Mein Gott, hat das lang gedauert, aber Gutes braucht so seine Zeit, oder?

Ich warne euch hiermit vor, das Kapitel ist nicht Beta-gelesen und demnach werdet ihr wohl einige grammatische Fehler finden, ich hoffe aber ihr habt trotzdem Spaß am lesen, denn das ist es ja worauf es ankommt, nicht?

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Kapitel 2 – Von Ruhe und Aufregung

Kaum erreichte sie den Treppenabsatz, versperrte ein hochgewachsener, blonder Mann ihren Weg und Ginny kam nicht drumherum, ihm ins Gesicht zu sehen. Ihre Augen trafen auf seine Grauen und sie musste den Drang hinunterdrücken, seinen Namen auszurufen.

Draco Malfoy. Ihr Draco.

Gut, ihr Draco war wohl übertrieben, nur kamen da Gefühle in ihr hoch, welche sie eigentlich längst verdrängt hatte. Er war attraktiv, sehr sogar, aber das war es nicht was sie anzog. Genau genommen wusste sie nicht, warum sie so auf ihn reagierte. Früher hatte sie es sich mit der Liebe erklärt, denn nur weil sie ihn liebte, zog er sie an, aber jetzt nach all den Jahren war sie doch nicht mehr in ihn verliebt. Nun stand sie vor Draco und hatte weiche Knie.

Ginny fasste sich wieder und stellte sich aufrecht hin. Sie wollte schon fragen, was er wolle, als jemand anfing zu sprechen.

„Ah, Misses Weasley, gut das wir sie so schnell angetroffen haben. Also dieser junge Herr hier braucht Hilfe aus unserer Einrichtung."

Am Anfang dachte die Rothaarige, Draco würde sprechen, aber eine so tiefe, alte Stimme konnte er doch nicht über die Jahre bekommen haben. Verwirrt schaute sie ihn an und er starrte zurück. Es herrschte Stillen zwischen den Beiden bis sich hinter Draco jemand räusperte und Mister Benedikt hervortrat. Ginnys Vorgesetzter lächelte sie an und sprach weiter:

„Also wie schon gesagt braucht Mister Malfoy unsere Hilfe und ich hab beschlossen, dass sie ihm helfen werden. Lassen sie uns doch den Rest in meinem Büro besprechen, sie werden sicher einige Fragen haben, nicht Misses Weasley?"

Er schaute sie kurz fragend an und drehte sich dann um. Draco ließ sie vorbei und bildete somit den Schluss dieser kleinen Gruppe, was Ginny nicht sehr gefiel. Ihr war es unangenehm, ihn in ihrer Nähe zu haben, aber nicht ansehen zu können. Leider konnte sie daran nichts ändern und so ging sie mit einem mulmigen Gefühl im Magen Mister Benedikt hinterher, der die Beiden in sein Büro führte.

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Merlin, warum musste so etwas immer ihr passieren. Das konnte jetzt echt nicht wahr sein. Warum will Malfoy sie für diese Arbeit? Warum nur, bei Merlins Barte?

Sie sollte wohl um dieser Uhrzeit nicht über die Gänge stampfen, aber Ginny war wütend und konnte einfach nicht an sich halten. Mit zu IHM gehen, seine ach so kranke Mutter pflegen und während dieser Zeit in seiner pompösen Villa hausen. Merlin, verdammt noch mal, so einfach konnte es doch nicht gehen!

Überhaupt war das Malfoy-Anwesen bestimmt ein altes, riesiges, steinernes Monstrum mit dunklen, feuchten Steinwänden und kalten Zimmern in denen man sich prima den Tod holen konnte.

Seine Mutter pflegen! Merlin, sie hatte einen Hausarzt, der konnte sich um sie kümmern. Da brauchte man nicht extra eine Medihexe, die jedes Wehwehchen lindern soll. Zudem wenn es ihr wirklich so schlecht ging, warum brachte Malfoy sie dann nicht nach St. Mungos oder sonst wo hin.

Bei Merlin hatte sie das wirklich verdient? Reichte nicht der Schmerz nach der Trennung aus? Warum nur all das?

