Dislaimer: Nicht meins, Joanne K. Rowling ist die Mutter von allem rund um HP. Ich bin nur der Babysitter.
Anmerkung: Was kann ich sagen um mich dafür zu entschuldigen, dass es so unendlich lange gedauert hat mit diesem Kapitel? Und dafür das es wohl leider auch nicht gut genug ist um die lange Wartezeit zu rechtfertigen. Wieder einmal scheine ich mir ein Thema ausgesucht zu haben, über das ich unbedingt schreiben will, bei dem ich aber mit meiner Leistung einfach nicht zufrieden bin. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich versucht habe darum herum zu kommen nur nach zu erzählen, was im „Stein der Weisen" schon gut und ausgiebig geschildert wurde. Und ich hatte nie darüber nachgedacht, wie schwierig es ist einen Hutsong zu schreiben. Bei mir heißt es wohl eher: Reim dich oder stirb und nicht mal der Rhythmus stimmt... (Achja, lasst euch von dem H zwischen den Strophen nicht irritieren, aber anders hab ich irgendwie keinen Abstand dazwischen gebracht)
Trotzdem hoffe ich, dass vielleicht der eine oder andere Leser vom ersten Kapitel trotz des langen Wartens hier weiter liest. Und das ihr auch dem nächsten Kapitel noch eine Chance gibt. Ich werde zusehen, dass es nicht wieder so lange dauert und besser ist als dieses hier.
Ich hoffe, ihr habt trotzdem ein bißchen Freude an diesem kurzen Chap (das ursprünglich länger sein sollte, aber da es sonst noch länger dauert, hab ichs jetzt in zwei aufgeteilt). Und auch falls nicht: Bitte, bitte hinterlasst eine Review. Es ist mir wichtig zu wissen, was besser werden muss und was so bleiben kann!
Jetzt erst mal ein großes Dankeschön an meine bisherigen Reviewer:
kronkorken: Hi, schön wieder von dir zu lesen. Ich hoffe du bist nach diesem Kapitel nicht enttäuscht...
Angelina Fenwick – pads4ever: Dann bin ich beruhigt. Ich hoffe du musstest nicht zu lange warten. Bin leider nicht so fleißig wie du...
Schattentaenzerin: Ich freu mich, dass dir die Idee mit Snape gefällt. Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass mich eine Geschichte von Mysid/JKLB(ich weiß nicht mehr unter welchem Namen sie sie veröffentlicht hat), darauf gebracht hat, dass die beiden einiges gemeinsam haben. Kann sie nur weiter empfehlen! Du hast zur Hälfte richtig kombiniert. Bei den beiden rothaarigen handelt es sich um zwei (spätere) Weasleys: Molly und Arthur. Ursprünglich jedenfalls. Da ich jetzt dazu übergangen bin mich an den Zeitangaben vom HP-Lexikon zu orientieren, können sie es unglücklicherweise gar nicht mehr sein. Schade eigentlich... Ich werde versuchen einen Überblick über die ganze Hogwartszeit zu geben, habe aber vor nur spezielle Momente besonders herauszugreifen und genauer zu schildern.
Lewanna: Da bin ich froh! Stimmt, richtig geraten!g
Lizzy Weasley: Hey du! Das mit Peter seh ich genauso. Er mag seine Fehler haben, aber er kann nicht immer schlecht gewesen sein.
PadBlack: Hi! Nun kriegst du endlich deine Antwort auf deine Review. g Freu mich, dass du findest das ich sie getroffen hab. In dieser Form hab ich noch nie so wirklich über sie geschrieben...
