Bis auf Brenda, Mark, Kralle, Cathy, China, Tray und Rory, Kendrick Maddock, Ines Wankabee, ...gehört hier niemand mir sondern
alles der ehrenwerten ROWLING.
Schein und Sein, Kapitel Drei
Brenda kam leise in ihr Zimmer und setzte sich auf ihr Bett.
Es war außer ihr keiner da, sie starrte an die Wand, und nach einiger Zeit gesellte sich Cathy zu ihr, sie rollte sich auf ihrem Schoss zusammen und war bald eingeschlafen.
Brenda fuhr sich durch die braunen Haare.
Ihre Haare waren ganz splissig und ungepflegt, sie konnte sich nicht erinnern wann sie zuletzt bei einem Friseur gewesen war.
Waren es jetzt eineinhalb Jahre oder doch zwei?
Die Zeit verflog so schnell, und es machte ihr Angst.
Was wenn sie nicht stark genug sein würde?
Sie hatte so große Angst davor nicht stark genug zu sein.
Vorsichtig hob sie das schwarze Tier von ihrem Schoß und bettete es in ein Nest aus Pullovern, die sie für solche Fälle immer bereithielt.
Ginny hasste sie also.
Nun es war ja auch nicht verwunderlich.
Sie hatte zugelassen das sie fast starb.
Könnte es einen größeren Verrat an ihrer Freundschaft geben.
Sie drängte sich vorbei an den lachenden Gesichter, oder den etwas kühleren die ihr entgegenkamen und stand schon bald vor Kendricks Raum.
Sie klopfte, und fragte sich gleichzeitig was sie eigentlich hier her getrieben hatte.
Sie hörte Schritte, die langsam zu ihr kamen, das Kramen, dass so typisch war für ihn, er hatte immer viel zu wenig an, und sein Zimmer war sicher wieder total überheizt, dann öffnete sich die Tür.
Kendrick sah sie überrascht an.
„Kleine Maus. Was willst du denn hier?" fragte er sie ruhig und blinzelte gelassen.
Brenda zuckte nur mit den Schultern und fuhr sich mit der Hand über den Mund.
„Kann ich rein kommen!"
Kendrick lächelte sie spitzbübisch an, sein kleiner Mund verzogen zu diesem Lächeln, von dem sie eine Zeitlang geglaubt hatte sie würde es nie wieder sehen. Als seine Eltern gestorben waren.
Wie er im Feuer gesessen war, unfähig zu rühren, seine Schwester schrie ihn an er solle sich bewegen, aber er tat es nicht.
Er hatte einfach nur in das Feuer gesehen, wie sich die Flammen bewegten und sein ganzes Leben vor seinen Augen verbrannte.
Sie hatte es ihm nie erzählt, aber eigentlich, eigentlich war sie unterwegs zu einem Date mit Markus gewesen. Wie lange war das jetzt her. Für ihn vielleicht zwei Jahre, für sie, so unendlich viel mehr.
Was war alles geschehen. Was würde wohl noch alles geschehen?
Es machte ihr Angst, weil sie es nicht wusste.
„Natürlich kannst du reinkommen, kleine Maus. Du bist in meinen vier Wänden immer Willkommen."
Er nahm sie bei der Schulter und führte sie in das große Vorzimmer der Wohnung die sie im zugeteilt hatten.
Ein Bad, eine Küche, Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und eine Toilette.
Wenigstens war die Aussicht aus dem Fenster gut.
Als sie sich auf der großen, schwarzen Ledercouch bequem machte, ging er kurz weg und brachte ihr ein wenig darauf ein großes Glas mit orangem Saft.
Sie zog ihre Augenbraue in die Höhe.
„Ich denke zum Trinken ist es noch zu früh, so verlockend dass wohl gerade heute jedoch klingen würde."
Da lachte er.
„Schätzchen, das ist O-Saft. Naturgepresst und frisch. Schau," er nahm ihr das Glas aus der Hand und hielt es gegen das Licht, „ich hab sogar extra, und nur für dich, das Fruchtfleisch rausgehext. Aber so bin ich zu dir. Immer gut, und immer nett." Er betrachtete sie einen Moment. „Raus mit der Sprache, Sahnehäubchen, was ist los?"
„Was ist mit dir los?", entgegnete sie lachend, „Du sprühst ja nur so vor Enthusiasmus. Welcher Todesser ist explodiert?"
Kendrick kniff seine kleinen Augen zusammen und funkelte sie böse an.
„Das selbe wollte ich dich gerade fragen, süße Maus. Du schaust aus als wäre die Welt untergegangen."
Brenda nickte ein wenig und griff nach dem Glas, er gab es ihr erst nach ein paar Sekunden der Fopperei.
„Ich weiß nicht, ob ich das kann."
„Was kann."
„Das alles hier. Es wächst mir über den Kopf. Gerade eben war ich bei Ginny und Draco und er hat mir gesagt, sie wäre fast gestorben."
Kendrick blinzelte und setzte sich.
„Wegen der Magiesache."
Brenda nickte.
„Sie hassen mich jetzt, und das zu gutem Grund."
„Und, klär mich auf, Mäuschen, warum sollten sie das tun?"
Da wurde es eine Zeitlang ganz Still im Wohnzimmer des Potionmasters.
„Ich habs gewusst. Ich hab es gewusst, dass es passieren könnte. Die Chancen standen 1:99 dagegen. Aber, ach, ich hätte nicht gedacht dass es wirklich passieren könnte. Und ... und jetzt hassen sie mich."
Sie trank einen Schluck ihres Orangensaftes, verzog ihr Gesicht und reichte ihm das Glas wieder.
„Ein bisschen Rum, da rein, dass wär jetzt nicht schlecht."
Kendrick lächelte stand auf und kam mit einer kleinen Phiole wieder.
Ein paar Tropfen tat er hinein, schwenkte das Glas und reichte es ihr wieder.
Sie trank es in einem Zug aus.
Dann funkelte sie ihn an.
„WAS hast du da rein getan?"
Er sah sie wissend an.
„Mäuschen glaubst du wirklich ich geb dir was zu trinken. Das war Rum Aroma. Und jetzt erzähl mir. Hassen sie dich zu recht?"
„Ich denke schon. Ich meine natürlich habe ich für den Fall vorgesorgt, sollte so etwas geschehen, ich meine welches schottische Ferienhaus hat einen Notfallwagen mit Defibrilator, aber bei Gott, ich hätte nicht gedacht, dass es wirklich nötig sein würde."
Sie sah in ihr leeres Glas.
„Weißt du, ich hab Stephen und Tobias angerufen, ich hatte mich doch gewundert dass sie mir nichts davon gesagt hatten, aber sie hatten erst heute wieder Strom, es gab ein paar Tage schlechtes Wetter und... egal."
„Sie haben es mir dann erzählt. Wie sie plötzlich immer schlechter wurde und dann ihr Herz aufhörte zu schlagen. Ihr Atem stillstand."
Sie schnaufte ein.
„Sie hatten Draco rausgeschickt, er war ohne ein Wort zu verlieren gegangen. Hatte den Raum verlassen ohne sich umzudrehen." Sie schluckte. „Sie fanden ihn, nachdem sie wieder in Ordnung war, draußen an der Wand, er zitterte am ganzen Leib, seine Augen waren schockgeweitet, seine Füße mussten wohl an Kraft verloren haben, denn er saß dort am Boden."
„Sie brauchten fünf Minuten bis er verstanden hatte dass sie noch am Leben war. Er hat geheult wie ein Baby, sagen sie. Verstehst du. Draco hat geheult wie ein Baby."
Sie sah Kendrick in die Augen.
„Und das hab ich ihnen Angetan. Es ist meine Schuld. Es ist meine Schuld."
Sie begann nicht zu weinen sondern sass einfach nur ausgelaugt da.
„Es ist so viel meine Schuld, Kendrick. So viel. Als..." sie schüttelte den Kopf, „als ich in Chinas und Trays Dimension war, da haben sie mich alle so nett empfangen, alle haben sich gefreut dass es mir gut geht, und ...Rose Mädchen hat mich Tante genannt. Und sie hat sich an mein Bett gesetzt und mir gesagt dass sie froh ist dass es mir gut geht ... und... und alles was ich mir denken konnte, wo sind die anderen. Wo ist Gregorius, wo ist Chinas Dad oder ihre Mum. Je mehr ich nachgefragt habe, desto mehr Tote lasteten auf meinem Gewissen. Ich habe sie alle im Stich gelassen, ich war nicht stark genug."
„Ich habe es dir nie erzählt, nein das habe ich nicht. Ich habe es überhaupt noch keinen erzählt. Als ich, damals das erste Mal durch diese Tür ging, dieses Tor in die andere Dimension, da war der Weg noch nicht so gerade wie jetzt. Ich bin dahingeirrt, Tage vielleicht wochchenlang. Ich hatte so viel Angst. Und dann kamen die Tore. So viele Tore, dass kannst du dir gar nicht vorstellen wie viele."
Es war wohl so dass sie genau jetzt wieder sah was sie damals gesehen hatte, denn auch wenn ihre Augen auf ihn gerichtet war, wusste Kendrick dass sie ihn nicht sah.
„Und irgendwann brachte ich den Mut auf eine der Türen zu öffnen."
„Glaub mir, hätte ich dort eine Stimme gehabt dann wäre dieser Schrei schrecklicher gewesen als alles andere."
Sie sah ihm wieder in die Augen, doch sie waren leer und voller Schrecken.
„Ich konnte sehen was in dieser Welt vor sich ging. Ich konnte fühlen was in dieser Welt vor sich ging. Und es war nichts gutes. So viel Bosheit auf einem Flecken, zusammengeballt, ich hörte Menschen schreien, ich hörte Kinder betteln, Mütter um das Leben ihrer Töchter flehen, ihrer Männer, ihrer Söhne, ich hörte ... Lachen, so böse, so unendlich grausam, dass ich sterben wollte nur um es nicht zu hören."
Sie schien keine Tränen mehr zu haben, oder Worte für dass was sie gesehen hatte und jetzt wohl immer noch sah.
„Ich bin zurückgewichen, schmiss die Türe hinter mir zu, und sagte mir, dass ist ein böser Ort einen solchen Ort darf es nicht geben."
Sie schloss die Augen.
„Und die Tür zerfiel. Ich hörte die Todesschreie aller und dann wusste ich, diese Welt war nicht mehr. Ich hatte sie zerstört. Und im gleichen Moment wusste ich auch dass war meine Bestimmung. Auszusieben, die Welten für die es noch Hoffnung gab, und jene die verloren sind."
Sie schluchzte.
„Es waren so viele Türen, so viele Menschen, so viele Geschichten, so viele Grausamkeiten. Welten in denen Voldemordt an der Macht waren, Welten wo es Voldemordt nie gegeben hatte, wo es aber dafür trotzdem nicht an Krieg und Tod mangelte. Stell dir das vor! Diese Welten waren meistens sogar noch schlechter dran als die wo es Voldemordt gegeben hat. Es ist ein schrecklicher Gedanke, ihn zu brauchen, aber so ist es. Ohne Voldemordt da würde es unsre Welt schon längst nicht mehr geben."
Kendrick sah sie schockiert an.
„Das meinst du nicht ernst, das kannst du nicht ernst meinen. Er ist das Böse schlechthin. Er ist..." ... „Ein gemeinsamer Feind."
Sie sah ihn trocken an.
„Er ist ein gemeinsamer Feind. Ein Feind für den es sich lohnt sich zu verbünden, ein Feind der Pakte möglich macht, die ansonsten nie geschlossen würden. Glaub mir Kendrick, ich habe es gesehen, ... ich habe es gefühlt. Ohne ihn, was hätten wir dann noch. Wir Zauberer. Überlege! Was wären wir?"
Er erwiderte ihren Blick nicht. Er wollte nicht an so etwas denken.
„Ich weiß es nicht." Sagte er schließlich.
„Wir wären arrogant, Kendrick. Der Meinung nichts und niemand wäre über uns erhaben. Anmaßend, narzisstisch, tot im Geist. Hochmütig. Verloren. Was stände zwischen uns und einer Welt ohne Muggel. Offener Krieg könnte die Folge sein, ein Krieg der die Menschheit, in ihrer ganzen Form vernichten würde, es könnte leise und schleichend sein, Krankheiten die über die Muggel hereinbrechen, ohne Schutz, auf Verderb und Gedeih dem Tod ausgeliefert."
„Du übertreibst doch." Warf er ein doch sie schüttelte einfach nur die Kopf.
„Glaub mir, mehr als alles andere wünschte ich mir es wäre so. Es würde mir Hoffnung geben, eine Hoffnung an die ich schon lang nicht mehr glauben kann. Stell es dir doch vor, wie sie mit letzter Kraft zurückschlagen, ein Regen aus Giftigen Gasen, aus Asche und Tod der auf die ganze Welt niedergeprasselt. Kendrick, ich habe Welten gesehen, die waren ein Ascheball, ich habe Welten gesehen, in der kein einziger Mensch mehr lebte, jedes Tier gestorben war und nicht einmal mehr eine Pflanze auf der ganzen Welt war! Die Meere leblos, der Himmel leer."
Sie hielt das Glas mit ihren beiden Händen fest.
„Dann gab es Welten in der noch Krieg tobte, Welten in der gerade eine Seite gewann, einen Sieg ohne Sieger denn sie waren am Ende, Welten wo sie die Leichen der toten Menschen stapelten..."
„Genug.", er unterbrach sie harsch.
„Was willst du mir damit sagen! Dass die Menschen mit Voldemordt besser dran sind. Ist es dass. Dass wir dieses, kranke Arschloch brauchen um zu, was?... Überleben? Dass wir ohne ihn alle draufgehen würden. Dass das alles ist. Das kannst du mir nicht sagen. Es wird wohl auch Welten gegeben haben in denen es nicht so war. Welten die nicht verloren waren. Wo die Menschen sich nicht aufgeführt haben wie Idioten, Bestien, schlimmer als Tiere."
Es sollte wohl ein Lächeln werden, ein aufmunterndes, hoffnungsloses Lächeln aber es wurde nur eine Grimmasse, die Brenda zustande brachte.
„Die Wahrheit, glaube ich," sagte sie leise, „willst du gar nicht wissen. Sie lässt mich manchmal ganze Nächte durchweinen. Es ist..."
Er packte sie an den Schultern und rüttelte sie fest.
„Sag. Es. Mir. Ich will es wissen. Ich will wissen warum es gut ist dass meine Eltern gestorben sind. Ich will wissen warum es gut ist das diese Bestie draußen rumrennt. Sag es Mir!"
Sie sprang auf, ihre Augen flackerten wutentbrannt auf.
„Was soll es dir helfen, es zu wissen. Ich kann es dir nicht sagen." „SAG ES MIR" „Ich werde es dir nicht sagen." „SAG ES MIR" schrie er sie an.
„Du willst es wissen? DU WILLST ES WISSEN!"
"Ja, verdammt, ich will es wissen!"
„Dann hör gut zu, wenn du meinst dass du es hören willst. Wenn du glaubst du könntest das vertragen, was mir mein Leben unerträglich macht."
Er hatte sie fest in seinem Griff und lies sie nicht los, sie starrte ihn hasserfüllt in die Augen.
„Er waren Tausende, Abermillionen Türen, und jede einzelne lies mein HERZ BLUTEN! Von all diesen Türen fand ich nur zwei, verstehst du zwei, die noch irgendeine Hoffnung hatten, alle anderen existieren jetzt nicht mehr. NUR ZWEI. SO STEHT ES UM UNS, wir tollen Menschen. Ich habe Welten gesehen in dem meine Freunde ruchlose Mörder waren, und in einigen, mein lieber Kendrick warst du sogar Voldemordts rechte Hand, hast geführt mit strenger Hand, kleine Kinder vergewaltigt und ihnen deinen Willen aufgezwungen. So schaut es auf. Das ist alles in meinem Kopf. In meinen Kopf. Ich muss dieses Wissen wahren. Ich alleine. Das ist mein Los."
Kendrick sah sie fassungslos an. Er schüttelte leicht den Kopf und starrte sie einfach nur an.
„Das würde ich nicht tun. Das würde ich niemals tun."
„Oh, glaub mir du würdest wenn du dazu gebracht würdest. Aber" hier wurde sie wieder ruhiger, „glaubst du denn dass es das schon wäre. Das ist noch nichts. Du bist nicht dieser Kendrick, gleich wenig wie China nicht Ginny ist oder die Flamme von Gryffindor, oder der Tod von Slytherin, sie, meine Freunde, meine Feinde, sie haben alle viele Geschichten erzählt, und ich hab keine einzige vergessen. Es gab auch Welten in denen du gekämpft hast, bis zum letzten Blutstropfen dich geweigert jemanden zu verletzten, gleich wie es Welten gab in denen Chalrles, Rose umgebracht hat an jenem Abend oder William Rose umgebracht an, oder Rose sie umgebracht hat."
Sie schnaufte aus.
„Es ist kompliziert, manchmal fast schon zu kompliziert für mich. Ich weiß nur ein paar Sachen, und die sind folgende. Um zu überleben brauchen wir Harry, wir brauchen Ginny und Draco zusammen, wir brauchen die Wealseyjungs und hier kommt der Unterschied zu allen anderen Welten, denn diese Kombination gab es durchaus, ohne das es etwas gebracht hätte, es braucht mich."
