Hallo, ihr Lieben.

Es tut mir leid, dass es so viel länger, als beabsichtigt gedauert hat, doch diese neun, nein, zehn Monate hatten es in sich.

Ich arbeite schon am nächsten Kapitel und hoffe diesmal im Zeitplan zu bleiben.

Was Übersetzungsfehler und/oder Grammatikfehler betrifft, bitte ich wieder um eure Mithilfe. Einfach eine kurze Nachricht schreiben, wenn euch etwas auffällt.

Vielen Dank.

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen.

LG, keksbroesel


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Ein Magier verrät niemals seine Tricks

Es hätte eine Routinemission sein sollen. Der Auftrag war einfach. Auf den Planeten hinunterbeamen und Daten über den neugefundenen Planeten seine Einwohner, sowie die Kultur sammeln und diese an die Sternenflotte zu übermitteln. Die wenigen Information, die Spock finden konnte, besagte, dass diese namenlose Spezies der Aliens, den Menschen ähnlich war. Ihre Kultur entsprach der, der indianischen Ureinwohner Nordamerikas. Uhura hatte ihre Sprache bestimmt, welche der spanischen Sprache auf der Erde sehr ähnlich war. Eine Sprache, die sie fließend sprach, weshalb Jim widerwillig beschloss, sie mitzunehmen, im Fall von verbalen Misverständnissen.

Kirk hatte ursprünglich geplant nur eine kleine Gruppe mitzunehmen, bestehend aus Spock, Uhura, ein paar Rothemden und ihm selbst, doch Bones hatte es irgendwie geschafft seinen Namen ebenfalls auf die Liste setzen, sehr zu Jims Ärger. Bones begründete seine Entscheidung damit, dass Jim sich immer noch von einer allergischen Reaktion erholte, ausgelöst durch eine Erdnuss, die er vor ein paar Tagen versehentlich aß. Da Bones noch nicht bereit war Jim einfach aus den Augen zu lassen, war Kirk also gezwungen seinen mürrischen, besten Freund mitzunehmen.

Bones motzte den gesamten Weg, bis zum Transporterraum und als sie endlich bereit waren hinunter zu beamen war Jim versucht seinem Freund eine zu verpassen. Nur Spocks erhobene Augenbraue hielt Jim davon ab und rettete ihn so vor einem Hypospray, sowie vor einem rachsüchtigen Bones, welcher ihm zweifelsohne den Kopf abgerissen hätte, noch bevor sie auf die Oberfläche des Planeten transportiert worden wären.

Ihr Umfeld war trostlos - der Boden,voll von Rissen durchzogenem, trockenen Sand und trockener, wüstenhafter Luft. Es dauerte nicht lange, bis die Eingeborenen auf die kleine Gruppe aufmerksam wurden. Diese primitive Rasse hatte nie etwas fortschrittlicheres gesehen, als die Herstellung von Pfeil und Bogen. Die Ankunft der Fremden ließ sie panisch werden und ausflippen. Uhura handelte rasch und sprach in einem beruhigendem Tonfall auf sie ein, doch da waren sie schon von tödlich aussehenden Speeren umzingelt. Gott sei Dank hielten die Eingeborenen in ihrer Kriegshandlung lange genug inne, um Uhura zu zu hören. Ihre Schönheit verzauberte sie und Uhura gelang es leicht, die Aufmerksamkeit ihrer Angreifer auf sich zu lenken.

Jim hatte der Konversation, hauptsächlich durch Beobachten der Körpersprache der Ureinwohner, Beachtung geschenkt. Kaum hatte er ein wenig Augenkontakt mit ein paar, unverhüllten und dunkelhäutigen Einwohnern gemacht, als er bemerkte, dass etwas sie erregte. Es war nichts, dass Uhura gesagt hatte. Nein, sie starrten ihn und Fähnrich Franklin Vero, welcher neben ihm stand, an.

Spock und McCoy hatten es ebenfalls bemerkt und rückten, unbewusst, näher an Jim heran. Jim betrachtete Vero und versuchte zu verstehen, was an ihnen die Eingeborenen störte. Der Fähnrich war blass, ebenso wie er, hatte aber bräunliches Haar und war auch um 5cm größer als Jim. Kirk runzelte die Stirn und verstand die Verbindung immer noch nicht, als Fähnrich Vero ihm einen verwirrten Blick zu warf und dann zählte Jim eins und eins zusammen, jedoch den Bruchteil einer Sekunde zu spät.

Ein barbarischer Schrei war zu hören, als einer der Ureinwohner plötzlich vorwärts sprang und seinen Speer in Veros Hals rammte.

Franklin Vero gurgelte. Überraschung spiegelte sich in seinen trübenden Augen, als er auf den Boden sackte. Durch Jims Venen raste der Zorn und ohne zu überlegen stürzte er sich auf Veros Angreifer. Schnell hatte er ihn mit ein paar harten Schlägen gegen den Solarplexus niedergestreckt.

Das war der Start für ein regelrechtes Gemetzel.

McCoy und Fähnrich Carl Latissimer griffen nach ihren Phasern und schossen auf jeden der ihnen zu nahe kam; Spock und Jim eilten an Uhuras Seite und verteidigten sie, als sie vergeblich versuchte die Enterprise zu kontaktieren und sich schließlich ebenfalls in den Kampf mit den Ureinwohnern, welche verärgert brüllten, einmischte. Schnell wurde klar, dass sie an niemanden anderem, als Jim interessiert waren.

Alle Attacken fokussierten sich auf ihren Captain und hätte Latissimer sich nicht vor Jim geworfen, wäre Kirk von einem Speer in den Rücken getötet worden. Verzweiflung und Ärger erfüllten Jim, als er seinen Kameraden fallen sah. Rasch blickte er auf und kalkulierte ihre Überlebenschancen. Er erblickte mehr Einwohner, welche sich an dem Gefecht beteiligten. Sie waren dieser Anzahl an Angreifern nicht gewachsen.

Es gab nur ein Szenario, in dem Jim sicher sein konnte, dass seine Freunde dies überleben.

Er hob seine Arme, in dem universellen Zeichen der Aufgabe und rief laut über den Lärm des Gefechts hinweg :"Ich ergebe mich!" , in der Sprache der Eingeborenen.

Uhura wirbelte herum und zischte: "Was zum Teufel tun Sie da, Kirk?!" Sie war zu schockiert und irritiert über das was Jim gesagt hatte, um über die Tatsache, dass Jim Spanisch sprach, beeindruckt zu sein.

"Sie haben etwas gegen blaue Augen,"antwortete er ruhig und wandte sich anschließend an die Planetenbewohner. "Lasst meine Freunde gehen. Sie haben nichts falsch gemacht. Lasst sie gehen und ich werde widerstandslos mit euch gehen. Keine Kämpfe mehr!"

Der Anführer hob eine Hand und die anderen Eingeborenen traten einen Schritt zurück.

"Jim, was zur Hölle tust du da?", kurrte McCoy, leicht keuchend von den Strapazen des Kampfes.

"Eure Ärsche retten."

Eine Pause. "Du meinst wohl "unsere" Ärsche retten?"

Jims patentiertes Grinsen huschte über sein Gesicht. "Sicher, Bones. Sicher."

McCoy fühlte Panik aufkommen. Er fasste nach Jim, doch dieser wich rasch aus und wurde nun von Spock am Arm gepackt.

"Captain, was haben Sie vor?", fragte der Vulkanier leise.

Jim ignorierte seinen ersten Offizier. "Bitte entschuldigt meinen Angriff, großer Anführer. Dies war nicht meine Intention. Meine Freunde haben keine Schuld an dieser Sache. Tut, was Ihr wollt, mit mir, aber lasst sie in Ruhe."

"Du bist ein Dämon! Ein Teufel! Wir wollen mit deiner Art nichts zu tun haben!" kreischte ein Einwohner.