Eins muss ich noch loswerden: Gepriesen sei das HP-Lexikon! Oder wusstet ihr, dass Remus am 10.3. Geburtstag hat? g
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Kapitel 2
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Natürlich stiegen die drei Jungen zusammen in eines der kleinen Boote, die die Erstklässler hinüber zum Schloss brachten. Auch wenn Peter und Severus kein Wort miteinander wechselten. Remus konnte sich noch daran erinnern, dass Hagrids große, zerzauste Gestalt, die ihnen den Weg wies, Peter ein wenig nervös machte, während sie Severus nur einen abschätzigen Blick abverlangte. Remus selbst nahm alles mit großem Interesse auf. Er konnte das Schloss noch vor sich sehen, wie es hinter den Nebeln aufragte. Erhaben und strahlend schön. Er war tatsächlich in Hogwarts angekommen, er hatte es tatsächlich bis hierher geschafft. Es hatte etwas Unwirkliches.
Im Schloss angekommen wurden sie von Professor McGonagall empfangen. Ihr strenger Blick flog über die neuen Schüler und hielt einen Augenblick bei Remus inne. Remus ahnte, dass sie irgendwie wusste, wer er war. Er war nicht sicher, ob ihm das gefiel. Doch nicht ein Muskel in ihrem Gesicht verriet was sie davon hielt, dass er in Hogwarts war.
Sie wies die Kinder kurz an, dass sie nun ruhig sein sollten, da sie gleich mit dem Verfahren zur Hauseinteilung beginnen würden. Doch so ganz verstummen wollten die aufgeregten Stimmen nicht. Dann führte sie sie in die Große Halle. Schon die Eingangshalle war beeindruckend gewesen, aber nichts im Vergleich zur Großen Halle, wo alle staunend zur Decke hinauf blickten. Der Himmel war klar und hunderte von Sternen wachten über sie. Plötzlich fiel es niemandem mehr schwer McGonagalls Befehl zu folgen. Sie folgten ihr alle brav in einer Reihe zwischen den Tischen der vier Häuser hindurch und stellten sich vor dem Lehrertisch auf. Professor McGonagall stellte einen Stuhl vor ihnen ab und setzte den Sprechenden Hut darauf. Beeindruckt blickten sie hier hin und dort hin. Einige beäugten nervös die anderen Schüler, die ihre neuen Kommilitonen neugierig ebenfalls betrachteten.
Die Aufmerksamkeit der Erstklässler wandte sich erst dem mottenzerfressenen Hut zu, als er plötzlich mit rauer Stimme mit seinem Lied begann:
Sprechender Hut, nennt man mich
Bin alt wie diese Mauern
Seit Generationen sing ich
Und werd auch eure überdauern.
H
Vier Freunde waren es
Vier Häuser sind entstanden
Und ich werd entscheiden
auf wessen Spuren ihr werdet wandeln.
H
Solls Hufflepuff sein?
Niemand der sie kannte, Helga vergisst,
wenn du ihr folgst, du treu, fröhlich und fleißig bist.
H
Oder ist vielleicht Slytherin dein?
Salazar hätte seine Freude dabei,
bist du listig, geschickt und vollkommen rein.
H
Auch Gryffindor noch Schüler sucht.
Godrics Sinn nach Abenteuern stand,
für Mut, Loyalität, Ausdauer war er bekannt.
H
Vielleicht gehörst du auch nach Ravenclaw.
Und Rowenas Stern leuchtet dir,
folgst du Verstand, Vernunft und Wissensgier.
H
Vier Freunde, vier Häuser,
Doch nur eines zeichnet euch aus.
Welches das ist,
ich find es heraus.