Brenda schaute zum Boden.
„Ist es nicht lustig, dass es mich dazu braucht. Dass es ohne mich nicht geht. Dass ohne die Macht eine Hohepriesterin alles verloren ist. Meine Macht. Aber..." sie setzte sich auf das Sofa und kauerte zusammen, „ich habe keine Macht mehr, vor allem keine Kraft mehr."
„Die Schlacht, die ich dort in der anderen Dimenion geschlagen habe, hat mir viel abverlangt, zuviel fürchte ich. Ich sag dir jetzt die Wahrheit."
Sie lächelte.
„Es hätte nur noch eine Welt geben sollen. Und zwar die von China und Tray. Ich hätte dort bleiben sollen und nur dort meine Aufgabe verrichten. Es wäre eigentlich meine Pflicht gewesen. Mein Auftrag. Ich habe es die ganze Zeit gespürt. Denn hier bietet im Grundgenommen nichts, absolut gar nichts, eine glückliche Zukunftsaussicht. Aber ich konnte nicht. Ich konnte einfach nicht. Wie hätte ich auch? Meine Eltern, meine Freunde? Wie sollte ich sie alle im Stich lassen. Also hab ich mich entschieden. Ich würde beide Welten retten. Also zerstörte ich das hier", kurz hob sie zeigend ihre Arme, „nicht. Ich lies euch am Leben. Auch dich. Es war meine Entscheidung. Die Wahrheit ist, ich habe nicht mehr die Kraft euch zu beschützten. Ich bin in Chinas und Trays Dimension fast gestorben, um meine Freunde dort zu retten, und selbst dass habe ich nicht richtig hinbekommen, da hab ich viel von mir gegeben. Ich bin so leer, ich weiß nicht wie ich das aushalten soll."
„Ich bin nicht einmal mehr im Stande Ginny und Draco zu spüren, oder dich. Ich habe alle meine Schützlinge aus den Augen verloren, es wächst mir über den Kopf. Und das Schlimmste, dass was es mir bis jetzt ermöglicht hat, dass halbwegs unter Kontrolle zu halten, mein Time Turner, der Time Turner der Hohepristerin von Hogwarts, er ist zerstört."
„Er hat die Kraft von dem Mafoytempel nicht ausgehalten und ist zersprungen. Als wäre er einfach nur ein Objekt das ersetzbar ist. Aber das ist er nicht."
Sie biss sich auf die Hand.
„Es ist verloren. Ich hatte so gehofft, ich könnte es schaffen, ich wäre mächtig genug, beide Welten zu retten, aber ich schaffe doch kaum noch zu China zu reisen ohne dass ich danach total erledigt bin. Ich bin mir sicher ich hab nur noch ein Mal, verstehst du, mit ein bisschen Glück, an einem guten Tag, komm ich damit etwa ein halbes Jahr in die Vergangenheit, noch nicht mal in die Andere Dimension."
Kendrick sah sie eindringlich an.
„Was willst du damit sagen, dass du uns aufgibst!"
Er schüttelte mit dem Kopf.
„Nein, kleine Maus, dass lasse ich nicht zu, hörst du. Und wenn ich dich persönlich füttern und aufpeppeln muss, dass lasse ich nicht zu dass du aufgibst. Es gibt einen Weg, einen Weg in dem wir überleben."
Sie schüttelte den Kopf. „Ich fürchte nicht. Ich habe nicht die Kraft dazu."
„Aber wir haben sie, hörst du. Mag wohl sein, das es dir nicht gut geht und dir die Kraft fehlt. Aber wir haben sie. Hast du vergessen, wir haben hier China und Tray, Ginny und Draco, Harry und dich und Mich und die Weasleyjungs. Und wir sind stark, wenn wir es sein müssen."
„Aber ich kann nichts ungeschehen machen, so viel hab ich schon ungeschehen gemacht. Glaubst du denn Cedric wäre von allein als erstes beim Kelch gewesen, oder ..."
Er legte ihr den Finger auf den Mund.
„Du bist nicht alleine, kleine Maus. Ich werde mit dir gehen, bis zum bitteren Ende werde ich mit dir gehen und wenn es mein Leben kosten sollte dann soll es so sein. Ich will nicht das du aufgibst. Du wirst niemals aufgeben. Du bist nicht alleine. Selbst wenn sich alle von dir abwenden, dann stehe ich noch immer hier und halte dir die Stange. Selbst wenn die Welt am untergehen ist, und alles verloren scheint, werde ich immer noch an dich glauben. Ich werde immer, hörst du, immer an dich glauben."
„Ich wollte dich damals gar nicht retten", sagte sie plötzlich und sah ihn wie ertappt an.
„Ich war unterwegs zu einem Date mit Marcus, da hörte ich die Schreie deiner Schwester und sah das Feuer. Eigentlich wollte ich euch nicht retten. Ich war unterwegs zu einem Date mit Marcus. Ich wollte eigentlich nur meinen Spaß. Ich verdiene..."
Weder legte er seine Finger auf ihre Lippen.
„Bist du in das Feuer gegangen, mit deinem teuren Violetten Kleid, dass mit den Rüschen und den schwarzen Flecken."
Sie lächelte.
„Es hatte keine Schwarzen Flecken, dass war der Ruß."
„Siehst du, du bist trotzdem gegangen. Glaubst du wirklich, ich hätte angenommen du würdest mit einem Ballkleid auf Rettungsmission gehen. Das traue ich noch nicht einmal dir zu."
„Dann hasst du mich nicht?"
Kendrick lächelte.
„Wie sollte ich dich denn hassen, Mäuschen? Manchmal bist du für dien Wissen doch ziemlich kurzsichtig."
Sie lächelte scheu, aber doch.
„Vielleicht bin ich das."
Er lachte.
„Ganz sicher sogar. Aber jetzt," plötzlich erschienen zwei Becher mit einem Gesöff in seiner Hand, das verdächtig nach Hochprozentigen Roch, „haben wir uns was Gutes Verdient."
Er reichte ihr eines der Gefäße und prostete ihr dann zu.
Sie schüttelte den Kopf.
„Nein, nichts zu trinken."
Wieder lachte er.
„Schätzchen, dass ist alles nur Aroma, die Nacht wird für mich schon lang genug ohne dass ich noch Paranoia vom Alk dazu bekommen. Es gibt viel zu verdauen."
„Du bist wirklich ein komischer Vogel, Kendrick."
„Dann," er grinste sie breit an und nahm einen gewaltigen Schluck, „passen wir doch wirklich gut zusammen, schließlich bis du ein ganz komisches Mäuschen."
„Ach halt den Mund."
Und das tat er.
Für ein paar Minuten.
Es war ein Abend den sie beide vergessen wollten.
Das Leben würde morgen schon schwer genug sein.
Also hielt er nicht den Mund.
Und sie amüsierten sich köstlich.
Sie vergaßen für eine Nacht.
Manchmal ist Vergessen die einzige Möglichkeit.
Und manchmal, ging es Kendrick am Morgen nach der durchgefeierten Nacht durch den Kopf, ist Weitermachen die einzige Möglichkeiten.
Er würde, nein er musste zu seinem Wort stehen.
Sie war jetzt schon so ausgebrannt und leer, wie würde es erst in ein paar Jahren ausschauen, wenn der Kampf gegen Voldemordt richtig entbrannt war.
Er würde nach vorne Schauen, in eine Zukunft die gut war, und er würde sie immer daran erinnern.
Er war ein Mann der zu seinem Wort stand.
Denn manchmal bleibt einem nur noch das, in einer hoffnungslosen Welt.
Für ihn wurde es eine ganz schreckliche Woche.
Schein und Sein, Kapitel Vier
Es gab einiges für Draco Malfoy das sich für ihn verändert hatte.
Eigentlich recht Vieles.
Einerseits war er entspannter als früher, aber andererseits auch wieder nicht. Es war eine recht ungewohnte Situation für ihn. Normalerweise stand er über den Dingen und das gefiel ihn.
Aber dann wurde sie krank.
Und er war hilflos.
Er sah wie sie immer lebloser wurde, immer weniger atmete und sein Gehirn schien eingefroren zu sein.
Er wurde gebeten rauszugehen.
Er tat es, er hatte keine Worte um zu wiedersprechen.
Draußen lehnte er sich an eine Wand, und als er merkte dass seine Knie zitterten setzte er sich hin.
Er tat nichts.
Er glaubte, nichts zu denken, aber das war falsch.
Er dachte, er sah, nur sie.
Keine guten Erinnerungen, nur dieses eine Bild. Selbst wenn er die Augen schloss oder sie offen hielt.
Es nahm ihn ein.
Zusammen mit einem ganz unguten Gefühl.
Was wäre wenn...
Was wäre wenn sie ihn jetzt verlies. Wie würde sein Leben dann ausschauen?
Und obwohl er kein Mann so großer Gefühlsregungen war, so war ihm durchsausklar, oder besser gesagt wurde ihm in diesem Moment klar, ja, wenn sie nicht mehr wäre, dann wäre auch er nicht mehr.
Es war ein durchaus erschreckender Gedanke der ihn da heimsuchte, während er durch das große Fenster hinaus schaute und langsam wieder Geräusche wahrnahm, draußen die Sonne scheinen sah und Vögel herumstolzieren und von drinnen betonte beruhigte Worte hörte, die ihm sinnlos erschienen.
Erstaunlicherweise beruhigte ihn das alles auf eine ironische Art und Weise.
Und so saß er dann, hörte und sah alles aber es war ihm egal.
Er tat einfach nichts.
Draco fuhr erschrocken aus seinem tiefen Schlummer und blickte kurz irritiert umher.
Viele Betten?
Ach, ja. Natürlich.
Dumbeldore hatte Ginny ja verboten weiterhin in Dracos Zimmer zu schlafen, weil es solange sie keine geeigneteren Gemächer gab einfach nicht schicklich wäre.
Alter Sack.
Er hatte doch keine Ahnung.
Sie konnte ohne ihn nicht schlafen. Und das behauptete er nicht heraus aus einer kindischen Laune sondern es entsprach der Wahrheit.
Ihre fast Tode setzen ihr immer sehr zu. Das und andere Erlebnisse unschöner Natur.
Und aus diesem Grund hatte er sich auch schon früh in den Gemeinschaftsraum von Virginia geschlichen und es riskiert von ihren dümmlichen Griffindorkameradinnen entdeckt zu werden.
Er kam gerade zur rechten Zeit. Wie er es angenommen hatte, war sie heute schon erschöpft eingeschlafen und schon bald in diesen chaotischen Zustand des Wachtraumes verfallen.
Es war selten ein schöner Anblick, nur das eine Mal als sie nur in diesen Seiden..., wie dem auch sei, und auch heute wieder listete er ein „Mehr schlecht als recht" in seine mentale Strichelliste ein.
Sie saß schon da, ihre Augen schreckgeweitet und ihre Arme fest auf ihre imaginären Blößen gepresst, sie fiepte.
Noch immer konnte er den passenden Kerl dazu sehen.
„Ihr werdet alle sterben. Draco wird euch alle ..." Sie keuchte kurz auf, es war der Schlag den ihr der alte Dreckssack verpasst hatte.
Um sie herum stand schon ein Schar, die Mädchen fiepten wie Hühner bei der Schlachtbank, eine versuchte sie wach zu rütteln.
Natürlich umsonst, denn sie war in diesem Zustand nicht wach zu kriegen. Es bedurfte dazu einiger Worte, die er allerdings nur ungern sprach, da er das dazugehörige Gefühl der Überlegenheit nicht leiden konnte. Er mochte ihren Augenaufschlag dann nicht.
Er beschloss noch einen weitern Moment länger im Schatten zu verbleiben, es käme ein Moment der wesentlich besser geeignet war für einen dramatischen Auftritt.
Dann hätten er und Virginia die Nacht sicher Ruhe.
Als er sie sah, umgeben von diesen Todesser war er einen Moment lang gelähmt.
Dann schaltete sich sein Überlebensinstinkt ein und er warf sich auf den Boden, hinter einen Baumstumpf und dessen großen Wurzeln und lugte nur einen kleinen Moment hervor um sich ein Bild von der Scheiße zu machen in die er sich da wieder reingeritten hatte.
Der Boden auf dem er nun mit seinem ganzen Körper gepresst lag, war feucht aber warm von der Sommersonne die heute wohl schon einmal darauf geschienen hatte. Mehr Moos als Gras hatte sich hier schon lange breitgemacht und es blühten einige Blumen.
Nicht das er das bemerken würde.
Nur einen Moment, nur einen kleinen Moment war er unaufmerksam gewesen und schon hatten sie sie überrascht.
Ja, es war seine Schuld, er hätte sie nicht foppen sollen, aber wie sollte er denn darauf verzichten, ihr Haare sahen aus wie das Fell eines Bibers.
Sie hatte ihre hübschen braunen Augen zusammengekniffen und war mit einem gewaltigen Wusch im Badezimmer verschwunden.
Und da hätte er es noch retten können, er hätte ihr nachgehen können, aber nein er rief ihr noch nach ob sie denn jetzt einen Damm gehen wollte mit dem ganzen Gehölz in ihrem feinem, wunderbarem roten Haar.
Das hatte er natürlich nicht so gesagt und überhaupt jetzt im nachhinein... es war gar nicht lustig.
Hmmm.
Er war ein Idiot, und als solcher war er hinausgegangen und hatte sich seine Füße vertreten und sich ein bisschen in die Sonne gesetzt.
Und dann war da der Schrei und sie war weg.
Wieder sah er auf und fragte sich wie zum Slytherin er sie da raus holen sollte. Sie waren mehr, sie waren bewaffnet und, bedauerlicherweise, sicher intelligent genug das wenn er jetzt nach vorne breschte um Virginia zu berühren, ihn nicht zu ihr zu lassen.
Ach, er hasste es, nein er... welches stärkere Wort gab es denn noch, er hasst und verabscheute und missbilligte diese Schweine und überhaupt sollten sie doch alle miteinander verflucht sterben.
Ein Wimmern, klein und zart war er nur, aber für ihn klang es wie ein ganzes Orchester so laut, riss ihn aus seinen Hasstiraden und er hob unwillkürlich seinen blondgeschopften Kopf.
Er wollte nicht glauben was er sah.
Ein großer Kerl, mit hervorstehenden Knochen und kürzeren, zurückgegeelten Haaren, hatte Ginny genommen und drückte sie nun viel Kraft in das Moor hinein das da langsam vor sich hermoderte.
Sie schrie nicht. Sie sah denn Kerl an, auch wenn voller Angst dann auch voller Stolz und Unnachgiebigkeit, es war ein Bild voller Widersprüchlichkeiten, denn Tränen rannen aus ihren Augen.
„Du wirst mich nicht töten. Er wird kommen, und dann werdet ihr Sterben."
Das sagte sie noch, sie holte tief Luft und dann war ihr Kopf unter der dicken Schlacke verschwunden und nur ihre Haarspitzen lugten noch hervor.
Dracos Hirn setzte aus. So einfach war das.
Hatte er gerade noch versucht einen Schlachtenplan auszupalavern, war sein Hirn nun wie leer gefegt, tabula rasa.
Er stürzte blindlings los, hechtete an zwei Todessern vorbei, nütze dabei seine ganze Erfahrung vom Quidditchtraining, wich dem Dritten aus, doch der Vierte, der zog seinen Zauberstab.
Im Nachhinein konnte er nicht mal behaupten dass er neben sich gestanden wäre oder Ähnliches sonder es war einfach Reaktion.
Zu ihr wollen.
Der Zauber kam hell leuchtend auf ihn zu, er erlebte es wie in Zeitlupe, der blitz raste im Zickzack auf ihn zu, er sah es und doch konnte er dem nicht ausweichen, stellte aber seinen Körper noch instinktiv in die passende Position und sprang ein Stück nach hinten als der Zauber in mit voller Wucht traf und er in weitem Bogen über den Einen der Virginia noch immer unter Moor hielt und landete in dem selbigen.
Er spürte noch wie sich eine nasse Kälte auf seinem Rücken ausbreitete und dann verlor er das Bewusstsein.
Der Zauber hatte nämlich höllisch wehgetan.
Es war genau vier Sekunden später, als die Todesser gerade realisierten dass sie ihren Auftrag wirklich lebend vollbracht hatten, als plötzlich dem einem Hageren, zwei Hände am Handgelenk packte und ihm seine Hand zum Unterarm bog, das laute Knacken das es da tat, hallte durch die vorherentstandene Stille und brach sie.
Er schrie noch nicht mal, fiel nur mit einem erstaunten Gesicht nach hinten auf den Boden und blickte auf seine funktionslose Hand, ein leises „Oh..." war alles was er von sich gab.
Das Moor begann zu brodeln, Luftblasen stiegen auf und zerplatzen laut an der Oberfläche, nicht ohne grünliche Spritzer auf den umliegenden Boden zu verteilen.
Die Hände griffen nach dem Rand und krallten sich in den Mischboden, noch nicht ganz fest aber auch noch nicht ganz zähflüssig wie das Moor und fanden schon bald Halt.
