at sallita: Nee, sind nicht zusammen und der Arme hat schon aufgegeben, aber sie braucht ihn ja jetzt. Was nicht ist, kann noch werden ;-)

at Lilyfee: Ja danke fürs Kompliment! Ich wollte mal was anderes ausprobieren, ich hab schon mehrere typische James/Lily Stories geschrieben und hab halt mal dran gedacht wie es wäre wenn James Lily abgehakt hat und sie ihn jetzt braucht. :-)

Kapitel 2: James

Der Raum roch nach Alkohol und Rauch. Es war ein kleiner Pub im Herzen Londons, doch er war voll wie nie. Wenn man übertreiben durfte, könnte man sagen, dass sich ganz London in diesem kleinen Raum versammelt hatte.

In einer etwas dunkleren Ecke saßen zwei hübsche junge Männer und tranken Bier. Der eine hatte strubbeliges, schwarzes Haar und trug eine Brille über seinen braunen Augen. Der andere hatte schwarzes, glänzendes Haar, das ihm bis unter die Ohrläppchen ging. Sein Gesicht war schön, er hatte dunkle Augen und einen kleinen Kinnbart. Sie unterhielten sich über ihr Lieblingsthema: Mädchen.

„Oh nein, Padfoot, Linn wird sich nicht von ihrem Freund trennen, um mit dir auszugehen."

„Warum nicht, Prongs? Ich weiß, dass sie auf mich steht, warum soll sie nicht ihren Gefühlen nachgehen?", fragte Sirius.

„Seit wann redest du über Gefühle, Pad? So kenne ich dich gar nicht", meinte James.

„Ach, das kennt man nur von dir, ne? Ich sag nur Evans. Wie lange hast du sie nicht mehr gesehen?"

„Seit unserer Rückfahrt nach London. Aber es ist gut so. Du weißt, dass ich nach Weihnachten aufgegeben habe, sie nach einem Date zu fragen. In Hogwarts war es hart, aber jetzt ist die Schulzeit vorbei."

„Prongs, was redest du da?"

„Mann Pad, ich sehe sie nicht mehr täglich, ich werde nicht mehr ständig dran erinnert, wie wunderschön sie ist und wie stark meine Gefühle für sie waren."

„Waren? Bist du über sie hinweg?" Sirius wollte es jetzt genau wissen.

„Nun ja, ich denke schon. Sie ist zwar immer noch eine Traumfrau, aber ich habe mich damit abgefunden, dass sie mich nicht will. Es gibt Dinge im Leben, die ein Mann einfach akzeptieren muss, auch wenn es schwer ist", philosophierte James.

„Dafür brauchtest du auch nur 3 Jahre", sagte Sirius neckisch.

„Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt."

Ein blonder, blauäugiger Mann betrat den Pub. Auch er war sehr hübsch. Er drängte sich durch die Menschenmassen, die sich vor einem kleinen Fernseher versammelten, und erreichte nach langer Zeit endlich den Tisch, an dem die beiden Freunde saßen.

„Hi Jungs. Mann, was für ein Trubel ist denn heute hier los?", fragte er.

„Ach die Muggel schauen sich schon wieder eines dieser Spiele an, bei denen 23 Menschen auf einem Feld befinden und einem Ball hinterherrennen. Ich hab das auch mal verfolgt, ist nicht schlecht, aber Quidditch ist natürlich unschlagbar", grinste Sirius.

„Hi Moony, warum bist du so spät?", fragte James.

„Ich war noch den Trank abholen, du weißt schon, dass ich nicht mehr so kränklich aussehe", erklärte Remus.

„Beim ollen Schniefelus", maulte Sirius.

„Ehrlich mal, dieser Kauz hat irgendwas an sich, was mich stört." James lehnte sich nach vorne und fing an zu flüstern: „Vielleicht ist er in schwarzmagische Dinge verwickelt, zutrauen würde ich es dem ehemaligen Slytherin ja."

„Ach Quatsch, warum sollte er mir dann helfen? Er kennt mein Geheimnis, wenn er einer der typischen Ex-Slytherins wäre", antwortete Remus darauf.

„Du siehst auch in jedem Menschen etwas Gutes, Moony. Selbst mit der Evans warst du befreundet, obwohl sie unseren Freund hier ziemlich verletzt hat, weil sie immer 'Nein' auf seine Fragen antwortete und ihm fiese Sprüche an den Kopf geknallt hat. Aber zurück zu Schniefelus: Dem trau ich nicht und werde ihm auch nie trauen", meinte Sirius.

„Tja, da kann ich wohl noch so viel reden, du wirst deine Meinung nicht ändern", lachte Remus.

„Sturkopf", lachte James.