Als der Hut verstummte, herrschte vollkommene Stille im Saal, die erst von Professor McGonagall durchbrochen wurde. Sie erklärte nun, das jeder Erstklässler aufgerufen werden würde und dann den Hut aufsetzen sollte. Dieser würde dann verkünden in welches Haus er kam. Sie las den ersten Namen vor. Ein für sein Alter bereits recht großes, blondes Mädchen, Maggie Austen, meldete sich und Professor McGonagall führte sie zu dem Stuhl und wies sie sich darauf zu setzen und setzte ihr abschließend den Hut auf den Kopf. Er rutschte über Maggies Gesicht und sie wollte ihn hochschieben, doch Professor McGonagall gab ihr zu verstehen, dass er dort bleiben sollte, wo er war. Gebannt beobachtete Remus wie Maggie auf dem Stuhl saß, ihr Gesicht von dem großen Hut überdeckt. Seine Eltern waren ebenfalls in Hogwarts gewesen, wollten ihm aber partout nichts über das Einteilungsverfahren erzählen, sondern schmunzelten immer nur beim Gedanken daran. Remus Vater war in Ravenclaw gewesen, seine Mutter in Gryffindor und sie hatten tatsächlich eine Wette darauf abgeschlossen, in welchem ihrer Häuser Remus landen würde.
Es dauerte nicht lange, da verkündete der Hut „RAVENCLAW!". Als nächstes kam „Black, Sirius". Ein ebenfalls relativ großer Junge mit tiefschwarzem Haar ging auf den Stuhl zu. Er hatte einen stolzen, selbstsicheren Gang. Doch bevor er den Hut aufsetzte, schien er einen Augenblick zu zögern. Es war nur der Bruchteil einer Sekunde und Remus war sich bis heute nicht sicher, ob er sich das nicht nur eingebildet hatte. Bei Sirius brauchte der Hut länger und rief schließlich „GRYFFINDOR!" aus. Der Junge nahm den Hut ab und sah noch blasser aus, als er ohnehin schon war. Er stand auf und während er zum jubelnden Tisch der Gryffindors lief, blickte er zum Ravenclawtisch zu einem der älteren Mädchen, das ihm sehr ähnlich sah und ihm ein aufbauendes Lächeln schenkte. Vielleicht seine Schwester, vermutete Remus. Sie nickte ihm zu, doch Sirius blickte weg, sein Gesicht kalt. Remus konnte nicht recht glauben, dass sich dieser Sirius darüber freute in Gryffindor zu sein.
Nach einigen weiteren Namen, wurde schließlich Remus aufgerufen. Er ging aufrecht auf den Hut zu. Trotzdem war er nervös. Was würde ihn erwarten, wenn er den Hut aufsetzte? Nun, kaum das er den Hut aufgesetzt hatte, hörte er auch schon eine Stimme. Sie war mitten in seinem Kopf. Er war überrascht, aber ihm war schnell klar, dass es der Hut sein musste, der mit ihm sprach.
„Nun, wen haben wir denn hier? Hm... ein schwieriger Fall, äußerst schwierig... Hilfsbereit, aber zu melancholisch für Hufflepuff, fürchte ich. Ein klarer Geist und großer Wissensdurst. Ravenclaw könnte dir gefallen... Aber da ist auch noch List und dein kleines Geheimnis, nicht wahr? Du könntest es weit bringen in Slytherin, sehr weit. Aber du willst nicht, dass ich dich danach beurteile, hab ich nicht Recht? Es ist ein Teil von dir, ein sehr wichtiger Teil sogar und ich muss alles berücksichtigen... Du bist nun mal, wer du bist, ob du willst oder nicht... hm... Doch was du suchst, findest du nur in GRYFFINDOR!"
Doch was du suchst, findest du nur in Gryffindor. Remus fragte sich bis heute, was der Sprechende Hut damit gemeint hatte. Ob es das war was er heute vermutete? Wenn ja, dann hatte der Hut Recht behalten, schließlich hatte er hier seine Freunde gefunden.
Manchmal dachte er noch daran zurück was der Hut noch gesagt hatte, es ist ein Teil von dir, ein sehr wichtiger Teil sogar. Du bist nun mal, wer du bist, ob du willst oder nicht. Mittlerweile hatte er sich damit abgefunden, dass der Sprechende Hut Recht hatte, aber zu Beginn seiner Zeit in Hogwarts, hatte er sich nichts sehnlicher gewünscht als zu vergessen wer er war.
