A/N: Ich habe länger gebraucht, um das hier zu schreiben, als ich dachte. Aber ich habe noch andere Fics und das hier sollte eigentlich nur ein ‚Nebenprojekt' werden. Ich hoffe es gefällt den Lesern da draußen. Alle weiteren Notizen sind am Ende des Kapitels.

Einige kleine Sachen vielleicht noch vorweg: In der englischen Harry Potter Fanfiction Welt werden viele Geschichten geschrieben, in denen Harry schon von klein an geschlagen wurde von den Dursleys. Inzwischen ist dieses ‚cliché' schon so weit verbreitet, dass man es nicht mehr als AU – alternatives Universum – ansieht. Deswegen habe ich keine Notiz zu Harrys Missbrauch von Seiten der Dursleys geschrieben. Das hier ist sozusagen eine AU Geschichte. Ich hoffe, damit haben sich einige Fragen geklärt. Wer eine gute englische Geschichte lesen will, in der Harry von den Dursleys misshandelt und dann gerettet wird, sollte diese Geschichten ausprobieren:

Flawed Lines – Diagonalist

Changes – zavyntara

L'Estate di Suicidio – Clynn

Ich sag es lieber gleich… in allen diesen Geschichten wir Harry von Snape gerettet… nur falls ihr so etwas nicht lesen wollt.

Und nun angefangen mit…

Heaven & Hell

Teil I : Heaven doesn't want me, Hell's afraid I'll take over

Kapitel I

Harry starrte in Schock auf die beiden Zauberer. Diese starrten gleich zurück. Nach einigen endlosen Minuten wie es schien, machte Sirius zwei Sätze nach vorne, verwandelte sich in einen Menschen und riss Harry die Whiskeyflasche aus der Hand.

Mit der Flasche noch in der Hand zischte er Harry förmlich an. „Was denkst du was du da tust?"

Harry konnte nichts dagegen unternehmen, dass er zusammenzuckte. Er hätte es lieber nicht getan, er wollte Sirius erklären, dass er doch nur ein mal hatte probieren wollen – aber stattdessen zuckte sein Körper zusammen. Er zog seine Beine an seinen Körper und schlang seine Arme darum. Dann legte er seinen Kopf auf seine Beine und sah Sirius scheu an. Seine Augen wurden fast gänzlich von seinen Haaren und Händen verdeckt.

Sirius Ausdruck wurde sofort weicher. Remus sah Harry verwirrt an, als wäre er jemand anders. „Harry. Ich wollte dich nicht erschrecken." Harry löste sein Beine und setzte sich wieder normal hin. Das hatte er nicht gewollt. Er war doch normalerweise nicht so schreckhaft! Nun ja, es konnte am Whiskey liegen. Dafür dass er immer nur Butterbier trank hatte er ganz schön viel getrunken…

Sirius seufzte und setzte sich neben Harry. Er fuhr mit seiner Hand durch Harrys Haar. „Hey, kleiner. Was ist los? Und was machst du hier unten? Dein Onkel sagte irgendetwas über komisch sein und im Keller leben." Natürlich. Das war genau so etwas, was Vernon Dursley dem Babysitter erzählen würde.

Sirius Hand erstarrte. „Harry? Was ist mit deiner Narbe los? Wo ist sie?" Seine Narbe! Wenn sie im gleichen Tempo verschwunden war, müsste sie jetzt schon fast ganz unsichtbar sein. Remus war zu Sirius und Harry hinüber gekommen und betrachtete Harrys Vorderkopf. „Harry. Deine Narbe ist so gut wie nicht mehr sichtbar." Harry nickte. „Ich weiß. Sie begann vor einigen Tagen zu verschwinden." Sirius Augen weiteten sich. „Und das erzählst du niemandem? Harry, dass könnte wichtig sein! Wer weiß, was das bedeutet!"

Harry schnaubte. „Wohl kaum. Man kann sie nicht mehr sehen, aber ich weiß noch, dass sie da ist. Ich kann ihre Magie noch fühlen." Remus und Sirius starrten ihn wiederum an. „Du kannst ihre Magie noch fühlen?" wiederholte Sirius vorsichtig. Harry nickte. „Seit wann schon, Harry?" „Eigentlich schon seit immer. Natürlich wusste ich als kleines Kind noch nicht, was es zu bedeuten hatte. Aber da war immer dieses Jucken am Vorderkopf."

Sirius und Remus wechselten einen Blick. „Nun, junger Mann," fing Remus an, „Erst mal wirst du mit uns nach oben kommen. Ich werde etwas zu essen machen und du wirst die Sachen anziehen, die dein Pate dir mitgebracht hat. Und dann werden wir über den Whiskey hier reden." Harry nickte und stand auf. Zu dritt gingen die drei die Treppe hinauf.

Im Wohnzimmer angekommen sah Harry, dass Sirius ihm wirklich neue Kleidung mitgebracht hatte. Auf dem Wohnzimmertisch hatte jemand drei große Plastiktüten auf den Tisch gelegt. Sobald Sirius Harrys Freude bemerkte, lächelte er leise. „Ich wusste ja schon von den Weasley und vom letzten Jahr, dass du hier keine ordentlichen Klamotten bekommst. Da hab ich mir gedacht, ich bring dir etwas anständiges zum Anziehen mit." Remus nickte Sirius einmal zu und verschwand dann in der Küche. Harry inzwischen machte sich daran, die Tüten zu öffnen.

Sirius musste grinsen, als er Harrys Gesicht sah, al dieser die Tüten durchsuchte. ~Wie ein Kind an Weihnachten.~ schoss es ihm durch den Kopf. Dann kam ein andere Gedanke hinterher. ~Vielleicht ist das für ihn Weihnachten. Von dem was Bill und Charlie mir erzählt haben (1), kriegt er von den Muggeln nicht sehr viel. Und seine Kleider sind wirklich das allerletzte.~ Sirius stellte die Whiskeyflasche, die er Harry abgenommen hatte, auf einem kleinen Tischchen neben der Couch ab.

Harry hatte angefangen, die verschiedenen Kleidungsstücke zu stapeln. Er hatte vier Shirts, drei Pullover, vier Jeans und diverse andere, kleine Sachen bekommen. Zwei der Shirts waren in schwarz, eines in blutrot und eins in einem dunklen grün. Harry hätte nie gedacht, dass Sirius ihm ein Shirt in Slytherin Farbe kaufen würde. Sirius musste seinen Blick gesehen haben, denn er erklärte: „Die grünen Sachen waren Remus Ideen. Er sagte, grün wurde zu deinen Augen passen." Harry musste grinsen und ordnete weiter.

Ein Pullover in grün, einer in dunklem rot und einer in einem dunklen blau. Harry musste feststellen, das alle Kleider einen gewissen… Bikertouch hatten. Teilweise waren die Ränder ausgefranst, an anderen Stellen hatte man das Material beabsichtigt ausgebleicht und abgetragen aussehen lassen.

~Sirius muss wohl ungefähr den gleichen Modegeschmack wie Bill haben, wenn er mir solche Sachen kauft.~

Die Jeans sahen abgetragen aus und hatten ebenfalls ausgefranste Ränder an den Füßen. Zwei waren schwarz, zwei dunkelblau. Zwischen den diversen anderen Sachen fand er auch schwarze Handschuhe mit offenen Fingern, eine silbrig glänzende Kette – wahrscheinlich aus Stahl, weil Remus kein Silber vertragen konnte – und einen Gürtel mit Gürteltasche, der an jede Jeans passte.

