Disclaimer: Diese Story wurde von laventadorn geschrieben! Das einzige was ich gemacht habe ist es ins Deutsche zu übersetzen.

Severus verkleinerte den Koffer des Mädchens, reinigte den Käfig (obwohl auch das nicht sonderlich half, so schmutzig war er) und sagte ihr sie solle ihre Eule frei lassen.

„Warum?" fragte sie, Lily´s Augen schauten ihn hinter den scheußlichsten Brillengläsern an, die Severus je gesehen hatte. Rund und riesengroß, mit klarem Plastikgestell - Petunia musste sie genau für sie ausgewählt haben, weil sie so hässlich waren.

„Ich werde nicht mit deiner Eule apparieren," sagte er ihr. „Sie kann ihren eigenen Weg nach Hogwarts finden."

Das Mädchen zögerte, tat dann aber was er ihr gesagt hatte, streichelte die schneeweißen Federn des Vogels und flüsterte ihr zu. Der Vogel spendierte ihm einen gelbäugigen ungeduldigen Blick. Dann zwickte er dem Mädchen ins Ohr, breitete seine Flügel aus und flog hoch in den dämmernden Himmel.

„Was ist apparieren?" fragte das Mädchen.

„Das wirst du bald herausfinden." Er streckte seinen Arm aus. „Festhalten."

Lily´s Augen flackerten von seinem Arm zu seinem Gesicht und dann legte das Mädchen ihre Finger so sanft auf seinen Unterarm, es war kaum mehr als das Gewicht eines Schmetterlings.

„Fester als das," kommandierte er. „Mein Arm beisst nicht."

Mit einem Gesichtsausdruck, der sagte das sie das nur tat, weil es besser war als in ihrem Schlafzimmer eingesperrt zu sein, wand sie behutsam ihre Finger in seinen Ärmel.

Er seufzte, schüttelte ihre Hand ab und packte ihr Handgelenk.

Dann, ohne ein Wort der Warnung, apparierte er.

Hogwarts schlug in Sicht wie die sausende Flut, das goldene Licht der untergehenden Sonne stach über den Rasen, verbrannte die Türme und Geschütztürme. Das Mädchen keuchte, als wäre sie zu lange unter Wasser gewesen.

„Sie hätten mich warnen können!" sagte sie empört, warf dann aber einen vorsichtigen Blick rauf zu seinem Gesicht. „Sir," fügte sie etwas launisch hinzu.

Das hätte er wahrscheinlich tun können. „Hier entlang," sagte er, ignorierte ihren finsteren Blick und ging mit langen Schritten in Richtung des Tores. Bei der Bewegung seines Zauberstabs, öffneten sich die Schlösser schlitternd, wie Reben bei denen das Wachstum zurück gespult wurde.

Er fühlte wie ihr Ärger ihm gegenüber austrocknete, als sie den Weg zum Schloss hochkletterten. Er musste sich zwingen langsamer zu laufen, um sie nicht hinter sich zu lassen.

Sie sah aufgeregt aus, als würde sie kaum zu hoffen wagen, aber auch krank und erschöpft.

Er dachte an die Katzenklappe in der Tür, den ranzigen Gestank des Raumes von Vogelscheiße und ungewaschenen Körpern und musste die Anleitung für den Trank der Lebenden Toten schrittweise rezitieren, damit er sie nicht überholte und zum Schulleiterbüro hinaufstieg, um es von den Teppichsäumen bis zu der gewölbten Decke auseinander zu reissen.

Severus, wenn Harriet irgendetwas passiert wäre, würde ich es wissen -

Oh, wie Dumbledore in seiner Schuld stand dafür , dass er diese Menschlichen Scheißflecke leben ließ…dafür, dass er aus dem Haus gegangen war ohne etwas schlimmeres zu tun, als sie einzufrieren und zu erschrecken…Schlösser an der Tür, Gitter an den Fenstern und die kleine Katzenklappe um Essen durch zu schieben.

Der Trank der Lebenden Toten war nicht kompliziert genug. Er versuchte sich an den Wolfsbanntrank zu erinnern, ein Trank für Werwölfe, dessen einleitenden Ergebnisse erst letzten Monat bekannt gegeben worden waren.

Er war dem Fortgang schon gefolgt, als die ersten Schritte vor 10 Jahren angekündigt worden waren.

Er war knifflig, scheußlich und potenziell tödlich und brauchte drei Tage zur Fertigstellung. Wenn er erstmal die Zutatenliste und die Anleitung auswendig gelernt hatte, hätte er für ein paar Minuten etwas gegen seine Wut vorliegen.

Er schaute zu dem Mädchen, um sicher zu stellen, dass sie ihm noch immer folgte, als er den großen Treppenaufsatz hinauf schritt. Würde Pomfrey im Lehrerzimmer sein, wo sie versuchte Minerva Schmerzmittel zu verschreiben, oder hatte sie sich beleidigt in ihre Krankenstation zurück gezogen, nachdem Minerva sie wie eine wütende Katze abgelehnt hatte?

Das erstere war der Fall, wie er herausfand, als er das Mädchen in die leere Krankenstation schob.

„Rein," sagte er kurz angebunden, als sie widerwillig im Korridor verweilte.

„Ich bin nicht krank," erwiderte sie.

„Das entscheidet die Oberschwester." Als sie mit einem Blick antwortete, der gemischte Hartnäckigkeit und Unsicherheit war sagte er, „Sag mir was das letzte volle Mahl war das du hattest und wann."

„Erm…" Sie schaute hinunter zu ihren Händen, an denen sie offensichtlich abzählen wollte, während sie versuchte subtil dabei vorzugehen. Ein Ravenclaw könnte genauso gut versuchen drei Sätze hintereinander zu sagen ohne „so" zu benutzen.

