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Akihitos POV
Akihito ließ seinen Schlüsselbund mit einem klimpernden Geräusch in die kleine Schale auf seinem Schuhschrank fallen, bevor er der Tür hinter sich mit dem Fuß einen Schubs versetzte, damit sie ins Schloss fiel. Er stellte die schwere Tasche, in der sich seine Kamera samt seiner Ausrüstung befand, auf dem Boden und zog dann seine Jacke aus. Ein rascher Blick auf die Uhr sagte ihm, dass es zehn vor sechs war.
Der ganze Tag war ihm scheinbar endlos lang vorgekommen und er wusste auch ganz genau woran das gelegen hatte. Nachdem seine Augen ihm heute Nachmittag diesen kleinen Streich gespielt hatten, waren seine Gedanken unablässig um Asami gekreist. Er hatte versucht sich so gut er konnte auf seine Arbeit zu konzentrieren, aber sehr viel Konzentration war angesichts der erfahrenen Models nicht nötig gewesen und so waren seine Gedanken immer wieder zu Asami gewandert. Er wusste, dass es vollkommen bescheuert war, permanent an diesen Mann zu denken - von den offensichtlichen Gründen einmal abgesehen - und vor allem war es vollkommen bescheuert, sich vorzustellen, was Asami wohl mit ihm anstellen würde, wenn er die Gelegenheit hätte ihn heute Abend noch zu sehen.
So sehr Akihito es auch versuchte, er konnte sich einfach nicht länger vorlügen, dass Asami ihm Gewalt antat, wenn er ihn nahm. Sein lautes Stöhnen, dass jedes Mal durch die ganze Wohnung hallte, war glatter Selbstbetrug. Er konnte nicht leugnen, dass es weh tat mit Asami zu schlafen, besonders wenn der andere nicht sonderlich gut aufgelegt war, aber es war auch der beste Sex, den Akihito je gehabt hatte - jedes Mal. Allerdings änderte das nichts an der Tatsache, dass er nicht zulassen durfte, dass Asami mehr von ihm bekam, als seinen Körper. Asami war ein kaltherziger Bastard und das würde sich nie ändern.
Akihito schüttelte den Kopf, während er in die Küche ging, und sich eine Flasche Orangensaft aus dem Kühlschrank holte. Er wollte überhaupt nicht, dass Asami sich änderte. Oder vielleicht doch?
Während Akihito die Flasche an die Lippen setzte, wusste er nicht, was ihn mehr beunruhigte, die Tatsache, dass er sich diese Frage gestellt hatte, oder die Tatsache, dass er keine Antwort darauf hatte.
So many thoughts that
I can't get out of my head.
Asamis POV:
Asami ging die Stufen des Treppenhauses nach oben und obwohl er nicht zu diesen verrückten Menschen gehörte, die Treppenstufen zählten, wusste er doch mittlerweile ganz genau wie viele Stufen er von einem Treppenabsatz bis zum anderen hinauf gehen musste. Er war eindeutig zu oft hier.
Er hatte Suoh wieder nach Hause geschickt, als er aus seiner Limousine ausgestiegen war und noch immer fragte er sich, warum genau er das getan hatte. Es war nicht das erste Mal gewesen. Er hatte vor, die Nacht über hier zu bleiben, auch wenn Akihito das vermutlich überhaupt nicht gefallen würde, aber das war Asami egal. Das einzige, was er wusste war, dass der Gedanke an sein leeres Apartment genügte, um Ablehnung hervor zu rufen. Nicht, dass er sein Apartment nicht mögen würde - einer der besten Designer in ganz Japan hatte es eingerichtet - aber aus irgendeinem Grund war er lieber in Akihitos unordentlicher Wohnung als in seinem Apartment. Obwohl das so nicht ganz stimmte. Er war auch gern in seinem Apartment, vorausgesetzt Akihito war auch dort.
I've tried to live without you.
Every time I do I feel dead.
Als Asami das oberste Stockwerk erreicht hatte, blieb er vor Akihitos Tür stehen und klopfte.
