Kapitel 1
Sarah sah nur noch einen Schatten auf Cromartie zuhuschen. Der Schatten rammte etwas Langes mit Gewalt in Cromarties Rücken, dieser richtete sich ruckartig auf.
Der Schatten riss den langen Gegenstand wieder aus dem Rücken der Maschine.
Dann kam ein schlanker Arm durch den Körper der Maschine geschossen und hielt Etwas in der Hand. Die Augen Cromarties leuchteten kurz noch rot auf und verloschen dann.
Als der Arm mit dem Gegenstand zurückgezogen wurde sank die Maschine in sich zusammen.
Der Schatten lies den Gegenstand fallen und wirbelte herum.
„JOHN?" Schrie der Schatten mit weiblicher Stimme und stürzte zu John.
„Komm schon Baby", hörte Sarah die Stimme sagen. „Du kannst nicht tot sein, Du bist John Connor".
Als Sarah sich aufgerappelt hatte und tränenüberströmt zu dem Platz taumelte an dem ihr Sohn gestorben war, sah sie ein Mädchen mit braunen langen Haaren, das ihren Sohn im Arm hielt.
„Was...?" Brachte Sarah hervor.
Das Mädchen hatte eine Hand auf Johns Brust liegen. „Gottseidank, er lebt".
Das Mädchen drehte den Kopf. „Er lebt Sarah Connor, er trägt eine kugelsichere Weste, er hat sich beim Hinfallen nur den Kopf gestoßen".
Sarah sank auf Johns anderer Seite zu Boden. Sie wollte nach John greifen aber das Mädchen wich mit John im Arm zurück.
„Nein!" Rief sie. „Du wirst ihn mir nicht wegnehmen".
Sarahs Hände, die nach John hatten greifen wollen hingen in der Luft. Sie blickte in das trotzige Gesicht des Mädchens.
„Wer zur Hölle bist Du?" Fragte Sarah leise.
Das Mädchen öffnete den Mund. „Ich...". Dann schloss sie den Mund wieder und blickte auf John hinab. Zärtlich strich sie eine Haarsträhne aus seinem Gesicht.
Sarah starrte verwirrt auf das Mädchen, dass ihre Hand zärtlich an die Wange ihres Sohnes gelegt hatte.
Das Mädchen hob den Kopf. „Er ist meine Bestimmung". Sagte sie entschieden und blickte wieder hinab auf John.
Sarah war wie vor den Kopf gestoßen. Sie blickte auf die surreale Szene vor sich, dann klingelte es in ihrem Kopf. Sie sah hinüber zu der Maschine. Ihre Augen weiteten sich.
„Wie heißt Du?" Fragte Sarah das Mädchen.
Zögerlich wandte die Braunhaarige ihren Kopf. „Cameron", sagte sie und blickte augenblicklich wieder zu John.
Sarah näherte sich dem Mädchen langsam. Vorsichtig streckte sie eine Hand aus und legte diesen an den Oberarm des Mädchens.
„Cameron", sagte sie ganz sanft. „Wir müssen weg von hier".
Cameron sah zu ihr und nickte langsam.
„Könntest du John in den Wagen legen und das Thermit unter dem Beifahrersitz mitbringen? Wir müssen den da vernichten", sagte Sarah und wies mit dem Daumen zu Cromartie.
Cameron nickte Sarah zu und mit Leichtigkeit erhob sie sich mit John auf dem Arm und ging hinaus zum Wagen.
Sarah sah ihr zwei Sekunden hinterher, dann kam Leben in sie.
Cameron setzte John unendlich vorsichtig auf den Beifahrersitz. Johns Lieder begannen zu flattern. Langsam öffnete er die Augen.
Es dauerte ein paar Sekunden, bevor sich sein Blick klärte. „Cameron?" Fragte er verwundert.
„Hallo John", sagte Sie und legte eine Hand an seine Wange. „Dir ist nichts passiert. Du hast Dir nur den Kopf gestoßen und eine leichte Gehirnerschütterung".
John spürte stechende Kopfschmerzen. „Er hob eine Hand und streichelte über Camerons Wange. „Was für ein schöner Traum", sagte er und lächelte.
