So: Hat zwar lange gedauert, aber auf eindringliches Bitten habe ich den 2. Teil fertig gestellt. :)
Na ich hoffe ich krieg auch ausreichend Kommis dafür ;)

Unliebe Kollegen

„Frau Higurashi?" KLOPF - KLOPF „Frau Higurashi!"
Niemand antwortete.
„Ich habe sie aber hinein gehen sehen. Sie müsste da sein."
„Sind sie sicher Herr Jigóku? Wir können nicht auf eine reine Vermutung hin die Tür öffnen lassen! Stellen sie sich vor wir würden sie z. B. in der Dusche überraschen."
„Ich bin mir sicher. Außerdem hatte ich vorhin noch ein seltsames Geräusch gehört; als würde etwas umfallen."
„Ähm... Na wenn dem so ist, werde ich den Ersatzschlüssel holen gehen."
„Beeilen sie sich gefälligst, ich hätte auch gerne meine Sachen wieder. Ich kann wohl kaum, in Rock und Bluse zur Arbeit gehen!"
„Ja.. Jawohl." Der Angestellte entfernte sich eiligen Schrittes.
Man konnte den Archäologen deutlich ansehen wie verärgert er war.
‚Zuerst verliert die Fluggesellschaft meine zweiten Koffer, und dann wird er auch noch mit dem dieser Schnepfe vertauscht. Obwohl... Ich könnte schwören, ich hätte ihn heute schon einmal in der Hand gehabt.'

„Herr Jigóku!" Der Mann keuchte schwer, er musste sich wirklich sehr beeilt haben. „Ich habe den Schlüssel."
„Worauf warten sie noch! Schließen sie endlich auf."
„Hai." Beinahe lautlos schwand die Tür auf und gab den Blick auf ein paar Füße frei.
„Mein Gott! Frau Higurashi. Ein Arzt! Wir brauchen einen Arzt."
+ war inzwischen neben sie getreten und hatte ihren Puls gefühlt.
„Beruhigen sie sich. Sie ist bloß ohnmächtig. Holen sie doch bitte ein Glas Wasser." Jigóku schlug ihr leicht ins Gesicht, um sie wieder auf zu wecken und als sie endlich blinzelte, reicht er ihr gleich das Wasser zum Trinken.

„Danke." Langsam wurde sie wieder klar im Kopf. Sie setzte das Glas an die Lippen, doch bevor sie auch nur eine Schluck nehmen konnte, lies sie das Glas auch schon fallen.
„AHHH!" Mit einem Satz sprang sie auf und wich in dem Versuch möglichst viel Abstand zwischen sie und dem Mann zu bringen, zurück an die Wand. Jede einzelne Faser ihres Körper war angespannt. Und dann war es plötzlich vorbei.

‚Was war das? Da war so ein unglaublich starkes und dunkles Youki. Und jetzt ist es einfach weg.' Sie warf einen misstrauischen Blick auf ihren Kollegen wider Willen und setzte sich schließlich aufs Bett.
"Frau Higurashi, ist alles in Ordnung?" Der Angestellte des Hotels maß sie mit einem Blick, als sei sie nicht mehr ganz bei Sinnen.

"Es ist alles in Ordnung. Mir ist der Flug nicht bekommen." Winkte sie ab und fragte sich was gerade der, gedanklich zeigte sie auf Herrn J, in ihrem Zimmer machte. einerseits war sie ihm Dankbar, dass er sie aus ihrer Ohnmacht befreit hatte, andererseits war er ihr nun erst recht nicht geheuer. Hatte er das starke Youki aufflammen lassen? Den Grund seines Hier seins erfuhr sie auch sogleich: "Man hat unsere Koffer vertauscht."