Doch im ersten Augenblick waren diese Worte gleichgültig gewesen. Alles was er noch hörte, war der ohrenbetäubende Applaus der Gryffindors. Während er auf den Gryffindortisch zuging strahlte Remus glücklich, und blickte zu Peter und Severus hinüber. Doch Peter sah alles andere als erfreut aus. Weil er nicht daran glauben konnte, dass er nun noch mit Remus in ein Haus kommen könnte, wie er Remus später gestand. Und Severus wandte sich angewidert ab. Das versetzte Remus einen kleinen Stich. Zu oft schon hatten sich Menschen angewidert von ihm abgewandt.
Als Peter schließlich an der Reihe war, stolperte er erst mal auf dem Weg zum Hut, was allgemeines Gelächter und Rot in seinem Gesicht auslöste. Der Hut brauchte auch bei ihm lange, bis er sich schließlich ebenfalls für „GRYFFINDOR!" entschied. Peter begriff im ersten Moment gar nicht, dass er nun schon in sein Haus eingeteilt war, Professor McGonagall musste ihm den Hut vom Kopf nehmen. Das führte zu erneutem Gelächter, änderte aber nichts an dem begeisterten Applaus der Gryffindors. Und Peter war so überglücklich, dass er die Lacher gar nicht mehr bemerkte. Er taumelte zum Gryffindortisch und lies sich dort neben Remus nieder, der sich die Hände wund klatschte.
„Ich kanns gar nicht glauben, Remus. Gryffindor. Bin ich wirklich in Gryffindor?"
„Ja, ganz sicher, Peter.", antwortete Remus mit breitem Grinsen. Auch er war froh, dass sein neu gewonnener Freund in Gryffindor gelandet war.
Es folgte ein gewisser James Potter, dessen selbstsicheres Auftreten auf dem Weg zum Hut nur noch durch Severus getoppt wurde. Auch James landete in Gryffindor. Und erst jetzt fiel Remus auf, dass Sirius nie mitklatschte, sondern unbeteiligt vor sich hin starrte...
Als Severus schließlich an der Reihe war, saß der Hut kaum auf seinem Kopf, da verkündete er auch schon „SLYTHERIN!"...
Nachdem auch der Letzte einem Haus zugewiesen worden war, verschwanden der Hut und der Stuhl und Albus Dumbledore erhob sich am Lehrertisch von seinem Stuhl und zog alle Aufmerksamkeit auf sich wie ein gleißender Lichtblitz. Es war seltsam, der sonst so aufmerksame Remus war von der Aufteilungszeremonie so gebannt gewesen, dass er dem Lehrertisch bisher kaum Beachtung geschenkt hatte.
Albus Dumbledore begrüßte seine Schützlinge mit der für ihn typischen Mischung aus Herzlichkeit und Humor. Remus war Dumbledore schon einmal begegnet. Damals hatte er sie zu Hause besucht, um sich ein Bild von Remus zu machen. Und wie damals, war Remus schwer beeindruckt von ihm. Natürlich zeigte allein die Tatsache, dass er Remus in Hogwarts aufnahm, dass er ein ungewöhnlicher Zauberer war. Doch es war mehr als das. Albus Dumbledore hatte die Gabe Respekt einzuflößen und gleichzeitig Vertrauen zu erwecken. Um sich Gehör zu verschaffen, brauchte er nichts weiter zu tun als aufzustehen. Und das bereits bei seiner ersten Ansprache als Schulleiter von Hogwarts.
Er begrüßte alle Lehrer und Schüler, die Erstklässler im speziellen und stimmte dann erst mal die Schulhymne an. Da jeder sie nach seiner eigenen Melodie singt, gab es ein wildes Durcheinander an Tönen in das bald auch Peter und Remus begeistert einstimmten. Später erfuhr Remus, dass bis zu Dumbledores Amtsantritt als Schulleiter, die die Hymne schon sehr lange nicht mehr gesungen worden war...
