little Nightowl (Das ist sooo ein süßer Name ): Danke für dein liebes Kommentar! Ja es war schon kurz, aber ich fand, dass es gut war an dem Punkt mit dem Chapi aufzuhören Außerdem ist dieses dafür umso länger
Kira Gmork: Merci !! Hab mich sehr gefreut Schön, dass du dich hier her verirrt hast
So jetzt geht's weiter und wenn irgendwas unlogisch, langweilig beschrieben oder euch nicht gefällt, dann schreibt mir das bitte ich wird mich bemühen, es dann besser zu machen
Lg, Irrationality
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Sein Vater ließ überrascht den Stab sinken. „Behalten?", echote er und ein amüsiertes Grinsen breitete sich auf seinen Gesicht aus. Das Herz des Mädchens schien für eine Sekunde aus zu setzten. Be.. Behalten?
„Ja", antwortete der Junge mit tonloser Stimme.
Der Ältere maß das junge Mädchen mit einem prüferischen Blick und nickte schließlich. „Du darfst sie behalten, mein Sohn. Wenn sie dir so gut gefällt.."
Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und verließ das Zimmer. Die Luft warf wie elektrisiert.
„Was... was hast du mit mir vor?", fragte sie geradeaus und wunderte sich wo sie die Kraft dazu her nahm. Draco packte sie am Oberarm und zog sie zu sich in die Höhe.
„Es ist nicht an dir, Fragen zu stellen. Ich habe dir gerade das Leben gerettet, also sei dankbar."
Das Mädchen kniff ängstlich die Augen zu als ihr Tränen in die Augen schossen. Dann nickte sie tapfer und wehrte sich nicht, als der Junge sie mit sich aus dem Zimmer schliff.
Sie hielt die Augen geschlossen, denn sie wollte das wahrscheinlich komplett verwüstete Haus nicht sehen - oder ihre Familie. Oh Gott... waren sie alle?...
Als sie frische Luft roch, blinzelte sie und merkte, dass sie in den Garten gebracht wurde. Draco hielt sie noch immer mit eisernen Griff fest und sprach kein Wort. Sein Schweigen machte sie fast wahnsinnig. Sie wollte so viele Fragen stellen, doch traute sich nicht. Ihre Kehle war wie zugeschnürt vor Angst. Es fiel schon schwer überhaupt zu atmen!
„Vater!", rief er plötzlich. „Ich werde zurück apperieren."
„Willst du nicht noch.." Er grinste böse. „.. ein bisschen spielen?"
Sein Sohn erwiderte sein Grinsen, doch schüttelte schließlich den Kopf. Das Mädchen sah, wie sein Vater nickte und dann wieder ins Haus zurück ging, wo einige weitere Männer auf ihn warteten.
Dann verschwamm das Bild vor ihren Augen, sie stöhnte auf und schloss ihre seegrünen Augen, bis sie glaubte ihr Bewusstsein zu verlieren.
Als sie es wieder erlang, glaubte sie für etliche Minuten nicht geatmet zu haben und sie brach nach Luft ringend in sich zusammen. Ein starkes Paar Arme fing sie auf, bevor sie auf dem schwarzen Marmor aufschlug. Draco.
Er trug sie weg. Sie wollte seinen Blick erhaschen doch blieb erfolglos. „Wo bringst du mich hin?"
„Was hab ich dir vorher übers Fragenstellen gesagt?", knurrte er bloß knapp und öffnete mit seiner freien Hand die Tür zu einem Zimmer. Der Geruch von Seide, Gin und Kirschenholz stieg ihr in die Nase. Draco ließ sie auf einer kleinen grünen Couch hinunter. Sie setzte sich sofort kerzengerade auf und sah ihn nervös an. Er ging gemächlich zu einer kleinen Minibar, die in dem Zimmer stand und fischte sich eine Flasche und zwei Gläser heraus.
„Starr mich nicht so an, das kann ich nicht leiden", murrte er und füllte die Gläser mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit.
Draco reichte ihr eines der Gläser, das sie nur zögernd annahm. Misstrauisch folgte ihr Blick jedem seiner Schritte, bis er sich in einen Sessel ihr gegenüber fallen ließ.
Nach einer kurzen Stille, fragte er: „Wie heißt du?"
„A.. Ashlyn Delarosa", antwortete sie zögernd. Draco beugte sich zu ihr vor.
