Disclaimer: Mir gehört mal wieder nichts. Außer natürlich Aragorns Kindern und Thalion und dem Plot.


Geliebte Tochter
Kapitel 1

11. Gwaeron, 53 VZ

Morgen wird es endlich soweit sein. Morgen ist mein großer Tag; ich werde mit Thalion aufbrechen. Wir werden gemeinsam durch Mittelerde reisen, nur wir beide, und ich bin furchtbar nervös. Nicht vor der Reise, das weniger, ich bin schon oft mit Ada und Eldarion fort gewesen. Ich bin nervös, weil ich mindestens ein halbes Jahr mit Thalion allein sein werde. Wir sind mehr als nur Freunde, und ich hoffe sehr darauf, dass sich während der Reise noch mehr entwickelt. (Naneth würde mir den Kopf abreißen, wenn sie wüsste, was ich denke.)

Unser Weg wird uns zuerst nach Ithilien führen, wo wir Legolas besuchen werden. Auch darauf freue ich mich schon, Legolas ist ein guter Freund von Ada und ich mag ihn gern. Seine elbische Siedlung - ich glaube, sie nennen sie Eldeon - ist wunderschön, und sehr romantisch. Oh, ich und meine Hintergedanken.

Nach Ithilien soll uns unser Weg durch Rohan, zum Fangorn-Wald, führen, und danach zum Düsterwald - oder, wie sie ihn jetzt nennen, Eryn Lasgalen.

Was danach sein soll, wissen wir noch nicht genau. Wir wollen noch unbedingt nach Arnor, aber welchen Weg wir nehmen, ist uns noch nicht klar. Entweder suchen wir uns einen Weg über das Gebirge, oder wir reiten zurück und nehmen die Pforte von Rohan oder sogar Moria. Dort haben fleißige Zwerge, soweit ich das gehört habe, die alten Minen wieder aufgebaut, nachdem der Balrog tot ist.

Ich bin der Meinung, wir sollten zurück reiten und über Moria gehen, wenn es soweit ist. Ich würde gerne die Zwerge besuchen, und die legendären Minen sehen. Außerdem träume ich schon lange davon, einmal nach Caras Galadhon zu kommen, auch wenn die Stadt angeblich schon beinahe verlassen sein soll. Lórien muss wunderschön sein.

Oh, ich habe vergessen zu erwähnen, dass wir auch die Dunedain im Norden besuchen werden. Thalion ist selbst ein Dunadan, und ich bin es ja auch. Ada hat mal zu mir gesagt, „Silivren, du bist eine Tochter Númenors" - diese Worte werde ich nie vergessen, er war so stolz auf mich, und ich war es auch. An diesem Tag ist mir klar geworden, dass ich nicht zur Prinzessin geboren wurde. Nun gut, ich bin eine Prinzessin, aber es ist nicht das Leben, das ich in der Zukunft führen will. Tuilinn ist eine bessere Prinzessin als ich.

Wir haben alle unsere Vorstellungen, meine Geschwister und ich, was aus unserem Leben werden soll...

Eldarion ist natürlich der Prinz und der zukünftige König, und damit ist er anscheinend sehr glücklich. Im Moment ist er viel als Botschafter Gondors unterwegs. Es ist unglaublich, wie ähnlich er Ada ist, man könnte sie für Brüder halten.

Tuilinn ist eine Prinzessin, wie sie im Buche steht. Sie lebt gerne im Palast, und achtet sehr auf ihr Aussehen. Besonders stolz ist sie auf ihre spitzen Ohren; wir Mädchen haben alle elbische Ohren. Eldarions sind, seltsamerweise, rund, und kein Mensch (oder Elb) weiß, warum.

Minuial ist Naneth sehr ähnlich. Sie ist sehr zierlich, anmutig und blass, und sie ist definitiv die Begabteste, was die elbischen Sprachen betrifft. Wir alle fünf haben Sindarin gelernt; Minuial hat sich zusätzlich selbst Quenya beigebracht und spricht es wie ihre Muttersprache. Sie hat sogar schon davon gesprochen, für ein paar Jahre nach Bruchtal zu ziehen, oder zu den Elben in Ithilien.

Nun ja, Ninim ist noch zu klein, um einen eigenen und fest ausgebildeten Charakter und Zukunftswünsche zu haben. Sie ist erst drei Jahre alt und macht sich natürlich noch keine Gedanken über das Erwachsensein. Im Moment genießt sie nur die Aufmerksamkeit, die sie als Nesthäkchen von allen bekommt. Es war für uns alle eine Überraschung, als Naneth angekündigt hat, dass sie wieder schwanger ist, selbst Ada hat nichts gewusst. Sein Gesichtsausdruck war göttlich, darüber können wir noch heute kichern.

Und dann bin da noch ich. Ich bin wirklich die weibliche Version meines Vaters, zumindest behaupten das alle. Ada meinte einmal, dass ich ihn sehr an sich selbst erinnere, als er jünger war - wir sind beide Waldläufer bis ins Blut. Auch wenn Ada König von Gondor ist, tief innen drin wird er immer ein Waldläufer bleiben. Ich sehe es ihm an, wenn er Eldarion und mich auf Ausflüge mitnimmt, wie sehr er es genießt, in der Wildnis zu sein. Vielleicht ist er ja deswegen immer so stolz auf mich, weil ich sozusagen eine Familientradition fortführe. Von Thalion weiß ich, dass ich die erste weibliche Waldläuferin seit Jahrhunderten bin, denn die Frauen der Dunedain scheinen es vorzuziehen, ihren Männern die gefährlichen Sachen zu überlassen. Verstehe das, wer will.

Später

Gerade ist Ada zu mir gekommen. Er hat mir im Voraus sein Geschenk zu meinem achtzehnten Geburtstag gegeben, und ich rätsele immer noch über diesem Geschenk herum. Es ist eine Karte von Eriador, auf der eine Stelle markiert ist, die nahe an Bruchtal liegt; natürlich habe ich gefragt, was dort ist, aber die einzige Antwort war: „Du wirst es sehen, wenn du dort bist. Es gehört dir."

Nun frage ich mich, was kann es sein, das im Wald bei Bruchtal liegt und das Ada mir schenken könnte? Ich werde einfach nicht schlau daraus. Aber ich werde es ja sehen; wir werden auch Bruchtal besuchen, vielleicht können meine beiden Onkel mir ja weiter helfen. Ich freue mich schon darauf, sie wieder zu sehen. Sie sind Naneths Brüder, Zwillinge, die ich immer noch nicht auseinander halten kann. Wie meine Eltern das machen, ist mir ein Rätsel. Natürlich weiß ich, dass Elladan älter ist als Elrohir, aber wie soll man bei zwei Elben sagen, welcher älter ist? Besonders, wenn es sich bei dem Altersunterschied nur um ein paar Minuten handelt? Es ist zum Verzweifeln. Wenn wir in Bruchtal sind, kann ich sie vielleicht überreden, unterschiedliche Kleidung zu tragen. Es wäre doch sehr erleichternd.

Was ist das bloß für ein Geschenk...


Gwaeron - März

Ada - Papa

Naneth - Mutter

Eldeon - Alleen


Eldarion - 22

Tuilinn - 19

Silivren - 17

Minuial - 14

Ninim - 3


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