Disclaimer: mir nix, alles denen und auch keine Kohle für mich.

Fandom: Blades of Glory (die Eisprinzen)

Titel: mea Culpa – meine Schuld, deine Schuld

Autor: Lorelei Lee

Pairing: Chazz/Jimmy, Erwähnung von Jimmy/Katie

Rating: ab 16 (Slash)

Inhalt: "Chazz hat mir da ein paar Dinge beigebracht…"

Warnungen: Küsse und Petting


Cara - vielen, vielen Dank für dein nettes Lob. Ich hoffe, dir gefällt dieses Kapitelchen genausogut.


mea Culpa – meine Schuld, deine Schuld

Teil 2

Jimmy saß in der Cafeteria des Krankenhauses und wartete darauf, dass sich die Ärzte einig waren, was man am Besten wegen Chazz' Knöchel unternehmen sollte.

Ihr Trainer stand etwas abseits und beschäftigte sich mit dem Kaffee-Automaten, der sich bislang weigerte, die eingeworfenen Münzen zu akzeptieren und sie immer wieder mit lautem Geklapper in den Ausgabeschacht spuckte.

Jimmy trug immer noch sein Kostüm und seine Goldmedaille.

Ganz allmählich sickerte sein Sieg in sein Bewusstsein.

Nein.

Nicht sein Sieg.

Ihr Sieg.

Jimmy lächelte versonnen und kramte in seiner Tasche nach seinem Lippenbalsam. Dabei fiel ihm sein Handy in die Finger. Verdutzt bemerkte Jimmy, dass es blinkte, weil die Mailbox voll war.

Mit gerunzelter Stirn drückte er einige Tasten und schrak zurück.

Sie haben 118 neue Nachrichten.

Voll der schlimmsten Befürchtungen (wie war Hector an seine Nummer gekommen?) hob er das Handy an sein Ohr und hörte die erste Nachricht ab.

„Chazz?" quiekte Jimmy, als er die Stimme erkannte.

„Chazz wird es überleben", sagte ihr Trainer und setzte sich neben Jimmy. In seiner Hand hielt er einen Pappbecher aus dem es dampfte. Der Kaffeeautomat hatte wohl doch noch klein beigegeben. Er bot ihn Jimmy an, doch der schüttelte den Kopf. „Mit wem telefonierst du da?", wollte er dann wissen.

„Ach, nichts", log Jimmy. „Ich wollte einen neuen Klingelton einstellen." Er machte das Handy aus und steckte es verschämt in seine Tasche zurück. „Ob er wohl einen Gips bekommen wird?"

„Ich denke schon. Nachdem er allerdings schon zwei Krankenschwestern in den Hintern gekniffen hat, werden sie ihm vielleicht auch noch die Hände eingipsen. Zumindest haben sie vorhin damit gedroht", berichtete der ältere Mann mit einem müden Lächeln. „Ich werde Urlaub machen", äußerte er dann unvermittelt. „Vielleicht Hawaii."

Jimmy nickte. Er wusste nicht, was er sonst dazu sagen sollte. Er wusste vor allem nicht, warum ihr Trainer ihm das erzählte. Er sah ihn fragend an.

Der ältere Mann zögerte ein wenig mit seinen nächsten Worten.

„Ich dachte, ihr… du und Michaels wollt vielleicht noch eine Weile in der Hütte bleiben, wenn wir erst mal wieder zurück sind. Ich weiß, es ist wahrscheinlich zuviel von dir verlangt, aber Michaels braucht jemand, der sich um ihn kümmert. Ich habe keine Lust, nach meinem Urlaub wieder einen vollgefressenen, schlaffen Sack vorzufinden."

Jetzt musste Jimmy grinsen.

„Natürlich… vorausgesetzt… ihr wollt überhaupt weiter machen", ihr Trainer kratzte sich am Kopf. „Zusammen."

„Ja, ich denke schon", sagte Jimmy spontan. „An mir soll es zumindest nicht liegen." Er befühlte seine Goldmedaille und hoffte, nein, er wusste, dass Chazz die gleiche Antwort gegeben hätte.