Akihitos POV:
Akihito drehte den Kopf, als er hörte, wie es an seiner Tür klopfte und mit einem Mal wurde ihm seltsam heiß. Er musste sich nicht fragen, wer draußen vor der Tür stand, er erkannte es allein am Klopfen. Es war Asami.
Hastig drehte Akihito die Flasche Orangensaft zu und ließ sie auf dem Küchentisch stehen, als er durch seine kleine Wohnung zur Tür ging, um sie zu öffnen. Er wusste, dass es nicht gut war, Asami allzu lange draußen vor der Tür stehen lassen - allein schon wegen der Nachbarn - und außerdem spürte er bereits eine Art erregende Vorfreude auf das was passieren würde, nachdem er die Tür öffnete.
Draußen im Treppenhaus stand wie Akihito bereits erwartet hatte Asami und er ließ seinen Blick über den dreiteiligen, schwarzen Armani-Anzug wandern. Dieser Anzug war der Grund dafür gewesen, dass seine Augen ihm heute Nachmittag diesen hinterhältigen Strich gespielt hatten, aber Asami sah in dem Anzug viel besser aus, als dieses Model beim Fotoshooting. Anscheinend war Asami direkt von seinem Büro aus hier her gefahren.
Sobald Akihito die Tür geöffnet hatte, marschierte Asami an ihm vorbei in die Wohnung, als ob ihm das ganze verdammte Haus gehören würde. Er zog seine Schuhe aus und öffnete anschließend die Knöpfe an seinem Jackett, bevor er es neben Akihitos Anorak an die Garderobe hängte. Der Kontrast zwischen dem teuren schwarzen Stoff und der grünen Jacke mit dem falschen Pelzkragen war geradezu grotesk.
Akihito warf die Tür wieder ins Schloss, bevor er sich umdrehte und zurück in die Küche ging. Es machte ihn wütend, dass Asami einfach so vor seiner Wohnungstür auftauchte und annahm Akihito hätte nicht das geringste zu tun. Zwar hatte er das in diesem Fall tatsächlich nicht, aber das war nicht der Punkt.
In der Küche stellte Akihito die Flasche Orangensaft zurück in den Kühlschrank und es war ihm herzlich egal, ob es unhöflich war Asami draußen im Gang stehen zu lassen. Es war genauso unhöflich einfach ungefragt in eine Wohnung zu spazieren. Andererseits fragte sich Akihito wieder, wo genau sein Problem lag. Er wollte mit Sicherheit nicht, dass Asami ihn mit einem Kuss begrüßte. Oder doch?
Schnell schob Akihito diesen beunruhigenden Gedanken von sich, bevor er noch auf die Idee kam nach einer Antwort darauf zu suchen.
Als Akihito sich wieder umdrehte, sah er, dass Asami ihm gefolgt war und nun am Türrahmen lehnte und ihn musterte. Akihito spürte wie ihm unter Asamis Blick ein Schauer den Rücken hinunter lief, doch er ignorierte ihn und verschränkte demonstrativ die Arme vor der Brust.
„Was willst du hier?", fragte er betont unhöflich, obwohl er die Antwort nur allzu genau kannte.
Asami durchschaute ihn so mühelos wie immer und ein amüsiertes Lächeln verzog seine schmalen Lippen. Dieses Lächeln und der Ausdruck in Asamis Augen war Akihito Antwort genug und er schluckte schwer. Er spürte wie sein Körper bereits auf Asami reagierte nur indem sich seine Fantasie vorstellte, was Asami mit ihm anstellen würde. Er hasste die Macht, die dieser Mann über ihn hatte, und gleichzeitig faszinierte sie ihn auf eine gewissen Art und Weise.
Asami stieß sich vom Türrahmen ab und ging auf Akihito zu, der unwillkürlich vor ihm zurückwich, als Asami immer näher kam. Der Küchentisch beendete seine Flucht jedoch abrupt, als er gegen die Kante der Tischplatte stieß. Asami stellte sich direkt vor ihn, sodass sich ihre Körper berührten und seine Lippen zuckten kurz, als er spürte, in welchem Zustand Akihito sich bereits befand.
