Hermine Granger:

Mein Kopf! Ich fühle mich einfach nur beschissen. Aber ich musste ja auch Ginny´s Betteln nachgeben und mit zu dieser blöden Feier gehen. Aber zumindest hatten wir unseren Spaß. Wer hätte gedacht dass man mit den Slytherins so gut feiern kann. Ich schaute ohne es zu wollen in Richtung eines ganz bestimmten Slytherin. Malfoy sieht heute auch nicht ganz so fit aus.

Ich lächelte vor mich hin als ich an gestern Abend (oder besser heute Morgen) dachte. In diesem Kostüm hatte ich mich erst überhaupt nicht wohl gefühlt. Als ich jedoch die Blicke der männlichen Anwesenden bemerkt hatte, war ich immer mutiger geworden.

Aber warum ich auf diesen Tisch gestiegen bin kann ich auch nicht mehr sagen. Aber es war es wert! Als ich so auf dem Tisch getanzt hatte, hatte ich sehr wohl bemerkt dass auch Malfoy seine Augen nicht von mir nehmen konnte. Warum genau ist das eigentlich für mich wichtig gewesen? Es ist schließlich Malfoy!

Wobei auch ich zugeben muss, dass er gestern einfach zum Anbeißen ausgesehen hat. Das Hemd war nicht ganz zugeknöpft gewesen und man konnte sich gut vorstellen wie sein restlicher Körper aussah. Jetzt reicht es aber Hermine! Reiß dich am Riemen und konzentriere dich auf den Trank und denk nicht ständig über Malfoy nach! Gedacht, getan. Nun, zumindest in den nächsten zwei Minuten. Dann gab es auf einmal eine ohrenbetäubende Explosion in der Reihe von Malfoy.

Ich und alle anderen versteckten uns automatisch unter den Tischen. Was bei Merlins Bart war das denn? Kann eigentlich nur der Tank von Neville gewesen sein. Hoffentlich ist Malfoy nichts passiert. Verflucht nicht schon wieder Malfoy!

„Mister Longbottom! Was haben Sie jetzt wieder angestellt?" Selbst Snape der immer ruhig blieb, konnte sich kaum noch davon abhalten, Longbottom ins nächste Jahrhundert zu hexen. „Es tut mir leid" stottert Neville. Der Arme, aber selbst schuld, wenn man nie richtig aufpasste.

„Geht es allen gut?" fragte Snape, nachdem er Neville mit seinem Blick fast getötet hatte. Überall kamen Ja-Rufe. Nachdem sich alle zu Wort gemeldet hatten bis auf Malfoy fragte Snape: „ Mister Malfoy? Wo sind Sie?" Als keine Antwort kam war auch ich nicht mehr sicher dass alles in Ordnung war. Wo konnte er nur sein?

Auf einmal war ein leises Geräusch zu hören. Das kann doch nicht wahr sein? Oder? Ich lies meinen Blick aus Intuition unter den Tischen durch gleiten. Tatsächlich. Dort wo gerade noch Malfoy gesessen hatte war nun ein kleines weißes Kätzchen zu sehen. OH wie süß! Aber …. das kann doch nicht Malfoy sein; oder doch?

Snape, der das Geräusch auch richtig erkannt hatte, ging gerade um die Tische herum und blieb wie angewurzelt stehen. „Mister Malfoy?" wieder lies das Kätzchen ein Miauen hören und sah aus als wollte es jeden Moment im Erdboden verschwinden.

„ALLE RAUS HIER! BIS AUF SIE, MISTER LONGBOTTOM!" Nun war es auch mit der Beherrschung von Snape vorbei. Neville hatte es wirklich geschafft einen Trank zu brauen, der einen in ein Tier verwandelte. Eigentlich eine gute Leistung. Jetzt möchte ich aber nicht mit ihm tauschen.

Alle machten sich schnellstmöglich aus dem Staub. Bis auf mich, denn in dem Moment in der ich meine Tasche hochhob begegnete ich dem Blick der Katze und konnte mich nicht mehr bewegen.

Draco Malfoy:

Nach dem der Krach vorbei war, versuchte ich mich aufzusetzen, jedoch gehorchte mir mein Körper nicht mehr. Warum zum Teufel …... WAAAAAAAAAAASSSSSSS? Ich hatte gerade an mir herab geschaut um zu sehen ob ich verletzt war. Jedoch sah ich nicht meinen Körper sondern den einer kleinen Katze.

Das kann doch jetzt nicht wahr sein! ICH BIN EINE KATZE! Das wirst du mir büßen Longbottom. In dem Moment in dem ich mir gerade ausmalte wie ich Neville unermessliche schmerzen zufügen könnte, hörte ich meinen Namen „Mister Malfoy?".

Na super und wie soll ich mich jetzt bemerkbar machen? Bleibt wohl nur eins, dachte ich mir und versuchte zu Miauen. Sieh einer an, scheint zu funktionieren! Snape kam um den Tisch. Er wird bestimmt gleich alles wieder gerade rücken. „ALLE RAUS HIER! BIS AUF SIE, MISTER LONGBOTTOM!" Warum schickt er alle raus? Ich will wieder zurück verwandelt werden, verdammt aber auch!

Aus keinen bestimmten Grund wanderte mein Blick nach hinten und als ich Granger sah, die gerade Ihre Tasche aufheben wollte, konnte ich nur noch an eines denken: Ich auf ihr. In ihr. Bei ihr. Hauptsache sie!

Wie von allein machten sich meine kleinen Pfoten auf den Weg zu ihr. Mit jedem Schritt den ich näher kam, hatte ich das Gefühl mich zu verändern und größer zu werden. Als ich vor ihr stand war ich zum größten Teil wieder ich selbst. Bis auf den kleinen Unterschied, dass ich Katzenohren hatte, einen Schwanz und komplett nackt war. Aber all das bekam ich nicht mit. Als ich bei ihr war, dachte ich noch kurz: wie hübsch sie doch war.

Im nächsten Moment zog ich sie an mich, lies meine Hand in ihren Nacken wandern und die andere an ihre Hüfte. Ein letztes Mal sah ich ihr in die Augen und dann überwand ich die letzte Distanz und küsste sie.

Was das wohl für ein Tank war?