„Das ist gut." Ihr Trainer räusperte sich. „Dann passt du also ein bisschen auf Michaels und seine Form auf. Die Hütte ist auch genügend weit vom Schuss, dass euch die Presse wahrscheinlich nicht übermäßig belästigen wird. Solange ihr euch also nicht gegenseitig umbringt…"

Jimmy schüttelte lächelnd den Kopf und dachte an seine 118 neuen Nachrichten und ein warmes Gefühl breitete sich in ihm aus.

„Diese Phase dürfte vorbei sein."

OoooOoooOoooOoooOoooO

Chazz saß auf dem Sofa und langweilte sich.

Wütend warf er die Gabel, mit der er versucht hatte, sich unter seinem Gips zu kratzen, quer durch das Wohnzimmer.

Er hatte das Gefühl, dass er und Jimmy schon weit länger als zwei Wochen zurück in der Hütte ihres Trainers war. Zu allem Überfluss hatte er dieses Mal auch noch das untere Bett nehmen müssen. Es war einfach unmöglich gewesen, mit diesem verdammten Gips in das obere Bett zu klettern. Nicht, dass er es nicht versucht hätte.

Missmutig starrte er auf seinen Gips und seine Krücken. Mindestens vier Wochen, hatte der Arzt gesagt. Eher sechs.

Und davon waren wirklich erst zwei vorbei?

Das würde er nicht aushalten.

Nicht ohne Bier und nicht ohne Sex.

Bier war ein Problem für sich… er hatte nach dreitägigem professionellem Quengeln Jimmy endlich so weit gehabt, dass er letzte Woche bei seinem Einkauf ein Sixpack für ihn mitgebracht hatte. Dummerweise hatte sich das Bier nicht mit seinen Schmerzmitteln vertragen. Okay – zwei Stunden lang war es ihm echt super gegangen. So super, wie schon lange nicht mehr, aber die nächste halbe Stunde hatte er dafür im Badezimmer verbracht, wo er sehr heftig den großen, weißen Porzellangott angebetet hatte.

Daraufhin hatte Jimmy – sein Bruder Jimmy! - die restlichen vier Bierdosen ins Spülbecken gelehrt und Chazz selbst war zu schwach gewesen um ihn daran zu hindern.

Sex war das zweite Problem. Nicht, dass er überhaupt keinen Spass gehabt hätte… aber seine rechte Hand langweilte ihn mittlerweile ganz gewaltig. Außerdem benötigte er dringend frische visuelle Anregungen – aber hier weigerte sich Jimmy strikt, in die nächste Videothek zu gehen und ihn mit einer Tüte voller Pornovideos zu versorgen. Und dieses Mal hatte die Taktik des professionellen Quengelns völlig versagt.

Neben diesen beiden Hauptproblemen hatte Chazz natürlich noch weitere Sorgen.

Er saß hier in dieser Hütte fest und war fast für jeden Handgriff auf Jimmy angewiesen. Das wurmte ihn am meisten.

Nicht wegen Jimmy, sondern ganz allgemein wegen der Einschränkung seiner Bewegungsfreiheit. Er hatte seit den Krankenschwestern - die dem Arzt geholfen hatten, diesen Gips anzulegen - keine Frau mehr gesehen und die Stehlampe fing so langsam an, niedlich auszusehen.

Und wer hatte heute ein Date, während the Chazz wie ein Mauerblümchen zu Hause saß?

Jimmy!

Jimmy hatte endlich den Mut gefunden und Katie um ein zweites Date gebeten. Die beiden hatten sich seit der Siegerehrung nicht mehr gesehen, was durch die Verhaftung von Katies Geschwistern mehr als verständlich war und Chazz hoffte inbrünstig, dass Jimmy dieses Mal etwas Erzählenswertes vorzuweisen haben würde, wenn er ihm schon seine Pornos verweigerte.