Abschließend verkündete Dumbledore: „Man hat mir ein besonderes Geschenk zum Beginn meines Amtes als Schulleiter von Hogwarts gemacht, eine peitschende Weide, ein Baum von dem ihr euch alle fernhalten solltet, wenn euch eure Knochen lieb sind. Sie schlägt aus und ist leicht reizbar..." Und zum ersten Mal seit Stunden ergriff Remus wieder ernsthafte Besorgnis. Er wusste, dass Dumbledore log. Der Baum war seinetwegen gepflanzt worden. Dumbledore hatte seinen Eltern und ihm erklärt, dass sich darunter ein Tunnel verbarg durch den er zu seinem Aufenthaltsort für Vollmondnächte kommen würde. Und nun daran erinnert, ergriff Remus langsam wieder Panik, dass man herausfinden würde, was er war.
Dann hatte Dumbledore geendet und ein Festmahl wie Remus es noch nie gesehen hatte, erschien auf den Tischen. Und während Peter zulangte als hätte er seit drei Tagen nichts gegessen, brachte Remus kaum einen Bissen runter. Er war dankbar dafür, dass Peter munter drauf los plapperte und hiervon und davon erzählte, während er selber seinen Sorgen nach hing.
Schließlich endete das Essen und die Vertrauensschüler brachten die Erstklässler in ihre jeweiligen Häuser. Neben Remus, Peter, James Potter und Sirius Black, befanden sich unter den neuen Gryffindors auch noch Lily Evans, Dorethy Burbank, Ariel Hutchings, Mala Lewis und Olive Henry.
Tatsächlich lenkten die verwirrenden Pfade durch das Schloss Remus für eine Weile von seinen Sorgen ab. Er und Peter versuchten irgendwie sich den Weg einzuprägen, doch bereits am nächsten Tag mussten sie, als sie sich auf dem Weg zum Frühstück in die Große Halle hoffnungslos verirrten, feststellen, dass das nicht so einfach war, wie erhofft. Bis auf Lily und Olive, die tuschelten und ab- und an kicherten, war der zusammengewürfelte Trupp recht schweigsam. James fragte den Vertrauensschüler, Bob Marshall, ein wenig aus. Sirius drückte sich am Ende der Gruppe herum.
Als sie den Gryffindor Gemeinschaftsraum kurz passierten, war Remus hoch erfreut einen Kamin zu entdecken. Er war kein Freund von Kälte.
Schließlich führte die Vertrauensschülerin Donna Cartier die Mädchen in ihren Schlafsaal, während Bob wiederum die vier Jungs in den ihren brachte.
„Teilt die Betten auf und dann ab ins Bett. Es reicht, wenn ihr morgen auspackt. Frühstück gibt es ab halb sieben. Um acht Uhr beginnt der Unterricht. Hier sind eure Stundenpläne.", Bob legte vier Blätter auf den kleinen Tisch, der noch in dem Raum stand. „Wenn es Probleme gibt, ich bin drei Stockwerke höher.", erklärte er und verschwand mit einem „Schlaft gut in eurer ersten Nacht in Hogwarts." aus dem Zimmer.
„Mir ist gar nicht nach Schlafen. Ich bin noch hell wach.", erklärte James, während er seinen Koffer auf das nächst beste Bett pfefferte. „Was ich noch erwähnen wollte: Ich bin übrigens James.", stellte er sich vor.
Peter sprang sofort auf den Zug auf.
„Ich bin Peter und das ist Remus.", dabei deutete er auch gleich zur Verdeutlichung noch mal auf Remus.
Alle Augen wanderten zu Sirius, der das ganze schweigend beobachtete. „Sirius.", erklärte der schlicht. „Und ich würde jetzt gerne schlafen." Er wandte sich dann direkt an Peter und Remus: „Ich nehme an, ihr beide wollt nebeneinander schlafen?", seine Stimme klang seltsam tonlos. Peter nickte begeistert. Sirius packte seine Sachen neben das Bett links von James, sodass Peter und Remus die beiden rechts von James besetzen konnten.