Harry grinste seinen Paten an. „Sirius! Das ist super!" Sirius lachte. „Schön das du die Sachen magst. Remus dachte, sie wären zu ‚rebellisch' für jemanden wie dich. Aber aus diesen Klamotten da musstest du raus! Was meinst du, ich geh eben einmal zu Moony in die Küche und du ziehst dich um?" Harry nickte.

Harry machte erst hundertprozentig sicher, dass Sirius in der Küche war, bevor er sein Hemd auszog. Seine Wunden hätte man sicherlich noch sehen können. Gerde als er sein altes, abgetragenes Dudley-Hemd wegschmeißen wollte, fiel ihm etwas auf.

Auf seinem rechten Oberarm, oberhalb der Armbeuge, waren ein paar schwarze und grüne Linien zu sehen. Als wenn irgendetwas dabei wäre, auf seinem Arm zu erscheinen.

Harry strich mit seinen Fingern mehrmals über diese Linien. Was hatte das zu bedeuten? Plötzlich konnte er Stimmen hören

„Sirius ich bin mir sicher alles ist in Ordnung. Jeder Jugendliche experimentiert früher oder später mal mit Alkohol. Solange wir bei ihm sind und ihm klar machen, dass zu viel Alkohol nicht gut ist, wird alles in Ordnung sein."

„Remus, als wir mit Alkohol experimentierten, waren wir 17 oder 18. Na gut, vielleicht 16. Aber doch nicht 14/15! Und ich will nicht, dass er mit Alkohol rumexperimentiert! Außerdem ist seine Narbe am verschwinden! Ganz abzusehen davon, das diese Muggel in jawohl unter aller Sau behandeln!"

„Sirius, bitte. Ich weiß er ist noch jung, aber lieber jetzt als später auf einer Party mit einem Mädchen oder Jungen. Was seine Narbe angeht, sollten wir mit ihm noch einmal sprechen. Er hat Dumbledore noch nichts darüber gesagt – zumindest hat Dumbledore mir nichts erzählt. Und dir wird er wahrscheinlich nichts sagen, du weißt warum."

Wovon sprach Remus da? Dumbledore sagte Sirius nichts mehr? Was war in den zwei Wochen, in denen Harry keine Informationen aus der Zaubererwelt bekommen hatte, passiert?

„Remus! Du weißt genauso gut wie ich, dass ich nichts anderes habe machen können! Was hätte ich denn tun sollen? Sie hätten ihn doch getötet. Beide Seiten hätten ihn getötet!"

Wen getötet? Welche Seiten? Und was hatte Sirius gemacht?

„Ich weiß das doch, Sirius. Aber jetzt kannst du dich nirgends mehr blicken lassen! Und wen Dumbledore rauskriegt, dass ich hier bin, geschweige denn, dass du dabei bist, kriegen wir mächtig Ärger. Du weißt-"

Ärger. Welchen Ärger? Dumbledore wusste nicht, dass Sirius und Remus hier waren. Und Dumbledore würde sowieso nicht wollen, dass Sirius zu Harry käme.

Das war ein schwerer Schlag für Harry. Warum würde der Schulleiter das wollen? Und was hatte Sirius getan? Von dem was die beiden sagten war es nichts schlechtes. Was sie sagten…

Erst jetzt fiel Harry auf, dass er eigentlich gar nicht imstande gewesen wäre, das Gespräch zu hören. Sirius und Remus standen immer noch in der Küche! Und er war doch hier, im Wohnzimmer… Warum also hatte er gerade noch ihr Gespräch hören können und jetzt nicht mehr? Während er nachdachte streifte er sich ein schwarzes Shirt über den Kopf. Das Shirt verdeckte jetzt auch die komischen Linien auf seinem Arm – die Linien!!

Harry starrte an die Stelle, an der die Linien wären, wenn er kein Shirt anhätte. Nur um die Theorie auszuprobieren legte er seine Hand über die Linien und drückte etwas…

„… was sonst? Moony, ich sage dir, wenn ich den in die Finger bekomme, ich-"

Mit offenen Augen lies er den Arm wieder los. Das war der Grund! Er hatte aufgehört, seinen Arm zu halten, als er vorhin zugehört hatte. Dadurch hatte er nichts mehr hören können, weil er die Linien nicht mehr berührt hatte! Aber woher kamen diese Linien, und was bedeuteten sie?

Der Klang von Remus Stimmer riss Harry aus seinen Gedankengängen. „Essen!" Schnell schlüpfte er aus seiner Dudley-Hose in eine schwarze Jeans und band sich die Stahlkette um den Hals. Dann ging er schnell rüber in die Küche. Remus hatte Kartoffeln, Erbsen und einen Braten hergerichtet. Nach zwei Wochen Dursley-Diät wurde Harry schon beim Anblick dieses Essen hungrig.

„Setz dich Harry!" Das brauchte man ihm nicht zweimal sagen. Harry setze sich schnell, aber nicht zu voreilig auf den Stuhl am Tischende und wartete, bis Sirius und Remus rechts und links von ihm saßen, bevor er anfing zu Essen. Zuerst aßen die drei nur und sprachen nicht viel, Remus und Sirius überlegten wie sie mit Harry über den Alkohol sprechen konnten und Harry hoffte das Gespräch noch etwas hinauszögern zu können. Gerade als Remus sich räusperte und etwas sagen wollte, flog ein schwarzer Rabe durch das offene Küchenfenster und landete vor Harry neben dem Teller.

Der Rabe war tiefschwarz und seine Federn glänzten, ein schönes Tier, empfand Harry. Der Rabe streckte sein linkes Bein aus, und präsentierte Harry einen Brief. Während Harry den Brief nahm und sich wunderte, wem der Vogel gehören könnte, warfen Sirius und Remus sich argwöhnische Blicke zu.

„Harry, warum bringt Snapes Rabe dir einen Brief?" wollte Sirius wissen.

Das war Snapes Rabe? Snape schrieb ihm? Snape benutze einen Raben? Warum keine Eule? Harry hatte immer gedacht, Zauberer würden Eulen benutzen... aber Snape war ja kein normaler Zauberer, oder? Wer konnte schon wissen, was Snape alles tat und besaß? Harry wusste, das Snape ein Spion für Dumbledore gegen Voldemort war. Snape war außerdem ein Slytherin bis auf die Knochen und war ziemlich unfair was die Verteilung von Hauspunkten anging...

Remus Stimme brachte Harry wieder zurück in die Wirklichkeit. Während er über Snape nachgedacht hatte, hatte er den Brief und die anderen total vergessen?

„Harry, willst du den Brief gar nicht lesen? Und warum schickt Snape dir einen Brief?"

Jetzt musste Harry sich schnell eine ausrede einfallen lassen. Er konnte ja schlecht sagen ‚Oh, tut mir leid, aber ich hab weder euch noch dem Schulleiter genug vertraut um etwas über meine Narbe zusagen und deswegen Snape geschrieben.'

Nein, das konnte er nicht machen.

„Oh, wahrscheinlich wegen meiner Frage. Ich hatte Probleme mit den Hausaufgaben in Zaubertränke, aber ich hatte nicht erwartet, dass er zurückschreiben würde. Und warum hat Snape einen Raben?"

Sirius schien Harrys Ausrede zu glauben, aber Remus blieb etwas argwöhnisch. „Nun, Snape mochte von jeher keine Eulen und kam im siebten Schuljahr einfach mit einem Raben in Hogwarts an. Er hat damals eine Extraerlaubnis bekommen, den Raben behalten zu dürfen. Früher waren Raben sehr populär als Briefträger aber Eulen sind schlauer und haben sich deshalb durchgesetzt." erklärte Remus.