"Du musst sterben! Du musst geopfert werden oder wir alle werden dafür leiden! Ihr alle müsst sterben!

"Die anderen haben nicht die gleiche Augenfarbe, wie ich sie habe. Sie werden nicht an eurem Ritual teilnehmen!" knurrte Jim.

Der Anführer hob seinen Arm und es wurde still, als er an Jim herantrat. "Die Schicksale deiner Freunde werden zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt. Vorerst wirst du still mit uns kommen oder wir werden sie gleich hier töten."

Jim nickte und die Ureinwohner umschlossen die kleine Gruppe. Jim wurde grob von seinen Freunden weggerissen, seine Hände hinter seinem Rücken gefesselt und ein Seil um seinen Hals gelegt. McCoy rief laut, während Spock und Uhura gegen die Fesseln, welche ihnen rasch angelegt wurden, ankämpften.

"Entspannt euch, Leute. Es wird euch nichts passieren. Versprochen," grinste Jim, bevor ihm ein Leinensack über den Kopf gezogen wurde. Innerhalb von Sekunden, war er wortlos von seinen Freunden weggeschleift worden, während sie in eine andere Richtung gezogen wurden.

Sie waren geradezu übermannt worden. Nicht mal Spocks übermenschliche Fertigkeiten konnte ihre Gefangennahme verhindern und Kirk vor einem ungewissen Schicksal bewahren. Stattdessen fanden sie sich in einem archaischen, eisernem Kerker wieder, gefesselt mit altertümlichen Fußeisen. Ihre Kommunikatoren waren zerlegt, die Phaser zerstört und in einem Feuer schließlich vernichtet worden.

Innerhalb der einen Stunde ihrer Ankunft, war die Crew der Enterprise gefangen genommen worden - ihre Zukunft war düster.

Und das Schicksal von Captain James T. Kirk? Unbekannt.


Als sie den Sack von Kirks Kopf zogen, war das erste was er erblickte die selben dunkelhäutigen Aliens, die ihn gefangen genommen hatten. Innerhalb kurzer Zeit hatte er die Umgebung inspiziert. Es schien, als wäre er in einem unterirdischen Versteck; die primitiven Wände waren aus dem Stein geschlagen worden. Der Boden war dreckig und Fackeln an den Wänden dienten als Lichtquelle. Die Korridore waren ein einziges Labyrinth - nun ja, soweit Kirk beurteilen konnte, als seine Augen verbunden waren.

Jim war im Zentrum des riesigen Saals an einen Pfosten gefesselt. Er testete seine Fesseln und füllte das Scheuern des groben Seils an seinen Handgelenken, doch die Knoten waren nicht sehr komplex. Kirk war schon schlimmeren entkommen. Er musste nur für eine Ablenkung sorgen, um sich von den Fesseln zu befreien und seine Freunden zu suchen, bevor die Eingeborenen beschlossen ihn aufzuspießen, zu verbrennen oder gar zu essen, nur weil er blaue Augen hatte. Was zum Teufel hatte das denn überhaupt zu bedeuten? Warum, von allen Farben, ausgerechnet blau?

Jim fühlte die nagende Schuld. Die zwei Rothemden, die er auf diese Mission mitgenommen hatte - Ensigns Vero und Latissimer - waren beide, jung und unerfahren gewesen. Er war sich sicher, dass Vero eine Verlobte hatte, welche auf einem anderen Schiff stationiert war. Latissimer war hingegen auf dem besten Weg gewesen, in der Rangfolge der Security der Enterprise, zum "second in command" aufzusteigen. Giotto (nein, Cupcake korregierte Jim gedanklich) hatte den 28-jährigen sogar unter seine Fittiche genommen. Die Drei hatten hin und wieder einige Pokernächte zusammen genoßen. Jim konnte dem Gedanken eines Opfers nichts abgewinnen - er persönlich fühlte nicht, dass er eine solche Loyalität verdient hatte. Er würde eher freiwillig zurückbleiben, als zurück zu lassen. Nicht, dass er hier eine Wahl hatte. Das Überlebenden-Syndrom war Jim wohlbekannt und er hasste es mit solch einer Leidenschaft, dass er fühlte wie ihn die Wut, über seine Hilflosigkeit, überwältigte.

Soll ihn doch der Teufel holen, doch er würde Bones, Spock und Uhura nicht im Stich lassen.

Jim hielt seine Augen gesenkt, damit das Himmelblau seiner Iris, die fremden Aliens nicht erregte. Er beobachtete seine Geiselnehmer genau. Sie schienen sich in drei Gruppen aufgespalten zu haben - jede kämpfte um das Recht, zu behaupten, dass sie den "blau-äugigen Dämon" gefangen hätten. Nachdem er sie ein paar Minuten belauscht hatte, kam Jim zu der Einsicht, dass es sich bei den Anführern der drei Gruppen um Brüder handeln musste. Die Sticheleien unter den dreien betrafen ausschließlich die Mütter, doch niemals die Väter, also mussten sie väterlicherseits Halbgeschwister sein. Er strengte sich an, dem schnellem Wortwechsel zu folgen und konnte Wörter wie "Ehre" und "töten" ausmachen. Ah...nun machte das Ganze ein wenig Sinn. In ihrer Kultur musste es als höchste Ehre angesehen sein, einen blau-äugigen Dämon zu fangen und zu töten und nun stritten die Geschwister wem die Ehre gebürte zu behaupten, Jim gefangen zu haben.

Kirk grinste. Unheil zu stiften war immer eine seine besonderen Begabungen und nun hatte er auch alle Informationen die er benötigte.

"Hey!", rief er in Spanisch. "Ich hörte, dass der hier seinem kleinen Freund gesagt hat, wenn er nicht die Ehre hat, er plant, euch im Schlaf zu töten."

Wütendes Gebrüll hallte durch die kleine Höhle und die Brüder begannen sich körperlich zu attackieren. Drängten und schubsten einander.

"Der Andere sagt, dass er mit deiner Mutter schläft!", fuhr Jim fort. "Er will, dass du weißt, dass sie ihn mehr liebt als dich, besonders wenn er sie fest in seinen Armen hält!"

"Hört nicht auf ihn!", rief eines der Geschwister. "Er lügt! Er ist ein Dämon! Er hat dies geplant, Brüder!"

"Das stimmt. Ich bin ein Dämon." Jim fletschte seine Zähne. "Was bedeutet, dass ich die dunkelsten Geheimnisse in euren tiefsten Herzen lesen kann. Ich spreche nur die Wahrheit. Überdies ist er nur nervös, weil er euer Ableben und das euerer Mütter schon lange geplant hat, aber nicht ohne sich vorher brutal und bösartig an ihnen zu vergehen."

Das gab ihnen den Rest. Offen gestanden hatte Jim erwartet, dass es aufwändiger werden würde, Zwietracht zwischen den Brüdern zu sähen. Doch er hatte Glück, sie bereits unter solch zwistigen Umständen anzutreffen.

Wütendes Gebrüll hallten von den Steinwänden wieder und Speere traffen aufeinander, während Körper fielen und Blut den braunen Boden tränkte.

Jim ließ sich fallen und kauerte sich hin, um aus dem Sichtfeld der Streitparteien zu verschwinden. Rasch machte er sich ans Werk, um sich von den Fesseln zu befreien, zerrte an dem Seil und entspannte den Zug wieder in spezifischen Intervallen, um das Material zu schwächen. Nach einigen Minuten fühlte er einige Fäden reißen und zerrte mit einem Ruck daran. Das Seil rieß und er war frei.

Der Kleinkrieg tobte um ihn herum und Kirk sprang auf, stürzte sich in das Gefecht. Da lag soviel Chaos, soviel Mordlust in der Luft, dass es ihm leicht gelang, dem Gemetzel , auf seinem Weg zum einzigen Ausgang auszuweichen. Er war nur Meter davon entfernt, als er einen stechenden Schmerz auf dem rechten Oberarm verspürte. Jim sog scharf die Luft ein und warf einen kurzen Blick auf die Wunde und auf die Person, die diese verursacht hatte. Bereit sich zu verteidigen, doch es schien, dass dies nur ein Glückstreffer war. Die Planetenbewohner waren immer noch zu beschäftigt, um Jims Flucht zu bemerken.