Die Todesser waren verwirrt und wütend. Während einer von ihnen nach vorne stürmte und seinen Kumpel aus der Gefahrenzone zog, der immer noch verwundert auf seine Hand starrte, gingen die Anderen in Deckung und zielten auf das Ding aus dem Sumpf.
Es konnte nicht das Mädchen sein. So was konnte einfach nicht das Mädchen sein.
Sie war gebräunt gewesen, dass was unter dem grünen Schleier zu sehen war, das war weiße Haut mit hervorstehenden Adern, die blau schimmerten.
Und da erschien der Kopf. Zuerst die Haare, sie waren mit Schleimpfropfen übersät, kleine Tierleichen hatten sich darin glitzernd verfangen wie auch die zusammelgerollten toten Blätter der Bäume umher und sogar ein Regenwurm der sich noch bewegte.
Sie, ja doch es war Sie, sie zog sich aus dem Wasser, und sie alle hatten genug gesehen um zu wissen wann die Zeit war die Zauberstäbe zu zücken und einem Gegner zu zerstören.
Sie hatten aber auch genug gesehen um zu wissen wann dafür nicht die Zeit war, sondern man die Zauberstäbe einsteckte und rannte.
Das war eine Zeit zum Rennen.
Sie hatte sich inzwischen aus dem Moor befreit, ihr davor weißes Kleid war schmutzig und nass, Haar hing ins Gesicht und sie grinste bösartig mit ihren fast nicht erkennbaren weißen Lippen.
Langsam drehte sie sich um und blickte zu Draco. Noch lag er oben auf dem Nass, sank jedoch von Sekunde zu Sekunde tiefer ein. Es würde nicht mehr lange dauern bis sein Gesicht unter dem Schlamm begraben war.
Sie steckte ihre Hand in das warme Moor.
„Wenn ihm etwas passieren sollte, Moorgeister", Sie hielt kurz innen und erhob dann ihre Stimme lauter als sie zuvor gewesen war, „dann werde ich dieses Moor trockenlegen, dieses und jedes andere Moor mit dem ihr verbunden seit. Und nicht nur Moore sondern auch jeden See, jede Pfütze, jede Kleinigkeit in der Wasser von Nöten ist. Ich werde euren Lebensraum systematisch eleminiern und Euch ausrotten. Mein Mann wird geheilt sein wenn ich wiederkomme und ..." sie sah sich um mit einem vernichtenden, unwiedersprechbaren Blick, „ihr werdet mir helfen die Todesser zu fangen und zu richten."
Sie nahm ihre Hand aus dem Brackwasser begutachtete sich dann von oben bis unten.
„Ich will nur deren Blut an mir kleben haben, runter mit Euch.", es geschah nichts, sie sah sich noch einmal um.
„SOFORT!" schrie sie dann und wartete nicht einmal mehr als sie losging und der Dreck einfach stehen blieb und zusammenfiel.
Sie war ein Anblick der Einem das Fürchten lehren konnte, oder den plötzlichen Herztod.
Ihr Blick war untersetzt von dunkeln Augenringen, ihre Haut schien fast durchsichtig, man konnte ihre Knochen, die Muskeln und jede Ader darunter sehen, ihr büttenweißes Kleid, nun wieder sauber aber noch nass, klebte an ihr fast durchsichtig, darunter schlug ihr Herz, man sah wie es sich zusammenzog und wieder entspannte.
Sie trug keine Schuhe, huschte fast lautlos durch das Unterholz des immer weniger dichten Waldstückes, welches man zu ihrem Grab auserkoren hatte und sie kam hinaus in die offenes Terrain und blickte zuerst nach Links dann nach Rechts.
„Ihr könnt mir nicht entkommen." flüsterte sie, ihr Worte zischten von einem unsichtbaren Wind getragen zu den Ohren ihrer Opfer, „Ihr seit nun meine Beute. Warum habt ihr euch auch mit ihm angelegt. Ich hatte euch doch gesagt, er wird kommen und dann würdet ihr sterben.", ihr Blick fixierte den Osten und sie lächelte höhnisch, „Hab ich euch."
Damit rannte sie los, die direkte gerade Verbindung, über Wasser das sie trug, Sträucher die sich aus ihrem Weg bogen und Dornen die sich selbst in die Erde drückten um ihre Füße nicht zu verletzen.
Sie fand die Todesser, verängstigt, umgeben von Rauch und Feuer, gefangen in Dornenhecken die aus dem Boden hervorquollen und sprossen.
Sie hatten versucht die Pflanzen zu verbrennen.
„Wir spielen jetzt ein Spiel", erklärte sie langsam und wischte sich eine Haarsträhne die wie Blut schimmerte aus ihren Augen, „wenn ihr es gut spielt, töte ich euch schnell, wenn ihr es schlecht spielt," hier hielt sie ein und sah zu jedem einzeln todernst, „töte ich euch langsam. Aber eines verspreche ich euch," sie bleckte ihre Zähne, „es wird auf alle Fälle schlimmer als alles was ihr euch vorstellen könnt. Ihm wehzutun war so ziemlich das dümmste das ihr habt tun können."
Sie nahm eine ganz lange fast messergroße Dorne und brach sie von dem Zweig ab an dem sie gewachsen war und ritzte den nächsten Todesser damit langsam über das Gesicht.
„Wirklich sehr dumm", sagte sie als sie ein wenig später die Spur aus Blut langsam in seinem Gesicht verwischte.
Draco wachte mit einem Mordskopf auf. Es dröhnte und hämmerte aber er steckte es auf die Seite, so wie er schon vieles auf die Seite gesteckt hatte.
Wo war Virginia?
Sein Blick schweifte auf einen weiter entfernten Punkt. Aha, hier also.
Er konnte sie irgendwie spüren.
Sie war zwar nicht in Gefahr, aber eindeutig Anders. Sehr Anders.
Er stemmte sich auf und bemerkte erst jetzt das er auf nur einem kleinen Stückchen Land in Mitten von nicht Land stand.
Warum hatte er nicht an diese Wesen gedacht?
Die Moorgeister.
Sie waren ihm dienstbar, selbst wenn er nicht bei Virginia war. Dank an Vater. Er hatte ihm gezeigt wie man mit ihnen ewigwährende Freundschaft schließen konnte.
Wie hatte er das nur vergessen können. Sie hatte ihm ja schließlich auch geholfen die besten Flecken für spezielle Stunden zu finden, Plätze wo man keine lästigen Zweige oder Steine im Rücken hatte und frisches Wasser gleich in der Nähe war, wo man Beeren fand oder andere essbare Dinge.
Wie zum ... hatte er sie nur vergessen können?.
Soviel dazu dass er immer einen kühlen Kopf bewahren konnte.
„Bringt mich zu ihr, so schnell ihr könnt. Vielen Dank.", setze er noch nach.
Das Moor verschluckte ihn in einem Stück.
„Und wer spielt die Hauptrolle in Die Braut des Prinzen ?"
Sie sah zu Todesser Nr.4, sie hatte nicht nach ihren Namen gefragt, oder wer sie geschickt hatte, oder wer noch kommen würde (das würde denn ganzen Spaß nehmen), sondern stellte nur Fragen die ihr gerade so einfielen.
Todesser Nr. 4, ein älter Mann mit schon weißen Haaren, zitterte und der Schweiß rann ihm das Gesicht hinunter, vermischte sich ab seiner Brust mit Blut dass aus vielen, kleinen, schmerzhaften Wunden stammte.
Er sah sie verzweifelt an.
„Ahm, „stammelte er, „die männliche oder die weibliche Hauptrolle?"
Sie sah ihn einem Moment lang überrascht an, dachte kurz darüber nach.
„Das", sagte sie schließlich und sah ihn mit zugekniffenen Augen an, „ist eine verdammt gute Frage. Meine Güte das hatte ich nicht bedacht. Hmmm..." Sie zwirbelte ihre feuerroten Haare mit ihren Fingern, dann schien ihr ein Licht aufgegangen sein und sie grinste in die Runde der verstümmelten Männer.
„Ich denke diese Frage sollte Todesser Nr. 5 beantworten."
Nr. 5 kam nicht dazu zu antworten, denn aus einer kleinen Pfütze, die aufbrach, kam Draco heraus, Staub bröckelte ab von ihm. Er sah trotzdem gut aus.
„Draco!"
Ein lauter freudiger Schrei war das, einer der sein Trommelfell fast zum Platzen brachte – aber hey, sie war am Leben. Das war gut.
Er stand noch nicht einmal fest als sie ihm in den Boden warf und ihn von oben bis unten begutachtete und das dann gegen wildes Küssen ersetzte, die er nach einer Sekunde eines innerlichen Gedankenaustausches, herzlich erwiderte.
Schließlich brachte er sie wieder von sich runter.
Und sie begann wieder das zu tun was sie wirklich sehr gut konnte.
„Oh Draco, es geht dir gut, was bin ich froh, ich hatte ja schon für einen Moment befürchtet, dir könnte wirklich etwas zugestoßen sein. Ich bekam gerade keine Luft und hatte schon gedacht dass du nicht mehr kommst, da hab ich gespürt wie sie dich verletzt haben und das war so schrecklich, da habe ich plötzlich nicht mehr gemerkt wie es ist zu ersticken sondern ich war einfach nur so wütend, so wütend war ich überhaupt noch niemals in meinem Leben. Noch nicht mal als sie Daddy wehgetan haben oder meinen Brüdern, überhaupt noch nie."
Sie sah ihn mit ihren roten Augen an und er sah sie ganz normal wie immer an, ganz ruhig und bestimmt.
Er schien ihr Aussehen gerade wohl nicht zu bemerken. Was wohl gut war denn das weiße Kleid war noch nicht wirklich trocken...
„Und dann wollte ich nur noch raus, und sie jagen, sie töten, sie verletzen und mit ihnen spielen. Du bist mir doch nicht böse das ich dir nicht viel übriggelassen habe?"
Sie zeigte auf die blutenden Männer, ein paar fehlten Finger und Einem sogar die Nase.
Draco sah sich die Typen an und war einen winzigen Moment lang schockiert, so lange bis im die kryptischen Worte des Schlammbluts wiedereinfielen.
Und noch was, es kann sein das sie sich verändert. Das ist der Fluch der Weasleys, du kannst dagegen nicht viel machen, lass sie einfach und, das ist wichtig, Zeige. Keine. Schwäche. Wenn du das nicht tust, bringt sie dich um. Vielleicht versucht sie es auch so, ganz ohne Grund, zeige einfach keine Schwäche. Ich hatte dir doch mal gesagt warum du und sie keine Überraschung seit. Du bist der Einzige der sich behaupten kann. Du bist ein Malfoy. Dein Blut wird sich von ihr nicht beherrschen lassen.
Heißt das ich werde sie dann beherrschen? hatte er dann gefragt. Wirklich er hatte dass ganz unschuldig gefragt. Nicht mit diesem Hintergedanken dem man ihm vielleicht nachsagen würde.
Da hatte sie fast traurig gelächelt.
Wenn du ein guter Mann bist, Draco, dann nicht. Ich muss jetzt gehen.
Und sie war gegangen.
„Nun um ehrlich zu sein, Virginia, frage ich mich nur wie du die Männer so bestrafen konntest. Ich meine die Nase?"
Sie sah ihn überrascht an.
„Abgebissen, natürlich."
„Natürlich, wie konnte ich nur so blind sein. Entschuldige meine lange Leitung."
Sie lächelte erstaunlich verführerisch für ihr eigenwilliges Aussehen.
„Lange ist die ja wirklich." Sie blickte ihn frech an.
Draco blinzelte, lachte sie nun aber überrascht an.
Er hatte die Zweideutigkeit durchaus verstanden.
Nach einigen Sekunden riss er sie zu sich her und küsste sie dann feurig.
„Lang und hart." Entgegntete er nach ein paar leidenschaftlichen Minuten.
„Einen Moment", holte er nach einem weiteren Kuss Luft, „die brauchen doch wirklich nicht zuzusehen"
Die Todesser schrieen herzergreifend auf.
Ihre Augen zerplatzten auf sein Zutun in ihren Köpfen, er wandte sich kein bisschen irritiert davon ab wieder hinzu seiner transformierten, blutverschmierten, irgendwie ganz anderen Virginia zu.
Sie hatte schon begonnen ganz langsam die Knöpfe ihres Kleides aufzutun. Falls ihm das zusetze, zeigte er es nicht.
Er wollte sie gerade küssen da grollte sie plötzlich leise los, einen Moment später verstummte das Schreien und sie lächelte ihm wieder zu.
„Ich mag diesen Lärm nicht." Sagte sie schließlich.
Er nickte. Ihnen den Mund zuwachsen zu lassen- effektiv.
Viele, viele positive Erfahrungen später schlief sie in seinen Armen ein, er tötete die Todesser, einige hatte er gekannt und sogar einmal gemocht, mit einem Gedanken und verstreute ihre Asche mit dem Wind.
Als sie wieder erwachte war sie wieder die Alte, er hatte sich drei Mal übergeben, und sie war schockiert über sich selbst.
Er konnte nicht behaupten, sein Plädoyer darüber dass das ein Teil ihres Lebens war und er sie lieben würde egal wie sie gerade war und das es wohl im Endeffekt dazu kommen würde das sie am Ende Beides sein würde, seine Virginia und dass , er konnte wirklich nicht behaupten es hätte sie von einem Moment auf den Andern umstimmen können sich deswegen nicht noch jahrelang Vorhaltungen zu machen, aber und das war die reine Wahrheit, geholfen hatte es sicher.
Und im Hier und Jetzt sah es folgendermaßen aus.
Sie erstickte gerade, und das war der Zeitpunkt aufzutauchen.
Er trat leise aus dem Schatten und räusperte sich um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Die Mädchen, einige nur leicht bekleidet fuhren überrascht herum, eine quiekte sogar.
Gryffindors.
Lächerlich.
„Hmm," wisperte er, „das dachte ich mir schon. Lasst mich bitte durch."
Er lächelte die Mädchen ihm gegenüber an und drängte sich dann ohne ein weiteres Wort zu verlieren an ihnen vorbei.
Kam das er Virginia berührte beruhigte sie sich in ihrem Krampf.
Er nahm sie an den Schultern und drückte sie sanft ins Bett zurück, deckte sie zu und blickte dann zurück zu den blöden Tussen.
„Ich hoffe ihr entschuldigt mein Eindringen in eure Gemächer, meine Damen," was konnte er charmant sein, wenn er musste, „aber ich befürchte Virginia schläft ohne mich mehr schlecht als recht."
„Was ist mit ihr los?" fragte eine ihrer Bettnachbarinnen besorgt, er blickte das braunhaarige Mädel lange an.
„Sie erinnert sich an schlimme Sachen." Erwiderte er kryptisch. Er holte gerade aus um weitere Brocken fallen zu lassen als mit einem irren Speed Madame Pomfrey in das Mädchenzimmer hereinstürmte und dann erst ein Mal verwirrt, dann entrüstet vor dem Bett von Ginny stehen blieb.
„Mr. Malfoy," zischte sie, „was machen Sie hier."
„Ich beruhige meine Frau." Entgegnete er sachlich und wich keinen Zentimeter den Blick der Heilerin aus.
„Sie haben doch die Worte des Direktors gehört. Sie werden nicht die Nacht miteinander verbringen. Wenn es nach mir gehen würde, sollten sie dem armen Kind überhaupt nicht zu Nahe treten. Was weiß Merlin was sie mit ihr angestellt haben."
Draco sah sie einfach nur an, seine Augen waren eiskalt und sein Gesicht hatte von einem Moment auf den Anderen hart und verschlossen.
„Madame Pomfrey", seine Stimme schnitt die Luft, „seinen Sie vorsichtig mit Unterstellungen welche Sie nicht beweisen können. Ich weiß warum ich hier bin und ich weiß auch warum Sie hier sind. Sollten sie meiner Frau" hier ein leises Ach zu vermerken das von ein paar der Zuseherrinnen ausgestoßen wurde, so wie er das sagte Frau, so besitzergreifend, aber voller Liebe, ...ach..., also „noch einmal eine Potion unterjubeln die ihren Geisteszustand prüfen soll, dann haben sie und ich ganz offiziell eine Fehde angebrochen, und ich werde ihre ganze Familie dafür büßen lassen." Er sah kurz einen Moment zu Ginny die sich natürlich im unpassendsten Moment an ihn rankuscheln musste und nach ihm griff um ihn ins Bett hinein zu ziehen.
Er schüttelte den Kopf und nahm ihre Hand weg, hielt sie dann aber weiter in seiner Eigenen, ihre Finger in den Seinen verschränkt.
Es war nun als er seinen Blick wieder zu Madame Pomfrey die noch immer ganz geschockt über seine Worte zu ihm hinunter starrte, erhob, dass seine grauen Augen lange zu ihr hinauf blickten, bis er sich zusammen riss und wieder ein netteres Gesicht aufsetzte.
„Entschuldigen sie, Madame, ich war nur wütend."
Er lies Ginnys Hand los und stand auf.
Fast augenblicklich wurde Ginny wieder unruhig.
