Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika saß hinter seinem Schreibtisch und lies sich die letzten vier Wochen noch einmal durch den Kopf gehen.

Vor vier Wochen hatte Homeland Security und die CIA eine Gruppe Agenten hochgenommen. Man war davon ausgegangen im Haus acht britische Spione vorzufinden, stattdessen war auch noch eine Gruppe von Spionen aus Deutschland anwesend, die eine Menge über das Stargate-Programm herausgefunden hatten.

Unter Druck der Deutschen Bundeskanzlerin ließ man die Agenten frei, denn sie hatte damit gedroht, dass Stargate Publik zu machen. Im Nachhinein stellte sich das aber als ein Bluff heraus.

Auch die britischen Spione wurden freigelassen. Die Bundeskanzlerin stellte allerdings mehrere Bedingungen:

1. Die Bundesrepublik Deutschland bekam völlige Einsicht in alle Akten die mit dem Stargate zu tun hatte.

2. In den nächsten 12 Monaten sollte die Bundesregierung „offiziell" vom Stargate Kenntnis bekommen.

Wiederwillig stimmte der Präsident zu, da ja immer noch eine Veröffentlichung folgen könnte.

Dann vor zwei Wochen wurden Frankreich, die Briten und die Chinesen von den USA und den Russen in das Programm eingeweiht. Natürlich hatte Senator Kinsey versucht das Stargate an sich zu reisen, was aber von Thor, General Hammond, Oberst Chekov und Major Davis verhindert wurde.

Natürlich hatte der britische Premierminister den Abgesandten nicht informiert, was er hier erfahren würde, sonst hätte es wahrscheinlich Probleme mit den anderen Staaten gegeben. Natürlich wussten außer den USA nur noch die Briten, dass die deutsche Regierung schon vom Stargate wusste.

Das Piepsen seines Interkoms riss den Wohl mächtigstem Mann auf Erden aus seinen Gedanken.

„Mister Präsident, der britische Premierminister und die deutsche Bundeskanzlerin, sowie eine Delegation von Militärs aus den Ländern ist hier." sagte seine Vorzimmerdame.

Er drückte den Rufknopf.

„Okay, lassen sie sie rein. Und sagen sie alle meine Termine für die nächsten Stunden ab."

„Ja, Sir."

Im Vorzimmer.

„Der Präsident erwartet sie.", meinte die Dame, stand auf und öffnete den gut10 Personen die Tür.

Schnell traten die Personen ein und schlossen die Tür.

Der Präsident saß mittlerweile in einem Sessel vor zwei Sofas. Auf das von ihm linke setzte sich die deutsche Abordnung und auf das rechte die Briten.

„Also, was kann ich für sie tun?" wollte er wissen.

„Die Frage sollte lauten, was können wir für sie tun, Mister Präsident." sagte die Bundeskanzlerin.

Der Präsident schien kurz verwirrt, fragte dann aber: „Was können sie denn für mich tun?"

„Nun wie wäre es wir helfen ihnen die Goa´uld zu vernichten?" meinte der Premierminister.

„Und wie wollen sie das machen? Wollen sie SG-Teams stellen?"

„Ja und nein. Wir dachten an etwas anderes.", meinte der britische General.

„Und an was genau?"

„Oberst Dudmars, das ist ihr Gebiet." meinte die Kanzlerin.

„Welcher?" fragte Alex.

„Immer der der fragt." meinte Marc Dudmars.

Alex stand auf und stellte sich so das alle ihn sehen konnten.

„Nach dem wir das Stargate-Programm gefunden haben, haben sich einige Militärs Gedanken gemacht, wie man sie unterstützen könnte. Das ging von militärischer über medizinische bis hin zu wissenschaftlicher Unterstützung. Doch am Ende entschied man sich für etwas von allem.

Mister Präsident, wir bräuchten das zweite Tor für ein paar Wochen, da wir uns einig sind. Von der Erde aus können wir unser Vorhaben nicht starten, also sind wir zum Entschluss gekommen, dass wir eine kampfstarke Militäreinheit aus Briten und Deutschen auf einen unbewohnten Planeten mit Stargate zu bringen und von dort dann den Kampf aufzunehmen." erklärte Alex ihr Vorhaben.

Der Präsident schwieg und lies sich diesen Vorschlag durch den Kopf gehen, denn so schlecht war diese Idee gar nicht. Eine von der Erde unabhängig operierende Militärstreitmacht, die den Goa´uld einheizten würde. Keine Politiker, die sich einmischten und man könnte alles abstreiten, da sie nie durch das Tor im Stargate-Center gegangen sind.

„Okay und wie genau haben sie sich das vorgestellt, Colonel?"

„Wir nehmen Panzer, Artillerie, Hubschrauber und anderes Kriegsgerät. Insgesamt dachten wir an 800 Soldaten, die eine Hälfte Deutsche, die andere Hälfte Briten. Wir entfernen vorher alles was auf die Erde hinweisen könnte, sodass, wenn wir doch einmal auffliegen sollten, die Erde nicht mit einem Vergeltungsschlag rechnen müsste."