Denn leider fing nicht nur die Stehlampe an, niedlich auszusehen… sondern auch Jimmy. Er brauchte wirklich dringend Ablenkung. Sehr dringend! Er konnte sich ja wohl kaum an seinen Bruder heranmachen. Zumindest nicht ohne einen verdammt guten Vorwand. Er würde wahrscheinlich auch gar nicht wollen…

Unter dem Gips juckte es wieder.

„Ein Königreich für eine Stricknadel!", fluchte Chazz laut.

OoooOoooOoooOoooOoooO

Chazz musste an diesem Abend nicht besonders lange auf Jimmy warten. Noch weit vor Mitternacht klapperten die Schlüssel im Schloss der Eingangstür und Jimmy trat ein. Mit seiner baby-blauen Jacke und seiner weißen Hose. Chazz seufzte. Er hatte weiß Gott versucht, seinen Partner auch dieses Mal etwas männlicher einzukleiden, doch dieses Mal hatte er auf Granit gebissen.

„Und? Wie war es?", fragte er gierig, noch bevor Jimmy seine Jacke ausgezogen und an die Garderobe gehängt hatte. Immerhin trug er darunter ein Hemd, das fast dunkelblau war. Chazz hatte gelernt, für Kleinigkeiten dankbar zu sein.

„Es war sehr schön", erwiderte Jimmy mit Nachdruck, doch Chazz fiel auf, dass er seinem Blick auswich.

Chazz stöhnte frustriert.

„Du hast es schon wieder verbockt?!"

„Habe ich gar nicht!", schmollte Jimmy. „Oder vielleicht nur ein kleines… ein ganz kleines bisschen", gab er sehr zögernd zu und schenkte Chazz einen Blick, der an ein geprügeltes Hundebaby erinnerte.

Diesem Blick aus den blauen Augen seines Partners hatte Chazz an diesem Abend nichts entgegenzusetzen.

„Also gut, Prinzessin – was ist passiert?", seufzte er ergeben und klopfte neben sich auf das Sofa. „Erzähl's Onkel Chazz."

Jimmy rollte mit den Augen, trat aber auf das Sofa zu und setzte sich neben Chazz.

„Wir waren im Kino…", begann er zögernd.

„Kino?", fragte Chazz. „So richtig mit allem drum und dran? Das klingt doch gar nicht mal so schlecht."

„Ja, wir hatten Popcorn und Eis und…", zählte Jimmy auf.

Chazz verzog schmerzhaft das Gesicht.

„Ich meinte damit eher Händchenhalten, Knutschen, Petting in der letzten Reihe…"

Nach einem leicht angewiderten Seitenblick auf seinen Partner fuhr Jimmy fort: „Danach sind wir noch ein bisschen spazieren gegangen…"

„Ich nehme an, du hast es versäumt, ihr ganz zufällig den Arm um die Schultern zu legen, weil ihr kalt sein könnte, hmm?", warf Chazz desillusioniert ein. „Und sie bei der Gelegenheit auch gleich ein bisschen zu begrap…"

„Nein, habe ich nicht", unterbrach ihn Jimmy. „Wir haben uns unterhalten."

„Na, toll", brummte Chazz und gähnte überdeutlich.

„Und dann habe ich sie nach Hause gebracht und dann…" Jimmy stockte. „Und dann habe ich sie vor der Haustür… naja… geküsst", schloss er mit leiser Stimme.

Chazz war plötzlich wieder hellwach.

„Ein Kuss vor der Haustür? Ein Klassiker. Da steh ich drauf!" Er knuffte Jimmy vertraulich in die Seite. „Und was ist dann passiert? Komm, lass deinen Kumpel nicht so hängen. Hat sie dich auf einen Kaffee mit reingenommen?" Er zwinkerte zweideutig.

„Nein, das hat sie nicht", erwiderte Jimmy leise. „Dabei habe ich alles genauso gemacht, wie du es mir gezeigt hast." Er schenkte Chazz einen weiteren Hundebaby-Blick. „Und es schien ihr auch zu gefallen, zumindest hat sie geseufzt und mich ein bisschen zurückgeküsst… aber…" Er biss sich auf die Lippen.

„Aber?", fragte Chazz ahnungsvoll.

