Hey Leute! Wo bleiben denn eure Reviews!?

Das macht einen echt traurig, wenn keiner schreibt... -schnüff-

Hier trotzdem das nächste chap...


Chap 2 Lügen und andere Wahrheiten

Die letzte Schulstunde war genau so langweilig gewesen wie die fünf davor und Amy war heil froh, als sie dem Schulmief entkam.

Das einzig interessante Geschehen heute, war der neue Schüler gewesen.

Als er in die Klasse stolzierte, hatte Amy ihn als hochnäsig, schleimig und arrogant eingeschätzt.

Ihre Meinung änderte sich allerdings schlagartig in der ersten Pause, als sie ihn näher kennen lernte.

Er war ein Traum.

Ein Alptraum!

Er war nicht bloß hochnäsig, schleimig und arrogant, nein, er war obendrein auch noch das biestigste, hinterhältigste, bösartigste Geschöpf, dass sie je kennen gelernt hatte!

Dabei sah er doch so gut aus...

Lucius-Draco Malfoy hatte blondes, glattes Haar, was (immer) perfekt lag, strahlend blaue Augen und das verführerischste Lächeln der Welt. Nebenbei hatte er den beschissendsten Charakter der gesamten Schule, ach was, in gesamt Little Whinging!

Ich werde ihm einfach aus dem Weg gehen, dachte Amy und kramte ihren Schlüssel aus der Tasche, als sie vor dem Gartentor zu ihrem Haus stand.

"Geh mir aus dem Weg!"

Irgendjemand SEHR unhöfliches rammte Amy zur Seite und betrat ihren Vorgarten.

Verwirrt sah Amy auf.

"Lucius??!!" Wer hätte es auch anderes sein können...

"Was zum Teufel machst du im Vorgarten zu meinem Haus?!"

Mit einem spöttischen Grinsen auf den Lippen drehte er sich zu ihr.

Herablassend sah er sie an.

"Ich hole meinen Vater ab!", kam die Antwort in einem besserwisserischen Tonfall. Meine Güte, fehlte jetzt noch irgendeine schlechte Eigenschaft in seinem Verhalten?

Prompt ging auch die Tür auf und Zwei Männer traten heraus. Beide schienen sehr aufgebracht und Amy sah hinter der Senior-Kopie von Lucius ihren eigenen Vater.

Lucius hatte tatsächlich seinen Vater abgeholt. Aus ihrem Zuhause!?

Senior-Blondi stolzierte mit der selben Gangart wie sein Sohn die Stufen in den Vorgarten hinunter und sagte noch ein paar letzte Worte, zu Harry Potter, bevor er mit seinem fürchterlichen Anhängsel verschwand:

" Wenn du es nicht sagst, dann mache ich es ihr klar. Doch das wird weder sanft, noch freundlich! Überleg es dir, Potter! Ich WILL eine Zukunft!"

Amy sah ihren Vater irritiert an.

"Daddy? Was war das denn gerade?"

"Ach, nichts, Süße... aber wir müssen reden..."

Also war doch was!

"Okay, wann?"

Harry wehrte ab und verschwand im Haus. Amy zuckte die Achseln und ging ebenfalls in das kleine, weiße Reihenhaus.

Nachdem sie ihre Tasche in eine Ecke geschleudert hatte, bemerkte sie, dass sie noch mehr Besuch hatten.

Molly und Arthur waren da.

"Hey Omi und Opi!!!"

Amy latschte noch in ihren Turnschuhen steckend über den Teppich, kassierte einen bitterbösen Blick ihrer Mutter ein, latschte zurück um die Schuhe auszuziehen und begrüßte dann ihre Großeltern.

"Na, meine kleine! Wie geht es dir denn?", fragte Molly und betrachtete ihre nicht gerade wohlbeleibte Enkelin besorgt, wie es alle molligen Omas taten.

"Mir geht es bestens! Aber, sagt mal, warum war denn dieser Typ eben da?"

Molly und Arthur wechselten einen noch besorgteren Blick und Harry räusperte sich vernehmlich. "Bring bitte deine Schulsachen in dein Zimmer."

