Disclaimer: Man könnte zwar annehmen, dass Harry Potter bloß zwei genialen Autoren wie uns einfallen könnte, aber leider war J. K. Rowling uns voraus ;)
Kapitel 2: Der Anfang vom Ende
Snape starrte Harry finster an.
„Nein danke, Potter. Ich habe hier noch einen Wachdienst zu halten. Ich muss hier auf so ein arrogantes, verwöhntes, ungezogenes Schwein aufpassen, bis die Ablösung kommt"
Harry hob eine Augenbraue.
„Ach, sie meinen wohl meinen Cousin Dudley, Professor. Ich nehme an, sie passen darauf auf, dass er auch wirklich das tut, wofür der Schulleiter ihn bezahlt hat." Harrys Stimme wurde kälter.
„Wofür hat der Schulleiter ihm denn Geld gegeben?" fragte der Professor, nun ehrlich überrascht.
„Was hat der alte Kauz denn nun schon wieder vor?" ging es Snape durch den Kopf.
„Aber so wie ich Sie kenne, Potter, werden sie es mir sicher gleich mitteilen. Schließlich sind sie ein nach Aufmerksamkeit suchender Bengel."
Harry ignorierte Snapes letzten Satz.
„Was, Sie wissen es wirklich nicht, dann lassen sie es mich ihnen sagen: Um mir gute Manieren und Gehorsam beizubringen, jedoch, dass er dabei auf die richtige Dosierung aufpasst und meine Rippen heil lässt. Ach, und wenn mein Onkel Sie für einen Dementor oder einen Vampir von Askaban halten sollte, so richten Sie ihm aus, dass ich abgehauen bin und dass er sich seine Liste sonst wohin stecken kann. Schönen Tag noch!"
Ohne Snapes Reaktion abzuwarten, schwang er sich auf seinen Besen und entschwand in den Himmel. Es tat gut, wieder zu fliegen und für einige Stunden vergaß er seinen Frust. Hätte ein Muggel an diesem Tag in den Himmel geschaut, so hätte dieser sich wohl in die Psychiatrie einliefern lassen. Um 16:00 Uhr war es jedoch vorbei mit seiner Sorglosigkeit. Er war wieder an dem Ort angelangt, den er so hasste: der Grimmauldplatz.
Ohne lange anzuklopfen öffnete er die Tür, da er jedoch keine Lust hatte, sich auf die Suche nach Ron und Hermine zu machen, setzte er sich seinen Zauberstab an die Kehle und sprach „Sonorus" Magisch verstärkt hallte seine Stimme durch das Haus. Jedoch erhielt er nicht die Antwort, die er sich erhofft hatte. Anstatt Ron und Hermine hatte seine Stimme die alte Sabberhexe auf den Plan gerufen.
„Blutsverräter, dreckige Schlammbl…"
„Stupor" schrie Harry, dem dieses ganze Geschrei wirklich langsam auf die Nerven ging.
„Es wird wirklich bald Zeit, dass ich mir einen starken Zauber aneigne, der dieser Sabberhexe den Gar ausmachen wird."
„Wie sind hier unten" hörte er Rons Stimme aus dem Keller dringen.
Harry folgte seiner Stimme und stieg die Treppe hinab. Er hatte gerade die Tür aufgemacht, als er sich schon in einer knochenbrechenden Umarmung wieder fand.
„Oh Harry! Wir haben dich schon erwartet. Ich hoffe deine Verwandten haben dich nicht zu schlecht behandelt", begrüßte Hermine ihn stürmisch.
„Hast du dich ihrer denn jetzt endlich entledigt? So wie ich dich kenne, hast du dich sicher unter Snapes übergroßer Nase aus dem Staub gemacht?" grinste Ron.
„War's nicht so?"
„Ihrer entledigt?"
„Worüber zur Hölle redet Ron da, ich glaube hier ist etwas faul"
„Ja, hast du meinen Brief denn nicht gelesen?" fragte Ron verdattert.
„Da ich mir gedacht habe, dass du den Tagespropheten nicht mehr abonniert hast, sowie auch all die anderen Zeitungen, habe ich es dir doch in den Brief geschrieben" erklärte ein immer misstrauischer werdender Ron.
„Du hast unsere Briefe doch gelesen, oder nicht?" hakte Hermine nach.
„Im Moment scheint es so, als ob sich die Schrift dann wohl wie durch Zauberei verändert hat, also was zum Teufel ist „es"?" fragte Harry.
„Na deine Lizenz Harry! Du hast die gleichen Rechte wie die best ausgebildeten Auroren der internationalen Vereinigung der Zauberer. Das beinhaltet auch dass du die unverzeihlichen Flüche in bestimmten Situationen einsetzten darfst. Du hast also sozusagen die Lizenz zum Töten. Die offizielle Genehmigung des Zaubergamots." antwortete Hermine selbstbewusst.
Stille. Langsam zählten Hermine und Ron runter „3… 2… 1…"
„Meine was? Wieso weiß ich davon nichts, darüber stand überhaupt nichts in irgendeinem eurer Briefe."
Ron sprach das aus, was Harry dachte:
„Hier ist etwas faul."
„Etwas Gewaltiges", fügte Hermine hinzu.
„Was haltet ihr von einem Trip in die Winkelgasse und einem leckeren Eisbecher bei Fortescue´s Eissalon, wo wir diese Sache klären? Hier könnte jederzeit jemand vom Orden auftauchen und uns hören", schlug der Rothaarige vor.
„Zuerst muss ich aber noch nach Gringotts, um mir ein wenig Geld zu besorgen", antwortete Harry.
Damit war die Sache beschlossen. In Gringotts erwartete Harry dann die nächste Hiobsbotschaft…
„Hallo Griphook", begrüßte Harry den Kobold.
„Ah, Mister Potter! Gut dass sie da sind, wir brauchen noch ihre Unterschrift, was die Geldüberweisung von 300.000 Galleonen in Mr. Albus Dumbledores Verlies betrifft."
„Mr. Griphook, ich glaube da muss ein Fehler vorlegen, denn ich besitze keine 300.000 Galleonen; und selbst wenn ich sie besitzen würde, dann würde ich Prof. Dumbledore bestimmt nicht solch eine gewaltige Summe Geld überweisen."
„Doch Mr. Potter, sie besitzen so viel Geld, sehr viel mehr Geld sogar, aber nicht in ihrem Schulverlies. Die Potters besitzen mehrere Verliese, weitaus größere und sichere", antwortete ihm Griphook.
„Schön und gut, dass jemand die Güte besaß, mir das auch mal zu sagen", sagte Harry sarkastisch; „aber ich versichere es ihnen noch einmal: Ich werde gewiss keinen Vertrag von einer Geldüberweisung von 300.000 Galleonen an Albus Dumbledore unterschreiben!"
„Dann ist die Sache wohl über den Tisch", meinte der Kobold lediglich und der Vertrag ging in Flammen auf.
„Nur so aus reiner Neugier, wie viel betragen 300.000 Galleonen eigentlich umgerechnet in Pfund?", fragte Harry. „Bei dem momentanen Wert sind das 1.500.000 Pfund, Mr. Potter."
„WOW! 1.500.000. Pfund, damit würden sich sogar die Dursleys bestechen lassen", und da erst wurde ihm klar, was er eben gedacht hatte. "Dieser alte Mann wollte die Dursleys doch wohl nicht tatsächlich mit meinem eigenen Geld bestechen? Wie hinterhältig kann dieser Mann eigentlich noch sein. Oder ist das vielleicht sogar erst der Anfang seiner wahren Manipulationen?"
„Das Datum der Testamentsverlesung von Mr. Sirius Orion Black findet am 31. Juli statt. Näheres wird ihnen in einem Brief mitgeteilt werden", riss ihn Griphook aus seinen Gedanken.
„Vielen Dank für die Information; aber jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen: ich möchte etwas Geld aus meinem Verlies entnehmen", meinte Harry.