„Ashlyn", sagte er und zuckte kaum merklich mit den Augenbrauen. „Mein Name ist Draco Malfoy." Er trank sein Glas leer und deutete mit einer Kopfbewegung auf ihres.
„Willst du das nicht trinken?", fragte er. „Denkst du, ich will dich vergiften?" Draco grinste sie verächtlich an. Das kann er mindestens genauso gut wie sein Vater, dachte Ashlyn.
Sie sah auf ihr Glas hinab. Dann leerte sie es in einem Zug und knallte es auf den Tisch der vor ihr stand.
Ashlyn fasste allen ihren Mut zusammen und erhob sich mit wackeligen Knien. „Ich will jetzt sofort wissen, was geschehen ist! Wer seid ihr?"
Einen Moment blickte Draco sie ausdruckslos an; dann verzogen sich seine Lippen zu einem Grinsen und er begann schallend zu lachen. Das Mädchen ballte ihre Fäuste und versuchte ihn mit Blicken zu erdolchen. Was zum Teufel war daran so witzig?
„Was soll das?", rief sie laut.
Er beruhigte sich langsam wieder und fuhr sich durch das Haar. „Was du willst, Kleine, ist vollkommen egal, hörst du? Du bist nur ein wertloser Muggel!"
Ashlyn starrte ihn mit einer Mischung aus Verwirrung, Entrüstung und Furcht an. „Was?", hauchte sie fassungslos.
Draco erhob sich langsam und holte etwas aus seiner Jackeninnentasche. Es war der Stab. Ashlyn machte unbewusst einen kleinen Schritt zurück.
„Weißt du was das ist, Delarosa?" Er drehte den Stab in seiner Hand. Er war aus einem dunklen Holz und mit Gravierungen verziert. Als das Mädchen nicht antwortete, sprach er weiter: „Soll ich dir zeigen, was er kann?"
Sie schluckte und machte noch einen Schritt zurück, diesmal beabsichtigt.
Gleichzeitig rief Draco ein Wort, das noch lange in den Gängen hallte: „Crucio!"
Tausend Dornen schienen Ashlyns Haut zu durchbohren und tiefe Wunden zu hinterlassen. Von einem Augenblick zum Nächsten, fühlte sie einen unermesslichen Schmerz, der jede Zelle ihres Körpers auszufüllen schien. Sie konnte nichts mehr denken... nur mehr diese grausamen Qualen empfinden...
Mit weit aufgerissenen Augen und einem Schreien auf den Lippen sackte sie in sich zusammen und... wollte, dass es aufhörte, wollte nur mehr sterben!
Im nächsten Augenblick hörte der Schmerz schlagartig auf. Ashlyns Tränen fanden endlich ihren Weg nach draußen, flossen über ihre Wangen und tropften auf den schwarzen Marmorboden. Schwach und unbeweglich lag sie da und kämpfte gegen den Schleier der Unmächtigkeit an, der sich vor ihren Augen zu ziehen wollte. So etwas schlimmes hatte sie noch nie empfunden.
„Steh auf, Delarosa", herrschte Draco sie an. Verzweifelt kniff sie ihre Augen zu und schluchzte. Kannte er denn überhaupt kein Mitleid?
„Steh auf", wiederholte er nachdrücklich und war neben sie getreten.
„Ich kann nicht", flüsterte sie mit tränenerstickter Stimme. Draco trat ihr brutal gegen ihre Rippen drehte sie auf den Rücken. Ashlyn stöhnte auf. Doch es war nichts – nichts im Vergleich zu dem, was sie vorhin durchgemacht hatte.
Langsam konnte sie sich erheben, stützte sich verkrampft an dem Sofa ab.
Der junge Malfoy umfasste ihr Kinn und zwang sie, ihm in die Augen zu sehen. „Hör mir gut zu, Delarosa. Ich dulde keinen Ungehorsam, keine Respektlosigkeiten. Ab dem heutigen Tag wirst du hier für mich arbeiten und mir jeden Wunsch erfüllen, hast du das kapiert?"
Ashlyn atmete schwer und hatte Mühe seinem kaltem Blick standzuhalten. Sie brachte kein Wort heraus... Was wollte dieser Mistkerl von ihr?
„Hast du das kapiert?", schrie er ihr ins Gesicht und ließ sie zusammen fahren.
Eilig nickte sie um nicht noch mehr Schläge zu kassieren. Doch Draco war immer noch nicht zufrieden.