„Freust du dich etwa so sehr mich zu sehen?"
Akihito wollte Asami gerade eine passende Antwort an den Kopf werfen, als er anfing sein Becken gegen Akihitos beginnende Erektion zu reiben und Akihito ein leises Stöhnen nicht zurückhalten konnte. Welche schlagfertige Erwiderung ihm auch immer auf der Zunge gelegen hatte, er konnte sich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern. Er wusste, dass Asami gerade drauf und dran war zu kommen was er wollte und zwar vollkommen kampflos, aber Akihito hatte einfach nicht den Willen sich gegen Asami zu wehren. Sein Stolz sagte ihm, dass er es zumindest versuchen sollte, auch wenn es ohnehin sinnlos war, aber Akihito schob diesen Gedanken bei Seite. Er würde sich um sein Gewissen kümmern, wenn Asami damit fertig war ihm das Gehirn raus zu vögeln.
„Halt die Klappe", antwortete er leise, bevor er seine Hände in Asamis weichen Haaren vergrub und seinen Kopf zu einem gierigen Kuss zu sich hinunter zog.
I know what's best for me,
But I want you instead.
Asamis POV:
Asami spürte wie Akihitos Finger in seine Haare glitten und der Jüngere seinen Kopf fordernd zu sich hinunter zog, um seine Lippen mit den seinen zu verschließen. Wenn er ehrlich war, hatte er nicht erwartet, dass er so leichtes Spiel mit Akihito haben würde und einen kleinen Moment lang, war er beinahe enttäuscht, dass Akihito ihm nicht mehr entgegen setzte. Als Akihito seine Zunge jedoch tief in Asamis Mund stieß und begann seine Hüften an ihm zu reiben, entschied Asami, dass das hier ebenfalls seine Reize hatte und er spürte, wie ihm das Blut in die unteren Regionen seines Körpers schoss.
Er genoss es, dass Akihito ihn freiwillig gewähren ließ - mehr als er es sich selbst eingestehen wollte. Asami erwiderte den Kuss begierig und stützte seine Hände auf der Platte des Küchentisches ab, während er Akihito härter dagegen presste. Er hatte sich eigentlich Zeit lassen wollen, bis sie beide im Schlafzimmer angekommen waren, aber der Weg dahin war einfach viel zu weit. Außerdem würde ihnen das Schlafzimmer nicht weglaufen. Asami wollte Akihito hier und jetzt und dass Akihito ihn ebenso wollte, machte ihn dabei unglaublich heiß.
I'll keep on wasting all my time...
Akihitos POV:
Asami drückte ihn härter gegen die Tischplatte, aber Akihito sollte es nur Recht sein, dass Asami ihn auf dem Küchentisch nehmen wollte. Er verschwendete keine unnötigen Gedanken daran, dass er am nächsten Morgen auf diesem Tisch wieder frühstücken musste, immerhin war es nicht das erste Mal, dass sein Küchentisch für Aktivitäten dieser Art umfunktioniert wurde.
Akihito nahm seine Hände aus Asamis Haaren und setzte sich auf den Tisch, bevor er begann Asamis Hose zu öffnen. Er machte sich nicht die Mühe zu versuchen Asami aus seinen Kleidern zu schälen - dafür hatte er im Moment schlichtweg keine Geduld. Stattdessen öffnete er Asamis Gürtel und den Knopf seiner Hose.
Asamis Hände waren unterdessen unter Akihitos T-Shirt gewandert und spielten mit seinen Brustwarzen, was Akihito dazu veranlasste hemmungslos in Asamis Mund zu stöhnen. Es war ihm ein Rätsel wie dieser Mann es schaffte ihn innerhalb weniger Minuten so heiß zu machen, dass er es kaum noch aushielt.
Over and over,
Over and over,
I fall for you.
Asamis POV:
Akihitos Hand legte sich über die Beule in Asamis Hose und er konnte nicht verhindern, dass er scharf einatmen musste, als er den Kuss löste. Dieser Junge machte ihn vollkommen wahnsinnig. Er könnte sich tagelang an ihm vergehen und er würde niemals genug von ihm bekommen.