„Aber irgendwas muss ich falsch gemacht haben, weil… weil… bei mir… ich fand es eben wieder nur… nett." Jimmys Wangen färbten sich rosa. „Ich meine, es hat mir nicht so gut gefallen wie… wie mit dir. Ich muss also etwas falsch gemacht haben", sagte er hastig und wagte wieder nicht, Chazz richtig anzusehen.

Chazz ließ sich etwas überwältigt ein wenig tiefer in die Kissen zurücksinken.

Katie hatte Jimmy kalt gelassen. Dabei war sie ein ziemlich heißes Mädchen. Aber wahrscheinlich genauso unerfahren, wie Jimmy selbst.

Doch durch diesen Umstand wurde ihm der Vorwand – um den er noch vor kurzer Zeit gebetet hatte – förmlich auf dem Silbertablett serviert.

Und wenn The Chazz sich jetzt nicht allzu dämlich anstellte, würde er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können und seine Langeweile und sein Mangel an Sex würden der Vergangenheit angehören.

In seinem Gehirn reifte ein Plan heran. Ein Plan für seinen ganz persönlichen Kreuzzug. Ein Kreuzzug, an dessen Ende Jimmys Jungfräulichkeit auf Chazz' Altar geopfert werden würde.

Oh, die Möglichkeiten!

Chazz hatte sich zwar noch nie wirklich mit Männern eingelassen, aber bei einigen Gruppenaktivitäten - an die er sich wegen seines übermäßigen Alkoholkonsums nur noch verschwommen erinnern konnte - waren nicht nur Frauen, sondern auch andere Männer dabei gewesen. Das Grundkonzept war ihm also nicht fremd.

Und Jimmy zählte ja auch nicht wirklich als Mann… und Sex war Sex. Egal mit wem.

Solange er mit diesem Gips an diese Hütte gefesselt war, musste er nehmen, was er eben kriegen konnte und wenn er es richtig anstellte, dann würde er Jimmy MacElroy kriegen. Es gab nun wirklich schlimmere Schicksale.

Dabei verdrängte er sehr energisch den schüchternen Gedanken, dass es ihm mit Jimmy vielleicht nicht nur um die Befriedigung seiner Sex-Sucht gehen könnte.

Unter dem Deckmäntelchen des Lehrmeisters würde er schon dafür sorgen, dass sie beide nicht zu kurz kommen würden.

Von seiner eigenen Genialität überwältigt, schloss Chazz für einen süßen Moment die Augen.

„Chazz", riss ihn Jimmys kleinlaute Stimme aus seinen glorreichen Träumen. „Chazz – hilfst du mir?"

Chazz öffnete die Augen und sah in Jimmys hoffnungsvolles Gesicht.

„Klar. Wozu sind Freunde sonst da?", erwiderte er mit einem breiten Grinsen.

Jetzt schenkte Jimmy ihm ein ehrliches kleines Lächeln.

„Danke!"

„Ja, ja – schon gut", wehrte Chazz ab und spielte – wie er selbst fand - seine Rolle des sich aufopfernden Freundes gar nicht mal schlecht. „Also… zeig mir mal, wie du sie geküsst hast und ich zeige dir, was du noch verbessern kannst."

„Okaaaay", meinte Jimmy zögernd und blickte etwas ratlos um sich, doch dann kniete er sich auf das Sofa und beugte sich zu Chazz. „Wir standen also vor ihrer Haustür und sie hat mir eine gute Nacht gewünscht und dann hat sie ihren Kopf ein wenig schräg gehalten… Genau so", sagte Jimmy begeistert, als Chazz seinen Kopf bewegte. „Und dann hab' ich sie geküsst. So ungefähr." Er senkte seine Lippen auf Chazz' Mund und küsste ihn leicht.

Dann zog er sich ein wenig zurück, doch bevor Chazz noch protestieren konnte, waren die Lippen wieder da. Zärtlich und doch fordernd. Als Jimmy seine Zunge sehr schüchtern ins Spiel brachte, konnte sich Chazz nicht länger zurückhalten.

