AN: So, ich mache jetzt einfach mal hier fröhlich weiter und hoffe es stört niemanden :) Ein großes Danke, geht an meinen ersten Reviewer und an alle, die mir in den letzten beiden Tagen so liebe Nachrichten geschickt und versucht haben mich etwas aufzumuntern. Es hat ein wenig geklappt :) Ok, wo waren wir?
Disclaimer: CSI NY gehört nicht mir, sondern den Produzenten!
Zum Kapitel:
Stephen und Mac kommen aus dem Wochenendtrip zurück und sitzen im Zug ... und in der Jefferson Street, in dem Haus von Dr. Connors steigt eine Party!
Etwa drei Tage später saßen die beiden Männer wieder allein in einem Zugabteil und langweilten sich zu Tode. Draußen flog die Landschaft an ihnen vorbei und der grelle Mond war bereits zu sehen und schien durch das Fenster des Amtrak-Zuges. Auf dem Gang war es still und der schwarzhaarige Mac lehnte sich mit dem Kopf an seinen Freund, um noch eine halbe Stunde zu schlafen. Stephen streckte seine Beine aus und gähnte, dann legte er seinen linken Arm auf den seines Freundes und schloss ebenfalls die Augen.
„Weißt du was blöd ist," flüsterte er und atmete tief durch, während der Zug um eine Kurve bog.
„Dass wir den Urlaub vorzeitig abbrechen mussten, weil ich mir eine Erkältung eingefangen und den Hotelportier fast erschossen hätte," riet Mac nachdenklich und dachte an den gestrigen Tag zurück.
Stephen musste grinsen. „Das mit dem Portier war wirklich blöd," erwiderte der Arzt und öffnete kurz die Augen. „Du musst geduldiger werden, Schatz. Woher sollte der Typ denn wissen, dass du diese eine Sondersendung über dein Team sofort sehen willst und nicht erst die Wiederholung am nächsten Tag? ... Ich meinte eigentlich, dass wir die Sehenswürdigkeiten auslassen mussten, weil du mit Grippe und 40°C Fieber im Bett gelegen hast."
Auf diesen Kommentar fing sich Stephen einen harten Schlag gegen sein Knie ein und zuckte mit einem kleinen Aufschrei zusammen.
„Du, Arschloch," raunte der Cop ihm zu und fing wieder an zu husten. „Und alles nur, weil ich diesen Mistkerl vor drei Tagen durch den ganzen Bahnhof gejagt habe." Als der Zug um die nächste Kurve bog und dann ruhig immer weiter gerade aus fuhr, waren der Arzt des Forest-Hills-Hospital und der Leiter des CSI: New York schon wieder eingeschlafen.
Während der Amtrak dann mit Höchstgeschwindigkeit über eine Gerade raste, drang um die gleiche Zeit aus einem Haus in dem kleinen Stadtteil Queens laute, aufdringliche Rockmusik. Einige Autos standen in der Auffahrt und am Rand der Strasse. Es war ein nicht mehr ganz weißes Haus mit einem gleichfarbigen Dach und einer großen Garage, die an das Haus angrenzte. In dem geräumigen Wohnzimmer waren einige Jugendliche versammelt, die Bier und Bowle tranken. Der Fernseher lief, einige Bilder lagen kaputt auf dem Boden, vier Pizzaschachteln waren auf dem braunen Coachtisch verteilt und es stank nach Essensresten, Rauch und natürlich Alkohol. Plötzlich kam ein fünfzehnjähriger Junge mit dunkelbraunen, kurzen Haaren und einer schwarzen Kapuzenjacke die geschwungene weiße Holztreppe herunter gelaufen. Er betrat das Wohnzimmer und sah sich kurz suchend um. Dann hatte er gefunden, wonach er gesucht hatte.
„Alex!" Er ging auf den beigen Stoffsessel zu, auf dem sein großer Bruder saß. Er trug kurze schwarze Haare, die mit Gel in Form gebracht worden waren. Eine Flasche Bier ruhte in seiner linken Hand und er hatte die Augen geschlossen. David schlug ihm auf die Schulter, um ihn auf zu wecken.
„He, was soll das," rief Alex und ließ vor Schreck die halb volle Flasche auf den Teppich fallen.
Einige Gäste starrten herüber und vertieften sich dann aber wieder in ihre Gespräche und ihre Drinks. Alex setzte sich auf, nahm die jetzt leere Flasche vom Teppichboden und stellte sie auf den randvollen Tisch. Dann sah er wieder seinen Bruder an. „Was ist denn? Genieß die Party! Dad und Mac kommen erst Übermorgen wieder und bis dahin ist noch viel Zeit."
„Ehm, hast du mal ins Schlafzimmer gesehen," fragte David sichtlich nervös und setzte sich auf die Armlehne des beigen Sofas. „Das ganze Bett ist voll mit Bier und Pizzaresten. Dad bringt uns um, wenn er das sieht." Alex grinste nur, stand auf und trank den Rest seines Biers aus. „Wir haben noch viel Zeit, okay? Aber wenn du so ein Schisser bist, beenden wir die Party jetzt und räumen Morgen auf, in Ordnung? Außerdem wird er uns so oder so umbringen, wenn er herausfindet, dass wir hier ne kleine Fete veranstaltet haben. Sag Jason Bescheid, dass wir alle rauswerfen! Und er soll hier helfen!"
