TOTE sterben immer – ENDE

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Wo bin ich? Es ist kühl und ich liege ziemlich unbequem. Wo ist Ian? Gerade bin noch neben Ian eingeschlafen und jetzt bin ich irgendwo und friere. Langsam öffne ich die Augen und sehe mich um. Ich liege auf den Sofa in meiner alten Wohnung. Es ist dunkel! Was mache ich hier? Ich bin doch schon vor Wochen ausgezogen. Irritiert greife ich nach meinen Handy, welchen am Tisch vor mir liegt und schaue nach den heutigen Datum. Entsetzt starre ich auf den kleinen Bildschirm. Das kann nicht sein? Es war doch alles so real!!! Mir gleitet mein Telefon aus meinen Finger und schlägt auf die Tischplatte auf. Es zerfällt in die Einzelteile, bleibt aber ganz.

Ich weigere mich zu glauben, dass das alles einfach nicht wahr sein soll. Es kann nicht sein!! Schnelle stehe ich auf, schalte meinen PC ein und suche nach den heutigen Datum, aber auch hier das gleiche Ergebnis. Es war alles nur ein Traum!! Ian... Hermine... Ginny... Harry... Ron.... Luna... Neville... Sie alle sind nicht echt!! Warum hat es sich dann so verdammt real an gefühlt?

Nein!!" Immer wieder sage ich dieses Wort. Tränen rinnen meine Wangen hinunter! Ich heule auf und alles in mir sehnt sich nach den Traum zurück!! Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn mein Wunsch wirklich in Erfüllung gegangen wäre!! Ich hasse diese Welt. Dieses Leben. Und vor allem hasse ich mich, weil ich es einfach nicht schaffe anders zu sein!! Es war alles ein Traum!! Ich bin immer noch die selbe wie früher!! Alles einfach nur Einbildung!! Ich kann so nicht leben!! Nicht mehr! Nicht jetzt nach dem ich mich in Ian verliebt habe und erkennen muss, dass alles nur ein Traum ist, obwohl sich mein Herz immer noch nach ihn sehnt! Es war mehr als ein Traum! Es war mein Leben!!

Es dauert einige Zeit bis ich mich wieder beruhigt habe. Ich hätte es wissen sollen!! Schließlich handelt es sich um einen Harry Potter Roman!! Ich atme langsam tief durch und blicke mich um. Na schön... es war nur ein Traum, aber das ist nicht so schlimm... ich hatte schon ein paar mal Träume die sich real eingefühlt haben... aber nicht so real...Und für einen kurzen Zeitpunkt war ich ein Teil davon...

Schnell schüttle ich den Gedanken ab und versuche mich auf das Positive zu konzentrieren. Im Traum war ich so wie ich es immer wollte, dass muss doch Auswirkungen auf mein Leben haben. Motiviert öffne ich auf meinen PC die neueste Programmierübung und lese sie durch. Bei meinen neuen Fähigkeiten, die ich im Traum entwickelt habe, kann so ein bisschen programmieren ja nicht so schwer sein. Aber schon beim lesen kommen mir die ersten Zweifel und als ich dann loslegen wollte, war mein Kopf wie leer gefegt. Nichts absolut kein brauchbarer Gedanken. Langsam versuche ich ein paar kleiner Ideen, aber nichts klappt wie ich es mir vorstelle, alles geht schief, nach wie vor fehlt mir das Verständnis. Ich denke wiedermal zu einfach!!!

Nach etwa einer Stunde klappe ich den PC frustriert zu!! Programmieren ist wohl doch nichts für mich, aber das mit dem Reden wird sicher geklappt haben!! Ich versuche zuversichtlich zu sein, aber irgendwie kommen mir Zweifel. Ich verschränke meine Arme auf dem Laptop und läge meine Kopf auf die Arme. Verwirrt starre ich die schwarze Oberfläche an. Was läuft hier schief? Ich will zu Ian zurück... ihn in den Armen halten... Fast schmerzhaft fühle ich die Sehnsucht in meinen Herzen und ich wünsche mir verzweifelt bei ihm zu sein... Wieder habe ich tränen in den Augen!!

Eine kleine Weile sitze ich am Schreibtisch! Dann wische ich mir meine Tränen ab und gehe in mein Zimmer hinüber. Ich hab die ganze Zeit im Dunkeln herum gesessen. Kein Wunder das meine Augen so schlecht sind. Ich richte mich fürs schlafen her und lege mich dann in mein Bett. Das Buch das ich zuvor gelesen habe liegt immer noch auf den Bett meiner ehemaligen Mitbewohnerin. Traurig drehe ich mich auf die Seite, kuschle mich in die Bettecke und weine mich in den Schlaf... Morgen sieht alles besser aus... morgen werde ich die Früchte meines Traumes ernten!!