„Sie kann ohne mich nicht schlafen. Aber bitte," sagte er hilfsbereit, „beurteilen sie selbst. Wir sehen uns dann in etwa einer halben Stunde auf der Krankenstation. Vielen Dank für ihre Hilfe."
Er lächelte annehmbar, verbeugte sich und verließ dann das Zimmer.
Als er hinter sich die Tür schloss sprangen ihm gleich die rot und golden Farben ins Augen, die den gewundenen Gang zierten und er verzog angewidert das Gesicht.
Bhuu, schrecklich.
Er wollte schon nach unten gehen, als ihm ein besserer Gedanke kam.
Er fing das nächste Mädchen ab, das hier herauf kam, eine aus Ginnys Klasse, er kannte ihr Gesicht.
Es war Rachel Hugblow.
„Wo ist McCarthys Zimmer?" fragte er leise und sah sie markdurchdringend an.
Sie blickte ihn einen Moment lang stumm an, deutete dann nach oben und lief ohne überhaupt ein Wort zu verlieren nach unten.
Draco, der eine solch geartete Auskunft erwartete hatte, zuckte mit den Schultern und schlenderte nach oben, den Gang entlang.
Das Zimmer zu finden war nicht schwer.
Er klopfte an und öffnete dann die Tür.
Sie saß auf ihrem Bett und nickte ihm zu.
„Ich hatte dich erwartet," beteuerte sie und deutete ihm näher zu kommen, was er tat. Sie sahen sich nicht an, doch nun erhob er fordernd seinen Blick
„Du hast dich noch immer nicht mit ihr vertragen." stellte er im Gegenzug fest.
„Und du, Malfoy?" entgegnete sie Schulterzuckend, „Hast du mir gesagt warum ihr hier seit. So war dass nicht abgemacht."
Er nickte und setzte sich.
„Das ist wahr," gab er zu und fuhr sich durch seine blonden Haare, „Das liegt wohl daran dass ich das letzte Mal als ich dich sah, keinen Wunsch verspürte mit dir zu sprechen."
Brenda grinste und setze sich auf. Es fiel ihm auf dass er ihn nicht unbedingt leicht viel.
„Und jetzt ist das anders?" fragte sie keck. Er überhörte ihre Frechheit.
„Sagen wir", erklärte er kalt, „ich bin so weit abgekühlt dich nicht mehr gleich töten zu wollen."
Sie nickte wissend. Eine solche Antwort hatte sie sich erwartet.
„Darauf habe ich gewartet Draco, das ist gut. Wie geht es ihr? Und ... warum lasst du dir die Haare wachsen?"
„Eine Wette?" Er fragte nicht, er stellte fest.
Sie nickte wieder. „Ja, mit Vick und Greg. Wir zerbrechen uns jetzt schon seit zwei Wochen den Kopf darüber, aber selbst die Beiden erwischen euch nie", ein Räuspern, „unbeschäftigt."
Draco grinste breit, bestätigt in seiner Stamina.
„Ja das kann sein." Ließ er die Anspielung links liegen, „Ahm, meine Haare... der Todesser der Ginny unter das Moor gedrückt hat, trug die Haare wie ich. Es ... erinnert sie, würde ich mal sagen. Außerdem war eine Typenveränderung schon lange fällig. Ich bin ein verheirateter Mann. "
Die braunhaarige lächelte amüsiert, wurde aber augenblicklich wieder ernst.
„Sie hat sie verwandelt oder?" fragte sie mit grünschimmernden Augen.
Draco nickte kurzangebunden, seine blonden Haare fielen in seinen Blick.
Für einen winzigen Moment war ein Anflug von Grauen in seinen Augen zu sehen, Brenda lächelte verständnisvoll. Ja- sie kannte dieses Gefühl.
„Draco," sagte sie mütterlich, „rede damit mit Tray. Er versteht was dich dabei beschäftig. Er kann dir deine Fragen beantworten."
Draco schüttelte energisch seinen hübschen Kopf.
„Ich rede mit niemanden den ich nicht mag, außer ich brauche etwas von ihm." fauchte er bissig. „Wie von dir. Dieser Tray ist ein Geck. Und seine Frau, sie ist ... ich mag sie einfach nicht."
Brenda hielt ihr Grinsen zurück.
„Du weißt schon wer sie sind?" fragte sie unschuldig.
Draco nickte.
„Ja, ich weiß wer sie sind.", erwiderte er kalt, „Ich bin ja nicht blind. Virginia und ich, aus dieser anderen Dimension." Er sah sie einen Moment lang an. „Was sollte es daran ändern, das ich sie plötzlich mögen sollte. Er ist ein Idiot und sie ist einfach nur unsymphatisch."
Für einen Moment war Brenda überrumpelt aber erholte sich schnell wieder.
„Dann weißt du eben wer sie sind obwohl du sie nicht kennst, ob du sie magst oder nicht, interessiert mich nicht. Wenn du nicht sterben willst, rate ich dir, dich bei ihm um Hilfe umzuschauen. Er könnte dir auch schneller lernen hiermit umzugehen."
Aus ihrem Nachtisch zog sie ein festverschnürtes Päckchen und warf es wütend zu ihm hinüber.
„Zauberstäbe für dich und Ginny. Ihrer Wieselbarthaar mit ein paar deiner Locken, als Katalysator, bei dir ist eine Falkenfeder eingespannt mit drei ihrer Haare. Damit kannst du wieder lernen zu zaubern. Es wird dir und ihr schwer fallen, aber es wird gehen."
Er musterte das Päckchen dann sie.
„Warum sollte es mir schwer fallen?" fragte er sie schließlich, nach angemessener Pause.
„Weil es nicht mehr deine Magie ist." Ihre Antwort kam gelassen. „Deine Magie ist frei und wild", erklärte sie dann, „nicht eingesperrt und kontrolliert. Das war ein Mal Draco. Es wird dir sehr schwer fallen."
Sie ließ so was einfach so fallen, als wäre es nichts weltbewegendes.
Draco missfiel ihre selbstverliebte, gutgelaunte Haltung. Er stand auf.
„Ich brauche keine Hilfe von diesen Zweien." War alles was er sagte, und verließ das Zimmer über einen der Geheimen Gänge, Brenda machte ihm den ganzen Weg frei.
Er verpasste dadurch Harry und Ron die mit gezückten Zauberstäben bei Brenda einfielen und diese, nachdem sie einen Gardinenpredigt gehalten hatte, wieder genickt verließen.
Draco, derweil musste nicht lange gehen und stand bald in Madame Pomfreys Vorzimmer und hörte schon von weiten Ginny schreien.
Er betrat das Zimmer ohne anzuklopfen und wurde von der Heilerin, Dumbeldore und Snape empfangen. Snapes Mine war dunkel und griesgrämig wie immer, er nickte ihm jedoch wohlwollend zu als er ihn erspähte, hielt sich selbst aber wie immer im Hintergrund, Madame Pomfrey war noch immer geladen und funkelte ihn misstrauisch an und der alte Mann, war eben der alte Mann. Wie immer glitzerten seine Augen.
„Professor, Direktor, Madame, entschuldigen sie die Verspätung.", sagte er natürlich überhaupt nicht überrascht, er hatte mit ihnen gerechnet, „Ich wurde aufgehalten."
Mrs. Weasley und Dracos Mutter störten diesen Moment empfindlich denn sie stürmten mit wallenden Umhängen in das Krankenzimmer herein.
Mollandy Weasley schien leicht besorgt, wurde aber von ihrer Freundin abgehalten, deren Sohn zu töten für was immer diese kleine Kröte, gemeint Draco, ihr, Ginny, angetan hatte.
„Mutter, Mrs. Wealsey, guten Abend." Ignorierte er die geblähten Nasenflügel seiner Schwiegermutter lächelnd und blieb immer noch stehen.
Ginny schrie weiterhin.
„Mr. Malfoy, ich denke sie schulden uns eine Erklärung." Rette Dumbeldore dann leise die Situation und blickte besorgt zu seiner jungen Schülerin.
Molly sah nun so aus als wäre sie einem Nervenzusammenbruch nahe, Madame Pomfrey schien ratlos und Snape, nun, Snape war klug genug nichts zu sagen.
Seine Mutter tat das ihrem alten Schulkameraden gleich, wenn gleich ihr Blick viel gefährlicher war. Draco blieb cool.
„Ehrlich gesagt, Direktor, denke ich das nicht. Ohne hier schwarze Peter zu verteilen, wäre es nie so weit gekommen, wenn sie nicht ihr Machtwort gesprochen hätten und sie weiterhin bei mir gelassen hätten." Er schien die Ruhe pur. „Ich..."
„...Draco." Narcissa fiel ihm zischend ins Wort. „Beruhige dich."
Er sah sie trotzig an obwohl es nicht die Standpredigt war die er sich erwartet hatte. „Du hast mir nichts zu ..." „Genug!", sie unterbrach ihn mit festen Blick, „Führe. Diesen. Satz. Nicht zu Ende. Sohn."
Er sah sie böse an.
Als er nichts sagte fuhr sie weiter fort.
„Geh zu ihr, beruhige sie." Sie lächelte ihn sanft an. „Los."
Draco stampfte an ihr vorbei und setze sich zu Ginny ans Bett, sein Hand legte ihr an die Schulter, die Zuckungen hörten auf.
Wie schon zuvor, verstummte sie augenblicklich.
„Zufrieden?" baffte er sie an.
Narcissa schüttelte den Kopf.
„Ehrlich gesagt, Junge," imitierte sie seinen vorherigen Tonfall perfekt. „Nein, ich bin nicht zufrieden. Ganz und gar nicht. Es ist ungeheuerlich das du ein solches Verhalten an den Tag legst. Bis jetzt habe ich darüber ja kein Wort verloren, aber wenn wir gerade dabei sind." Sie holte tief Luft. „Wie kannst du es wagen, mir gegenüber deine stimme zu erheben, erstens. Zweitens, heiratest du ohne meine Zustimmung, hast du eine Ahnung wie sehr mich das verletzt hat, drittens und wichtiges, seit wann, Jungchen, stoßen wir Todesdrohungen vor Zeugen aus. Hast du alles verlernt was wir dir in den letzten Jahren beigebracht haben." Sie schien wutentbrannt und nagelte ihn mit ihren Blicken an die Decke.
Die Anwesenden sahen sie schockiert an, vor allem Dumbeldore. Pomfrey fühlte sich bestätigt, sue hatte sich so etwas ja schon gedacht.
Erstaunlicherweise begann Draco zu lachen. Und mit ihm setzte seine Mutter ein.
„Ach, deine Witze sind immer noch die Besten, vielen Dank." Er sah sie wieder gelassener an. „Ich glaube,", sagte er dann, „in den letzten Monaten ist mir das Lachen einfach zu oft vergangen. Mein Verhalten war unangebracht. Vor allem ihnen gegenüber, Madame Pomfrey," er sah sie nun ruhiger an, „gilt meine Abbitte. Um mich zu entschuldigen, so weit das geht. Das Leben von mir und meiner Frau war in den letzten Wochen so oft in akuter Gefahr, das ich zum Einverständnis mit Virgina gekommen bin, jeder noch so kleinen Bedrohung entgegenzuwirken. Bei ihnen jedoch habe ich wohl über die Stränge geschlagen. Meine aufrichtige Entschuldigung."
Wie konnte man nach so einer eloquenten Entschuldigung böse bleiben.
Eben.
Madame Pomfrey nickte und setze sich dann hin.
Snape beobachte ihn noch immer genau, dann begann er zu lachen.
Alle sahen nun erstaunt zu ihm, doch er lachte einfach weiter.
„Du bist wie Lucius. Es ist wirklich wahr. Also, nein, euer Fluch, schlagt den der Weasley doch um Welten. Ohh..." Er begann wieder und musste sich dann sogar setzen weil er keine Luft mehr bekam.
„Unser Fluch, Mutter!" Draco sah sie erwartend an.
„Ach.. weißt du," sie blickte in die Luft.
„Mutter!"
„Soll ich, Cissa?" fragte Molly leise. Die blonde Frau nickte.
„Junge, was soll ich sagen, du weißt was unser Fluch ist, nicht?"
Draco nickte. Als könnte er dieses weißhäutige Etwas vergessen. So aufregend es auch war.
„Euer Fluch, mein Süßer, ist anders. Er zielt direkt auf, nein besser, gegen Euch. Die Männer. Sind eure Frauen in Gefahr dann fasst ihr keinen klaren Gedanken mehr. Ihr seit nur noch eurem Instinkt überlassen. Ihr denkt nur noch von einem Handgriff zum nächsten, könnt nichts mehr vorausplanen." Snape unterbrach sie mit einem weiteren herzhaften Lacher, Molly ignorierte es zu Hundehrprozent. „Und wenn sie sich schlecht fühlen, geht es auch euch schlechter. Und bei dir und Ginny ist das besonders extrem. Weil eurer Bund so perfekt ist."
Draco sah sie an und dachte einen Moment darüber nach.
Dann schüttelte er den Kopf.
„Das ist nicht wahr. Jedenfalls nicht ganz. Wenn sie... Anders ist, dann stimmt das bei mir nicht."
Narcissa nickte.
„Das glaub ich dir gern. Es ist unser glück. Als die Flüche ausgesprochen wurden, da hatte die Sprecherin das merlinseidank nicht bedacht. Versteh mich nicht falsch Junge, es war gedacht als ein nicht möglich sein der Beziehung zwischen Einer Weasley und einem Malfoy. Zu gefährlich und machtvoll schien eine Solche Beziehung. Es war..."
Draco unterbrach sie mit einer einfachen Handbewegung.
„Mutter das klingt interessant, aber vielleicht sollte wir Ginny besser aufwecken, sie sollte es vielleicht auch hören."
„kannst du das denn?"
„Ja," sagte er leise, „ich mach es nur nicht gern."
Mit diesen Worte beugte er sich runter zu seiner Frau und strich ihr über das Haar.
„Bei unsrem Bund," flüsterte er, und schnaufte tief durch, „erwache sofort. Das ist mein Wort."
Sie schlug augenblicklich die Augen auf.
„Was willst du, Mein Gatte? Wie kann ich dir dienstbar sein?"
„Du sollst nur wach sein." Entgegnete er lächelnd, wie jedes Mal da er hatte tun müssen, betroffen von der Unterwürfigkeit in ihrer Stimme.
„Ok." Sagte sie gähnend. Dann sah sie ihn an. „Warum lacht Snape?"
„Das ist eine sehr gute Frage, Ginny ich habe keine Ahnung."
„Aha. Und warum bin ich in der Krankenstation. Übrigens hi Mum, Guten ... Abend Mrs. Malfoy, Professor, Madame."
Sie sah erst jetzt zu den Anwesenden.
Dann lächelte sei.
„Eine Geschichtsstunde? Dann legen sie mal los, Mrs. Malfoy. Draco sagt, sie erzählen super."
Snape lachte noch immer.
Schein und Sein, Kapitel Fünf
Der alte Tag war langsam aber sicher verstrichen und die Nacht brach herein.
Dunkle Wolken zogen sich zusammen und bedeckten den Himmel, der erste Herbststurm war nicht mehr weit entfernt.
Während Brenda sich nach dem Besuch bei Draco und danach bei Ron und Harry unbemerkt durch ihre versteckten Gänge schlich und jeden anderen der es vielleicht ebenfalls vorzog hier durch zu huschen, auswich, während sie also ihre übliche Nachttour machte und die Normalsterblichen mit ihren eigenen Probleme haderten, da wurde es leise im Krankenzimmer, Snapes Lachen verging unkommentiert und Narcissa wusste sie hatte ihr Publikum wieder einmal genau da wo sie es wollte.
Unwissend, neugierig und interessiert.
Sie genoss diesen kleinen Moment ihrer Macht vielleicht sogar ein bisschen zu viel, nachdem ihr Molly aber dann einen bösen Blick zuwarf, holte sie ein wenig Luft und strich sich die goldenen Strähnen aus der Stirn.
„Ich weiß nicht in wie weit ihr mit der Geschichte Eurer Familien betraut seit, aber wir waren einst eng, viel enger ging es gar nicht. Es ist fast nicht zählbar wie viele Malfoyfrauen Wealseymänner geheiratet haben, im Laufe der Zeit, und es ist fast nicht zählbar wie viele neue Familen daraus entstanden sind."
Sie ließ diese Neuigkeit ein wenig einwirken und schaute in die ruhigen Gesichter von Dracos und Ginny.
„Die Crabbes, die Goyles, die Panswirks, sie alle waren einst Wealseys." Fuhr sie dann, etwas unwillig fort, die Neuigkeiten die sie zu verkünden hatte, hatte nicht die erwünschte Wirkung, bei den jungen Zuhörern die sie zu erreichen gehoffte hatte und sie fühlte sich gelinde gesagt etwas veralbert.
„Wie dem auch sei", etwas aus dem Konzept gebracht weigerte sie sich weiter zu ihren Zuhören zu sehen, „damals waren die Familien nicht so wie heute, die Magie nicht so wie heute, das Leben nicht so wie heute."