„Hey, wer hat denn nicht auf unseren Rat gehört und ist drei Jahre lang der Evans nach gelaufen? Ich auf jeden Fall nicht. Soviel zum Thema Sturkopf", verteidigte sich Sirius.

„Jetzt streitet nicht", meinte Remus. „Die Ära Lily ist ja jetzt vorbei, das neue Leben beginnt, die Schule liegt hinter uns, jetzt fängt ein neuer Abschnitt an."

Die Kellnerin kam an den Ecktisch.

„Was darf's sein?", fragte sie.

„Einen schwarzen Tee bitte", sagte Remus und die Frau verschwand nickend und brachte die Bestellung einige Minuten später.

„Typisch Moony, der ist echt teesüchtig", lachte James.

„Es ist nichts Schlimmes, gerne Tee zu trinken", verteidigte sich Remus. „Außerdem kann ich jederzeit damit aufhören, hehe."

„Ja, ja", meinten seine beiden Freunde gleichzeitig und tranken dann einen Schluck Bier.

Die Tür des Pubs öffnete sich erneut und eine junge Frau trat herein. Sie hatte brünettes Haar, welches ihr bis über die Schultern reichte. Wenn man in ihr Gesicht blickte, dann fielen einem ihre schönen braunen Augen und ihre vollen Lippen auf. Trotz ihres Aussehens war die Dame jedoch nicht eingebildet, sondern kam allen natürlich rüber.

Sie schaute sich in dem Raum um, denn sie war auf der Suche nach genau einem Menschen. Denn nur dieser Mensch war es, wegen dem sie die Hoffnung nicht aufgab, dass es noch Rettung gab.

Als sie die Ecke mit den drei jungen Männern passierte, sprach einer dieser Männer sie an.

„Annie?", fragte Remus.

Sie drehte sich um und blickte in drei erstaunte Gesichter.

„Hallo Jungs. Es ist gut, euch hier zu finden."

„Ach ja?", fragte Sirius etwas misstrauisch. „Wieso bist du nicht mit deiner besten Freundin Evans unterwegs? Ich meine, es ist Freitagabend, da läuft niemand alleine durch die Gegend."

James lachte, doch Remus sah ihn böse an und er hörte damit auf.

„Annie, wie geht es dir?", fragte er.

„Ach naja, Remus, wie soll ich das bloß erklären?", seufzte sie.

„Wie wäre es mit den Worten gut, schlecht, mittelmäßig?", spottete Sirius.

„Ach hör auf, Black! Es ist jetzt echt nicht die Zeit, Witze zu machen! Außerdem habe ich dir nie etwas getan!"

„Ach nein, Cooper? Deine beste Freundin hat meinem besten Freund das Herz gebrochen, indem sie ihn immer zurückwies. Das ist ja wohl Grund genug, auf alle Ewigkeit auf dich sauer zu sein!", maulte Sirius.

„Was ist das für eine Logik? Soll ich Lily sagen: Geh mit ihm aus, geh mit ihm aus, du musst! Das muss sie doch selbst entscheiden. Was kann ich dafür, wenn sie nicht will?", fragte Annie.

„Ja ja, nimm die Herzensbrecherin ruhig in Schutz, das machst du ja bei jedem, nur nicht bei uns, wir sind die bösen Marauder, ehrlich mal, wenn du so unparteiisch wärst wie du dich gerade beschreibst, dann hättest du auch mal ein gutes Wort für uns einlegen können und nicht immer nur der Evans beistehen können", meckerte Sirius zurück.

„Wie kann man nur so komisch und unlogisch denken? Du bist doch auch der beste Freund von James Potter, stellst du dich da auf Lilys Seite? Wohl kaum! Und ich verurteile dich nicht gleich deswegen, denn du hast mir nichts getan!", verteidigte sich Annie und wurde immer lauter.

„Ach du verstehst gar nichts!", schrie Sirius.

„Du noch weniger!", kreischte Annie und die Leute drehten sich zu dem Tisch um.

„Hey, hey, hey! Beruhigt euch mal. Es gibt keinen Grund, euch zu streiten. Das ist eine Sache zwischen James und Lily und ihr habt euch da nicht einzumischen", sagte Remus und hoffte nun endlich auf Ruhe. „Oder wie siehst du das, Prongs?"

„Du hast Recht, Moony." James sprach das erste Mal nach Annies Ankunft im Pub.

„Seht ihr und Lily sieht das bestimmt genauso", meinte Remus. „Annie ist bestimmt nicht hierher gekommen, um sich mit dir zu streiten."

„Nein, wahrlich nicht", sagte sie.

„Also was gibt es?", knurrte Sirius.

„Ich bin wegen James hier", antwortete Annie.

„Stehst du neuerdings auf ihn, oder was? Und seit wann nennst du ihn James?", zischte Sirius.

