So, hier das zweite Chap. Was ich im Bezug auf die Malfoys vergessen hatte zu sagen, war dass man in dieser fic irgendwie die zwei Seiten von Narzissa kennen lernt. Aber naja das werdet ihr ja merken! °lol° Ummm...ja...
Ich bedanke mich ganz doll für die lieben Reviews: Maxine, Franzi (du Ei! ), Sam, Maia May, Cosma, Tascha und Asta! °knullz° Danköö!
Und ja, dieses Kapitel ist länger! °ggg°
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Als sie in Malfoy Manor ankamen, prasselte bereits ein wärmendes Feuer im Kamin der riesigen Wohnstube. Lucius setzte sich nahe ans Feuer und schloss die Augen, die Wärme der Flammen auf seinem Gesicht genießend. Bellatrix nahm neben ihm Platz und streckte die Füße aus, Narzissa ließ sich auf der Couch den beiden gegenüber nieder. Es vergingen einige Minuten in denen keiner sprach, in denen alle in ihren Gedanken versunken waren, bis die Stille erdrückend wurde und Narzissa spürte, dass die Blicke von Lucius und Bellatrix auf ihr ruhten. Langsam hob sie den Kopf. „Ich nehme an...ihr wollt eine Erklärung."
Bellatrix hob eine Augenbraue als Narzissa noch immer nicht sprach. „Könnte man so sagen."
„Woher hast du...soviel Macht?" fragte Lucius und sah sie prüfend an.
Seine Frau zögerte. „Der dunkle Lord. Er hat mir... . Was ihr da gesehen habt... Nun ja wisst ihr, das ist gar nicht so leicht zu erklären. Das mag sich verrückt anhören, aber … es war ein Teil seiner Zauberkraft. Der Herr hat ... einen Teil seiner Kraft auf mich übertragen. Natürlich nur für kurze Zeit, so lang wie ich brauchte euch aus Askaban zu holen.", fügte sie hinzu.
Einen Moment herrschte Stille.
„Aber ... Narzissa" ergriff Lucius wieder das Wort, „... so viel Macht ... Zauberkraft ist doch nichts was man einfach so... leihen kann!"
Narzissa strich in einer ungeduldigen Bewegung die Falten ihres Rockes glatt. „Ich bin weder Er, noch weiß ich wie genau man es macht. Es ist ein sehr mächtiger Zauber, ich kann mich nicht daran erinnern wie er ihn vollzogen hat. Fest steht, dass es möglich ist, du hast doch gesehen, dass es funktioniert hat. Oder glaubst du es wäre mir sonst möglich gewesen einfach so in Askaban reinzuspazieren?"
„Ich weiß es nicht", erwiderte Lucius abwesend.
„Glaubst du etwa, dass ich von allein soviel Macht habe? Glaubst du, selbst wenn es so wäre, ich lebe so viele Jahre an deiner Seite, ohne dir zu sagen, dass ich so viel Macht habe? Das ist lächerlich und das weißt du!"
„Natürlich! Nur ... warum ist er dann nicht selber...?"
„Weil ich es tun wollte!" sagte Narzissa knapp. „Außerdem ... wäre es zu riskant gewesen wenn er persönlich erschienen wäre."
Lucius blickte kommentarlos ins Feuer und schüttelte den Kopf. Misstrauisch die Stirn runzelnd sah Bellatrix zu ihm, wandte sich dann aber wieder an ihre Schwester. „Aber...warum nicht alle Cissa? Warum nur Lucius und mich?"
„Ein Täuschungsmanöver! Voldemort ist gerade dabei seine Todesser zu befreien... er wird von den Auroren überrascht. ...Sie sind in der Überzahl, er hat sich noch nicht vollständig erholt und von seinen Todessern hat er erst zwei befreit, die ihm jedoch keine große Unterstützung sind... Es gibt einen Kampf. Voldemort siegt erschöpft und verschwindet mit seinen beiden Todessern. Natürlich wäre es günstiger gewesen alle rauszuholen, aber es soll so aussehen als hätte Voldemort seine Macht noch nicht völlig zurückerlangt. Diejenigen die von dieser Geschichte hören, sollen glauben, dass sie noch etwas Zeit haben. Etwas Spielerei sozusagen, und...wenn wir alle Auroren um Askaban scharen, wird der Weg frei für das was wir eigentlich wollen!"