Aufgebracht ging Ginny ihren Weg zu ihrer Kammer zurück und versuchte erst gar nicht ihre Gefühle im Zaum zu halten. Schnell erreichte sie die Tür zu den Privaträumen und keine fünf Minuten später stand sie in ihrem Zimmer. Wo hatte sie ihren Koffer hingepackt? Ach da, unter dem Bett, und mit einem schwungvollen Griff war das alte, muffige Gepäckstück hervorgeholte. Der kleine Schrank mit ihren Sachen war schnell gelehrt, und kaum war Ginny damit fertig, schmiss sie schon ihre Hygieneartikel aus dem Bad in den Koffer. Bett noch abziehen, überhaupt den Raum wenigstens etwas putzen, zumindest soweit bis das Zimmer ansehnlich war. Fenster auf, Mantel anziehen und jetzt erst einmal durchatmen. Noch einmal und ein drittes Mal.

Wieso beeilte sie sich jetzt eigentlich? Er war nur ein Malfoy, der sie auf eine bösartige, kalte Art und Weise abserviert hatte und nun rannte sie ihm mit geöffneten Armen entgegen. Dieses Bild gefiel der Rothaarigen gar nicht.

Wie zuvor am Abend setzte sie sich auf ihr Bett und schloss die Augen. Was machte sie hier eigentlich und wie sollte sie es weitermachen? Aus dieser Malfoy- Geschichte kam sie nicht mehr raus, alles war abgesprochen und man zählte auf sie, also wie ging sie am besten damit um? Die einfachste Lösung wäre wohl die Ich- ignorier- dich- und- zeig- dir- die- kalte- Schulter- Taktik.

Was sollte sie auch sonst machen?

Ginny saß noch für wenige Minuten auf dem Bett, schaute einfach nur durchs Zimmer und wusste nicht recht weiter. Sie musste sich einen Ruck geben um aufzustehen und einen weiteren um loszugehen.

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Die Ruhe hielt bis zur Empfangshalle an, bis sie ihn sah und ihr Herzschlag sich beschleunigte. Als Ginny das Pochen im Brustkorb und das Rauschen in den Ohren spürte, fing sie wieder an, innerlich zu fluchen und nach einem Fluchtweg zu suchen. Da sich aber keiner fand, schaute sie Malfoy einfach nur böse und kalt an und versuchte so wieder an Ruhe zu gewinnen.

Mister Benedikt stand neben dem großen, blonden Mann und lächelte ihr entgegen. Kaum hatte die junge Frau beide Männer erreicht, wurde auch schon ihre Hand geschüttelt und sich von ihr verabschiedet. Ginny schaute ihrem nun ehemaligen Vorgesetzten hinterher, wie er den Weg zu seinem Büro entlang ging, und hoffte doch irgendwie, das sich alles noch einmal wandeln würde. Mit einem Ruck, durch welchen Malfoy ihr den Koffer abnahm, wurde sie in die Wirklichkeit zurückgeholt und schaute dem Blonden zu, wie er den Weg zum Ausgang ging.

Dann also nichts wie hinterher.

Das Grau der Nacht und die Kälte des Windes empfingen sie, aber der Weg zur schwarzen Limousine war schnell zurückgelegt. Malfoy hielt ihr schon genleman-like die Tür auf. Ginny brauchte nichts weiter zu machen, als einzusteigen. Obwohl viel Platz war, saß er nah bei ihr, es berührten sich fast ihre Hände.

Ginny starrte angespannt nach draußen, versuchte die Nähe zu dem Blonden zu ignorieren und merke so nicht, wie er sie musternd ansah. Während der ganzen Fahrt schaute sie der Landschaft beim vorbeirauchen zu und er konnte nur ab und zu den Blick von ihr nehmen.

Das Bild, wie ihn sein Vater abgeholt hatte, ging Malfoy durch den Kopf und die Erinnerung an die Zeit danach füllte seine Brust mit Hass und Wut und Traurigkeit. Er wusste, die Zeit, die sie gemeinsam hatten, war viel zu kurz. Er hatte gehofft, sie zu sich nehmen zu können und nun war sie ihm nah, aber nichts war so, wie er es sicht wünschte.

Der Gedanke war schrecklich, jedoch hoffte er, seine Mutter würde für längere Zeit auf Hilfe angewiesen sein.

So waren beide versunken, der eine in Gedanken, die andere in Ignoranz. Erst als der Wagen hielt und sie ausstiegen, änderte sich die Situation, zumindest für Ginny. Denn sie stand einer Villa gegenüber, hell, mit weißen Wänden und großen Fenstern. Einladend stand die große Doppeltür offen und sie wurde hineingeführt in eine schlichte, marmorne Eingangshalle.

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Review?

Also da haben so viele das erste Kapitel gelesen, aber nur zwei Prozent hat eine Nachricht hinterlassen….das kann ja wohl nicht sein! Woher soll ich denn wissen ob es euch gefällt?

LG die Eli