„Deine Familie war dein Clan, wurdest du dem Clan untreu musste man gefährliche und waghalsige Manöver starten um wieder aufgenommen zu werden oder," hier lächelte sie mit ihren blassen Lippen, „schnell rennen und hoffen das niemand dir folgen würde. Was niemals geschah. Die Inseln und ein Großteil des Festlandes von Spanien über dem heutigen Frankreich hinunter bis zu den Alpen und im Osten hin zur Moldau unterstanden einem Triumphat mehrer Familien die mit harten und nicht immer gerechter Hand regierten und dem Leben ihren Stempel aufdrückten. Die Religion dieser Zeit war der unbändige Glaube an die Natur und ihre Macht, Steinkreise dienten als Stützpunkte ganzer Zaubergesellschaften die in einer Grenzwelt nahe den Muggel lebten. Unsre Familien, die Wealsey und die Malfoys waren damals gerade dabei ihren Teil des Machtbereiches zu erobern, wir hatten uns von kleinen unbedeuteten Familien zu kleinen Clans hochgearbeitet, durch geschickte Heiraten unsre Verbündeten gefunden und durch, nicht immer saubere Morde, unsre ersten Gegner aus dem Feld geräumt."
Sie sah wieder in die Reihen und konnte sehen wie Dumbledores, sogar Snapes Augen vor Achtung leuchten und Ginny sowie Draco aufmerksam ihren Worten folgten.
„Dieses Triumphat war stark, aber es war eben doch nur ein Zusammenschluss mehrer Familien, oder eben Clans wie man sie damals nannte und hatte diesen einen großen Fehler den sich unsre Vorfahren, in dem speziellen Fall Osbert Malfoy und Douglas Wesley, zu Nutze machten."
Draco sah auf. „Zu viele Meinungen– schnelles Bündnisende.", sagte er nickend und seine Mutter erwiderte seine Geste, lächelnd.
„Richtig. Zwietracht war innerhalb weniger Jahrzehnte gesät und als Mathew, der Erstgeborene der Malfoys das Erbe übernahm stand er zusammen mit Demion Wesley dem Erstgeborenen von Douglas und Eileen dem Triumphat als Führer vor und zur Verknüpfung der Beiden Familien heiratete Dervag, der zweitgeborene Wesley die einzige Tochter von Osbert, nämlich Portia.
Demion, der Erstgeborene der Wesley verzichtete später auf sein Erbe zugunsten eines Studiums der Welt und verstarb am Rücken eines Schiffes einsam und verlassen, wie es heißt."
Narcissa grinste als sie sah wie Ginny scheinbar die ganzen Namen in ihrem Gehirn zu verpacken schien und einige Momente mit ihren Augen die Verwandtschaftsbeziehungen und Namen in Beziehung zu setzen schien.
„Die Jahre, die Jahrzehnte zogen ins Land und unsre beiden Clans gewonnen und gewonnen an Macht und Einfluss bis ihnen etwa die Hälfte des Machtbereichs zugefallen war und sie dort niemanden mehr Rechenschaft abzulegen hatten."
„In dem Jahr als Matthew und Claire, seine Angetraute, Urenkel Neelan geboren wurde ergab es sich auch das in einem der letzen Großen Clans die noch etwas Macht besaßen ein Mädchen geboren wurde und es wurde beschlossen diese Beiden, Neelan und Bedelia zu verheiraten und dadurch die Macht der Familien noch zu Vergrößern. Es war," fuhr Narcissa nach einem Einwurf Ginnys über Unfair fort, „eine gesegnete Beziehung denn Beide verliebten sich schon nach kurzer Zeit, nachdem sie sich kennen gelernt hatten, ineinander und waren Feuer und Flamme diese Verbindung auch zu legalisieren."
Hier begann Ginny wieder zu strahlen und lehnte sich an Draco, der es recht gelassen nahm.
„Es war nun so das, das wahrlich eine gesegnete Verbindung gewesen wäre, waren doch die Bedal alle mit unwahrscheinlichem Charisma und führender Kraft gesegnet, was einem Kind dieser Verbindung neben der malfoyschen Macht des Wortes noch die einer unheimlichen Anziehungskraft mitgegeben hätte, ein sicher unschlagbares Team. So war es geplant. Aber man hatte in diesem Zirkel eine wichtige Partei vergessen. Die Wesleys. Sie standen hinter den Malfoys was Macht und Prestige anging, aber jeder wusste dass es die Wesleys waren die den Malfoys ihre Macht erlaubten. Sie waren gefürchtet, weithin brachte der alleinige Gebrauch dieses Namens die Leute dazu sich ängstlich umzuschauen oder ihre Geister anzurufen und sie um Schutz anzuflehen. Die Wesleys waren wild und unbändig, sie waren gefährlich und stolz, sie waren entschlossen und vor allem fähig ihre Macht auszubauen und zu erhalten."
„Man wusste sie konnten sich verwandeln, in Tiere und man wusste nur selten hatte einer die Begegnung mit ihrer Gestalt in Pelz überlebt, doch nicht einmal die Überlebenden konnten davon berichten."
Snape nickte, er hatte die Geschichte wohl schon einmal gehört.
„Anea war die erste Wesley seit über einem Jahrhundert und auch sie führte das Erbe ihrer Vaters fort auch sie verwandelte sich. Sie war schnell, sie war gewieft, sie war schön, ihre Augen waren dunkel und ihre Haut braungefärbt und ihre Haare schwarz. Sie war das schwarze Wiesel. Bald schon sprach man nur noch von Anea, die Schwarze, ihr Name lag in jedem Mund und jeder fürchtete sie.
Es geschah was geschehen musste Anea traf eines Tages auf ihren Großcousin und er traf auf sie. Anea, die Schwarze sah ihn und ob es ihr Herz oder ihre Lenden waren, darüber streitet sich heute noch manche, es sei wie es sei, eines führte zum Anderen und schon bald, einige Wochen vor der Hochzeit Neelans mit Bedelias verkündete sie ihrem Vater sie erwarte das Kind Neelans und wünsche seine Hand."
Madame Pomfrey griff nach ein paar Bonbon und lutschte eifrig daran während Ginny nur ihren Kopf über ein solches Verhalten schüttelte und sich ihre Entrüstung vor allem gegen Neelan darin äußerte das sie zu Draco schaute und ihm, vor aller Augen ins Gesicht sagte, solle er so etwas wie sein Vorfahr irgendwann einmal mit ihr abziehen sei er ...gelinde gesagt... tot.
Narcissa lachte.
„Genau das dachte Bedelia auch. Als sie erfuhr das Neelan sie betrogen hatte, noch dazu mit diesem berüchtigten, männerverschlingenden, schwarzen Wiesel, wurde sie fuchsteufelswild. Sie trommelte ihre ganzen Verwandten zusammen, die alle ihre Verbündeten riefen und zusammen zogen sie gegen Triumphatführer Dunstun Malfoy und Deoin Wesley, die inzwischen das Triumphat von Dervay und Matthew übernommen hatten."
Ginny nickte bedächtig und schien auch diese Information gut zu verarbeiten.
Schließlich sah sie auf und blickte Narcissa tief in die Augen.
„Sie hatten keine Chance, nicht?"
„Nicht die geringste. Deoin und Dunstun hatten ihre Kinder beschützend zu sich genommen und verteidigten sie mit allen Mitteln, was unter Anderem auch hieß die Bedal niederzumetzeln bis am Ende nur noch Bedelia und ihre kleine Schwester standen und keinen Schritt zurückwichen."
Narcissa hielt inne und sah genauer zu ihren älteren Zuhörern. Diese Geschichte hatte noch immer den gleichen Effekt auf die inzwischen längst Erwachsenen Zauberer, wie sie, sie schon hatte als sie alle noch Kinder waren.
Keiner rührte sich und alle warteten nur darauf das sie endlich fortfuhr.
„So standen sie sich gegenüber. Die drei mächtigsten Clans, durchaus reduziert auf einige Wenige, auch auf der Seite der Malfoy und Wesley, sie standen dort und keiner sagte ein Wort."
„Das Blut sickerte in die Erde, die Geräusche erstarben und es erhob sich ein unheilvoller Wind, tief brummend zuerst schraubte er sich hinauf zu einem schrillen Ton, so schrecklich dass alle bis auf die zwei lebenden Bedal ihre Ohren zuhielten und vor Schmerzen schrieen."
„ Ihr sollt verflucht sein. Ihr alle sollt verflucht sein. " Wiederholte Narcissa die Worte die an jenem Tag gesprochen wurden mit geschlossenen Augen und ihr taten es Dumbeldore, Snape, Molly, ja sogar Madame Pomfrey gleich, auch sie sprachen die Worte unhörbar mit, „ Mein Fluch soll euch alle treffen. Du Neelan hast über deinen Clan das Verderben geworfen, denn nun soll es euch allen so ergehen wie dir. Ihr sollt sehen wie eure Liebsten in Gefahr schweben und ihr sollt sehen wie sie sterben unfähig einen Schritt zu tun. Ich verurteile euch zur Untätigkeit, das sei mein Wort. "
Donnerknallen unterstrich diese Worte und nicht nur Ginny zuckte erschrocken zusammen.
„ Und du, Anea," Narcissa zischte unbeeindruckt fort, „schwarzes Wiesel schimpft man dich du sollst auch verflucht sein und mit dir deine ganze Sippe. Mein Fluch soll euch alle treffen. Ich verurteile euch zu lieben und ich verurteile euch euren Liebesten Schaden zuzufügen. Ihr wollt wie Tiere sein, dann soll euch genau das treffen. Ich verurteile euch dazu wie Tiere zu werden wenn euch die Wut übermannt, so wie mich jetzt die Wut übermannt. Und ich verurteile euch zu sein wie Tiere die nicht mehr zu unterscheiden wissen zwischen dem was ihnen das Liebste ist und dem was sie hassen. "
„Bedelia und ihre Schwester gingen in die Knie und fielen zu Boden. Der Wind der so gewütet hatte erstarb langsam, wurde immer leiser und war am Ende nichts weiter als ein weit entferntes Heulen. Anea war die erste die sich langsam wieder aufrappelte und nachdem sie sich vergewissert hatte das Neelan nichts passiert war, ging sie mit schweren Schritt auf Bedelia zu die neben dem inzwischen leblosen Körper ihrer Schwester lag. Mit einem Fußtritt drehte sie Bedelia auf den Rücken und ging zu ihr hinunter in die Hocke. Bedelia lag dort, schwach, verletzt und in Agonie."
„ Leere Worte, nichts weiter, nur leere Worte. " hauchte Molly aus dem Nichts heraus Narcissa lächelte erfreut. Ja, genau so gehörte diese Geschichte erzählt.
„Damit stand Anea auf", erklärte sie dann, „und ging zurück zu Neelan. Der stand dort und Bedelia traurig anblickte."
„ Das verstehst du nicht Bedelia. " Es war Snape der das Wort mit erschöpfter Stimme aufnahm. „ Ich habe dich geliebt. Schon immer. Aber das zwischen mir und Anea das ist größer als wir es jemals sein konnten nicht nur liebe verbindet uns auch unser Blut. " Snape sah hin und her gerissen auf, an ihm war anscheinend ein Schauspieler verloren gegangen. „ Ich wünschte du würdest verstehen was Wir zu bedeuten haben...welche Macht unsere Verbindung mit sich bringt. "
„ Ihr werdet sterben. zischte Bedelia. Und ich werde es noch erleben. "
„ Du bist doch schon tot. " zischte Molly hart und blickte kalte zu Narcissa, die nickte kaum merkbar.
„Bedelia hörte das und begann zulachen. Ich, du, wir ... wieder lachte sie, wir alle sind tot. Und du, du stirbst als erste. "
„Nun war es Anea die zu lachen Begann. In dem Moment in dem sie Neelans Hand los lies um ihrer Feindin entgültig Leb Wohl zu sagen, brach sie zusammen und begann wie wild zu zucken, Neelan beugte sich über sie, erstarrte dann aber in seiner Bewegung."
„ WELCHE MAGIE IST DAS? "
„donnerte nun Deoin, Aneas Vater und sprang auf das halbtote Mädchen zu, doch die grinste ihn nur mit ihren blutroten Zähnen und zischte Die meine ."
„Deoin wandte sich von der Bedal ab und riss Anea zu sich, doch ihre Zuckungen, die wohl auch sehr schmerzhaft waren, wurden nicht besser sondern immer schlimmer."
„Mein Mädchen, mein kleines Mädchen," sprach Dumbeldore erneut fast weinend den Part des Deoin, „ was soll ich bloß ohne mein kleines Mädchen machen. DICH WERDE ICH TÖTEN, BEDAL. DU SOLLST DURCH MEINE HAND STERBEN! "
Der Umbruch von schwachen Beten hinüber zu wutentbrannten Schreien kam so überraschend für Ginny und Draco dass sie sich an ihn klammerte und er selbst sich überlegte das es wohl gut war Dumbeldore nie aufs Blut gereizt zu haben. Und ja, auch er griff etwas fester als normal um die Hüften seiner Frau.
„Deoin war wutentbrannt und sprang auf die Bedal zu als er mitten in der Bewegung begann Anders zu werden. Zuerst wurde seine Haut fahl wie die eines Toten, sein an sich schon weißes Haar schien sich wie seine Augen mit Blut zu füllen und seine Finger fingen sich an zu verändern wie normalerweise bei einer
Transformation, es hörte auf als seine Finger zu langen Krallen geworden waren.
Er starrte auf die Bedal. Noch bevor er sie töten konnte riss ihn ein kleines Wort herum."
„ Vater, ich bin nicht... " Molly holte tief Luft und riss gespielt ihre Augen auf und schrie leise auf.
„ Großonkel, was... was hast du getan, nein, nein ni... Snape hielt inne und sah zu Narcissa.
„Als Bedelia sah wie Deoin seine Tochter und seinen Schwiegersohn in Spe gerichtet hatte begann sie zu lachen und das war das Letzte das sie tat bevor Deoin sein Wort ihr gegenüber hielt und sie tötete. Für einen langen Moment lang herrschte Stille dann trat Deoins Frau aus dem Schatten heraus, in dem sie sich verborgen hatte. Tränen standen in ihren Augen. Wut flackerte auf ihren ansonsten steinernen Gesicht, ihr sonst immer ruhiges Wesen war von Trauer vollkommen aufgelöst."
„ Ich kann dich sehen Bedelia, sehen wie du noch hier weilst um von unsrem Untergang zu haschen. " Madame Pomfrey hatte diese Rolle übernommen und sprach sie mehr als nur beherrscht.
„Der entgleiste Deoin sprang auf sie zu und setzte sich zu ihren Füssen hin. Er war ganz ruhig und leise und als sie ihm den Kopf kraulte räkelte er sich genüsslich."
„ Es tut mir nicht leid dich enttäuschen zu müssen, wenn ich es früher verstanden hätte, läge mein Kind jetzt nicht tot, doch geschehen ist geschehen. Deine Flüche sind unsauber gesprochen, in Hast und Gram erdacht und ohne Ziel und Verstand. " Hier hielt Madame Pomfrey inne und sah fragend zu Narcissa, die nickte kaum merkbar. „ Wir werden sie überleben, wir werden uns arrangieren und der Tag mag kommen das es wieder eine Wesley und einen Malfoy gibt und dieses Mal wirst du sie nicht von ihrem Weg abhalten. Und dann werden wir uns wiederholen was du uns heute gestohlen hast und wir werden endlich herrschen. Deine Leute hast du umsonst in den Tod geschickt und meinen Großneffen umsonst mit einem Liebeszauber belegt, du Bedelia wirst leiden. "
„Damit schloss Deoins Frau ihre Rede und ging langsam mit ihrem Gatten hinfort und sie waren nie wieder lebend gesehen. Das Triumphat war zerschlagen und zerfiel, es folgten viele Kriege und Schlachten bis die Zauberwelt aufgeteilt war wie sie es heute ist."
„Die wenigen die diesen Tag überlebt hatten beschlossen die Wahrheit zu vergessen und ihren Triumph niemals auszusprechen, noch nicht einmal wenn sie ihren Kindern alte Märchen erzählten. So verging die Zeit und die Wesleys nahmen ihr Schicksal an und nannten sich, als Erinnerung an Anea Weasley. Ihre Stärke liegt ungebrochen verborgen unter der Erde und wartet darauf das sich Altes wiederholt um stärker wiederzukehren als es je wahr oder hätte sein können. Sie wendeten sich ab von ihrem Alten Weg, in der Hoffnung so ihrer Wut Einhalt zu gebieten und ihre Liebsten zu schützten. Was die Malfoys angeht", hier grinste Narcissa Ginny überlegen an, „versuchten diese ihrer Angst durch Strenge und Disziplin und dem Wissen was sie einst waren, und irgendwann wieder sein könnten, Einhalt zu gebieten. Bei manchen funktionierte es besser als bei anderen."
Und das war der Moment der die ganze Spannung zerstörte, denn Snape sah zu Narcissa und begann wieder haltlos zu lachen.
„ES WAR NICHT LUSTIG SEVERUS. Ich bin verflucht noch mal drei verdammte Stunden an dem verfluchten Ast gehangen, weil Lucius nicht wusste was er tun sollte und mit Sabber am Mund da stand."
Snape sah sie nur an und lachte weiter. Auch Dumbeldore begann zu grinsen und Molly sah überall hin nur nicht zu Narcissa.