„Dass hätte keine Frage sein sollen, die schwer zu beantworten ist." Er zeigte in den freien Krankenhausflügel mit den aufgereihten, unberührten Betten, die weiss und golden in der untergehenden Sonne strahlten.

Das Mädchen errötete. „Dass ist nicht meine Schuld," sagte sie, ging aber mit hängenden Schultern in den Raum und erlaubte ihm mürrisch sie zu einem Stuhl in der Nähe von Pomfrey´s Büro zu starren.

Kein Kind verdiente es als Strafe ausgehungert zu werden, dachte er, aber er sagte es nicht. Stattdessen sagte er, „Hauself."

Die Augen des Mädchens weiteten sich, bevor einer von Hogwarts Hauselfen antwortete. Als er erschien starrte sie ihn fasziniert an. Sie war überrascht aber nicht schockiert. Er heftete diese unerwartete Diskrepanz weg, um später darüber zu grübeln.

Der Hauself verbeugte sich vor ihm ohne zu reden. Alle Hauselfen von Hogwarts hatten schnell gelernt, dass wenn Severus sie rief, dass hiess das er etwas wollte und sie nicht sinnlose Fragen stellen und leere Begrüßungen austragen mussten.

„Bring mir eine Schüssel mit Reisgrütze, füge weder scharfes noch irgendwelche anderen Aromen als Salz hinzu. Und hol Madam Pomfrey - und Professor McGonagall - von wo auch immer sie sein mögen. Sag ihnen warum." Er überlegte den Elf zu fragen auch Dumbledore zu holen, aber er wollte seinen Zorn auf den alten Mann privat ausleben bevor er das Mädchen sah, um die Wirkung zu maximieren. Wenn man Dumbledore überhaupt dazu bringen konnte sich schuldig zu fühlen. Manchmal wunderte sich Severus.

Der Elf verbeugte sich erneut und verschwand.

„Ich sagte bereits, ich bin nicht krank," sagte das Mädchen, aber sie starrte auf den Punkt, an dem der Hauself gestanden hatte und schien eher neugierig als stur zu sein. „Es gibt einen Hauself in Hogwarts?"

„Es gibt über hundert," sagte Severus. „Selbst ein magisches Schloss reinigt sich nicht von alleine."

Nun runzelte sie die Stirn. „Heisst einer von ihnen Dobby? Die Elfen mein ich."

Severus starrte sie an. „Dobby? Du hast einen Hauself namens Dobby getroffen?"

Ihre Augen flackerten wieder zu seinem Gesicht und er sah den Moment als ihre Neugier hinter einem Schild der Vorsicht verschwand, wie eine Schicht Eis, die sich über einen Weiher zog. Sie zuckte die Schultern, eine gleichgültige Geste.

Bei allem was heilig war - Kinder waren so verdammt nervig, egal ob es Lily´s waren oder nicht.

Ein kleine Servierplatte kam blinzelnd auf einem kleinen Tisch für die Bettlägerigen Patienten, zum Vorschein. Auch wenn er es als außerhalb des Bereich des Möglichen sah, dass Hauselfen sich nicht an das hielten was man ihnen sagte, beschwor er einen Löffel und kostete die Grütze. Hinreichend geschmacklos, obwohl sie eine pinke und eine weiße Orchidee in einer Vase hinzugefügt hatten.

„Das ist aber nett," sagte das Mädchen, als sie die Orchidee berührte.

„Iss das," sagte er und ließ seinen Löffel verschwinden, „und wenn du es unten behalten kannst, magst du in ein paar Stunden wieder etwas Essen zu dir nehmen."

Sie funkelte ihn an, griff aber nach der Schüssel. Und wie er es vermutet hatte, konnte sie nichtmal die Hälfte davon essen.

„Nicht mit Gewalt, sonst wirst du krank," sagte er ihr, als die Türen zum Krankenzimmer aufschlugen und Pomfrey hinein geraschelt kam, gefolgt von Minerva, dessen Mund zu einer so dünnen und festen Linie zusammengepresst war, sie hätte damit Diamanten schneiden können.

„Severus," sagte sie mit unterströmender Wut in ihrer Stimme, „du solltest besser eine gute Erklärung hierfür…"

Sie verstumme als sie einen Blick auf das Mädchen warf. Madam Pomfrey hatte sich bereits in ihre Diagnose Zauber gestürzt, die in roten und blauen Spuren aus der Spitze ihres Zauberstabes strömten.

„Gnädige Rowena," sagte Pomfrey, als sie den Puls des Mädchens nahm. „Wenigstens bist du nicht fiebrig," fügte sie hinzu als sie in das rote beschämte Gesicht des Mädchens schaute.

Da Minerva sie ohne eine gebührende Anordnung von Dumbledore nicht von dem Mädchen kriegen würde, fand Severus, dass sie sicher genug im Krankenzimmer sein würde. „Der Schulleiter?" sagte er kurz.

„Er ist nach dem Essen zu Hagrid gegangen," sagte Minerva. „Ich brauch dich ja nicht fragen wo du warst."

„Offensichtlich nicht," sagte er und verließ sie. Pomfrey grimmig und dienstbeflissen, das Mädchen protestierend, dass sie wirklich nicht krank war und Minerva den Vorsitz führend. Hagrid wäre ein besserer Tröster gewesen. Beide, Pomfrey und Minerva ließen keinen Unsinn zu. Sie waren beide eher die Art mit funkelnden Blicken und scharfen Anordnungen…wie er selbst.