Okay, Daddy-Harry hatte ein Problem. Eine so schlechte Ausrede, um sie aus dem Raum zu kriegen, hatte er sich noch nie einfallen lassen.

Angesäuert marschierte Amy auf ihr Zimmer, wo sie ihre Tasche mal wieder wegpfefferte.

War sie etwa noch ein kleines Kind? Nein! Mit siebzehn war man gewöhnlich kein kleines Kind mehr! Und man sollte auch nicht unbedingt so behandelt werden...

Amy trat an ihren Schreibtisch und schnappte nach Jana, dem kleinen, pinken Nilpferd. Das Stofftierchen regte sich und meinte: "Zerquetsch mich nicht immer so! Das hab ich dir schon Zwanzigmillionen Mal gesagt!"

"Sorry", antwortete Amy und setzte das kleine Geschöpf zurück auf den Tisch.

"Reg dich nicht immer so schnell auf! Das bringt nämlich nix!", meinte Jana.

Amy ließ sich genervt auf ihr Bett fallen. Musste Jana sie immer belehren? Wann hatte sie angefangen zu sprechen...? Vor zwei Jahren? Auf jeden Fall war Amy in jenem Moment ziemlich verzweifelt gewesen und hatte sich nichts sehnlicher als ein kleines Helferlein gewünscht, dass sie bei den Tests in der Schule unterstützte. Dabei hatte sie Jana wohl zu sehr geknautscht, und schwups, regte sich das kleine Kuscheltier, als wäre es schon immer am leben gewesen.

Amy hatte sich an solche seltsamen Vorfälle schon gewöhnt. Nahm sie ein Stück Gouda in die Hand, schnitt es sich von selbst in Scheiben und wenn sie ihren Schlüssel nicht fand, dann fing dieser in den Tiefen ihrer Tasche an zu leuchten.

Das alles war sehr wertvoll und wichtig für Amy, allerdings war es auch ein furchtbares Geheimnis.

Amy hatte versucht ihrer Schwester Maya davon zu erzählen, doch diese hatte Amy nur verschreckt und besorgt angesehen und ihre Eltern informiert, die sehr geschockt ausgesehen hatten.

Normale Menschen verstehen das nicht, dachte Amy und wahrte das Geheimnis von ihren Fähigkeiten wie ein wertvolles Schmuckstück.

Sie selber, konnte sie sich ja auch nicht erklären. Weshalb sie etwas besonderes an sich hatte, von dem niemand wissen durfte, das würde sie sicher niemals erfahren.

Aber eines wusste Amy. Je älter sie wurde, um so besser konnte sie ihre Fähigkeiten kontrollieren und je stärker und vielfältiger wurden sie. Ein Stofftier zum leben erwecken, das war schon eine Leistung, fand sie und hatte sich damals selbst auf die Schulter geklopft, auch wenn sie es nicht mit Absicht getan hatte und es nie wieder hinbekommen hatte.

Es klopfte an der Tür und Amy wurde aus ihren Überlegungen gerissen. Jana platschte auf den Schreibtisch und stellte sich tot.

"Amy?" Harry trat in ihr Zimmer und Amy sah ihn schief an.

"Willst du das Geheimnis um den blonden Typen lüften? Bist du deshalb hoch gekommen?"

Harry nickte und musste zugleich schmunzeln. Seine Tochter sah einfach nur frech aus, wie sie da auf dem Bett hockte und mit gewitzten Blicken jede seiner Bewegungen analysierte.

"Ja, ich muss dir etwas erzählen. Du solltest es eigentlich schonend beigebracht bekommen, also schonender als ich es gleich tun werde..."

"Schön, ich glaube du kannst es mir sagen, ich werde es schon verkraften."

Harry zog eine Augenbraue gen Zimmerdecke.

"Also. Ich denke zu erst kann Jana sich zu uns setzen."

Amy klappte die Kinnlade herunter und Jana stemmte sich schnaufend hoch.

Harry schnappte sich das kleine Hippo und setzte es Amy auf die Schulter.

"Ich weiß genau, dass du lebst!", sagte er an Jana gewandt. Er rieb sich die Hände und setzte sich in Amys Schaukelstuhl.

