Zimmerwahnsinn

Eine Woche später stand Hermine ziemlich ängstlich vor der Feuerstelle. Damals, als sie Malfoy das letzte Mal gesehen hatte, hatte sie gehofft, dass es genau das sein würde: das letzte Mal. Und jetzt flohte sie zum Grimmauldplatz Nummer 12, um die nächsten zwei Monate allein mit ihm zu verbringen. Sie mochte den Gedanken, dass das Fast-Töten von einem Menschen, insbesondere von dem größten Zauberer aller Zeiten, ihn geändert haben könnte, aber sie bezweifelte es stark. Er war immer noch Malfoy. Diesmal würde sie nicht so vertrauensvoll sein!

Genau genommen hatte Hermine, seit sie von ihrem Auftrag erfahren hatte, jeden Spruch und Zauber rausgesucht, mit dem sie Malfoy in Schach halten könnte. Sie hatte nun eine ganze Menge zur Verfügung. Sie hatte sogar Dobby, Malfoys früheren Hauself, befragt, um seine Schwächen herauszufinden. Sie fühlte sich etwas schlecht, da sie Dobby verdächtigte, sich dafür zu bestrafen, dass er ihr geholfen hatte, trotz der Tatsache, dass sie es ihm verboten hatte. Sie erleichterte ihr Gewissen bei dem Versprechen B. Elfe. R. wieder leben einzuhauchen. Schon wieder. Aber egal, nach allem was Hermine über Malfoy herausgefunden hatte, war sie ziemlich überzeugt davon, dass sie dem Slytherin gewachsen war. Sie würde gerne das Grinsen von seinem Gesicht wischen. Blöder Malfoy!

Hermine starrte hoch auf die Uhr. Es war 9:00 Uhr in der Nacht. Sie hatte nicht so spät gehen wollen, aber ihre Eltern hatten darauf bestanden mit ihr zum Essen zu gehen. Sie hatten erwartet, Hermine den ganzen Monat bei sich zu haben, und waren nicht besonders begeistert von der Tatsache, dass diese sie schon nach einem Monat verlies. Vielleicht konnte sie es wieder gut machen, wenn sie für Weihnachten heimkam. Natürlich würde sie vielleicht Malfoy mitbringen müssen. Es würde lustig sein, ihn zu quälen und ihn dazu zu bringen, Weihnachten bei Muggeln zu verbringen, aber sie wollte ihre Eltern auch nicht bestrafen. Sie erwartete nicht, dass er ein besonders toller Hausgast sein würde. Genau genommen war sie sich sicher, dass er ein ziemlich schlechter sein würde. Naja, vielleicht konnte sie ihn einem anderen Ordensmitglied zuschieben.

„Also, hier geht nichts!", murmelte sie. Sie trat in den Kamin, lies etwas Flohpulver fallen und sagte klar und deutlich: „Grimmauldplatz Nummer 12." Sie hatte dieses komische Gefühl sich durch das Flohnetzwerk zu rauschen und landete mit einem leisen Plumps im Kamin vom Grimmauldplatz Nummer 12. Als sie in den Raum schaute, traf ihr Blick sofort den von Malfoy.

„Granger", sagte er. Dann, mit seinem Wahrzeichen-Grinsen, drehte er sich um und ging weg.

Hermine war sich nicht sicher, was sie tun sollte. Er ging einfach weg. Er grinste sie an und ging weg. Es war ein Treffer und Lauf Grinsen. (ü/n: [übersetzer note^^] sorry, wusste nicht wie ich das übersetzen sollte…) Was zur Hölle? Sie hatte Beleidigungen, Flüche, Gejammer und Schlimmeres erwartet. Das nicht. Sie wusste nicht warum, aber es machte sie wütend. So ging sie ihm nach, um ihm ihre richtig angepisste Meinung zu geigen.

Hermine sah sich im ersten Salon um und sah ihn nirgendwo. Dann checkte sie das Arbeitszimmer, fand aber nur einen Haufen Bücher. Das war der Raum, den sie beabsichtigte die meiste Zeit des Sommers zu nutzen. Sie dachte sie könnte eventuell etwas über Horkruxe herausfinden, während sie ihre Aufgabe für den Orden erledigte. Die Familie Black hatte sich über die Jahre schrecklich viele Bücher über die dunklen Künste angeeignet und Hermine plante so viel davon zu nutzen wie sie konnte. Trotz ihrer Aussage Remus gegenüber, dass sie in der Rolle der Nachforscherin steckte, konnte Hermine sich nicht helfen. Es war einfach ihr Ding.