„Ach ich bitte dich, Goldlöckchen," erklärte Snape und lehnte sich in seinem Stuhl ein bisschen nach vorne, „wenn das nicht lustig war, habe ich keinen Humor." Er sah zu Draco und schien abzuwägen ob er seinem Schüler die Geschichte erzählen sollte oder nicht.
„Ich und Mollandy waren gerade unterwegs als wir plötzlich deine Mutter schreien hörten, Hilfe, verflucht noch mal, Lucius beweg deinen goldenen Hintern und so weiter, wir liefen natürlich sofort hin.
Deine Mutter hing über einem tiefen Abgrund an einem alten und unansehnlichen Ast, der ihr Gewicht gerade so mal trug und dein Vater, stand einfach nur da, erstarrt in einer Bewegung und sabberte. Mollandy reagierte wie üblich schnell und sprach eine Levi-zauber über deine Mutter und ich schwöre, in dem Moment als sie den festen Boden berührte erwachte dein Vater aus seiner Starre und sagte:
...Angst. Ich bin gleich... WHOHA! Er sagte" Er und Molly sahen sich an und beide schienen kurz vor einer Explosion zu stehen. „WHOHA. Whoha, verstehst du. Hahahaha.whoha. Das war so lustig."
Narcissa blinzelte die Zwei dauergrinser nur an.
„Es war nicht lustig. Es war nicht lustig."
Ginny sah zu Draco, der nickte leise.
Während sich Molly und Narcissa weiterhin mit Snape stritten und dabei alles vergessen zu schienen, standen Ginny und Draco auf und verabschiedeten sich von Dumbeldore und Madame Pomfrey die sie nun schon etwas netter ansah.
„Das war wieder mal irre, oder?"
„Ja", antworte Draco etwas später als sie durch die Gänge gingen Richtung Dracos Zimmer, denn mal ehrlich, er würde sicher nicht noch einmal zu den Gänsen rauf gehen, „ich glaube als die jung waren, waren sie ganz anders. Alle miteinander. Schau dir Snape an, er wirkte richtig nett."
„So als wäre er nicht er Selbst?"
„Nein," entgegnete Draco nachdenklich und zog seine Frau näher an sich ran als sie gingen, sie hatte schließlich nur ein Nachthemd und warme Patschen an, „so als wäre er nur er selbst wenn er sich an früher erinnern kann. Ich frage mich wie viele der Geschichten über ihn wahr sind, denn wenn sie gleich wahr sind wie die Sachen die jetzt schon über uns erzählt werden, dann müsste er eigentlich richtig lässig gewesen sein."
Ginny zog seinen Umhang näher um sich und sah dann überrascht zu ihrem aschblonden Begleiter.
„Wer bist du nur?" fragte sie schließlich und sah sich ihn genau an. Er stand da, groß wie er war, mit seinen grauen Augen sah er auf sie hinab, er war hübsch und doch männlich, wenn er ausgewachsen war, wäre er sicher ein richtig heißer Kerl, aber er war anders. „Du hast dich verändert."
Draco sah sie nun überrascht an und schüttelte den Kopf.
„Nein, ich bin immer noch derselbe."
„du, der selbe. Nein, das bist du nicht. Du hast dich verändert. Hör dir zu. Du klingst richtig normal. Du denkst laut. Was ist nur los mit dir. Seit wir verheiratet sind, veränderst du dich. Jeden Tag ein bisschen."
Er sah sie lange an. Im düstern Licht des Ganges sah sie hinauf zu ihM und er fühlte sich einem Moment lang richtig alt.
„Ich habe begonnen mir Sorgen um die Zukunft machen, Virgina. Als ich dich geheiratet habe, hab ich damit begonnen. Glaubst du das wird ein Honigschlecken. Glaubst du das wird alles einfach so von einem Tag auf den Andern beendet sein. Allein drei Killerkommandos haben uns in der letzen Woche versucht zu töten, und es geht an dieser Schule so viel Scheiße ab das ich es nicht zählen kann. Irgendetwas ist hier geschehen, aber ich komme nicht drauf.
Es macht mich noch ganz Rasend, nicht zu wissen, was zum Slytherin hier abgeht. Vier Monate, und mein ganzes Netzwerk ist zusammengefallen. Ich weiß nichts mehr."
Draco zog sie fester zu sich und starrte dann hinunter zu ihr. Ihr war anzusehen das, dass nicht die Antwort gewesen war welche sie sich erwartet hatte.
„Als du großes Wiedersehen mit deinen Eltern gefeiert hast, da habe ich mit meinen Eltern gesprochen und egal wie sie es nach außen präsentieren wollen, es geht ihnen nicht gut." Fuhr er fort, „Sie schlafen abwechselnd, damit sie nicht ungeschützt sind falls wieder jemand angreift. Ich hab kein Interesse das gleiche durchzumachen."
Ginny sah ihn an als käme er von einem anderen Stern.
„Ich weiß nicht wovon du redest!" sagte sie leise, „Was ist nur los mit dir? Es wird alles gut werden. Ganz sicher. Ich weiß nicht was dich bedrückt, aber es kann uns doch nichts passieren." Versuchte sie ihn zu beschwichtigen.
Draco verzog seinen Mund.
„Ich bin ungern der Realist in unserer Beziehung, Ginny, aber uns nichts passieren? Wie kommst du auf diese lächerliche Idee? Du. Bist. Gestorben. Du warst tot. Und das nennst du nichts passieren. Für dich ist das vielleicht nur ein Spiel, aber ich spiele nicht mehr, Ginny, ich versuche nur noch uns zwei hier durch zu bekommen. Lebend."
Er holte laut Luft.
„Wir sind hier weil du es wolltest, Virgina, und jetzt müssen wir uns arrangieren."
„Arrangieren! Arrangier dich doch selbst. Du redest wie ein..."
„Sei vorsichtig was du sagst!" „Gryffindor."
Noch im selben Moment als sie das sagte schlug sie sich mit beiden Händen über den Mund. Erschrocken über ihre eigenen Worte starrte sie ihn einige Moment nur an.
„Und du klingst wie eine Slytherin." Entschärfte er die Situation, „ Ich weiß ehrlich nicht ob ich stolz auf mich sein soll oder eher erschreckt weil ich so ein guter Lehrer bin."
Sie lächelte bitter.
„Erschreckt und stolz, würde ich mal sagen. Es tut mir leid. Ich wollte.."
„Du hattest doch recht. Aber ich habe beschlossen dir gegenüber meine Fassade nicht noch länger zu halten. Ich habe einfach zuviel anderes im Kopf als die Wahrheit zu umschiffen oder stillzuschweigen. Ich kann dich schließlich nicht anlügen. Also versuche ich es gar nicht erst."
Sie nickte.
„Steht es denn wirklich so schlimm?"
Draco nickte stumm.
„Warum hast du mir das nicht vorher gesagt?"
Er zuckte mit den Schultern. „Es hat sich nicht ergeben."
„Und warum sagst du es mir jetzt?"
Draco sah an ihr vorbei und es fiel ihr auf das er sehr wohl schon ein Mann geworden war, sie hatte es nur nicht bemerkt.
„Ich denke..." sagte er schließlich, „Es wurde mir erst heute bewusst wie wenig ich eigentlich weiß. Ich habe ohne Hinterfragen unserer beider Erbe mit dir angetreten, ohne zu wissen um was es eigentlich wirklich geht. Ich habe mich von einer Hohepriesterin trauen lassen, die uns irgendwas verheimlicht und ... es gibt einfach zu wenig was ich weiß und zuviel das ich wissen müsste aber nicht weis. Ich kann dir nicht helfen wenn du träumst und überhaupt" er sah böse an die Wand, „Morgen werde ich wohl jemanden um Hilfe bitten."
„Hilfe. Du?"
Er grinste sie miesgelaunt an.
„Ja ich. Um sicherzustellen das dir nichts passiert würde ich sogar Dumbeldore fragen."
„Draco?"
„Ja?"
„Ich liebe dich."
Eines seiner gar nicht mehr so seltenen Lächeln zierte sein Gesicht und er nahm sie wieder enger zu sich.
„Ja.", sagte er, „Ich liebe dich auch."
„Ob sie wirklich so anders waren als heute," sie kuschelte sich an ihn und seine Arme umschlungen sie fest, „als sie jung waren, meine ich. Ich weiß nichts darüber. Ich hab bis jetzt nie danach gefragt."
Draco lies, ohne ihr Wissen, Ginny etwas leichter werden und hob sie auf.
„Ich auch nicht. Aber, ehrlich, ich bin müde. Lass uns morgen darüber reden."
Er sah zu ihr hinab, sie hatte ihren Kopf an seine Brust gelegt und war von einer Sekunde auf die andere eingeschlafen.
Passierte auch öfter.
Er drapierte seinen Mantel noch ein bisschen besser über sie und schüttelte dann den Kopf.
„Hoffentlich sieht mich so keiner." Keiferte er leise und ging schnellen Schrittes zu seinem Haus, schwer darauf bedacht seine wertvolle Fracht nicht zu wecken.
Tray wandte sich von diesem lieben und netten kleine Anblick ab und fuhr sich durch seine, inzwischen schon längeren grünen Haare.
„Mein Merlin, er ist ja die gleiche Lusche wie ich und Vater. Es liegt uns wo wirklich im verfickten Blut."
Langsam schlendernd ging er durch die Gänge hin zu dem Zimmer das ihm als Lehrkörper zugeteilt worden ist.
Drinnen, wie erwartet, stand China am großen Fenster ihres gemeinsamen Wohnzimmers und blickte schlecht gelaunt, so wie er sie verlassen hatte, hinaus in die Dunkelheit und beobachtete das Wüten des Sturms.
Bäume verbogen, Blätter flogen, alles dreht sich im Wilden Sein.
Sie sah nicht auf als er das Zimmer betrat.
Also setze er sich etwas abseits von ihr an den Kamin und las in einem guten Buch, das seine Schwester geschrieben hatte. Mal ehrlich das Meiste das sie geschrieben hatte war großangesetzter Schrott, aber das hier, eine Abhandlung über die Anfänge Hogwarts, von der letzten Hohepriesterin und den vier Zauberern, es fasste ihn immer wieder fest in seinen Bann.
Es ärgerte ihn fast das auch diese Geschichte wie viele andere in dieser dummen kleinen Welt vergessen worden war, oder eben vertuscht.
Nicht das er nicht vorhatte das zu ändern.
Man sollte nicht eine Lüge leben müssen.
„ich hasse es hier!"
Und da ging es schon wieder los.
„Ich hasse, hasse, hasse es hier." China stürmte auf ihn zu und stand mit eiskaltem Gesicht vor ihm, nur in ihren dunklen Augen brannte das Feuer.
An das Krächzen in ihrer Stimme hatte er sich schon seit langem gewöhnt nur wenn sie ihre Stimme so wie jetzt erhob, tief erfüllt mit Hass, dann schauderte ihn dieses Geräusch, dieser Nachhall der auch dann noch blieb wenn sie schon längst nicht mehr sprach.
„Alles riecht falsch, alles schaut nicht richtig aus, die Menschen leben eine Riesen große Lüge. Was soll ich hieran gut finden. Schau sie dir doch an. Meine Familie ist ein Witz. Ein verfluchter Witz. Die Männer die ich Brüder nennen könnte sind Abziehbilder einer heilen Welt ohne Charisma, ohne Ecken oder Kanten und die einzigen die Halbweg normal sind, die einzigen die halbwegs dem Bild eines Weasleys entsprechen sind Pervcival und Ronald. Oder Percy und Ron. Allein schon diese Niedlichkeitsnummer mit ihren Namen, macht sie schwach. Macht diese Familie schwach. Wo ist der Tempel, wo ist unser Haus, unser Vermögen."
Sie hielt inne und stampfte wütend auf.
„Schau sie dir doch an, es fehlt ihnen an allem. Vielleicht sind sie nett, vielleicht sind sie tapfer, ich hab mich umgehört, aber was ihnen fehlt ist die Durchsetzungskraft und das Wissen um die Notwendigkeit etwas durchzuziehen. Eine Schande. Diese ganze Welt ist eine Schande."
Tray hörte ihr zu, nickte und lies sie die nächste halbe Stunde weiterfluchen und kritisieren und als sie langsam müde wurde und gefügiger für seine Zwecke zog er sie schwungvoll zu sich hinunter und lächelte sie böse an.
„Sei mal so lieb und kritisiere meine Kussfertigkeiten." Er lies gar kein Gegenwort aufkommen sonder hatte schon seine Lippen auf die Ihren gepresst.
„ich bin nicht lieb." Sagte sie gekränkt nach einigem Intermezzo, doch das leichte Heben ihrer Mundwinkel konnte sie nicht vermeiden.
„Ich weiß, mein roter Dämon, du bist das schrecklichste auf der ganzen Welt."
Und der Rest ist Schweigen.
Der nächste Morgen war dadurch geprägt das sich eine unheimliche Stille über die Schule gelegt hatte, oder vielleicht war es auch so, das Ginny diese Stille endlich wahrnahm die sich schon seit Wochen über die Schule gelegt hatte.
Es begann damit als sie zum Essen ging das sie bemerkte wie anders ihre Mitschüler beieinander saßen, sie bemerkte wie Leute plötzlich kalt und hart miteinander umgingen, wo vorher gediegenes Schweigen geherrst hatte und stilles Einvernehmen.
Es war schon zu sehen an den jüngsten, Aden und Lionell würdigten sich nicht einmal eines Blickes, und Erika und Benedict schienen sich getrennt zu haben.
Sie wollte Hallo zu dem an sich lebenslustigen Mädchen sagen, doch sie sah sie nur traurig an und drehte sich von ihr weg.
Überhaupt, Draco schien recht zu behalten etwas schien nicht zu stimmen.
Sie wandte sich von Hermine und Harry ab, die scheinbar nur von Luft und Liebe lebten und das ganz öffentlich, stand auf, legte im Vorbeigehen ihrem Bruder die Hand auf die Schulter und ging Richtung Slytherintisch.
Es war Brenda die sie aufhielt.
„Es tut mir leid, ich hätte nicht gedacht das es so enden könnte. Bitte sei so nett und schließ mich nicht weiter aus."
Ginny drehte sie langsam um, hin zu dem Mädchen dem sie ihren Tod zu verdanken hatte, und blickte ihr lange in die Augen, musterte sie von oben bis unten, nahm das wahr das sie in ihrer Rosaroten Welt der letzten Monate nicht wahrnehmen konnte und erschrak über sich selbst und den Anblick den die Hohepriesterin, ihre beste Freundin, ihr bot.
Sie stand vor ihr, geknickt, fertig und scheinbar vollkommen überfordert, und sehr krank.
Das rothaarige Mädchen riss sich zusammen, nahm die Wut die sie hatte beiseite, und lächelte Brenda zu.
„Auf wie viele Phiolen bist du runter?"
„Drei. Meistens."
„Das ist mehr als du trinken wolltest."
„Ich weiß"
Ginny schüttelte den Kopf und nahm dann Brenda fest in den Arm.
„Du brauchst nicht alles allein zu machen, weißt du. Ich bin auch noch da."
Brenda schien den Tränen nahe.
„Ich weiß." Sie schniefte.
„Ginny?"
„Ja?"
„Komm nach dem Unterricht zu mir. Nimm Draco mit. Ich habe ein paar Geschenke für Euch."
„Ok. Werden wir machen. Ich seh dich doch bei den Lyfomas, heute beginnen sie mit dem Unterricht."
„Ja, Quiddicht. Ihr werdet solche Augen machen. Draco wird sich krank und dämlich ärgern."
„Dann muss ich unbedingt dabei sein."
„Bis später."
„tschüss."
Es war in der Mittagspause zur zweitet Stunde schon bald würden die Lyfomas mit ihrem langerwarteten Unterricht beginnen.
Draco hatte sich schon früher aufgemacht um noch ein bisschen zu trainieren, doch wie es schien war er nicht der einzige mit der Selben Idee.
„Geh mir aus den Augen Potter, ich habe heute für mich das Feld zum Üben reserviert."
Draco sah Harry vernichtend an, doch der zuckte noch nicht ein Mal mit der Wimper.
Er hatte eines diesen Sommer gelernt, niemand machte ihm mehr Angst oder verkaufte ihn für dumm.
„Ach, leck mich doch Malfoy," bläffte Harry bösartig zurück und funkelte seinen Gegner lange an, „Tray hat mir die Erlaubnis gegeben."
„Und ich, Brillenschlange", Draco hielt ein Stück Pergament in die Höhe und fuchtelte damit vor Harrys Nase herum, „bekam meine Erlaubnis von Prof. Lyfoma. Sein Wort hat also kein Gewicht." Er lachte dem in die Höhe geschossenen Gryfindor dreckig ins Gesicht.
„In der Gegenwart seiner Frau verkommt er zu einem Idioten." Sagte er noch höhnisch und sah seinen zweitliebsten Feind herablassend an.
Für einen Moment sah Harry den aschblonden Kerl vor sich an und begann haltlos zu lachen.
„Du..", er bekam kaum noch Luft, „du bist kein Stück besser."