Harry nickte während er einen Schluck Orangensaft aus seinem Glas trank und öffnete den Brief. Er hielt ihn extra so, dass weder Remus noch Sirius etwas lesen konnten und las schnell.

Potter,

Es ist mir klar, dass ich der letzte bin, von dem du einen Brief erwartest.

Heute morgen erfuhr ich eine interessante Neuigkeit, die mich an den Inhalt deines Briefes erinnerte. Du sagtest, deine Narbe würde verschwinden. So, wie es für mich aussieht, ist dies die Ursache eines zweiten dunklen Fluches, der kurz nach dem Avada Kedavra gesprochen worden sein muss. Dieser Fluch hat, soweit ich weiß, keiner weiteren schlimmen Auswirkungen. Sollte dennoch etwas merkwürdiges auftreten, solltest du dich an jemanden wenden.

Des weiteren sprach ich den Schulleiter auf dein Problem an und war überrascht als ich feststellte, dass dieser nichts davon wusste. Ich habe keine Ahnung, warum du dem Schulleiter nichts erzählt hast Potter, aber ich habe ihm nichts weiteres gesagt und er weiß nichts über das Verschwinden der Narbe.

Es wäre gelogen wenn ich sagen würde, dass die Unkenntnis des Schulleiters mich nicht interessieren würde. Solltest du weitere Fragen haben, was dunkle Flüche betrifft, steht es dir frei mir zu schreiben. Ob eine Antwort kommt, ist eine andere Frage.

S. Snape

Harry faltete den Brief wieder zusammen und steckte ihn in seine Hosentasche. Das war mehr als informativ und überraschend, das war… fast schon ein Wunder. Nicht nur das Snape ihm tatsächlich etwas über seine Narbe geschrieben hatte, nein, er hatte auch noch – mehr oder  weniger – seine Hilfe angeboten. Das war mehr als komisch. Das war fast schon verdächtig.

„Und Harry, Was schreibt er?" Harry blickte auf und sah Remus an. „Eigentlich das was ich erwartet hatte. ‚Potter, deine Unwissenheit ist kein Grund mich in meiner Freizeit zu nerven' blah, blah, blah." Harry machte ein paar abweisende Handbewegungen und hoffte, damit Remus überzeugen zu können.

Sirius schnaubte. „Ja, das ist genau das, was der Schleimsack macht. Anstatt einem Schüler eine Frage zu beantworten kommt so was."

Remus seufzte. „Sirius, Snape mag vielleicht nicht der freundlichste Mensch sein, aber so schlimm ist er nun auch wieder nicht." Sirius sah Harry an und tat so, als ob er kotzen müsste. Harry musste grinsen und schüttelte den Kopf als Remus Sirius einen bösen Blick zuwarf.

Remus räusperte sich und sah Harry scharf an. Harry schluckte. Er wusste sehr gut was jetzt kommen würde.

„Harry, was hat das hier;" Remus deutete auf die Whiskeyflasche die hinter ihm auf der Spüle stand, „zu bedeuten?"

Harry musste sich jetzt schnell etwas einfallen lassen, was er den beiden Erwachsenen sagen könnte. Ein Stück von dem mitgehörten Gespräch von vorhin fiel ihm ein… ‚Jeder Jugendliche experimentiert früher oder später mal mit Alkohol.' Das hatte Remus gesagt.

Harry setzte ein hoffentlich schuldiges und gleichzeitig schüchternes Lächeln auf und meinte: „Neugier?" Er hoffte, dass seine Stimme klein und überzeugend genug wirken würde, um die Erwachsenen zu beruhigen.

Remus seufzte und warf Sirius einen ‚Hab ich's dir nicht gesagt?' Blick zu. „Harry, ich verstehe ja das jeder Jugendliche früher oder später mit Alkohol experimentiert, aber dieses Zeug ist wirklich nicht gut für dich oder deinen Körper."

Sirius nickte bekräftigend mit dem Kopf. „Ja, Remus hat recht. Alkohol ist wie ein Gift, dass sich langsam durch deinen Körper und Verstand arbeitet. Du solltest in deinem Alter noch keinen Alkohol trinken. Wenn man jünger ist bemerkt man erst zu spät wann man aufhören sollte."

Harry nickte. Remus und Sirius hörten sich an als wären sie zwei Eltern… seine Eltern. Für Harry, der nie eine richtige Familie gehabt hatte, war das wunderbar. Harry stand auf und umarmte Sirius. Der Animagus blinkte ein paar mal mit den Augen und strich Harry schließlich mit seiner rechten Hand über den Rücken.

Während Harry noch seinen Kopf an Sirius Brust presste, warf dieser Remus einen fragenden Blick zu. Remus zuckte mit den Schultern und formte mit seinen Lippen das Wort Dursleys. Sirius dachte darüber etwas nach und nickte dann schließlich etwas.

Harrys Leben bei den Dursleys war wohl doch etwas schlimmer als beide angenommen hatten. Sie gaben ihm nichts richtiges zum Anziehen und einem Teenager den Keller als Wohnort zu geben war auch nicht gerade die feine englische Art. (2)

Sirius klopfte Harry einmal auf den Rücken lies den Jungen dann los. Zum Glück bemerkte er nicht, wie Harry leicht den Mund verzog als Sirius Hand auf seinen Rücken fiel. „Hey Kleiner, kein Grund sentimental zu werden. Nutzen wir lieber die Zeit bis die Dursleys wieder hier sind, eh?"

Harry lies sich auf sein Bett im Keller fallen und seufzte. Nachdem Remus und Sirius davon überzeugt gewesen waren, dass Harry vollkommen in Ordnung war und in naher Zukunft auch keinen weiteren Alkohol anrühren würde, war es ein fröhlicher Tag geworden.

Sirius hatte ihm Streiche beigebracht, die er im kommenden Schuljahr an den Slytherins ausprobieren sollte. Remus hatte Harry versprochen Dumbledore zu fragen ob Harry vielleicht einige Zeit in den Ferien bei ihm verbringen könnte.

Harry bezweifelte das Dumbledore ja sagen würde. Dumbledore dachte, dass Harry hier, bei seinen Verwandten, am sichersten sei. Harry durfte auch nicht zu den Weasleys, soviel war ihm klar. Und von dem was Harry heute gehört hatte, als er Remus und Sirius belauscht hatte, würde Dumbledore ihn eh nicht bei Remus lassen, wenn die Chance besteht, dass er Sirius sehen könnte.

Was hatte Sirius überhaupt gemacht, dass er jetzt so viel Ärger hatte? Remus hatte darüber gesprochen als wäre es nicht wirklich etwas schlimmes gewesen, mehr als würden die anderen Leute einfach eine falsche Sicht der Dinge haben…

Und Sirius hatte davon geredet, dass er jemanden beschützt hatte. Er hatte gesagt das er gar nichts anderes hätte tun können.

Vielleicht ging es ja um einen Werwolf? Die Zaubererwelt hatte komische Ansichten über Werwölfe, dachte Harry. Werwölfe waren nicht gefährlich nur weil sie sich ein mal im Monat in ein Monster verwandelten.

Und selbst die Verwandlung konnte man mildern, so dass der Werwolf seinen Verstand behielt. Snapes Zaubertrank konnte das bewirken.