Dumbledore war wirklich bei Hagrid. Er saß draussen auf einem irgendwie primitiven Holzstuhl der ungefähr fünfmal zu groß war, selbst für einen Mann seiner Größe. Beide rauchten sie Pfeife, der krankmachende süße Duft kringelte sich in die absteigende Abenddämmerung.

„Ah Severus." Dumbledores Bart bewegte sich auf die Art und Weise die einen vermuten lies das er lächelte, obwohl seine Augen nicht leuchteten. „Wie hast du Miss Potter vorgefunden?"

Severus musste langsam bis zehn zählen bevor er in der Lage war zu antworten. Als er es tat, bekam er kaum seine Zähne auseinander.

„Pomfrey wird bestimmt in der Lage sein Ihnen das zu sagen, sobald sie fertig damit ist sie zu untersuchen."

„Was?" sagte Hagrid und inhalierte ein Bündel vom Tabak der Pfeife. „Harry ist hier?" fragte er, als er fertig war seine Nase und seine Augen zu putzen.

„In der Krankenstation," sagte Severus, sein Blick war auf Dumbledore fixiert, der durch eine Wolke des Pfeifenrauches zurück starrte.

„Miss Potter ist dieses Jahr etwas früher zur Schule gekommen," sagte Dumbledore, ein Lächeln war jetzt in seiner Stimme zu erkennen. „Ich bin mir sicher sie würde sich sehr freuen wenn du zu ihr gehst um ihr Hallo zu sagen Hagrid."

„Richti´!" Hagrid stand von seinem Stuhl auf. Er verbrachte eine kurze Zeit damit in seiner Hütte herumzuwühlen bevor er wieder herauskam, seine Ärmel heruntergekrempelt und schlampig zugeknöpft bevor er dann über den Rasen abhaute.

„Willst du dich nicht setzen, Severus?" fragte Dumbledore, als wäre er wirklich besorgt.

Severus beobachtete ihn nur und fühlte wie seine Finger sich zu Klauen krümmten wie die einer Katze.

„Ich wusste natürlich wann du sie mitnahmst," sagte Dumbledore und schaute über seine Brillengläser.

Severus hatte absolut keinen Zweifel daran. Er war sich auch ziemlich sicher, dass Dumbledore vielleicht überrascht war, aber nicht unvorbereitet.

„Wissen Sie was eine Katzenklappe ist Schulleiter?" fragte Severus sanft.

Dumbledore blinzelte nicht einmal, aber eine Falte bildete sich zwischen seinen buschigen weißen Augenbrauen. „Ich muss gestehen das ich das nicht weiss, mein lieber Junge."

„Muggle installieren sie in den Türen, damit ihre Katzen in geschlossene Räume können. Sie sind recht klein."

„Groß genug um eine Katze hindurch zu lassen?"
„Exakt," sagte Severus sogar noch sanfter. „Miss Potter hatte eine in ihrem Schlafzimmer - so, dass Petunia das Essen zu ihr durchschieben konnte, ohne das sie die fünf Schlösser an der Tür öffnen musste."

Dumbledore bewegte sich zuerst nicht. Dann jedoch lies er langsam die Pfeife sinken. Endlich, endlich, zeigten seine Augen einen Schimmer von etwas kaltem, wie Wut.

Aber „Ich verstehe," war alles was er sagte.

„Ich habe es Ihnen gesagt." Severus konnte seinen Herzschlag im Hals spüren, den Raum riechen, das Geräusch des zu Boden tropfenden Weines auf den Teppich hören. „Vor all den Jahren Dumbledore, ich habe es Ihnen gesagt…"

„Severus," sagte Dumbledore mit einer Stimme die sowohl sanft als auch endgültig war, mit einer Warnung, dass sie nicht sanft bleiben würde wenn Severus nicht aufhören würde zu drängen. „Ich erinnere mich mein lieber Junge. Und ich erinnere mich was ich dir sagte…"

„Dann gehen Sie und sehen Sie sie an," zischte Severus. Er wünschte er hätte die Macht Dumbledore dazu zu bringen zurück zu zucken; aber niemand hatte das, nicht einmal der Dunkle Lord. „Gehen Sie zu der verdammten Krankenstation und sehen Sie sich sie an."

Er wendete sich zum gehen, hielt dann aber an und knurrte über seine Schulter, „und fragen Sie sie nach einem Hauselfen namens Dobby. Vielleicht erzählt sie es ja Ihnen."

Dann ging er um etwas zu finden das er zerschlagen konnte.

Es fühlte sich herrlich an ein Bad zu nehmen.

Als Madam Pomfrey Harriet das Datum genannt hatte, merkte sie das sie nur fünf Tage in ihrem Zimmer eingesperrt gewesen war. Sie sagte nur weil es sich viel länger als das angefühlt hatte. Sie hatten sie rausgelassen um das Badezimmer Morgens und Abends zu benutzen, hatten ihr aber nie genug Zeit gelassen um sich zu Duschen; nur eine kurze Reinigung mit einem Schwamm und einer kalten Schüssel Wasser, ein Stück harte Seife und ein Waschlappen, die durch die Katzenklappe geschoben wurden.

Nun wälzte Harriet sich in dem riesigen Bad der Krankenstation, dass groß genug war das, wenn sie ihre Arme zu beiden Seiten ausstreckte, sie gerade so den Beckenrand berühren konnte. Das Wasser war so heiss, dass der Raum dampfte und ihre Haut pink wurde. Das Shampoo roch nach Minze und die Seife nach Honig.

Wie schräg, dass sie ihren jetzigen Grad an Glück Professor Snape schuldete.

