Hallo ihr Süßen!
Es ist mal wieder so weit. Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht allzu übel, dass es diesmal etwas länger gedauert hat, aber ich habe 3 gute Gründe: 1. Das Kapitel ist diesmal etwas länger (was euch ja freuen dürfte), 2. Ich hatte richtig viel Stress in der Schule und 3. Ich habe letzte Woche mit praktischer Fahrschule angefangen und fahre 2 Tage die Woche und bin danach total alle...
Jedenfalls danke ich den lieben Reviewern. Ich hoffe, das geht im Laufe der Story so weiter. Istalindar und ich freuen uns natürlich, dass euch die Story schon so gut gefällt, denn wir hatten da beide so unsere Bedenken. Also, danke an: Mordred Malfoy, palin-diamondbow, D.V.G.M.1, junglina, LunaNigra (wie immer ;-) ), Sweet-Teeni (auch wie immer ;-) ), aleksandramalfoy, Cynestra, Hexen-Lady und Celina-HP (danke, dass du zu jedem eins geschrieben hast! war sehr lieb!). Viele von euch haben mich gefragt, ob Draco wieder kommt und wer der geheimnisvolle Typ ist. Leute, ganz ehrlich, wenn ich das jetzt schon verraten würde, dann wär's doch nur noch halb so spannend, oder? Also kriegt ihr das noch früh genug raus.
So, genug geredet, Viel Spaß beim Lesen, eure Hermione D.
2. Kapitel
„Du siehst bezaubernd aus Constantine." Gregory Goyle, einst der dickeste, schwachsinnigste Kumpel von Draco Malfoy, jetzt ein attraktiver, charmanter Junggeselle verbeugte sich, als er ihre Hand nahm und diese zu seinen Lippen führte. Sie lächelte mit in bronze gehaltenen Lippen, die ihre perlenweißen Zähne betonten.
„Danke." sagte sie. „Du bist wirklich zu nett."
„Das ist wahr, verehrte Dame." Er bot ihr seinen Arm an. Sie nahm ihn und ließ sich von ihm zum Getränketisch führen. Wie immer auf Parkinson Festen floss der Alkohol in Mengen. Constantine schaute sich um, um festzustellen, welche Gäste der Zusammenkunft beiwohnten. So gut wie jeder, der einen Namen hatte, war hier, doch es waren weniger Politiker als bei den Zabinibällen anwesend. „Woher hast du denn dieses Kleid? Marine wird sicher fragen, weißt du." Constantine lächelte und konnte sich gut vorstellen, wie Gregorys jüngere Schwester die Herkunft diverser Kleider auf dem Fest hinterfragen würde.
„Ich fürchte dir sagen zu müssen, dass es maßgeschneidert ist." sagte sie, während sie einen Blick auf das Kleid warf. Es war schwarz, trägerlos, rückenfrei und ein einzelner, schmaler Streifen, der sich von ihrem Nacken bis hin zum unteren Rückenteil zog, war das Einzige, was die komplett freie Sicht auf ihren Rücken verhinderte. Es war aus einfacher schwarzer Seide mit einer bestickten Taille. Constantine hatte ihr Haar aus ihrem Gesicht in einen Pferdeschwanz gebunden, der einen scharlachroten, leuchtenden Lockenschopf zurückhielt. Ihre Augen waren zart schwarz umrandet, was ihre Farbe noch intensiver erscheinen ließ, während sie im Kerzenlicht leuchteten. Feine Opalohrringe hingen an ihren Ohren, wobei sie ihre freien Schultern gelegentlich streiften.
„Marine wird am Boden zerstört sein." sagte Gregory mit einem trockenen Lächeln. Constantine zeigte ein graziles Schulterzucken.
„Falls sie es so sehr mögen sollte, gebe ich ihr natürlich den Namen des Designers." bot sie an. Gregory nickte.
„Sie wird dir sehr dankbar sein, da bin ich mir sicher. Oh, hast du bereits Daniel Masters kennengelernt?" Gregory tippte einem der Gäste auf die Schulter. Dieser drehte sich um und Constantine fand sich Auge in Auge mit dem dunkelhaarigen Mann, der ihr auf dem Zabiniball aufgefallen war. „Daniel, das ist Constantine DeVere." Daniel nahm Constantines Hand und führte sie mit einer leichten Verbeugung an seine Lippen, während seine braunen Augen jedoch nie ihre grünen verließen.
