Okay - hier wären wir mit dem 2. Streich meines fantastischen 3-shots! Dala - hier habt ihr die Scheiße! Nein, okay, lassen wir das Selbstverarsche meinerseits. Ich würd sagen, dass mit selbst der dritte Teil am besten gefällt, aber egal. Danke für die inexistenten Reviews, freut einen immer wieder.

Klinge ich wie eine alte, verbitterte Frau, die 20 Katzen hat? Ja, oder?

Naja - mittlerweile hab ich mich, denke ich, damit abgefunden, dass es nicht funktioniert, also, dass ich, egal wie viel ich bitte, keine Kommentare bekomme xD Liegt vielleicht an ?

Na egal - genug gelabert. Viel Spaß beim 2. Chap!


Unverständnis, ein Gefühl für ein werdendes Idol – Er „… und nimmer"

James Thomas Potter schaut Lily Amelie Evans nicht gerne an. Es ist nicht so, dass sie besonders hässlich ist, nein, bei Merlin, aber er kann nicht leugnen, dass er auf eine gewisse Art von ihr fasziniert ist.

Und das beunruhigt ihn.

James hat so etwas noch nie empfunden, er will es auch nicht. Als ob das Leben nicht schon kompliziert genug wäre. Bisher hat er sich mit One-Night-Stand zufrieden gegeben. Eine echte Beziehung, das weiß er, würde bei ihm nur für Brechreiz sorgen und für das arme Mädchen, das es mit ihm versuchen würde, zu Kummer und Suizidgedanken.

Es ist nicht so, dass er niemals eine Familie gründen will… aber… hmm… doch, es ist so.

Bei dem Gedanken, sesshaft zu werden, fühlt er sich, als würde er mit Wasserbomben beworden.

Wenn er etwas hasst, dann Wasserbomben.

Manchmal, da wundert er sich, dass so viele mit ihm, mit James Potter, befreundet sein wollen. Er will rufen, dass sie ihm gefälligst in die Augen sehen sollen. Seht mich an, seht mir in die Augen und sagt mir, dass ich perfekt bin.

Es klingt unglaublich schrecklich, arrogant, gemein, verzogen – eben typisch Potter –, wenn James das sagt, aber niemand kann bestreiten, dass er der unangefochtene Führer von Hogwarts ist, er selbst am allerwenigsten. Die Mädchen wollen ihn – sehen ihn schon als Auror, Spitzenquidditchspieler und/oder Zaubereiminister – die Jungs bewundern und verachten ihn zugleich. Die wenigsten wissen, dass er nicht so unantastbar ist, wie er sich gibt.

Aber… jeder hat einen Teil seines Lebens, der ihm zu schaffen macht, ob das die strenge McGonagall ist oder ein James Potter – es gibt immer etwas, wofür man sich schämt, was einem Sorgen bereitet. Und bei ihm sind es nun seine Eltern.

Merlin und Aggripa, er liebt sie, aber das ist nicht das Problem – das Problem ist, dass sie sich nicht lieben. Er hat einmal, kurz bevor er in die zweite Klasse gekommen ist, an der Schlafzimmertür von Mr. und Mrs. Potter gelauscht und er hat gehört, wie seine Mutter gekeift hat: „Fahr zur Hölle!" und wie sein Vater erwidert hat, er hätte sich längst von ihr scheiden lassen, wenn James nicht wäre.

James glaubt, es sollte keine Anschuldigung gegen ihn sein, aber seit dieser Nacht glaubt er nicht mehr an die Liebe, er ist keiner von denen geworden, die die Eltern zusammenbringen wollen – er hat es genau in dieser Nacht aufgegeben, überhaupt noch irgendetwas zu wollen und genau deswegen will er noch so viel mehr.

Manchmal, da hat er das Gefühl, nur wenige würden seine Miene durchschauen und bei drei dieser Personen hat er nichts dagegen, weil er selbst es so wollte. Wenn er jemandem in dieser Welt vertraut, dann sind es seine drei Freunde: Peter, Remus, Sirius.

Manche – nun, die meisten – sagen, dass Peter nur mit den drei anderen befreundet sind, weil sie zur Elite gehören. James hat das Gefühl, dass selbst Sirius, sein gefühlter Bruder, sein Gedankenpartner, so denkt, aber er weiß, dass Peter selten seine Meinung sagt, weil er keinen Konflikt eingehen möchte. Peter liebt den Frieden und die Sicherheit und er würde nichts in der Welt dafür hergeben, dass Umstände sich ändern. Manchmal zuckt es so um Peters Mund und dann erkennt James, dass er kurz davor ist, Einspruch zu erheben. Und dann hält er sich zurück, gibt kein Kontra.