Er war ein seltsamer Typ, Snape. Seltsam aussehend und er benahm sich seltsam, nicht nur heute. Natürlich war er heute extrem seltsam gewesen, aber er war niemals etwas was man normal nannte. Er war definitiv der gemeinste Lehrer in Hogwarts und ein paar von den älteren Ravenclaws forschten entschlossen nach um herauszufinden ob er der gemeinste Lehrer der Welt war.

Obgleich er nie gemein zu Harriet gewesen war. Am ersten Tag von der Zaubertrankstunde, als sie ohnehin schon entnervt von den kalten Kerkern und den eingelegten Tier Föten, die in Gläsern an der schwarz beleuchteten Wand entlang schwebten, gewesen war, hatte er von seinem Dienstplan aufgesehen und sie angefunkelt. Seine Augen dunkel und kalt wie leere Tunnel und sie hatte sich dazu gezwungen zurück zu starren. Sein Blick wurde härter, flackerte und dann hatte er weggesehen und war auf der Liste weiter zu Dean Thomas gegangen.

Er hatte sie danach nie wieder wirklich angesehen - nicht während der Stunde, das ganze Jahr nicht. Wann immer er durch den Kerker rauschte und andere Studenten wegen ihrer lausigen Zaubertränke beschimpfte, überging er sie einfach. Das einzige was er jemals auf ihre Hausaufgaben schrieb war ihre Note und er lies jedes mal das Pergament auf ihren Tisch fallen, anstatt es ihr zu geben. Obschon er die Gryffindors mit unangenehmen Pop-Fragen während der Stunde überraschte, hatte er sie nicht einmal gefragt (und ignorierte immer Hermines Hand, aber mit einer anderen Aura, als mit der die er benutzte um Harriet zu ignorieren).

Harriet war verwirrt gewesen, aber auch dankbar, obwohl sie auch in der Angst lebte etwas zu tun, das sie zu einem zweiten Neville in seinen Augen machte und dann würde er ihr Namen an den Kopf werfen und ihre Fehler auseinander nehmen. Aber Snape war niemals so hässlich zu den Gryffindor Mädchen wie er zu den Jungs war. Er hatte Lavender Brown einmal gesagt das sie in seiner Klasse am Ende des Semesters durchfallen würde, wenn sie nicht für 2 Minuten aufhören könnte an Myron Wagtail zu denken, und wenn Hermine Fragen beantwortete, wenn er sie nicht aufgerufen hatte, sagte er ihr sie solle aufhören ein protzender Überflieger zu sein, aber er lies Harriet allein. Sie arbeitete wirklich hart daran allein gelassen zu werden, indem sie die Techniken benutzte die sie bei den Dursleys perfektioniert hatte und die sie sanftmütig und unbedeutend erscheinen ließen. Natürlich ruinierte ihr Temperament bei den Dursleys das alles, und ein oder zweimal hatten die Dinge die Snape zu Ron oder Neville gesagt hatte sie dampfen lassen, aber Hermine trat sie jedes Mal unter dem Tisch bevor sie ihren Mund öffnen und die Sache versauen konnte.

Und wirklich, Snape war gruseliger als Onkel Vernon. Onkel Vernon war einfach nur fies und dumm; Snape war intelligent und wirklich fies.

Er hatte auch ihr Leben gerettet indem er ihren Besen zurück verhext hatte, als Quirrell versucht hatte sie zu töten. Und war beim nächsten Spiel sogar Schiedsrichter geworden, um ihm daran zu hindern es nochmal zu versuchen. Aber trotz alldem schien er sich kaum dafür zu interessieren das sie existierte.

Nun war er bei den Dursley´s aufgetaucht, hatte sie unbeweglich gezaubert und sie nach Hogwarts gebracht. Es hatte einen ziemlich starken Geschmack nach Rettung.

Es war genauso schräg wie der Besuch von Dobby.

Sah so aus als würde das ein seltsamer Sommer werden. Das musste der Einfluss von Hogwarts sein, dachte sie zufrieden. Sie war vollkommen damit einverstanden das ihr Leben schräg war, solange es nur mit Magie verknüpft war.

Sie prüfte ihre Zehen, die schon sehr schrumpelig geworden waren. Auch das Wasser war jetzt nur noch warm anstatt brennend heiss. Es war wohl langsam Zeit das Bad zu beenden.

Irgendjemand hatte ein Nachthemd und ein Schlafrock auf einen Hacken an die Wand gehängt und ein kuscheliges weisses Handtuch, auf dem die Hogwarts Krone genäht war, hingelegt. Vielleicht ein Hauself?

Natürlich: Hogwarts hatte Hauselfen. Wenn Dobby hier nicht arbeitete, wusste vielleicht einer von ihnen wie man ihn finden konnte. Harriet hatte immer noch einige Dinge die sie ihn fragen musste. Zum Beispiel was in Hogwarts so gefährlich sein konnte, das es eine lebenslängliche Inhaftierung im Lingusterweg 4 erstrebenswert machte.

Besonders wenn Dobby sagte das es nichts mit Voldemort zu tun hatte…

Sie zog das Nachthemd an, während sie sich wunderte warum Snape überrascht gewesen war, dass sie einen Hauselfen namens Dobby kannte. Er schien speziell geschockt über den Namen gewesen zu sein. War es ein seltsamer Name? Ein schlechtes Wort in Hauselfisch? Oder kannte er einen Hauselfen namens Dobby?

Außerhalb des dampfenden Badezimmers, fühlte sich die Luft dünn und kühl an. Sie fröstelte. Schlösser in den Highlands waren auch im Sommer nicht wirklich warm. Der Stein war sauber aber kalt unter ihren Füßen.

Es war Nacht und die hohen Fenster der Station waren schwarz und schimmerten. In einem weiten Kreis von warmen gelben Licht saß Professor Dumbledore, der ein Buch mit einem hellen bemalten, sich bewegenden Einband las, dass einen Jungen und einen Drachen zeigte, die in einem Boot auf dem Meer segelten.