Die Verletzung war oberflächlich, vergleichbar mit einem Schnitt am Papier und so schenkte Jim ihr keine Aufmerksamkeit und drängte weiter. Minuten später realisierte er, dass er nicht unterschätzen durfte, wie anfällig er war in Schwierigkeiten zu geraten. Die Sicht verschwomm ihm und das Atmen wurde immer schwerer. Hitzewallungen jagten in kurzem Aufblitzen durch seinen Körper und verursachten Muskelkrämpfe. Sogar Jims scharfer Verstand schien zu stocken, im Versuch eine Barriere gegen den Schmerz zu errichten.

Scheiße! Die verdammte Klinge war vergiftet.

Bones würde ihm den Arsch aufreißen. Wenn er es rechtzeitig zu ihm schaffte.

Kirk nutzte die Wand als Stütze und ging weiter. Er wusste nicht wo seine Freunde gefangen gehalten wurden, doch er hatte schon vor langer Zeit gelernt seinen Instinkten zu vertrauen, besonders wenn es darum ging, den richtigen Weg zu finden.

Er würde seine Freunde finden, koste es was es wolle. Auch wenn es für ihn schon zu spät war...


"Dr. McCoy, würden Sie das ruhelose hin-und her schreiten unterlassen? Ich versichere Ihnen, die Zeit wird hierdurch keineswegs schneller verstreichen," erklärte Spock. Er saß im Zentrum ihrer Zelle (Sekunden nachdem sie hierher verbracht worden waren, hatte Spock geschlussfolgert, dass ihre Maße 1,22m x 1,83m betrug) in seiner bekannten Lotus Position. Zunächst hatte er geplant zu meditieren, um seine Emotionen in den Griff zu bekommen. Dies war nun das vierte Mal, dass Jim sich freiwillig einer gefährlichen Situation aussetzte um andere zu beschützen, was gewöhnlich auch Spock involvierte. Der Vulkanier fühlte einen befremdlichen Ansturm von Ärger, Irritation und Sorge, welche vermutlich gänzlich unlogisch waren. Doch seine Versuche, das Mysterium, das James T. Kirk war, zu verstehen, waren immer und immer wieder von McCoys unaufhörlichen Gemurmel und Hin und Her-Schreiten vereitelt worden.

"Halten Sie die Klappe, Sie Waldschrat. Ich tue, was auch immer ich verdammt nochmal will! Sie haben Jim und tun ihm Gott weiß was an!" knurrte Leonard. "Warum zum Teufel haben sie ihn und Vero angegriffen?"

Spock hob nur seine Augenbraue, als wolle er sagen "Keinen Schimmer", falls er tatsächlich solche umgangssprachlichen Ausdrücke benutzte. Inzwischen hielt Uhura, welche neben Spock saß, ihren Blick auf den Boden fokkusiert, als sie zurück an die Sekunden dachte, in denen sie mit Jim gesprochen hatte.

"Kirk sagte, dass sie etwas gegen blaue Augen haben und dass er sie beleidgt hätte," erklärte sie langsam.

"Ensign Vero hatte ebenfalls blaue Iris."

"Also die Eingeborenen haben ein irrationales Vorurteil gegen Personen mit blauen Augen. Sieht wohl so aus, als würden Jims hübsche blaue Augen ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringen", schnaubte McCoy.

"Was denken Sie, was sie in diesem Fall mit ihm machen", fragte Uhura.

"Da bin ich überfragt. Aber Jim hängt ganz schön an seinen Augen. Sie sind eines seiner besten Verkaufsargumente. Wenn überhaupt, wird er ihnen gehörig in den Arsch treten, um Andere wieder damit zu bezirtzen."

Als würde Kirk, McCoys Worte unterstreichen wollen, schlug in der nächsten Minute, die Tür auf und offenbarte Jim. Er lehnte schwerfällig im Rahmen, sein Gesicht hatte eine kränkliche, blasse Farbe und er war schweißgebadet, dennoch lachte er strahlend über das ganze Gesicht, als er seine inhaftierte Crew erblickte.

"Ja! Endlich hab ich euch gefunden, Leute!" strahlte Jim ein wenig atemlos, doch erleichtert.

"Jim, bist du ok?" fragte Bones. Seine Erleichterung wurde von der Sorge um seinen Freund überschattet.

Jim schob Bones Frage beiseite und wankte zu den Gitterstäben. Das Metall als Stütze nutzend, fasste er nach Bones, welcher ihm eilig entgegen stürzte. McCoys scharfe Augen hatten die oberflächliche Verletzung auf dem rechten Bizeps seines Freundes sofort entdeckt und er öffnete den Mund, um einige Atworten zu verlangen.

"Nicht jetzt, Bones", krächzte Jim, als seine Finger sich um den Sternenflotten-Anstecker auf McCoys Hemd schlossen.

Spock hob seine Augenbraue irritiert über Jims Aktion, bis der Captain schwerfällig auf die Knie glitt und matt blinzelte, bevor er seinen eigenen Anstecker vom Hemd zog. Mit zitternden Fingern fügte er behände das scharfe Ende von jedem Abzeichen in das Schloss ein und drehte darin für ein paar Minuten rum. Ein hörbares Klicken war zu hören und Jim grinste. Er zerrte an dem altertümlichen Schloss und es fiel mit einem lauten Knallen auf den Boden.

"Woher wissen Sie, wie man Schlösser knackt?" fragte Uhura mit großen Augen.

"Genialer Farmjunge, erinnern Sie sich?" lachte Jim ein wenig atemlos, als er sich auf die Beine kämpfte. "Außerdem verrät ein Magier nie seine Geheimnisse..."

Er schwang die vergitterte Tür auf und trat in ihr Gefängnis. Unverzüglich wandte sich Spock Jim zu, um ihm einen besseren Zugang zu seinen Handfesseln zu ermöglichen. Wortlos befreite Jim Spock und ließ das Metall auf den Boden fallen, bevor er sich Bones zuwandte.

Rufe und Schreie hallten aus dem Korridor wieder, der zu ihnen führte. Spock blickte sich um suchte nach einer potentiellen Waffe. Mit einer kaum verborgenen Grimasse, bückte Jim sich, um das geheime Messer aus seinem Stiefel zu ziehen und warf es dem Vulkanier zu.

"Verlieren Sie es nicht", scherzte Jim, als er Bones befreite und sich nun um Uhuras Fesseln kümmerte.

Einmal frei, rannte McCoy aus ihrer Zelle und durchwühlte die Box, in denen die Aliens ihre Eigentümer aufbewahrten. Nur ihre Kommunikatoren waren darin, doch das war alles nach dem er gesucht hatte.

"McCoy an Enterprise, hören Sie mich?" sprach er, doch eine Antwort blieb aus. Er stöhnte, als er bemerkte, dass die dämlichen Dinger nicht mehr funktionierten. "Verdammt nochmal! Was haben die nur damit angestellt? Jim, was kannst du damit noch machen?"

Bones warf den Kommunikator seinem Freund zu, doch Jim nestelte damit herum, ehe er ihn nach einem erfolglosen Versuch zu fangen, fallen lies Uhura schnappte ihn aus der Luft, bevor er auf dem Boden zersplitterte.

Nun starrten ihn seine Freunde stirnrunzelnd an. Sie wussten, dass Jims Reflexe lächerlich schnell waren. Dass er nicht in der Lage war, etwas so Klobiges, wie einen Kommunikator zu fangen, konnte nur bedeuten, dass etwas sehr, sehr falsch lief.

