So vielleicht als kleiner Schmankel mach ich mal mit dem 2 Kapitel weiter. Rückmeldungen sind gern gesehen ^^
Eure Van.
Kapitel 2. Liebe ist nicht gleich Liebe
Es war Samstag, Zeit zum Ausschlafen könnte man denken. Wenn Hermine nicht schon hellwach in ihrem Bett lag bevor die Sonnenstrahlen auch nur ein Bruchteil von Hogwarts Ländereien gestreift hatten. Sie versuchte wieder ein zu schlafen, aber Hermine konnte einfach nicht. Ihre Gedanken kreisten immer um das gleiche Thema…Um Ron und zu Hermines bedauern, Snape. Sowie schon die ganze Nacht.
Verwirrende Träume von roten Haaren und tief schwarze Augen. Hermine war sich bewusst, das sie mit Ron reden musste. So konnte es nicht weiter gehen. Selbst wenn schon Snape von Hermines Beziehungsproblemen sprach und von ihrer Unkonzentriertheit in letzter Zeit, war das ein alarmierendes Signal. Anderseits ging Snape ihr Privatleben nicht den Rost unterm Kessel an. Was zum Merlin erlaubte er sich ein Urteil über ihr Leben? Als ob Hermines Leben so einfach und lustig wäre, teil vom goldenen Trio zu sein machte es auch nicht besser. Sie wusste, dass es nicht leicht war mit ihr in einer Beziehung zu leben. Sie folgt stets mehr ihrem Verstand und ihren Büchern als ihrem Herz und ihren Gefühlen. Zu oft musste Hermine lernen, das sie Gefühle zu angreifbar machten. Sie wusste, dass sich mehr als genug fragten, warum sie, gerade sie die ewige Streberin, Besserwisserin, Neunmalkluge die mehr Zeit in der Bibliothek verbrachte als sonst wo in Hogwarts, zu Harry Potters besten Freunden zählte. Und warum gerade Hermine den mittlerweile großgewachsenen, schlaksigen und witzigen Ron Weasley zu ihrem Partner zählte.
Hermine rappelte sich ruckartig auf um unter die heiße Dusche zu gehen. Im Irrglaube seine Gedanken und Gefühle mit dem warmen Wasser einfach fort spülen zu können.
Hermine saß eine ganze Weile einfach nur da, in der Bibliothek und starrte auf ein Buch, von dem sie noch nicht mal den Titel kannte. Sie hing ihren Gedanken nach, darauf bedacht bestimme Personen aus ihren Kopf zu bekommen.
Unsanft wurde Hermine von einer Stimme zurück in die Realität katapultiert.
"Hermine, Schatz, da bist du ja endlich! Ich hab nach dir gesucht. Warum warst du nicht beim Frühstück?"
Da fiel Hermine mal wieder auf, wie schlecht Ron sie eigentlich kannte, jeder wusste doch das man Hermine als erstes in der Bibliothek suchen geht.
„Ich hatte keinen Hunger, Ron. Da dachte ich, ich bereite mich schon mal auf die nächsten Prüfungen vor." Es war nicht gelogen. Hermine hatte wirklich keinen Hunger gehabt aber sie war auch nicht erpicht darauf Ron oder Snape zu begegnen.
„ Seit wann müssen wir ‚Die wichtigsten Zaubersprüche für Haushalt, Kind und Elf' für eine Prüfung gelesen habe?" fragte Ron schmunzelt nach dem er seinen Kopf schief gehalten hatte um den Titel des Buches zu erfahren.
„Erm…"
„Oder bereitest du dich schon mal für ein Leben nach Hogwarts vor? Damit du das Haus auch schön sauber hältst und das Essen auf dem Tisch steht wenn ich von der Arbeit komme?" Ron lachte. Hermine nicht. Im Gegenteil.
„Bitte was? Ganz sicher nicht Ron. Ich bin nicht dein kleines Hausfräulein das Ihren Abschluss auf Hogwarts dafür macht dir hinterher zu räumen und das Essen warm zu halten" schnauzte Hermine ihn an.
