Child Cupid
Psyches Schlafgemächer bestanden aus einem mittleren Empfangszimmer, einem Kleiderschrankzimmer groß genug um sich zu verlaufen (wozu sie dies unbedingt brauchte, wusste Cupid nicht, da Götter ihre Anziehsachen mit einem Gedanken erschaffen und vernichten konnten), einem dazu gehörigen Ankleidezimmer mit einem Schminktisch (wieder etwas was Cupid nicht verstehen konnte), einem großen Badezimmer das eher so aussah wie etwas das Cupid in den Hallen der Zeit gesehen hatte, als er sich langweilte und dem eigentlichen Schlafzimmer. In diesem standen ein großes Bett worin mindestens 5 Personen Platz hätten (bei diesen fragte Cupid sich, wozu sie dieses brauchte, da sie ihn nie in dieses Zimmer herein ließ und seine Vermutungen verstärkten sich wieder ein bisschen mehr), ein großer Diwan, ein Buchschrank und eine kleine Kommode.
Als Cupid sich nun in dem aller heiligsten seiner Frau umsah, entdeckte er, dass von der Kommode im Schlafzimmer eine eigenartige Energie ausging. Sie gehörte keinem aus seiner Familie, zumindest hatte er sie bis zu diesem Tag noch nicht gespürt.
Je näher er der Kommode kam, um so stärker wurde die Energie. Sie schien ihn wegdrücken zu wollen und löste ihn ihm ein Verlangen aus, den Raum sofort zu verlassen und zu vergessen was er in diesem Zimmer gespürt hatte.
Als er nach ein paar schweren Schritten, direkt vor der Kommode stand, war der Drang weg zu laufen fast zu stark. Letzten Endes zwang Cupid sich nach dem Griff der obersten Schublade zu greifen und sie aufzuziehen, da sich die fremde Macht von dort auszubreiten schien.
In der Schublade befanden sich auf den ersten Blick nur ein paar von Psyches Schmuckstücken und anderer kleiner Krimskrams. Als Cupid jedoch etwas von seiner Kraft auf die Schublade ausübte, entdeckte er einen doppelten Boden.
Als er anfing diesen zu öffnen, merkte er jedoch, dass es sich hierbei um eine dumme und unvorsichtige Aktion handelte: Er war das Kind des Gottes des Krieges und hatte vergessen, nach Fallen und Schutzzaubern Ausschau zu halten, die er im Anbetracht der fremden Energie eigentlich hätte erwarten sollen.
Der doppelte Boden löste sich leicht und schon wurde die Falle ausgelöst. Ein starker Zauber griff Cupid sofort an, worauf hin dieser den Boden fallen ließ, der in der Schublade wieder einrastete und diese sich nun wieder schloss als seihe nichts passiert.
Während dessen wand Cupid sich auf dem Boden des Schlafzimmers und versuchte, sich von dem Fluch zu befreien. Was er kaum hinbekam. Sein letzter Gedanke, nachdem er den Fluch von sich geworfen hatte, war: ‚Dies kann nicht Psyches Werk alleine gewesen sein, sie wäre niemals stark genug gewesen so einen Fluch auszusprechen und auch einzusetzen.'
Was Cupid nicht mehr mitbekam, da er anfing sein Bewusstsein zu verlieren war, dass er zu schrumpfen begann. Sein Kampf mit dem Fluch und das Brechen desselben, hatte ihn fast seine gesamte Lebenskraft gekostet und sein Körper und seine Überlebensinstinkte schlugen sofort an.