„Ich fühle mich geehrt, my Lady." sagte er. Er hatte eine tiefe, fast säuselnde Stimme.
„Ich ebenfalls, Mr Masters." antwortete Constantine mit einem Lächeln. „Ich denke, ich sah sie auf dem Zabiniball letzte Woche, wir wurden uns jedoch nicht vorgestellt."
„Ah ja. Ich glaube, sie waren in Gold gekleidet." sagte Daniel. Er hatte ihre Hand immer noch nicht frei gegeben und Constantine entzog sie ihm vorsichtig. Man musste immer aufpassen, wie man an Orten wie diesen handelte und verlängerte Kontakte versteckten immer ein genaueres Kennen des jeweils anderen und das war nicht der Eindruck, den Constantine anderen geben wollte. Was die Gesellschaft anbetraf, so waren Amadeo und sie zusammen, sei es nun auf romantische oder auf eine andere Art und Weise.
„Das stimmt."Constantine lächelte. „Sagen sie, Mr Masters, was machen sie in ihrem Leben?" Daniel lächelte und streckte den Rücken. Er war sogar groß, noch etwas größer als Constantine in ihren Larvin Absatzschuhen.
„Ich bin Architekt, Miss DeVere. Ich denke, Bauwerke drücken manchmal mehr Menschlichkeit als man erwarten würde aus. Sie beinhalten etwas der Menschen, die sie entworfen und gebaut haben." Constantine nickte, während sie eine Augenbraue hoch zog.
„Ich muss sagen, dass ich diesem Thema nie viele Gedanken gewidmet habe." gab sie zu. Daniel lächelte. Er hatte ein reizendes Lächeln.
„Also, Miss DeVere. Was ist ihre Berufung?"
„Bitte, nennen sie mich Constantine." sagte sie. „Ich mache eine Menge gesellschaftliche Arbeit, ebenso wie einige Wohltätigkeitsprojekte in Afrika und Asien."
„Die moralisch gut gesinnte Prominente. Wie originell." Constantine verärgerte sein herablassender Klang, doch sie nahm einen tiefen Atemzug und fügte ihrem Verhalten einen Hauch von Eis hinzu.
„Nennen sie es, wie sie wollen, Mr Masters." sagte sie mit einem kleinen Lächeln. „Ich denke, es lohnt sich." Daniel nickte.
„Ich bin sicher, dass sie das denken, Miss DeVere, sonst würden sie es nicht tun." Constantine hob ihre Augenbrauen und biss eine unhöfliche Bemerkung zurück. Es war die eine Sache, kälter als das arktische Eis zu sein, doch es war eine ganz andere, ungehobelt zu sein. Gregory, der die Unterhaltung mit Interesse verfolgt hatte, fand es jetzt angebracht, einzuschreiten.
„Sie sind ein sehr neues Gesicht auf diesen Veranstaltungen, Mr Masters." sagte er. Daniel nickte. „Ich hörte, das Geschäft läuft gut?" Daniel schaute Gregory von oben bis unten an, ohne sich über die versteckte Beleidigung aufzuregen.
„Constantine." Amadeo tauchte an ihrer Seite auf und hob eine Augenbraue aufgrund der schlecht versteckten Feindlichkeit in der Gruppe. „Du hast einen neuen Freund, wie ich sehe." Constantine lächelte.
„Amadeo, darf ich vorstellen, Daniel Masters. Daniel, das ist Amadeo Malfoy."
„Ja, ich weiß. Draco Malfoys Cousin."
„Sie kennen meinen Cousin?" fragte Amadeo und legte einen Arm um Constantines Hüfte. Sie sah mit einem Hauch von Zufriedenheit, wie ein kurzer Ausdruck von Verärgerung über Daniels Gesicht kam und sie lehnte sich gegen Amadeo.
„Wir haben uns getroffen. Flüchtig."
„Oh? Wann?" fragte Constantine. Daniel runzelte die Stirn.
„Vor ein paar Monaten, glaube ich."
„Also hält er sich noch in gesellschaftlichen Kreisen auf?" fragte Amadeo, seine volle Aufmerksamkeit auf Daniel gerichtet. „Ich hatte gedacht, er würde im Untergrund verschwinden." Daniel zuckte mit den Schultern.