„Professor?" sagte Harriet überrascht.

Er sah auf mit strahlenden, neugierigen Augen und lächelte. Zumindest ging sie davon aus das er lächelte; es war etwas schwer zu erkennen hinter dem ganzen Bart. Aber er bewegte sich auf lächelnde Weise.

„Mein liebes Mädchen, guten Abend," sagte er, markierte seine Stelle im Buch und legte es auf seinen Schoß. „Madam Pomfrey hat mir erzählt das du ein wohlverdientes Bad genießt."

„Ja, Sir," sagte Harriet. Ihre Augen wanderten zu dem Tablett mit Essen auf dem Tisch neben ihm. Sie fragte sich ob er ihn beschworen hatte: der Tisch hatte gekringelte Greifen Füße, eine blaue Tischdecke bestickt mit Sternschnuppen und ein Kernstück aus gelben Blumen die sanft klingelten wie kleine Glocken.

„Ich erinnere mich nicht daran den zuvor in der Krankenstation gesehen zu haben, Sir," sagte sie und deutete auf den Tisch.

„Oh Nein." Sein lächeln wurde breiter. „Ich bin etwas überschwänglich geworden, als ich versucht habe die Zeit zu überbrücken. Ich war einmal der Professor für Verwandlung, wusstest du das? Bevor die einmalige Professor McGonagall zu uns kam. Ich vermisse die beständigen Möglichkeiten alle möglichen Dinge zu verwandeln, also versuche ich Wege zu finden mich damit zu verwöhnen." Er schüttelte seinen langen Ärmel von seiner Hand und brachte seinen Zauberstab hervor. „Was ist deine Lieblingsfarbe, meine Liebe?"

„Grün," sagte Harriet überrascht. Tante Petunia hasste es wenn sie grün trug. Es war auch die Farbe von Slytherin, aber grün konnte nichts dafür, genauso wie ihr Zauberstab keine Schuld daran trug den gleichen Kern zu besitzen wie Voldemort´s.

Dumbledore malte eine Form mitten in die Luft und ein echter Sessel formte sich, gepolstert in einem wunderschönen dunklem grün, dass Harriet an die Farbe des verbotenen Waldes an diesem Abend bei Sonnenuntergang erinnerte.

„Dankeschön, Sir," sagte sie. Die Polsterung war aus dem weichsten Samt den sie je berührt hatte.

Der Geruch von Essen ließ ihren Mund wässern. Mehr Grütze (sie schnitt eine Grimasse), und Reis, und ein dünner Streifen von irgendeiner Art Fisch.

„Bitte," sagte Dumbledore gestikulierend. „Du musst hungrig sein." Er lächelte wieder, aber Harriet dachte sie würde etwas spüren, dass sich dahinter versteckte, als wären da mehrere geschlossene Türen und ein Vorhang zwischen ihr und dieser zusätzlichen Emotion.

Sie fühlte sich unbeholfen und verlegen auf eine Art die sie nicht verstand, genau wie schon den ganzen Abend als Madam Pomfrey und Professor McGonagall düstere und erwachsene Nachrichten über ihren Kopf ausgetauscht hatten. Je mehr sie ihnen erzählte das es ihr gut ging, desto düsterer wurden ihre Blicke.

„Sie haben mir normal zu Essen gegeben," sagte sie zu Professor Dumbledore.

„Ich bin froh das zu hören," sagte er, aber aus irgendeinem Grund lies es sie wünschen sich zu verstecken. Sie beschäftigte sich selbst mit dem Reis und der Suppe, während sie ihren Löffel geräuschvoll gegen die Schüssel klacken lies, um die Stille zu füllen.

„Du wunderst dich vielleicht warum ich hier bin," sagte Dumbledore einige Augenblicke später, alle Spuren von der verwirrenden Emotion waren verschwunden. „Außer der unumstrittenen Freude deiner Gesellschaft natürlich."

Harriet hielt wie Dudley mit ihrem Löffel im Mund inne. „Ich dachte Sie haben Professor Snape geschickt mich zu holen."

„Du bist sehr scharfsinnig meine Liebe," sagte Dumbledore. Harriet war sich sicher, dass sie sich die winzige Pause nur einbildete. „Aber wunderst du dich nicht wieso?"

„Ich dachte, dass vielleicht Hermine etwas dazu beigetragen hat," gestand Harriet. „Nachdem Dobby mir erzählt hat das er alle meine Briefe gestohlen hatte, dachte ich sie würde merken das etwas nicht stimmte…sie ist nicht wirklich der Typ der nichts tut, Sir."

„Ja ich habe einen Brief von Miss Granger erhalten - in der Tat mit der Muggle Post. Ich nehme an sie hat keine Eule? Da wir in unserer Welt vermutlich Spione haben ist die Muggle Post eine furchteinflößende Handlung mit der ich mich mit Freuden auseinandersetze.

Wenn das nicht ganz und gar Hermine war. Harriet wünschte sie wäre auch nur ein achtel so intelligent.

„Apropos, wer ist Dobby?" fragte Dumbledore neugierig.

„Oh - ein Hauself. Er kam um mich vor Gefahr in Hogwarts zu warnen wie er sagte. Ist er einer der Hauselfen im Schloss?"

„Ich befürchte, dass ich niemals Bekanntschaft mit einem Hauselfen namens Dobby gemacht habe," sagte Dumbledore. „In Hogwarts oder irgendwo anders. Aber er hört sich nach der Art von Burschen an, die ich mit großem Interesse gerne kennenlernen würde. Hat er nichts von sich selbst erzählt?"

