So, das ist mir so über den Tag hinweg über die Tastatur geflutscht =)
Viel Spaß ;)
Neugierig blickte Eljathel in die hübschen, buntblühenden Vorgärten, die die Hügel in Hobbington zierten. Sie hatte zuvor nie einen Hobbit gesehen und war überrascht gewesen als Gandalf und sie die Grenze des Auenlandes überschritten hatten und ihr Blick das erste Mal auf das kleine Volk fiel.
Sie hätte nicht gedacht, dass es Wesen geben könnte, die kleiner sein würden wie sie.
Die Hobbits schienen ein geruhsames Leben zu führen, sie sah überall spielende, lockenköpfige Kinder, wiederkäuendes Vieh und rotbackige Bauern.
Gandalf und sie wurden stets mit einem etwas unfreundlichem Stirnrunzeln begrüßt, aber Elja ließ es sich nicht nehmen jedem einzelnen mit einem freundlichen Lächeln und einem herzlichen „Guten Morgen!" zu begegnen.
Der Zauberer grummelte irgendetwas mit „Gut, guter Morgen, gut..." in seinen Bart, was Elja nicht verstand, aber es war nicht ungewöhnlich, dass er gemurmelte Selbstgespräche führte.
Der gut ausgetretene, breite Weg führte sie in einer Spirale einen grünen, hohen Hügel hinauf, in dessen Spitze anscheinend eine Höhle gegraben worden war. Eljathel wunderte sich über die Höhlen.
Zwerge lebten nur tief in Bergen in Hallen aus Stein und Elben scheuten sich unter die Erde zu gehen und zogen Häuser in Bäumen vor.
Die Hobbits dagegen schienen gern in oberflächlichen Höhlen zu wohnen, wie Kaninchen und Elja war gespannt darauf das Innere eines solchen Heims zu erkunden.
Gandalf stieg von seinem Pferd ab und band es an einem niedrigen Baum fest.
Die junge Frau tat es ihm nach und folgte ihm um eine Ecke, wo er vor einem weiß gestrichenen Gartenzaun anhielt, hinter dem ein pfeiferauchender Hobbit auf einer niedrigen Gartenbank saß.
Dieser wünschte ihnen, nachdem er sie lange zweifelnd angeschaut hatte, einen „schönen, guten Morgen".
Elja grinste innerlich als Gandalf die Worte verdrehte und verquirlte und beobachtete wie die Miene des Hobbits immerzu verwirrter schien.
„Ich suche jemanden für ein Abenteuer, es ist schwer jemanden zu finden" meinte Gandalf schließlich, woraufhin der Hobbit energisch daraufhin wies, dass in dieser Gegend ganz sicher niemand Abenteuer wünsche. Der Zauberer ließ aber nicht locker, bis Bilbo schließlich nach seinem Namen fragte.
Er war überrascht, als er erkannte wen er vor sich hatte und schwärmte vom Feuerwerk des Magiers, welches Elja zu ihren Bedauern noch nicht hatte bewundern können. Und dennoch weigerte sich Bilbo auf sein Angebot einzugehen und verabschiedete sich etwas rüde mit einer hastigen Einladung zum Tee an beide zurück in seine Höhle.
Leise lachend rührte sich Gandalf nicht vom Fleck.
„Mithrandir? Bist du dir sicher, dass er der Richtige für ein Abenteuer ist? Er scheint kein großes Interesse an „Scherereien" zu haben, meinst du nicht?", fragte Elja.
Der Zauberer trat immer noch schmunzelnd durch das winzige Gartentor und kratzte mit seinem Stab eine schwach leuchtende Rune in die runde, grüne Tür der Hobbithöhle.
„In Bilbo Beutlin steckt mehr als du dir vorstellen kannst. Warte es nur ab. Du wirst schon sehen. Komm. Ich beweise dir die Gastfreundschaft einer Hobbitwirtschaft, dem grünen Drachen, wo wir auch übernachten werden. Wir werden morgen zum Tee erwartet."
Erwartungsvoll folgte Elja Gandalf am nächsten Abend den Hügel hinauf.
Die Sonne ging gerade unter und tauchte alles in rotes, warmes Licht.
Der Zauberer hatte ihr immer noch nicht verraten wollen, worum es in ihrem Abenteuer überhaupt ging und hatte ihr versichert, dass sich alles aufklären würde, sobald „alle" sich bei Herrn Beutlin eingefunden hätten.
„Heda!", rief jemand hinter ihnen.
Verdutzt drehte sich Elja um und sah sich geschlagenen acht Zwergen gegenüber.
Zwerge! Sie hatte seit Jahren niemanden aus dem Volke ihres Vaters gesehen und war erstaunt darüber, dass es gerade im geruhsamen Auenland geschah, in dem es nicht oft ausländische Besucher gab.
Ein grauhaariger Zwerg in ebenfalls grauer Kapuze löste sich von der großen Gruppe und trat Gandalf entgegen.
„Gut, dass wir dich unterwegs treffen Gandalf, sonst würden wir die Tür mit dem Zeichen bestimmt nie finden, in diesem Wirrwarr von Vorgärten. Wir dachten eben schon wir hätten uns vollkommen in der Gegend geirrt. Wen hast du da bei dir?"
„Aaaah Oin, gut, dass ihr kommt. Das ist Eljathel, Tochter des Uthrem, sie wird uns auf unserer Reise begleiten. Eljathel, darf ich dir vorstellen, das sind Oin, Gloin, Bifur, Bofur, Bombur, Dori, Nori und Ori."
Jeder der Zwerge vollführte beim Nennen seines Namens eine tiefe Verbeugung in ihre Richtung und sagte: „Zu Euren Diensten.", was Elja stets mit einem Lächeln beantwortete.
