2. Out of sanity
*Miones POV*
Gott, ich schwöre, wenn diese dämliche Ausgeburt von einem Slytherin mich heute auch nur noch einmal falsch anguckt, werde ich ihm meinen Zauberstab ins Auge rammen. Direkt in das elende, graue Guckloch…
Ich wette sein dämlicher Gesichtsausdruck wäre es durchaus wert, von der Schule geworfen zu werden. Oder wohl eher doch nicht.
Seufzend lasse ich mich von der Wirkung des Trankes durchfluten. Wärme überkommt mich und augenblicklich vergehen selbst das letzte Bisschen Müdigkeit und Hunger. Nicht einmal mehr meine Blase drückt.
Gut, ich hatte es nicht anders erwartet. Malfoy war nicht umsonst Klassenbester in den Künsten der Tränkebrauerei. Jawohl, er hatte mich im letzten Jahr endgültig abgehängt. Der kleine Scheißkerl schien in dieser Sache einfach ein Naturtalent zu sein. Da half alles Bücherwälzen und Pauken nichts, wenn diese Schlange aus dem Stehgreif wusste, welche Mischung oder auch Zutat was bewirken würde.
Ich musste mich damit abfinden, was es nicht besser machte. Und dass dieser Mistkerl da neben mir es mir grundsätzlich mindestens zweimal die Woche unter die Nase rieb, machte es noch weniger besser.
Ich seufze, genieße das wollige Gefühl der Sorglosigkeit; blicke glückselig in… Rons mit Fragen übersätes Gesicht…
„Was ist?", frage ich ihn.
Mein bester Freund – jawohl BESTER Freund. Denn an diesen elenden Gerüchten über mich und Ron… und Ron und mich… Da war nichts dran… Fast nichts jedenfalls… - deutet einfach ausdruckslos auf meinen Nebenmann: Das aktuelle Schuljahr hatte es nicht gut mit mir gemeint. Denn nun trennte mich nur noch der Gang vom blonden Miststück.
Neugierig drehe ich mich um, ergattere gerade noch einen Blick darauf, wie Malfoy seinen schwarzen Umhang keuchend über seine Stuhllehne wirft. Dabei fächert er sich mit einigen Buchseiten Luft zu.
„Mister Malfoy, ich hoffe für Sie, dass diese Seiten nicht aus meinem Exemplar, welches vor Ihnen auf dem Tisch liegt, stammen", schnarrt Snape.
„Es ist verdammt heiß", gibt Malfoy nur fahrig zurück. Zabini scheint endlich aus seinem Montagsschlaf erwach zu sein und begutachtet seinen besten Freund – ich weiß nicht ob ich die beiden so nennen konnte oder sollte – gerade mehr als nur kritisch.
Ich ziehe wütend die Augenbrauen zusammen und beobachte Malfoy dabei wie er sich jetzt auch noch theatralisch die Krawatte öffnet. Etwas Schweiß steht ihm auf der Stirn und er scheint Snapes schneidenden Blick komplett zu ignorieren. Silvers kippt vor Begeisterung fast vom Stuhl: Ganz offensichtlich weil Hogwarts beliebtester Möchtegern-Casanova einen kleinen Strip hinlegt. Und nicht nur einige der weiblichen Slytherins hängen an seinen Bewegungen, ich kann es auch aus unserer Reihen kichern hören.
„Malfoy, jetzt tu mal nicht so! Mein Trank war fehlerlos", zische ich.
„Das entscheide immer noch ich, Miss Granger", fährt mir Snape dazwischen und ich kann nicht anders als wie geschlagen zusammen zu zucken und rot anzulaufen. Gott, ich ertrage es nicht, wenn Lehrer sich gegen mich aufbauen.
Ich erwarte regelrecht einen fiesen Kommentar von links. Auf solche Momente wartete das Miststück für gewöhnlich. Doch komischerweise kommt nichts.
Vorsichtig hebe ich den Blick, treffe auf zwei große, glasige graue Augen… Nein, eigentlich sind seine Augen merkwürdig. Fast schwarz… Und er strahlt mich regelrecht an, während er sich vollkommen widerstandslos von Parkinson die Krawatte von Hals ziehen lässt.