Und stellte das Gepäckstück krachend vor ihr ab. Es war das selbe Modell, wie ihr eigener. Es fehlte das Fähnchen mit dem Namen drauf. Kein Wunder, dass sie vertauscht worden waren. Kurz kam ihr der Gedanke, dass es vielleicht mit Absicht geschehen war. Sie verwarf ihn sogleich wieder. So ein Blödsinn, wer sollte ihr Schaden? Vielleicht doch und misstrauisch starrte sie die Männer and, die sich immer noch im Zimmer befanden und auf eine Reaktion von ihr warteten. Kagome löste sich aus ihrer Erstarrung:
"Danke. Das hier dürfte dann wohl ihrer sein."
Klappte den Koffer von Herrn Jigóku zu und stellte ihn nicht gerade zimperlich ab. Sollte sie ihn nach den Sachen fragen oder nicht? Sie entschied sich für: oder nicht.
"Wir treffen uns in 10 Minuten unten. Ich habe einen Wagen bestellt." Teilte er ihr mit, während er sich anschickte, seinen Koffer aufzuheben und nach draußen zu tragen.
"Ich bin gerade angekommen und ich muss noch meinen Koffer auspacken. Wir können auch morgen zur Fundstelle." Protestierte Kagome sogleich.
Mit einem unbestimmten Blick drehte er sich zu ihr um.
"In 10 Minuten ist Abfahrt. Mit oder ohne Sie, Higurashi-San. Sie wollen sich doch nicht den Fund des Jahrhunderts entgehen lassen und damit die Reportrationen?
Kurz meinte sie Abfälligkeit, gefolgt von Langeweile sich überhaupt mit ihr abgeben zu müssen in seinen Augen aufblitzen. Dieser Moment war vorbei und wenn er sie besser gekannt hätte, Inu Yasha hätte ihn warnen können, hätte er ihren Gesichtsausdruck lesen können. Kagome war wütend. sie kochte förmlich vor verhaltenden Zorn und hatte mit einmal einen ekelerregenden Geschmack im Mund. Daher zischte sie zwischen den Zähnen hindurch:
"Wir treffen uns unten!"
"Sind Sie etwa sauer?" Fragte er mit einem arroganten und sehr hochnäsigen Gesichtsausdruck.
"Raus!" Mehr konnte Kagome nicht mehr sagen, sonst würde sie sich ganz vergessen. Ihre Worte unterstrich sie mit ausgestrecktem Arm und Finger. Ob sie ihm auch eine Bannkette umlegen konnte, solange sie zusammenarbeiten mussten? Er nervte schon jetzt.
Mit einem schon fast hasserfülltem Blick verließ er das Zimmer, den Bedienstet mit angstvollen Augen hinter ihm her.

Als die Tür ins Schloss viel, gratulierte sich Kagome selbst, weil sie so auf ihn angesprungen war. Typisch ich, dachte sie nur. So konnte die Zusammenarbeit nur eins werden, fürchterlich. Solch einen arroganten Mistkerl war ihr bis jetzt nur einmal über den Weg gelaufen. Warum musste sie gerade jetzt an Sess denken. Auch wenn sich die Brüder nie verstanden hatten, in einem Punkt waren sie sich einig, die Vernichtung Narakus. Ob er nicht vielleicht in ihrer Zeit auch noch lebte. Kurz pochte ihr Herz schneller, dann verwünschte sie sich selbst, weil sie wieder an das Unmögliche gedacht hatte.
Schön wäre es gewesen, doch man konnte nicht alles haben. Kurz stiegen wieder Tränen in ihre Augen und die Traurigkeit war wieder da, nach all den Jahren, wo sie glaubte, es überwunden zu haben, war dieses Gefühl übermächtig und tiefer wieder da.
Erneut meinte sie, eine Hand auf ihrer Schulter zu fühlen. So vertraut, dass sie sich umdrehte:
"Inu Yas..." Es war niemand da und sie stand alleine im Zimmer und kam sich blöd vor.
Trotzdem hielt sie an dem feste, was sie zuvor gedacht hatte, Sesshoumaru. Sie würde nach diesem Auftrag nach Westen reisen und dort... sie stutze und ihr viel was ein. Es gab einen Berg, wie hieß der noch gleich? Inu Yama. Hundeberg. Könnte es sein, das. Sie wollte sich keinen Illusionen hingeben, dazu war ihr Beruf zu nüchtern. Sie raffte sich auf und schaute kurz auf ihre Armbanduhr. Nicht mehr viel Zeit. Umziehen musste sie sich auch noch und so machte sie sich an ihrem Koffer zu schaffen. Bevor sie ihn entgültig aufklappte, hielt sie noch einmal inne und fragte sich erneut, ob es Absicht war. Schnell riss sie sich zusammen.