Draußen erwarteten ihn Ron und Hermine ungeduldig, wo er ihnen erst einmal ein Eisbecher spendierte. Harry erzählte seinen Freunden alles, was er erlebt hatte, bis zu dem Zeitpunkt, was er in Gringotts erfahren hatte. Anschließend offenbarte er ihnen die Prophezeiung.
„Er will Harry kalt und emotionslos werden lassen und gibt ihm dann die Erlaubnis zu töten. Es ist offensichtlich, dass er dich als eine Art Waffe betrachtet, die er nach seinem eigenen Willen formt und entwickelt. Dass Dumbledore es dir verheimlicht hat, ist wohl auf den Deal mit den Dursleys zurückzuführen", analysierte Hermine.
Als sie geendet hatte, herrschte eine drückende Stille.
„Dieser Bastard", entfuhr es Ron.
„Beruhig dich Ron, aber wir dürfen jetzt nicht überstürzt handeln" sagte Hermine „aber du hast Recht, vor einem Jahr hätte ich das noch nicht von ihm erwartet. Und jetzt zu deinen Briefen Harry, was stand in ihnen als du sie bekommen hast?"
„Eigentlich enthielten sie nur nutzloses Zeug. Ich dürfte bloß während derAbwesenheit meiner Verwandten Magie benutzen und des Weiteren sollte ich dabei darauf achten, keine komplexen Zauber auszuführen. Außerdem stand da noch, dass irgendetwas vorgefallen sei, was ihr mir noch in näherem Detail erörtern möchtet. Außerdem wurde Malfoy erwähnt", ergänzte Harry grinsend.
Ron grinste kurz, dann allerdings verdunkelte sich seine Miene beträchtlich und auch die sonst so gefasste Hermine sah Ron mitleidig an. Harry schaute fragend in die Gesichter seiner beiden Freunde.
„Dazu kommen wir jedoch gleich Harry", meinte Ron.
Nun war es an Hermine zu reden.
„Wir haben dir geschrieben dass das Ministerium das Verbot der Zauberei Minderjähriger aufgehoben hat. Zudem hast du, wie schon vorher erwähnt, die Erlaubnis ohne Einschränkung zu töten. Dabei vertraut das Ministerium natürlich auf deinen gesunden Menschenverstand, den sie ein ganzes Jahr lang geleugnet haben."
Hier grinste Hermine schief.
„Das hat Dumbledore bei der nationalen Vereinigung der Zauberer durchgesetzt. Die beschäftigen sich jetzt auch mit dem Fall Voldemort und es gab einige peinliche Fragen an das Ministerium. Als ob Fudge nicht schon genug am Hals hätte. Seit dem Vorfall neuerdings wird von überall aus der Bevölkerung sein Rücktritt gefordert. Ich gebe ihm noch knapp eine Woche im Amt. So weit die Nachrichten, wie sie im Tagespropheten stehen" beendete Hermine ihre Erklärung.
Sie setzte allerdings gleich wieder an, um weiter zu sprechen.
„Und jetzt, nachdem du uns einiges erzählt hast, sind jetzt wir an der Reihe mit erzählen. Ron möchtest du anfangen?"
Ron räusperte sich:
„Erinnerst du dich noch, dass Fred und George mitgekommen waren, um uns vom Bahnhof abzuholen?"
Ein Nicken von Harry bestätigte dies und Ron fuhr weiter.
„Nun sie fragten mich, ob ich sie ein Stück begleiten könnte."
Ron atmete einmal tief durch und erzählte weiter.
„Sie wollten mir allerdings nicht sofort sagen worum es ging, sondern versprachen „Mum" - aus irgendeinem Grund sprach Ron diesen Namen angeekelt aus - mich heil nach Hause zu bringen. Ich war einverstanden; wir nahmen uns ein Taxi und fuhren zum St. Mungos, doch sie verschwiegen mir weiterhin, worum es ging. Ich sah nur an ihren ungewöhnlich ernsten und besorgten Mienen, dass es wohl um keinen ihrer Streiche zu handeln schien. Als wir dann vor dem Krankenhaus angelangt waren, fragten sie mich lediglich, ob ich bereit sei, eine Untersuchung auf Gedächtniszauber an mir durchführen zu lassen. Sie sagten mir, danach würde ich möglicherweise verstehen warum, und wenn nicht, würden sie es mir erklären doch ich wäre bestimmt nicht erfreut darüber. Ich willigte schließlich ein und ließ mich untersuchen."
Hier stockte Rons Stimme. Harry fiel plötzlich auf, dass Hermine Rons Hand festhielt. Doch Hermine gab ihm durch ein Zeichen zu verstehen, dass es nicht so war wie er dachte. Es schien also nur eine freundschaftliche Geste zu sein. Das verstärkte nur Harrys Besorgnis um Ron. Langsam erzählte dieser weiter.
„Auf mir lastete - ebenso wie auf Fred und George - ein schlampig durchgeführter Zauber Gedä der Zauber aufgehoben war strömten versteckteErinnerungen aus meiner Kindheit auf mich ein. Sie betrafen meine Eltern; sie waren alle, bis auf Ginny, weil sie schon immer der Liebling war, wurden regelmäßig verprügelt. Häusliche Gewalt stand an der Tagesordnung. Einmal wurde ich eine ganze Woche ohne Nahrung im dunklen Keller eingesperrt. Jetzt kenne ich den wahren Urpsrung meiner Arachnophobie."
Das kam Harry wage bekannt vor. Er konnte es Ron sehr gut nachvollziehen, doch die nächsten Sätze schockten selbst ihn.
„Doch das war noch nicht alles..." Ron fing beinahe an zu stottern.
„Wir... ich, ich sah mich nackt auf dem Küchentisch... Meine Mutter war über mich gebeugt, ebenfalls nackt... Es ging bis zum Äußeren." Ron brach ab und ein bleicher Harry konnte seinen Brechreiz gerade noch unterdrücken.
Ron tat Harry und sich selbst einen Gefallen und wechselte das Thema.
„Bitte sprich mich nicht mehr darauf an. Sollte ich Hilfe benötigen, dann wende ich mich an Hermine. Du hast schon genug durchgemacht. Kommen wir zu deiner Frage nach Malfoy."
Hier begann Ron wieder schwach zu lächeln.
„Als wir das Krankenhaus verließen, machten wir uns auf den Weg zu der Wohnung meiner Brüder. Wir gingen durch die Nokturngasse, da Fred und George dort noch geschäftlich was zu erledigen das dann erledigt war, tauchte Malfoy plötzlich ücklicherweise für ihn, war er dumm genug, die Unterhaltung des letzten Quidditchspiels fortzuführen. Da unsere Nerven sowieso schon blank lagen, taten wir ihm natürlich den Gefallen und antworteten... bloß etwas deutlicher als beim letzten Mal. Zusammenfassend kann man sagen, dass wir ihn auf auf offener Straßezusammenschlugen, ihm sämtliche Knochen brachenund ihn mit etlichen Flüchen wurde das Ganze vom Beifall einer jubelnden Menge, die schon lange darauf gewartet hatten, dass den Malfoys endlich einmal eins ausgewischt wurde. Mit ihrer Arroganz haben sie sich bei der Unterschicht nicht ganz beliebt überließen ihm seinem Schicksal und gingen davon aus, dass er ausgeraubt wurde.
In ihrer Wohnung angekommen, benutzten wir schließlich den Kamin von ihrem Haus, um zum Fuchsbau zu gelangen. Wir fanden Mum in der Küche. Als wir sie zur Rede stellten, hörte sie uns geduldig zu und schien ehrlich überrascht. Doch dann kam den Zwillingen ein Verdacht. Sie sprachen einen Analysezauber über sie und stellten fest dass auf ihr ebenfalls ein Gedächtniszauber lag. Jedoch hatten sich Fred und George die Formel der Heiler gemerkt. Kaum war der Zauber gebrochen, fing sie an zu schreien, so wie Sirius Mom und sie hätte schon beinahe den Crucio auf uns gelegt, hätten wir sie nicht geschockt. Danach mussten wir das ganze erst mal verarbeiten. Wir nahmen und teilten uns das Essen unserer „toten" Mutter. Fred und George wollten für sich alleine sein und fragten mich ob ich zu dir oder Hermine möchte. Ich dachte es wäre vielleicht nicht so gut, bei dir aufzutauchen und sie erstellten mir einen Portschlüssel zu Hermines Haus. Sonst überließ George mir noch zwei Paar Langziehohren und meinte die könnten vielleicht noch irgendwann nützlich sein."