„Es war ein flüchtiges Treffen. Wir wurden nicht einmal einander vorgestellt, doch ich kenne ihn natürlich vom Sehen, aus den Zeitungen und diesen Dingen."
„Achso." sagte Constantine, während sich ein leicht amüsiertes Lächeln auf ihre Lippen legte. „Also haben sie ihn nicht wirklich getroffen. Sie haben ihn nur gesehen." Gregory und Amadeo tauschten Blicke untereinander und während sich Amadeos Gesicht kaum rührte, erkannte man bei Gregory ein kleines Lächeln. Ein weiterer Mann fällt dem Messer, welches Constantines Zunge ist, zum Opfer. Daniel schien ebenfalls ein wenig sprachlos und nahm sich einen Moment, sich zu sammeln. Aber als er das geschafft hatte, war Constantine schon weiter.
„Ich werde mich ein bisschen weiter umsehen." kündigte sie an. Sie lächelte die drei Männer an. „Gentlemen."
„Constantine." gaben sie im Chor wieder. Sie lächelte über die gleiche Höflichkeit, entfernte sich von der Gruppe und unterhielt sich mit einem freundlichen Lächeln mit den anderen Gästen. Daniel beobachtete, wie sie in der Menge verschwand.
„Sie hat etwas, oder?" merkte er an. Er schaute zurück und sah, dass beide Männer ihn mit bösartigen Blicken bedachten. Er lächelte entwaffnend. „Beruhigen sie sich, Gentlemen." rügte er sie behutsam. „Sie braucht ein paar Möglichkeiten, um ihre Eis-Königinnen-Masche zu üben." Amadeo hob eine Augenbraue.
„Mir war nicht klar, dass sie sie kennen." Daniel lachte.
„Das tue ich auch nicht, doch trotzdem kann ich sehen, dass ich in diesem Punkt Recht habe. Sie ist mir letzte Woche auf dem Zabini-Ball aufgefallen."
„Hmm." sagte Amadeo unbeeindruckt. „Wenn sie mich entschuldigen würden, ich werde dem Beispiel der Dame folgen und mich unter die Leute mischen."
„Ebenso." fügte Gregory hinzu.
„Natürlich." Daniel lächelte freundlich."Es war schön, sie kennen zu lernen." Amadeo nickte und ging weg, doch Gregory wartete noch einen Moment.
„Darf ich ihnen vielleicht einen Rat geben?" fragte Gregory. Daniel lächelte.
„Natürlich."
„Sie haben zwar das Recht, ihre Meinungen kundzutun, doch ich denke, dass es klüger wäre, die Situation zu erfassen, bevor man sie ausdrückt."
„Um Schläge ins Gesicht zu vermeiden, meinen sie?" fragte Daniel. Gregory zwinkerte sprachlos aufgrund von Daniels Deutlichkeit.
„Ja, so etwas in der Art." stimmte er zu. Daniel nickte.
„Danke für den Hinweis Kumpel." Gregory nickte, wobei er ein wenig angespannt aussah.
„Selbstverständlich. Wenn sie mich entschuldigen würden." Er lächelte schwach und flüchtete.
Eines war klar, Daniel Masters war nicht für diese Art einer öffentlichen Veranstaltung geschaffen. Obwohl man zu seiner Verteidigung sagen musste, dass er neu in dieser ganzen Sache war.
Die Zeit wird es zeigen.
&
„Aargh. Er macht mich so wütend!" Amadeo rollte die Augen während er die Tür für Constantine offen hielt und sie an ihm vorbei in ihre Wohnung rauschte. Sie beklagte sich mal wieder über Daniel Masters, dem Mann, der in den letzten drei oder vier Monaten, in denen sie mit ihm zu tun hatten, ihr persönliches Lieblingsärgernis geworden war. Amadeo trat die smaragdgrüne Schleppe von der Tür weg und schloss sie hinter ihr, während er beobachtete, wie sie in die Wohnung stürmte, wobei ihre Schuhe auf dem Mamorboden klackerten. Es war wie ein Wunde für ihn, dass sie niemals gestolpert und auf ihrem Hintern gelandet war.
