Es geht weiter. Dieses Mal aus der Sicht von Severus Snape.

Lorelai Ferron: Ja, traurig soll es auch sein ;)

Angel-of-Mystic: Jetzt geht es ja weiter!

Nici1807: Bestechung und Entschädigung hab ich gerne angenommen –eisschleck-

Kaptitel 2 – Tränen in der Nacht

Das Ganze darf einfach nicht sein. Ich schleiche hier durch meine Gemächer und fühle mich von all diesen Gedanken verfolgt. Es sind angenehme Gedanken, das gebe ich zu, aber sie sind verboten..

Gestern war das Unvergleichliche geschehen. Ich habe den wohl schönsten Abend meines Lebens mit der schönsten Frau verbracht. Hermine Granger.

Du kamst in meine Räumlichkeiten, so wie du es so oft tat. Du warst Schulsprecherin und wir redeten oft über die Schule und dein zukünftiges Studium. Ich fühlte mich immer mehr zu dir hingezogen und an diesem Abend war es schliesslich geschehen.

Ich konnte mich nicht mehr zurückhalten. Deine klugen, braunen Augen die mich immer wieder herausfordernd anblickten, waren tödlich.

Die darauffolgenden Momente waren wunderschön. Wir verbrachten den ganzen Abend in den Armen des Andern. Es fühlt sich so richtig an. Deine Gegenwart macht mich friedlich. Doch schon gegen Ende des Abends wurde mir klar, dass es nicht sein durfte. Es war falsch was wir hier machten.

Ich habe dich sofort zurück in ihre Räumlichkeiten geschickt. Ich habe dir klar gemacht, dass es nie mehr geschehen durfte. Wir voneinander lassen sollen. Beinahe hätte ich dich beschimpft; doch ich denke meine verletzenden Blicke haben dich schon genug gekränkt.

Weinend hast du mich verlassen, ich konnte noch hören wie du sagtest, dass ich das nicht einfach so machen kann. Dann warst du verschwunden.

Jetzt bin ich hier. Tigere hier herum und weiss nicht was ich machen soll.

Der Morgen dämmert schon langsam. Zum Glück ist heute keine Schule. Ich könnte dir nicht unter die Augen treten. Nicht nachdem was letzte Nacht passiert ist.

Ruhelos lege ich mich ins Bett, kneife meine Augen zu und versuche zu schlafen; ohne Erfolg. So etwas kann nicht funktionieren. Total aufgewühlt gehe ich langsam auf meinen kleinen „Notschrank" zu, nimm eine Flasche Whisky heraus und nimm einen zünftigen Schluck. Oh ja, den Kummer ertränken, das macht Sinn. Sich jetzt so richtig mit Alkohol füllen und dann möglichst alles vergessen. Ich stelle die Flasche wieder hin. Merke, dass es nichts nützt.

Ich gehe ins Bad, spritze mir viel eiskaltes Wasser ins Gesicht. Die Gedanken verschwinden nicht. In meinem Kopf donnert es.

Du liebst sie, du liebst sie so sehr... Du bewunderst ihre Schönheit, ihre Grazie, ihre Anmut. Du bist ihr verfallen...

Die innere Stimme beruhigte mich nicht. Nein, sie machte mich noch unruhiger.

„Zum Teufel damit! Es darf einfach nicht sein, und dabei muss es bleiben."

Ich versuche meine Miene wieder zu versteinern. So wie ich es immer tat wenn ich in die Öffentlichkeit trat. Dann verliess ich meine Räume um zum Frühstück zu gehen.

Wird Hermine wohl auch dort sein?"

Die Frage überrollte meinen Verstand. Wie konnte ich nur an dich denken?

Ich sah mich um als ich zum Lehrertisch ging. Keine Hermine in Sicht. Potter und Weasley, deine beiden absolut überflüssigen Freunde sassen alleine am Gryffindor-Tisch. Eifersucht kroch in mir hoch. Ich war eifersüchtig auf zwei meiner Schüler. Und das nur wegen dir... Weil sie den ganzen Tag um dich sein können ohne ein schlechtes Gewissen, was mich soeben plagt.

Vielleicht war sie schon hier, vielleicht habe ich sie verpasst? Nein, das konnte nicht sein.

Ich merkte wie meine Fassade langsam bröckelte. Es war höchste Zeit wieder zu verschwinden.

Ich muss sofort mit dir reden. Jetzt gleich. Ich muss dir klarmachen dass es so nicht weitergehen kann. Ich muss das alles beenden und dann vergessen.

Meine Beine tragen mich so schnell sie können in die Nähe des Gryffindor-Turmes, wo du dein Zimmer bewohnst. Ich weiss dass du im Moment nur dort sein kannst.

Die Türe ist weder verriegelt noch mit einem Bann verzaubert. Ich mache sie ein Stück weit auf. Dann höre ich ein Schluchzen.

„Wie kann er mir das antun...... liebe... doch.... Severus... mein Mann..."

Ich kann nur diese Worte hören. Und trotzdem ist mir sofort klar, warum du weinst.

Für dich bedeutet es genauso viel wie für mich. Ein Schmerz zieht sich durch meinen Bauch. Ich kann dir das nicht einfach so antun. Ich kann dich nicht einfach so links liegen lassen. Ich mag dich viel zur sehr. Mein Puls beschleunigt sich merklich. Meine Handinnenflächen werden nass vom Schweiss.

Ich muss wieder gehen. Ich kann nicht... Meine Beine scheinen festgewachsen und ich starrte dich an ohne ein Wort zu sagen.

„Severus!! Reiss dich verdammt noch mal zusammen. Bei Merlin!"

Ich gehe leise auf dich zu. Lege eine Hand auf deine Schulter um dich zu beruhigen. Um zu zeigen, das ich für dich da bin.

„Severus!" wisperst du leise.

Du hebst deinen Kopf leicht an und lässt mich in deine Augen, in ein Meer von Liebe und Zärtlichkeit, blicken. Ich kann mich nicht mehr beherrschen. Ich muss dich jetzt einfach in meine Arme nehmen. Ich ziehe dich eng an mich. Streiche dir beruhigend über den Rücken, streichle dein weiches, braunes Haar. Trotzdem löst du dich von mir. Kälte umgibt mich.

„Severus, ich liebe dich doch! Warum tust du mir das an? Warum tust du uns das an?"

Damit habe ich nicht gerechnet. Zuerst schweige ich. In meinem Kopf arbeitet es. Ich sehe, wie sich in deinen Augen wieder die Tränen sammeln. Ich sehe wie du erwartest, dass ich dir jetzt das Herz breche. Aber ich kann nicht. Ich bin nicht fähig dazu. Ich breche.

„Ich liebe dich doch auch, Hermine."

Ich ziehe dich wieder in meine Arme und höre wie du vor Glück anfängst zu weinen. Ich küsse dich leidenschaftlich. Ich will dich einfach nicht mehr verlieren. Ich möchte meine Liebste nie mehr verlieren. Du bist das grösste Geschenk das ich bekommen konnte.

„Ich will für immer bei dir sein." Murmle ich leise, aber ich denke dass du es nicht gehört hast.

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