02. Can't Let Go.
Sydney ließ sich in den Armen ihres Ehemannes nieder und versank förmlich darin. Es war einer dieser Momente in denen sie sich sicher fühlte, abgeschottet von all dem Leid und der Brutalität die ihr Leben vollzeitig bestimmt hatte. Ihr war es gelungen zu fliehen um ihrer Tochter die Sicherheit zu geben die sie benötigt und verdient hatte. Sie wandte ihr Gesicht zu Vaughn, so das sich ihren Lippen berühren konnten und sich in einem sanften Kuss verloren. Vaughn umfasste sie fester und legte seine Hand auf ihren Bauch, worauf Sydney ein Lächeln auf ihre Lippen zauberte und der Kuss intensiver wurde. "Ich kann es kaum glauben dass das die Wirklichkeit sein soll. Ich träume, nicht wahr?", flüsterte sie als ihre Lippen auf seinen lagen. Vaughn schenkte seiner Gattin ein Lächeln und simmte ihr zu. "Vielleicht ist das wirklich ein Traum. Ich hoffe dann aber sehr das er nie endet." "Ich hoffe das auch."
Sydney zog ihre Augenbrauen empor. "Was ist?", fragte Vaughn wunderlich. "Nichts, ich werde nur wieder herausgefordert.", antwortete sie lächelnd und blickte auf ihren Bauch. "Es scheint alles so perfekt."
Sie umklammerte mit zitternen Fingern ihren Hals und vergrub ihre andere Hand in das samtweiche Bettlagen, welches sich in rote Farbe tränkte. Tränen liefen an ihrem heißen Gesicht herunter. Ihr Brustkorb senkte sich schmerzlich und schwer auf und ab. Ein kleines Mädchen stand im Türrahmen, blickte sie traurig und fragend an. "Mom?", sprach die Stimme die sich verlor. "Mom?" Der Druck unter ihren Augen wurde stärker und ihr Atem stockte. "... Isa ... Isabelle.", flüsterte die Frau während Schweißperlen sich mit ihren Tränen mischten. "... Ich ... Ich ..." Ihr Brustkorb sank ein letztes Mal. Ihre Lider sanken ein letztes Mal. "Mom?!"
Blutgetränkte Hände säuberten ein Messer mit einem weißen Tuch, während die Gestalt einen Fuß vor den anderen setzte und das Haus verließ indem vor Sekunden ein Leben fortging. Das Blut an den Händen vermischte sich mit Schweiß und verteilte sich an der Autotür eines schwarzen Mercedes. Die Tür schloss sich und die Gedanken der Person verloren sich ineinander, kreisten umher. Der Kopf lehnte am Sitz und der Blick senkte sich. Das weiße Tuch fuhr durch die Hände und reinigte sie.
Das kleine Mädchen blickte aus dem Fenster, zentrierte den schwarzen Wagen. Tränen fielen auf die Fensterbank. Ein Schluchzen war zu hören. Der kleine Körper wandte sich dem Fenster ab und grub sich in das Laken ein und legte einen Arm der erloschenen Seele um ihren Körper. Die kleinen Augen schlossen sich.
"Es ist perfekt, weil du perfekt bist.", schmeichelte Vaughn ihr und fuhr mit seinen Lippen ihren Nacken entlang. Sydney schloss ihre Augen und ließ ein "Ich liebe dich." über ihren Lippen gleiten, während sie mit ihren Finger in dem Haar ihres Lebensgefährten spielte. Seine Lippen gleiteten ihren Hals entlang bis sie wieder zu ihren fanden. "Ich liebe dich auch."
