A/N: Ja, dieser Teil ist nicht ganz so lang *sorry* aber ich dachte besser ein kleines Update als gar keins :) Danke fürs Lesen ^^


Madam Pomfrey deckte ihre Patientin sorgfältig zu und bedeutete Albus, ihr ins Büro zu folgen. Kaum hatte sie die Tür geschlossen, fing der Schulleiter an, Fragen zu stellen.

„Wie geht es ihr? Was hat sie? Sie ist doch nicht etwa schwer krank, oder? Ich meine…"

Die Krankenschwester hob die Hand, um ihn zu unterbrechen.

„Langsam, eins nach dem anderen. Bisher weiß ich eigentlich nur, dass sie einen Herzinfarkt hatte."

Albus´ Augen weiteten sich vor Schreck, doch sie sprach weiter.

„Sie ist noch immer bewusstlos, und ihr Puls ist unregelmäßig. Ich werde sie auf jeden Fall hierbehalten…Albus, wie hast du sie gefunden?"

Er sah kurz zu Boden.

„Ich…ich war bei ihr, als sie…ohmnächtig wurde. Wir haben uns gestritten."

„Hmm, Stress kann manchmal einen Herzinfarkt auslösen, aber nur wenn vorher bereits etwas nicht stimmte. Und bei Minervas Temperament bezweifle ich, dass ein einfacher Streit so eine heftige Reaktion auslösen würde."

Albus stand auf und sah die Krankenschwester durchdringend an.

„Poppy, du benachrichtigst mich sofort, wenn sich ihr Zustand ändert, verstanden? Ich muss morgen sehr früh ins Ministerium und…sag mir einfach Bescheid, ja?"

Sie nickte mitfühlend und folgte ihm, um erneut nach Minerva zu sehen.


Albus betrat sein Büro und ließ sich erschöpft in einen Sessel sinken. Wenn er noch ein paar Minuten länger dem sinnlosen Gerede des Ministers hätte zuhören müssen, wäre er wahnsinnig geworden.

Todmüde schloss er die Augen, er hatte fast nicht geschlafen bevor er ins Ministerium musste. Die Sorge um Minerva hatte ihn wachgehalten, und auch jetzt fand er keine Ruhe.

„Ich gehe nach Minerva sehen, aber ich bin bald wieder da.", sagte er zu Fawkes und stand gähnend auf.

Ein empörtes Zirpen ließ ihn stehenbleiben, und verwundert drehte er sich um.

„Was hast du denn?"

Der Phoenix legte den Kopf schief und sah ihn vorwurfsvoll an. Dann flog er von seiner Stange auf den Boden hinter dem Schreibtisch und kehrte mit einem zerknüllten Papier zurück.

„Was ist das?", fragte Albus neugierig und nahm das Papier aus Fawkes´ Schnabel.

Als er es glatt strich, sah er eine Bleistiftzeichnung von Hogwarts auf der einen Seite; auf der anderen Seite standen Wörter, die sich tief in sein Herz bohrten.

Einen fröhlichen Valentinstag, Albus

deine Minerva

Es dauerte einige Minuten, bis er die Welt um sich herum wieder wahrnahm. Jetzt wusste er, warum sie so reagiert hatte, warum sie so wütend war…Sie hatte gedacht, dass er den Valentinstag mit ihr verbringen wollte.

Deine Minerva…Wie sehr er sich wünschte, dass dies wahr wäre. Vielleicht gab es noch eine Chance, immerhin hatte sie zugestimmt, den Tag der Liebe mit ihm zu verbringen.

Er musste mit ihr reden.

„Minerva?"

Die Angesprochene lag regungslos da und einen Moment lang hatte Albus Angst, sie noch immer bewusstlos anzutreffen.

Als er neben ihr Bett trat, schlug sie schläfrig die Augen auf und sah ihn an. Gleichzeitig kam Poppy aus ihrem Büro und trat zu den Beiden.

„Wie fühlst du dich, Minerva?", fragte sie aufmunternd und stellte eine Flasche auf ihren Nachttisch.

„Ganz gut…", antwortete sie schwach und schien erst jetzt zu bemerken, dass noch jemand neben ihr stand.

„Hallo Minerva…", sagte Albus leise und lächelte sie zaghaft an.

„Hallo…"

„Du solltest das hier trinken, es wird deine Abwehrkräfte stärken. Da ich noch immer nicht weiß, was den ersten Anfall ausgelöst hat, muss ich erst mal dein Immunsystem aufpeppen."

Minerva ergriff die Flasche, doch sie entglitt ihren Fingern und zersplitterte auf dem Boden. Ihr Gesicht wurde noch blasser und mit einem Schrei bog sie ihren Rücken durch.

„Sie krampft, weg da!", rief Poppy und flößte der zitternden Frau eine Flüssigkeit ein, um die Muskeln zu entspannen.

Albus sprang zurück und beobachtete entsetzt, wie sich seine engste Freundin unter Schmerzen wand und nach Luft schnappte.

„Ich brauche die Flasche mit der grünen Flüssigkeit, auf meinem Tisch dort hinten, schnell!", rief Poppy und Albus holte sie in Sekundenschnelle.

Es wurde ruhig und Minerva schloss die Augen. Poppy richtete sich schwer atmend auf.

„Sie hatte eine zweite Herzattacke, und diesmal ist ihr Herz wirklich stehengeblieben.", sagte sie leise und besorgt.


A/N 2: Tut mir Leid wenn meine Schilderung eines Herzinfarkts nicht ganz so perfekt ist....ich hab eh keine Ahnung von Medizin, und eine Behandlung in einer Welt voller Magie....ihr versteht die Schwierigkeiten. Vielleicht könnt ihrs übersehen :)
Immer noch TBC