„Er zieht dich auf." sagte er beruhigend und beobachtete, wie sie den Diamantring von ihrem Finger zog und sich in Hermione zurückverwandelte. Das Kleid war jetzt ein wenig zu lang, aber abgesehen davon, sah sie immer noch umwerfend aus.
„Ich werde ihn aufziehen." nörgelte Hermione, ließ sich auf die Couch fallen und verschränkte ihre Arme launisch vor der Brust, bevor sie ihre Schuhe weg schoss. „Ich werde ihn aufziehen und dann schaue ich zu, wie er durchdreht." Amadeo hob seine Augenbrauen.
„Jetzt hat er dich gekriegt, oder?" merkte Amadeo mit schlecht versteckter Belustigung an. Hermione starrte ihn an und schnaufte missmutig. „Könnte das vielleicht daran liegen, dass in dem Augenblick, indem ihr beide euch seht, ihr in des anderen Schlafzimmer kommen wollt?" Hermione hob ihre Augenbrauen und starrte ihn noch eindringlicher an.
„Ähm. Nein. Er ist ein Depp, und ärgerlich... und dieses rufen und so weiter, hat er denn nie in seinem Leben Grundregeln für Manieren kennengelernt?" sagte Amadeo und grinste nun offen, woraufhin Hermione nochmals schnaufte.
„Ein Rat von mir? Ich sage, geh mit ihm ins Bett und krieg ihn dann aus deinem Kopf raus." Er lächelte sie engelsgleich an und sie warf ein Kissen in seine Richtung.
„Ein Rat von mir?" sagte sie spöttisch. „Verpiss dich und stirb." Amadeo fing auf diesen Kommentar laut an zu lachen.
„Ach Hermione. Solch eine Sprache." Sie hob ihre Augenbrauen und er lächelte. „Draco wäre stolz auf dich." Hermione schnaubte und rollte die Augen.
„Dieser Dreckssack. Nebenbei, wo zur Hölle ist er?" Amadeo zuckte mit den Schultern.
„Das letzte mal, als ich nachgeforscht hatte, hatten sie keinen Anhaltspunkt, wo er sein könnte. Also kann man sagen, wenn wir es auch nicht wissen, macht er seinen Job gut." Hermione nickte.
„Ja ich weiß. Das macht es jedoch nicht wirklich leichter." sagte sie. Amadeo nickte zur Zustimmung.
„Nein. Aber wenn es leichter wäre, wäre es das dann wert?" Hermione runzelte die Stirn.
„Was meinst du?" Amadeo zuckte mit den Schultern und setzte sich auf die Couch ihr gegenüber.
„Wenn es leicht wäre, würdest du dann das gleiche für Draco fühlen, wie du es jetzt tust?"
„Wie denn? Verwirrt? Wütend? Leicht angepisst?"
„Ich hoffe, beim letzten sprach der Alkohol meine Liebe. Konzentrier dich auf das Gesprächsthema." sagte Amadeo herablassend.
„Leck mich, du Arsch." antwortete Hermione. Amadeo rollte seine Augen.
„Was ich meine ist, wenn ihr zwei zusasmmen wärt und es stünde nach alledem nichts zwischen euch, dann würdet ihr vielleicht gar nicht so viel für den jeweils anderen empfinden, wie ihr es jetzt tut." Hermione neigte ihren Kopf in widerstrebender Bestätigung.
„Also, was hältst du von Daniel?" fragte sie. Amadeo schaute nachdenklich drein.
„Er versteckt etwas. Und das gefällt mir nicht."
„Er versteckt es jedenfalls nicht sehr gut, wenn du es so schnell bemerkt hast." gab Hermione hinzu.
„Nun, ich sage mal, ich habe einen gut-eingestellten Blödsinns-Detektor." sagte Amadeo. „Jedenfalls ist etwas an ihm eigenartig. Nicht richtig. Also vertraue ich ihm nicht." Hermione nickte.
„Das klingt logisch." stimmte sie zu. „Irgendetwas hat er an sich. Er ist ein bisschen zu... Das kann ich nicht mal sagen. Das ist nicht gewohnt, weil wir uns vorher nie getroffen haben. Es ist nur..." sie zuckte mit den Schultern und Amadeo nickte.