„Aber, Schwester, all jene die dabei waren und davon berichten könnten sind tot."
„Nicht alle. Ich habe ein paar der Auroren am Leben gelassen. Ein bisschen Cruciatus hier, etwas Imperius da und sie werden den anderen genau das erzählen." Sie lächelte zufrieden.
Bellatrix lachte und schüttelte den Kopf. „Perfekt!"
„Nun" sagte Lucius, „findest du es aber nicht etwas auffällig, dass gerade der Mann und die Schwester von Narzissa Malfoy befreit wurden?"
Narzissa blickte ihn kühl an. „Du hast Recht! Ich hätte nur Bella mitnehmen sollen!"
Diese lachte. „Ja, Dankbarkeit war ihm schon immer ein Fremdwort!"
„Vater?"
Lucius sah langsam auf. Auf der Treppe stand Draco. Sein Gesicht war ernst, ja fast etwas ängstlich, unklar ob vor der Reaktion seines Vaters oder über den Zustand in dem er ihn eventuell vorfinden könnte.
„Draco!" Bellatrix lief auf ihren Neffen zu und umarmte ihn.
„Gehst du mit ihm rauf Bellatrix?" fragte Narzissa und drehte sich zu ihr um.
„Natürlich! Er ist doch mein Lieblingsneffe!" grinste sie.
Draco lächelte leicht, richtete seinen Blick dann aber wieder auf Lucius.
„Vater..." begann er wieder, wusste aber nichts weiter zu sagen.
Draco wusste nicht wann er es zum letzten Mal gesehen hatte, aber das Lächeln das ihm Lucius schwach entgegenbrachte, und das er zwar überrascht aber durchaus erleichtert erwiderte, war ohne jeglichen Spott.
„Komm Draco" krächzte Bellatrix und zwickte ihm leicht in die Seite.
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Eine Weile saßen sie sich schweigend gegenüber und sahen sich einfach nur an, bis Narzissa aufstand, zur Couch ging auf der Lucius saß und sich neben ihn setzte. Erst jetzt hatte sie die Möglichkeit ihren Mann genauer zu betrachten. Lucius hatte sich verändert. Er sah lange nicht so zerschunden aus wie ihre Schwester. Und doch hatte er etwas abgenommen. Unter seinen Augen zeichneten sich dunkle Ringe ab, und sein Haar hatte an Glanz verloren.
Doch es war nicht nur sein Äußeres was sich verändert hatte. Lucius war sonst immer gefasst, ein Mann der höchstens Narzissa gegenüber Gefühle zeigte, jedoch immer Arroganz und Kälte ausstrahlend. Jetzt aber hatte Narzissa das Gefühl, dass er seine strenge Mine nicht mehr so gut beherrschte wie damals. Es war leichter aus seinem Gesicht zu lesen, und obwohl er versuchte, Haltung zu bewahren, spürte Narzissa, dass hinter dieser Fassade etwas zerbrochen war.
Wieder einmal wurde ihr klar, dass dieser kalte, anderen gegenüber herzlose Mann, alles andere als leicht mit Einsamkeit zu recht kam.
Vorsichtig strich sie ihm über die Wange.
„Es ist ... noch nicht vorbei..." sagte sie unsicher. „Das war noch nicht das Ende Lucius. Es tut mir Leid, dass es so gekommen ist, aber ... du darfst jetzt nicht aufgeben ... wir ... werden die anderen zu uns holen ... jeden einzelnen ... nacheinander ... und ...wir werden unschlagbar sein! Hörst du? Wir ... werden es allen heimzahlen!" Lucius hatte den Blick gesenkt und starrte ausdruckslos auf den Boden. „Lucius?" Narzissa ergriff ihn bei der Hand, küsste sie und rutschte von der Couch auf die Knie. „Oh Lucius" weinte sie, „Lucius bitte ... sag doch etwas. Ich ... habe dich so sehr vermisst ... ich wusste nicht ... Lucius!" Noch immer hielt sie seine Hand, ihr Gesicht darin vergraben, als er mit seinen Fingern durch ihr Haar strich. Narzissa hob langsam den Kopf und sah ihn fragend an, ihre Augen mit Tränen verschleiert. Langsam zog er sie zu sich, nahm sie in die Arme und macht keine Anstalten sie wieder loszulassen.