Es war wahr, sobald Ginny den Raum betrat erhellten sich die Züge des Slytherinsprechers ohne dass er es noch merkte und wenn sie ihm eines ihrer berühmt berüchtigten, vollkommen grundlosen Küsschen auf die Wange drückte wurden seine Wangen immer leicht rosa.
Und dann und wann, wenn sie ihm wieder mal etwas in das Ohr flüsterte, dann wurde er sogar rot.
Draco wollte wohl gerade etwas spitzes erwidern, am besten ein Wort dass sich in eine gemeingefährliche Waffe verwandelte und diesen Idioten vor ihm erstach, da ertönte das glockenhelle, bis jetzt schon weitgefürchtete Lachen von Professor Lyfoma. Und dazu mischte sich auch gleich das vollkommen haltlose Kichern von Tray das wie üblich in ein Grunzen ausartete.
„Nanana, Jungs, ihr werdet euch doch nicht etwa um ein Stück Papier streiten?"
Tray lachte seine beiden Schüler spöttisch an und schüttelte seinen Kopf.
„Nein lasst mich raten, ihr streitet darum wer der bessere Seeker ist?" er sah Draco und Harry an und klopfte ihnen beiden freundschaftlich auf die Schulter, Draco wicht bei dieser Geste mit einem angeekelten Gesichtsausdruck von seinem Lehrer weg.
Dieser ignorierte dieses Verhalten und lies nicht davon ab, wie es seine unsägliche Art war, eines der Wenigen dinge in denen Ron, Harry und Malfoy übereinstimmte, weiter zu reden, und wandte sich dann seinen „Freunden" wieder zu.
„Die Wahrheit, Drachenjungchen und du," er tippte Harry auf die Nase, der im diesem Moment so aussah als wollte er dem Lehrer eine gewaltige scheuern, „seit beide gleich schlecht. Das ist eine Schande. Eine Schande für Hogwarts."
Er schüttelte noch einmal den Kopf und sah dann zu seiner Frau, die heute in ein Enges Beinkleid und ein noch engeres langärmliges schwarzes Outfit gezwängt war, darüber trug sie aus feinster Spinnwolle, ein reichverzierte Tuch das ihr als Umhang diente.
Entgegen ihrer Art trug sie ihr schwarzes Haar zurückgegeelt und ihre Augen waren nur mit halb soviel Kajal umrandet wie sonst.
Tray auf der andern Seite sah aus wie der nächste Surfboy aus Kalifornien, denn er trug nur kurze, bunte Kakihosen und ein blaues Hawaiihemd auf dem sich Bikinischönheiten räkelten. Man kann sich vorstellen dass dieses Hemd nur Kendrick gefiel, den der hatte das gleiche nur in türkis.
Wie dem auch sei, beide standen nun hier, am Rand des Quidditchfeldes und sahen Draco und Harry zu wie sie kurz davor waren sich zu zerfetzten.
Was sich nun aber änderte denn beide starrten ihren Professor vernichtend an.
„Sie wagen es mich am Quidditchfeld zu beleidigen?" fragte Draco leise ohne jegliche Gefühlsregung. Auch Harry schien die gleiche Frage zu beschäftigen.
Tray, noch immer lächelnd, nickte.
Er sah sich um, etwas weiter stand Ron der sich gerade mit Ginny unterhielt, sie hatte ihren neuen Highwind zur Hand, den Draco ihr geschenkt hatte und er seinen dunkelschwarzen Ragnarok.
Beide hatte die Streiterein zwischen Draco und Harry ignoriert, Ginny weil es sie langweilte und Ron, nun er dachte eher an so etwas wie die zwei sollten sich zerfleischen, es konnte ihm nichts schlechtes tun.
Es wurde zwar nicht offendarüber gesprochen aber es herrschte kalter Krieg zwischen Harry und Ron, seitdem Harry ihm die Braut, kurzgesagt Hermime, ausgespannt hatte.
Sie hatten aufgehört miteinander auszugehen, sie sprachen nur noch selten miteinander und wenn dann nur kurz und bündig. Hermine ignorierte Ron.
Wie dem auch sei, hier standen also die zwei Streithähne und waren nur kurz davor eine Streitfront gegen ihren Lehrer zu bilden, da machte dieser etwas außergewöhnliches.
Er schüttelte mit dem Kopf und ging kurz rüber zu Ron und Ginny, kam mit deren Besen wieder, gab den Ragnarok China, die nickte und dann hielten sie beide die Besen in den Händen.
„Meiner zieht ein bisschen nach links, der Zerrzauber ist nicht sauberausgesprochen worden, und hinten ist einer der Beschleunigungszauber defekt."
China nickte.
„Bei mir in etwa das selbe. Muss ein Prototyp sein oder ein eigens besprochener, jedenfalls stammt er nicht aus einer Serie, wenn gleich er mit einem Serienzauber besprochen wurde."
Sie lies den Besen durch die Luft wirbeln und fing ihn ohne auch nur darauf zu achten wieder auf.
„Wenn man ihn nur ein bisschen aufbessern würde, wäre er fast so gut wie mein eigener. Irgendwas stimmt noch nicht, aber ich komm nicht drauf was?"
Tray sah sie an und begann zu kichern.
„Es steht nicht dein Name drauf sondern Rons, Schätzchen."
Sie sah ihn überrascht an, dann zogen auch ihre Mundwinkel nach oben.
„Oh." War alles was sie dann sagte.
Tray fuhr sich durch die grünen Haare.
„Erste Lektion: Eure Besen sind euer Halt. Ihr müsst sie besser kennen als euch selbst. Ihr müsst fühlen welche Eigenheiten sie haben, wie sie fliegen, warum sie so fliegen wie sie es tun."
Er sah die beiden Seeker lange an.
„Ihr tut das nicht, Fehler."
„Zweitens: Man braucht jemanden mit dem man Trainieren kann, jemand der besser oder mindestens gleich gut wie einer selbst ist, jemand der dich fordert."
Wieder sah er die Beiden an.
„Scheinbar habt ihr das nicht überrissen. Ihr habt euch bekriegt anstatt an euch zu lernen, übrigens sehr dumm."
„und drittens: Cool fliegen ist alles. China, ohne 7, 19, 6 und 4."
Die sah ihn an.
„Aber ich flieg sie sicher nicht so eng mit dir wie Bestefreundinnenficker."
Tray sah schockiert auf.
„China, Aussprache! Und auf 30 cm, Ok?"
Sie nickte.
Wieder sah er zu den beiden Streithähnen, die ihnen interessiert zu sahen.
„Wir zeigen euch jetzt wie fliegen wirklich aussehen sollte. Mir scheint, ihr habt hier einiges verlernt, ihr verlasst euch zu sehr auf gute Besennamen als auf euer Können. Ihr fliegt mit beiden Händen auf dem Stiel."
Er lächelte,
„Lektion Vier; Fliegen ist, wenn der Besen macht was du willst, selbst wenn du ihn nicht berührst, wenn du weißt wie du fallen wirst, wenn du weißt wie du ihn steuern musst damit er wieder so zugegen ist das du ihn auch fangen kannst während du der Erde entgegenfällst. Fliegen ist Kontrolle und Freiheit zugleich, fliegen ist Kampf. Das habt ihr wohl schon längst vergessen."
Und damit zählte er bis drei und ehe es überhaupt jemand gesehen hatte waren die beiden schon auf offizieller Flughöhe.
Tray sprach einen sonoruszauber auf sich und sah auf seine Schüler, sein Abbild hinab und lächelte.
Harry und Draco taten ihm leid. Er konnte es sich gar nicht vorstellen wie es sein konnte nicht mir Harry bestfreund zu sein.
Er konnte sich gar nicht mehr daran erinnern wie oft sie sich mitten in der Nacht von ihren Freundinnen weggeschlichen hatten und trainierten wie die letzten Idioten bis in die frühen Morgenstunden.
Er hatte die beiden beobachtet. Wie verbissen sie jeder für sich trainierte, jeder alleine ohne den eigentlichen Grund dieses Spiels zu überreisen.
Es war das Besser werden, nicht das Gewinnen. Er hatte sich umgehört, sich eingelesen, die Ursprünge dieses Spiels waren vergessen worden, was einst eine Königsdisziplin war verkommen zu dem hier.
Keine Taktik, angriffe die er und Harry schon mit jungen Jahren fliegen konnten waren Augenöffner bei den Weltmeisterschaften!
Die Spielregeln waren eingerostet, es gab nur einen einzigen Weg, wo war die Kreativität, wo war der Ahh und Ohh effekt.
Wenn er sich vorstellte dass sogar er als Gryffindor in seiner Welt von den Slytherins für eine Coole Aktion angefeuert worden war, wohl verlorene Liebesmüh in dieser Welt.
Dieses verloren sein in Konventionen.
Verflucht hier könnte es niemals zwei Seeker in einer Mannschaft geben oder eine Mannschaft die nur aus Treibern bestanden, die den Quaffel so fest zuschlugen dass wenn er dich traf dein Brustkorb zerquetscht war, oder deine Schädeldecke fast zerplatze.
Das waren Spiele. Das war Kampf. Das war Herausforderung.
Es war ein guter Grund warum er nie wie Harry in die Profiliga gegangen war, obwohl sie es ihm sicher angeboten hatten. Er hing an seinen Knochen, und er hatte anders zu tun.
Hier gab es nur Kindergartenniveau.
Lächerlich. Aber er würde es ihnen schon austreiben.
Das war sein Spiel. Sein Krieg. Sein Kampf.
Tray flog drei kurze Runden, so langsam wie man nur fliegen konnte, bis er sich sicher war diesen Besen zu kennen.
China brauchte etwas länger, sie war nie eine schnelle am Besen gewesen, dafür schlug sie so hart zu, die ideale Treiberin. Und dieses Ziel. Weiß Merlin selbst als sie schon zusammen war hatte sie ihn nie verschont.
Am Morgen die Knochenbrechen, am Abend am Krankenbett sitzen und einem bei den Hausaufgaben helfen.
So war sie.
Wie konnte er sie nicht lieben?
Liebevoll sah er zu ihr. Sie nickte ihm lächelnd zu.
Und dann ging es schon los.
Die Beiden schwebten nebeneinander und von einem Moment auf den Andern beschleunigte er genauso viel wie es der Ragnarok zu lies.
Sie glitten hinauf in den Himmel in einem getrennten weiten Bogen bis sie sich wiedertrafen und sich dann zusammen gegen den Boden fallen ließen, sie stoppten abrupt keinen Meter von der Erde entfernt, den Stil auf den Boden gerichtet.
Es war ihm klar, er würde mit ihr niemals so aufgeigen können wie mit Harry, sie war langsam und dabei noch nicht mal besonders genau, aber trotzdem war sie mindestens zweimal so schnell wie es die beiden Burschen jetzt waren, die ihn übrigens mit offenen Mund anstarrten, wie jeder der am Quidditichfeld stand.
Als sie wieder in eine Wagrechte Position schwebten wusste er das er ihre Aufmerksamkeit hatte, die Aufmerksamkeit, die er sich gewünscht hatte.
Sie schwebten voneinander weg und zogen beide gleichzeitig ihren Zauberstab.
„Am Anfang war Quidditch kein Spiel. Es war ein Schlachtwerkzeug. Man saß am Besen und versuchte seinen Gegner auszumanövrieren, ihn mit einem Fluch nieder zu strecken.
Nur die Besten überlebten. So wurden früher die Kriege geführt. Es gab keine Fouls, es gab keine Ehre, es war nur überleben oder sterben."
Mit einem lauten Schrei, der durch den Sonorus noch verstärkt wurde, flog er plötzlich auf seine Frau zu, die leise ein Schutzschild um sich aufgebaut hatte.
Schon nach wenigen Sekunden durchbrach er es mit dem passenden Gegenzauber und wurde gleich von einer Salve von einfachen Lachzaubern getroffen, denen er aber alle ohne auch scheinbar nur eine Sekunde daran zu verlieren auswich und nun seinerseits mit einigen Zaubern angriff.
Sie wich ihnen nicht aussonder errichtete in gleichen Moment ein Schild das diese Reflektierte, einer davon traf Tray hart, er fiel fast von seinem Besen.
Erstaunlich an der Sache war dann nicht dass er weiterflog, es war einigen von ihnen schon gelungen, sonder wie er weiterflog. Seine linke Hand hing versteinert von seinem Köper, mit seiner Anderen Hand schien er den Besen zu steuern.
Und dem war noch nicht genug. Von einem Moment auf den andern lies er los und während sein Besen einen weiten Bogen flog und er immer weiter zu Boden stürzte riss er seiner versteinerten Hand den Zauberstab aus der Hand, lies mehrer Zauber auf China los, die sich ihm von hinten angenähert hatte, einen davon konnte sie nicht blocken, verlor den Halt und viel nun ihrerseits von ihrem Besen. Und während sie nun im freien Fall der Erde entgegenfielen, ließen sie nicht davon ab sich gegenseitig erlaubte Flüche an den Hals zu hexen, und diejenigen die genau aufpassten konnten auch sehen dass sie eine kurze Runde „Snape explodiert" spielten.
Es war nicht mehr weit bis zum Boden als der Besen von Tray, eigentlich Ginnys Besen, nun ja, wieder kam und dem grünhaarigen Mann genau zwischen die Beine flog, so dass er nun wie an einer Stange, kopfüber daran hing, eine kleinen Looping machte, kurz beschleunigte und dann als er aufrecht saß es nicht lassen konnte seine Frau, deren Besen um etwa zwei Sekunden zu langsam gewesen wäre vor dem schrecklichen Aufschlag zu retten.
Die Menge, keine Schulklasse hatte den Schrei des Lyfomamannes überhören können und niemand hatte dieses Spektakel verpassen wollen also waren sie an die Fenster gelaufen und sahen nun mit großen Augen zu den beiden Lehrern, sie waren alle sprachlos.
Auch Drachenjunge und Brillenschlange.
Tray lächelte selbstgefällig auf die Menge hinab, nun da er wieder höher in der Luft schwebte, seine bewegliche Hand hatte China die im Damensitz auf seinem Besen saß, fest um die Hüfte im griff, und er küsste sie kurzentschlossen in den Nacken, nun da sie sich nicht wehren konnte.
„und hier, „dröhnte seine Stimme, „kommt Lektion Fünf: Wer nicht zumindest weiß wie man auf einem solchen Besen sitzt und ein Routinemanöver im paar Fliegt. wird dieses Schuljahr nicht bestehen. Die Stunden von China Tray und Kendrick haben hiermit begonnen, mehr davon beim Abendessen. Aber jetzt entschuldigt mich, aber ich muss meinen Arm wider beweglich kriegen und dann meine Frau verführen."
Was er ihr dann noch ins Ohr flüsterte, wusste niemand, denn erstens hatte er den Sonoruscharm von sich genommen und zweitens war er und seine Frau schon fort als die Menge einmal geblinzelt hatte.
So begann die Ära von Kendrick, China und Tray an der Schule von Hogwarts.
Und Draco begann sich zu ärgern.
Schein und sein, Kapitel Sechs
"Ich hasse sie beide."
Ginny sah auf und grinste ihren werten Mann unerwartet böse an.
Ein Monat war vergangen seit der außerordentlich spektakulären Flugshow die sich die beiden Lyfomas geliefert hatten, und seit her gab es mit diesen Beiden, und mit Kendrick, nur Probleme.
In Dracos Augen.
Ginny dagegen amüsierte sich köstlich auf seine Kosten.
Eines der wenigen Dinge bei denen sie sich noch amüsieren konnte.
Es war schwer zu glauben, aber in diesem Monat war so viel geschehen, dass sie sich hin und wieder selbst fragte ob es vielleicht doch besser gewesen wäre ihre Ehe mit Draco geheim zu halten.
Vielleicht ... aber getan war getan.
Sie hatte sich aufgerafft nach dem sie Draco mit der unnahbaren Wirklichkeit bekannt gemacht hatte, die sie alle umgab. Und sie hatte die Augen geöffnet und die Ohren gespitzt.
Sie konnte kaum glauben was ihr alles in ihren Flitterwochen entgangen war, Dinge die sie erst langsam und mühsam ausgraben musste weil es für alle anderen schon längst ein alter Hut gewesen war als sie wiedergekommen waren und keiner sich die Mühe gemacht hatte sie zu informieren.
Zuerst einmal war da die Sache mit Luna.
Sie war verschwunden.
Ginny schämte sich schon fast dafür das sie über ein Monat gebraucht hatte überhaupt an sie zu denken, aber nun da sie es tat war es natürlich offensichtlich.
Scheinbar war das was ihr Vater in seiner Zeitung schrieb Voldemordt ein Dorn im Auge und erhatte Mr. Lovegood umbringen lassen.
Und Luna war seitdem unauffindbar.
Ginny war nach dieser Hiobsbotschaft gleich zu Brenda gegangen und zu sehen ob die etwas darüber wusste, aber Brenda schüttelte nur leise den Kopf.
"Mein Timeturner ist gebrochen." war alles was sie zu ihr gesagt hatte, dann hatte sie gehustet und ihre Hand die sie sich vorgehalten hatte war voller Blut.
Das war ihre Sorge Nummer Zwei.