„Woah, Hermine. Langsam das war nur ein Scherz. Komm schon was ist los mit dir?" fragte Ron sie entgeistert.
„Nichts, was soll schon los sein?"
„Hermine, seit Wochen bist du völlig zerstreut. Hast schlechte Laune. Rasterst beim Thema über unsere gemeinsame Zukunft ständig aus. Ich bekomme dich kaum noch zu Gesicht. Entweder versteckst du dich hinter deinen Büchern oder bist im Mädchen Schlafsaal."
Jetzt wo Ron es ansprach, hatte er Recht.
„Tut mir leid, Ron. Es ist nur, in ein paar Monaten ist mit Hogwarts Schluss. Die Prüfungen, die Zukunft, Voldemort. Machst du dir da keine Gedanken drüber?"
„Doch natürlich. Aber wir sind jung, Hermine. Lass uns einfach genießen. Was bringt es uns wenn wir andauern über die Zukunft nach denken? Was passieren wird, wird passieren! Schau dir Fred und George an. Die nehmen das Leben auch nicht so schwer."
„Ja, sie sind zu Ihren Prüfungen erst gar nicht erschienen sondern haben sich schon vorher aus dem Staub gemacht! Haben einfach Hals über Kopf ein Geschäft gegründet…"
„ Das mehr als gut läuft Hermine." Warf Ron ein.
„Ja, sicher. Nur konnte das auch keiner vorher wissen. Sie waren während ihrer Zeit in Hogwarts schon unverantwortlich."
„Was soll das denn schon wieder heißen Hermine?" Diesmal lachte Ron nicht, sein Gesicht wurde ernst.
„Ach nichts…"
„Manchmal frage ich mich, ob meine Familie und ich dir nicht gut genug sind."
„ Oh Ron, fang jetzt nicht wieder damit an. Die Diskussion hatten wir doch schon und das nicht nur einmal. Ich liebe deine Familie, jeden einzelnen, und das weißt du."
„Was meine eigentliche Frage nicht beantwortet. Ich weiß, wir sind nur eine einfache Zauberer Familie die keine großen Verdienste hat und keine großen Karrieren in ihren Berufen vor zu weißen haben. Trotzdem halten wir als Familie zusammen, egal was kommt. Sowas möchte ich auch mal haben! Eine Familie mit dir gründen, Kinder haben die dann auch nach Hogwarts gehen."
„Ja genau da ist das Problem, Ron." Fiel Hermine ihm ins Wort. „Familie, Kinder… Meinst du nicht solche Gedanken habe noch Zeit? Nach Hogwarts muss ich mich erst mal entscheiden, welchen Berufsweg ich gehe…Gehe ich in die Forschung, ins St. Mungo? Lehrer oder doch gar Auror? Wo ist da die Zeit für die Familienplanung?"
„Ich sagte ja auch nicht sofort, Hermine. Irgendwann! Lass uns erst mal Heiraten, ein trautes Heim für uns schaffen, der Rest ergibt sich dann schon." Sprach Ron liebevoll.
Sie hasste es, wenn Ron von ihrer gemeinsame Zukunft sprach. Wollte sie das überhaupt so schnell? Wollte sie sich direkt für immer an ihn binden? Heiraten? Er hatte es sich anscheinend schon alles zu Recht gelegt. Was glaubte er wie das ablaufen sollte? Er würde eine Stelle im Ministerium annehmen, sie würde das Haus in Schuss halten, den Garten entgnomen und die Kinder erziehen? Dafür war sie keine Hexe!
„Heiraten? Ron, wir sind seit einem knappen Jahr zusammen…" fing Hermine an.
„Ja und? Meine Mum und mein Dad haben auch direkt nach Hogwarts geheiratet Hermine. Und sie sind immer noch glücklich miteinander."
„Ich bin nicht deine Mutter, Ron."
„Was soll das heißen, du bist nicht meine Mutter?" Ron schaute Hermine verständnislos an.