Nun war es Hermine die weiter sprach:
„Als er bei mir ankam war ich selbst noch nicht lange zurück, sah jedoch an seinem Gesichtsausdruck, dass etwas nichts stimmte. Als er es mir erzählt hatte, bat ich meine Eltern, ob er über Nacht bleiben könnte. Sie willigten ein und ich machte ihm ein Feldbett in meinem Zimmer zurecht. Am nächsten Morgen beschlossen wir dann nach London, zum Grimmauldplatz zu reisen. Doch bevor wir aufbrechen konnten kam Hedwig vorbei. Wir schrieben dir also, wie du ja schon weißt, das mit der Lizenz zum Töten usw. und auch dass wir dich am Grimmauldplatz erwarten würden. Ron meinte du mögest dich vielleicht vor der Reise stärken. So legten wir noch ein bisschen Proviant dazu."
Nun war es allerdings an Harry, sich zu melden:
„War da nicht auch zufällig ein Kuchen dabei?" fragte Harry.
Beide nickten zustimmend.
„Dann haben wir den endgültigen Beweis. Jemand hat Hedwig abgefangen und war so unverschämt den Kuchen zu klauen."
„Nimmt das denn gar kein Ende. Wir sind nämlich immer noch nicht ganz fertig Harry" meinte Hermine.
„Wir waren gegen Mittag am Grimmauldplatz angekommen und es war gut, dass wir die Langziehohren dabei hatten. Wir belauschten die Versammlung des Ordens und fanden etwas heraus!"
„Was denn noch" dachte nun auch Harry.
Hermine räusperte sich erneut und fiel diesmal gleich mit der Tür ins Haus:
„Der Orden arbeitet nicht gegen Voldemort, sondern mit ihm. Es ist eine gemeinsame Verschwörung zweier Organisationen, die zusammen die Weltherrschaft übernehmen wollen!"
Harry war zu geschockt um zu reagieren, also fuhr Hermine fort:
"Voldemort war persönlich im Grimmauldplatz."
"Darum zuckt Ron nicht mehr zusammen." dachte Harry bei sich.
„Sie berieten sich darüber, wie sie Todesser aus Askaban befreien sollten. Nur eins muss noch geklärt werden" meinte Hermine noch.
Hier schaltete sich Ron wieder ein.
„Wieso will Dumbledore trotzdem dich als Waffe einsetzen, Harry?"
"Möglicherweise will er nicht mit Voldemort teilen" mutmaßte der Auserwählte.
„Okay. Dann wissen wir jetzt also über alles Bescheid. Hat irgendjemand eine Idee wie es jetzt weitergehen soll?"
Und nun war es an Harry den beiden seine Pläne mitzuteilen. Danach bezahlte er und sie beschlossen erst einmal zu Flourish und Blotts zu gehen.
In Flourish und Blotts erfuhr Harry, dass sein abgeschickter Brief nie angekommen sei. Da er dieser Sache mit Hedwig allerdings sowieso auf den Grund gehen wollte, kaufte er erst einmal in aller Ruhe die Bücher. Außerdem kaufte er gleichzeitig die neue 7 gliedrige Enzyklopädie von Snape. Diese begann mit weißen Flüchen (die ersten 3 Bände) und hörte mit dunklen Flüchen auf. (die restlichen 4 Bände) Die schwarzen Flüche sollte man jedoch erst nach den Weißen anwenden, da diese um einiges komplizierter waren. Indes kaufte er noch ein Buch über Okklumentik, um sich vor dem großen Manipulator zu schützen, was natürlich auch Leglimentik beinhaltete. Harry schrumpfte die Bücher und steckte sie in die Tasche.
Danach gingen sie zu Weasleys Zauberhafte Zauberscherze.
„Wenn es gut läuft, habe ich in wenigen Minuten zwei neue Mitstreiter auf meiner Seite, ich muss sie mal fragen, ob sonst noch jemand von den Weasleys mir helfen will!"
„Fred, Kundschaft."
Ein Kopf erschien aus einer Tür, welche wohl in eine Art Lager führte!
„George, komm mal, schau mal wer uns besucht hat, es ist das Gewerbeamt.""
George grinste hinterhältig.
„Scheiße" hörte man Fred leise fluchen und bald darauf erschien er in gebückter Haltung und mit einer schleimigen Stimme und fragte was die Herren denn wünschten, ohne dabei aufzuschauen. Laut schallendes Gelächter erfüllte den Laden der Weasleys. Doch Fred fand das Ganze wohl nicht ganz witzig.
„Ha Ha, ich lach mich tot" antwortete er sarkastisch.
„Wo hast du denn gelernt, einen auf Kreacher zu machen" lachte Hermine.
Danach gab es erstmal eine herzliche Begrüßung gefolgt von einem langen ernsthaften Gespräch und die Zwillinge schlossen sich Harry an. Zudem erzählten sie noch mal bis ins kleinste Detail die Geschichte in der Nokturngasse. Dann zeigten Fred und George Harry ein paar nützliche Dinge. Sie hatten die Handgranaten der Muggel nachgebildet und mit Hilfe der Magie weiterentwickelt. Sie mussten allerdings noch getestet werden.
Harry hatte da eine gute Idee.
"Erinnert ihr euch noch an den Wagen der Dursleys? Ich musste ihn neuerdings waschen deshalb ist er mir jetzt eingefallen."
Ein sadistisches Grinsen erschien auf den Gesichtern der Anwesenden und George verschwand im Lager. Doch er brachte nicht nur eine Kiste Granaten, sondern auch noch eine alte Ausgabe des Tagespropheten mit. Auf ihre fragenden Blicke, antwortete er, dass sie ja irgendwie zum Ligusterweg gelangen mussten und dass schließlich nicht jeder apparieren könne. Das Ministerium hätte im Moment ja glücklicherweise mit Voldemort genug um die Ohren, als dass sie auf solche Kleinigkeiten achten würden.
„Portus" rief Fred und die Zeitung glühte kurz blau auf.
„Bereit?" fragte George
„3"
„2"
„1"
Im gleichen Augenblick spürte Harry das Ziehen in seinem Bauchnabel und landete auf dem noch immer demolierten Spielplatz, welchen Dudley und seine Freunde nun komplett zerstört hatten.
Sie sprachen Desillusionierungszauber über sich, um nicht von jemandem vom Orden erkannt zu werden und schlichen sich vorsichtig in den Ligusterweg. Die Zwillinge drückten Harry eine Granate in die Hand mit den Worten.
„Für dich, edler Spender."
Dann erklärten sie ihm wie sie funktionierte.
„Ok. Harry, wirf die Granate unter den Wagen, entferne dich schnell und sprich dann den Zündungsspruch Explosiva Maxima. Wenn du diesen Zauberspruch anwendest, renne um dein Leben. Komm hier her zurück und wir verschwinden schnell mit dem Portschlüssel, um der Explosion zu entgehen!"
Harry nickte, im Laufen war er gut, dafür hatte Dudley in den letzten Jahren schon gesorgt.
Mit einem Gefühl der Schadenfreude näherte sich Harry Vernons neuem Bentley, zückte die kleine Bombe, warf sie unter den Wagen, und sah noch Vernon aus der Garage treten, als die Granate an Etwas unter dem Auto abprallte.
„Ach…Vergiss die dumme Katze, jetzt wird es interessant! Schau Onkelchen, was ich hier für dich habe."