Wie falsch ich damit lag, wurde mir klar, als ich am nächsten Tag in die Schule kam und ich kein Wort der Begrüßung an meine Klassenkameraden heraus brachte und ich mich schon wieder mal fragte, was ich eigentlich sagen soll... Mal sehen es wird sich besser werden...

Wie ich mich geirrt hatte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Drei Wochen später

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Wieder so ein Tag wie jeder andere!! Ich habe gedacht, dass ich mich verändert habe. Das mein Traum mir etwas gebracht hat!! Aber nein... ich bin immer noch die gleiche wie früher!! Es war also doch alles nur ein Traum. Es hatte nicht den geringsten Effekt auf die Realität. Entnervt schlage ich die Tür hinter mir zu. Mit zielstrebiger Sicherheit gehe ich durch meine dunkle Küche und komme ins Wohnzimmer. Ich komme gerade aus der Schule und habe dort einen Test geschrieben, den ich natürlich prompt verhaut habe. War auch nicht anders zu erwarten gewesen. Ich kann eben nichts und schon gar nicht programmieren.

Ich schleudere meine Tasche in eine Ecke und lege mich quer über mein Sofa. Wieder denke ich an meinen Traum. Wieder werde ich traurig. Wieder kommen mir die Tränen. Tränen rinnen meine Wangen hinunter! Ich heule auf und alles in mir sehnt sich nach den Traum zurück!! Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn mein Wunsch wirklich in Erfüllung gegangen wäre!! Ich hasse diese Welt. Dieses Leben. Und vor allem hasse ich mich, weil ich es einfach nicht schaffe anders zu sein!! Es war alles ein Traum!! Ich bin immer noch die selbe wie früher!! Alles einfach nur Einbildung!! Ich kann so nicht leben!! Nicht mehr! Ich habe es versucht! Es sind jetzt fast drei Wochen seit diesen Traum vergangen! Aber es hat sich nichts geändert! Ich bin immer noch das gleiche schüchterne Mädchen mit den gleichen langweiligen Leben!! Ich will nicht mehr! Und ich kann nicht mehr!! Nicht jetzt nach dem ich mich in Ian verliebt habe und erkennen musste, dass alles nur ein Traum war, obwohl sich mein Herz immer noch nach ihn sehnt! Es war mehr als ein Traum! Es war mein Leben!

Entschlossen gehe zu meine Medikamentenschrank. Dort liegt immer noch die ganze Packung Schmerztabletten. Vor diesem Traum war ich zu feige, aber jetzt hole ich mir zurück , was mir genommen wurde! Ohne Ian hat mein Leben keinen Sinn mehr!! Obwohl eigentlich hat mein Leben vor diesem Traum auch keinen Sinn mehr gehabt. In meinen Kühlschrank finde ich noch eine Flasche Vodka, die von der letzte Party übrig geblieben ist.

Zurück auf meinen Sofa nehme ich alle Tabletten auf einmal aus der Packung und stopfe mir alle gleichzeitig in den Mund! Mit dem Vodka spüle ich die Tabletten hinunter und hoffe darauf, dass es den richtigen Effekt hat! Es ist schwer die herbe Flüssigkeit zu schlucken, aber der Gedanke an Ian treibt mich an und obwohl mir schon nach den ersten paar Schlucken total übel ist, trinke ich weiter. Ich leere die Flasche bis auf den letzten Tropfen. Während ich darauf warte, dass die Wirkung einsetzt, nehme ich ein Blatt Papier aus meinen Drucker und schreibe eine Nachricht darauf.

Dann legte ich mich hin und wartete. Es fing damit an, dass mir plötzlich ganz schlecht wurde. Anfangs wollte ich mich übergeben, aber ich zwang mich dazu diesen Impuls zur unterdrücken. Nur wenige Minuten später fiel ich gnädigerweise in eine tiefe Ohnmacht. Mein letzter Gedanke bevor ich das Bewusstsein verlor war: Ian ich komme!! Obwohl ich weiß, dass es ihn eigentlich nie gegeben hat, aber ich vertraue auf mein nächstes Leben!!

Zurück gelassen habe ich nur ein paar unwichtige materielle Güter und meine letzten Worte:

Es tut mir Leid, aber es gibt in dieser Welt keinen Platz für mich!!!! Ich hab euch Lieb!!

ENDE

Ich hoffe es hat euch gefallen!! Diese Geschichte war eine Möglichkeit für mich meine Depressionen zu verarbeiten und nicht von ihnen beherrscht zu werden. Ich hoffe ihr denkt euch einen interessanten Mittelteil aus. Viel Spaß!!