Küssen war nicht unbedingt seine Lieblingsbeschäftigung, aber mit Jimmy war das irgendwie anders. Schon ihr erster Kuss hatte nicht nur Jimmy überwältigt, sondern auch Chazz ganz und gar nicht kalt gelassen.

Jimmys Lippen schmeckten ein wenig nach seinem Lipgloss (dieses Mal Vanille, kein Erdbeer) und seine Zunge noch ein wenig nach Popcorn. So mädchenhaft dieser Geschmack war, so eindeutig maskulin war der Körper, der dazu gehörte und Chazz spürte, dass ihn diese Gegensätzlichkeit anzog, verwirrte, erregte. Aber auf jeden Fall wollte er mehr davon – viel mehr.

Also dirigierte er Jimmy so, dass dieser nur noch mit einem Bein auf dem Sofa kniete, während das andere Bein zwischen Chazz' Beinen auf dem Boden stand.

Seine Hände glitten in streichelnden Bewegungen langsam immer tiefer an Jimmys Rücken hinab, bis sie seinen Hintern erreicht hatten.

Er hatte diesen Hintern beim Training schon oft gesehen, vielleicht sogar ein wenig zu oft und er hatte ihn auch schon oft genug angefasst… aber ihm war noch nie aufgefallen, wie fest er war und wie perfekt er in seine Hände passte und garantiert hatte sich Jimmy während des Trainings noch nie mit dieser unbewussten, kleinen Bewegung gegen seine Hände gedrückt.

Chazz gab das Streicheln auf und fing stattdessen an, diesen kleinen, perfekten Hintern ein wenig zu kneten.

Jimmy stöhnte in ihren Kuss und Chazz wollte nur noch eines: Körperkontakt. Möglichst viel und möglichst schnell. Er brauchte dringend etwas, wogegen er sich ein wenig reiben konnte und Jimmys Oberschenkel war verlockend nah.

Chazz fing an, Jimmys Hüften näher an sich heran zu ziehen, doch bevor es zu dem ersehnten Kontakt kam, fuhr Jimmy erschreckt auf.

Chazz musste sich auf die Lippen beißen um nicht frustriert aufzuschreien.

„Was tust du da?", wollte Jimmy leicht panisch wissen, doch Chazz entging nicht, dass seine Stimme leicht heiser war und er heftig atmete. Jimmy konnte mit dem Mund sagen, was er wollte… sein Körper sprach eine ganz andere Sprache. Seinem Körper schien das alles ausnehmend gut zu gefallen.

Chazz dachte an seinen Plan und an seine drängende Erektion - die Jimmy zum Glück noch nicht bemerkt zu haben schien - und beeilte sich, seinem Partner eine halbwegs plausible Erklärung anzubieten.

„Manche Frauen brauchen etwas mehr… Stimulation um in Fahrt zu kommen", erläuterte Chazz. „Deine Katie scheint mir zu dieser Sorte zu gehören."

„Und was hat das damit zu tun?", fragte Jimmy misstrauisch und deutete mit einer Kopfbewegung auf Chazz' Hände, die immer noch auf seinem Hintern lagen. Allerdings machte er keinerlei Anstalten, sich diesem Griff zu entziehen, was Chazz innerlich zufrieden grinsen ließ.

„Überleg doch mal… wenn sie richtig heiß auf dich ist, dann macht sie dich garantiert auch heiß. Dann wird sie mehr aus sich herausgehen und dann hast du auch deinen Spaß", dozierte Chazz geduldig.

„Aha", Jimmy zog seine Stirne kraus. „Aber dann sollte doch besser ich dich anfassen und nicht anders herum."

„Später, Prinzessin", sagte Chazz entschieden. „Zuerst solltest du wissen, wie sich so ein bisschen fummeln anfühlt. Nicht, dass du es bei Katie übertreibst und sie dir vor lauter Gier noch auf offener Strasse die Kleider vom Leib reißt."

„Oh", machte Jimmy.

Chazz nickte.