David nickte knapp und lief die Treppe hinauf, um die zehn Gäste, die es sich oben bequem gemacht hatten, nach Hause zu schicken. Außerdem musste er Jason Taylor, den siebzehnjährigen Sohn von Mac Taylor finden, um ihm zu sagen, dass sie die Party auflösten. Im Wohnzimmer war Alex in der Zwischenzeit auf das Sofa gestiegen und gab einen lauten Pfiff von sich. Nachdem er sich sicher war, dass er alle Aufmerksamkeit des unteren Stockwerks hatte, rief er. „Die Party ist vorbei! Ihr könnt alle gehen! Wir ... wir müssen noch aufräumen und so ..." Dann sah er sich kurz in dem, was mal ihr Wohnzimmer war, um. Und das wird sicher einige Stunden oder Tage dauern, dachte er und sprang von dem Sofa herunter.
Der Amtrak-Zug fuhr langsam in die Pennsylvania-Station ein und kam mit einem lauten Quietschen zum Stillstand. Als sich die Türen öffneten und der laute Lärm der Ankunftshalle in den Zug und ihr Abteil drang, stupste Stephen seinen Freund mit einem Finger sanft an und streckte sich gähnend.
„Guten Morgen," sagte Mac müde und sah durch das Fenster auf den Bahnsteig. Dann stand er auf, um nach seiner schwarzen Reisetasche zu greifen, die über ihnen auf der Gepäckablage deponiert war.
„Guten Morgen ist gut. Es ist," sagte Stephen, sah auf seine Armbanduhr und dann wieder Mac an. „Viertel nach elf und stockdunkel. Wird Zeit, dass du ins Bett kommst, mit der Erkältung ist nicht zu spaßen."
Draußen gingen andere Fahrgäste an ihrem Abteil vorbei und es wurde lauter. Connors hatte sich inzwischen auch seine Tasche geholt und die Männer traten auf den Flur hinaus in die, sich langsam vorwärts bewegende, Menschenmenge. Während sie langsam auf den Ausgang zu steuerten, musste der Cop einige Male laut husten und niesen. Stephen legte beschwichtigend seinen Arm um die Schulter von Mac und stützte ihn. Doch Taylor schob ihn zur Seite und schwang sich die Tasche über die Schultern.
„Schon gut," sagte er leise, aber etwas gereizt. „Mir geht's gut."
Dr. Connors musterte ihn kurz, als ob er einen seiner Patienten vor sich hätte, dem er jetzt die Risiken der Vollnarkose erläutern würde. „Dir geht es nicht gut. Willst du diese Nacht nicht bei mir schlafen, damit ich dich im Auge hab?" Die Menschenschlange bewegte sich vorwärts und sie standen an der Tür.
Mac hustete erneut und keuchte. „Na, schön, wenn du meinst. Wenn wir bei dir sind, muss ich nur noch kurz Jason Bescheid sagen."
„Die rechnen doch eh nicht damit, dass wir jetzt schon auf der Matte stehen. Eigentlich war geplant, dass wir Übermorgen ankommen," entgegnete der Arzt und sie stiegen beide die drei Stufen hinunter auf den Bahnsteig. Dort wandten sie sich nach links und liefen auf das Bahnhofsgebäude zu, dann traten sie durch die Tür und steuerten den Ausgang an. Nach ein paar Metern drehte sich Stephen nach seinem Freund um. Er entdeckte ihn etwa zehn Meter hinter sich, über einen Wasserspender gebeugt, die Tasche vor sich auf dem Boden liegend. Dr. Connors lief zurück und kam neben Mac zum Stehen. Stephen brauchte nicht lange, um die Situation richtig einschätzen zu können. Er setzte vorsichtig seine Tasche ab und kramte in einem kleinen Seitenfach herum. Dann kam seine Hand wieder zum Vorschein und er hielt sich eine Tablettenpackung vor die Nase. Er öffnete sie und holte zwei der weissen Pillen heraus, die er Mac in die Hand drückte.
„Nimm sie," befahl er, stand auf und füllte einen der blauen Plastikbecher, die neben dem Spender zu einem Turm aufgebaut waren, halb voll mit Wasser. Taylor steckte sich die Pillen wiederwillig in den Mund, nahm den Becher von seinem Freund entgegen und spülte sie mit einem großzügigen Schluck lauwarmen Wasser hinunter. Ich hasse lauwarmes Wasser!
„Gib mir die Tasche und wir gehen," sagte Stephen in einem Befehlston, der absolut keinen Widerspruch duldete. Er wartete nicht auf eine Antwort, nahm das Gepäck und ging mit Mac im Schlepptau durch die große Glastür der Pennsylvania-Station auf den Parkplatz und seinen Wagen zu, den er vor ihrer Reise dort zurückgelassen hatte. Nachdem er aufgeschlossen und seinen Freund auf den Beifahrersitz des grauen 7er BMW verfrachtet hatte, packte er die beiden Reisetaschen in den Kofferraum, schlug den Deckel zu und stieg auf der Fahrerseite ein.
„Ich stell die Heizung mal auf Maximum," sagte er und drehte sich zu dem Cop um, der frierend in seinem Sitz saß und versuchte nicht all zu krank auszusehen. Stephen gab ihm kurz einen Kuss auf die Wange, drehte dann den Zündschlüssel und lenkte den Wagen von dem Parkplatz auf den Freeway.
Tbc ...
AN2: Ja, der arme Mac ist krank und hat im Hotel schon rumgeblafft :) Jetzt sind sie auf dem Weg nach Hause und die Jungs räumen die Bude auf und denken sie haben noch viel Zeit ... Mal sehen! Bis zum nächsten Kapitel! Alles Liebe, eure Vanessa