Leider hatte sie keine Zeit, um herauszufinden, ob er manipuliert worden war oder nicht.
Sie zog Jeans, Socken, T-Shirt und eine leichte Jacke hervor, die von der Farbe und der Aufmachung etwas an Inu Yashas Suikan Oberteil erinnerte. Als sie die in einem Geschäft fand, wollte sie, sie unbedingt haben, auch wenn sie recht teuer war. Es war wo eine Art Glücksbringer auf allen Expeditionen geworden. Schnell zog sie sich um und setzte noch einen Hut auf, der mehr an Indy Jones erinnerte, als an Higurashi Kagome, aber bei der Arbeit im freien Gelände war er recht praktisch.

Sie schnappte sich noch ihre stets gepackte Umhängetasche und die Photoausrüstung, verlies das Zimmer und schloss ab. Sie begab sich nach unten zur Halle, wo sie genau nach den abgemachten 10 Minuten erschien. Als sie den etwas aufgeregt wirkenden Herrn Jigóku sah, konnte sie sich ein kleines, gemeines Grinsen nicht verkneifen. Sollte er etwas sagen, würde sie ihn schon zurecht stutzen auf ihre Größe. Auch wenn er ihr komplett unsympathisch war und sie so etwas wie einen Würgreiz in seiner Nähe bekam, freute sie sich irgendwie auf die fachlichen Wortduelle mit ihm.
°Immer das Positive an einer Sache sehen.° Sprach sie sich selbst Mut zu und trat in die Halle. Mit einem unschuldigen Augenaufschlag ging sie auf ihn zu und erwartete schon Gezeter, doch er sagte im Umdrehen nur:
"Dann können wir ja los."
Enttäuschte folgte Kagome ihm, sie hatte sich gerade die richtigen Worte zurecht gelegt.

Sie hatten sich einen Geländewagen für den steilen Berg geliehen und ihr Kollege saß am Steuer. „Nicht schon wieder." War ihr erster Gedanke. Nach den letzten Erfahrungen hatte sie wirklich genug von Autofahrten, nicht eine Sekunde hatte ihr Magen wirklich zur Ruhe kommen dürfen und die unebene Hände des Berges trugen nichts zu dessen Besserung bei. Mühevoll unterdrückte sie die Galle, die ihren Rachen empor steigen wollte. ‚Nein, nicht jetzt. Diese Blöße werde ich mir nicht geben.' Um sich abzulenken fing sie ein Gespräch an und zu ihrem Glück half es auch etwas.
„Wenn wir angekommen sind, möchte ich gern erst mal das Schwert sehen, welches SIE so rühmlich entdeckt haben." Kagome versuchte bewusst schärfe in ihre Worte zu legen, was aber dank ihres noch immer rebellierenden Magens nur spärlich gelang.
„Tut mir leid Kagome; ich darf sie doch Kagome nennen? Das hätten sie mir früher sagen müssen. Wie du hoffentlich verstehen wirst, lagern wir so wertvolle Funde nicht bei der Ausgrabungsstätte."
Was nahm er sich nur heraus!
„Natürlich war mir das klar, Herr Jigóku. Nur bei meinen Ausgrabungen habe ich normalerweise einen Safe VOR ORT"
„Für einen Safe hatte wir leider keine Platz mehr, wir waren schon froh eine kleine Hütte für das Werkzeug aufstelle zu können, liebste Kagome." Seine Stimme triefte vor Spott, er wusste genau, dass sie es nicht leiden konnte von ihm geduzt zu werden.
„Für sie noch immer Frau Higurashi." Ihr Zorn nahm schon beinahe überhand, wie sie diesen schleimigen Kerl doch hasste. Und da war es wieder, diese Youki, das ihr das Blut in den Adern gefrieren lies. Vorsichtig sah sie sich um, doch außer ihnen beiden war niemand weit und breit zu sehen. Nur karges, steiniges Gelände zog and dem Jeep vorbei. Aus den Augenwinkeln beobachtet sie ängstlich ihren Kollegen wider Willen. Kam es von ihm? Der sah aber aus wie immer, konzentriert starrte er auf den Weg, der mit steigender Höhe immer schwieriger zu befahren war. Stammte diese Youki vielleicht von ihr selbst? Drängte sich ihr die Frage auf, da sie es bis jetzt nur verspürt hatte, wenn sie unter großer emotionaler Anspannung stand. ‚NEIN!' Entschied sie, 'ich habe doch nichts dämonisches an mir.' Und ihr Blick kehrte zu dem Mann zurück, der neben ihr saß. Ein kalter Schauer kroch ihren Rücken empor als ihr bewusst wurde, dass ihr genau diese dämonische Energie irgendwie bekannt vorkam, doch einordnen konnte sie es nicht. Panik umklammerte ihr Herz. ‚Was soll ich nur machen, wenn wir hier angegriffen werden. Ich habe keine Waffe bei mir mit der ich mich wehren könnte.' Und plötzlich hielt der Wagen an und Kagome wollte schon aufschreien.

