Vorfreude auf Weihnachten - Eine Adventskalendergeschichte

Disclaimer: Mir gehören weder die Personen noch die Orte. Nur die Idee zu der Geschichte ist meine. Ich verdienen hiermit auch kein Geld.

2. Dezember

Als James am nächsten Morgen erwachte, glaubte er alles nur geträumt zu haben. Aber nachdem er richtig wach war, wurde ihm bewusst, dass es Wirklichkeit war. Lily Evans würde mit ihm, James Potter, zum Weihnachtsball gehen. Er hätte Luftsprünge machen können, aber hielt sich lieber zurück.

Nachdem James sich angezogen hatte, ging er aus seinem Zimmer (er hatte seit dem Sommer ein Eigenes, weil er Schulsprecher war) in den Schulsprechergemeinschaftsraum, in der Hoffnung Lily dort zu treffen. Aber diese war bereits zum Frühstück in die Große Halle gegangen, wie James mit leichtem Bedauern feststellen musste. Also machte er sich alleine auf den Weg.

In der Große Halle herrschte schon reges Treiben. Die Haustische waren schon voll besetzt und James konnte Lily kaum in der Menge ausmachen. Endlich entdeckte er sie am Gryffindortisch sitzen. Sie saß zwischen ihren beiden Freundinnen Alice und Ann, die sich über Lilys Kopf hinweg unterhielten. Lily las währenddessen in Ruhe ihren Tagespropheten. Leider war in ihrer Nähe kein Platz mehr frei, sodass sich James etwas entfernt zu Remus setzte.

„Guten Morgen, Remus."

„Morgen, James." Remus blickte nur kurz auf und verschwand wieder hinter seinem Verwandlungsbuch.

James nahm sich ein Toast und beschmierte es mit Marmelade. Dabei blickte er immer wieder zu Lily hinüber.

Plötzlich trafen sich ihre Blicke für einen kleinen Augenblick und die Zeit schien still zu stehen. James konnte und wollte auch nicht seinen Blick von ihr wenden, aber Lily unterbrach den Blick und schaute zurück auf ihren Propheten. James konnte ein Hauch von Röte in ihrem Gesicht erkennen, was ein leichtes Lächeln auf seine Lippen zauberte.

„Was grinste du so blöd vor dich hin, Prongs?" Sirus war zu ihnen gestoßen und quetschte sich zwischen James und einem anderen Gryffindor.

„Dir auch einen guten Morgen, lieber Sirus." James wollte der Frage von Sirius ausweichen.

„Jaja… Gib mir mal die Cornflakes rüber." Sirius hatte seine Frage anscheinend schon wieder vergessen, worüber James sehr froh war. So frühstückten sie in aller Ruhe und alberten dabei rum.

„Wir müssen gleich los zu Verwandlung", sagte Remus eine Weile später. „Sonst kommen wir zu spät und darüber wäre McGonagall nicht sehr erfreut."

Sie standen auf und machten sich auf den Weg. James hielt Ausschau nach Lily, aber er sah sie nirgendwo. Als sie beim Verwandlungsklassenzimmer ankamen saß Lily schon in der zweiten Reihe nehmen Alice und unterhielt sich angeregt mit ihr. James nahm den Platz hinter Lily ein und versuchte dem Gespräch unbemerkt zu lauschen

„Und hat er dich nun gefragt?" flüsterte Alice.

„Können wir über etwas anderes reden als Potter?!"

„Ach komm schon Lily. Du magst ihn doch. Gib es schon zu. Sonst hättest du ihn nicht darauf gedrängt, dich nach einem Date für den Ball zu fragen", redete Alice auf Lily ein.

„Ich habe Potter zu nichts gedrängt. Es ist nun mal Tradition, dass das Schulsprecherpaar zusammen hingeht. Nur deswegen hab ich Potter vor vollendete Tatsachen gestellt", konterte Lily wütend. „Und ich mag ihn kein bisschen. Er ist ein aufgeblasener, arroganter Vollidiot."

„Lily, meinst du nicht, dass du ein wenig übertreibst…" Alice wurde unterbrochen, den Professor McGonagall betrat das Klassenzimmer.

„Guten Morgen. Heute lernen Sie wie man ein Wirbeltier unsichtbar werden lässt", begann Professor McGonagall den Unterricht.

James hörte jedoch nicht zu. Er war mit seinen Gedanken bei der letzten Antwort von Lily. Es hatte ihn gekränkt zu hören, dass sie ihn anscheinend doch nicht mochte.

„Aber warum geht sie mit mir zum Ball, wenn sie mich so ätzend findet?" fragte sich James. Er musste mit Lily reden, das wurde ihm klar. Und zwar heute noch.

Die Stunde verging irgendwie und er wollte Lily gleich abfangen, aber sie war eine der Erste, die den Klassenraum verließ und verschwand auch so gleich in der Menge. Auch den ganzen Vormittag über sah James sie nicht mehr, da sie Alte Runen hatte. Beim Mittagessen saß sie wieder einmal zwischen ihren Freundinnen, sodass er auch da keine Chance hatte mit ihr alleine zu reden.

„Ich werde sie wohl heute Abend im Gemeinschaftsraum abfangen müssen", überlegte sich James, nachdem er Lily umgeben von einer Schar Mädchen den Gang zur Bibliothek entlang gehen sah.


Abends im Gemeinschaftsraum wartete James auf Lily. Er blätterte gelangweilt durch das Buch in seinen Händen. Geschichte der Zauberei. Nach fünf Minuten legte er es weg und stand auf. Er begann unruhig auf und ab zu laufen.

„Wo bleibt sie denn? Es ist schon spät. Hoffentlich ist sie keinem Slytherin in die Arme gelaufen", dachte James nach, als sich endlich die Tür zum Gemeinschaftsraum öffnete.

„Lily, ich muss mit dir reden", fing er auch gleich an.

„Nicht jetzt, James. Morgen. Morgen können wir reden", sagte Lily kurz angebunden und verschwand sofort in ihrem Zimmer.

James blieb alleine zurück. Nur ein Gedanke im Kopf.

„Sie hat mich James genannt!"


Dánke für die lieben Reviews. Ich hoffe euch hat das 2. Kapitel auch gefallen und ihr lasst ein kleines Review da. Liebe Grüße littelbabe