„EXPLOSIVA MAXIMA" rief er drehte sich um hechtete zum Portschlüssel, kam gerade noch rechtzeitig an, um ihn zu berühren, als er hinter sich eine heftige Detonation verspürte. Gerade in diesem Moment aktivierte sich aber dann der Portschlüssel und Harry glaubte noch die Druckwelle der Explosion über sich hinwegfegen zu spüren.
„Das war knapp."
Zurück im Scherzladen, prusteten sie los, alle, außer Harry, welcher ein Gesicht grimmiger Schadenfreude trug. Harry stellte sich vor, wie Onkel Vernon von der Explosion zurück durch die Garage an die Wand geflogen wäre und dort wie eine übergroße, verfressene Schmeißfliege bewusstlos an der Wand kleben würde.
„Hoch soll er leben, an der Wand soll er kleben", dachte Harry innerlich.
Schlussendlich verabschiedeten sich Harry, Ron und Hermine von den Weasleys mit der Absicht der sicherlich gleich einberufenen Ordensversammlung beizuwohnen. Sie würden sich dann mit dem Tarnumhang einschleichen und hören, ob es etwas Neues geben würde.
Nach einigen Minuten des Wartens wurde ihnen aber schnell langweilig und so beschlossen sie in den Keller trainieren zu gehen, da der Orden scheinbar nichts wusste.
„Vielleicht war das gar keine Katze, sondern die Wache… tja, Pech gehabt, was hat eine Person auch unter einem Wagen zu suchen? Vielleicht Snape." dachte Harry hoffnungsvoll.
Harry und seine Freunde beschlossen zuerst mit Einsteigungsflüchen zu beginnen, kleine Gemeinheiten, wie die Rumtreiber sie ihrer Zeit perfekt beherrschten. Zurück in Hogwarts hatten sie die feste Absicht einige davon in Gebrauch zu nehmen. Jedoch waren es keine Flüche mit denen man im Kampf Todessern mithalten konnte. Sie waren höchstens gut genug um Schüler herunterzuputzen, aber immerhin war es ein Anfang. Remus könnte ihnen vielleicht auch noch weiterhelfen und Waffen würde er auch bald haben. Nach einer Stunde beherrschten sie schon diverse Flüche, welche einem Haarausfall bescherten, ein anderer, der nach dem Zufallsprinzip Körperteile in Gummi verwandeln würde, ein kurzweiliger Blindheitszauber, sowie mehrere Verwirrungszauber und Fesselzauber…usw.
Allerdings ließen sich jeder dieser Flüche durch einen Schutzschild wie den Protego aufhalten, deshalb beschlossen sie in den nächsten Tagen stärkere Zauber zu erlernen um später den Übergang zu den schwarzen Künsten zu finden.
Nachdem sie etwas über eine Stunde lang trainiert hatten, beschlossen sie aufgrund von Erschöpfung aufzuhören. Als sie sich eine Erfrischung in der Küche genehmigten, hörten sie plötzlich, dass die Haustür geöffnet, gefolgt von einem scheppernden Geräusch „TONKS" Gleich darauf fing die alte Black an zu schreien. Der Orden war eingetroffen.
Schnell schlüpften Harry, Ron und Hermine unter den Tarnumhang, den Harry glücklicherweise mitgebracht hatte und schlüpften noch vor dem Orden, welcher noch durch Mrs. Black abgelenkt wurde in das Versammlungszimmer. Dumbledore war schon anwesend, hatte sie jedoch nicht bemerkt. Leise schlichen sie sich hinter ihn warteten auf den Rest, der langsam eintrudelte.
Als die Tür geschlossen wurde, erhob sich Dumbledore.
„Meine lieben Ordensmitglieder, ich habe euch eine schreckliche und tragische Nachricht zu überbringen. Mundungus ist… tot. Der alte Saufbold lag besoffen unterm Wagen von Vernon Dursley und hat es wohl irgendwie fertig gebracht das Auto zu sprengen."
Harry konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Schade, doch nicht Snape, aber immerhin…"
Als Harry sich umschaute bemerkte er, dass Snape sowieso auf einem Stuhl saß und das Ganze mit gelangweiltem Ausdruck über sich ergehen ließ.
Kurz darauf sprach Dumbledore weiter:
„Ich wage zu vermuten, dass Mundungus durch den Alkohol Alpträume hatte, womit er mit seinem Zauberstab wild herumgefuchtelt Wagen flog in die Luft und brannte aus. Später fand man unter dem Wrack verkohlte Überreste eines menschlichen Körpers während einzelne Körperteile in die Gärten der Nachbarn zerstreut wurden."
Einige erschrockene Blicke und ein grinsendes Trio.
„Doch es hat nicht nur Mundungus erwischt. Potters Onkel liegt schwer verletzt im Muggelkrankenhaus. Die Druckwelle hat ihn mitgerissen, als dieser gerade die Garage verlassen wollte. Er hat ein paar sehr unschöne Verbrennungen und Knochenbrüche erlitten. Das ist jetzt sehr dumm, da das Projekt „POTTER" nicht mehr durchgeführt werden kann. Ich glaube kaum, dass sein kleiner Fettwanst von Sohn das alleine bewerkstelligen kann."
Harry hörte noch einen lauten Protestruf von Tonks, welche aber kurz darauf von Kingsley mit dem „Obliviate" ruhig gestellt wurde.
„Außerdem hat Tom berichtet, seine Todesser hätten Bristol ausgelöscht. Allerdings fast ohne jeglichen Widerstand. Einige wenige Zauberer sind entkommen und hatten die Auroren alarmiert. Jedoch wurden die ersten, die eingetroffen waren, vernichtet und die Arbeit war erledigt, bevor weitere kamen. Das war's für heute" beendete Dumbledore seine Rede.
Nachdem Kingsley noch einmal kurz das Gedächtnis von Tonks veränderte, verließen alle das Konferenzzimmer. Snape blieb allerdings noch einen Moment zurück, sah sich um und rief „Accio Tarnumhang". Ohne reagieren zu können wurde der Tarnumhang Harry und seinen Freunden vom Kopf gerissen und sie standen nun ziemlich schutzlos da.
„AH… Mister Potter, eigentlich hätte ich nur mit Ihnen gerechnet, doch wie es scheint, haben Sie Granger und Weasley auch mitgebracht. Erzählen sie mir doch mal bei Gelegenheit, wie sie diesen Wagen in die Luft gejagt haben, ein schönes Feuerwerk war es gleichwohl. Leider habe ich nicht die Zeit, mich noch länger mit ihnen zu unterhalten, einen schönen Abend noch."
Damit reichte er Harry seinen Tarnumhang zurück und verließ anschließend den Raum, gefolgt von den Dreien.
Harry war von Dumbledore eigentlich nicht groß überrascht gewesen, ein Puppenspieler, wie er im Buche stand, nur die Sache mit Tonks hatte ihn doch etwas erstaunt.
Am nächsten Tag betrat erstmals wieder Remus das Hauptquartier und gesellte sich zu Harry, Ron und Hermine und freute sich sichtlich, dass Harry wieder hier war.
„Ich hätte dich eigentlich erst später erwartet, nachdem was Dumbledore mir erzählt hat. Er sagte mir, du würdest erst am 1. August kommen."
„Tja, Dumbledore denkt das wahrscheinlich auch jetzt noch, dass ich erst am 1. hier sein werde, denn der alte Mann weiß nicht dass ich nicht mehr bei den Dursleys wohne. Da sieht man ja wieder wie viel ihm an mir liegt" zischte Harry.
Remus hob eine Augenbraue.
„Du bist also mal wieder unter der Nase des Ordens entwischt, dein Vater wäre stolz auf dich und Sirius wohl auch."
„Ja, ich bin nicht nur unter irgendeiner Nase entflohen, sondern unter der übergroßen von Schniefelus" meinte Harry.
Daraufhin lachte der ehemalige Vertrauensschüler schallend, entschuldigte sich aber dann und ging immer noch leicht lachend nach oben auf sein Zimmer.
„Was tun wir jetzt eigentlich wegen Hedwig?" fragte Hermine unvermittelt, als sie so schweigend in ihren Sesseln dasaßen.