Mit ein paar Schritten war McCoy an Jims Seite und betrachtete ihn, doch bis auf den oberflächlichen Schnitt an seinem Oberarm, konnte Bones keine Verletzung ausmachen. Er war kurz, von den hereinstürmenden EInwohnern mit ihren schwingenden Schwertern und Speeren abgelenkt.

Spock hatte sie bereits erwartet und sandte die ersten paar Angreifer bewusstlos zu Boden.

"Spock, passen Sie auf die Klingen auf", warnte Jim mit einem resignierten Seufzen. "Die sind vergiftet."

Bones Augen wurden groß, als er umherwirbelte und Kirk an seinem rechten Bizeps packte. Jim sackte, augenblicklich, in McCoys Griff und gab einen gedämpften Schmerzlaut von sich.

"Verdammt Jim! Wie lange ist es her, seit es dich erwischt hat?!" verlangte Bones zu wissen. Er drängte sich hinter Kirk und sank mit ihm auf den Boden, sodass Jim sich bequem an Bones Brust lehnen konnte. Eine Hand hatte er um Jims Handgelenk geschlungen, um seinen Puls zu kontrollieren - er war zu schnell und zu schwach - und die andere lag auf Jims Brustkorb, um die Atmung des Blonden zu überwachen, die für Bones Geschmack zu flach und zu schnell war.

"Was?" Uhura wirbelte rum und berührte Jims Stirn. "Leonard, er glüht ja!"

"Scheiße! Und ich hab mein Medkit nicht nicht hier! Jim, welche Art Gift haben sie benutzt?"

Jim schüttelte den Kopf und streckte seine zitternde Hand Uhura entgegen.

"Was ist, Kirk", fragte sie irritiert.

"Der Kommunikator...geben Sie mir..."

Benommen händigte sie ihm das Gerät aus. So schnell er mit seinen zitternden Fingern konnte, zerlegte er es und legte die Drähte darin frei. Mit geübter Leichtigkeit, isolierte er drei davon ab und verdrahtete einige davon inmitten des Bündels von Drahten in einer komplexen Prozedur neu. Eine Funke wurde sichtbar. Zufrieden, machte Jim die Abdeckung wieder dran und versetzte dem Kommunikator einen kleinen Schlag. Statisches Knistern grüßte sie, als Jim das Gerät mit einem Grinsen wieder an Uhura aushändigte.

"Es sollte jetzt funktionieren..."

Der ungläubige und zweifelhafte Ausdruck auf ihrem Gesicht hätten Jim amüsiert, wäre der Schmerz nicht gewesen.

Plötzlich kniete Spock vor ihnen. "Mehr Soldaten sind auf dem Weg. Wir sollten jetzt gehen, wenn wir die Möglichkeit einer Flucht nutzen möchten."

Spocks Blick fiel auf Jims geschwächte Form und ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden, erhob er sich mit Kirk in seinen Armen. Jim gab nicht den kleinsten Laut eines Protestes von sich, eine Tatsache die McCoy verunsicherte und beunruhigte. Es war schlimmer, als er gedacht hatte, doch ihm fehlte die Zeit, seinen Freund einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen. Nicht jetzt, wenn er an seine Grenzen getrieben wurde, um einem Vulkanier hinterher zu jagen.

Hinter ihm konnte er Uhura hören, welche mit dem Kommunikator versuchte die Enterprise zu kontaktieren. Doch dem statischen Rauschen und ihren zunehmend frustrierten Worten konnte er entnehmen, dass ein Störsignal, eine Verbindung mit Chekov verhinderte. Es war irritierend. Diese Eingeborenen hatten Speere, Pfeile und Bogen und dennoch war auf diesem Planeten etwas, dass sogar die Enterprise behinderte mit ihrem Aussenteam Kontakt aufzunehmen? Spock vermutete, einen Einfluss der leicht negativ geladene Atmosphäre, welcher wahrscheinlich genug war, um jegliche Radio-oder Elektrowellen zu verzerren.

Sie wanderten durch die steinernen Hallen. Kehrten wieder um oder warteten ab, um zu vermeiden entdeckt zu werden.

"Wissen Sie wie wir hier raus kommen, Sie Kobold?"

Spock ignorierte den Namen, mit dem McCoy ihn bedachte und nickte lediglich. "Ich habe mir den Weg exakt eingeprägt, als wir inhaftiert wurden. Wir sind fast am Ende."

Eine zaghafte Pause folgte, als Spock auf Jim hinab blickte. Kirks Augen waren geschlossen und seine rechte Hand klammerte sich, in etwas das Spock als Schmerzen interpretierte, an sein Hemd. Jim hatte während der gesamten Zeit keinen Laut von sich gegeben und zitterte mehr und mehr. Sogar Spock fühlte die Hitze, welche Jims Körper abgab durch sein Shirt hindurch und es brauchte nicht mal jemanden mit einem IQ, so hoch wie Spocks, um zu verstehen, dass Jim medizinische Versorgung benötigte und zwar schnell.

"Doctor..." begann er.

"Ich weiß," unterbrach McCoy knapp. Der besorgte Ausdruck in seinem Gesicht grenzte an Panik. "Aber wir müssen erst hier raus und einen Unterschlupf finden, bevor ich ihm helfen kann. Oder noch besser, bringen Sie uns zurück auf die Enterprise. Da ist ohnehin nicht viel, was ich ohne mein Equipment machen kann. Verdammt noch mal, ich weiß nicht mal, welche Art Gift sie benutzt haben und bei seinem Glück ist er am Ende noch allergisch darauf!"

Spock nickte mit einem Hauch Besorgnis in seinen dunkelbraunen Augen. "Ich erinnere mich an eine Höhle, etwa 1,9312 Kilometern entfernt. Ich schlage vor, wir beeilen uns, bevor die Eingeborenen in der Lage sind eine Jagdgesellschaft zu formieren und die Verfolgung aufzunehmen."

"Gehen Sie voraus, Sie Waldschrat."


McCoy und Uhura waren leicht vornüber gebeugt, die Hände auf den Knien und keuchten heftig, um wieder zu Atem zu gelangen. Die Seiten brannten mit jedem Atemzug, als sie sich mühten wieder zu Kräften zu kommen. McCoy war sich sicher, dass seine Muskeln, am folgenden Tag protestieren würden und daran war nur der verdammte Vulkanier Schuld. Es war nicht so, dass der gute Doktor nicht in Form war. Im Gegenteil, er erfreute sich an gelegentlichen Joggingrunden, ebenso wie Uhura, doch mit einem besorgten Vulkanier mitzuhalten war eine andere Sache. Es war schwierig, selbst für Jim wäre es eine Herausforderung.

Apropos Jim. McCoy beobachtete wie Spock seinen Captain sanft auf dem harten Boden der Höhle ablegte. Die Felsspalte war nicht sehr tief, doch ihr Eingang war, von einigen gut platzierten Sträuchern und Bäumen gut vor Blicken verborgen. Obwohl sie feucht und kalt war, war sie das Beste, was sie soweit finden konnten.

Der Moment in dem Jims Körper den Boden berührte, rollte er sich sofort zusammen. Seine Finger klammerten sich an seine Flanken. Er packte so fest zu, dass seine Fingerknöchel weiß wurden und seine Nägel sich ins Fleisch bohrten. Auf Jims Unterlippe, wo er sich selbst gebissen hatte, zweifelsohne um etwaige Schmerzlaute zu dämpfen, traten feine Bluttropfen hervor.

Als Spock die selbstverschuldete Verletzung bemerkte, rieb er mit seiner Hand beruhigend über Kirks Wange. "Jim, hören Sie auf sich selbst zu verletzen."

Jims einzige Antwort war ein schwacher, gedämpfter Laut.

McCoy kniete neben seinem Freund, seine erfahrenen Hände untersuchten Jim gründlich und suchten nach offensichtlichen Verletzungen. Er drückte leicht gegen Jims Brustkorb, ehe Kirk mit einem lauten Zischen antwortete.