Da klopfte es an die Tür. Auf ein einstimmiges „Herein." der Jungs hin trat Professor McGonagall ins Zimmer.
„Mr. Lupin, ich würde Sie gerne noch kurz sprechen."
Remus ahnte worum es ging. Er bemerkte die neugierigen Blicke der anderen, während er sich in Gang setzte um McGonagall zu folgen. Was würden sie jetzt wohl denken?
Professor McGonagall führte ihn schweigend in ihr Büro. Erst als sie die Tür hinter ihm geschlossen hatte, begann sie zu sprechen.
„Es tut mir leid, dass ich Sie um Ihren wohlverdienten Schlaf bringe, aber ich wollte mich noch kurz mit Ihnen unterhalten. Aber bitte setzen Sie sich."
Remus lies sich auf den Stuhl vor ihrem Schreibtisch nieder, McGonagall nahm dahinter Platz. Ihm schwante nichts Gutes. Sie lies einen langen Moment ihren strengen Blick auf Remus ruhen, dann fuhr sie fort.
„Wie Sie vielleicht bereits wissen, bin ich die Hauslehrerin von Gryffindor und trage somit die direkte Verantwortung für Sie. Ich möchte Sie deshalb bitten am Abend des nächsten Vollmonds um sechs Uhr in mein Büro zu kommen. Madame Pomfrey wird Sie dann von hier an Ihren Aufenthaltsort für die Nacht bringen. Außerdem möchte ich, dass Sie das hier immer bei sich tragen.", sie reichte ihm ein kleines kupfernes Amulett. „Wenn Sie aus irgendeinem Grund zu Vollmond nicht rechtzeitig da sein können, möchte ich, dass sie es in die rechte Hand nehmen und Lunos sagen. Sie benachrichtigen mich auf diese Weise und ich kann auch feststellen, wo Sie sich aufhalten. Natürlich rechnen wir nicht damit das es nötig sein wird, aber man weiß nie. Wir müssen auf alles vorbereitet sein."
Remus nickte düster und seine Hand schloss sich grimmig um das Amulett. Auch McGonagall vertraute ihm nicht. Und sie war sicher nicht die einzige im Lehrerkollegium. Aber er würde es allen beweisen, dass er es wert war Hogwarts zu besuchen.
„Ich möchte nicht, dass irgendjemandem etwas geschieht.", sagte er ernst.
Zu seiner Überraschung war McGonagalls Gesicht zwar immer noch streng, jedoch nicht unfreundlich. Sie nickte. Es fiel ihm schwer ihr Verhalten zu deuten. Er konnte nicht behaupten, dass er sie mochte. Erst jetzt, da er sie jahrelang kannte, wusste Remus, dass Minerva McGonagall keine Vorurteile gegen ihn hatte. Sie behandelte sein „Problem" lediglich mit der gleichen Strenge, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit mit der sie alles anging. Und die er schätzen gelernt hatte.
„Das war es schon. Ich werde Sie zurück begleiten. In den ersten Tagen können die Gänge sehr verwirrend sein."
Heute war Remus sicher, dass diese doch sehr kurze Unterredung nicht nur dazu diente die organisatorischen Aspekte seiner Verwandlung anzusprechen, sondern auch ein Vorwand war um einen ersten Eindruck von ihm zu bekommen, bevor sie ihn am nächsten Tag in der Klasse erlebte. Es war ein erster Test. Und wie sich später herausstellen sollte, hatte er ihn bestanden.
Als er in seinen Schlafsaal kam, waren die anderen längst eingeschlafen. Es war eben doch ein langer Tag gewesen. Remus war erleichtert. So hatte er wenigstens bis morgen Zeit um sich eine Ausrede zu überlegen, warum McGonagall ihn noch zu sich gebeten haben könnte...