Sie beschrieb Dobby´s bissigen alten Kissenbezug (welche ihre Klamotten die sie bei den Dursley´s trug aussehen ließen als würden die von Harrod´s kommen, obwohl sie das Dumbledore nicht sagte) und dass seine Zaubererfamilie offensichtlich scheußlich zu ihm war.

„…und er hat nicht aufgehört seinen Kopf gegen Dinge zu schlagen wann immer er etwas falsches gesagt hatte, um sich selbst zu bestrafen," sagte sie, als sie sich erinnerte wie Dobby sich mit ihrer Tischlampe geschlagen hatte. „Er sagte er müsste das immer tun - das er seine Ohren in den Ofentüren einklemmen müsste weil er gekommen war um mich zu sehen und mich zu warnen - und seine Familie lies es zu und sagte ihm sogar er soll mehr solcher Dinge tun."

Sie hielt inne, verlegen aber auch wütend. Selbst Dumbledore sah ernst aus und lächelte nicht.

„Das Leben der Hauselfen ist eine Form der Sklaverei so bindend das es den Kern ihrer Seele bildet," sagte Dumbledore. „Viele unserer alten Familien sehen es nicht als einen heiligen Vertrag zwischen Hexern und Elfen an, sondern als ihr Recht das ihre Magie ihnen gewährt und sie missbrauchen diese Macht fürchterlich. Das Ergebnis ist, das Hauselfen wie Dobby schrecklich leiden. Du hast recht sie nicht zu mögen."

Harriet´s Ohren brannten. „Er sagte es war sogar noch schlimmer als Vol - tut mir leid, Du-weisst-schon-wer…"

„Du kannst den Namen ruhig sagen, meine Liebe," sagte Dumbledore, sein lächeln schien wieder durch bevor es verschwand.

„Also…Dobby sagte es war schlimmer für Hauselfen als Voldemort noch an der Macht war. Er war froh das er weg war und war gekommen um mich zu warnen, weil er…mich mochte, denke ich für - naja Sie wissen schon wieso," murmelte sie. Es hörte sich zu selbstwichtig an zu sagen, dass sie ihn besiegt hatte, wenn sie so jung war das sie sich nicht einmal daran erinnern konnte es getan zu haben - und im Mai hatte sie einfach nur festgehalten, wortwörtlich, bis der Professor sie gerettet hatte.

„Das hört sich an, meine Liebe, wenn Dobby riskiert hat entdeckt und bestraft zu werden um dich zu warnen, dann muss er dich sehr bewundern. Und er tut recht daran," sagte Dumbledore was Harriet´s Gesicht rot glühen lies.

„Er bewundert Sie auch, Sir," murmelte sie.

„Und trotzdem ist er zu dir gekommen. Obwohl er dich noch nie gesehen hat, sorgte er sich genug um dich, dass er sich selbst einem Risiko aussetzte. Es war ein Nobler Akt, dem größten von uns würdig. Erinnre dich daran, Harriet."

Dann formte er aus seinen Händen einen Turmdach und bestaunte die dunkle Decke, wofür Harriet dankbar war, weil ihr Tränen hinter den Augen brannten.

„Hat Dobby dir die Natur dieser Gefahr genannt?" fragte Dumbledore der immer noch in die dunklen Schatten der Decke starrte.

„Nein." Harriet blinzelte mehrere male gegen die Tränen. Sie würde nicht weinen, nicht ausgerechnet heute, wenn sie jeden Grund hatte glücklich zu sein. „Ich hab ihn gefragt ob es etwas mit Voldemort zu tun hat" - Dumbledores Augen fixierten abrupt ihr Gesicht - „aber er war sich sicher das er es nicht ist."

„Nichts mit Voldemort zu tun," wiederholte Dumbledore. „Er hat dir nicht mehr erzählt?"

„Naja er hat sich aufgeführt als wäre das irgendeine art Hinweis, aber er hat nichts anderes herausgebracht. Er hatte eine Art Anfall als er es versuchte. Dann wollte er das ich ihm verspreche nicht nach Hogwarts zu gehen und als ich sagte das ich nicht kann…" Sie erzählte ihm von dem zerschlagenen Pudding, dem Brief vom Ministerium und eine äußerst beschönigte Version ihrer Bestrafung. Sie wunderte sich wie viel Snape ihm erzählt hatte.

Dumbledore folgte ihrer Erzählung wachsam und nickte als sie fertig war. „Du weisst wie man lebt nicht wahr, meine Liebe?" sagte er, seine Augen funkelten wie die Sterne auf seiner Robe.

„Oh nein Sir," sagte Harriet. „Ich mag das ruhige Leben."

„In diesem Fall," sagte er, „hätte ich vielleicht nicht arrangieren sollen das du den Rest deiner Ferien mit den Weasleys verbringst?"

Harriet war sich sicher das sie ihn missverstanden hatte und hielt ihren Atem an. „Haben Sie? Sir!"

„In der Tat," sagte er, seine Augen funkelten sogar noch heller, „Mrs Weasley hatte fest darauf bestanden dich noch diese Nacht in ihrem Sichtfeld zu haben. Sie hat ein paar Andeutungen gemacht was sie mir antun würde wenn ich spät wäre, Schicksale dich mich sehr an deinen Freund Dobby erinnern."

Harriet lies ihren Löffel in die Schüssel fallen. „Ich bin fertig! Ich gehe mich anziehen- es ist nicht zu spät ist es? Wie spät ist es?"

„Viertel nach Elf, aber Mrs. Weasly hat mir versichert sie würde die ganze Nacht warten," sagte er. „Während sie mir versicherte was sie tun würde wenn ich zu träge wäre…"

„Ich beeil mich!" versprach Harriet, während sie davon raste.

