Hallo Ihr Lieben!

Wieder eine neue Situation, in der unser liebster Werwolf anfängt zu grübeln! ;)

Bin gespannt, wie es Euch gefällt!

Eure Zauberfee


Moony Blues – Mitternacht

Gerade hörte ich den ersten Gong der großen Uhr oben im Salon schlagen. Mitternacht!

Mitternacht ist die Stunde, welche die Zeit, in der ich verwandelt bin in genau zwei Hälften teilt. Die Zeit, die ankündigte, dass der Mond nun am sinken war.

Mein Fell juckte und ich stand mürrisch grollend auf und versuchte den Juckreiz am Türstock ein wenig zu lindern. Wie gerne hätte ich in diesem Moment Hände, um mich selbst dort kratzen zu können.

Im Salon schlug die Uhr gerade das dritte Mal.

Unruhig begann ich nun durch den Raum zu laufen. Der Wolf war durch den Wolfsbanntrank zwar in die hintere Ecke meines Bewusstseins verdrängt, aber er war immer noch da. Ich konnte ihn spüren. Er zerrte an seinen Fesseln, die ihm der Trank aufzwang und wollte meinen Verstand verdrängen, um frei zu sein! Er musste mich wohl eben so sehr hassen, wie ich ihn. So wie ich gerade wusste, dass er da war, spürte ich ihn die ganze restliche Zeit des Monats. Wenn auch nicht so stark wie gerade eben.

In den letzten Jahren waren der Wolf und ich nicht so gut miteinander ausgekommen, wie noch zu meiner Schulzeit. Ich seufzte laut und vernehmlich, was aus dem Maul des Monsters wohl sehr merkwürdig geklungen haben musste.

Doch es war mir egal! Schließlich war hier niemand, der es hätte hören können.

In diesem Moment hörte ich bereits den siebten Gong.

Ja...als ich noch in Hogwarts zur Schule ging, da war alles gut. Da hatten mir meine Freunde Gesellschaft geleistet, bei jedem Vollmond. Damals hatten der Wolf und ich ein stilles Auskommen miteinander. Er akzeptierte die „Fremden" als sein Rudel und ich hatte bei den Verwandlungen und auch kurz davor und danach nicht solche Probleme wie in den letzten Jahren. Seit ich den Mond wieder alleine verbringen musste, wollte ich die Zeit in der Haut des Ungeheuers so kurz wie möglich halten. Der Wolf dankte es mir mit Schmerzen und Schwäche.

Ja...die letzten drei Vollmonde war ich wieder mit Sirius zusammen gewesen, und der Wolf hatte sich gefreut, endlich einen Teil seines Rudels zurück zu haben. Doch heute war Sirius anderweitig beschäftigt. Mit seiner neuen Flamme nämlich. Man merkte eben, dass die letzten getrennten Jahre unsere Freundschaft arg mitgenommen hatten. Und wer wollte ihm schließlich schon sein Glück verwehren, die heutige Nacht nicht mit seinem Weibchen zu verbringen?

Jaaa...ein Weibchen...der Ruf des Wolfes nach einer würdigen Partnerin wird auch immer lauter! Er will nicht mehr alleine sein. Und er will nicht länger auf ein fremdes Rudel angewiesen sein. Er möchte sein eigenes gründen. Und wenn ich ehrlich bin, dann sind wir in diesem Punkt ausnahmsweise einmal einer Meinung.

Doch nicht heute Nacht. Heute Nacht darf ich mich solchen Gedanken nicht hingeben. Sonst könnte es mir zu schnell passieren trotz des Trankes die Kontrolle über den Wolf zu verlieren. Ich werde die nächsten Tage noch genügend Zeit haben, während ich mich von den Strapazen dieser Nacht erhole, den Gedanken an ein passendes Weibchen weiterzuspinnen.

Mit einem lauten Schnauben legte ich mich wieder vor den Kamin und rollte mich auf der Decke zusammen. Einen Moment lauschte ich noch auf Geräusche aus dem Haus. Doch nachdem in diesem Moment das letzte Läuten der Uhr ertönte, legte ich den Kopf auf meine Pfoten und versuchte ein wenig zu schlafen, wenn ich sonst schon nichts machen konnte.

ENDE


Und...wie fandet ihr es? Sagt es mir mit Hilfe des kleinen Knöpfchens da unten links! ;)