„Ich will das du es sagst", knurrte er wütend.
„I-Ich... habe es ver-verstanden...", brachte sie mühsam hervor und senkte ergeben ihren Blick. Nie. Nie im Leben hätte sie sich das träumen lassen. Immer hatte sie sich geschworen stark zu sein und sich zu nichts zwingen zu lassen... Alle ihre Prinzipen hatte er über den Haufen geworfen, hatte das Mädchen erdrückt. Ihre Angst vor ihm, vor dem was er tun konnte, war wie eine Wand, gegen die Ashlyn gelaufen war. Hart, kalt, unbarmherzig.
Draco ließ von ihr ab und sie sank mit einem Seufzer auf das Sofa zurück. „Gut." Er schritt durch den Raum und schnipste mit den Fingern. Nicht einmal mehr das laute ‚Plopp' konnte Ashlyn jetzt erschrecken. Sie starrte ins nirgendwo und begann sich langsam zu ärgern, dass Dracos Vater sie nicht einfach getötet hatte...
„Ruby, bring das Mädchen ins Badezimmer, damit sie sich waschen kann. Anschließend bringst du sie wieder zu mir."
Zwei zarte, aber kräftige Arme zogen Ashlyn in die Höhe und geleiteten sie in ein Badezimmer. Erst jetzt bemerkte das Mädchen, dass Ruby kein Mensch war, sondern... etwas anderes. Ein Gremlin? Es hätte sie erschrecken müssen, aber nach den Erlebnissen dieses Abends konnte sie nichts mehr so schnell schocken. Dachte sie zumindest.
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Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie eine Stunde später wieder vor Draco stand. Er schlich um sie herum wie ein Tiger auf Beutejagd und musterte sie von allen Seiten. Am liebsten hätte sie ihn angefahren oder ihn geschlagen; aber das wäre schlicht und einfach größenwahnsinnig gewesen, nachdem, was sie gerade von Ruby erfahren hatte...
°°°Flashback°°°
Ashlyn saß auf den kalten Fließen des Badezimmers und Ruby nestelte in ihren Haare herum, um sie von Knoten zu befreien. Immer wieder rannen Tränen über ihre Wangen. Sie hatte einfach nicht mehr die Kraft sie zurück zu halten...
„Miss darf nicht so traurig sein... Alles wird gut...", redete das Wesen wiederholt auf sie ein. Ashlyn hasste es, diese drei Wörter zu hören. Alles wird gut. Nur eine leere Floskel, die rein gar nichts besser machte. Nie. Sie schnaubte verächtlich.
„Die Malfoys sind reiche Leute... Miss sollte froh sein, hier arbeiten zu dürfen..."
„Was redest du denn da? Diese Leute sind grausam... ich will hier weg, Ruby." Sie wischte sich mit einer fahrigen Handbewegung die frischen Tränen weg. „Und wenn es durch das Schlimmste passieren wird...", fügte sie mehr zu sich selbst hinzu, doch Ruby schien sie gehört zu haben.
„So darf Miss nicht denken!", rief sie empört aus und hielt einen Moment inne mit dem Kämmen.
„Kannst du mir nicht helfen, Ruby?", fragte sie verzweifelt und obwohl ihr klar war, dass es keinen Sinn hatte. Ruby war einfach zu sehr davon überzeugt, dass hier alles gut war...
„Nein!", stöhnte sie laut auf. „Die Malfoys sind mächtige Zauberer und Ruby ist nur ihre Hauselfe...Ich diene ihnen! Nur ihnen!"
Ashlyn seufzte auf und starrte das Wesen verstört an. „Zauberer? Zauberer, Ruby?"
Ruby nickte eifrig. Damit war das Thema beendet und Ashlyn war wieder in ihren Gedanken versunken. Zauberer... so etwas war doch nicht möglich! Zauberer!, schoss es ihr immer wieder durch den Kopf. Dann war Malfoys Stab... ein Zauberstab? Verrückt... vielleicht standen ihre Chancen gar nicht so schlecht, dass sie einfach erwachte und schweißgebadet in ihrem Bett aufwachte?
„Ruby...", begann Ashlyn. "Wenn du wirklich eine Elfe bist… kannst du mir dann einen Wunsch erfüllen?"
Ruby schüttelte bedauernd den Kopf. „Ich erfülle die Wünsche der Malfoys, Miss..."
°°°Flashback Ende°°°
