Die Söhne und die Tochter

Graf Arthur von Weasley war schon einmal verheiratet gewesen. Seine erste Frau Molly hatte sieben Kindern, allesamt Rotschöpfe mit unzähligen Sommersprossen auf den Nasen, das Leben geschenkt. Die sechs Knaben hörten auf die Namen William, Charles, Percival, Frederik, Georges und Ronald. Das jüngste der Geschwister war ein Mädchen und wurde Ginevra gerufen. Der Graf liebte seine Kinder über alles.

Weil er nun fürchtete, die neue Stiefmutter könnte die Buben und das kleine Mädchen nicht gut behandeln und ihnen wohl möglich sogar ein Leid antun, brachte er seine Kinder in den einzig noch intakten Turm einer einsamen, weit entfernten Schlossruine im Herzen Schottlands inmitten eines großen Waldes.

Hogwarts war durch Zauberbanne vor den Muggeln verborgen und der Weg dahin war so schwer zu finden, dass er ihn selbst kaum gefunden hätte, wenn ihm nicht die ehemalige Direktorin der Schlossschule, eine weise Frau mit rechteckiger Brille und streng aus dem Gesicht geknoteten Haaren, einen Portschlüssel in Form eines rubinbesetzten Schwertes geschenkt hätte.

Der Graf begab sich jedoch so oft zu seinen lieben Kindern, dass der neuen Gräfin seine Abwesenheit bald auffiel.

Gräfin Bellatrix war von Natur aus nicht nur bösartig sondern auch immens neugierig. Und so verlangte es sie zu wissen, was ihr Ehemann da draußen zu schaffen hatte. Sie heuerte den landesweit berüchtigten Taugenichts Mundungus für einige Sickel an, und er brachte schließlich das Geheimnis in Erfahrung und auch, wie sie nach Hogwarts gelangen konnte. Nun fand sie keine Ruhe mehr, bis sie auch das Versteck des Schwertes in Erfahrung gebracht hatte.