Snape…

Harry holte den Brief noch mal aus seiner Hosentasche und las ihn sich noch einmal durch. Snape schrieb zwar nicht ausdrücklich das er Harry helfen würde, aber er schrieb auch nicht das er Harry nicht helfen würde. Wenn man es genau bedachte war es sowieso ein Wunder das Snape ihm sowieso etwas geschrieben hatte.

Und Snape bot in einem Punkt deutlich seine Hilfe an, und zwar im Punkte dunkle Flüche. Oder, besser gesagt, im Punkte der dunklen Künste. Bot Snape ihm etwa an, die dunklen Künste zu lernen? Oder bot Snape lediglich an, Fragen zu beantworten die mit diesem Fluch zusammenhingen der auf Harry gesprochen wurde? Warum bot Snape überhaupt seine Hilfe an?

Der haus des Slytherin Hauses musste einen Grund haben, ein Motiv. Kein Slytherin tat etwas ohne ein Motiv. Welches Motiv könnte Snape haben? Harry dachte angestrengt nach…

Harry hatte nichts was Snape interessieren könnte. Harry war nicht besonders reich, er hatte keinen besonderen Einfluss auf die Welt, abgesehen von seiner Berühmtheit. Und selbst dadurch würde er nicht viel erreichen können, wenn man die ganzen Artikel von Rita Kimmkorn oder ähnlichen Journalisten bedachte. Harry war sich sicher, dass es noch mehr solcher Paparazzi da draußen gab, die nur darauf warteten ihm mit einem ‚Skandal' das Leben schwer zu machen.

Macht. Besaß Harry Macht? Er hatte sich selbst immer für einen normalen Zauberer gehalten, der genauso normal war wie jeder andere auch… aber diese Linien auf seinem Oberarm gaben ihm zu denken. Er war sich ziemlich sicher, dass diese Linien nicht normal waren. Und das er besser Hören konnte wenn er die Linien berührte war auch nicht normal.

Wusste Snape etwas über diese Linien? Hatten die Linien vielleicht etwas mit diesem Fluch zu tun, den man auf ihn angewandt hatte? Snape hatte zwar geschrieben, dass es keine schlimmen Auswirkungen haben sollte… aber über gute Auswirkungen hatte er nichts gesagt! Harry war sich ziemlich sicher das es auch Flüche oder Zauber in den dunklen Künsten gab, die dem Getroffenen helfen sollen. Dunkle Zauberer trachteten immer nach mehr Macht und da wäre es nur logisch wenn es solche Zauber gäbe… die Frage war nur, welchen Preis würde derjenige, der mit dem Fluch getroffen wurde, zahlen müssen für die Macht die er bekam?

Harry mochte vielleicht erst fast 15 Jahre alt sein, aber er war nicht dumm und hatte in seinem kurzen leben bereits einen Basilisken besiegt, war einer Acromantula entkommen, hatte das Gesicht eines Dementoren gesehen und überlebt, sich dreimal mit dem mächtigsten dunklen Zauberer dieser Zeit duelliert und den Todesfluch überlebt. Wenn man dann noch seine Jugend bei seiner… Familie dazuzählte kam einiges zusammen.

Harry war nicht dumm und nicht mehr so kindlich wie andere es vielleicht dachten oder wollten. Und er würde herausfinden was mit ihm passierte als er erst ein Jahr alt war. Koste es was es wolle. Und wenn Snape ihm schon anbot etwas über die dunklen Künste zu lernen, warum sollte er es ausschlagen? Man muss Feuer mit Feuer bekämpfen, wie es immer so schön heißt. Wenn man schon von ihm erwartete, dass er Voldemort umbrachte, dann müsste er doch wohl wissen wogegen er kämpfte, oder?

Professor Snape,

An erster Stelle möchte ich ihnen für die Information bezüglich meiner Narbe danken. Ich war schon etwas besorgt als sie anfing einfach zu verschwinden.

Wären sie vielleicht in der Lage mir etwas genaueres über diesen Fluch zu schreiben, mit dem ich getroffen worden bin? Auch wenn er keine schlimmen Auswirkungen haben sollte wäre ich doch trotzdem dankbar wenn sie mir sagen würden, was er alles sonst noch mit mir anstellen könnte, denn nicht jede Auswirkung muss als schlimm oder schlecht eingestuft werden.

Außerdem wäre ich ihnen sehr verbunden wenn sie mir etwas über dunkle Zaubertränke sagen könnten. Ich hörte, dass in viele dunkle Tränke Blut als Zutat hineinwandert und wundere mich warum Blut einen Trank dunkel machen würde wenn wir doch in fast jeden Trank Teile von Lebewesen dazutun welche ja genauso zum Körper gehören wie Blut.

Hochachtungsvoll,

H. Potter

Potter,

Es erstaunt mich das du in der Lage warst zwischen meinen Zeilen zu lesen. Ja, der Fluch hat einige Auswirkungen allerdings sollten sie nicht schlecht im allgemeinen Sinne sein.

Ich möchte zuerst sage, dass ich keine Idee habe warum man ausgerechnet dich mit ausgerechnet diesem Fluch verzauberte. Der Fluch gehört zu den dunklen Künste und ist schon etwas älter. Zwar ist er nicht schwer auszusprechen und erfordert kein hohes Können von demjenigen der ihn anwendet, allerdings müssen sowohl das Ziel als auch der Sprecher des Fluches einen Preis bezahlen.

Der Sprecher des Fluches verliert einen großen Teil seiner Lebenskraft, auch wenn dies nicht unbedingt körperlich zu sehen ist. Das Ziel des Fluches hingegen hat mehrer kleine Preise zu bezahlen. An erster Stelle wäre da deine Hautfarbe Potter. In den Jahren die du bis jetzt auf Hogwarts warst, dachte ich lediglich dass du etwas sonnenscheu bist. Jedoch liegt deine unnatürlich blassere Hautfarbe an dem Fluch. Deine Haut sollte über die Jahre hinweg noch blasser werden, bis sie der eines Vampirs ähnelt. Ich fürchte du wirst deine Fans enttäuschen müssen, Potter: keine sonnengebräunte Haut für den Fanclub.

Des weiteren wirst du wohl in deinem Leben nicht mehr viel wachsen. Es gab keine Opfer des Fluches die größer als 1,75 wurden.

Und der letzte Nachteil ist der, dass du dank des Fluches erheblich anfälliger gegenüber bestimmten Krankheiten bist.

Jedoch hat der Fluch auch positive Seiten.

Hier möchte ich eins fragen, wie lange hast du damals in der Kammer den Basilisken angesehen? Selbst du, der Junge der nicht sterben wollte, hätte doch nicht die ganze Zeit auf den Boden starren können? Natürlich kann Fawkes der Phönix dir zu Hilfe, aber wie lange hattest du vorher auf den Basilisken gestarrt? Und wenn das was der Schulleiter mir erzählte stimmt, dann hast du erstaunlich lange überlebt nachdem das Basiliskengift in deinen Körper eintrat.

Nun, die Wahrheit ist das der Blick eines Basilisken dich niemals töten würde. Und auch die meisten Gifte dieser Welt werden dir nichts mehr antun.

Der Fluch mit dem du getroffen wurdest, wird auch ‚Schlangenkörper' genannt. Der Fluch verleiht deinem Körper einige Schlangeneigenschaften, unter anderem die der ägyptischen Tempelschlange: Heilung von Wunden. Ich nehme an, das deswegen die Narbe verschwindet. Warum vorher noch keine anderen Wunden verschwanden? Potter, die Narbe an deinem Kopf wurde vom Todesfluch verursacht. Ich nehme an, dass der Schlangenkörper-Fluch bis jetzt gebraucht hat, um die körperlichen Schäden zu beseitigen.