„Malfoy?", frage ich spitz. Ich habe das ungute Gefühl, dass vielleicht doch etwas schief gelaufen sein könnte. Schnell spiele ich den gesamten Vorgang erneut durch… Nein, das ist eigentlich unmöglich…
„Granger?", haucht er und richtet sich vom Stuhl auf.
Ich tue es ihm instinktiv und entsetzt gleich. „Was ist mit deinen Augen verdammt?", flüstere ich schließlich. Scheiße, ich kann seine Iris gar nicht mehr sehen. „Siehst du überhaupt noch etwas?"
Himmel, konnte man mich der Schule verweisen, wenn er wegen mir erblindete?
„Was ist mit seinen Augen, Miss Granger?", höre ich Snape wie aus weiter Ferne sagen und er kommt augenblicklich näher gerauscht.
Doch ich bin gerade zu abgelenkt. Denn Malfoy kommt ebenfalls näher, streckt die Hand nach mir aus: Und berührt meine Wange, streicht dann beinahe liebevoll durch mein zerzaustes Haar. „Ich sehe dich…"
Bitte was? Was soll denn jetzt der Scheiß? Hält er das für lustig?
Ein Blick auf die blonde Torfnase sagt mir: Ja, tut er. Er steigert sich richtig in die Ich-Grusele-Granger-Rolle hinein, indem er mich nun auch noch anschmachtet und so sehr in meinen Locken wühlt, dass sich seine blöden Finger darin verheddern.
„Aua, Malfoy", fauche ich und versuche seinen Griff aus meinen Haaren zu lösen.
Gott sei Dank kommt Ron mir zur Hilfe. Naja, eigentlich poltert er mir zur Hilfe. Denn vor Wut schnaubend, wie ein Stier, stürmt er hervor – wobei er fast über seinen eigenen Stuhl fällt – und gibt dem Blonden einen groben Schubs.
Malfoy taumelt sichtlich überrascht zurück: Direkt gegen Parkinson, Goyle und Zabini.
„Setzten", brüllt Snape, doch ihm hört gerade zugegeben keiner zu.
„Fass sie nicht an", faucht mein bester Freund und greift unnötigerweise beschützend nach meiner Hand.
Und Malfoys Miene nimmt einen beängstigenden Ausdruck an…
Ehe ich mich versehen kann, schießt er hervor und schlägt Ron mit der Faust so heftig ins Gesicht, dass dieser wimmernd und blutend zu Boden geht. Dabei rammt er unseren Tisch und unsere Kessel fallen laut scheppernd zu Boden.
„Sag mal spinnst du?", fauche ich an den bekloppten Slytherin gewandt: Der mich anstrahlt, als wäre ich der neuste Rennbesen der Marke Firefox.
Augenblicklich ist Snape zwischen uns. Seine Miene ist blank, doch ich kann ihn regelrecht vor Wut schlucken sehen.
„Mister Malfoy, sehen Sie mich an", knurrt er erschreckend ruhig.
Malfoys Blick liegt starr auf mir und mir kriecht eine entsetzliche Gänsehaut den Rücken herunter. Vorsichtig schiebe ich mich etwas zurück, pralle gegen Harry, der stocksteif hinter mir steht. Ron hockt immer noch wimmernd am Boden.
„Mister Malfoy", faucht Snape erneut. Und erst jetzt tut das blonde Miststück, wie ihm geheißen wurde.
Snape schaut seinen Liebling an, zieht dann schnaubend die Luft ein.
„Miss Granger. Verlassen sie augenblicklich den Klassenraum."
„Was?", frage ich fassungslos. Das kann doch nicht sein Ernst sein? Ich wette, das kann man alles erklären. Eine falsche Dosierung, vielleicht hat das miese Stück mich auch sabotiert. Ja genau! So sehr wie er sich geweigert hatte meinen Trank zu nehmen. „Professor, ich bin mir sicher, dass das alles-" Versuche ich mich selber kläglich zu verteidigen.
„SOFORT!", unterbricht mich Snape jedoch grob.
Ich zucke zusammen, starre ihn einen entsetzlich langen Moment an. Dann beginne ich meine Bücher einzupacken, doch ein weiterer Blick von Snape – der Malfoy nun mit der Hand auf der bebenden Brust zurück hält – sagt mir, dass er das sofort wörtlich meinte.