"Du hast ein paar angebrochene Rippen, Jim. Wir müssen dich gerade ausstrecken, sonst übst du zuviel Druck darauf aus," erklärte McCoy schroff.

Mit offensichtlichen Schwierigkeiten gehorchte Jim, während er die Augen fest geschlossen hielt. Dieses Mal konnte er ein ersticktes Stöhnen nicht unterdrücken, schon gar nicht den schmerzverzerrten Ausdruck auf seinem Gesicht. Ihm war zu heiß, als würde er innerlich verbrennen und schmelzen. Jede Bewegung sandte Funken stechender Agonie seine Nervenbahnen entlang. Die Feuer wurden zahlreicher und der Schmerz nahm mit jeder vergangenen Sekunde an Intensität zu.

Schmerzen waren Jim nicht unbekannt. Er hatte nicht beste Kindheit. Wuchs mit diesem Bastard von Stiefvater, Frank, auf und überlebte Tarsus IV. Und das beinhaltete nicht mal die zahlreichen Male, in denen er gefangen genommen und gefoltert wurde, seit er der Sternenflotte beigetreten war. Aber das...diese Erfahrung war das Tüpfelchen auf dem i. Er konnte sich selbst, mit jeder weiteren Sekunde, zerbrechen fühlen. Er konnte sich nicht konzentrieren, sein Verstand nicht fokkusieren, er konnte nicht atmen. Der Schmerz übernahm seinen Körper.

"B-bones..." flüsterte er und blickte McCoy aus trüben, blauen Augen an. "Mach, dass es a-aufhört..."

Die Trauer auf Bones Gesicht war so stark, dass Jim übel wurde. Das heißt, wenn er etwas anderes als das Feuer und die Schmerzen fühlen würde, die seinen Körper überfluteten. "Es tut mir leid, Jim. Ich habe nichts bei mir, aber wir sind bald wieder auf der Enterprise und du wirst wieder gesund. Hörst du mich?"

Kirk wimmerte und ließ seinen Kopf wieder auf den Boden sinken.

"Verdammt noch mal! Mach schon!"rief Uhura verzweifelt. Nichts als statisches Rauschen tönte aus dem Kommunikator. Tränen stiegen ihr in die Augen, als sie zu Jims zitterndem Körper blickte. Ihr Freund und Captain lag auf seinem Rücken, seinen Kopf in Bones Schoß, das Gesicht gegen den Bauch des Schiffsarztes gepresst. Von der Stelle an der sie stand, konnte sie sein gedämpftes Wimmern vernehmen und wie er um Atem rang.

Dann sah sie Spock. Das ausdruckslose Gesicht des Vulkaniers verzerrt. In die gewöhnlicherweise, stoischen Züge, hatten sich Angst und Panik geschlichen. Jedes Mal, wenn Jims Muskeln sich verkrampften, sein gesamter Körper zuckte und Jim stöhnte, verzerrte eine Grimasse Spocks ausdruckslose Züge. Sie sah wie er seine Hände in einem Versuch zu helfen ausstreckte, diese aber hilflos wieder fallen ließ und zu Fäusten ballte.

Sie fühlte ihr Herz sinken. Das war es...ihr Freund - nein, Bruder - würde sterben und es gab nichts, was sie tun konnten, als seinen Kampf hilflos mit anzusehen.

Plötzlich gab es eine leichte Änderung in dem statischen Rauschen. Spocks Kopf schnellte hinauf und er blickte sie an.

Sofort hob sie den kommunikator an ihre Lippen. "Uhura an Enterprise. Bitte kommen, Enterprise. Bitte!"

"...-hura-...Sig-...Störu-..."tönte es aus dem Gerät. "Zwei...Sek-...," meldete eine bekannte Stimme. "Ich habs!" Chekovs deutliche Worte hallten in der kleinen Höhle wieder. "Enterprise hier."

"Vier zum rauf beamen! Jetzt!" befahl sie. "Kirk benötigt sofort medizinische Hilfe!"

"Muss'n Transporter umleiten, wegen nem Störsignal. Geben Se mir fünf Minuten."erklärte Scotty.

Im selben Moment, wölbte sich Jims Rücken vom Boden weg, sein Mund in einem lautlosen Schrei geöffnet. Seine Hände fassten wild nach etwas, dass ihm helfen würde.

"Jim hat keine fünf Minuten mehr!" brüllte McCoy. "Beamen Sie uns rauf!"

Am anderen Ende der Leitung war ein lautes Klackern zu hören, anschließend folgte lautes Fluchen, doch niemand in der kleinen Höhle schenkte dem Beachtung.

Alle Augen waren auf Jim fokkusiert, welcher es geschafft hatte, schwach, mit fiebrig, schweißnasser Hand nach Spocks nacktem Handgelenk zu fassen. Flehend blickte er zu dem Vulkanier auf - das einst leuchtende Blau, glasig. Eine einzelne Träne bahnte sich ihren Weg an Jims Schläfe hinab und verschwand im Haar ober seinem Ohr.

"B-Bitte, S-Spock," keuchte Kirk. "I-Ich k-kann n-nicht..."

Spocks gesamter Körper erstarrte, als Jim ihn berührte. Der Vulkanier schnaufte, während sich seine Augen weiteten. Selbst mit seinen intakten mentalen Schilden, fühlte er Jims Agonie durchbluten, wie ein rasanter Buschbrand, welcher so heiß wurde, dass Spocks Körper darauf reagierte und ebenfalls zu zebrechen drohte.

Ohne zu zögern streckte Spock seine Hand aus und übte Druck auf das Nervenbündel an Jims Hals aus. Augenblicklich verlor Kirk das Bewusstsein und sackte in McCoys Arme. Sein Griff um Spocks Handgelenk löste sich und seine Hand fiel schlaff auf seinen Oberkörper.

Und dann war da Stille.

McCoy blickte irritiert in Spocks Richtung.

Der Vulkanier schüttelte nur stumm den Kopf, ehe er sprach: "Da war so viel Schmerz..." flüsterte Spock. Der Horror über diese Erfahrungen in jedem Wort präsent. "So viel Schmerz..."

Dann waren sie plötzlich von bekannten, weißen Lichtern umgeben.

Von einem Augenblick zum nächsten, waren sie zurück an Board der Enterprise. McCoy wollte Chapel für ihre Voraussicht küssen. Sie stand mit einer Trage, dem Medkit, speziell auf Jims Bedürfnisse und Verträglichkeiten abgestimmt, sowie mit einem kleinen Team medizinischen Personal im Transporterraum bereit.

Unverzüglich begann er an das umstehende medizinische Personal Befehle zu erteilen und schnauzte um sich, während er einen Hypospray in Jims Hals rammte. Ehe Uhura noch reagieren konnte, war Jim schon auf dem Weg zur Krankenstation. McCoy immer an seiner Seite. Gewöhnlich würde Uhura in solch einer Situation eine Welle der Erleichterung fühlen, denn Leonard würde Jim nicht sterben lassen. Er konnte nicht. Jim war in McCoys Händen in Sicherheit, doch sie fühlte keine Erleichterung noch sonst etwas Vergleichbares. Nicht wenn Spock immer noch in der exakt gleichen Position auf dem Transporter-Pad kniete, in der er Jim, mittels Vulkanier-Griff, in Bewusstlosigkeit versetzte. Spock war erstarrt, seine Emotionen deutlich erkennbar. Da waren Horror, Panik und am schlimmsten von allen, Furcht in seinen Augen lesbar. Was auch immer er gefühlt hatte, als Jim ihn berührt hatte, verfolgte und quälte ihn. Was bedeutete dies dann für Kirk?

"Commander, sind Sie in Ordnung?" fragte Chekov.

Spock wurde aus seinen Gedanken gerissen und blickte auf. Überraschung spiegelte sich in seinem Ausdruck, bevor sie rasch aus seinem Gesicht verschwand.