Brenda. Obwohl sich ihre Freundin gut verstellte war es offensichtlich das sie sich wesentlich schwerer tat als sie es zugeben mochte.
Sorge Nummer Drei waren, glaube es wer will: Die Slytherins.
Etwas war geschehen, in diesem Sommer, doch weder sie noch Draco hatten bis jetzt herausfinden können was.
Sie hatten zwar eine Vermutung waren sich aber nicht klar in wie weit diese wohl wirklich zutreffen konnte.
Um den Ganzen noch ein paar Dämpfer aufzusetzen, hielten die Angriffe auf sie und Draco und ihrer beider Familien an, so das Hogwarts zu einer Zufluchtsstätte geworden war, eine die sich weder die Weasleys noch die Malfoys entziehen konnten.
Viel von ihren Eltern sahen sie zwar nicht, aber es war ein eigenartig gutes Gefühl zu wissen das sie in Sicherheit und in ihrer und Dracos Nähe waren, nun da sie langsam mit ihren ungewöhnlichen Kräften zu recht kamen.
Der Unterricht hatte an einigen Aspekten gewonnen, die drei neuen Lehrer brachten viel neuen und frischen Wind in ihre Schulstunden, kaum ein Tag an dem sie nicht etwas neues lernten, kaum ein Tag an denen sie nicht auf Neues überrascht war mit welcher manchmal unverschämter Frechheit die Lyfomas und auch Kendrick versuchten ihnen Neues bei zu bringen.
Kein Tag an dem sie nicht drei Stunden mit Mistress China eingesperrt in einem alten Klassenzimmer versuchte einen Zauberstab zu verwenden.
Diese Frau, ihr anders Ich, wie sie schon seit längerem festgestellt hatte, war eine bösartige Lehrerin, aber sie wusste wovon sie sprach und, das war für Ginny fast schon das Wichtigeste, sie wusste wie sie war. Was sie werden konnte.
Sie hatte den Mut erst nach zwei Wochen aufbringen können, doch dann hatte sie Mistress China einfach gefragt und war erstaunt wie offen und klar ihre Lehrerin über den Fluch sprach, der sie scheinbar beide quälte.
Es war eine wahre Erleichterung mit jemanden darüber zu sprechen, der eine Ahnung davon hatte.
Sie hatte Draco nichts davon gesagt.
Erstaunlich wie viel sich zwischen ihnen in diesem Monat geändert hatte, nicht zu Schlechteren, aber ob zu Besseren da war sie sich nicht sicher.
Sie und Draco sahen sich gerade mal Nachts, über Tags waren beide so eingedeckt mit Arbeit das sie oft Nachts einfach nur einschliefen ohne etwas Anderes zu machen. Das war Ärgernis nummero Uno. Nun ja.
Sie war einfach zu müde ihn zu verführen.
Es war die Schule, es waren die Extraaufgaben der Lyfomas, das zehrende und schwere Training mit den Zauberstäben, es waren Dracos Pflichten als Slytherinsprecher, es war das Quidditchtraining, Kendricks schrille Stimme, und dieses ewige Umsehen und nichts übersehen, das langsam aber doch schon nach so kurzer Zeit begann seinen Toll zu nehmen.
Nicht zu vergessen die meist versteckte aber immer noch sehr fiese Art und Weise mit der sie von einigen Mitschülern angesehen wurde oder angegriffen.
Meist verbal aber hin und wieder gab es Übergriffe von Unbekannten, so wie gestern auch.
Dabei war Roneatinte so schwer wieder von der Haut runterzukriegen und ihre Kopfhaut juckte noch immer wie verrückt.
Wenn sie bloß dahinter kommen konnte, wer zum Slytherin noch mal, sein böses Spiel mit ihr trieb, weiß Merlin das würde schrecklich mit dem Schuldigen enden.
Sehr schrecklich.
Draco hatte ihr versprochen, er würde sich da nicht einmischen.
Sie hatte ihn darum gebeten, besonders als sie die Zornesfalte auf seiner Stirn entdeckte, außerdem war sie selbst stinksauer.
Aber dann, diese ganzen Streiche waren teilweise wirklich gut, und sie fragte sich wirklich wer dahinter stecken konnte.
Das Klima in der Schule war wirklich kaum noch zum aushalten.
Aber und hier waren wir wieder am Anfang, die Lyfomas waren.
Noch immer konnte sie sich das Lachen kaum verkneifen wenn sie daran dachte was vor zwei Wochen geschehen war.
Mitten unter dem Unterricht, er war Klassen- und Häuserübergreifend blieb Mistress China, wie sie nach wenigen Tagen genannt wurde, stand diese plötzlich still und blickte eisern in die Klasse.
„Wer von euch weiß was shonen- ai ist?"
Einige der Muggelgeborenen hoben die Hand, und Brenda schüttelte nur mit einem verhaltenen Grinsen den Kopf und blickte China nicht an.
Ginny wie die Vielzahl ihrer derzeitigen Klassenkameraden, hatte keinen Schimmer was das denn jetzt sollte, gerade eben hatte sie von Muggelfernsehen gesprochen, und dann plötzlich das.
Wie sie es schon immer sagte, diese Frau war verrückt.
China shhh-te den Schülern die wussten was das sein konnte und, niemand wollte es kaum glauben, aber sie blinzelte ihnen unverhohlen zu.
„Dann lasst es mich erklären."
Natürlich holte sie Draco nach vorne, setzte ihn in eine Stuhl befahl ihm seine Augen zu schließen und redete dann leise auf ihn ein, das wenige was sie davon verstand, war „Picknick mit deiner Frau", „Sie schließt erwartungsvoll die Augen"...
Sie konnte sehen das sich Draco dagegen wehrte aber irgendwann hatte sie sich in seinen Kopf hineingeredet und Ginny konnte sehen, das er sehr, sehr unartige Dinge dachte.
„Und jetzt stell dir vor...", der Rest war zu leise um es zu verstehen was sie ihm nun sagte, doch von einem Moment auf den anderen wurde er leichenblass, und vergaß sogar eine Zeitlang zu atmen.
„Ich...", er atmete tief ein, „ich hasse sie."
Damit stand er auf, ging auf Ron zu und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht.
Dann beugte er sich über ihn, entschuldigte sich, flüsterte ihm zu er solle dafür Sorgen dass Potter als nächster käme, und er habe nun bei ihm etwas gut.
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren setze er sich neben sie, küsste sie als gebe es kein Morgen und sah dann zu China.
Diese Wiederholte das ganze nur das sie am Ende laut aussprach.
„Und nun stell dir vor du küsst sie. Ja?"
Harry nickte.
„Und stell dir nun vor Hermine wäre Neville."
Harry riss die Augen auf, Crabbe und Goyle ließen geschockt Ron los den sie festhielten damit er nicht auf Draco losging und das Rothaar starrte auf Harry dann auf Draco und begann zu lachen und hörte denn ganzen Tag nicht auf.
Am Abend hatte sie Brenda alle bei Kendrick eingeladen und alle amüsierten sich noch einmal auf Dracos Kosten, während Tray von seinem Mal mit dieser Bösartigkeit erzählte.
Der Lacher denn Draco danach losließ war ganz sicher dass beste was sie in einer langen Zeit.
Aber wobei war sie gerade eben.
Ach ja.
Sie seufzte und registrierte erst jetzt das sie noch immer böse zu Draco sah, der nun im Gegenzug Besorgnis auf seinem hübschen Gesicht fahren ließ.
"Was ist los Virgina?"
Ginny zuckte mit den Schultern. Plötzlich überkam sie eine besorgniserregende Traurigkeit und mit diesem Gefühl blickte sie nun in seine Augen.
"Ich weiß es nicht," flüsterte sie dann, "ich habe nur das Gefühl das irgendetwas Schlimmes passieren wird, etwas...", sie versuchte offensichtlich die richtigen Worte zu finden, "etwas was wir nicht verhindern können."
Sie sah ihn an.
"Draco, ich meine wirklich, wirklich groß"
Sie schüttelte ihren rothaarigen Kopf und senkte wieder ihren Blick.
"Riesengroß"
Draco nickte, stand auf und setze sich neben sie auf das Bett.
Seine Schulter berührte die ihre und sie lehnte sich traurig an ihn.
In seinem Kopf rasten die Gedanken wie wild umher, doch davon drang nichts nach außen.
"Ich denke, du hast recht, Virginia.", sagte er schließlich und sah zu ihr hinunter.
"Ich spüre auch ein Unheil auf uns zukommen."
Er lächelte sie an als sie ihren Kopf leicht hob und überrascht zu ihm aufsah.
"Aber ich denke du hast auch Recht, wenn du sagst das wir beide nichts dagegen tun können." sagte er ruhig aber bestimmt weiter und hinderte sie damit zu sprechen.
"Und ich denke du solltest schlafen, Ginny." er küsste sie leicht auf die Stirn und stand auf.
Er brauchte gar nicht zu ihr zu sehen um sie wissen wie sie ihn jetzt anfunkelte.
Ja er hatte recht gehabt, er war ihr nicht recht wenn er so mit ihr sprach.
Aber was sollte er denn machen, sie hatte seit Tagen nicht richtig geschlafen, die verdammten Albträume plagten sie nun auch dann noch wenn er in der Nähe war, kaum eine Nacht in der sie davon verschont geblieben wäre.
Nicht das sie sich daran erinnerte wenn sie aufwachte.
So viel Glück hatte er nicht.
Sie wollte nicht darüber sprechen, und er hatte es aufgegeben sie darüber auszupressen, wenngleich er froh war das sie wenigstens mit China darüber sprach.
Es tat ihm schon fast weh in Virginias rote Augen zu schauen, die dunkeln Augenringe die sie nun zur Schau trug, all das war nicht richtig.
Also sah er doch zu ihr hin, sie starrte ihn einfach nur an, wusste das sie keine Chance hatte das Unvermeidbare zu vermeiden, und der offene Unmut darüber und die nicht gerade guten Gedanken die sie wohl gerade für ihn hegte lagen so offen in ihren Augen das er seinen Blick wieder senkte.
"Bei unsrem Bund, ich befehle dir zu schlafen bis du richtig ausgeruht bist." sagte er dann aber doch leise und blickte sie wieder an.
Der Schlaf überrannte sie in Sekundenschnelle, aber nicht schnell genug um die letzten Worte die sie heute Nacht sagte unausgesprochen zu lassen.
"Dich soll ein... Todesser.. holen."
Damit war sie eingeschlafen und Draco legte sie sorgsam in ihrer beider Bett und fuhr sich dann erschöpft durch die immer länger werdenden Haare.
Ja, er war müde. Einfach nur müde. Kaum das er einen Tag länger als 3 Stunden schlief, kaum ein Tag ohne eine neue Nachricht die er eigentlich gar nicht hören wollte, kaum ein Tag an dem er sich selbst nicht wenigstens ein bisschen bedauerte.
Obwohl es ja eher die Nächte waren die ihm großen Kummer bereiteten.
Nächte wie diese die er wider seiner eigentlichen Intention damit verbringen werden wird , Hausaufgaben zu machen, und dann die Extras der Lyfomas und all das ohne das Ginny ihm dabei über die Schulter schaute oder ihm hin und wieder aufmunternd zu lächelte weil sie ja das gleiche Arbeitspensum zu erledigen hatte wie er.
Heute nicht.
Wieder nicht.
Er schaute noch ein bisschen länger auf Virginia hinunter wie sie dalag, als könnte sie kein Wasser trüben und leise vor sich hin schnaufte und raffte sich dann auf um ins Bad zu gehen.
In ihrer beider Bad.
Thanks zu Brenda die ihnen diese kleine Wohnung hier besorgt hatte.
Er konnte noch immer das Ahh und Ohh und "Oh mein Merlin, Fenster!" hören das Ginny da von sich gegeben hatte als sie zu erstem Mal hier reinkamen, und zugegeben, auch er war ... positiv überrascht.
Wohnzimmer, Bad und Schlafzimmer fast zu gut um wahr zu sein. Und überall, selbst im Bad, Fenster. Riesengrosse, klitzeklein, Bunte, wertvolle oder einfache aus durchsichtigen Glas.
Zauberfenster, die ihnen zwar einen Blick in die Welt da draußen bot, aber keinen Blick nach hier herinnen.
Was gut war, nun da er sich auszog und auf den Rand der Badewanne setzte, während er viel warmes Wasser in den tiefen Trog laufen lies und weiter über sein Leben sinnierte.
Natürlich waren sie geblieben, Brenda wieder vollkommen rehabilitiert war die einzige die seither diese kleine Zuflucht betreten hatte, weder seine Eltern noch Ginnys, oder ihr Bruder, oder wer auch immer, kam hier herein.
Die einzige Eingangstür, war durch vier verschiedene Zauber geschützt, hier kam nichts herein oder heraus der nicht wusste wie alle vier funktionierten.
Daneben, das es Ginny irrsinnig freute endlich aus dem „Verließ" rauszukommen und mit der Sonne aufzuwachen, war das für ihn der wahre Grund gewesen warum er sofort bereit war hier her zu kommen.
Schutz.
Davon brauchte er massig.
Auch jetzt noch scheltete er sich selbst dafür, bei Virginas offenen Brief mitgemacht zu haben, und dann, in seiner großen Intelligenz ihren roten Lippen kein besserer Gegner gewesen zu sein, und wieder hierher zu kommen.
Vielleicht war das ja ihrer beider größter Fehler gewesen.
Sie hätten nicht wieder zurück kommen sollen.
Das wäre sicher klug gewesen, aber was war schon klug seit dem er mit ihr zusammen war.
Eben.
Draco drehte den Wasserhahn ab und überprüfte mit seinem Ellbogen die Wassertemperatur, sie war genau richtig.
Langsam erlaubte er sich in das fast schon zu warme Wasser zu tauchen, und spürte schon nach wenigen Minuten die erhoffte Erholung für seinen geschundenen Körper.
War es das Quidditchtraining gewesen, oder diese schrecklichen drei Stunden mit Lyfoma die ihm heute so zugesetzt hatten, er auf jeden Fall war fertig.
Total und überhaupt.
Das einzige was ihm einen kleinen Grinser erlaubte war die Tatsache das er Potter um Welten geschlagen hatte und das war immer gut.
Yeah, heute war er geflogen wie als wäre er schon immer dafür geboren gewesen, asl wäre das der einzige Grund weshalb er auf dieser Erde wandelte.
Ja, wirklich gut.
Und das Gesicht von Potter.
Nein, wirklich gut.
Der Gryffindor hatte ihm so gratuliert, und es wohl auch erst gemeint.
Nun auch das war wirklich gut.
Was wirklich schlecht war, das Ginny es nicht gesehen hatte.
Er hätte sie wirklich dabei gehabt.
Aber wie so oft schon war ihr etwas dazwischen gekommen.
Ob er wohl zu viel von ihr verlangte.
Wenn er ehrlich mit sich war, glaubte er schon.
Aber so war es eben.
Er konnte dem nicht mehr abhelfen.
Sie hatte gewusst auf was sie sich einließen als sie einander geheiratet hatten, mein Merlin, es kam ihn inzwischen schon wie eine Ewigkeit vor.
Dabei war es jetzt noch nicht einmal ein halbes Jahr her seit er sie geheiratet hatte.
Noch nicht mal ein Halbes Jahr.
Wie zum.. konnte ihm das schon wie eine Ewigkeit vorkommen.
Verflucht noch mal, so sollte es doch wirklich nicht sein.
Wütend über sich selbst, aber auch ein bisschen auf seine Frau und seine Familie, und den Erwartungen die in ihn und Virginia gesteckt wurden, schlug er mit beiden Händen ins Wasser, das es bis hinauf auf die Decke spritzte.
Weasley und Malfoy.
...Und alles wird wieder gut.
Glaubten sie er wüsste nicht was sie von ihm erwarteten?
Glaubten sie er hörte nicht zu wenn sich die Vier und Snape und McGonagall und Dumbeldore und wer zum Henker noch trafen. Und über alte Zeiten philosophierten und wie die neuen werden würden.
Jetzt da sie beide zusammen waren.
Was erwarteten sie von ihm, verflucht noch mal. Sollte er rausgehen und Voldemordt den Kopf abreißen, sollte er seinen erworbenen Anspruch geltend machen und Herrscher über die Zauberwelt werden, wie es ihm zustand.
Weil er ein Malfoy war der eine Weasley geheiratet hatte und ...
Verdammt sie lebten nicht mehr in diesen Zeiten wie Anea das schwarze Wiesel.
Das war längst vergangen.
Und als ob ihm diese Macht die er hatte überhaupt helfen konnte.
Es ging so langsam voran, mit dem Zauberstab, heute hatte er es endlich wieder geschafft einen ACCIO richtig auszuführen nach EINEM Monat des Übens.
Ein verfluchtes Monat.
Und für was alles.
Für wen.
Warum überhaupt.
Warum jemals.
Ach es war zum Kotzen.
Draco ertrug es nicht länger und stieg aus der Wanne, ging ohne sich abzutrocknen zurück in das Schlafzimmer, und legte sich dann, nachdem er Ginny kurz berührt und sich selbst ein bisschen konzentriert, trocken zu ihr unter die Decke, nahm sie in den Arm und war keine zwei Sekunden später eingeschlafen.
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