Ich schnaube, lasse mein Hab und Gut liegen und stürme aus dem Raum. Gut, ich stürme nicht wirklich. Eigentlich schlendere ich, blicke mit düsterer Miene zurück.
„Mister Zabini, Mister Goyle, halten sie Mister Malfoy bitte einen Augenblick in Schach. Und ich brauche den Becher mit den Resten von Miss Grangers Trank", sagt der Tränkemeister und lässt vom Blonden ab.
Mit einem letzten Blick, kommt mir ein merkwürdiger Gedanke. Soll ich etwa den Raum verlassen, weil Malfoy mit so komisch ansieht?
„Hey, warte", meldet sich dieser auch gleich beängstigend zu Wort und reißt sich ohne Rücksicht auf Verluste aus Zabinis Griff los; denn Goyle steht einfach nur ängstlich starrend daneben. „Granger, warte auf mich!"
Mit diesen Worten stürmt er schwer atmend auf mich zu. Der Ausdruck in seinem Gesicht hat etwas sehr Merkwürdiges.
Mir wird schlecht…
„LAUFEN Sie!", brüllt Snape…
Und mir wird wirklich schlecht… und ich beginne zu laufen…
Ich höre Harry brüllen und einige der Mädchen kreischen, als ich auf die schwere Kerkertür zustürme und diese mit erschreckend großer Kraft offen reiße: Normalerweise gehörte dazu eine gehörige Portion Magie oder eben Kraft.
Natürlich ist der Blonde mir direkt auf den Fersen.
„Granger, wo willst du hin?", brüllt er und folgt mir; sich langsam das Hemd aufknöpfend. In seiner Miene liegt der pure Wahn.
Ich beschleunige meine Schritte, sehe Harry und auch Snape nahen. Leider wird auch Malfoy schneller. Und soweit ich das einschätzen kann, ist er verdammt schnell. Der Tränkemeister wirft einen Zauber auf Malfoy, welcher ihn zwar trifft, jedoch ohne Wirkung verfliegt. Ebenso die folgenden…
Doch Gott sei Dank hat Harry den Wahnsinnigen wenige Meter vor mir endlich erreicht. Gemeinsam mit Zabini. Brüllend wirft mein schwarzhaariger Freund sich von hinten auf den Blonden, der ihn aber zu meinem puren Entsetzten abschüttelt wie eine lästige Fliege. Harry taumelt zur Seite und prallt auch noch direkt in Snape. Sekundenspäter gehen beide gemeinsam zu Boden.
Und ich beginne augenblicklich wirklich zu rennen. Ich hasse es zu rennen. Ich habe null Ausdauer und ich sehe dabei auch noch entsetzlich scheiße aus. Doch ich renne, denn irgendetwas in mir sagt mir, dass ich rennen sollte.
Sagt mir, dass das hier kein besonders unlustiger Scherz aus Malfoys weit reichendem Repertoire war; sondern pure Realität.
„Malfoy, hör auf mit dem Blödsinn! Ich habe wirklich Angst", versuche ich es ein letztes Mal. So ganz glauben will ich es immer noch nicht.
„Angst? Granger, ich tu dir doch nichts", gibt er mit einer liebevoll-wahnsinnigen Mischung in der Stimme zurück.
Ich wage es über meine Schulter zu blicken. Dummer Fehler, denn er ist verdammt nah. Und natürlich stolpere ich menschlicher Esel vor Schreck über meine eigenen Beine und lege mich mitten im abgelegenen Seitengang – in den ich vor gefühlten Stunden abgebogen bin – voll auf die Nase.
Keuchend ringe ich nach Luft, versuche den Schmerz zu ignorieren. Das tat verdammt weh, aber ich konnte später heulen. Fahrig richte ich mich auf, doch das Ungetüm hat mich bereits erreicht. Mit voller Kraft rammt er mich gegen die Wand. In dem scheiß abgelegenen Gang, in den ich uns manövriert hatte. Ich höre, wie sich die Schritte der anderen entfernen.