„Genau. Also, willst du nun lernen, wie du dein Kätzchen auf Touren bringen kannst, oder nicht?"

„Doch, doch", beeilte sich Jimmy zu sagen.

„Na gut", meinte Chazz gespielt herablassend. „Eine weitere erogene Zone – außer dem Hintern - sind die Brüste."

Jimmy errötete.

„Ich habe aber keine", murmelte er halblaut.

„Das nicht." Chazz grinste. „Aber du hast Nippel!" Er nahm seine rechte Hand etwas widerwillig von Jimmys Hintern – der sich wirklich unglaublich gut angefühlt hatte – und legte sie auf Jimmys Oberkörper.

Obwohl noch der Stoff des Hemdes dazwischen war, konnte Chazz fühlen, wie sich Jimmys Nippel schon bei der ersten, sanften Berührung zusammenzogen und hart wurden.

Jimmy machte wieder: „Oh" - doch dieses Mal klang es anders. Völlig anders.

Sinnlich, atemlos und aufgeregt und völlig ausreichend um eine große Menge von Chazz' Blut in tiefere Regionen seines Körpers zu pumpen.

Jimmys Augen waren geschlossen, sein Mund mit diesem niedlichen Überbiss war leicht geöffnet und sein Körper schmiegte sich förmlich in Chazz' Hände.

Chazz hätte nie gedacht, dass ein anderer Männerkörper ihn in eine derartige Erregung versetzen könnte, doch Jimmy bot ihm wirklich einen unglaublichen Anblick.

Unter dem Stoff seiner weißen Hose zeichnete sich eine deutliche Beule ab, die noch ein wenig mehr anschwoll, als Chazz dazu überging, die kleinen, harten Nippel durch das Hemd hindurch sanft zu kneifen. Jimmy stöhnte und presste seinen Unterleib endlich gegen Chazz' Oberschenkel.

Nur noch ein bisschen", flehte Chazz innerlich. „Komm schon, gib mir auch etwas Reibung…"

Doch kaum hatte Jimmys Erektion Chazz' Bein berührt, schreckte er wieder zurück und sprang auf.

Entsetzt sah er an sich hinunter.

„Oh mein Gott", rief er aus, bevor sich sein Blick von betroffen zu wütend wandelte und er Chazz anklagend ansah. „Das ist alles deine Schuld!"

„Hey, wer war scharf auf diesen Unterricht, du oder ich?", gab Chazz lässig zurück und versuchte gleichzeitig, seine eigene Erregung zu verbergen. Jimmy durfte nicht bemerken, dass er mit diesem Unterricht durchaus eigene Interessen verfolgte. Sonst war es womöglich vorbei, bevor es angefangen hatte.

Doch Jimmy war viel zu aufgebracht um etwas anderes zu bemerken, als seine eigene Schande.

„Was mach ich denn jetzt?", stieß er in einer seltenen Mischung aus Anklage und Hilflosigkeit hervor.

„Was wohl", gab Chazz gedehnt zurück und illustrierte seine Bemerkung durch eine eindeutige Handbewegung. Als Jimmy ihn immer noch verständnislos ansah, setzte er noch ein „Wichsen" hinzu.

Es war interessant zu beobachten, wie schnell Jimmys Gesichtsfarbe von rot zu blass und wieder zu rot wechselte.

„Nein", flüsterte er entsetzt. „Das ist… unrein."

„Entweder das, oder eine kalte Dusche", erwiderte Chazz etwas ungeduldig und Jimmy floh.

Nur Minuten später hörte Chazz die Dusche rauschen.

„Das ist jetzt nicht wahr!", stöhnte er und ließ den Kopf nach hinten auf die Sofalehne sinken. Seine eigene, äußerst vielversprechende Erektion hatte sich inzwischen wieder verflüchtigt und er fluchte leise. MacElroy war eine härtere Nuss, als er erwartet hatte. Dabei stand ihm der Sabber doch praktisch schon bis zu den Ohren.

Chazz begriff, dass er noch viel behutsamer vorgehen musste, wenn er bei Jimmy zum Schuss kommen wollte.

