Die Lehrerin, die die Namen vorgelesen hatte rollte ihr Pergament zusammen.
Etwas verunsichert schaute Tara Dumbledore an. Hatte man sie etwa vergessen? Das konnte doch nicht sein!
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Kapitel 2
Nein, das durfte einfach nicht sein. Sie suchte hilfesuchend Dumbledores Blick. Und kurz darauf erhob sich dieser auch. Ob er sie gesehen hatte oder nicht, das wusste sie nicht, doch sie hoffte inständig, dass sie bald drankam.
„Einen Moment noch, Minerva, wir haben noch eine Schülerin in ein Haus unterzubringen.", sagte Dumbledore.
Ein tuscheln ging durch den Saal und Tara spürte nun auch noch die Blicke der anderen Häuser auf sich ruhen. Die Lehrer schauten suchend durch die runde und Minerva McGonnagol hob überrascht eine Augenbraue.
„Dürfte ich sie bitten nach vorne zu kommen, Tara Venefica."
Erleichtert stand diese auf und ging elegant auf den sprechenden Hut zu. Während sie nach vorne lief fuhr Dumbledore mit seiner Rede fort.
„Miss Venefica wird die siebte Klasse absolvieren, um ihren Abschluss zu bekommen, ich bitte euch alle sie genauso gut aufzunehmen, wie ihr aufgenommen werden wollt."
Mit diesen Worten setzte er sich wieder und Prof. McGonnagol setzte Tara den Hut auf.
´Oh…nun gut, du machst es mir nicht gerade leicht meinte der Hut und Tara spürte, wie er ihren Kopf zu durchsuchen begann.
Hm, wirklich nicht leicht…du bist schlau, du könntest nach Ravenclaw-
Nein, dachte Tara verbissen
Oh, gut, dann eben nicht. Hufflepuff , Griffindor und Slytherin würden allerdings auch zu dir passen
Bitte,…bitte schick mich nach Slytherin!
Tara hasste es zu Bitten. Doch in diesem Fall schien es nicht anders zu gehen.
Slytherin? Bist du dir sicher? mein erster Eindruck sagt mir Ravenclaw…dies scheint aber dann doch nicht zu stimmen…danach dachte ich Hufflepuff wäre perfekt, doch auch dies wäre keine gute Entscheidung…mutig bist du auch zu genüge und listig wie eine Schlange…ich glaube, es müsste ein neues Haus erfunden werden, wenn man dich richtig einteilen will, gluckste der Hut.
Dann lass mich dir die Entscheidung abnehmen., dachte Tara ungeduldig
Das werde ich wahrscheinlich tun müssen, du möchtest nach Slytherin, nun gut, dann wirst du eine SLYTHERIN!´
Das letzte Wort schrie der Hut so laut heraus, dass Tara zusammenzuckte.
Der Slytherin-tisch johlte. Und einen Augenblick später ächzten die Tische unter den köstlichsten Speisen. Tara traute ihren Augen nicht. Sie hatte nicht gewusst, dass es so viele verschiedene Gerichte gab. Alles was sie jemals zu Gesicht bekommen hatte war Brot und Wasser und manchmal, aber höchst selten Wurst. Es war unglaublich.
Als sie sich wieder an ihren Platz gesetzt hatte und gerade nach dem Löffel für eine Suppe berührte, zuckte sie kurz zurück. Ihrem Vater würde dies wahrscheinlich nicht gefallen. Er hatte gesagt, dass sie gleich nach der Auswahl zurückapparieren sollte.
Traurig sah sie sich um und sah kurz zu Dumbledore hoch, der auch angefangen hatte zu essen. Sollte sie? Dumbledore schien Taras Blick bemerkt zu haben und forderte sie mit einer einladenden Geste auf sich doch auch etwas zu nehmen.
Tara starrte das Essen an. Dann wieder Dumbledore.
Ach, was solls, wenn ich schon mal hier bin. dachte sie sich dann und beeilte sich damit ihren Teller vollzuladen.