Cameron lehnte sich in die Berührung, dann lächelte sie ihn an. „Warte hier, ich bin gleich zurück". Sie hauchte einen Kuss auf seine Lippen.
John lächelte und schloss die Augen. Dann war er eingeschlafen.
Cameron sah ihn noch einen Augenblick an, dann griff sie unter den Sitz.
Sie tastete ein Wenig umher, richtete sich dann verwundert auf, überlegte kurz und beugte sich dann hinunter in den Zwischenraum vor den Sitzen.
Nach ein paar Sekunden richtete sie sich erneut auf und schüttelte mit verwundertem Gesicht den Kopf.
Schließlich schlug sie die Tür des Wagens zu, umrundete ihn und ging zurück zum Haus.
„Da ist kein Thermit unter dem Sitz Sarah Connor", sagte sie und sah sich verblüfft um.
Da war keine Sarah Connor. Cameron warf gerade einen Blick in den Nebenraum als sie draußen den Wagen anspringen und losfahren hörte.
Camerons Augen weiteten sich. Sie wirbelte herum und stürmte aus dem Haus. Sie sah den Wagen gerade in die Hauptstraße einbiegen und sprintete los.
Sarah wartete, bis das Mädchen... nein, 'die Maschine' verbesserte sie sich in Gedanken das Haus verlassen hatte. Dann lief sie schnell hinten herum aus dem Haus. Sehr leise und vorsichtig näherte sie sich der Hausecke. Sie sah die Maschine um den Wagen herumgehen in Richtung Haus.
Als Cameron das Haus betreten hatte lief Sarah geduckt zum Wagen, öffnete so leise wie möglich die Tür, stieg ein und schob den Zündschlüssel ins Schloss.
Wagen starten, Gang einlegen und aufs Gas treten waren fast eins. Die Fahrertür schloss sich von Alleine.
Kurz bevor sie auf die Hauptstraße einbog sah sie die Mädchen-Maschine aus dem Haus gelaufen und dann hinter ihnen her kommen.
Cameron fühlte dass sich etwas in ihrem Inneren zusammenkrampfte. „NEIN!" Schrie sie während des Laufens.
Sarah sah in den Rückspiegel. Sie sah die Maschine nicht aber das hatte nichts zu bedeuten. Drei Sekunden später sah sie immer noch nichts. Erst als sie rüber zu John blickte übersprang ihr Herz einen Schlag.
Sie sah die Maschine über den Seitenstreifen herangesprintet kommen. Klar, Diese Cameron hatte sich nicht an die Straßen zu halten sondern konnte Querfeldein laufen.
Sarah trat das Gaspedal bis zum Kickdownpunkt durch. Im selben Moment verfluchte sie die Automatik des Wagens. Zwei Sekunden lang war alle Antriebsleistung weg und mit einem kurzen Blick über ihre Schulter sah Sarah Cameron bedrohlich näher kommen.
Cameron hatte den Arm ausgestreckt, fast hatte sie die Heckklappe erreicht.
Dann hatte die Automatik runter geschaltet und der Wagen schoss mit einem Ruck vorwärts.
Cameron spürte schon das Metall unter ihren Fingern, als der Wagen sich sprunghaft von ihr entfernte.
„SARAH CONNOR TU DAS NICHT!" Schrie sie hinter dem Wagen her. Dann sackte sie in die Knie. „Nimm ihn mir nicht Weg", fügte sie hinzu, Tränen liefen ihre Wangen hinunter. „Nimm ihn mir nicht weg". Nur flüsternd kam der letzte Satz.
Das letzte was Sarah sah war wie die Maschine in die Knie sackte. Es sah verzweifelt aus.
Kapitel 2
James Ellison war mit dem Flugzeug auf dem kleinen Flughafen von Red Valley eingetroffen. Der Hilfssheriff hatte ihn zum Hotel gebracht.
Momentan wurden alle einsam stehenden Häuser überwacht. Sarah Reese alias Sarah Connor war nicht gemeldet aber ein John Reese war an der Schule angemeldet worden.
James Ellison sah aus dem Fenster seines Hotelzimmers in die Wüste hinaus.