"Es gibt da etwas, was ihr unbedingt wissen müsst.", begann er, " Ich wollte es euch selber herausfinden lassen, aber ich werde gewisser Maßen gezwungen es euch zu sagen."

"Was?", fragte Jana und klammerte sich an einer von Amys schwarzen Haarsträhnen fest.

Das intelligente Knuddeltier fand es unglaublich spannend sich mal mit jemand anderem als Amy zu unterhalten.

"Nun... ich weiß nicht so genau wo ich anfangen soll..."

Amy verdrehte genervt die Augen. "Alles hat einen Anfang, wie wäre es mit dem?"

Harry schnaubte. "Sehr witzig! Also, ich werde es versuchen..."

Er rieb sich wieder die Hände, eine seltsame Angewohnheit von ihm, wenn er nervös war.

"Der Anfang liegt ziemlich viele Jahre zurück. Wenn du es genau wissen willst... hm... so ziemlich genau siebzehn Jahre. Da warst du noch nicht geboren, aber ... öhm ... sag ich es mal so: du warst im Bauch."

Amy grinste über die Ausdrucksweise ihres Vaters, hörte ihm aber weiterhin interessiert zu.

"Noch davor, sagen wir mal vor einundzwanzig Jahren, da lebten deine Mutter und ich nicht hier, sondern in einer -anderen Welt-. In der Welt der Zauberer. Ich weiß, es klingt echt bescheuert, aber es ist so. Wir besuchten in unserer Kindheit eine Zauberschule namens Hogwarts. Dort wurden wir ausgebildet und lernten die verrücktesten Flüche und Zauber kennen. Wir besaßen Zauberstäbe, mit denen wir wie wild herumfuchtelten und wir lernten uns kennen, deine Mutter und ich."

Amy inspizierte den Gesichtsausdruck ihres Vaters, doch sie konnte keinerlei Anzeichen erkennen, dass er sie auf den Arm nehmen wollte.

"Daddy...?"

"Hm?"

"Warum kannst du jetzt nicht mehr zaubern, wenn du es angeblich mal gekonnt hast? Verlernt man das, oder so?"

Harry lachte auf.

"Nein, Süße, zu dem Punkt komme ich jetzt. Was passiert, wenn sich jemand in die Macht verliebt?"

"Öhm, ich wusste gar nicht, dass du so poetisch bist...?", knuffte Amy.

"Haha! Antworte."

"Öhm, er will alles beherrschen, egal was passiert?"

"Ja. Und das ist geschehen. Als ich zum ersten Mal, da war ich elf, erfuhr, dass ich ein Zauberer war, da war dieser Jemand schon sehr mächtig. Ich hatte hier eine Narbe."

Harry tippte sich auf die Stirn.

"Die hat mir dieser Jemand zugefügt, als ich ein kleines Baby war. Er er tötete meine Eltern und wollte mich ebenfalls umbringen. Er sprach den Todeszauber, Avada Kedavra, und traf mich an der Stirn. Doch ich überlebte, da meine Mutter mich noch im Tod beschützte. Ich erhielt bloß eine blitzförmige Narbe. Der Jemand wurde durch diesen Fehlschlag sehr geschwächt und musste viel durchmachen um sich zu regenerieren. Doch das hatte er irgendwann geschafft und eine grauenvolle Idee hatte sich in seinem Hirn breit gemacht."

"Also, stop mal, ich will erstmal wissen, wie der Jemand heißt.", verlangte Amy. Jana nickte zustimmend.

"Lord Voldemort."

"Beschissener Name, ganz ehrlich!"

Harry grinste.

"Das leitet sich ab von Tom Vorlost Riddle."

"Oh, ich kann verstehen warum er sich umgenannt hat... hat er doch?"

"Ja, so ungefähr."

Jana kicherte über Amys Offenheit.

"Weiter!"