Harry und Rons Schlafzimmer war das erste, in das sie kam. Sie holte tief Atem und drehte dann so leise wie möglich den Türknauf. Langsam öffnete sie die Tür, den Zauberstab erwartungsvoll gehoben. Dort war nichts außer einem leeren, unbedeutenden und staubigen Raum. Sehr leise ging sie hinein und sah sich um. Auf der einen Seite des Raumes war ein großer Kleiderschrank. Dort was sehr viel Platz für Malfoy, um sich darin zu verstecken. Sie würde es zuerst mit ‚Stupify' versuchen (Ü/N: so viel wie… dummheitsfluch^^) und falls er nicht wirken sollte mit ‚Riddikulus' weiter machen. Nachdem Hermine ihren Plan hatte, riss sie die Tür auf. Dort waren nur ein paar Umhänge, glücklicherweise keine von der erwürgenden Sorte.

Der letzte Ort, an dem sich jemand verstecken könnte, war unter dem Bett. Sie ging hinüber zum ersten Bett, lies sich hinunter auf Hände und Knie und lehnte sich nach vorne um darunter zu schauen. Nicht die schönste Position, aber nötig. Schnell zog sie die Bettdecke nach oben und schob ihren Kopf mitsamt Zauberstab darunter, was ihren Po dazu brachte sich noch höher in die Luft zu strecken. Überall Staub, aber kein Malfoy. Hermine fing an zu kichern. Der Adrenalin-Schub war ihr zu Kopf gestiegen und sie fand die ganze Situation sehr lustig.

„Was machst du, in Merlins Namen nochmal?!"

Mist! Hermine stieß sich den Kopf am Bett, als sie ihn darunter hervorzog und sich herumdrehte, nur um zu sehen, wie sich Malfoy sich auf der anderen Seite der Halle lässig gegen den Türrahmen lehnte. Es sah aus, als stände er dort schon eine Weile. Hermine wurde rot und dann, als sie darüber nachgedacht hatte, hob sie noch ihren Zauberstab. Sie verfluchte sich selbst dafür, dass sie ihren Schütz fallen gelassen und in ihrer Peinlichkeit ihren Zauberstab vergessen hatte. Ein tolles Ordensmitglied war sie. Sie wettete Moody wäre nicht kichernd und vor einem Bett sitzend von Malfoy gefunden worden und hätte dann wegen dieser Peinlichkeit auch nicht vergessen den Zauberstab zu heben! Zumindest hoffte sie es nicht und bei diesem Gedanken musste sie erneut kichern. Was war los mit ihr?!

„Also, ähm ich war…", stotterte Hermine. „Warte mal! Was machst du in meinem Zimmer?"

„Das ist MEIN Zimmer!", antwortete Malfoy.

„Nein ist es nicht", sagte Hermine gereizt. „Es ist mein Raum. Es war die letzten zwei Jahre mein Raum!"

„Also der Werwolf hat mich in den kleinen Raum nebenan gesteckt, aber dieser war besser und Malfoys brauchen das Beste. Selbst wenn dem Besten ein bisschen was fehlt!", höhnte Malfoy.

„Raus aus meinem Zimmer, Malfoy!"

„Bring mich dazu, Granger."

„Denkst du das werde ich nicht?"

Malfoy grinste. „Weißt du, der Werwolf hat gesagt, sie würden ein Ordensmitglied schicken, um mich zu bewachen. Ich kann nicht glauben, dass sie dich geschickt haben!"

„Ich bin ein Ordensmitglied", sagte Hermine ärgerlich. Seine Haltung war wirklich nicht dankbar. Was dachte er denn bitte, wer er war?