"Es geht mir gut." antwortete er rasch, ehe er aufstand. "Lieutenant Chekov, bitte kehren Sie auf die Brücke zurück und setzen Sie einen Kurs auf das nächste System. Wir haben genügend Daten, zu diesem Planeten, erhoben, um zu entscheiden, dass die Planetenbewohner zu primitiv sind, um eine Allianz mit der Föderation in Betracht zu ziehen. Aufbruch innerhalb der nächsten zehn Minuten."

"Haben Sie einen bestimmten Ort im Kopf, Zir?"

"Nein, aber wir werden diesen Orbit so schnell wie möglich verlassen. Lieutenant-Commander Scott, die Brücke gehört Ihnen. Sollte meine Person verlangt werden, so bin ich in der Krankenstation anzutreffen."

Spocks Worte waren knapp und beinahe rannte er aus dem Transporterraum, um McCoy zur Med-Bay des Schiffes zu folgen.

Scotty und Chekov blickten sich stirnrunzelnd an, bevor sie sich wieder Uhura zuwandten.

Uhura schüttelte den Kopf, Tränen in ihren Augen. "Kirk wurde vergiftet...es sah nicht gut aus."

"Er kommt wieder in Ordnung, Mädel," erklärte Scotty und legte tröstend eine Hand auf ihre Schulter. "Vertraun Se mir." Er wandte sich an Chekov. "Junge, Se habn den Commander gehört. Schaffn Se Ihrn Arsch auf die Brücke!"

Chekov zögerte.

Scotty verstand sofort. "Wir werdn Se, über den Zustand des Captn auf dem Laufenden halten. Jetzt, mach schon! 's macht nix besser, nur hier rum zu stehn und gar nix zu machn."

Uhura sah dem jungen Navigator nach, als dieser sich auf den Weg zur Brücke machte, ehe sie ihm aus dem Transporterraum folgte.

Scotty brauchte nicht zu fragen, wohin sie ging. Er würde sie begleiten und mit ihr in der Krankenstation wachen, wenn er nicht das Schiff führen müsste. "Lassn Se uns wissn, wenn Jim wach is, ok?" rief er ihr nach.

"Natürlich."

Und dann war sie auch schon verschwunden.

Der Ingenieur schüttelte den Kopf und murmelte: "In welche Schwierigkeiten, habn Se sich diesmal gebracht, Jim?"

Doch wie immer, war niemand da, der ihm antwortete.


Als Jim erwachte, war da nur Dunkelheit. Keine weiße Decke der Krankenstation, keine übereifrigen Schwestern und kein Geklacker von medizinischem Equipment. Kein Bones, der sich über ihn beugte und ihn wie ein Kleinkind ausschimpfte. Für einen kurzen Moment, dachte Jim tatsächlich er sei tot, doch das Feuer in ihm war noch nicht gänzlich abgeklungen. Es war weniger als vorher - als er in der feuchten Höhle, bei lebendigem Leib verbrannte - doch es war immer noch da. Nadeln piekten tief in seine Muskulatur, verursachten Agonie. Es war so heiß, so quälend, glühend heiß, dass Jim sich so kalt fühlte. Wie damals, als er auf Delta Vega ausgesetzt wurde.

Kirk fröstelte, unfähig das Zittern seines Körpers zu unterdrücken und löste somit ein Aufflackern des Schmerzes aus. Ein kleiner Schmerzlaut entkam seinen Lippen und er verkrampfte sich in der Decke, welche über ihm ausgebreitet lag. Plötzlich fühlte er eine tröstende Hand, die sein Gesicht liebkoste und sanftes Gemurmel, welches ihm nur allzu bekannt war.

Jim öffnete die Augen und erblickte den zerzausten Schiffsarzt neben sich. Er lächelte seinen besten Freund an, ehe er seinen Namen krächzte: "B-Bones."

"Hey, Junge." antwortete Bones sanft. "Willkommen zurück unter den Lebenden."

Ein weiteres Aufblitzen des Schmerzes. Kirks Rücken wölbte sich der Decke entgegen und er wimmerte.

Nur einen Moment später beugte sich Bones über ihn und ließ seine Finger durch Jims Haar gleiten. "Ssch...es wird alles wieder gut, Jim. Es tut mir leid. Ich weiß es tut weh und es tut mir leid. Das Gift, dass die Einwohner benutzt haben, bindet sich an die Schmerzrezeptoren in deinem Körper. Selbst mit Spocks Gegengift wird es einige Zeit dauern, es aus deinem Körper zu spülen und diese Signale, die an die Rezeptoren gesendet werden, zu stoppen. In der Früh wird es dir besser gehen, aber jetzt musst du durchhalten, ok?"

Jim stöhnte. "D-Diese Ä-Ärsche."

Bones gluckste. "Ja, diese Ärsche, aber Spock konnte sehr schnell ein Gegengift anfertigen, nachdem ich ihm eine Probe deines Blutes übergeben habe. Wenn er nur ein paar Minuten zu spät gewesen wäre, hätten wir dich verloren, Jimbo. Ich will es ja nur ungern zugeben, aber dein Waldschrat, behält in einer Krise wirklich den Überblick. Ich verstehe, warum du immer darauf bestehst, dass er mit dir runter beamt."

"M-Mach ich gar nicht...Spock ist es...der darauf b-besteht." stotterte Kirk und lächelte, was jedoch, rasch, durch eine schmerzverzerrte Grimasse ersetzt wurde.

Um sich selbst von den Schmerzen abzulenken, ließ der junge Captain seine Augen durch den Raum wandern. Er konnte nicht viel, abseits McCoys Gesicht, erkennen. Er war verwirrt. Die Krankenstation war niemals so dunkel. Niemals! Es war einfach unmöglich mit all den Geräten und dem Equipment.

"Wo bin ich?" stammelte er.

"In deinem Quartier. Ich dachte, dass du die Privatsphäre deines Quartiers vorziehst, während diese Geschichte noch nicht ausgestanden ist."

Jim seufzte erleichtert. "Danke."

Er schloß die Augen, während er versuchte sich von dem Schmerz zu lösen; sein Körper hörte einfach nicht auf zu zittern und eine hartnäckige Kälte breitete sich über ihm aus. Jim fröstelte. Blind streckte er seine Hände, nach seinem besten Freund suchend, aus. Bones würde es besser machen...tat er immer.

"B-Bones...k-kalt..."

Für einen kurzen Moment verschwand Bones' Hand. Kirk fühlte ein kleine Welle der Enttäuschung durch seinen Körper branden. Er hätte sich nicht, von den Instinkten, welche durch seine Vergangenheit geprägt worden waren, täuschen lassen sollen, denn im nächsten Moment, senkte sich die Matratze und er fühlte wie Bones zu ihm unter die Decke schlüpfte. Vorsichtig zog er Jim zu sich.

Jim drückte sein Gesicht an McCoys Brust , benutzte den Körper seines Freundes um jegliche Laute, die er von sich gab, zu dämpfen. Seine Finger hielten sich an Bones' Uniformhemd fest und verkrampften sich, wann immer der Schmerz aufflammte.

McCoy flüsterte leise Worte in Kirks Haar, während er damit fort fuhr, tröstend Jims Schulter zu streicheln. Der Körper des Doktors, half Jim, ihn ein wenig zu wärmen, doch es war nicht annähernd genug. Der junge Captain zitterte immer noch, während er sein Ächzen an Bones' Hemd zu unterdrücken versuchte.

Zischend öffnete sich die Badezimmertüre. McCoy blickte auf und sah Spock eintreten. Er trug seine legere, schwarze Uniformbekleidung. Der Schiffsarzt hatte beinahe vergessen, dass Jim und Spock sich ein Badezimmer teilten. Warum dies so war, wusste er nicht...

Innerhalb von Sekunden war Spock näher getreten, evaluierte die Situation und bedachte McCoy mit einer hochgezogenen Augenbraue.