„Na es soll heißen, dass nicht immer alles so läuft wie es bei deiner Familie gelaufen ist Ron. Molly ist wie geschaffen für dieses Leben, was sie führt. Sie hat sieben wunderbare Kinder, einen Mann der sie liebt, ein schönes Heim. Sie wollte es so, sie hatte sich von Anfang an dazu entschieden eine liebende Mutter und Ehefrau zu sein."
„Wirfst du meiner Mutter gerade fehlende Ambitionen vor, Hermine? Nur weil sie schon sehr früh wusste das sie ihr Leben der Familie widmen möchte?" Ron wurde wütend.
„Nein, Ron das habe ich nicht getan. Du hörst mir nicht zu. Was ich damit sagen will ist, dass ich mir so ein Leben im Moment nicht vorstellen kann. Andauern das Gerede über Hochzeit und Kinder. Ich möchte mein Leben so gestalten wie ich es mir vorstelle, meine eigenen Erfahrungen sammeln ohne die Verantwortung für ein weiteres Leben tragen zu müssen, ohne mich immer rechtfertigen zu müssen gegenüber meinem Mann weil ich nicht nur Haushexe und Mutter sein möchte, die den ganzen Tag mit kochen, waschen, Ehrziehung und Entgnomen beschäftigt ist." Hermine hatte es härter formuliert als sie eigentlich wollte. Aber genau das war es, was seit Wochen ihr Leben so schwer zu machen schien.
Ron schaute Hermine an. „Okay, so siehst du das also. Endlich hast du dich mir mal mitgeteilt. Es hätte uns eine Menge Zeit erspart, wenn du mir eher gesagt hättest, dass ich allen Anschein nur ein kleiner Zeitvertreib für dich war um deine Zeit in Hogwarts spannender zu gestalten, vor allem im Bett. Ein kleiner Wink mit dem Zauberstab a la ‚Ich mag dich Ron aber eine Familie mit dir dann doch nicht' hätte schon ausgereicht. "
„Wie bitte? Glaubst du wirklich dass du für mich nur eine Bettgeschichte bist? Ich als eine Art Zeitvertreib mit dir zusammen bin?"
„Liebst du mich?" fragte Ron.
Damit hatte Hermine nicht gerechnet. Wie konnte er jetzt diese Frage stellen? Natürlich liebte sie ihn…Aber das hieß doch nicht, dass sie sich ein ganzes Leben mit ihm vorstellen kann, oder etwa doch? Sie blickte in seine tief blauen Augen, die Hermine immer an das Meer erinnerte. Rau und wild aber dennoch wunderschön und liebenswert.
„Keine Antwort, ist auch eine Antwort." Damit drehte sich Ron abrupt um und verließ die Bibliothek.
Ein großer Teil von Hermine wollte Ron hinterher rennen, ihn küssen und sagen dass sie ihn natürlich liebe und ihn natürlich heiraten wollen würde. Doch irgendwo, ganz tief in ihr drinnen, wusste Hermine das es eine Lüge war. Diese Erkenntnis schmerzte, sehr sogar. Wo waren ihre Glücksgefühle hin als Ron sie das erste Mal küsste? Sie endlich, nach allem was sie miteinander erlebt hatte, zusammen gekommen waren. Hermine Ron gewissenhaft an ihrer Seite wissend, komme was wolle. Geliebt wurde, nach dem Krum es nie richtig ernst mit ihr gemeint hatte und Hermine seit her ihr Herz verschlossen hatte. Tränen stiegen ihr in die Augen, bahnten sich einen Weg über ihre Wangen und tropften auf die Seiten dieses dämlichen Buches.
„Hören Sie auf das Buch mit Ihren Tränen zu beschädigen, Granger und folgen sie bloß rasch ihrem Weasley und klären ihre Probleme. Denn ich erwarte Sie pünktlich um 19Uhr in meinem Büro." Raunte Snape Hermine an.
Nanana, was sich Snape da mal wieder raus genommen hat ^^