"Gut, Voldemort erfand einen grausamen Fluch. Den vierten unverzeihlichen Fluch. Nur, dass es niemandem mehr genützt hat, dass er unverzeihlich ist... denn der Zauber, der Lacrima Nescia, was etwa -die Träne der Unwissenheit- heißt, entzieht allem die Zauberkraft. Er hat den Zauber über die ganze Welt gelegt und allem die Magie entsogen, auch meiner Narbe, und die Zauberkraft in sich aufgenommen. Er ist jetzt ein wahres Magiebündel und mächtiger als zuvor. Er spielt Gott über uns und lässt Stürme und Katastrophen unsere Welt zerstören. Er ist die absolute Macht und ... unzufrieden. Er weiß nicht mehr, mit wem er sich anlegen soll, denn das Muggelweltzerstören ist ihm langweilig geworden."

"Kein Wunder! Aber, öhm, Muggel, sind das die Menschen?"

"Das sind Nichtzauberer."

"Okay, aber wo liegt jetzt das Problem?"

Amy sah keines in der gesamten Geschichte. Dieser Voldi war unzufrieden und würde an seiner Langeweile sterben. Ganz einfach. Dann würde die Magie in die Welt zurückkehren und finito. Frieden im Lande.

"Gut, dazu kommen wir jetzt. Hast du den Rest verstanden?"

"Ja." Glauben ist aber ne andere Sache, dachte Amy amüsiert.

"Schön. Du auch, Jana?"

"Jap!"

Harry schaukelte ein bisschen hin und her, dann sah er die genervten Mienen seiner Zuhörer und erzählte weiter.

"Gut, also, schön, ich, er, wir, ... öhm ... manno! Ich hab den Faden verloren... !!!"

Amy fing an zu lachen. "Was ist denn nu das Problem an der Sache?"

"Ach ja, genau!"

Daddy wird echt immer älter..., grinste Amy in sich hinein. Jana schüttelte die Schnauze.

"Dieser -blonde Typ- vorhin, das war Draco Malfoy. Er ist ein Slytherin, ich bin ein Gryffindor, ... das erkläre ich dir später, ... jedenfalls sind alle Slytherin die ich kenne hinterhältig und abgrundtief böse. Voldemort ist auch ein Slyth."

"Es gibt Slytherin, Gryffindor, Hufflepuff und Ravenclaw. Das alles sind verschiedene Häuser in Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei. Wenn du von der Schule aufgenommen bist, dann wirst du einem zugeteilt. Deine gesamte Familie war in Gryffindor, dort ist man mutig und tapfer."

Amy und Harry sahen Jana staunend an.

Diese zuckte entschuldigend mit den Achseln: "Ich bin ein Helferlein und weiß etwas immer im passenden Moment!"

"Sehr gut! Jetzt weiß ich auch, wo deine guten Noten ohne Lernen herkommen, Amy!"

Amy wurde rosa und grinste. "Tja, man muss sich nur zu helfen wissen!"

Die drei saßen noch den ganzen Nachmittag bis abends da und zusammengefasst, hatte Amy als Problem folgendes mitbekommen:

Der Lord hatte seinen alten -Freund- Draco Malfoy urplötzlich -besucht- gehabt und dabei dessen Sohn kennen gelernt.

Voldemort hatte Lucius Zauberkraft bemerkt und Lacrima Nescia auf ihn gejagt. Doch wie es scheint ist Lucius resistent dagegen.

Der Lord wurde mal wieder durch den Fehlschlag eines Fluches geschwächt und gab einen Teil seiner Magie ab. Lucius möchte nun den Lord töten um die gesamte Magie zu befreien.

Er und sie selber, Amy, waren die einzigen, soweit sie das wussten, die noch Zauberkraft hatten und etwas gegen den Lord ausrichten konnten, da auch die Lacrima Nescia nicht auf sie wirkte.

Ein großer Haken an der Sache war bloß, dass der Lord sich vervierfacht hatte, denn die geballte Magie konnte er nicht in einem Körper vereinen. Er hatte sich in jedem Element verkörpert. Besiegte man einen der Lords, hat man die Magie jedoch noch immer nicht befreit.

Die Magie wurde auf die anderen Körper aufgeteilt, dass diese immer mächtiger, jedoch auch immer weniger wurden, bis nur noch einer übrig blieb, der den Kräften von Lucius weit überlegen war, wenn sich Lucius überhaupt einem von ihnen alleine stellen konnte.