Schnell begann sie diesen dann zu leeren und bemerkte, dass die alte Frau, die die Schüler vorgelesen hatte etwas verteilte. Es waren die Stundenpläne.
´´Endlich läuft mal etwas gut´´, dachte sie sich, denn sie hatte eben eine wunderbare Ausrede gefunden etwas länger zu bleiben.
„Hey, du.", sprach sie plötzlich der Junge, der neben ihr saß an. Er hatte blonde Haare und Tara war sofort klar, dass das der Sohn von Lucius Malfoy war. Dieser hatte sie vor ein paar Monaten besucht, oder besser gesagt, begutachtet. Sein Sohn hatte fast die gleichen Gesichtszüge wie er. Und Tara hielt nicht viel von allen, die dem dunklen Lord dienten. Grid dachte zwar, dass er sie überzeugt hatte, schon von Geburt an, doch vor einem Jahr hatte sie darüber nachgedacht. Über all die Taten, die dieser Lord vollbracht hatte, über Gut und Böse und sie hatte sich entschieden, dass sie nicht zu den Bösen gehören will. Jedoch auch nicht zu den Guten, da sie über diese Seite noch nicht so viel wusste.
„Ja, was ist?" fragte Tara und schaute ihn kalt an.
„Bist du vielleicht die Tochter von diesem Grid Venefica?"
Tara war verblüfft. Doch sie ließ sich nichts anmerken.
„Ja, woher weißt du das?" fuhr sie ebenso kalt fort.
„Es ist nur der Nachname. Er war mal bei uns zu Besuch und da du auch Venefica heißt…"
Tara wurde wütend. Der Tonfall, in dem Malfoy sprach gefiel ihr überhaupt nicht.
So hochnäßig und arrogant, wie sein Vater, dachte sie
„Dann musst du wohl ein Malfoy sein." antwortete sie und versuchte etwas arroganter zu klingen als er. Dabei konnte sie sich selber nicht leiden. Aber was sein musste, musste sein.
„Ja, ich bin einer, gut erkannt, Venefica. Aber jetzt erzähl mir lieber, warum du jetzt erst nach Hogwarts kommst."
„Es steht dir nicht zu mich über mein Leben auszufragen, auch wenn du ein Malfoy bist."
Warf Tara ihm hochnäßig an den Kopf und stand auf.
„Eine angenehme Nacht, wünsche ich dem Herrn noch." fügte sie spöttisch hinzu und ging auf Professor McGonnagol zu. Sie wollte ihren Stundenplan holen und verschwinden.
Verwunderte Blicke verfolgten sie, als sie mit dem Stundenplan in der Hand davonrauschte. Ihre Bücher waren in den Slytherin-Schlafsaal gebracht worden, obwohl Dumbledore mit Sicherheit wusste, dass sie nicht hier übernachten würde. Keinen einzigen Tag.
Rasch lief Tara aus dem Gebäude zur Appariergrenze und war in Sekundenbruchteilen wieder vor ihrem zu Hause. Ihr Vater wartete schon hinter der Eingangstür.
„Du kommst spät." sagte Grid. Dies stimmte sicherlich nicht, doch Grid suchte immer einen Grund seinen Lieblingszauber auszusprechen.
„Nein, ich-", begann Tara und wusste sogleich, dass es aussichtslos war.
„Crucio.", bellte Grid und sie krümmte sich unter den Schmerzen.
„In welches Haus bist du denn gekommen?", fragte er zuckersüß.
„Slytherin, Vater, wie du es gewünscht hast.", presste Tara heraus, als Grid seinen Fluch gelöst hatte.
„Wenigstens eine gute Nachricht und jetzt lieg da nicht so dumm rum! Zurück in dein Zimmer, aber Dalli! Und, dass du nicht zu spät zu deiner ersten Stunde kommst!
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Ist er nicht böse, dieser Grid, na ja, das war noch nicht alles. Tara wird noch viieeel mehr unter ihm zu leiden haben. heul
Wenn ihr wollt, könnt ihr reviewen :D