Mit einer Hand auf Akihitos Oberkörper drückte er ihn mit dem Rücken auf die Tischplatte und nahm den Anblick, der sich ihm bot vollends in sich auf. Akihitos Augen waren halb geschlossen und seine Lippen waren gerötet, als er zu ihm hinaufblickte und darauf wartete, dass Asami ihn endlich nehmen würde. Asami hatte keine Ahnung was es war, dass ihn an diesem Jungen so sehr faszinierte, dass er keinen anderen mehr wollte und es machte ihm zu schaffen, dass er den Grund für diese Faszination nicht kannte. Verglichen mit anderen, die er gehabt hatte, war Akihito nur ein dummer Junge, aber dennoch würde Asami alles tun, um ihn bei sich zu behalten, auch wenn er wusste, dass ihn diese Besessenheit alles kosten konnte, was er hatte.
Over and over,
Over and over,
I try not to.
Akihitos POV:
Asamis Hände glitten zu seinen Hüften und seine Finger öffneten Akihitos Hose, die er ihm abstreifte. Dann griff er nach seinen Knöcheln und winkelte seine Beine an bis Akihito mit weit gespreizten Schenkeln vor ihm lag. Schließlich beugte er sich zu Akihito hinunter und ließ seine harte Erektion tief in seinen Mund gleiten.
„Oh mein Gott", stöhnte Akihito laut, als er spürte wie Asamis Zunge über seine Eichel fuhr und seinen Finger krallten sich in die Tischplatte um Halt zu finden. Im nächsten Moment schoben sich bereits zwei glitschige Finger in ihn und Akihito verschwendete nicht einen Gedanken daran, woher Asami das Gleitmittel hatte. Er ließ seinen Kopf nach hinten auf die Tischplatte fallen und hob Asami seine Hüften entgegen, als seine Finger begannen gezielt diesen Punkt in seinem Inneren zu massieren, der ihn Sterne vor den Augen sehen ließ. Asami wusste verdammt genau was er tun musste, um Akihito vollkommen wahnsinnig zu machen und obwohl es die reinste Foltern war, genoss Akihito jeden Augenblick davon. Er betete, dass es nie enden würde und gleichzeitig wollte er nichts mehr als auf der Stelle zu kommen.
Over and over,
Over and over,
You make me fall for you.
Asamis POV:
Nach ein paar weiteren Bewegungen, zog Asami seinen Finger wieder zurück und positionierte seine harte Erektion an Akihitos Eingang, um sich im nächsten Moment mit einem harten Stoß in ihm zu versenken. Das Stöhnen, das Akihito dabei ausstieß, als er ihn weitete, war Musik in seinen Ohren und Asami ließ sich nur einen kurzen Augenblick Zeit, bevor er anfing sich in Akihito zu bewegen. Schließlich griff er nach den Fußknöcheln des Junge und hob seine Beine noch weiter an, um noch tiefer in ihn eindringen zu können.
Asami versuchte sich so lange zurückzuhalten wie er konnte, aber als Akihito mit einem lauten Schrei seinen Höhepunkt erreichte und sich seine Muskeln um seine Erektion verkrampften, war es zu gut, um noch länger dauern zu können. Mit einem letzten, harten Stoß ergoss er sich in Akihito und ein unterdrücktes Stöhnen kam dabei über seine Lippen.
Asami sah wie Akihito seinen Kopf kraftlos nach hinten auf die Tischplatte fallen ließ und mit geschlossenen Augen versuchte wieder zu Atmen zu kommen. Er selbst hatte sich mit den Händen auf dem Tisch abgestützt und hatte sich bereits wieder weitgehend unter Kontrolle. Akihito ließ sich einfach viel zu sehr gehen, aber gerade das gefiel ihm so an dem Jungen. Er liebte es seinen Gefühlen zu unterliegen und er liebte es ihm zu unterliegen, ganz gleich wie sehr er auch versuchte sich selbst oder Asami vom Gegenteil zu überzeugen.
Over and over,
Over and over,
You don't even try to.
Ende