Gegen alle Erwartungen, schien der Tag doch noch gut zu werden.

Zum ersten mal in diesem Monat, wünschte Severus das ein paar Schüler da wären. In seinem jetzigen Zustand hätte er es geliebt, einige von ihnen so zu erschrecken das sie in Tränen ausbrachen und ein paar hundert punkte für verbotenes Knutschen abzuziehen.

Aber ohne die kleinen Idioten die er bis zum gehorsam schikanieren konnte, musste er zu anderen Methoden greifen. Er brachte ein ganzes Feld von Veilchen zum verdorren, erschreckte eine ganze Familie unschuldiger Wühlmäuse in ihrem Bau, beleidigte Filch (jedoch nicht seine Katze, weil er den Hausmeister als Verbündeten brauchte), war in eine Blitze werfende Auseinandersetzung mit Peeves verwickelt gewesen und rundete seinen jugendlichen Leichtsinn ab, indem er alle Vögel im Vogelhaus verstörte.

Die Eule des Mädchens war noch nicht angekommen. Naja sie hatte mehrere Stunden Flug vor sich und würde sich wahrscheinlich in ihrer Freiheit sonnen, wenn Eulen so etwas taten.

Nun da er all seinen Stress an den Unschuldigen ausgelassen hatte, kehrte er in seine Räumlichkeiten zurück um sich einer guten Grübelei hinzugeben.

Die Luft in seinem Verlies war weniger abgestanden zu dieser Zeit des Jahres als sonst, weil er fast den ganzen Sommer da gewesen war. Wegen des Auftrittes des Dunkeln Lords im Mai, hatte Dumbledore Severus gebeten in der Nähe zu sein für die Zeiten, wenn er Informationen von ihm beziehen wollte. Severus bekam im Gegenzug nur sehr wenig Informationen, aber er bevorzugte es den Sommer in Hogwarts zu verbringen, mit Dumbledore in seiner größten kryptischen Phase, als mehrere Wochen im trostlosen Cokeworth zu verbringen, auch wenn es wesentlich einfacher war dort Zigaretten zu bekommen.

Seine Gedanken schweiften rüber zum Kaminsims. Vor einigen Jahren hatte Dumbledore ihm eine Box mit alten Fotos gegeben, und ihn gefragt ob er sie zu Minerva bringen würde, da sie ihn nach Bildern vom Orden aus den alten Zeiten gefragt hatte. In der Box waren erst kürzlich gemachte Bilder von Lily, Potter, Black, sogar von ihrem Kind. Natürlich enthielt die Schachtel noch andere Fotos mit ihr und Kombinationen von anderen, aber er hatte das Nur-Lily Bild heraus genommen, bevor er den Rest in Minervas Schoss hatte fallen lassen. Er hatte es eingerahmt und auf den Kaminsims gestellt, wenngleich er es verzaubert hatte so das nur er es sehen konnte.

„Dein Kind ist ein schlecht erzogenes Gör," sagte er ihr. Sie stemmte ihre Hände in die Hüften und warf ihm einen schelmischen Blick zu.

„Aber das sind sie alle," meinte er, „und sie hat mehr Gründe als alle anderen."

Viel bessere Gründe als alle…

Die Erinnerung an Petunias Gesicht als sie ihn in ihrem Esszimmer hatte stehen sehen, kehrte in den Vordergrund zurück, klar und scharf wie ein Farbbild. Sie hatte ihn vom ersten Augenblick ihrer Begegnung als Kinder gehasst, ihn aber nie so angesehen. Lily hatte ihr von ihm erzählt, damals, vor all den Jahren.

Aber er erinnerte sich wie ihr Blick zu ihrem Sohn gehuscht war, ihre Hand in Richtung ihres Sohnes geschnellt war, eine stumme, verzweifelte Geste des Nein. Der Junge hatte auf den flackernden Fernseher gesehen, den Mund vollstopfend, ohne zu realisieren was überhaupt passierte, bis Severus sie alle eingefroren hatte und er nicht mehr in der Lage gewesen war seinen Löffel aus dem Mund zu nehmen.

Und Petunias Augen so voller Qual, als sie Severus Zauberstab beobachte…

Es hatte nie viel Ähnlichkeit zwischen ihr und Lily gegeben, aber in diesem Moment hatte er sich gefragt wie ähnlich ihre Gefühle in diesem Augenblick gewesen sein müssen, die Angst um ihre Kinder. Dann war er nach oben gegangen und hatte das Mädchen eingeschlossen gefunden, mit leeren ungläubigen Augen und selbst ohne Leglimence hatte er gewusst das ihre Ungläubigkeit nicht daher rührte ihn zu sehen, sondern von der Möglichkeit das überhaupt irgendjemand kommen würde um zu helfen.

Wenn nicht jemand ging und den Gegenzauber wirkte, würde die Familie des Mädchens bis irgendwann morgen früh bewegungsunfähig sein, wie Moskitos in Bernstein. Es würde eine umkomfortable und furchteinflössende Zeit sein.

„Sie können sich glücklich schätzen noch zu Atmen," bemerkte er zu Lily´s Foto. Es gab ihm einen unergründlichen Blick und schaute dann weg. Naja warum sollte es nicht? Er war ein grausamer Bastard.

Gerade in diesem Moment, mochte er das an sich selbst.

Eine kleine Glass Kugel auf dem Kaminsims began gold zu glitzern, um zu signalisieren das Dumbledore vor der Tür zu seinen Gemächern stand. „Herein," bellte er.

Der Schulleiter kam raschelnd herein, seine Robe im Lampenschein glitzernd wie der Himmel in einer klaren Winter Nacht.