„Wie meinst du das?" fragte ihr Besitzer ein wenig verwirrt.
„Na wegen der Post natürlich, irgendwie mussten die Briefe ja verändert werden, und Hedwig wurde scheinbar ja auch nicht verletzt. Also musste sie es wohl freiwillig getan haben."
„Das kann nicht sein, Hedwig würde mich doch nie verraten, niemals. Sie war meine erste Freundin, das kann ich einfach nicht glauben, da muss irgendwo etwas sein, das wir übersehen haben"
„Dann bleibt uns wohl nichts anderes übrig als sie zurückzuverfolgen, aber dafür brauchen wir Fortbewegungsmittel. Harry und ich, wir haben Besen, aber Hermine, du hast noch nichts" sagte Ron.
„Das ist kein Problem, ich bezahle ihr einen" antwortete Harry.
„HARRY! Das kann ich nicht annehmen, das wäre viel zu teuer."
„Ich habe euch gestern von meinen neuen Verliesen erzählt, und habe ich dir schon jemals etwas zum Geburtstag geschenkt... NEIN! Das habe ich nicht, und deshalb bekommst du jetzt einen Nimbus 2000, das dürfte reichen. Und keine Widerrede" fügte Harry leicht drohend hinzu was Hermine zum Schweigen brachte.
Daraufhin grinste Harry und beschloss sogleich, sich auf den Weg zu machen.
„Wollt ihr mitkommen?" fragte er sie, worauf sie zustimmend nickten.
„Was sollten wir auch sonst hier viel anzufangen haben?" antwortete Ron.
In der Winkelgasse angekommen begaben sie sich auch sogleich zu „Qualität für Quidditch".
„Einen neuen Nimbus 2000 bitte!" gab Harry die Bestellung auf.
„Kommen sie in zwanzig Minuten vorbei, dann haben wir einen aus dem Lager geholt. Bezahlen sie sofort oder danach?" fragte der Verkäufer.
„Heben sie das Geld aus meinem Verlies 719 ab.".
„Dafür brauchen wir ihre Unterschrift Mr. Potter. Bei einem Betrag über 100 Galleonen braucht man so etwas. Und ein Nimbus kostet 150 Galleonen.".
„Wenn sie es so wollen."
Schnell unterschrieb er das Formular, das der Verkäufer ihm überreichte. In der verbliebenen Zeit gönnten sie sich noch ein Eis, dann war Hermine stolzer Besitzer eines Nimbus 2000.
Zurück im Grimmauldplatz nahm Harry sich Remus beiseite und sie erzählten ihm die Ereignisse der letzten Tage. Dieser war sehr geschockt und meinte das wäre noch nicht alles was Harry erfahren würde. Mehr sagte er nicht. Harry würde ganz sicher verstehen und er würde notfalls den Unbrechbaren schwören. Harry glaubte ihm. Danach fragte Harry Remus nach einem Ort, wo Hermine üben könnte auf einem Besen zu fliegen, Ron würde ihr den nötigen Unterricht verpassen.
„Das ist kein Problem Harry, lass mich das machen, ich habe hier einen Portschlüssel, der transportiert die beiden zu einem abgelegenem Ort. Die Rumtreiber vergnügten sich dort öfters bei Vollmond, es ist eine große Lichtung, ich glaube da war sogar mal eine Quidditchweltmeisterschaft, da kein Muggel die Gegend kennt. Arthur hat da mal so etwas erwähnt."
Remus zwinkerte ihnen verschwörerisch zu. Er beschwor überraschenderweise noch einen gut gefüllten Picknickkorb, den Ron gleich gierig ansah und noch ein Zelt und erklärte ihnen, dass der Portschlüssel sich erst in 24 Stunden aktivieren würde. Nach dieser Information aktivierte er den Portschlüssel.
„Ach, übrigens, ich habe gehört, dass du dich in einem Waffenladen herumgetrieben hast!" „Woher…" begann der überraschte Teenager, doch wurde er von Remus unterbrochen.
„Die Wände haben Ohren… Nein, Spaß bei Seite. Du kennst doch Mundungus mit seinen krummen Geschäften. Da er aber nicht wollte dass du in Schwierigkeiten kommst, hat er es nur mir erzählt."
„Jetzt kann er es ja sowieso keinem mehr erzählen", spottete Harry.
„Vielleicht ganz gut so, denn wer weiß, wie löslich der Alkohol sich auf seine Zunge ausgewirkt hätte. Allerdings ist deine Idee sehr lobenswert. Im letzten Krieg hatten dein Vater, Sirius und ich uns ebenfalls mit Muggelwaffen befasst. In anderen Ländern gehört der Umgang mit Waffen schon seit Jahrzehnten zur Grundausbildung der Auroren. Mit Hilfe von Magie konnten wir die Schusswaffen so modifizieren, das sie Silberkugeln abfeuerten. Auf diese Weise konnten dein Vater und Sirius Werwölfe aus der Distanz ausschalten. Das war sehr praktisch, da ein Werwolf im Nahkampf fast unbesiegbar ist... so wie ich selbst." beendete Remus seine Erklärungen.
Harry nickte verstehend.
„Nichtsdestotrotz heißt das jetzt nicht für dich, dass du dich auf die faule Haut zu legen brauchst", begehrte Remus wieder auf. „Gute körperliche Ausdauer und Kondition sind die Quintessenz eines jeden guten Kämpfers. Ein Umstand, der von den englischen Reinblütern oftmals zu sehr unterschätzt wird, da sie sich zu viel auf ihren Zauberstab verlassen. Dabei ist immer wieder festzustellen, dass eine stabile, körperliche Fitness sich positiv auf den Strom von Magie auswirkt. Schließlich ist auch sie ein Teil des biologischen Gebildes, das gemeinhin als Mensch bezeichnet wird. Schlussendlich sollte sowieso jeder seine Stärken voll ausnutzen!
Deshalb wollen wir dich jetzt mal etwas trainieren. Ich kenne da ein gutes Fitnessstudio. Wenn du erst ein paar Muskeln aufgebaut hast, dann werde ich dich auch im Kampf trainieren."
Ein schelmisches Lächeln schlich sich auf Remus Gesicht.
EINHEITEN (pro Serie)
SERIEN
GEWICHTE (Platten)
Aufwärmen
Ellipter
/
15 Min.
/
Training
Bizeps am Kabelzug
15
4
3
Brustpresse
15
4
3
Trizepsmaschine
15
4
3
Latzugsmaschine
15
4
4
Butterfly vorwärts
20
4
4
Butterfly rückwärts
20
4
2
Trizeps mit Kurzhantel
15
4
5kg
Bizeps mit Kurzhantel
15
4
5kg
Beinbeugermaschine
15
4
2
Beinstreckermaschine
15
4
3
Wadenmaschine
15
4
4
Gr. Beinpresse
15
4
7
Bauch an Dip
20
4
/
Rudermaschine
15
4
3
Dehnungen
Waden- und Brustdehnung
/
/
/
Trizeps- und Bauchdehnung
/
/
/
Zufrieden betrachtete sich ein etwas erschöpfter Harry seinen Plan. Remus hatte Recht, das hier war wirklich professionell. Er bedankte sich bei Siegfried Thull, dem Inhaber, kaufte sich noch ein Monatsabonnement und verließ mit Remus den Laden. Auf dem Weg zum Grimmauldplatz fragte Harry naiverweise:
„Wie viele Platten kannst du eigentlich heben?"
„Nun, also ich bin ja schon sehr weit fortgeschritten im Training, daher muss ich die Gewichte magisch manipulieren. Nicht einmal die meisten meiner Artgenossen können es mit mir aufnehmen."
„Ich glaube ich bringe Ron demnächst auch noch mit und es sind ja nur zweimal in der Woche, das werden wir schon schaffen."
„Das will ich doch hoffen", lachte Remus und sie setzten ihren Weg fort.
Es war jetzt erstmal Zeit zu Mittag und Remus bereitete ein paar Nudeln mit fertiger Soße vor.
