Hallöchen!
Erst mal muss ich sagen das ich mich leider nicht so gut auskenne, was das uploaden von neuen Chaps etc. angeht. Darum hol ich jetzt einfach mal das nach, was ich am Anfang vergessen habe.
Ich verdiene kein Geld hiermit und alles gehört der glorreichen, großen, wunderbaren J.K. Rowling, sie ist eine Göttin!
Dann ein liebes Danke an APWBDumbledore! Hab mich sehr über dein Review gefreut! Und um deine Frage zu beantworten: Jetzt geht's weiter!
Nachsitzen
Noch beim Abendessen in der großen Halle kochte Lily vor Zorn.
„Ich hatte noch nie in meinem Leben Nachsitzen bei irgendeinem Lehrer und jetzt kommt Potter daher und ich muss heut Abend mit ihm zu Flitwick! Wann soll ich jetzt bitte meine Hausaufgaben erledigen? Das schaff ich nie! Bei dem was uns McGonagall alles aufgehalst hat! Da werd ich ja die ganze Nacht im Gryffindor- Turm hocken!", zeterte sie wütend und erstach dabei das Würstchen auf ihrem Teller.
„Ach hör doch auf. So schlimm wird's sicher nicht", versuchte Mona sie zu beruhigen, „Immer hin musst du nur zu Flitwick. Wenn du ihn ganz lieb anbettelst lässt er dich sicher früher gehen"
„Ja… vielleicht", murmelte Lily und schaute deprimiert auf ihr massakriertes Würstchen hinab, „Aber Nachsitzen? Am ersten Abend? Und dann noch zusammen mit Potter?"
„Irgendwann ist halt immer das erste Mal", murmelte Julia abwesend.
Um halb acht machte sich Lily allein auf zu Flitwicks Büro. Vor der Tür wartete bereits Potter. Doch anstatt verärgert oder gar wütend drein zu schauen, grinste er sie an.
„Flitwick ist noch nicht da", sagte er.
Lily verschränkte die Arme vor der Brust und fauchte:
„Ganz toll. Dann hätte ich durchaus noch Hausaufgaben machen können…"
Potter lachte auf, doch verstummte sofort wieder. Scheinbar grauste es ihm davor, Lily könnte noch ein Mal den Schweig-Fluch gegen ihn aussprechen.
„Wieso hast du mich eigentlich verflucht?", fragte er nach knapp fünf stillen Minuten, „Das ist doch sonst nicht deine Art, Evans"
„Wo her willst du wissen was meine Art ist?", spuckte sie wütend hervor.
„Na hör mal", schmunzelte Potter und klang dabei belustigt, „Ich kenn dich jetzt schon sechs Jahre!"
Lily schnaubte verächtlich.
„Du kennst mich überhaupt nicht"
„Na, dann lass mich dich doch kennen lernen" flüsterte er und kam ihr wieder bedrohlich nah. Doch Lily stieß ihn erneut von sich.
„Fass mich an und ich zereis dich in tausend Stücke"
Gerade in dem Moment als Potter etwas Kesses erwidern wollte, trat Professor Flitwick zu ihnen und lies sie ins Büro eintreten.
„So", sagte er und musterte die beiden Gryffindors, „Ich habe nicht viel Zeit. Wichtige Lehrer Besprechung zum Beginn des Schuljahres. Sie werden diese Karteikarten...", er deutete kurz auf zahllose, braune Holzkisten hinter sich, „…neu ordnen. Ich hoffe ich kann Sie zwei allein lassen. Wenn ich zurück bin und auch nur die geringste Spur von Magie wahrnehme werden sie morgen weiter machen"
Mit diesen Worten rauschte er an den Beiden vorbei und ließ sie allein zurück. Lily war mehr als unwohl dabei, mit Potter allein zu sein, so machte sie sich stillschweigend an den Kisten zu schaffen.
Nach etlichen Minuten fiel Lily auf, das Potter sich noch nicht gerührt hatte.
„Hilfst du mir vielleicht mal?", fragte sie bissig und drehte sich zu ihm um.
Potter jedoch, musterte sie weiterhin schweigend.
„Hallo?", rief sie aufgebracht.
Mit einem Mal regte er sich.
„Tut mir leid Lily"
Lily stutzte. Hatte Potter sich gerade tatsächlich für etwas entschuldigt?
„Was tut dir leid?", hackte sie ungläubig nach.
„Na, dass ich dich hab fliegen lassen. Das war nicht gerade nett von mir", murmelte er mehr zu sich als zu ihr.
Die junge Frau verstand die Welt nicht mehr.
„Seit wann tut dir so was bitte leid?", fragte sie sarkastisch.
„Hör mal zu Lily. Ich wollte das wirklich nicht… Bin durchgedreht", sagte er mit melankolischer Mine, und beinahe hätte Potter ihr leid getan… wenn er halt nicht Potter gewesen wäre.
Doch mit einem Mal schwenkte sein Gesichtsausdruck um.
„Lass mich dir beweisen, dass es mir leid tut. Komm mit mir nach Hogsmeade und ich zeig's dir"
Ja, das ist er wieder, dachte Lily bitter.
„Nein Potter. Zum tausendsten Mal jetzt! Ich geh mit Adam dahin, ich bin mit Adam zusammen, ich liebe Adam und du bist ein Vollidiot", zischte sie.