„Guten Abend, mein Junge," sagte er. „Ich hörte das du dich amüsiert hast. Warst du es der die alte Uhr von Großvater aus dem dritten Stock auf Peeves Kopf hat fallen lassen?"

Severus verdrängte die Erinnerung von Petunia und ihrem Sohn, von Lily und ihrer Tochter, so als würde man ein Garn aufwickeln, zurück in den Schrank stecken und die Tür schliessen.

Er hat die Axt geworfen," sagte er kühl.

„Ich glaube die Uhr war über 300 Jahre alt," meinte Dumbledore freundlich. „Ein Geschenk von Charles II für den Schulleiter Hyde."

„Keiner von beiden musste seit Jahrhunderten wissen wie spät es ist." Dann, weil unhöflich zu sein bei Dumbledore keinen Effekt erzielte, ob positiv oder negativ, fragte er," Was wollen Sie?"

Dumbledore beschwor sich ungefragt einen Stuhl neben dem Kamin (weil Severus aus gutem Grund nur einen Sessel besaß) und setzte sich, und verflucht sei er dafür das seine Augen über den Kaminsims wanderten. Severus war sich sich sicher das er das Bild nicht sehen konnte. Er vermutete wohl einfach das es da war.

„Ich dachte du würdest vielleicht gerne wissen das Harriet sicher im Fuchsbau steckt."

Severus machte keinerlei Eingeständnis; sondern starrte ihn nur gleichgültig an.

„Und ich wollte dir erzählen," Dumbledore sprach er weiter, während er ein Muggle Druck untersuchte den Severus for Jahren in einem alten Shop gefunden hatte. Eine Waldszene mit einem alten Mann der ein Reh streichelte. „das du das richtige getan hast sie hierher zu bringen."

Severus hasste es wie sein Herz vor Dankbarkeit einen Satz machte. Er hasste es Dumbledore zu enttäuschen im gleichen Maße wie er es verachtete das er es hasste.

Aber kühl sagte er: „Das wusste ich ohne das Sie es mir sagen mussten."

Dumbledore lächelte das Bild mit dem alten Mann und dem Reh an. „Natürlich. Wolltest du hören was Harriet mir erzählt hat?"

Ja und scheisse nein. „Hat sie den Hauselfen Dobby erwähnt?"

„Ja." Dumbledore schaute ihn endlich an, erwartungsvoll.

„Dobby," Severus kostete es aus, „ist Lucius Malfoy´s Hauself."

Dumbledore blinzelte ein einziges Mal bevor er sich gerader hinsetzte. „Trägt er einen schmutzigen Kopfkissenbezug und hat grüne, Tennisball große Augen?"

Severus nickte. Dumbledore presste seine Fingerspitzen zusammen und lehnte sie gegen seinen Schnauzbart.

„Harriet sagte das er kam um sie vor einer schrecklichen Gefahr zu warnen, die sie in Hogwarts erwartete," sprach er und starrte ins Leere. „Eine Gefahr so schlimm das es ihr Leben retten würde bei ihrer Muggle Familie zu bleiben."

Severus fühlte sich als wäre er direkt durch mehrere hundert Fuß dickes Eis in arktisches Wasser gefallen. Seine Augen schossen zum Kaminsims, wo Lily´s Foto sie beobachte, ihre Augen so strahlend und neugierig wie die ihrer Tochter.

„Glauben Sie das?" fragte er heiser.

„Das kommt drauf an," sprach Dumbledore der immer noch ins Leere starrte. „Alles ist möglich, aber glaubst du es ist wahrscheinlich das Lucius Malfoy´s Hauself so etwas ohne Aufforderung machen würde?"

„Sie meinen es ist wahrscheinlicher das einer der Malfoy´s einen Streich spielt, oder das die Familie in dunkle Sachen in Hogwarts verwickelt ist?"

„Genau das."

Severus versank in Gedanken. Obwohl er und Lucius beide geschworene Todesser waren, hatte Lucius ihm nur gratuliert so „sauber davon gekommen zu sein". Lucius hatte keine Skrupel dem Loyalität zu schwören der sein Leben retten würde, respektierte aber den Drang in anderen, die das gleiche tun mussten. Aber Severus hatte ihm nie erzählt das seine Loyalität wirklich gewechselt hatte. Lucius hatte es immer als selbstverständlich angesehen, dass er und Severus in Sachen die den dunklen Lord betrafen gleich dachten und sich von dem folgendem Skandal befreiten, aber Severus war sich sicher das, sollte der dunkle Lord zurück kehren, Lucius unter den ersten sein würde die zurück in seine Gunst kriechen würden, um seine eigenen Interessen zu schützen.

„Glaubst du es ist möglich das Lucius von Tom kontaktiert wurde?" fragte Dumbledore, seine Augen schwer aber durchdringend.

„Nein," meinte Severus mit Gewissheit. „Der dunkle Lord würde sich nicht dazu herablassen sich vor den Dienern zu verneigen die ihm den Rücken zugekehrt haben. Wenn er zurück kommt" -und er fühlte einen mächtigen Schwall von kalter, brennender Wut bei dem Gedanken das diese Kreatur wieder auf der Erde wandeln würde- „ er wird nur dann zu einem unberechenbaren Zeitpunkt zurück kehren wenn er seine ehemalige Kraft zurück erlangt hat. Er wird wollen das wir uns, die wir der Verurteilung entkommen sind, erniedrigen. Ich bin mir ziemlich sicher das Lucius denkt das der dunkle Lord für immer tot ist.

Dumbledore schaute ihn direkt an. „Glaubst du du könntest es herausfinden?"

„Natürlich."

Der Schulleiter lächelte.