Nun aber zu einer anderen Angelegenheit.

Blut wird in vielen dunklen Tränken benutzt, ja. Allerdings besteht ein Unterschied zwischen Blut und den Körperteilen die man in normalen Tränken benutzt:

1. Die Körperteile die man normal kaufen und benutzen kann sind normalerweise säuberlich vom kleinsten bisschen Blut gereinigt worden. Sollte man auch nur etwas Blut übersehen haben, könnte aus einem einfachen Schlaftrank ein tödliches Gift werden. Alle Vertriebe in Europa müssen ihre Trankzutaten nach bestimmten Richtlinien reinigen und das Blut entsorgen.

2. Körperteile oder Blut von Menschen, magischen Lebewesen oder höheren magischen Lebensformen wie Elfen, Zwerge oder Zentauren sind allesamt verboten da sie nur in dunklen tränken benutzt werden. Es gibt einige ausnahmen, so wie Einhornblut oder Phönixtränen, allerdings müssen diese Zutaten freiwillig gegeben worden sein andernfalls ist ihr guter Nutzen verloren.

Ich hoffe damit konnte ich deine Frage beantworten.

S. Snape

Professor Snape,

Nochmals danke ich ihnen für ihre Informationen. Genaueres über den Fluch zu erfahren beruhigte mich unheimlich. Doch jetzt habe ich eine neue Frage – wer könnte ihrer Meinung nach diesen Fluch auf mich angewandt haben? Sie müssen sicherlich etwas darüber wissen, denn ich glaube kaum das sie den Fluch nur aufgrund meiner Information hätten erkennen können. Das soll keine Beleidigung sein, lediglich eine Meinung.

Was den Basilisken angeht, haben sie recht. Es erstaunt mich, dass ich vorher nicht daran gedacht hatte. Ich starrte ihn wirklich lange an und von dem was indem Buch stand hätte das Basiliskengift wirklich schneller arbeiten müssen.

Ich habe noch eine andere Frage, bei der sie mir helfen könnten: Warum bringt man uns in Verteidigung gegen die dunklen Künste nicht etwas sinnvolleres als die Bekämpfung von ‚harmlosen' magischen Wesen bei? Ich verstehe das mein keine Chimära oder einen Nundu als Unterrichtsmaterial benutzen kann, aber warum bringt man den Schülern nicht etwas mehr über die dunklen Künste selbst bei, damit sie sich besser gegen die dunklen Künste wehren können?

H. Potter

Harry sah auf von seinem Bett und beobachtet wie Snapes Rabe und Hedwig sich durch das Fenster quetschten. Harry hatte den Fensterspalt vergrößert in dem er einige kleine Steine in der unteren rechten Ecke des Fenster aus der Wand geschlagen hatte.

Er sah zu wie Hedwig zu ihrem normalen Platz flog und der Rabe erst eine schwarze Zeitschrift aus Pergament und dann einen Brief vor ihm aufs Bett fallen lies. Harry öffnete den Brief und begann zu lesen.

Potter,

Als erstes muss ich dich darum bitten ab sofort nur noch mit Oberon, meinem Raben, zu schreiben. Deine Eule ist leicht erkennbar und es wäre verdächtig wenn jemand bemerken würde, dass sie ständig zu mir fliegt.

Ich weiß nicht, wer den Schlangenkörper auf dich sprach, allerdings habe ich eine fiese Ratte im Auge. Es würde mir sonst niemand einfallen, der während des Zeitpunktes an dem der Todesfluch über dich ausgesprochen wurde, in deiner Nähe war und das erforderliche Wissen dazu hatte.

Was die Frage des Unterrichts angeht, selbst du solltest das selbst beantworten können. Wenn man den Schülern die dunklen Künste näher bringen würde, würde man sie damit auch gleichzeitig zu potentiellen Benutzern der dunklen Künste machen. Das zumindest ist die offizielle Meinung der Regierung zu dieser Angelegenheit und die Mehrheit der Bevölkerung teilen diese Meinung. Ich für meinen Teil bin der Meinung das ein bisschen Hintergrundwissen keinem Schaden kann. Je unwissender jemand gegenüber einer Sache ist, desto größer wird der Drang, etwas darüber herauszubekommen. Viele Jugendlichen fangen nur aus Neugierde oder der Verlockung des Verbotenen heraus an, mit den dunklen Künsten zu hantieren. Meiner Meinung nach könnte man so etwas verhindern, aber die Mehrheit sieht es anders.

Wenn dieses Thema dich interessiert, solltest du dir die Zeitschrift, die Oberon mitgebracht hat lesen. Sie ist eine Zeitschrift für dunkle Zauberer und ich rate dir sie keinem Zauberer zu zeigen. In ihr wirst du einige Artikel zu solchen und anderen Themen finden.

S. Snape

Harry blickte einmal kurz über die auf seinem Bett liegende Zeitschrift und musste auflachen.

Snapes Motiv hinter seiner Hilfe schien zu sein, dass er versuchte Harry auf die dunkle Seite zu bringen! Snape hatte ihm nicht etwa Wissen über die dunklen Künste angeboten, Snape hatte sich selbst als Lehrer in den dunklen Künsten angeboten! Aus irgendeinem Grund musste Harry fürchterlich lachen bei der Idee.

„Snape denkt also ich würde ein dunkler Zauberer werden… aber warum hilft er mir dabei?"

Dafür gab es nur zwei Gründe von Harrys Sicht aus:

1. Snape war in Wirklichkeit kein Spion für Dumbledore, sondern ein Spion für Voldemort und dies war der neue Plan des dunklen Lords: Harry auf seine Seite zu gewinnen durch Snape als Lehrer in den dunklen Künsten.

2. Snape arbeitete für Dumbledore und der Schulleiter hatte Angst das Harry ein dunkler Zauberer werden würde, weshalb er Snape dazu geordert hatte Harry als dunklen Zauberer für ihre Seite zu erziehen.

In Harrys Hinterkopf erschien noch eine dritte Variante: Snape dachte, dass Harry so oder so ein dunkler Zauberer werden würde und wollte ihn weder auf Voldemorts Seite sehen, noch auf Dumbledores als ständiger Verdächtiger. Könnte es sein das Snape wollte, dass Harry zwar ein dunkler Zauberer wurde, aber nicht böse?

Warum würde er so etwas wollen? Harry entschied das er die Fragen erst mal zurückstellen würde und sich die Zeitschrift ansehen würde…

Sechs Tage waren vergangen seitdem Remus und Sirius da gewesen waren und jetzt war fast die dritte Woche der Ferien um. Am ende der nächsten Woche würde er Geburtstag haben…

Die Dursleys waren relativ ruhig gewesen. Vernon hatte ihn nicht ganz so fest wie sonst geschlagen, anscheinend ging es mit seiner Firma wieder etwas bergauf und Dudley hatte sich in ein Mädchen verguckt und beachtete seinen Cousin gar nicht mehr richtig.

Harry bemitleidete das arme Mädchen.

Harry lies seine Augen über die Zaubererzeitschrift wandern. Sie war aus Pergament und nicht aus Papier. Das Cover war vollkommen schwarz, abgesehen von den silbernen Buchstaben in der Mitte. Niger Pectus. Da auf Hogwarts auch Latein unterrichtet wurde, hatte Harry keine Probleme den Titel zu übersetzen. Schwarze Seele. Ein interessanter Name für eine Zeitschrift für dunkle Zauberer.