„Herr Jigóku! Frau Higurashi! Schön dass sie schon da sind."
Kagome war so in Gedanken vertieft gewesen, dass ihr ihre Ankunft nicht aufgefallen war.
„Fumio! Na wie steht's? Habt ihr schon was über den Fund von heute früh heraus gefunden?"
Kagome lauschte gespannt dem Gespräch der beiden. ‚Noch ein Fund?'
„Nein Chef. Keiner traut sich näher heran. Das Skelett ist allen unheimlich."
„Warum das denn? Das ist doch lächerlich."
„Naja... Es muss doch schon einige hundert Jahre alt sein und doch weißt seine seltsame Kleidung keinerlei Spuren von Verwesung auf. Auch der hölzerne Rosenkranz um seine Hals ist noch vollkommen in Takt."
Schon nach den ersten Worten war die junge Frau aus dem Wagen gestiegen und hatte sich zu ihren Kollegen gesellt. Ihr Hände hatte sie ineinander gekrallt und doch konnte sie das Zittern, welches sie erfasst hatte, nicht ganz unterdrücken.
„Die sollen sich nicht so anstellen! Stell dir mal vor, wieviel Geld wir mit solch einem Material verdienen könnten!" Kurze Sekunden lang versank Ban Jigóku in Tagträume über Macht und Reichtum, welchen ihm ein unzerstörbarer Stoff einbringen würde.
„Und dann noch ..." Fumio sprach weiter und holte ihn somit in die Realität zurück. „ diese Klauen. Messerscharf sage ich ihnen. Als eine der Abdeckungen dagegen fiel, wurde sie einfach entzwei geschnitten. Und erst die Zähne! Ich sage ihnen, das war mit Sicherheit kein Mensch."
„So so, kein Mensch. Was denken die Arbeiter, soll es denn sonst sein? Lächerlich."
„Sie sagen, es wäre ein Dämon. Keiner wagt sich mehr zur Fundstelle." Die letzten Sätze brachte der Gehilfe nur stockend heraus, man merkte ihm deutlich an, wie unangenehm ihn dies war.

Immer fester presste Kagome ihr Hände aneinander, ihr Knöchel traten schon weiß hervor und mit schwankendem Schritt näherte sie sich der Kiste, in der besprochene Fund lag.

„Schwachsinn!" Ban presste dieses Wort wütend zwischen seinen Lippen hervor, doch es sollte noch besser kommen. Kleinlaut macht ihm Fumio noch ein Geständnis.
„Jemand hat der Presse Bescheid gesagt, die werden in einer halben Stunde da sein."
„WAAAS! Wie stehe ich dann da? Einen Dämon gefunden... Mein Ruf würde ins Lächerliche gezogen. WER? WER war das? Sag schon Fumio."
„Er ist nicht mehr hier..."
„Eine halbe Stunde sagtest du?" Er begann nachzudenken. „Wir schleifen ihm einfach die Zähne ab und von den Händen lassen wir die vordersten Knochen verschwinden. So können wir das Ding noch als Missgeburt ausgeben."

Kagome nahm alles nur noch wie durch einen Schleier wahr. Ihr Blick war auf das gerichtet, was in der Kiste lag: Ein Skelett umhüllt von einem roten Siukan, der bis zu heutigen Tage nicht zur Staub zerfallen war. Langsam sickerte die Worte des Mannes in ihr Bewusstsein, welches schon wieder von der Dunkelheit überwältig zu werden drohte. „Nein! Das darf nicht sein." Nur flüsternd kamen diese Worte von ihren bebenden Lippen.

„NEIN!" Dieser Schrei kostete sie ihre letzte Kraft, das letzte bisschen Beherrschung und weinend brach sie auf den Überresten zusammen.