Stunden war es bereits her, dass er ihnen entkommen war, doch sie hatten die Suche nach ihm immer noch nicht aufgegeben.

Er irrte durch das riesige, dunkle Gebäude, stand mehrmals kurz davor entdeckt zu werden.

Er hatte keinen Zauberstab, konnte keine Magie wirken, und so blieb ihm nur die Option, sich in irgendwelchen dunklen Winkeln zu verstecken, hinter Statuen, Mauervorsprüngen und Säulen, oder im letzten Moment in Abzweigungen irgendwelcher unbekannter Korridoren zu verschwinden.

Da, schon wieder Schritte! Einer seiner Verfolger war in den Gang eingebogen!

Keuchend sprang er buchstäblich im letzten Augenblick hinter eine Rüstung, kauerte sich zusammen, presste seinen Rücken gegen das eisige Metall und wagte kaum zu atmen.

Sein Häscher drehte sich suchend um sich selbst, der Saum des schwarzen Umhangs streifte ihn fast in seinem Versteck.

„Ich weiß, dass du dich hier irgendwo verkrochen hast...!", grollte der andere.

Die Schritte entfernten sich wieder, er wollte schon erleichtert aufatmen, als die schwarzgekleidete Gestalt ihren Zauberstab hob und „Lumos Maxima!" rief.

Er schloss geblendet die Augen, das grelle Licht erleuchtete jeden Winkel, fiel auch in sein notdürftiges Versteck.

Er war entdeckt!

Als sein Verfolger mit dem Zauberstab auf ihn zielte, war er im ersten Moment wie erstarrt vor Furcht. Er setzte zum letzten, verzweifelten Sprung an, entkam so zwar dem Stupor–Fluch, aber nicht mehr den Händen, die ihn packten. Sie pressten ihm die Arme gegen den Körper, so dass er zu nichts anderem mehr in der Lage war, als verzweifelt um sich zu treten.

Sein Fänger ließ sich durch das Strampeln nicht beeindrucken und lachte triumphierend.

Ha! Habe ich dich erwischt, du kleiner Ausreißer! Du hast wohl geglaubt, du könntest mir entkommen, was?"

Es sah ein, dass es sinnlos war sich weiter wehren zu wollen.

Mit einem resigniertem Quaken gab Trevor sich geschlagen und ließ zu, dass Neville ihn zurück in den Schlafsaal trug.