Abgesehen von dem Pergament sah die Zeitschrift aus wie jeder andere normale Muggelzeitschrift. Harry wunderte sich ob das vielleicht Absicht war. Wenn man in der Zaubererwelt diese Zeitschrift nicht einfach verkaufen konnte, vielleicht wurde sie dann in der Muggelwelt verkauft? Wahrscheinlich musste man schon ganz genau wissen wo man diese Zeitschrift bekommen konnte, wenn man ein Exemplar haben wollte.

Harry sah Oberon an, der auf dem Tisch an der Wand saß. „Oberon, kannst du warten bis ich einen Brief schreibe oder musste sofort wieder los?"

Der Rabe krächzte einmal und flatterte schließlich zu Hedwig um sich hinzusetzen.

„Ich nehme mal das heißt, dass er Zeit hat…" murmelte Harry.

Schließlich wandte er seinen Blick von dem Raben ab und schlug die Zeitschrift auf.

Die erste Seite glich der einer normalen Zeitschrift… eine Inhaltsangabe. Nur das in einer ‚normalen' Zeitschrift normalerweise ‚Der fachgerechte Brauch von Spinnenseide' nicht mit ins Inhaltsverzeichnis gehört.

Harry stellte schnell fest, dass die Zeitschrift eine Art Fachzeitschrift zu sein schien. Sie bestand aus Abhandlungen über den Gebrauch verschiedener Gegenstände, wobei es größtenteils um Zutaten für Zaubertränke ging. Harry fand, dass das treffend war für eine Zeitschrift die Snape lesen würde. Allerdings gab es auch andere Themen, zum Beispiel das neue Gesetz im amerikanischen Staate Washington, das eine erhebliche Lücke hatte wodurch man einige Schwarzmagiegegenstände legal behalten konnte, oder einen Artikel zu der Frage ob man die dunklen Künste an Schulen unterrichten oder in den Unterricht mit einbauen sollte.

Ein vielbehandeltes Thema ist der Einbau der Schwarzmagie in den Unterricht an den Schulen. Während solche schulen wie Hogwarts noch strikt gegen jegliche Beteiligung der dunklen Künste am Unterricht sind, baut Durmstrang sie schon seit Jahren in den Unterricht ein. Welche Ergebnisse dieser Unterschied erzielt kann man vor allem sehen wenn man die unterschiedliche Anzahl von erfolgreichen Jägern von magischen Wesen und Auroren vergleicht, die diese Schulen hervorbringen und was die Abgänger der Schulen im Vergleich nach ihrer Schulzeit machen…

De Artikel beschreib im wesentlichen Sinne wie Schüler, bei denen die dunklen Künste in den Unterricht mit eingebaut worden waren sich größtenteils für einen aktiven Beruf entschieden, der mit den dunklen Künsten zu tun hatte und in diesem auch wesentlich erfolgreicher waren. Natürlich wurde auch erwähnt, wie viele erfolgreiche dunkle Zauberer Abgänger solcher schulen waren und was sie alles erreicht hatten. Harry fand nur die Hälfte von dem was in dem Artikel als Errungenschaft aufgezählt wurde schrecklich und einige der Sachen sogar recht nützlich.

Was Harry auch aus der Zeitschrift lernte war, dass es anscheinend viele solcher Plätze wie Knockturn Alley (3) gab und einige von ihrer Größe her schon als eigene Städte galten konnten. Harry fragte sich, warum die Behörden oder die Regierung nichts gegen solche Plätze unternahmen? Und dachte Snape wirklich das Peter Pettigrew den Fluch auf ihn gesprochen hatte?

Mit diesen neuen Fragen im Kopf begann er einen weiteren Brief an Snape zu schreiben.

Es war kurz vor Mitternacht und in nur wenigen Minuten würde Harry 15 Jahre alt sein. Harry blickte zum Mond oder besser gesagt zu dem Stückchen vom Mond den er durch das kleine Kellerfenster sehen konnte.

Schließlich war es soweit. Harrys innere Uhr sagte ihm dass einweiteres Jahr vorüber war. Er hatte noch nie an seinem Geburtstag schlafen können bevor Mitternacht und mit der Zeit hatte er immer genauer gewusst wann das Jahr herum war.

Wenige Minuten nachdem er 15 geworden war quetschten sich mehrere Vögel durch das vergrößerte Kellerfenster. Harry hatte gewusst das diese Vögel noch kommen würden und das Fenster extra offen gelassen.

Eine Eule erkannte er sofort, es war Pig, Rons Eule. Neben Pig setzte sich eine von Hogwarts braunen Schuleulen auf Harrys Bett, die musste von Hagrid stammen. Dann war da noch Hedwig, die wohl wieder Hermines Paket und Brief gebracht hatte und eine braun-graue Eule. Harry vermutete das sie von Remus und Sirius kam.

Harry setzte sich auf und öffnete zuerst Rons Brief.

Hey Harry,

Alle gute zum Geburtstag! Dumbledore will zwar nicht das du zu uns kommst, aber vielleicht können wir dich ja mal für einen Tag abholen. Das Geschenk das ich besorgt hab wird dich sicherlich von den Socken hauen! Bei dem zweiten Paket solltest du aufpassen, es ist von Fred und George. Die beiden wollten dir unbedingt auch was schicken.

Bye,

Ron

Harry schüttelte den Kopf und lachte leise. Dann öffnete er Rons Paket. Heraus fiel ein Zettel, ein Buch und ein… Schwert?

Verwirrt las Harry den Zettel.

Hey Harry! Ich dachte, nachdem du damals ja gegen den Basilisken mit dem Schwert gekämpft hast und mit der Sache vom letzten Schuljahr wäre das hier vielleicht nützlich. Sag bloß meiner Mutter nicht das du so was von mir hast! Ich hab's extra vor ihr geheim halten müssen!

Harry schüttelte noch mal den Kopf, diesmal aus Wunder heraus. Ron hatte ihm ein magisches Schwertset zum Selberüben gekauft, wenn man dem Titel des Buches glauben konnte. Harry packte das Buch und das Schwert erst mal an den Kopf des Bettes und öffnete vorsichtig die Schachtel der Zwillinge. Auch hier fiel eine Notiz heraus.

Hey Harry! Hier sind einige Proben unserer neuesten Entwicklungen! Außerdem sind auch einige Proben unsere neuen Idee dabei… Wir dachten, wir könnten unsere Scherzartikel mehr gebräuchlich für den Krieg machen. Denn wir wissen, dass es Krieg geben wird. Sag uns auf Hogwarts was du von unseren Ideen denkst.

Harry starrte dumpf auf die Notiz und schüttelte abermals den Kopf. Erst schenkte Ron ihm ein Schwert und jetzt schrieben die Zwillinge das sie Kriegsmaschinerie herstellen würden. Was kam als nächstes?

Harry packte die Schachtel mit den Geschenken der Zwillinge vorsichtig neben das Schwert am Kopfe des Bettes und öffnete Hermines Geschenk. Es war ein Buch… über Basilisken und andere schlangen. Harry musste leise lachen.

Harry!

Alles gute zum Geburtstag! Ich wusste nicht so recht was ich dir schenken sollte und habe mich dann für dieses Buch entschieden. Ich dachte es wäre für dich als Parselmund interessant. Bis in einem Monat, Hermine

Harry stand auf und packte das Buch auf seinen Tisch. Er würde direkt morgen mit dem Lesen anfangen.