Manche nennen es Verlogenheit, James nennt es den Wunsch nach Seelenfrieden.

Und Remus. Remus, der immer zuhört, der immer milde bleibt, der nie böse mit einem wird, wenn man einen Fehler begeht. Es ist ein Wunder, dass es solche Menschen noch gibt, und er weiß, dass sein Freund ein Geschenk der Götter sein muss – James kann sich nicht einmal vorstellen, wie es wäre, wenn Remus nicht Sirius und ihn im Zaum hielte.

Aber dann gibt es da noch jemanden – so scheint es zumindest für ihn – der hinter seine Fassade sehen kann.

Dieses eine Mädchen, das ihn fasziniert, durch seine eigensinnige Art.

Lily Evans ist unglaublich. Sie ist atemberaubend. Da ist zum einen ihr Aussehen, ihre tizianroten Haare, in sanften Korkenzieherlocken bis zu den Schultern gehend und ein starker Kontrast zu ihrer Alabasterhaut und ihren unglaublichen grünen Augen, mal sanftes Meeresrauschen, mal scharfe Smaragddolche.

Aber wenn es nur das wäre. Er will nicht bestreiten, dass sie attraktiv ist – vielleicht sogar schon schön –, aber sie ist die einzige in Hogwarts, die Modelqualitäten hat.

Es sind ihre verdammten Augen, vermutet er öfter, und ihre Art, in letzter Zeit sogar jede Nacht, wenn auf die ruhigen Atemzüge seiner Mitbewohner horcht. Sie ist eine fantastische Frau. Wunderbar klug, schlagfertig, selbstkritisch, hübsch und tapfer und störrisch. Vor allem störrisch.

Ihre Augen sind die Fenster zu ihren Gedanken, zu ihren Gefühlen und wenn er ihre Augen auch manches Mal geschlossen sieht, in letzter Zeit, wenn sie seinen Blick streift, denkt er, dass sie ihn irgendwie… bockig anblickt. Da ist etwas in ihren Augen, das sagt: Du kriegst mich nicht klein. James versteht, was sie meint, irgendwo, schließlich sind sie wohl Konkurrenten, beide seit diesem Jahr – mehr denn je – Vorreiter Hogwarts', James Quidditchkapitän, Charmeur und Marauder aus Überzeugung, Lily Jahrgangsbeste und Ballkönigin auf Ewig, die exzellenteste Studentin seit einem halben Jahrhundert und überaus bezaubernd – tja, um all dem noch die Krone aufzusetzen, müssen sie ja auch noch beide unheimlich populär sein.

Um sie herum ist immer ein Pulk kichernder Mädchen und sie anbetender Jungs. Meist hat sie einen ziemlich verschlossenen Gesichtsausdruck, so als stünde sie unter Strom, als erwarte sie hinter jeder Ecke einen Angriff, wenn sie unterwegs ist. Was ihn wundert. Schließlich gibt es hier mehr Jungs als ‚Menschen' (man siehe nur auf das Federvieh Mme. Pince oder Dumbledore! Er mag vielleicht ein Genie sein, aber das schließt Idiotie ja nicht aus.), die sich für sie aufopfern würden. Und vor nicht mal ein paar Wochen hätte er noch gedacht, dass sie ihm dann lächelnd danken würde, die Betonung auf lächelnd liegend. Jetzt allerdings glaubt er, dass sie ihn verachtend anblicken würde, ihren „Retter in der Not", die Betonung auf verachtend liegend. Und das wundert und ärgert ihn zugleich.

Hat sie nicht das perfekte Leben? Einmal, in der fünften Klasse, hat er gehört, wie zwei Mädchen von ihr geredet haben. Sie haben von ihrer Familie geschwärmt. Zwar Nichtmagier, aber in einem wunderschönen Haus lebend, ihr Vater gutaussehnend und charmant, ihre Mutter klug und liebevoll. Dann ist er von Sirius geholt worden, hat nur noch Fetzen „große Schwester", „schwarzhaarig" und „unfassbar" gehört.

Aber eigentlich will er doch eigentlich gar nicht über sie nachdenken, sagt er sich immer, wenn seine Blicke wieder auf ihre roten Haare fallen, und trotzdem tut er es in letzter Zeit, viel zu oft, und das nervt ihn (mehr sogar als die immer öfter geschehenen Wasserbomben-Anfälle Peeves'). Er sollte aufhören an Miss-ich-bin-so-perfekt-Evans zu denken. Das sollte er wirklich.