„Das ist lächerlich. Das besserwisserische Schlammblut ist ein Mitglied des allzu tollen Ordens des Phoenix. Ich weiß nicht warum irgendjemand, dass so ein idiotisches Pack von Lumpen, das ihr Orden nennt, den dunklen Lord besiegen könnte. Denkst du wirklich ihr könnt ihn mit dem Wunderknaben und der Hilfe von einem Werwolf, einem einäugigen verrückten Mann, einem Halbriesen, einem Dieb, ein paar Blutverrätern, schmutzigen Schlammblütern und einem Haufen von Weasleys besiegen? Das ist ein verdammter Witz. Und jetzt schicken sie ein dummes Schulmädchen um mich, einen Malfoy, zu bewachen. Es ist beleidigend!", sagte Malfoy, schäumend vor Wut.

„Also", begann Hermine, die wütend darüber war, dass er sie ein dummes Schulmädchen genannt hatte. „Ich hab geholfen einen Malfoy nach Askaban zu bringen. Ich denke ich komm mit seiner Rotznase klar."

Malfoy ging rückwärts in den Raum.

„Wohin denkst du, gehst du, Malfoy?"

„Ich gehe in mein Zimmer, so das ich nicht länger in dein hässliches Schlammblut-Gesicht schauen muss", schrie Malfoy und knallte ihr die Tür ins Gesicht.

Hermine war fuchsteufelswild. Wie konnte er es wagen? „Alohomora!", brüllte Hermine und öffnete die Tür. „Raus aus meinem Zimmer!"

Natürlich grinste Malfoy, als Hermine ihm ihren Zauberstab ins Gesicht hielt. Hatte er auch andere Gesichtsausdrücke? Doch als sie sah was er als nächstes tat weiteten sich ihre Augen und ihr Mund klappte auch. Er begann sein Shirt aufzuknöpfen. Ich glaub das kann ich jetzt nicht machen. Weißt all das Geschrei hat mich ziemlich müde gemacht. Also gehe ich ins Bett. In mein Bett. Und falls du fragen willst: Ja, ich schlafe nackt!"

Das T-Shirt war aus und er fing an seine Hose auszuziehen. Hermine war drauf und dran schreien und mit den Armen in der Luft heraus zu rennen. Doch dann erschien ein Lächeln auf ihrem Gesicht.

„Gefällt dir was du siehst?", fragte Malfoy selbstgefällig.

„Petrificus Totalus!", sagte Hermine ruhig. Damit fiel Malfoy rückwärts, mit einem Fuß schon aus der Hose. Sie lehnte sich über ihn und sagte: „Ich habe schon besseres gesehen." Dann lies sie ihn in den Gang schweben und legte ihn mit einem ‚Bums' auf dem Boden ab. Seine Kleider und anderer weltlicher Besitz sauste ihm hinter her nach draußen. Sie löste den Zauber und knallte ihm die Tür ins Gesicht.

„GRANGER!!!"

„Silencio", schrie Hermine und deutete mit ihrem Zauberstab auf die Tür. Stille füllte den Raum. Komplette und äußerst angenehme Stille. Hermine lies sich aufs Bett fallen, erschöpft von ihrem Gefecht mit Malfoy. Doch in dem Moment als sie an Malfoy dachte sprang sie auf und war durch und durch angeekelt. Malfoy hatte in ihrem Bett geschlafen! Nackt! Igitt! Sie vollführte einen schnellen ‚Scourgify' (Ü/N: also ein reinigungszauber) und kletterte widerwillig wieder in ihr Bett. Am liebsten hätte sie ihren Pyjama gehabt, aber sie hatte nicht vor ihren Raum so schnell wieder zu verlassen. Es war nicht so, dass sie Angst vor Malfoy hätte. Sie glaubte nicht, dass er sie töten würde. Er hatte Dumbledore ja auch nicht getötet. Und sie konnte auf sich selbst aufpassen. Aber sie hatte keine Lust sich heute noch einmal mit ihm zu streiten. Sie wollte es nicht gern zugeben, aber Malfoy machte sie nervös. Er war unberechenbar. Sie konnte nie sagen was er dachte, anders wie bei Ron und manchmal sogar bei Harry. Die beiden konnte sie wie ein Buch lesen. Sie lächelte bei dem Gedanken.

Da sie sich unwohl dabei fühlte in ihren Klamotten zu schlafen, wand sie sich aus ihrer Hose und hob die Decke. Ihre nackten Beine gegen das Bettlaken fühlten sich noch für sie noch viel unangenehmer an, bei dem Gedanken, dass Malfoy hier nackt gelegen hatte. Obwohl er ohne sein Oberteil ziemlich gut ausgesehen hatte. Sie errötete bei dem Gedanken und fing erneut an zu kichern, bis sie ziemlich schnell einschlief.