Erst schwieg Potter, doch dann zuckte er bedauernd die Schultern, starrte Flitwicks kahle Wand an und machte sich an die Karteikästen.
Plötzlich klappte die Tür und Lily drehte sich erschrocken um. Doch niemand stand dort. Kein Flitwick der Frühzeitig zurückkam. Merkwürdig…, dachte Lily bei sich.
Am ersten Hogsmeade- Wochenende des Schuljahres saß Lily zusammen mit Adam in den Drei Besen und trank gemütlich mit ihm ein Butterbier. Die zwei redeten über Gott und die Welt(besser gesagt: Adam redete), bis die Tür zum Pub erneut aufschwang und keine geringere Bande, als die Rumtreiber eintraten.
Nein, dachte Lily völlig verzweifelt, versuchte aber sich nichts anmerken zu lassen. Wie gebannt hörte sie zu, wie die Jungs sich unterhielten.
„Das war echt 'ne geniale Idee, Tatze", rief Potter laut und klopfte Black anerkennend auf die Schulter.
„Danke Krone", sagte er mit, gespielt, gewichtiger Mine, „Aber es war dein Umhang. Ohne dich wäre es mir nicht möglich gewesen"
Die Rumreiber brachen in schallendes Gelächter aus. Kopfschüttelnd wandte sich Lily wieder ab und versuchte dem ständig plapperndem Adam zuzuhören. Doch als am Nebentisch ihr Name viel, konnte sie nicht anders und begann wieder zu lauschen.
„Tja, aber Evans hat dir trotzdem wieder mal 'ne Abfuhr erteilt", meinte Black, scheinbar grinsend, „Ich hab's ja immer hin gesehen"
Lily runzelte die Stirn. Wann hatte sie Potter denn das letzte Mal einen Korb gegeben und das vor Blacks Nase? Das letzte Mal, so kam es ihr in den Sinn, war beim Nachsitzen gewesen, doch da war Black nicht dabei gewesen.
„Ich krieg sie noch rum, glaubt mir", kam es nun siegessicher von Potter.
„Das glaub ich dir Krone!", sagte die schelmische Stimme von Peter Pettigrew.
Sofort kochte wieder Wut in Lily auf. Nie, wirklich nie, würde sie mit Potter ausgehen!
„Lily! Lily?", drang eine vertraute Stimme an ihr Ohr. Es war Adam und scheinbar hatte er ihr eine Frage gestellt, auf die Lily antworten sollte.
„Wa…? Oh, ja natürlich, der Meinung bin ich auch", murmelte sie nur.
Adam stutzte.
„Du findest wir sollten mehr Hausaufgaben aufbekommen?", fragte er stirnrunzelnd.
In diesem Moment drang wieder lautes Gelächter vom Nebentisch zu ihnen. Lily rauchte der Kopf vor Zorn.
„Hör mal Adam, Schatz…" sie betonte dieses Wort extra laut, damit Potter es auch ja hören konnte. „… lass uns wo anders hin gehen. Das ist mir einfach zu laut hier"
Lily sprang auf und machte Anstallten zu gehen, doch Adam war sitzen geblieben.
„Sag mal!", schnauzte er sie scheinbar wütend an, „Hörst du mir überhaupt zu? Ich hab dich schon vor 'ner Viertelstunde gefragt ob du gehen willst!"
Lily, vollkommen geschockt davon, dass er sie so angemeckert hatte, erwiderte schnippisch:
„Weist du, wenn du ununterbrochen nur laberst ist es kein Wunder das dir andere Leute nach einer Zeit nicht mehr zuhören! Du quatschst entschieden zu viel! Weist du was? Du nervst, du nervst so verdammt das es schon fast weh tut! Ich hau jetzt ab und wage es ja nicht mich noch einmal anzuschreien!", damit wirbelte sie herum, war im nächsten Moment aus dem Pub gestürmt und ließ einen völlig verdatterten, wütenden Adam zurück.
An diesem Abend führte James Potter ein hoch interessantes Gespräch mit seinem besten Freund Sirius Black im Jungenschlafsaal.
„Man Tatze… ich glaub ich lieb sie wirklich. Wieso will sie den nichts von mir wissen?", fragte James total durcheinander.
Tatze begann zu lachen.
„Oh jemine, oh jemine!", rief er in einer elendigen Sing-Sang-Stimme, „Wieso liebt mich meine Angebtete nicht?"
Dafür kassierte er einen wütenden Blick von James.
„Hör auf", knurrte er.
Im nächsten Moment wurde Sirius wieder ernst, wenn man das bei ihm überhaupt so nennen konnte.
„Lass mich überlegen Krone… du verzauberst sie - "
„Ich hab mich doch entschuldigt!"
„ -- du nervst sie, du nennst sie nur beim Nachnamen und spuckst den auch noch in diesem schrecklichen Ton aus, als wäre er Dreck -"
„Ich hab nichts gegen Muggelgeborene!"
„ -- und du machst dich über sie lustig! Würdest du dich in jemanden verlieben der so was hinter deinem Rücken tut?", endete Tatze.
Krone seufzte.
„Das ist doch alles nicht böse gemeint…"
„Meinst du sie weiß das?"
„Soll ich jetzt etwa zu ihr hin gehen und sagen: Hi! Ich liebe dich, war alles nicht so gemeint was ich mit dir gemacht habe und über dich gesagt habe! Oder wie stellst du dir das bitte vor?"