„Gott nein", wimmere ich und versuche meinen Zauberstab zu erreichen. Ich weiß, es ist sinnlos, aber besser als nichts. Leider erreiche ich das dumme Ding nicht.
„Merlin Granger. Du riechst so verdammt gut", raunt er mir erregt und erhitzt ins Ohr und… schiebt seine Hand unter meinen Rock. So fest ich kann, und mit tellergroßen Augen, haue ich ihm auf die Finger.
„Malfoy, nein", keuche ich angeekelt, versuche ihn von mir zu drängen. Er vergräbt sein Gesicht in meiner Halsbeuge und… Presst seine harte Körpermitte gegen meinen Oberschenkel… Himmel, das war wirklich kein Scherz. Malfoy war steinhart und von Sinnen.
„NEIN!", brülle ich und schlage erneut nach ihm. Nein, eigentlich haue und trete ich mit allem um mich, was ich habe. Doch das interessiert den Wahnsinnigen recht wenig. Er saugt hart an meinem Nacken, verpasst mir gerade wahrscheinlich den ersten Knutschfleck seit verdammt langer Zeit. Ich hasse Knutschflecke!
„Malfoy", jammere ich mit den ersten Tränen in den Augen. Das war wirklich nicht lustig… Ich wollte nicht von einem besinnungslosen Slytherin auf dem Gang zum Klo der maulenden Myrthe vergewaltigt werden: Schon gar nicht von Malfoy.
Doch zu meiner Überraschung lässt der Irre einen Moment von mir ab. Er scheint an meinem Hals vorbei nach rechts zu schauen. Ich tue es ihm aus verschleierten Augen gleich: Und blicke zu meinem Unglück auch noch in zwei übergroße, kindliche Augenpaare. Hufflepuffs der ersten Jahrgangsstufe. Dem kleineren der Beiden läuft gerade sichtlich vor Schreck etwas Milch aus der Nase. Ganz offensichtlich stammt diese aus dem muggleartigen Tetrapack, das er in der zitternden Hand hält.
„Hilfe", hauche ich jämmerlich.
„Verpisst euch", bellt Malfoy wütend neben mir. Oder auch fast in mir. Ich schätze, es passt gerade kein Blatt Papier mehr zwischen uns. Wäre es nicht gerade so entsetzlich, würde ich über diesen Gedanken sicherlich lauthals lachen.
Im Normalfall kam Malfoy mir gewöhnlich nur so nahe wie nötig…
„Draco?", höre ich es plötzlich.
Zabini…
„Zabini! Hilfe! Hier!", kreische ich wie am Spieß und sammele das letzte bisschen Kraft, welches in mir ist und beginne gleichzeitig so fest ich kann auf Malfoy einzuschlagen und einzutreten.
Er lässt jedoch erst wütend grunzend von mir ab, als Zabini sich wie ein strahlender Retter in der Not von hinten auf ihn stürzt.
„Weg hier", brüllt er, so laut es ihm aufgrund von Malfoys Gegenwehr möglich ist, in meine Richtung.
Entsetzt verharre ich einen Moment in Schockstarre, sehe wie Malfoy wie eine Furie herumfährt, Zabini von sich stößt und ihn so heftig mit dem Kopf – oder eher dem Gesicht – gegen die Steinwand schlägt, dass ich einen Moment fürchte auch der Schwarzhaarige geht gleich einfach zu Boden.
Mit aufgerissener Wange wendet der Schwarzhaarige das Blatt, wirbelt sich und den Blonden herum und presst ihn nun mit voller Kraft an die Wand. Blut läuft über seine Wange an seinem Hals hinab.
„Granger, verschwinde endlich", brüllt er schließlich, als er mich erneut ansieht.
Und schließlich tue ich ganz brav wie mir geheißen wurde… Vielmehr noch… Wenn ich das hier überstehen sollte, werde ich immer brav tun wie mir geheißen wurde.
Fast schon erleichtert sehe ich die Tür zu Myrthes Klo auf mich zuschaukeln. Ich glaube, so schnell bin ich noch nie gerannt. Oder auch schon lange nicht mehr. Gott, ich musste mich nach-
„Granger, warte", ertönt es hinter mir.