„Ich verstehe schon. Und ich stimme dir zu." Es entstand eine kurze Stille, bevor Amadeo sich erhob. „Naja, ich sollte dich in deinem Grübeln alleine lassen, meine Liebe." Hermione nickte und stand ebenfalls auf, wobei das grüne Kleid bis zum Boden fiel. Sie zog es hoch und folgte Amadeo zur Tür. Während er die Tür öffnete, um zu gehen, sagte Hermione: „Er hat mich gebeten, mit ihm nach Frankreich zu fahren." Amadeo hielt inne, schloss dann die Tür und drehte sich, um sie wieder anzusehen.
„Und du sagtest?"
„Dass ich darüber nachdenken werde." sagte Hermione. Sie seufzte. „Ich weiß es einfach nicht, Amadeo."
„Willst du denn fahren?" fragte Amadeo und lehnte sich zurück gegen die Tür. Hermione nickte.
„Ja, schon. Da ist bloß etwas eigenartiges an ihm." Sie schüttelte ihren Kopf. „ Doch ich glaube nicht, dass es Constantine gut tun würde, wenn sie flirtend in Europa mit einem no-name Architekt gesehen wird."
„Ein Besuch in Frankreich zählt wohl eher nicht als flirten in Europa." meinte Amadeo. Hermione seufzte.
„Er will auch nach Italien. Und vielleicht danach in die Schweiz." Amadeo hob seine Augenbrauen.
„Wirklich. Nun, das ist interessant."
„Warum?" fragte Hermione nach und lehnte sich an den langen Tisch, der ihren Flur entlang ging. Amadeo zuckte mit den Schultern.
„Er muss ja sehr von dir begeistert sein." Hermione antwortete nicht und starrte stattdessen die Muster in dem silber-gefleckten Marmorboden an. „Hermione, ich werde dir meine ehrliche Meinung und einen gut gemeinten Rat geben." Sie schaute auf und traf seinen Blick. „Wir haben bereits gesagt, dass etwas an ihm eigenartig ist, dass unsere Blödsinns-Detektoren zum klingeln bringt. Das ist ein guter Grund, nicht zu fahren, oder zumindest, ein paar ernste Nachforschungen über seine Herkunft anzustellen, bevor du auch nur einen Moment über die Sache nachdenkst. Und weiterhin ist da Constantine zu beachten. Im Moment steht sie ganz oben, was soviel heißt wie, dass sie tief fallen kann. Und es hängt einfach zu viel von ihr ab, deine eigene Sicherheit und dein Status ebenfalls. Du kannst jetzt nicht riskieren, die Finanzierung der Dritte-Welt-Projekte zu verlieren, nicht, wenn wir es gerade geschafft haben, durch die politischen Grenzen zu kommen. Das Gute, was diese Projekte bewirken können, ist unermesslich aber wenn du die Finanzierung wegen eines sozialen Faux Pas verlierst, könnte das deine Arbeit vollkommen zerstören. Also besteht mein Rat darin, dieses Interesse zwischen euch beiden herunterzuschlucken und zu versuchen, so gut wie möglich weiterzumachen, und nicht mit ihm zum flirten nach Europa zu fahren." Hermione nickte, während sich ihre Augen wieder zum Boden senkten.
„Natürlich hast du recht. Und ich hätte selber auf diese Gedanken kommen müssen." Amadeo legte eine Hand auf ihre Schulter.
„Mach dir keine Sorgen darum Hermione. Du denkst halt nicht immer vollkommen klar in Zeiten wie diesen." Hermione lächelte schwach.
„Danke Amadeo." sagte sie und schaute zu ihm auf. Amadeo nickte und lehnte sich vor, um ihre Wange zu küssen.
„Gute Nacht Hermione. Schlaf gut."
„Du auch. Gute Nacht." Sie stoß sich von dem Tisch ab und beobachtete, wie Amadeo durch ihre Tür und im Aufzug verschwand. Dann ging sie zurück in die Wohnung und begann, sich für's Bett fertig zu machen, während ihre Stimmung wegen der Tatsache, dass sie nicht mit Daniel nach Europa gehen konnte, sank.
Aber Amadeo hatte, wie immer, recht. Es gab wichtigere Dinge als einen Ausflug nach Europa mit dem sozial untauglichen Daniel Masters, egal, welche Wirkung er hatte.
