort. „Viertens: Ihr Arbeitgeber muss wissen, dass Sie ein Werwolf sind. Fünftens: Sie sind verpflichtet, eine Probe Ihrer Haare und Ihres Speichels hier abzugeben. Das werden wir gleich machen. Eine Probe Ihrer Haare in Wolfform wird Ihnen bei Ihrer ersten überwachten Verwandlung abgenommen.
„Fünf ganz einfache Regeln. Befolgen Sie diese und wir werden Ihnen keine Schwierigkeiten machen." Sie kramte aus der Akte, die, wie es schien, die seine war, einen Ausweis hervor und überreichte ihm diesen genauso unzeremoniell wie die Broschüre. Remus Hand zitterte, als er den Ausweis las:
Werwolf-Pass
ID: R714KL22
Name: Remus John Lupin
Blutgruppe: A -
Geburtsdatum: 15.04.19XX
Größe: 178cm
Gewicht: 66kg
Haarfarbe: braun
Augenfarbe: bernstein/braun
Klassifizierung: zahm/ausgebildet Stufe 7/10
Zauberstab: 11 Zoll/Englische Eiche mit Sphinx-Haar
„Wir waren so frei, Ihren Arbeitgeber, die Staatlichen Zaubererbibliothek und Ihre Vermieterin Mrs. Patton von Ihrem Zustand zu benachrichtigen." sagte sie fast beiläufig. „Ach ja, der Ausweis wird übrigens jedes Jahr erneuert. Wollen Sie vielleicht für nächstes Jahr schon einen Termin haben?"
Remus sah immer noch total geschockt auf den Ausweis. Was hatte diese Frau gesagt? Benachrichtigt? Ein Gefühl der Übelkeit stieg in ihm auf. Er zitterte und sein Stimme war rau als er sprach: „Aber was ist, wenn ich gekündigt werde? Wer wird mir Arbeit geben, wenn ich überall sagen muss, was ich bin?"
„Das ist nicht unser Problem. Haben Sie schon mal überlegt in der Muggelwelt zu arbeiten?" Muggelwelt? Remus mochte vielleicht ein aufgeschlossener und toleranter Zauberer sein, aber er war ein Reinblüter. Er hatte keine Ahnung von der Muggelwelt. Er wollte schon protestieren, doch Mrs. Langley fragte knapp:
„Wollen Sie jetzt einen Termin oder nicht?" Remus, immer noch zu verstört, schüttelte einfach nur den Kopf. „Wenn das so ist, gehen Sie mit dem Ausweis zu Mr. Cornwall, damit er die Proben nehmen kann. Selber Gang, sechste Tür von links, wenn Sie aus meinem Büro gehen. Einen schönen Tag noch."
Das war's.
Remus stand auf. Seine zittrigen Hänge umklammerten immer noch die Broschüre und den Ausweis. Er stammelte ein ‚Auf Wiedersehen' und verlies das Büro.
Moon nooM
Die nächste Stunde lief vor Remus' Augen wie ein Film ab, in dem er selbst nur eine Nebenrolle spielte. Er ging in das Büro dieses Mr. Cronwall, übergab ihn stumm den Pass und ließ die Prozedur über sich ergehen. Cornwall schnitt ihm eine Locke seines Haares ab und steckte ihm danach ein Stäbchen in den Mund. Remus blieb still und ließ es geschehen. Cornwall legte für Remus eine neue Akte anhand seines Ausweises an, versiegelte die Proben, gab Remus den Ausweis zurück und verabschiedete ihn ohne viele Worte, nur mit dem Hinweis sich doch bitte zu seiner Verwandlung in einer der Einrichtung des Ministeriums zu melden.
Von der Eingangshalle apparierte Remus nach Hause. Doch selbst die ländliche Ruhe, die um das Haus von Mrs. Patton herrschte, konnte ihn nicht beruhigen. Remus betrat das Haus. Es war unangenehm still. Remus spähte in die Küche, aber Mrs. Patton war nicht dort. Er ging die Treppe hinauf, in seinen Händen hielt er immer noch Pass und Broschüre fest umklammert. Vor seiner Tür fand er zwei Briefe.
Remus nahm seinen Schlüssel aus der Tasche und öffnete die Tür. Im Zimmer ließ er den Pass und die Broschüre auf den Boden fallen und schloss die Tür hinter sich ab. Ruckartig öffnete er das Siegel des großen offiziell wirkenden Umschlages. Er riss den Brief heraus und las ihn. Der Brief war kurz. Sein Herz wurde schwer und jeder Schlag schien schmerzhaft zu sein. Der andere Brief war nicht mit einem Siegel verschlossen und trug auch keine volle Adresse, nur seinen Namen. Er war ungewöhnlich schwer. Darin befanden sich ein kleiner Zettel und ein wenig Geld. Remus las den Zettel. Leere ergriff von seinen Gedanken Besitz.
Remus legte beide Nachrichten auf den Tisch, steckte das Geld in seine Brieftasche und begann, das kleine bisschen an Sachen, das er ausgepackt hatte, wieder in seinem Koffer zu verstauen. Er brauchte dafür nicht ganz eine halbe Stunde. Als er fertig war, war es gerade mal 19 Uhr. Er konnte hören, wie es unten lauter wurde, wahrscheinlich wurde gerade das Abendessen serviert. Remus zog sich um und machte sich fertig für das Bett.
Erst als er unter der Decke lag und er von unten immer noch die fröhlichen Stimmen der anderen Mieter hören konnte, brach er zusammen. Er weinte und schluchzte in sein Kissen. Und obwohl das Weinen, die Sorge und die Trauer ihn auslaugten, brauchte er mehrere Stunden, um einzuschlafen. Doch auch in seinen Träumen konnte er die Worte der Briefe nicht vergessen. Er hatte seinen Frieden teuer erkauft.
Moon nooM
Sehr geehrter Herr Lupin,
wir von der staatlichen Zaubererbibliothek London müssen Ihnen leider mitteilen, dass Ihr Arbeitsvertrag wegen neuer Informationen über Ihre Person gekündigt, und die Stelle anderweitig ausgeschrieben wurde.
Mit freundlichen Grüßen
Personalabteilung
Zaubererbibliothek London
Moon nooM
Mr. Lupin,
ich erwarte Ihren Auszug bis spätestens 6 Uhr morgen früh, noch bevor einer der anderen Mieter zur Arbeit aufbricht. Anbei finden Sie die Miete, die Sie für diesen Monat vorgezahlt hatten.
Patton
Moon nooM
tbc.
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Remus: Das war nicht nett von dir.
Toyo: Ich dachte das hätten wir schon das letzte Mal geklärt.
Remus: Ich dacht ich würde ein bisschen cooler rüber kommen.
Toyo (Remus auf die Schulter klopf): Keine Panik, aus dir machen wir schon noch 'nen krasssen Typen.
Remus: Was soll das heißen! Ich bin krass.
Toyo: Wenn du das sagst...
Remus (hat gerade den Groove): Yeah, W-Wolf-Power! Shake your tale, baby.
Toyo (das Timmer verlässt): ... nein... das sehe ich nicht... ich bin blind... und taub... und eingentlich gar nicht da...
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