„Das klingt alles sehr interessant, aber wie wollen sie die Versorgung dieser Einheit sicherstellen, da wir ihnen das zweite Tor nicht für immer über lassen können.", wollte der Präsident wissen.

„So wie die Alliierten unter Lucius D. Clay West-Berlin" meinte Marc nun. „Wir wissen durch sie von einem Planeten mit Werften für Al´keshs und Tel´taks. Dort klauen wir uns ein paar und zerstören gleichzeitig die Werften. Dann pendeln die Schiffe zwischen Erde und unserem Stützpunkt.."

„Ok, aber wie wollen sie das mit den Uniformen und den Rängen? Die Goa´uld kennen die unseren inzwischen." meinte der Präsident.

„Mit unseren?", fragte die Kanzlerin.

„Denken die ich lasse sie das alleine machen? Nein. Sie bekommen eine 200 Mann starke Marine- Einheit mit. Das kann ich nicht von ihnen verlangen, dass sie das ohne Unterstützung von den USA machen, da wir den Krieg begonnen haben."

So wurde alles beschlossen, die Einheit würde aus 1000 Mann bestehen, aus allen drei Nationen unter der Führung des deutschen Generalmajors Dieter Heine. Man würde die Uniformen und Ränge der Bundeswehr nutzen, da die der Amerikaner dem Feind bekannt waren und die der Briten denen der Amerikaner relativ ähnlich waren.

Auch wurde das Kriegsgerät beschlossen. Zwanzig M1A4 Abrams-Kampfpanzer der USA, zwanzig Challenger 2 der Briten und zwanzig Leopard 2A5-Kampfpanzer der Bundeswehr wurden bagestellt, dazu zehn Panzerhaubitzen 2000. Fünfzehn Gepard-Flugabwehrpanzer gehörten auch dazu, ebenso wie dreißig modifizierte Humvees, die schneller waren als die Standardausführung.

Aber das Überraschenste war, dass der Präsident vierzig Hubschrauber zur Verfügung stellte: Zwanzig UH-60 Black Hawks und zwanzig Kampfhubschrauber von AH-64 Apache.

Nach dem alles geklärt war, machten sich alle auf den weg um den Rest zu organisieren, die Truppen auszusuchen und einzuweisen, das gesamte Material zusammenzustellen und vieles mehr.

In der der Nähe von Koblenz in Deutschland auf dem Truppenübungsplatz Schmittenhöhe richtete eine Pioniereinheit der Bundeswehr eine Behelfslandebahn für Flugzeuge ein. Eine weitere Einheit, die auch später mit durch das Tor gehen würde, baute mit Hilfe von modifizierten Tok´ra-Tunnelkristallen eine unterirdische Einrichtung von der die Soldaten starten würden.

Oval Office

Der Präsident griff nach dem roten Telefon und drückte auf die 5. Nach mehrmaligen Klingeln nahm die Person auf der anderen Seite ab.

„Starten sie Operation: Göttergaben. Ziel wird noch genannt." befahl der Präsident.

„Verstanden, Sir." meldete die Person am anderen Ende der Leitung und legte auf.

Unter der größten Geheimhaltung wurden die benötigten Sachen zur Andrews Air Force Base gebracht und in C-5 Galaxys und C-130 Hercules verladen.

Andrews Air Force Base(AAFB)

Der hiesige Kommandant wusste nicht, wofür die gut zwanzig Flugzeuge, die hier standen, benötigt wurden, er wusste nur, dass es strenggeheim war. Da kam auch schon der Lademeister auf ihn zu.

„Sir, wir bräuchten noch eine Unterschrift von ihnen. Damit bestätigen sie, dass alles den Vorschriften entsprechend abgelaufen ist und das die Maschinen und die Fracht nie hier war."

Schnell überflog er die Liste mit der Ladung was er las überraschte ihn sehr. Auf der Liste war genug Material um ein kleineres Land zu erobern.

„Wo wollen die den Krieg führen?" fragte er den Lademeister.

„Das weiß ich genau so wenig wie sie, Sir. Ich weiß nur, das alles hier strenggeheim ist, aber vermutlich wissen wir es wenn der Krieg ausbricht."

„Vermutlich, Gunny."

Irgendwo über dem Atlantik

Die Piloten der C-5 Galaxy waren schon seit gut fünf Stunden unterwegs. Ihr Auftrag lautete eine Kiste nach Deutschland auf einen Truppenübungsplatz zu bringen. Wenn sie alles abgeladen hatten, sollten sie zum US-Stützpunkt Raumstein in Deutschland fliegen und auf weitere Befehle warten.

Mit einem Piepsen startete der Flash-Nachrichtenempfänger im hinteren Teil des Cockpits zu arbeiten. Der Bordmechaniker löste sich aus seinem Sitz, nahm die Nachricht entgegen und las sie.

„Sir, wir haben soeben unsere Zielkoordinaten erhalten." meinte er.

„Wo geht's denn hin?" fragte der Pilot.

Der Mechaniker zeigte ihm die Nachricht. Der Pilot las sie schnell durch und gab die Koordinaten in den Computer ein.