Wie immer, wachte Hermine am nächsten Morgen früh auf, erstaunlicherweise mit ziemlich guter Laune. Zu ihrem Ärger, hatte sie, durch ein paar sehr angenehmene obgleich leicht beunruhige Träume, gut geschlafen. Malfoy hatte einen komischen Effekt auf sie, wie auch die Tatsache, dass er nackt in ihrem Bett geschlafen hatte. Hermine stieg aus dem Bett und machte sich für das Wagnis bereit, gleich von dem Schlafzimmer in das Badezimmer unten in der Halle zu gehen. Sie vermutete, dass dies die beste Zeit zum duschen war, da Malfoy vielleicht sogar noch schlief und sie so nicht stören konnte. Immerhin waren Harry und Ron nie so früh wach. Waren nicht alle Teenager-Jungs so? Sie zog ihre Jeans an, nahm ihren Zauberstab und ging in Richtung Badezimmer. Wie sie erwartet hatte, war niemand da und Hermine kam unbeschadet im Badezimmer an.

Als sie unter dem heißen Strahl stand hatte sie das Gefühl, als würden alle ihre Probleme hinweg gewaschen und sie blieb ein wenig länger als geplant darunter, weil es sich so gut anfühlte. Als sie schließlich aus der Dusche trat, griff sie nach einem Handtuch um sich abzutrocknen und stöhnte. Sie hatte völlig vergessen ihren Koffer mit ihren Kleidern zu holen. Sie zog es in Erwägung einfach ihre Sachen von gestern anzuziehen, hatte dann aber eine tolle Idee. Sie konnte ihren Koffer holen, ohne das Badezimmer überhaupt zu verlassen! Es war wundervoll eine Hexe zu sein! Sie wickelte sich in ein Handtuch, öffnete die Tür und rief: „Accio Koffer!" Sie deutete mit ihrem Zauberstab aus der Türöffnung. Dann sah sie ihn.

„Das wurde auch langsam Zeit. Du…" Er brach ab, als er sie in ihrem Handtuch sah. Sie standen nur dort und starrten einander an. Dann, bevor einer von ihnen reagieren konnte, kam Hermines Koffer fliegend aus dem Nichts, krachte in Malfoy und brachte ihn dazu in Hermine zu stolpern. Diese fiel nach hinten und Malfoy lag auf ihr. Diese befanden sich nun, gelinde ausgedrückt, in einer ziemlich eindeutigen Position.

„Runter von mir!", sagte Hermine ziemlich wütend.

„Gerne. Es ist nicht so, dass ich wollte, dass das passiert!", sagte er, während er von ihr runter kletterte. „Wahrscheinlich hast du das alles geplant. Ich hätte dich mich nie und nimmer ohne Shirt sehen lassen sollen. Jetzt hast du Ideen!"

„Du denkst, ich wollte, dass das passiert? Du hast Wahnvorstellungen!", sagte Hermine und band das Handtuch enger um sich. „Woher sollte ich wissen, dass du vor der Tür rumlungern würdest?"

„Ich hab nicht gelauert. Ich habe verdammte 45 Minuten darauf gewartet, dass du raus kommst. Der Schlamm geht nicht ab, weißt du?"

„Für deine Information: Ich habe versucht die ganzen Keime, die du in meinem Bett gelassen hast los zu werden!", keifte Hermine.

„Also diesen Fehler werde ich nicht mehr machen!"

Hermine sah in den Raum gegenüber, in dem Malfoy, dem aufgewühlten Bett nach zu urteilen, geschlafen hatte, nachdem sie ihn brüsk aus ihrem Raum geworfen hatte. Das war fast zu gut. Sie lachte und sagte: „Weißt du, jetzt schläfst du in Rons Bett!"

A/N: Sooo =) jetzt bin ich endlich mal wieder zum weiterübersetzten gekommen ;) und ich werde bestimmt nicht so schnell die lust verlieren =) das hätte die story nicht verdient ;)

Ich hoffe ihr hattet spaß beim lesen und hinterlasst mir und scarlettcat doch ein review =) (auch auf englisch wenn ihr lust habtxDDD)

Lg littleSURICAT