"Ich komme, um mich nach dem Zustand des Captains zu erkundigen," erklärte er. Seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. "Zeigt das Gegengift nicht die gewünschte Wirkung?"

"Es wirkt. In der Früh wird es ihm besser gehen," antwortete McCoy, ebenfalls flüsternd. "Das Gift muss erst aus dem Körper gespült werden."

Spock nickte und stand, etwas betreten, neben dem Bett.

Plötzlich jagte ein heftiger Kälteschauer durch Jims Körper, während ein erstickter Laut seinen Lippen entkam. Spock erstarrte, reckte dann jedoch seinen Kopf, um zu verstehen, was vor sich gegangen war.

McCoy rollte mit den Augen. "Er friert, Sie Kobold."

"Soll ich eine weitere Decke beschaffen?"

"Sie wird nicht viel helfen. Jims Körper konzentriert sich darauf, das Gift zu bekämpfen und produziert deshalb keine Wärme. Er braucht externe Wärmequellen."

"Ich verstehe."

Spock verschwand, als er sich hinabbeugte.

"Was machen Sie da?" fragte McCoy irritiert.

"Ist das nicht offensichtlich? Ich entledige mich meiner Schuhe."

"Das habe ich schon kapiert, Sie Idiot. Ich frage warum?"

"Dann sollten Sie Ihren Satz, nächstes Mal, sorgfältiger formulieren, Doktor."

"Würden Sie Ihre Klappe halten!"

Spock ignorierte den spitzen Kommentar von McCoy und hob die Ecke von Jims Decke an, bevor er ebenfalls ins Bett schlüpfte.

"Was tun Sie?" zischte Leonard.

"Vulkanier haben eine höhere Körpertemperatur, als Menschen. Sie haben mich in Kenntnis gesetzt, dass Jim eine externe Wärmezufuhr benötigt. Ich denke, dass ich hier von Hilfe sein kann."

Als Spock näher an den Captain rückte, gab Jim einen zufriedenen Laut von sich und rückte unterbewusst näher an den Vulkanier ran. McCoy öffnete den Mund um zu einem einem Protest anzusetzen, doch bei dem Blick auf Kirks Gesicht, welches sich mehr und mehr entspannte, zog er es vor sich lieber auf die Zunge zu beißen. In nur wenigen Minuten war es warm, fast überwältigend heiß, unter der Bettdecke. Bones fühlte Schweiß, seinen Rücken hinabtropfen, doch die Hitze beruhigte Jim. Seine Atmung verlangsamte sich und allmählich fiel er, eingepackt zwischen seinen zwei besten Freunden, in einen ruhigen Schlaf.

McCoy lächelte, als er seine Finger wieder durch Kirks blondes Haar gleiten ließ.

Das Schlimmste war vorüber.


Die Temperatur in Jims Raum war um 5°C erhöht wurden, nun herrschte eine drückende Hitze seinem Quartier. Jim, von mehreren Polstern gestützt, saß in einer aufrechteren Position in seinem Bett und grinste wie ein Dummkopf, als er beobachtete (und genoß), wie sein Schiffsarzt ihn umsorgte.

"Bones, es geht mir gut." seufzte Jim, als McCoy ihn erneut zu deckte und ihn in die warme Decke wickelte.

"Ja? Dann heb mal deine Hand für mich."

Kirk bedachte ihn mit einem Lächeln, ehe er antwortete: "Du weißt, das kann ich nicht."

"Dann halt die Klappe."

Das Gift war bei Tagesanbruch aus seinem Körper verschwunden, doch es hat ihn so schwach wie ein neugeborenes Lamm zurück gelassen. Selbst jetzt, benötigte es den Großteil von Jims Energie sich aufrecht zu halten. Doch das Gift war endlich aus seinem Körper raus und die Feuer gelöscht, dafür war er dankbar.

Als die Werte der Tricorderuntersuchung Bones endlich zufrieden stellten, ließ er sich, mit seinem PADD, an Jims Schreibtisch nieder und setzte seine Arbeit an den Berichten fort, welche er unterbrechen musste, als er Jim behandelte.

Nach einigen Minuten der Stille (nun ja, vonseiten Bones), unterbrach Jim die Ruhe. "Wo ist Spock hin?" fragte er. Er erinnerte sich, dass Spock, irgendwann, in den Nachstunden, in sein Bett gekrochen war. So unbehaglich es auch war, zwischen seinen beiden, besten Freunden eingekuschelt zu liegen, so musste er doch zugeben, dass es sehr viel angenehmer war, als er jemals, laut zugeben würde. Spocks Bereitsschaft, trotz seiner Fähigkeiten als Berührungs-Telepath, seine mentalen Barrieren willentlich zu kompromittieren, um Kirk zu wärmen, berührte den jungen Captain sehr. Ebenso fühlte er für McCoy, obwohl Jim schon immer wusste, dass Bones eine Schwäche für ihn hat, sowie er für seinen Schiffsarzt.

"Der Waldschrat hat seine Schicht auf der Brücke angetreten."

Jim murmelte:" Ich werde mich später bei ihm bedanken und entschuldigen."

"Warum entschuldigen?"

"Ich hätte ihn in der Höhle nicht berühren dürfen. Ich wusste, dass er alles fühlen würde. Hätte ihn dem nicht aussetzen sollen..."

"Ich denke nicht, dass er dich für deine Taten zur Verantwortung zieht, Jim. Du wurdest vergiftet, erinnerst du dich?"

Eine Pause. "Ja...ich erinnere mich...," hauchte Jim.

McCoy legte sein PADD ab. "Müssen wir darüber reden, Jim?"

Kirk lehnte sich zurück und schloss die Augen. "Nein. Ich wurde vergiftet. Ich hatte Schmerzen. Das war alles. Es war nicht Tarsus, Bones. Nicht mal annähernd."

Es klopfte an der automatischen Türe. Ehe Bones die Besucher anschnauzen und sie auffordern konnte, sich zu verpissen, rief Jim müde: "Herein!"

Die Türe glitt auf und offenbarte Uhura, Chekov, Sulu und Spock, welcher sich um die Ecke des engen Einganges drängte.

Jim lächelte. "Hey, Leute. Kommt rein."

Sie drängten in das Quartier und um das Bett ihres Freundes. Kirk konnte deutlich die Sorge in ihren Gesichtern und ihrer Körpersprache lesen, besonders als er keine Anstalten machte, sich gerader aufzusetzen oder seine Körperhaltung zu korrigieren, um nicht so schwächlich auszusehen, wie er es in diesem Moment tat. Sie betrachteten sein blasses Gesicht, die dunklen Ringe unter seinen Augen und sahen seine Unfähigkeit eigentlich irgendetwas zu bewegen. Dieser Umstand steigerte ihre Besorgnis nur noch mehr.

"Es geht mir gut" seufzte er. "Entspannt euch, Leute."

Uhura starrte ihn an.

Jim rollte mit den Augen. "Ok, ich werde wieder ok sein. Ich brauche nur ein paar Tage zum Erholen und werden wieder so gut wie neu sein."

"Wissen Sie, ich denke, wir werden eine Regel einführen, die es Ihnen nicht erlaubt hinunter zu beamen." witzelte Sulu. "Jemals wieder."

"Diesen Vorschlag unterstütze ich." pflichtete McCoy ihm bei.

Jim öffnete den Mund. Er wollte Einwände vorbringen und sich ohne Zweifel rausreden, doch Uhura war schneller und wechselte rasch das Thema. "Kirk, wie sind Sie entkommen? Wie konnten Sie uns retten?"

"Die Flucht war viel einfacher als Sie denken würden. Ein paar Stichelein hier und dort, über einen der Typen, der die Mutter des Anderen vögelt und bevor man weiter denken kann, entbrennt ein Krieg unter Geschwistern, darüber wer Häuptling werden soll. Ich bin in dem Chaos entkommen, aber einer der Bastarde landete einen Glückstreffer. Hatte nichtmal bemerkt, dass die Klingen vergiftet waren, bis ich auf halbem Weg zu eurem Verlies war."