„Zu mehr reichen meine Kochkünste nicht, aber wenigstens das beherrsche ich ganz gut", grinste er verschmitzt.
Als sie fertig gegessen hatten saßen sie schweigend am Tisch und hingen grübelnd ihren eigenen Gedanken nach. Plötzlich schlurfte Kreacher in die Küche:
„Hahaha der Herr ist tot…dreckiger Blutsverräter der er war…er hat es verdient zu sterben, er musste bestraft werden…nur dumm dass die anderen Mutanten und Schlammblüter noch im Haus sind, aber der dunkle Lord wird sich um sie kümmern, er wird sie alle…"
Erst jetzt bemerkte Kreacher die Anwesenheit von Harry und Remus. Letzterer wurde vollkommen ignoriert. Er verbeugte sich, während er murmelte:
„Der Patensohn des dreckigen, jedoch toten Blutsverräter. Meine arme Meisterin war sehr stolz auf guten Kreacher."
Dann fiel sein Blick auf Remus.
„Der Werwolf, der die ehrwürdigen Hallen des Black Manor mit seiner Präsens beschmiert..."
Weiter kam er nicht, da er brutal von Harry unterbrochen wurde:
„Du, Du. ICH BRING DICH UM...", schrie Harry und trat Kreacher mit dem Fuß ins Gesicht, so dass dieser mit voller Wucht gegen die Wand flog. Wenn man genau hinsah, sah man ein paar kleine Zähnchen durch die Luft fliegen, doch das war erst der Anfang! All seine Emotionen wurden von einem einzigen Gedanken geleitet: Rache! Er stürtzte sich auf den benommen Hauselfen und begann mit seinen Fäusten auf ihn einzuschlagen.
„Ohne Zähnchen dürfte ihm das verdammte Gemurmel schwerer fallen."
Schließlich kamen sie zum Höhepunkt. Harry richtete sich auf, ergriff seinen Zauberstab und sprach:
„Das ist dein Ende Kreacher… CRUCIO"
Wie in Zeitlupe löste sich der Zauber aus Harrys Zauberstab, dann jedoch verwandelte sich diese Zeitlupe in einen Zeitraffer… Ein roter Blitz, ein Zucken… und schon lag Kreacher laut schreiend am Boden.
Nach einer Minute konnte er den Crucatius leider nicht mehr aufrecht erhalten. Das musste dann wohl reichen. Er trat dem zuckenden Kreacher noch mit einem gekonnten Tritt ins Genick und mit einem Knacken erschlaffte der Körper des Hauselfen und er blieb reglos am Küchenboden liegen. Dann kam Remus und mit verhärteten Augen ließ er den Kadaver dieses Stiefelleckers mit dem Schlenker seines Zauberstabs zu Asche verbrennen, welche durch einen Luftzug hinfort geweht wurde.
„Adieu Kreacher", sprach Harry verächtlich.
„Du hast mich echt erstaunt Harry! Seit wann beherrschst du den Crucatiusfluch?", fragte Remus verblüfft.
„Den Cruciatus habe ich vor zwei Wochen im Ministerium eingesetzt. Jedoch war dieser Fluch nicht sehr wirkungsvoll und Bellatrix hat mir spöttisch erklärt wie ich es richtig machen müsste, was ihr eines Tages noch Leid tun wird."
Bei Bellatrix Namen verdunkelte sich Remus Miene und er glich jetzt schon eher dem Tier, in das er sich in ein paar Wochen verwandeln würde.
„Wenn du sie treffen wirst, bestelle ihr einen Grußvon mir", sprach Remus kalt.
Da sie jetzt nichts Weiteres zu tun hatten, beschlossen sie, das Haus einmal gründlich zu „säubern". Remus und er begannen damit, die Elfenköpfe - die Kreacher alle verblüffend ähnlich sahen – wegzufluchen. Nach mehreren Versuchen löste sich der erste Kopf in Luft auf.
„Evanesco"
Er wurde immer besser und je besser er wurde, desto schneller waren die Elfenköpfe beseitigt. Das alles geschah binnen 10 Minuten, danach musste Harry erst einmal verschnaufen, doch er war auf den Geschmack gekommen. Nach einer kleinen Pause beschloss er, sich den Porträts zuzuwenden.
„Jetzt wirst du dein blaues Wunder erleben, Nigellus Black."
Langsam begab er sich in sein altes Zimmer, wo er auch schon den Rahmen von Dumbledores Spion wieder erkannte. Remus hatte ihm einen kleinen Sprengzauber beigebracht, der mühelos Holz, Glas zerstörte und die meisten weißen Schutzzauber durchbrach.
„Destructio"
sagte Harry mit kalter Gelassenheit und das Porträt zersprang in tausende kleine Splitter, während Remus einen Protego sprach, der sie beide vor Schlimmerem bewahrte. So ging es weiter, immer weiter drangen sie durch die Flure und ein Porträt nach dem anderen fiel Harry zum Opfer. Dann kam der Moment der Abrechnung, jetzt würde ein großer Schritt in punkto Sirius Andenken getan werden… Mrs Black.
Mit einem Incendio gingen die Vorhänge, welche das Porträt schützten in Flammen auf.
„WAS, IHR WAGT ES MEIN EIGENTUM ZU BESCHÄDIGEN! IHR DRECKIGEN HALBBLÜTER, MUTANTEN!"
Sie beschäftigte sich jetzt damit, Remus verbal zu verletzten.
„DU HAST MEINEN SOHN VERDORBEN, DAFÜR HAST DU DEN TOD VERDIENT, VERDAMMTER WERWOLF! SIRIUS HAT ES DIR JA SCHON VORGEMACHT! ALSO WORAUF WARTEST DU NOCH, SPRING IHM DOCH HINTERHER!"
„Destructio" sagte Harry ruhig, seinen Zauberstab auf Mrs. Black gerichtet, doch entgegen seiner Erwartungen blieb der gewünschte Effekt aus.
„Verdammt, die Alte ist nicht so dumm, wie sie aussieht. Da muss schwarze Magie im Spiel sein, aber das hätte ich mir denken können, Sirius hätte sich ihrer sicherlich schon entledigt."
Jedoch lenkte das Mrs. Black von Remus ab und wandte sich nun Harry zu. Sie lächelte spöttisch:
„Weiße Magie ist nur etwas für Dummköpfe. Nur die schwarzen Künste verhelfen zu wahrer Macht."
Remus führte Harry aus dem Zimmer.
„Der Destructio hat nicht funktioniert, da das Porträt höchstwahrscheinlich durch schwarze Magie geschützt ist. Doch es gibt eine zweite Entwicklungsstufe des Zaubers, der Eine schien dem Erfinder nicht genügt zu haben."
Remus Mundwinkel zuckten kurz.
„Dieser Spruch besteht jedoch aus schwarzer Magie und ist deshalb etwas schwieriger auszuführen. Er dringt durch jedes Material, sämtliche Objekte, die mit weißer Magie geschützt sind, sowie ein Großteil der Objekte, die mit schwarzer Magie geschützt sind, er heißt „Destructio Mortis".
Ohne abzuwarten stürmte Harry in die Eingangshalle, zückte seinen Zauberstab binnen einer Sekunde und schrie mit voller Kraft:
„DESTRUCTIO MORTIS"
Ein weißer Blitz schoss auf das Porträt zu und ehe sich die alte Sabberhexe versah, zerbarst das Gemälde zu Staub. Er stürmt weiter durchs Haus und alle möglichen Gegenstände fielen ihm zum Opfer. Eine grimmige Befriedigung machte sich in Harry breit. Er spürte eine gewisse Affinität zu diesem Fluch.
„Diesen Zauber habe ich gebraucht, aber ich glaube den Tipp von Sirius Alten werde ich befolgen."
Kurz darauf erschien ein staunender Remus, der von Harrys Fortschritten begeistert war.
„Ich habe nicht geglaubt, dass du den Zauber so schnell so gut beherrschst, doch für heute hast du dich genug verausgabt."