Ihr Vater hatte die Floskel auch stets benutzt, fiel ihr ein und ihre Mutter hatte es stets belächelt.
Der dickste der Zwerge, Bombur, dessen Name sich Elja am einfachsten hatte merken können, watschelte ungeduldig voraus.
„Los jetzt, ich habe Hunger und uns wurde ein Festgelage versprochen!"
Gandalf und Elja liefen dem wilden Haufen hinterher.
In einigem Abstand vor ihnen liefen zwei weitere Zwerge, die dann hinter Bilbos Hügel verschwanden. Als auch sie um die Ecke bogen, sah Elja gleich die Rune auf der Türe bläulich leuchten, die Sonne war mittlerweile vollständig untergegangen.
Den Stab über die Köpfe der Zwerge streckend, klopfte Gandalf mit dem knorzeligen Ende laut gegen die Tür.
Die flog sogleich mit einem abrupten Ruck auf, woraufhin einer der Zwerge nach dem anderen über die Fußmatte in die Höhle stolperten.
Der Hobbit schien außer sich vor Verzweiflung zu sein, doch Gandalf schmunzelte nur vergnügt und betrat geduckt die Hobbithöhle, Elja folgte ihm neugierig und begrüßte ihren unfreiwilligen Gastgeber.
„Guten Abend, Herr Bilbo. Ihr scheint wohl keinen Besuch erwartet zu haben," meinte sie als sie den Hobbit zweifelnd auf die 12 Zwerge starren sah.
„Nun, ich, nicht wirklich nein. Aber bitte, setzt Euch doch.", stammelte er als er sich an seine Manieren erinnerte.
Aber an Sitzen war nicht zu denken. Elja blieb in der Eingangshalle stehen und beobachtete wie die Zwerge von rechts aus der Speisekammer nach links ins Esszimmer jedes bisschen Essbare in Bilbos Haus trugen.
Gandalf deckte sorgfältig den Tisch, was eigentümlich drollig aussah, wie Elja fand, er schlug sich andauernd den Kopf an Lampen und den Balken über den runden Luken.
Zwischendrin stand der Hobbit, der erfolglos versuchte etwas zu retten, aber keiner der Zwerge gab sonderlich Acht auf ihn.
Anschließend fand wahrlich ein Festgelage statt.
Elja wurde zwischen die beiden jüngsten Zwerge, Fili und Kili, gesetzt, welche sie nun mit wilden Scherzen und Kunststückchen unterhielten.
Sie ließ sich schnell von der allgemeinen guten Laune anstecken und ließ sich den guten Schinken und würzigen Käse des Auenlandes schmecken.
Nur ab und zu schickte sie sich an die Zwerge etwas zurückzuhalten, damit der Hobbit nicht zu sehr gepiesackt wurde.
Dori beugte sich über den Tisch hinweg zu ihr.
„Euer Vater ist ein Zwerg?"
Elja schluckte hart. Die Fragerei hatte sie befürchtet.
„Er war einer. Er ist schon vor langer Zeit... gestorben."
„Und Eure Mutter? War Eure Mutter ein Men..?"
Ein vorbeifliegender Teller unterbrach seine unangenehme Frage und Elja wandte den Blick dem nächsten Spektakel zu.
Fili und Kili fingen zu Bilbos Entsetzen an sich die Teller und Tassen gegenseitig zuzuwerfen.
Im Nu verfielen die gutgelaunten Zwerge in ein schnell zusammengedichtetes Lied, während sie, wenn man genau hinschaute, in der Tat den Abwasch machten.
Bilbo quietschte beinahe vor Verzweiflung als die Teller durch die Luft schossen und starrte dann schließlich mit offenem Mund auf die Stapel vollkommen heiler und sauberer Teller.
Grölend lachend beendeten die Zwerge ihren Gesang auf Bilbo.
Ein donnerndes Pochen an der Tür der Höhle unterbrach sie.
„Er ist da.", raunte Gandalf und schickte sich an umständlich von seinem Platz am Ende des Tisches aufzustehen.
„Bleib sitzen, Gandalf. Ich geh schon.", meinte Elja, schritt schnell durch den Flur auf die runde Tür zu und öffnete diese.
Wie erwartet stand ein weiterer Zwerg vor der Tür.
Er war beachtlich größer als der Rest der Zwerge, welche Elja an Größe ebenbürtig waren, sein rabenschwarzes Haar war lang und wellig und ihr fielen einige weiße Strähnen an seiner Stirn auf, was, wie sie fand, aber gut zu ihm passte.
Er trug einen dicken schwarzen Umhang mit breitem Pelzkragen über seiner Kleidung, welchen er nun abnahm und Elja in die Hand drückte.
„Wo ist der Zauberer? Ich habe fast nicht hergefunden.", grummelte er schlecht gelaunt und äußerst unhöflich, wie Elja fand.
„Ähm. Auch einen guten Abend. Mithrandir ist in der Küche."
Sogleich biss sie sich auf die spitze Zunge. Sie hatte in Gegenwart eines Zwerges ein elbisches Wort benutzt.
Stirnrunzelnd drehte sich der große Zwerg zu ihr um.
„Wer seid ihr, Mädchen?"
„Mein Name ist Eljathel, Tochter des Uthrem. Und wer seid ihr?", fragte sie scharf.
„Ich bin Thorin, Sohn des Thrain, Sohn des Thror."
Eljas Herz rutschte ihr in die Hose.
Das war der König unter dem Berg.
Ihr Vater hatte ihr vor seinem Tod von ihm und Erebor erzählt.
Und sie war ihm frech über den Mund gefahren.
Na wunderbar.
Lasst mich wissen was ihr denkt! =)
