Kapitel 2
Als Harry aufwachte schmerzte sein ganzer Körper, doch vorallem in seinem Kopf hämmerte es wie verrückt. Er hob seine Hand und wollte über seine Augen fahren, doch er erstarrte mitten in der Bewegung. Langsam öffnete er seine Augen und starrte auf seine Hand. Oder eher das was mal seine Hand gewesen war, denn jetzt war es eine große, mit schwarzem Fell überzogene Pranke. Er starrte sie mehrere Minuten lang ehe er erst sorichtig verstand was er sah, oder seine Augen seinem immer noch schmerzenden Kopf zu sagen versuchten.
Geradezu vorsichtig hob er seinen Kopf und schaute auf den Rest seines Körpers. Schwarz. Fellig. Und ein LANGER SCHWANZ! Wie zum Hencker war das jetzt schon wieder passiert?
Langsam und etwas schwankend erhob er sich auf seinen vier Pfoten. Es war ein seltsames Gefühl und der Schwanz irritierte ihn, denn er es war seltsam mit so etwas sein Gleichgewicht zu halten. Vorsichtig hob er eine Pfote und setzte sie vor die anderen, dann die nächste und so weiter. Es musste bestimmt lächerlich aussehen, wie eine große schwarze Katze so über die Lichtung starkste. Doch nach den ersten paar Schritten ging es erstaunlich gut und es war als wäre er nie auf zwei Beinen gegangen.
Erst jetzt viel ihm auf, dass er trotz das er keine Brille auf hatte und dennoch gestochen Scharf sehen konnte konnte. Wieder ließ er seinen Blick über die Lichtung schweigen. Es hätte sich nichts geändert, noch immer leuchteten der Tau im Licht des Vollmondes, doch man konnte bereits die ersten Strahlen der Sonne am Himmel erkennen. Harry stand eine ganze Weile am Rand der Lichtung und ließ nur seine Ohren spielen. Es war erstaunlich, was er alles hören konnte: Das leise brummen der erwachenden Insekten, das leise keckern eines Eichhörnchen aber auch das zwitschern der Vögel, das raschen des Bodens, wenn eine Maus irgendwoher ihre Nahrung suchte und ganz in der Nähe vernahm er auch diesen Geräusche mehrere Rehe.
Bei diesen Geräusche lief ihm quasi das Wasser im Maul zusammen und sein Magen knurrte leicht. Nur von seinen Instinkten geleitet folgte er den Geräusche und wenige Augenblicke roch er auch ihre Fährte. Leise wie ein Windhauch lief er durchs Unterholz und dann sah er sie. Es waren sechs Rehe und ein großer Hirsch, die dicht beieinander gedrängt standen. Wie als hätte der Hirsch ihn bemerkt hob er seinen Kopf und schaute sich wachsam um die seine Ohren zuckten nervös. Als er jedoch nichts erkennen konnte senkte er wieder seinen Kopf und zupfte einige Blätter eines Busches ab, blieb jedoch wachsam.
Während der Hirsch sich umgesehen hatte war er wie erstarren stehen geblieben und hatte sich leicht in den Schatten eines großen Baumes gedrückt. Jetzt jedoch schlich er vorsichtig an die Herde heran. Sobald er nah genug war sprang er. Mit einem einzigen großen Satz sprang er auf eines der kleineren Rehe und tötete es mit einem schnellem Biss in den Nacken. Die ander schreckten auf und rannten los, tiefer in den Wald hinein.
Zufrieden mit sich leckte der Panther sich über die Leftzen und begann zu essen. Sobald er seinen größten Hunger gestillt hatte fing er jedoch wieder an zu denken und angewidert wich Harry einige Schritte zurück. Was zur Hölle war gerade geschehen? Erschrocken über sich selbst schüttelte er seinen Kopf und dachte an das was geschehen war.
Er war aus dem Haus seiner Verwandten geschlichen und in diesen Wald gerannt dann hatte er der Kirchturmuhr gelauscht und dann... Schmerz. Er konnte sich an Schmerz erinnern. Doch jetzt war da keiner mehr, sein Kopf hatte aufgehört zu pochen und auch sein Körper schmerzte nicht mehr. Doch dann als er aufgewacht war hatte er sich in dieser Gestalt vorgefunden, nur um sich dann Augenblicke später von seinen Instinkten überwältigen zu lassen.
Immer noch starrte er auf den Körper des toten Rehs, dass er gejagt hatte. Noch während er versuchte das Geschehene zu verstehen meldete sich wieder sein Magen. Angewidert von sich selbst schlug er jedoch seine Zähne wieder in das Fleisch. Er hatte Hunger und wenn er so überleben wollte, würde er es wohl oder übel über sich ergehen lassen müssen. Sobald er vertig gefressen hatte leckte er sich zufrieden über die Leftzen und obwohl er es nicht zugeben würde war es doch lecker gewesen und er war das erste Mal seit er von Hogwarts zurückgekommen war, wirklich satt geworden. Die zwei Scheiben Brot, die er täglich von den Dursleys bekommen hatte, hatten kaum gesättigt, doch er wusste es besser als sich zu beklagen. Anders hatten sie ihn wahrscheinlich wieder in sein Zimmer gesperrt und ihn vorher verprügelt, dafür, was er sich anmaße zu verlangen, sie müssten sich sowieso schon wegen ihm so zurück nehmen und einschränken. Das er nicht lache. Sie waren wahrscheinlich sofort verhungert hatten sie auch nur ansatzweise so wenig gegessen wie er, doch da sowohl Vernon als auch Dudley bereits Ausmaße eines Wahlrosses hatten, war das nur zu erwarten.
Noch während er darüber nach dachte viel ihm eine Sache auf und er setzte sich plötzlich gerader hin. So konnte oder besser gesagt musste er nicht zu den Dursleys zurück. Er war frei zu gehen wohin er wollte. Er war nicht länger der Freak, der nur dazu da war die Hausarbeit der Dursleys zu machen, noch musste er die Zaubererwelt vor Voldemord retten, als der-Junge-der-lebt. Er war frei. Das erste Mal in seinem Leben konnte ihm niemand vorschreiben, was er zu tun oder zu lassen hatte. Weder Dumbledore, noch seine sogenannten Freunde würden ihm nicht mehr stendig sagen können, dass es seine Pflicht war Voldemord zu besiegen.
Seine Freunde. Auch sie waren ein Thema, das er nur zu gerne zurück lassen wollte. Seit sie von der Prophezeiung erfahren hatten, wobei Sirius gestorben war um ihn zu retten, weil er in eine Falle Voldemords getappt war, hatten ihm bis zu den Ferien ständig gesagte was er tun müsse um ihn zu besiegen. Doch selbst in den Ferien kamen immer wieder Briefe, die ihn daran erinnerten seine Pflicht zu erfüllen. Es war als wäre das das einzige was sie noch interessierte, dass er Voldemord besiegt und die Zaubererwelt rettet oder dabei drauf geht.
Doch all das konnte er jetzt zurücklassen. Frei sein und die Welt Welt sein lassen. Endlich sein eigenes Leben leben ohne irgendwelche Verantwortung. Jetzt war er nur noch Harry und nichts mehr, kein Retter oder Junge-der-lebt.
Zufrieden mit seinem Entschluss, stand erer auf und streckte sich einmal. Durch das lange Sitzen und viele Denken war er durstig geworden und so machte er sich auf den Weg einen Bach oder soetwas zu suchen.