Dass Jimmy prüde und verklemmt war, war für Chazz nichts Neues. Aber die Dimensionen dieser Prüderie hatten ihn nun doch überrascht. Und das, nachdem er bei ihrem Programm eine eindeutig obszöne Geste nachgeahmt hatte, die er einige Tage vorher zufällig im Fernsehen gesehen hatte.

Was also hinderte Jimmy daran, seine Sexualität auch zu genießen?

Lag es daran, dass sie beide Männer waren?

Wohl kaum, denn er schien ja doch sehr rasch auf den Geschmack gekommen zu sein, wenn er von so ein bisschen streicheln schon so scharf wurde. Chazz seufzte. In Gedanken fügte er seinem Plan noch mehrere Zwischenschritte hinzu.

Dann angelte er nach seinen Krücken, stand mühsam auf und humpelte zum Badezimmer. Als er die Tür erreicht hatte, hörte das Wasserrauschen gerade auf.

„Jimmy?", rief er durch die geschlossene Tür.

„Lass mich in Ruhe!", fauchte sein Partner zurück. „Ich mein's ernst!"

Eingedenk seines Planes atmete Chazz tief durch, bevor er antwortete.

„Hey, Kumpel. Das kann jedem Mal passieren", versuchte er, seinen Partner zu beruhigen. „Einen Ständer zu bekommen ist kein Drama und vor allem kein Grund, gleich auszuflippen."

Chazz horchte an der Tür, doch Jimmy schwieg. Erst nach einigen Minuten durchbrach Jimmys leise Stimme die Stille.

„Es ist nur… ich habe noch nie… ich habe mich noch nie selbst… ich habe das noch nie gemacht."

Chazz traute seinen Ohren nicht.

„Noch nie?", fragte er perplex.

„Es ist nicht jeder so sexbesessen wie du", gab Jimmy ärgerlich zurück. „Und mein Vater… mein Ex-Vater", verbesserte er sich. „Er hat mir beigebracht, dass es nicht gut ist, wenn ich gewinnen will und dass es…" Er verstummte wieder.

Unrein ist?", half Chazz auf der anderen Seite der Tür aus.

„Ja", antwortete Jimmy so leise, dass Chazz es fast nicht gehört hätte.

„Dein Ex-Vater ist ein Schwachkopf", sagte er brüsk und bildete sich ein, ein schwaches Kichern aus dem Badezimmer zu hören. „Hey, er hat dich fortgejagt. Er muss ein Schwachkopf sein."

Die Tür öffnete sich ein wenig und Jimmys Gesicht erschien in dem Türspalt.

„Ehrlich?"

Chazz wurde es zunehmend unwohl bei dieser Unterhaltung. Er war nicht gut mit diesem sentimentalen Zeug, aber er ertrug es auch nicht, Jimmy in einer solchen Verfassung zu sehen.

„Natürlich! Wir haben Gold geholt! Da wird er sich ziemlich in den Hintern gebissen haben", behauptete er großspurig.

Jimmy lächelte und trat, mit seinem hellgrünen Pyjama bekleidet, aus dem Badezimmer.

„Danke, Chazz."

„Schon recht", brummte Chazz und beeilte sich, wieder auf sein eigentliches Anliegen zurückzukommen. „Aber an deiner… hm… mangelnden Beherrschung", er deutete zwischen Jimmys Beine und Jimmy errötete erneut, „… also daran solltest du noch etwas arbeiten. Denn das kommt bei Frauen gar nicht gut an." Er schüttelte gespielt besorgt den Kopf.

Jimmy fühlte sich offensichtlich unwohl in seiner Haut.

„Du wirst wohl Recht haben", flüsterte er verschämt. „Aber wie soll ich daran arbeiten?"

„Oh, da wird uns schon etwas einfallen", grinste Chazz äußerlich ruhig und klopfte Jimmy aufmunternd auf die Schulter.

Innerlich jedoch stieß er seine Faust in die Luft und rief: „BOOM!"

OoooOoooOoooOoooOoooO

Ende Teil 2

Fortsetzung folgt