„Okay Moony. Ich gönne mir jetzt mal einen kleinen Einkaufsbummel und kleide mich neu ein. Die Dursleys gaben mir ja immer nur die abgetragenen Sachen meines Cousins."
Remus Blick verdüsterte sich wieder leicht.
„Diese dummen, einfältigen Muggel, ich würde es ihnen an deiner Stelle irgendwann heimzahlen. Aber jetzt geh du in Ruhe einkaufen."
Endlich war Harry wieder „zu Hause". Er hatte sich zwei Paar Laufschuhe, eine Joggingshose, zwei kurze Hosen, eine dreiviertel Hose, sowie 5 neue T-Shirts gekauft. Auch wenn er kein Mädchen war, hatte der Einkauf lange genug gedauert. Sein Einkauf bestand hauptsächlich aus Sportkleidung, weshalb er in baldiger Zukunft noch ein weiteres Mal einkaufen gehen müsste.
Nachdem sich die beiden noch ein wenig über die alten Zeiten der Marauder unterhalten hatten und entspannt ein Butterbier tranken, ging Harry auf sein Zimmer, sank in sein Bett und war auf der Stelle eingeschlafen.
Am nächsten Morgen stand er gegen 10 Uhr auf und ging erst einmal eine halbe Stunde joggen, wo er sich auf dem Rückweg gleich eine Kaffeemaschine "besorgte".
„Mithilfe von Remus wird die schon irgendwie funktionieren."
Außerdem kaufte er gleich eine dazugehörende Dose mit gemahlenem Kaffee. Als kurz niemand hinschaute, schrumpfte er die Maschine, steckte sie in die Tasche, den Kaffee bezahlte er sicherheitshalber an der Kasse, um kein Aufsehen zu erregen.
Als er dann wieder nach Hause zurückkehrte, kam er unterwegs auch an einem Bäckerladen vorbei, wobei er sich einige Buttercroissants, Schokoladenbrötchen und normale Brötchen sowie Nutella und Marmelade kaufte.
„Das macht dann 40 Pfund bitte", sagte die Verkäuferin.
Als er endlich wieder im Grimmauldplatz war, stellte er erstmals seine Sachen auf dem Küchentisch ab und ging nach oben, um sich eine warme Dusche zu gönnen.
Nach der ausgiebigen Dusche, zog er ein neues T-Shirt und eine alte Hose an und begab sich dann nach unten. Auf dem Weg nach unten drang plötzlich ein lautes Schmatzten zu ihm hoch.
„Remus wird doch wohl nicht…ohne auf mich zu warten, typisch Marauder."
Doch als er die Küche betrat, erstarrte er im Türrahmen. Es war NICHT Remus Lupin, es war auch nicht Ron oder Hermine, es war… Albus Dumbledore. Remus saß neben ihm, machte jedoch keine Anstalten sich zu bedienen, sah jedoch hungrig Dumbledore zu.
„Sie haben ohne mich angefangen, Professor?" fragte Harry ein wenig sarkastisch, seine Miene verfinsterte sich ein wenig.
„Ah.. ´rry, wasch ka isch f´r disch tun?" schmatzte Dumbledore überrascht. Ein wenig angeekelt schaute ihm Harry zu.
„Nichts, Professor" wobei er das „Professor" auf eine sehr missbilligende Art betonte. Dumbledore schien es nicht aufgefallen zu sein, oder ignorierte es ganz einfach. Wohl eher letzteres. Nachdem Dumbledore geschluckt hatte, sagte er lächelnd:
„Ich glaube, dieses Frühstück haben wir dir zu verdanken, da Remus es abstreitet. Aber das Fehlen zwei-drei dieser komischen, aber köstlichen Teigwaren wird dir doch nichts ausmachen? Allerdings bin ich überrascht, dich hier zu sehen, aber das kannst du uns jetzt bei einem reichhaltigen Frühstück erzählen. Und wo ist übrigens Mrs. Black, sowie die anderen Porträts und verschiedene andere Gegenstände? Das Haus scheint leerer geworden zu sein."
Mit einem Wink seiner Hand beschwor Dumbledore goldene Gedecke für Harry und Remus und griff unverschämt nach einem weiteren Buttercroissant.
Harry setzte sich auch an den Tisch, und merkte jetzt erst, wie sein Magen knurrte. Während Remus sich jetzt auch ein Brötchen nahm und es butterte, trank Dumbledore seine heiße Schokolade, die er ebenfalls beschwört hatte und Harry tischte sich 2 Schokoladenbrötchen auf.
„Also, meine Verwandten wollten in Urlaub fahren, allerdings hatten sie mich glatt übergangen. Sie sagten mir, ich solle schauen wie ich klarkommen solle, denn sie würden einer „Abnormität" wie mir nicht das Haus überlassen und so setzten sie mich mit meinen Sachen vor die Tür. Daraufhin packte ich gleich meine Sachen und stromerte ein wenig durch die Straßen. Dann habe ich mir den fahrenden Ritter bestellt und gegen 23 Uhr nachts war ich dann hier, und fiel todmüde in mein altes Bett. Zu den Porträts… Remus hat mir ein paar Flüche beigebracht, die ich dann geübt verstehe nur nicht, warum Sie sie nicht schon viel eher entfernt haben sagteHarry, mit einen fragenden Ausdruck auf seinem Gesicht.
Remus antwortete ihm:
„Nun der Erfinder des neuartigen Fluchs hat ihn uns erst vor kurzem erklärt."
„Ihr kennt den Schöpfer des Fluches persönlich?"
Doch nicht Remus antwortete, sondern Dumbledore.
„Es scheint, als ob Severus noch eine ganze Reihe mehr Flüche kennt, von denen wir noch nie in unserem Leben gehört haben. Ich habe sie aus seiner Enzyklopädie die er neuerdings verfasst hat. Ich habe mir sie auch angeeignet und ich denke, da sind ein paar dabei, die dir nützlich erscheinen können."
„SNAPE?"
„'rofeschor Schnape Ha'ry" korrigierte ein schmatzender Dumbledore sein „Werkzeug".
„Ah, gut. Ich habe mir diese Enzyklopädie bestellt", log Harry weiter. Er verschwieg die Tatsache, dass er schon lange im Besitz der Bücher war.
„Sie wird wohl irgendwann ankommen… Ah, und Professor, es gibt da noch etwas, das sie vielleicht interessieren wird. Es gab eine Explosion und sie schien vom Haus meines Onkels auszugehen. Allerdings traute ich mich nicht nachzusehen, da ich die Angst hatte, es könnte sich um Todesser handeln. Da kam mir dann auch wieder der Fahrende Ritter in den Sinn."
„Nein Harry, der Orden bestätigte deine Angst nicht, sie haben zwar eine Explosion gehört, aber die kam aus irgendeinem Muggelhaus…"
„Was führt dich eigentlich hier her, Albus?" fragte Remus, doch wurde durch ein Türenschlagen von Ron und Hermine unterbrochen. Harry schaltete sofort.
„Na, endlich wach ihr Schlafmützen?"
Dabei warf er ihnen einen bedeutungsvollen Blick zu. Die beiden reagierten sofort. Ron rief sogleich „Ahh, Frühstück", während Hermine Dumbledore begrüßte. Erst jetzt schien Ron die Anwesenheit von Dumbledore zu bemerken.
„Prof. Dumbledore? Was machen sie denn hier" fragte Ron freundlich.
„Ron ist ein besserer Schauspieler, als ich es je sein werde", dachte Harry.
Dumbledore beschwörte währenddessen zwei weitere Gedecke und schon begann Ron, die Rationen zu minimieren. Hermine schaute erfreut auf die Croissants und fragte Remus woher er denn Croissants kennen würde.
„Das war nicht ich, sondern Harry", antwortete dieser.
„Zu eurer Frage Remus und Ron, ich bin hierher gekommen, weil wir nachher eine Sitzung des Zaubermagots haben, doch da ich zu früh dran bin habe ich noch hier vorbeigeschaut und dieses bombastische Frühstück auf dem Tisch gesehen. Ihr könntet Molly doch mal schreiben, sie soll euch ein paar Vorräte schicken, ihr könntet Hedwig doch vorbeischicken."