„ETA in 6 Stunden." meinte er dann noch.

5Stunden 50 Minuten später, Schmittenhöhe.

Die Soldaten warteten schon geduldig auf die hatte ihnen den Befehl gegeben alles so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen.

Der Radar-Offizier blickte auf sein Radar. „Oberst, ich habe die C-5er auf den Schirm." meldete er dem Oberst.

„Danke. Funker, nehmen sie Kontakt auf.", befahl der Oberst.

Nach 30 Sekunden stand die Leitung und er Oberst sprach.

„Hier Oberst Dudmars, schalten sie ihre Landelichter erst kurz vor der Landung ein. Landebahnbeleuchtung in T-5 Minuten."

„Verstanden, Oberst. ETA 12 Minuten."

„Verstanden."

11 Minuten später

Man erkannte, dass die C-5 jedem Moment auf der Landebahn aufsetzen würde. Mit einem Quietschen der Reifen berührte sie die Landebahn. Sofort bremste der Pilot die Maschine ab. Langsam rollte sie auf die Entladeposition. Langsam öffnete sich die Heckluke und die Crew der Maschine, es waren 5 Mann, stieg aus.

Alle Salutierten vor dem Oberst. „Captain Rivers meldet sich wie Befohlen."

„Rühren. Danke, dass sie die Fracht so schnell bringen konnten. In einer halben Stunde müssten sie wieder starten könne. Wollen sie einen Kaffee mit mir trinken gehen?" fragte Marc.

„Gerne, Sir."

Zusammen gingen sie in das Versorgungszelt und tranken Kaffee.

Unterdessen wurde draußen die Kiste mit dem Tor aus der C-5 geholt. Als die Kiste draußen war, lud man sie auf einen LKW, denn das Tor wog gute 36 Tonnen. Schnell setzte sich der LKW und seine Begleitfahrzeuge in Bewegung und fuhren zu der unterirdischen Einrichtung.

Unter dessen machte sich die Crew der C-5 für den Abflug bereit. Marc machte sich auf den Weg zur Einrichtung.

In der Einrichtung

Marc kam gerade an, als man das Tor aufstellen wollte. Er blickte durch den gigantischen Raum und erblickte seinen Bruder.

„Und Alex, was sagst du zu der ganzen Aktion?" wollte er wissen.

„Was soll ich sagen, wir gehen auf einen andern Planeten und kämpfen gegen Außerirdische, was soll man da sagen?"

„Hast ja Recht. Und, weißt du schon wer mit den Pionieren gehen soll und den Bau der Basis überwachen soll?"

„Jup, dein und mein Team." meinte Alex

„Dein Team? Welches Team?"

„Mein BND-Team. Bevor du was sagst, bevor sie zum BND kamen waren, sie alle bei der Bundeswehr, Thomas war sogar im Kosovo."

Vier Tage Später

Alexs und Marcs Team machten sich, ebenso wie eine 50 Mann starke Pioniereinheit, bereit um nach P1D-104, ihrer neuen Heimat zu gehen. Sie sollten dort mit Hilfe von Tok´ra-Tunnelkristallen eine Basis nahe des Stargates bauen.

Das Tor fing an sich zu drehen. „Chevron 1 aktiviert." drang es aus den Lautsprechern.

Jetzt würde es endlich losgehen.

„Chevron 2 aktiviert."

Was würde sie wohl alles in der Galaxie erwarten?

„Chevron 3 aktiviert."

Würden sie irgendwann gewinnen?

„Chevron 4 aktiviert."

Würden es alle schaffen?

„Chevron 5 aktiviert."

Würde er es selber überleben?

„Chevron 6 aktiviert."

Er wusste keine Antwort auf die Fragen.

„Chevron 7 aktiviert."

Mit einem Wusch öffnete sich das Gate.

„Los geht´s." Meinte Alex und all seine Gedanken waren verschwunden.

Mit einem Flupp verschwanden alle Teilnehmer dieses Auftrages im Stargate.

Auf P1D-104

Das Tor war aktiviert worden. Es stand am Ende einer kleinen Schlucht, zu der es gute fünfzehn Meter waren. Links und rechts erhoben sich die Wände etwa vierzig Meter in den Himmel. Hier und da wuchsen Pflanzen aus den Wänden. Vor der Schlucht schlängelte sich ein breiter, aber flacher Fluss seinen Weg durch die Ebene. Es gab auf der Ebene auch einige Bäume.

Nun kamen auch die Menschen von der Erde durch das Tor.

'Genial. Das sieht hier super aus.', dachte Alex und ging an das Ende der Schlucht und blickte auf die Ebene. Erst jetzt erkannte er, dass es ein riesiges Tal war. Er schätzte es auf mehr als sieben Quadratkilometer.

„Wir schlagen hier unser Lager auf und morgen fangen wir mit dem Bau der Basis an.", befahl Marc und trat neben seinen Bruder.

„Das ist es nun unser neues zu Hause.", meinte er.

„Ja. Komm, lass uns helfen, sonst denken die nur, wir wären zu faul zum Arbeiten.", antwortete Alex und grinste seine Bruder an.