Jetzt blieb nur noch die braun-graue Eule übrig. Harry nahm den Brief und das Paket, dass die Eule getragen hatte ihr ab und öffnete den Brief während die Eule genau wie die anderen Vögel sich wieder durchs Fenster quetschte und wegflog. Nur Hedwig flog hinüber zu ihrem normalen Platz und blieb dort sitzen.

Alles gute zum Geburtstag Harry! Remus und ich haben lange darüber nachgedacht was wir dir schenken sollen und schließlich haben wir uns entschieden, dass wir einmal nicht auf Dumbledore hören werden und dich zu uns einladen werden. Die Grußkarte in dem Paket ist ein Portschlüssel. Berühr ihn und stelle sicher, dass alles was du mitnehmen möchtest dich berührt und rufe dann Zum Wolfsbau. Du landest direkt hier in Remus Haus. Du kannst zu jeder Zeit zwischen heute Nacht und Morgen Abend kommen. Danach natürlich auch, aber wir rechnen mit dir in dieser Zeit.

Tschüß bis später,

Padfoot (4)

Harry las den Brief drei mal bevor er einen kleinen Schrei der Freude ausstieß. Er würde zu Sirius und Remus gehen können… Er würde zu Sirius und Remus gehen, egal was Dumbledore dazu sagte.

In seiner Freude lies er sich mit dem Rücken auf das Bett fallen und vergaß dabei völlig, warum er das eigentlich hatte vermeiden wollen.

*** Flashback ***

Vernon war erst gerade nach Hause gekommen und inspizierte Harrys Arbeit. Mit den Schlafzimmer war er einverstanden, aber im Wohnzimmer fiel ihm etwas auf.

„Junge, komm sofort her!" Harry kam gehorsam angetrottet auch wenn sein Gefühl ihm sagte, dass etwas schreckliches bevorstand.

„Erklär mir bitte, Junge, warum hier zwei Whiskeyflaschen fehlen, eh?" ~Oh nein…~ fuhr es Harry durch den Kopf. Die Whiskeyflaschen hatte er genommen. Und eine hatte er davon schon ganz ausgetrunken in den letzten zwei Wochen…

„Also, was ist nun Junge? Gibst du zu das du es warst, der die Flaschen geklaut hat. Oder soll ich es aus dir herausprügeln, was meinst du, Junge?"

Harry schluckte, dass sah gar nicht gut aus…

Schließlich kam Vernon auf ihn zu und verpasste ihm eine Ohrfeige. „Das habe ich gerade gerne! Da nehme ich dich auf, gebe dir Kleidung und bezahle für dein Essen und was machst du? Bestiehlst mich! Na warte, du…"

Vernon stieß ihn in eine Ecke des Wohnzimmers und machte seinen Hosengürtel lose. Dann riss er Harrys zu große Shirt hoch um Harry ein paar Schläge mit dem Gürtel zu verpassen, doch…

„Wo sind die Wunden von gestern, Junge? Wo sind sie?"

Harry hatte nach der gestrigen Dresche die er von Vernon gekriegt hatte den Rest seines Heiltrankes getrunken um die Wunden heilen zu können. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Vernon ihn heute wieder verprügeln würde. In der letzten Zeit waren seine Wunden immer schnell verheilt, was sicherlich mit dem Fluch zu tun hatte, mit dem er getroffen worden war. Da war es nicht sonderlich aufgefallen, wenn seine Wunden nach zwei drei Tagen schon fast verheilt waren, aber direkt nach einem Tag…

„Du hast deine komischen Kräfte benutzt um dich zu heilen oder? Und das in meinem Haus, wenn man bedenkt was ich alles für dich getan habe, du undankbarer Dieb! Na warte, dass werde ich dir hübsch herausprügeln…"

Vernon hatte fast eine Stunde auf Harrys Rücken eingeschlagen und ihm danach gesagt, dass er seine abnormalen Kräfte nicht benutzen sollte um die Wunden zu heilen. Er würde sie sich morgen noch einmal genau ansehen, und wenn er etwas komisches an ihnen feststellte, dann würde die nächste Portion Prügel noch schlimmer ausfallen.

*** Flashback Ende ***

Das war der Grund aus dem Harry nichts an seinem rücken getan hatte. Und deshalb tat es jetzt gar nicht gut, als sein Rücken in Berührung mit dem Bett kam.

Harry hisste vor Schmerz und warf sich vom Bett so dass er mit dem Bauch auf dem Boden landete. Sein Rücken brannte fürchterlich, vor allem weil er glaubte sich eine Infektion eingehandelt zu haben und so bemerkte er die schwarze Gestalt nicht, die ihn von der Tür her beobachtete. Die gestalt war besorgt, so ein Bild hatte sie nicht erwartet als sie sich auf den Weg hierher gemacht hatte.

Schließlich trat Snape aus dem Schatten an der Tür hervor und legte eine Hand auf Harrys Schulter. „Sh…" Oberon sein Rabe flog herüber zum Tisch und setzte sich dort hin.

*** Snape Perspektive ***

Severus Snape war kein freundlicher Mensch. Er war asozial bis zum Kern, unfreundlich, stets sarkastisch und mochte ungefähr 0,0 % der menschlichen Bevölkerung.

Nichts desto trotz hatte Harrys Brief ihn etwas aufgeschreckt. Nicht nur, dass es erschreckend war wenn die Narbe plötzlich verschwand, es hatte ihn auch erstaunt das Harry nicht zu Dumbledore gegangen war.

Und so war er irgendwie in diese Umstände hineingeschliddert. Er hatte angefangen mit Harry Briefe auszutauschen. Er hatte den Jungen während den Schuljahren auf Hogwarts genau beobachtet und wusste, dass in ihm großes Potential und ein gewisser… Hang zur Schwarzmagie steckte. Harry Potter würde einen formidablen Schwarzmagier machen, wenn er in die dunklen Künste interessiert wäre.

Deshalb hatte Severus angefangen mit dem Briefaustausch. Und Harry hatte sich als ein gelehriger Schüler mit guter Kombinationsgabe, großem Potential und einem Hang zur ‚noblen Entscheidung' entpuppt.

Und wenn irgendjemand es wagen würde zu behaupten Severus hätte das gesagt würde er ihn vierteilen und einer Runespoor zum Fraß vorsetzen.

Nun, das mit der ‚noblen Entscheidung' würde man noch mit ein bisschen Slytherin Egoismus ersetzen müssen, aber ansonsten war Harry ein hervorragender Schüler.

Und genau aus diesem Grunde befand Severus sich jetzt gerade dabei in das Haus der Dursleys einzubrechen um ein Geburtstagsgeschenk für Harry dazulassen.

Ja, Severus war asozial und unfreundlich, aber er mochte den kleinen jungen Schwarzmagier, den er in den Briefen erkannt hatte, trotzdem. Aber da er niemals so etwas zugeben oder laut sagen würde, wollte er nachts in das Haus einbrechen und sein Geschenk einfach dalassen.

Nachdem er die Vordertür mit einem Dietrich geöffnet hatte – ein Zauber wäre sicherlich vom Ministerium oder Dumbledore bemerkt worden und das war etwas was Severus nicht wollte – hatte er Oberon angetippt und ihn gefragt: „Welcher Raum, Oberon?"

Als sein treuer Rabe ihn in den Keller geleitet hatte, hatte er zuerst angenommen das Oberon sich mit ihm einen scherz erlaubte. Als er dann aber den spärlichen Raum mit Harry gesehen hatte, war er stehen geblieben.