„Gute Idee", sagte Hermine gleich und auch bei Harry machte es „klick".
Doch Dumbledore sprach gleich weiter:
„Heute wird abgestimmt, ob Fudge im Amt bleibt, seine Chancen stehen jedoch ziemlich schlecht."
„Gibt es schon einen potenziellen Nachfolger?", fragte Remus.
„Die meisten gehen davon aus, dass es Rufus Scrimgeour werden wird, der Leiter der Aurorenzentrale. Er ist auch meiner Meinung nach der Kompetenteste von allen anderen auf der Liste."
Nachdem alle sich satt gegessen hatten und nichts mehr übrig war, waren sie komplett bewegungsunfähig, außer Dumbledore der sich verabschiedete und mit einem falschen Grinsen disapparierte.
„Endlich ist er weg" atmete Harry erleichtert auf.
„Was haltet ihr davon, denkt ihr dass der Alte etwas mit Hedwig zu tun hat?" fragte Ron die anderen.
„Es ergibt alles einen Sinn, meine Vermutung aus der Winkelgasse ist mit diesem komischen Verhalten Dumbledores in punkto Hedwig nur noch verstärkt worden" schlussfolgerte Hermine.
„Aber damit noch nicht genug. Er hat uns nicht getraut und deshalb unsere Post abgefangen und geändert. Er hat alles dann aber auch noch so dargestellt, als ob jemand Harry immer noch aufgrund eines Verstoßes aus Hogwarts herauswerfen könnte. Wie Ron in der Winkelgasse schon sagte, du hättest den Dursleys die Hölle heiß gemacht."
„Es wird Zeit uns zu schützen und uns zu wappnen, mir reicht es jetzt", sagte Harry in einem entschlossenen Ton.
„Jetzt müssen wir erst einmal Okklumentik und vielleicht sogar Leglimentik lernen. Unsere Gedanken sind von nun an nicht mehr sicher, weder bei Voldemort, weder bei dem Ministerium, noch bei Dumbledore", fuhr er fort.
Liebe Mrs. Weasley
Ich bin vor ein paar Tagen am Grimmauldplatz angekommen, da es uns aber an Vorräten mangelt, hat Dumbledore mich gebeten, Ihnen zu schreiben. Er macht sich Sorgen um uns. Ich kann leider nichts Vertraulicheres schreiben, nur dass Sie uns bitte ein Fresspaket schicken.
Liebe Grüße,
Harry
Damit schickte Harry Hedwig auf den Weg, dann sprangen sie auch gleich auf ihre Besen und hefteten sich an Hedwigs Fersen.
Nachdem sie eine Zeit lang über das Land geflogen waren bemerkten sie, dass sie die Strecke des Hogwartsexpress einschlug. Jedoch änderte Hedwig nach einigen Stunden plötzlich ihre Richtung. Es stellte sich aber heraus, dass sie nur einen Baum zum Schlafen suchte. Jetzt standen Ron und Harry ziemlich blöd da, aber Hermine sagte:
„Ich kenne hier einen guten Wachzauber, der uns eine Nacht locker durchhalten lässt."
"Nocta Blanca", sagte sie und zog dabei einen Kreis über die Köpfe der drei.
Sofort spürten sie alle drei, wie ihre Müdigkeit weggeblasen wurde und durch eine neue Frische ersetzt wurde.
Sie zündeten ein Feuer an und Harry erinnerte sich an die Musik aus dem Auto. Er beschloss mal Hermine danach zu fragen. Hermine meinte dass es sich um eine Art Heavy Metal handelte. Es gab da noch sehr viele Unterkategorien. Sie selbst kannte die Musik von einem Verwandten und hörte selbst ein bisschen eine Gruppe namens Metallica. Außerdem hörte sie noch ein bisschen Punk so wie Hardrock.
Plötzlich raschelte es in einem Baum, Hedwig hatte sich wohl entschlossen weiter zufliegen. Schnell sprangen die drei auf ihre Besen, um ihre Spur nicht zu verlieren, sie mussten aber bald einsehen, dass sie wohl erst frühstücken würde. So flogen sie eine halbe Stunde hinter ihr her, bis Hedwig wohl genug Ratten gefressen hatte und setzte ihren Weg fort. Alles deutete auf Hogwarts beziehungsweise Dumbledore hin. Jetzt hieß es eigentlich nur noch, ob Hedwig das alles aus freien Stücken tat, oder ob sie auf irgendeine Weise von Dumbledore manipuliert wurde. Mit dunklen Gedanken schwirrten sie Hedwig her, bis sie gegen Mittag die Schlossmauern von Hogwarts in der Ferne ausmachen konnten. Als über dem verbotenen Wald waren, schoss plötzlich ein Thestral zwischen den Bäumen hervor und flog neben ihnen her. Bald darauf kamen sie neben dem Fenster von Prof. Dumbledore an. Sie flogen ein paar Meter über das Fenster, während Hermine dreimal „auditius" auf sie drei sprach. Harry bemerkte, wie sein Gehör geschärft wurde, denn er hörte plötzlich Dumbledores Stimme.
„Ah, Hedwig! Hat Potter also endlich getan, was ich ihm aufgetragen habe und etwas bei Molly bestellt. Ich hoffe sie backt noch einmal diesen vorzüglichen Kuchen vom letzten Mal. Ich glaube an diesem Brief brauche ich nichts zu ändern. Potter scheint vorsichtig zu sein, auch wenn es sehr dumm von ihm ist, den Grimmauldplatz zu erwähnen. Na meine Schöne, wollen wir doch mal schauen, ob der Imperius noch wirkt."
„Leglilimens" sagte Dumbledore mit seiner fröhlichen Stimme.
„Oh! Du scheinst dich mir widersetzten zu wollen, dann muss ich ihn wohl erneuern. Schade, dass du es nicht freiwillig tust, aber die Loyalität Potters scheint wohl auf dich abgefärbt zu haben."
„Imperio" sprach Dumbledore.
Dann bemerkte er den Thestral vor seinem Fenster.
„Hallo, mein Lieber."
Der Thestral blickte hungrig auf Hedwig.
„Tut mir Leid, mein Kleiner, aber dieses dumme Ding hat noch seinen Zweck zu erfüllen. Es muss mir noch einen leckeren Kuchen bringen. Danach kannst du sie von mir aus haben, ich werde es vor Potter wie einen Unfall aussehen lassen."
Dumbledore gluckste und beschwor noch ein großes Stück Fleisch, welches er dem Thestral vorwarf. Dieser fing es freudig auf und flog in Richtung Wald davon.
Ein paar Meter über ihm herrschte eine gefährliche Stille, die Luft schien zu knistern…
A/N: So, das war das zweite Kapitel. Wir hoffen es hat euch gefallen.
Es war vielleicht ein eher ruhiges Kapitel, da es sehr viel Plot und wenig Action beinhaltete. Es wurde sehr oft umgeschrieben und verändert, doch wir können euch jetzt schon sagen, dass die Stimmung im dritten Kapitel umschwingt hehe.
Lob und Kritik sind wie immer erwünscht, und wir appellieren an ALLELeser, dass ihr uns eure Meinung mitteilt. Wir haben durchaus Verständnis für Faulheit und sind auch nicht immer motiviert ein Review zu hinterlassen. Bedenkt aber bitte, wie viel Arbeit es kostet ein ganzes Kapitel fertigzustellen, was ihr ja (hoffentlich) auch lesen wollt. Es muss nicht groß sein; ein Gut oder Schlecht reicht uns schon aus.^^
Ps. Den Fitnessplan von Harry hatten wir eigentlich in Form einer Tabelle dargestellt, jedoch hat ihn FF immer wieder zerstückelt. Die Seite scheint wohl nicht an die Vielfätigkeiten von Microsoft Word und Co angepasst zu sein.