Draco Malfoy forderte nun Amy, damit sie ihrem Schicksal als -Gefährtin Lucius'- ins Auge sah.

Um ehrlich zu sein fand Amy die ganze Sache total bescheuert, albern und unglaubwürdig. Weshalb sollte sie plötzlich eine Art -Sailor Moon- werden?

Schon klar, sie hatte sich immer gewünscht berühmt und stark zu werden, doch das tat jedes kleine Kind, oder?

Harry hatte gesagt, dass Draco Malfoy nachgeforscht hatte und herausgefunden hatte, dass den ungeborenen Zauberkindern, die sich zum Zeitpunkt des Lacrima Nescia Fluches noch im Mutterleib befanden nicht die Zauberkraft entsogen wurde, sondern, dass sie nur manipuliert und resistent gegen den Fluch wurden.

Manipuliert in dem Sinne, dass sie einen Teil der Magie, die der Lord der Welt absaugte, aufnahmen und somit viel mächtiger werden würden, als ein normales Zauberkind.

Schwachsinnig!

Dachte Amy.

Ich träume bloß böse.

"Daddy, ich kann das nicht glauben!"

Harry schnaubte. "Das ist kein Wuder! Ich musste dir ja auch alles auf einmal beibringen! Aber es ist wahr, alles! Warte mal einen Moment!"

Harry stand auf und verließ das Zimmer.

"Amy, was dein Vater sagt, das ist wahr. Ich weiß es. Und wenn wir echt gegen diesen Lord antreten müssen, oh man! Das ist ja wie ein Computerspiel!", schwärmte Jana.

"Ja, du hast wohl Recht. Es ist alles so unglaubwürdig und zusammengesponnen, dass es nur wahr sein kann... so bescheuert kann man einfach nicht träumen! Oder?"

Je länger Amy darüber nachdachte, desto sicherer war sie, dass ihr Vater sie verarschte.

Als Harry nach einigen Minuten mit einem riesigen Buch in den Händen wieder im Zimmer erschien, saß Amy misstrauisch auf dem Bett und zeigte ganz offen, wie wenig sie ihm glaubte. Jana hockte entnervt in ihrem Schoß.

"So, Daddy, jetzt hör mal auf mit diesen blöden Witzen und erzähl mal was du wirklich wolltest! Will uns dieser Typ aus dem Haus schmeißen? Oder soll ich seinen Sohn heiraten? Oder WAS???"

Harry schlug sich vor die Stirn.

"Ich dachte, du glaubst es mir endlich! Jana! Hilf mir und sag ihr, dass ich Recht habe!"

Jana schüttelte die Schnauze und meinte: "Hoffnungsloser Fall, sie glaubt es nicht!"

Harry setzte ein egal Gesicht auf und legte den riesigen Wälzer neben Amy und Jana aufs Bett.

"So, Amy, hier kommt der Beweis! Der Beweis, dass ich dir keinen Müll erzählt habe! Ich habe zwar keine Zauberkraft mehr, aber ich weiß noch genau wie alles funktioniert!"

Amy schlug das vergilbte Buch auf und bemerkte erstaunt, dass darin verschiedene -Zaubersprüche- standen und Anleitungen, wie man den Zauberstab zu schwingen hat.

"Hm."

War das einzige, was sie herausbekam.

"Was ist? Willst du nicht mal einen Spruch versuchen?"

"Daddy, du gehörst in die Klapse! Das ist total verrückt! Das kann ich nicht!"

"Ach, und wieso bin ich dann lebendig?", knirschte Jana und beobachtete verbittert, wie Amys Hand zitternd über die Buchseiten fuhr.

"Das war halt... so... also... TROTZDEM! Ich kann es bestimmt nicht!"

Harry stand vom Boden auf und räkelte sich. "Wenn du es vielleicht doch mal probieren willst, ich lasse dir das Buch hier."

Er verließ das Zimmer.

"Daddy! Warte mal kurz!"

Harry öffnete die Tür wieder und sah seine Tochter triumphierend grinsen.

"Was?"