Oh Gott nein…
Ich lege schreiend noch einen Zahn zu, reiße die Tür im Rennen auf und taumele ins Innere. Gefolgt vom irren Slytherin, der schon wieder direkt hinter mir ist.
Kreischend drehe ich mich im Inneren des Klos im Kreis, registriere erst einen Moment später, dass er mich am Umhang gepackt hat. Ausziehen! Genau das schreit mein Verstand mir gerade zu.
Und wieder tue ich brav, hysterisch und atemlos wie mir geheißen wurde, komme ins Taumeln, als der Zug endlich nachlässt und eiere lauthals nach Hilfe und nach Zabini brüllend in das erstbeste Klo.
Dummerweise kann ich die Tür nicht schnell genug schließen, da Malfoy seine scheiß Finger im Weg hat. Schreiend hänge ich mich mit vollem Gewicht von Innen an die Kabinentür: Ich klinge gerade sicher wie eine wild gewordene Amazone.
Einen Moment überlege ich, mich mit den Beinen dagegen zu stemmen. Doch ich habe zuviel Angst hier vor ihm mit weit gespreizten Beinen auf den Arsch zu fallen.
„Fuck, Granger", faucht er schließlich von der anderen Seite und zieht seine blauen Finger aus dem Türspalt. So schnell ich kann und mit zitternden Händen schließe ich die Tür und verriegele sie. Dann kauere ich mich zitternd in die hinterste Ecke der Kabinentür.
Durchhalten… Gleich würden sie kommen und mich retten…
Einen winzig kleinen Moment wird es still und mein rasendes Herz scheint sich etwas zu beruhigen. Dann knallt die Kabinentür neben mir scheppernd auf. Ein heiserer und schriller Schrei entkommt mir und ich halte mir entsetzt den Mund zu.
„Weißt du Granger", keucht er und klettert den Geräuschen nach neben mir an der Kabinenwand hoch. „Im Grunde stehe ich auf Spielchen. Das hier wird aber gerade lächerlich!"
Ich muss lachen. Heulend, hysterisch und vollkommen fertig… Ich hocke hier und verstecke mich in einem alten, dreckigen Klo, weil Draco Malfoy mir an die Wäsche will.
Das war nicht lustig! Das war nicht richtig! Das war unrealistisch!
Das dachte ich jedenfalls noch vor rund einer Stunde…
Doch sein silberblonder Haarschopf, der sich gerade über mir in meine Kabine schiebt, spricht ganz andere Bände. Wie zur Hölle hat er es überhaupt geschafft sich durch den winzigen Spalt zu zwängen?
„Ich bin gleich da", keucht er und stützt sich mit den Händen an der Kabinenwand ab.
Ich lache heiser und heulend. Und dann kommt mir ein ganz anderer Gedanke. Wie wäre es mal wieder mit Gegenwehr?
Zitternd greife ich in meine Umhan-
Scheiße…
Hektisch springe ich auf, stürme hinaus in den Vorraum.
„Granger", ruft er immer noch zwischen den Klokabinen hängend.
Doch das ist gerade mal scheißegal, ich brauche meinen Zauberstab. Auch wenn Zauber momentan nicht wirklich zu wirken schienen. Mit wackligen Knien richte ich mich auf, warte darauf, dass er sich aus dem Spalt befreit hat.
„Granger."
„Ich bin hier", gebe ich zurück.
Ja, sollte er kommen… Ich würde ihm zeigen, zu was ein Schlammblut fähig war.
Ein leises, schmerzverzerrtes Stöhnen und Sekunden später landet er erschreckend elegant wieder auf dem Boden der Tatsachen; nämlich auf dem Kloboden. Als er auf mich zukommt schüttelt er für den Bruchteil einer Sekunden seine immer noch geschwollenen Finger.
Ich hingegen habe meine hinter meinem Rücken mittig um meinen Zauberstab gelegt. Mein Herz rast und mein Atem rasselt. Ich versuche ihn anzulächeln; ich weiß zwar nicht ob das nötig ist. Aber, sicher ist sicher.
Er sieht mich aus gruselig dunklen Augen an.
„Komm her", sage ich herausfordernd.
Und natürlich kommt er. Blitzschnell und zufrieden grinsend kommt er auf mich zu: Nur um Sekunden später wie eine wild gewordene Katze brüllend zurück zu fahren. Die Miene schmerzverzehrt und die geschwollene Hand auf sein rechtes Auge gepresst.