Er hatte vieles über das Leben des Jungen der Lebte gedacht, aber niemals hatte er sich vorgestellt, dass Harry in so einer Umgebung lebte.

Ein paar Minuten hatte er nur dort gestanden und zugesehen wie Harry einen Brief mehrmals las, bis der Junge einen Freudenschrei ausstieß und sich aufs Bett fallen lies. Mit offenen Augen beobachtet er wie Harry dann hisste und sich in Schmerzen neben das Bett auf den Boden warf, Bauch nach unten.

Nur halb nachdenkend machte Severus drei Schritte nach vorne und legte Harry eine Hand auf die Schulter. „Sh…"

*** Harry Perspektive ***

Harry erschrak als er eine Hand auf seiner Schulter spürte. Doch sofort hörte er eine ruhige Stimme die ihn beruhigte. „Sh…"

Augenblicklich hörte Harry auf zu zittern und atmete nur noch schwer. Eine zweite Hand legte sich auf seine Schulter und beide halfen ihm hoch. Immer noch mit einem leicht brennendem Rücken starrte Harry Severus Snape an.

„Ah… was…?"

„Was ich hier mache?" Harry nickte. Severus seufzte zuerst und bohrte dann mit seinen Augen ein Loch in Harrys Kopf.

„Eigentlich war ich hier um ihrer Majestät Potter ein Geschenk zu geben, aber anscheinend hast du es mal wieder geschafft dich selbst zu verletzen. Und jetzt dreh dich um damit ich deinen Rücken sehen kann."

Harry grinste als er severus Sarkasmus hörte. Severus war auch in den Briefen immer sarkastisch geblieben, obwohl er doch anfing freundlicher gegenüber Harry zu werden.

Jedoch wollte Harry sich nicht umdrehen und dem Mann noch weniger seinen Rücken zeigen.

„Potter, mach schon. Ich habe keine Zeit für deinen Unsinn. Ich muss morgen früh wieder in Hogwarts sein und habe keine Lust mir die ganze Nacht mit einem pubertären Dummkopf zu verbringen."

Harry stieß einen Seufzer aus und drehte sich um. Es gab keinen grund Widerstand zu leisten, Severus würde eh gewinnen.

„Warum trägst du überhaupt solche Lumpen? Können deine Verwandten nichts besseres kaufen?"

Severus schüttelte den Kopf und zog das Hemd hoch.

Um es eine Sekunde später fast wieder fallen zu lassen. Ein Grollen entfuhr seiner Kehle und seine Augen fixierten sich auf Harrys Rücken.

„Wer war das?" hisste er den Jungen an.

Harry hatte so eine Reaktion erwartet. Er holte tief Luft und meinte dann: „Vernon."

„Vernon? Wer ist dieser Vernon?" Severus hatte noch nie die Vornamen von Harrys Familie gehört und Harry bemerkte das jetzt.

„Mein… Onkel."

Ein weiteres Grollen entfuhr Severus. Er holte eine Flasche aus seiner Robe hervor und verrieb den Inhalt auf Harrys wundem und entzündetem Rücken. Harry hisste, verhielt sich aber sonst ruhig. Nach wenigen Sekunden fühlte er wie eine angenehme Stumpfheit sich über seinem Rücken ausbreitete.

„Was war das?"

„Betäubungssalbe. Sie sollte deine Schmerzen etwas lindern. Ich habe keinen Heiltrank mit mir aber ich erwartete ja auch nicht, dass du es mal wieder geschafft hattest dich zu verletzen. Such deine Sachen zusammen. Du darfst alles mitnehmen was du willst."

Harry drehte sich wieder um, so dass er Severus gegenüber stand. „Wie bitte?"

Severus schickte ihm einen genervten Blick. „Du hast doch wohl gehört was ich gesagt hab? Sammele alles zusammen was du haben willst. Wir gehen."

Harry glaubten seinen Ohren nicht. „Wir gehen?"

„Ja, wir gehen. Und zwar zur Villa Snape in Kvirasim (5). Und jetzt such deine Sachen zusammen."

Das brauchte er nicht zwei mal sagen. In Windeseile sammelte Harry seine Geschenke, Schulbücher und wichtigen Sachen zusammen. Severus sah Harrys Treiben nur gelassen zu und fragte schließlich: „Bist du fertig? Wir müssen hier schnell weg damit ich meine Sachen aus Hogwarts noch abholen kann." Harry wollte schon mit ja antworten, als ihm etwas einfiel.

„Einen Moment!"

Er rannte schnell herüber in den anderen Raum und sammelte zwei Flaschen Heiltrank ein. Er hatte keinen Trank benutzt weil er Vernons Reaktion gefürchtet hatte, aber da war jetzt kein Grund mehr. Er steckte eine Flasche in seine Robentasche – die Robe hatte er beim Zusammensuchen seiner Sachen schnell übergeworfen – und die andere hielt er in der Hand. Bevor er den Raum verlies wandte er sich zu Aragog.

„Hey, Aragog. Ich gehe. Willst du mitkommen?"

Die Spinne, mit der er in den letzten vier Wochen geredet hatte, kletterte langsam aus ihrem Netz heraus und ließ sich auf Harrys Schulter nieder.

Harry lachte leise. „Hab ich mir fast gedacht."

Schließlich kam Harry wieder zurück in den Raum wo Severus stand. „Ich bin fertig." meinte er noch bevor er den Saft aus der Flasche trank.

Severus hatte die Flasche gesehen und war innerhalb von zwei Sekunden neben Harry. „Was war das?"

„Ein Heiltrank." erklärte Harry kurz.

Severus Stirn bekam eine Denkfalte. Wenn Harry einen Heiltrank hier hatte, warum hatte er ihn nicht vorher benutzt?

Severus schob diese Frage in seinen Hinterkopf und machte sich erst mal daran, Harry zu helfen die Sachen herauszutragen. Dies erwies sich als extra schwer, da er keine Magie benutzen wollte, Harry keine Magie benutzen konnte und sie zusätzlich auch noch so leise mussten, dass sie die Dursleys nicht weckten.

Nach gut fünfzehn Minuten schwerer Arbeit war es geschafft und Harrys Sachen waren draußen.

„Festhalten." orderte Severus und mit einer schnellen Bewegung seines Zauberstabes apparierte er Harry, sich selbst und Harrys Sachen weg vom haus der Dursleys.

A/N:          (1) Bill und Charlie müssten zwischen 25 und 30 sein, es ist also gut möglich, dass Sirius und Remus sie kennen. In dieser Geschichte gehe ich davon aus.

(2) Sorry, aber das musste sein. Diese Doppeldeutigkeit konnte ich nicht weglassen…

(3) Diagon Alley ist der englische Name der Winkelgasse und Knockturn Alley der englische Name der dunklen Ecke der Winkelgasse. Ich hab den deutschen Namen grad nicht im Kopf und zur Zeit nur meine englischen Bücher hier. Tschuldigung

(4) Padfoot = Tatze; Prongs = Krone; Wormtail = Wurmschwanz und Moony = Moony. Das sind die englischen Namen der Rumtreiber und ich finde die hören sich einfach besser an. Na ja, Moony bleibt ja gleich.

(5) Kvirasim ist eine Stadt in der Welt des Schwarzen Auges, einem Rollenspiel am Computer oder auf dem Papier. Der Name ist nur geliehen und ich mache kein Geld mit ihm.

Nun, ich hoffe das erste Kapitel hat euch gefallen. Schreibt mir bitte eine Review und sagt mir was ihr denkt.