Kapitel 2: Neue Hoffnung?
"Wo habt ihr das Tier gefunden?", fragte Rohan. "Es ist uns im Wald zugelaufen.", murmelte einer der beiden. "Und nach dem Reiter habt ihr nicht gesucht?", fragte Garrett weiter. "Nein, wir dachten es sei ausgerissen.", entschuldigte sich der andere. "Und das es komplett gesattelt ist, ist Eurer Aufmerksamkeit wohl entgangen!", donnerte Garrett ihn zusammen. "Wir müssen sie sofort suchen, vielleicht ist sie verletzt und braucht Hilfe.", meinte Rohan. "Wir teilen uns am besten auf, so können wir schneller suchen.", schaltete sich Ivar ein.
Am nächsten Abend im Trohnsaal. "Wir haben nichts gefunden und dabei haben wir überall zweimal nachgesehen." , klagte Angus ratlos. ""Ivar hat Spuren entdeckt, die direkt in eins von Temras Dörfern führt und nicht weit davon hab ich das gefunden.", sagte Rohan mit etwas aufmunternder Stimme, als er Deidres Krone auf den Tisch legte. "Wenn meine Vermutung richtig ist, ist sie in diesem Dorf...""... und genau da werden wir sie morgen suchen.", beendete Garrett, Rohans Satz. "Für heute Nacht scheint sie in Sicherheit zu sein.
"Vater, komm schnell! Ich glaub sie wacht auf!", rief eine Kinderstimme. Langsam schlug Deidre die Augen auf. "Wo bin ich? Und was mach ich hier?", fragte sie ganz verwundert. "Du bist in Temra. Anscheinend hast du dir den Kopf angeschlagen, du warst zwei Tage bewusstlos. Langsam richtete sich Deidre auf. "Wie geht es euch Fremde?", fragte eine Frau, die gerade herein gekommen war. "Was ist passiert? Mein Mann hat euch im Wald gefunden. Hattet ihr euch verlaufen?" "Ich weiß es nicht." "Ich heiße Ina und wie ist dein Name?" "Ich kann mich nicht erinnern, könnt ihr mir vielleicht helfen?", fragte Deidre. "Was ist das für ein krach da drausen?" "Los sucht sie! Dreht jeden Stein um und sucht in allen Winkeln. Irgendwo muss sie doch stecken.", brüllte eine Männerstimme. Im selben Moment kamen zwei Temrasoldaten die Tür herein. "Hier ist sie! Wir haben sie gefunden!", rief einer der Soldaten und sprang auf die Frauen zu um Deidre fest zuhalten, während der andere ihr die Hände zusammen band und sie aus der Hütte führte. "Hahaha...., na also. Verzeiht mir die Grobheit meiner Männer.", sagte Torc triumphierend als ihm der Soldat den Strick in die Hand gab. "Wer seit ihr und was wollt ihr von mir?, fragte Deidre. "Und warum verwüstet ihr dieses Dorf?" "Ich glaube das ist jetzt nicht wichtig, wenn Ihr uns bitte begleiten würdet." Lass sie sofort los, Torc!", rief Garrett aufgebracht. "Und ihr Temras seht zu, dass ihr Land gewinnt!", setzte Rohan hinzu, woraufhin die Temras fluchtartig das Weite suchten. "Wo wollt ihr hin, ihr Feiglinge? Hier geblieben! Kommt sofort zurück!" "Wir haben uns nicht das letzte mal gesehen, freut euch nicht zu früh!" Mit diesen Worten drehte er sich um und ritt seinen Soldaten nach. "Deidre! Ist alles mit dir in Ordnung?", fragte Garrett als er ihr die Fesseln durchschnitt. "Ich danke Euch für eure Hilfe. Das war sehr nett." Mit diesen Worten wandte sie sich ab und setzte zum gehen an. "Ach das war doch nicht...", wollte Angus noch raus bringen, "Hey, wo willst du hin?" "Was soll das? Wo willst du hin?", fragte Garrett, der sie eingeholt hatte und sie am Arm gepackt hielt. "Ich bin Euch dankbar, dass Ihr mir geholfen habt. Könntet Ihr mich jetzt bitte los lassen?" "Deidre, hör auf mit diesen Spielchen! Was soll das? Du kommst jetzt mit uns nach Kells zurück, dort können wir über alles reden." "Wieso sollte ich Euch vertrauen? Ich weiß nicht einmal wer Ihr überhaupt seid." "Du solltet mit ihnen gehen.", meldete sich das kleine Mädchen. "Vielleicht können sie Euch sagen wer Ihr seid und wo Ihr herkommt?", meldete sich die alte Frau, "Ihr solltet mit ihnen mitkommen. Wenn Ihr hier bleibt, werdet ihr es niemals herausfinden." Lange sah sie Rohan und die anderen Ritter an, dann ergriff sie Garretts Hand, der sie zu sich auf sein Pferd zog und mit anderen Rittern davon ritt.
Written by Michelle Hastler