Endlich fällt die Tür krachend ins Schloss. Einen Moment funkelt er mich entsetzt an, als ihm bewusst zu werden scheint, dass ich ihn gerade absichtlich verletzt habe. Dann wird er von Hagrid, Zabini, Harry und zwei kräftigen Ravenclaw zurückgezogen und an die hintere Wand des Klos gedrückt. Er windet sich unter ihren Griffen, sieht mich weiterhin wie im Wahn an. Sein rechtes Auge – das in das ich ihm gerade meinen Zauberstab gerammt habe - ist dabei rötlich unterlaufen; doch intakt.
„Mione, bist du okay?", fragt Ron selten dämlich neben mir.
Ich starre ihn aus ungläubigen Augen an. Mein Haar steht sicherlich in allen Himmelsrichtungen ab, mein Rock ist extrem verschoben, meiner Bluse fehlen drei Knöpfe und Malfoy schreit hysterisch und lustvoll meinen Namen.
„Nein Ron… Nichts ist okay", fauche ich zurück und verlasse – meinen Zauberstab immer noch angriffsbereit in meiner Hand – das Klo.
Malfoys verzweifeltes Gebrüll verfolgt mich bis zu unserem Turm…
*** *** ***
Vorschau:
Krankenstation??
„Scheiße!" bricht es lauter aus mir heraus, als es eigentlich sollte.
Warum zur Hölle bin ich hier?
Malfoy, denk mal scharf nach. Was war das letzte… Zaubertränke. Ja, genau. Ich war definitiv im Unterricht und habe Grangers Trank genommen. Also eigentlich meinen Trank, aber wie auch immer. Verdammt, muss es mich heftig umgehauen haben.
*** *** ***
So… Ohne große Worte geht es auch gleich weiter… Und wie der eine oder andere sehen kann, ist die Story nun endlich zum geplanten Account umgezogen. :) Ich hoffe alle Leser finden sie wieder… *lol*
Ja, ich (Evilchen) finde auch gerade mal wieder nicht die richtigen Worte. Ich danke natürlich allen, die sich bisher hierher verirrt haben und hoffe ihr bleibt noch ne Weile dabei. Und natürlich danke ich Mean für die lustige Zusammenarbeit… *knuddel*
Reviewtime:
HexenLady: Schön, dass du auch mal reingeschaut hast.. und ich hoffe, du bist jetzt nicht so verwirrt, dass du diese Story nicht mehr findest… *lol* Und ja, du hast ganz offensichtlich geschlafen… ;) Ich kündige dieses Werk nämlich schon seit Wochen in Minds an… *lol* Macht aber nix… Und keine Sorge, wer und was und wie, kommt alles noch…
SnapeEvans: Es freut mich, dass es dir gefällt und dass du hierher gefunden hast… :)
Lalilu: Das freut uns… Und wir hoffen, du bleibst auch in Zukunft dabei… :)
Die-na: Ja, das bin ich auch… *lol* ;) Naja, jedenfalls hoffe ich es… Übrigens schön, dass du diese Story letztendlich doch noch gefunden hast… Ich muss zugeben, dass es aber auch ein ganz schönes HickHack war… Dank FF .net… *grummel*
Hattu: Ja, das passte, was? *lol* Und ich freue mich, dass du dich auf mehr freust… Ich hoffe, das bleibt so… hehe… ;)
DnA: Huhu… Schön, das du hier bist… :) Und ja, das finde ich auch… Und dieses Mal darf ich es ganz unbedacht sagen, da ich ihn ja nicht schreibe… hehe…
Killerbiene: Das freut mich und, wie ich oben schon sagte, mag ich unseren Draco auch ganz gerne… *lol* Ich hoffe übrigens, unsere Mione ist dir ausnahmsweise mal nicht zu weich… ;)
Nessi.C.: Huhu und schön, dass du hier bist… :) Ja, ich lese und schreibe normalerweise auch lieber in der dritten Person. Aber, irgendwie haben wir uns nach langem hin und her für dieses Werk entsprechend entschieden. Und es passt einfach besser…