"Ich KANN das überhaupt nicht machen, selbst wenn ich wollte! Ich habe gar keinen Zauberstab! Und wenn es stimmt, was du erzählt hast, dann haben auch die noch existierenden Zauberstäbe durch den Fluch keine Magie mehr!"

Harry war wenig beeindruckt. Seine Tochter hatte Angst vor diesen Fähigkeiten, das war nicht zu übersehen, doch sie musste sie akzeptieren.

"Tja, wenn du damit Recht hättest, warum kann Lucius dann zaubern? Er brauchte, warum auch immer, keinen Stab dafür."

Mit diesen Worten verließ Harry das Zimmer wieder und Amys Hoffnung zerplatzte wie eine Seifenblase.

Sie nahm das Buch, klappte es zu und schmiss es gegen ihren Schrank.


Sie hatte diese Nacht schlecht geträumt.

Sie war mit Lucius auf einer einsamen Insel gewesen und musste mit einem riesigen, zerbrochenen Zauberstab gegen eine fette Gestalt, namens Lord Voldemort, kämpfen.

Das war kein schöner Anblick gewesen! Amy war schweißgebadet aufgewacht und Jana hatte das Nachtlicht angeknipst.

Amy entdeckte das dicke Buch, was vor dem Schrank lag und lange Schatten zog.

Vielleicht, muss ich es einfach probieren und da es nicht klappen wird kann ich heute unbesorgt in die Schule gehen, ohne ständig an Daddys Verarsche zu denken!

Sie schwang die Beine über die Bettkante und tapste zu dem Buch hinüber.

Mit einem Satz landete sie wieder unter der warmen Bettdecke und kuschelte sich ein.

Der Wälzer lag nun unheilvoll vor ihr, wie eine schlechte Note.

Keine Panik! Es ist nur ein seltsames Buch!, sagte sie sich im Stillen und klappte das Buch auf der ersten Seite auf.

-Sammlung magischer Sprüche und Tränke-

stand in schnörkeliger Schrift geschrieben.

"Los! Lass uns anfangen!", quiekte Jana und Amy fuhr erschrocken zusammen.

"Man, erschreck mich nicht so!"

"Sorry..."

Amy schloss die Augen, atmete tief durch und blätterte weiter.

-Grundsätze-

Der erste Zauber schien sehr leicht zu sein. Der Wingardium Leviosa, sollte Dinge zum schweben bringen.

Amy rieb sich die Hände. Fang ich jetzt auch schon damit an!, dachte sie entsetzt.

Sie las sich die Beschreibung durch und sagte dann:"Wingardium Leviosa!"

Nichts geschah.

"Na also, sehr schön, dann hab ich jetzt den Beweis, dass das alles Schwachsinn ist!"

"STOP mal!", rief Jana, " Du hast ja auch nix vor dich gelegt, oder an nichts gedacht, das du schweben lassen willst!"

Amy verdrehte die Augen. "Gut, dann bist du jetzt mein Versuchskaninchen!"

Sie setzte Jana vor sich und wollte den Spruch gerade wiederholen, da funkte das Nilpferd wieder dazwischen.

"Dieses Mal mit etwas mehr Überzeugung, wenn ich bitten darf!"

"Okaaay!", sagte Amy genervt.

Doch sie tat, was Jana wünschte, atmete tief durch, legte Betonung in die Stimme, dachte fest an Jana und sprach die Worte im Geiste noch einmal durch, da hörte sie ein aufgeregtes Quieken.

"Lass mich wieder runter! Wie hast du das gemacht?"

Amy sah entsetzt, dass Jana tatsächlich schwebte und stieß einen spitzen Schrei aus.

Das Nilpferd landete unsanft auf den Buchseiten.

"Oh, mein GOTT!!!"

Noch ehe sich Amy beruhigen konnte, hörte sie ein Applaudieren.

Lucius saß an ihrem Schreibtisch und grinste breit.

"Weißt du eigentlich, dass du im Schlaf sabberst?"


So, das war das chap und wenn sich jetzt immernoch keiner erbarmt mir seine Meinung zu geigen, dann

verfalle ich in tiefste Trauer und werde die Story rausnehmen...

-schnüff-

Nily