"Sie haben einen Bürgerkrieg ausgelöst, nur Minuten nach dem Sie gefangen genommen worden waren?" keuchte Sulu. "Nicht mal Sie können so gut sein."

Jim grinste sie nur mit seinem wohl bekannten "Leckt mich am Arsch"-Schmunzeln an.

Uhura rollte mit den Augen. "Und wo haben Sie gelernt Schlösser zu knacken."

"Ich habe eine ganze Weile, in meiner Jugend, damit verbracht durch die Welt zu wandern. Über die jahre hinweg, hab ich hier und dort, bei seltsamen Jobs, ein paar Tricks gelernt."

"Lassen Sie mich raten, irgendwann, in diesen Jahren haben Sie auch als Magier gearbeitet?"

"Ich war ein Entfesselungskünstler. Ich sage nur deshalb Magier, damit es nicht so eingebildet klingt."

"Und dort haben Sie auch Spanisch gelernt?"

"Nö! Spanisch habe ich als Barkeeper in Barcelona gelernt."

"Wartet mal. Kirk spricht fließend Spanisch und Vulkan?" rief Sulu aus.

"Der Keptin spricht auch fließend Russisch." fügte Chekov hinzu.

"Falschspieler in Moskau."erklärte Jim. "Dort habe ich die längste Zeit verbracht. Ich glaube, es waren ungefähr 6 Monate. Also, ich denke, dass man Magier gelten lassen kann. Habe ein paar großartige Tricks in Moskau gelernt." Er zwinkerte Sulu und Chekov zu. "Ich zeige sie Ihnen, das nächste Mal bei einer Runde Poker."

"Captain, Sie haben angegeben, dass Sie die Erde in Ihren frühen Teenagerjahren bereist haben. Gehe ich Recht in der Annahme, dass Sie ihre Reisen alleine bestritten?" fragte Spock.

Jim erstarrte für den Bruchteil einer Sekunde, ehe ehr gleichgültig lächelte. Die Maske war wieder an ihrem Platz. "Ja, ich war alleine. Winona schickte mich auf einen anderen Planeten, nachdem ich ein Auto in den Abgrund gefahren hatte und als ich wieder zurückkehrte war ich..nicht mehr willkommen. Also haute ich ab. Man heuerten mich gerne an. Ich bin ein Genie und lernte immer schnell , ungeachtet meines jungen Alters.

Augenblicklich wussten sie, dass Spock, Jim gezwungen hatte, mehr preis zu geben, als er wollte, denn McCoy schritt ein und verhinderte so eine weitere Befragung.

"Okay, alle raus hier. Unser Idiot von einem Captain braucht Ruhe," erklärte Leonard schroff.

"Genie. Genie von einem Captain," korrigierte Jim und erntete damit Kichern von seiner Crew, als sie das Quartier verliessen.

"Warten Sie, Spock. Können Sie bitte einen Moment warten?" bat Jim.

Spock nickte lediglich und wartet bis die letzten Genesungswünsche der Crew verstummt waren und sie Jims Quartier geräumt hatten.

"Spock, ich möchte mich entschuldigen. Ich hätte nicht so einfach Ihre Hand, in dieser Höhle, anfassen sollen," erklärte Jim.

"Entschuldigungen sind nicht erforderlich, Jim. Meine Barrieren hielten Stand und ich war in der Lage, Ihre enormen Schmerzen zu ein wenig zu lindern."

"Dann ist ein Danke angebracht. Ich danke Ihnen, Spock. Für alles. Ich weiß, es war nicht einfach für Sie und darum weiß ich es noch mehr zu schätzen."

Spock nickte. "Ich glaube es gibt eine irdische Redensart, welche besagt "Dank ist überflüssig". Ich habe lediglich einem Freund in Not geholfen, soweit es meine Möglichkeiten erlaubten."

Jim strahlte. "Sie sind der Beste, Spock."

"Das sind genug Gefühle für einen Tag," motzte McCoy. "Und jetzt raus, Sie Kobold. Jim muss sich von den Nachwirkungen erholen."

"Verstanden. Bitte lassen Sie es mich wissen, wenn Sie weitere Assistenz benötigen."

Der Schiffsarzt schnaubte. "Ein vulkanischer Butler. Nur Jim schafft so etwas."

Spocks Augenbraue wanderte hinauf. "Meine Dienste sind nicht auf diese Art und Weise zu verstehen. Meine angebotene Hilfe ist als Unterstützung gegenüber Ihnen gedacht, die Bettruhe des Captain, so lange es erforderlich ist, durchzusetzen."

Nun war Leonard irritiert. "Wieso? Wir sind nicht auf der Krankenstation, wo Jim seine Fluchtmöglichkeiten hat."

"Obwohl dies der Wahrheit entspricht, denke ich, dass wir möglicherweise Jims Fähigkeit, aus misslichen Lagen zu flüchten, neu beurteilen müssen. Er hat enthüllt, dass er eine gewisse Zeit als Entfesselungskünstler verbrachte, was die Wahrscheinlich um 74,2% erhöht, dass er sich der strikten Order der Bettruhe widersetzt."

McCoys Augen weiteten sich, als er das gesamte Ausmaß, dessen was Spock gesagt hatte, verstand. Er drehte sich um, mit der Absicht Jim zu drohen, doch dieser war nirgendwo zu sehen.

"Verdammt, Jim," kurrte McCoy und durchsuchte seine Sachen nach dem Kommunikator. Er leitete eine schiffsweite Suche nach dem vermissten Captain ein. "Wie, zur Hölle, hat er es überhaupt an uns vorbei geschafft?!"

Spock blickte flüchtig zu Jims Bett, als etwas kleines und weißes seine Aufmerksamkeit erregte. Nach ein paar Schritten, hob er das kleine, quadratische Stück Papier, auf das etwas gekritzelt worden war, auf.

"Doktor," rief Spock und wartet bis Leonard an seiner Seite war, ehe er ihm die Notiz zeigte.

"Ein Magier verrät niemals seine Tricks..."

Dies löste eine Flut, von Flüchen und Androhungen körperlicher Gewalt, aus. Jim würde bedauern, dass er diesen Trick mit seinem besten Freund abgezogen hatte, er konnte einfach nicht widerstehen, als er verstand, was Spock sagen wollte.

Verärgert zog sich McCoy sein blaues Uniformhemd über sein schwarzes Shirt und stürmte raus. Er murmelte: "Genialer Idiot", bevor er weitere Beleidigungen von sich gab.

Der Vulkanier folgte dem Doktor raus und blickte ihm nach, als er den Gang entlang stapfte und Jeden, anblaffte, der das Pech hatte seinen Weg zu kreuzen.

Spock betrachtete noch einmal das kleine Blatt Papier, in seiner Hand, und erlaubte sich ein wenig Amusement über Jims Notiz. Ein zartes Lächeln umspielte seine Lippen.

Genialer Idiot, in der Tat...

(Jim wurde später auf der Brücke gefunden, wo er sich angeregt mit seine Brückenbesatzung und Scotty unterhielt, bevor sowohl McCoy, als auch Spock erschienen, um ihn wieder zurück in sein Quartier zu bringen und ihm zu der erforderlichen Bettruhe zu drängen. Unnötig zu erwähnen, dass das nächste Mal, als man den Captain wieder sah, er völlig genesen war. Es war eine weitere Woche später, bevor Jim es wagte wieder den selben Raum wie McCoy zu betreten. Der gute Doktor ließ keine, sich ihm bietende, Möglichkeit, aus, ihren genialen Captain mit einem Hypospray zu traktieren.)


Lasst mich wissen, wie es euch gefallen hat.

Bis zum nächsten Mal.