'Trostlose Gegend', dachte er und nahm einen Schluck aus seiner Kaffeetasse als das Telefon klingelte.
Er ging zum Telefon und nahm den Hörer ab. „Ja?"
Er lauschte einen Augenblick. „Sie haben das Haus? Gut aber... Was? …...Niemand betritt das Haus, bevor ich nicht da bin... Holen sie mich ab...Gut, bis gleich".
FBI Agent James Ellison, ermittelnder Beamter im Fall Sarah Connor legte nachdenklich den Hörer auf.
„Sarah Connor, wen hast Du denn jetzt schon wieder getötet?" Fragte er leise vor sich hin sinnierend.
Sarah war ein paar Minuten Gefahren. Kurz nachdem Sie losgefahren war hatte sie an Johns Hals gegriffen, um seinen Puls zu fühlen. Als sie die kräftigen Impulse spürte atmete sie erleichtert auf.
'Zumindest dabei hat das Ding nicht gelogen', dachte sie erleichtert.
Dann zerrte Sarah an seinem Hemd herum. Darunter kam eine kugelsichere Weste zum Vorschein.
„Guter Junge", sagte Sarah und zerruffelte ihrem Sohn die Haare.
Ein Stöhnen Johns unterbrach sie. Dann begannen seine Lieder zu flattern.
„Mom?" fragte er verschlafen. „Ich hab wahnsinnige Kopfschmerzen", sagte er und griff sich an den Kopf.
„Ich weiß John, ich weiß", sagte Sarah, während sie wieder auf die Fahrbahn blickte.
Dann begann John an seiner Brust zu reiben. „Und mein Brustkorb schmerzt, als ob...". Er unterbrach sich und blickte an sich hinab. Er befingerte Kurz die Projektile, die über seiner Brust in der Weste steckten.
„Dann war das kein Traum?" Fragte er und blickte zu Sarah.
Sarah atmete durch. „Nein, das war es nicht".
John dachte einen Moment nach. „Aber... Wie sind wir entkommen?" Fragte er zögerlich.
Sarah blickte kurz zu John hinüber. Sie dachte einige Sekunden nach. „Wir hatten Glück", sagte sie schließlich.
John nickte und fasste sich stöhnend an den Kopf.
James Ellison war vom Hilfssheriff abgeholt und zu einem einsamen Haus in der Wüste gefahren worden.
„Da die Tür offen stand waren wir nur kurz im Haus und haben mitten im Raum die Leiche entdeckt. Brustwunde, kalt und kein Puls. Gemäß ihren Wünschen haben wir das Haus dann verlassen und abgesperrt", sagte der Polizist als sie das einsame Haus erreichten.
„Gut", sagte Der FBI Agent und schnallte sich ab.
James Ellison stieg aus dem Wagen aus. Er blickte zu dem Haus, das in einer losen Kette von einigen Männern in Uniform umgeben war. Zwei der Männer standen an der Verandatreppe und sahen ihm erwartungsvoll entgegen.
James Ellison ging in Richtung des Einganges. Er nickte den Männern zu. An der Treppe blieb er noch kurz stehen. Er blickte zur Tür, dann zögerte er. Er wandte sich zu dem Hilfssheriff um.
„Ich geh alleine da rein", sagte er ohne auf eine Antwort zu warten.
„Wie sie meinen Agent", sagte der Hilfssheriff in den Rücken des farbigen Mannes. Dann blickte er seine Kollegen an und rollte mit den Augen.
Die Männer lachten lautlos.
James Ellison stand an der Eingangstür, die er hinter sich geschlossen hatte und blickte sich um. Als er nichts entdecken konnte ging er zu der Leiche und ging neben dem Toten in die Hocke.
Als er sich die Brustverletzung genauer besah entdeckte er, dass sich darunter offensichtlich Metall befand. Als er sich mit hochgezogenen Augenbrauen vorbeugte fiel ihm eine Beinverletzung auf, die er dann näher untersuchte.
Als er die Haut an dem Bein mit dem Kugelschreiber zurückklappte sah er Mechanische Teile in dem Bein.
„Großer Gott", sagte er leise. „Das kann doch nicht sein".
Dann zuckte er vor Schreck zusammen.