„Sirius!", sagte James in ermahnendem Tonfall und sein bester Freund lehnte sich zurück.

In solchen Momenten wusste er, dass James es ernst meinte und er konnte es nicht leiden, wenn sein allerbester Freund auf ihn sauer war.

„Was gibt's denn?", fragte James.

„Ich möchte das gerne mit dir alleine besprechen", antwortete Annie.

„Warum?", fragte James.

„Naja, es ist mir halt sehr wichtig", meinte Annie.

„Naja das hier sind meine Freunde, was ich erfahre sollen sie auch erfahren", sagte er.

„James, bitte, wir müssen in Ruhe darüber reden, ich weiß wie gut ihr befreundet seid, aber das hier liegt mir sehr am Herzen und es sollen nicht gleich alle erfahren."

James blickte in die Gesichter von Remus und Sirius und nickte dann.

„Okay Jungs, ich werd dann mal, wir sehen uns morgen", sagte James und stand auf.

Annie folgte ihm aus dem Pub.

Sie gingen im Mondschein die Straße entlang.

„Also was willst du mir denn nun sagen?", wollte der immer neugieriger werdende James wissen.

„Es ist etwas schreckliches passiert", schluchzte Annie und konnte ihre Tränen nicht mehr verbergen. Sie blieben stehen.

„Hey Annie, nicht weinen." James nahm sie in dem Arm um sie zu trösten.

„James, es geht um Lily."

In diesem Moment fühlte James einen Stich im Herzen. Er wusste, dass etwas Schreckliches passiert sein musste, wenn ihre beste Freundin anfing, zu weinen. Die alten Gefühle kamen wieder hoch...

„Was ist denn passiert?", fragte er.

„Lily...sie...oh Gott!" Annie begann heftiger zu weinen.

„Hey Annie, sieh mich an!" James schob sie ein Stück von sich, um in ihre Augen zu blicken. „Was ist geschehen?"

„Unfall", antwortete sie geistesabwesend.

„Oh mein Gott", sagte James. „Sie...sie lebt aber noch, oder?"

„Ja."

„Wie kam es dazu?", fragte er.

„Sie konnte nicht mehr bremsen und ist mit dem Motorrad in ein Auto gerast und hat sich mehrmals überschlagen."

„Oh Gott, wie geht es ihr?"

„Sie hat einen gebrochenen Arm und mehrere innere Blutungen erlitten. Die Ärzte haben sie bereits operiert."

„Was hat sie danach gesagt?"

„Jetzt kommt das Schlimmste, James. Es sind nicht nur der Bruch und die Blutungen, es ist etwas passiert, was ich gar nicht erst glauben konnte."

„Was?Was?"

„James, Lily hat eine Amnesie erlitten. Sie kann sich an nichts mehr erinnern, nur dass sie Lily Evans ist und..."

„Sag, dass das nicht wahr ist!"

„Wie gerne würde ich das..."

„Das kann nicht sein." In James Augen konnte man Verzweiflung sehen.

„Doch."

„Nein!"

„James, da gibt es noch eine Sache."

„Was?"

„Sie schrak aus dem Schlaf hoch und hat dich beschrieben. Sie kann sich an dich erinnern. Du bist ihr vertraut."

„Ich? Warum gerade ich? Warum nicht du?"

„Das kann ich dir nicht beantworten. Ich weiß nur, dass sie dich sehen will, weil sie dich kennt."

„Aber ich bin der gewesen, der sie ewig genervt hat wegen einem Date, warum will sie mich sehen?"

„James, sie kann sich nicht an deine Taten der letzten Jahre erinnern, nur an dein Aussehen."

„Oh Gott."

„Es gibt da noch etwas."

„Was?"

„Der Arzt meinte, dass es eine Chance gibt, ihre Erinnerungen zu wecken, wenn eine Vertrauensperson bei ihr ist. Bitte, du musst uns helfen!", flehte Annie.

„Dann liegt ihr Schicksal in meinen Händen?", hakte James nach.

„So ist es. Bitte James, es gibt nichts Wichtigeres für sie im Moment, als dich zu sehen."

„Dann werde ich zu ihr gehen, gleich morgen früh."

„Ich hoffe, du kannst es schaffen", heulte Annie.

„Ja ich auch." Das waren seine letzten Worte bevor sich ihre Wege trennten.

James konnte in dieser Nacht nicht einschlafen. In seinem Kopf schwirrte immer wieder der Gedanke: Lilys Schicksal liegt in meinen Händen...Lilys Schicksal liegt in meinen Händen...

Soo, das war das zweite Chap. Würde mich über ein Review sehr freuen. Ich versuche so schnell wie möglich weiterzuschreiben :-)