„Oh" schluchzte Narzissa. „Oh ... ich dachte ich hätte dich verloren! Ich dachte ... oh!" Sie weinte bitterlich, und es tat gut, all ihr Kummer wurde herausgespült und eine wohltuende Erleichterung machte sich breit. Lucius´ Gesicht war schmerzverzerrt, aber sein Auge blieb trocken. „Danke!" sagte er nur und es schien ihm Mühe zu bereiten zu sprechen.
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„Awww, wie romantisch!" Bellatrix kam lachend die Treppe hinab, setzte sich neben Lucius und lehnte ihren Kopf auf seine Schulter. „Zu beneiden!" Narzissa hatte sich wieder beruhigt. Noch eine Weile hatte sie Lucius festgehalten, bis die Weinkrämpfe, die ihren Körper durchschüttelt hatten, abebbten und sie wieder Herr ihrer Gefühle wurde. Sie ließ ihn los, erhob sich, fuhr sich mit den Händen übers Gesicht und atmete tief durch, während Lucius Bellatrix dezent von sich schob.
„Ich habe etwas zu erledigen Lucius. Kommst du allein zurecht?"
Lucius nickte. „Das hier ist ja immerhin noch Malfoy Manor, oder nicht?"
Narzissa lächelte. „Ist es." Sie warf Bellatrix, die aufgestanden und zum Treppenabsatz gegangen war, einen Blick zu. Diese nickte nur, und lehnte sich gegen das Geländer. „Kann ich dir noch etwas bringen lassen?"
„Wasser."
„Wasser?" Narzissa warf Bellatrix einen hilflosen Blick zu. „Nun, ich weiß, die Bedingungen in Askaban waren nicht sehr... ähm ... gut ... aber..."
„Ein Bad!", erklärte der Malfoy. „Ich brauche Wasser für ein Bad. Glaub mir, wenn du täglich mit einem Schluck Wasser auskommen musst, verschwendest du es nicht für Körperpflege, sondern bist dankbar wenn dir etwas Nasses die Kehle hinunterläuft."
Bellatrix lachte.
Narzissa dagegen strich sich beschämt eine Haarsträhne hinters Ohr. „Verstehe."
„Askaban ein finsterer Ort, der selbst für finstere Gesellen nichts übrig hat."
„Ach weißt du nach so vielen Jahren gewöhnt man sich daran."
Narzissa warf ihren Mantel über und stöhnte missbilligend über den Kommentar ihrer Schwester.
„Was ist?" Bellatrix zuckte die Schultern. „Wenn du in diesem Loch überleben willst, musst du versuchen dich daran zu gewöhnen! Ich sagte ja nicht, dass ich es vermisse..., obwohl...für 15 Jahre war es mein...zu Hause!" Sie lachte heiser und ließ ihre Finger knacken.
Lucius drehte sich angewidert zu ihr um. „Du bist krank!"
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Cornelius Fudge schreckte von seinem Bett auf. Er wusste nicht was ihn geweckt hatte, wahrscheinlich lag es an dem Gewitter draußen. Er fuhr sich mit der Hand über die Augen, atmete tief durch und war dabei sich wieder zurückzulehnen, als er die schwarze Gestalt war nahm, die mitten in seinem Schlafzimmer stand. Er zuckte furchtbar zusammen.
„Was ... Wer sind sie? Was tun sie hier?"
„Es tut mir Leid dass ich sie zu einer so unmöglichen Tageszeit heimsuche Cornelius" sagte eine klare Frauenstimme.
„Woher kennen sie meinen Namen?" Fudge ließ seinen Blick durch den Raum auf der Suche nach seinem Zauberstab gleiten, der nicht mehr, wie gewöhnlich, auf seinem Nachtschränkchen lag.
„Falls sie den hier suchen...", die Frau hielt einen Zauberstab in die Höhe. „...ich glaube den brauchen sie jetzt nicht mehr! Selbst wenn ich nett wäre und ihn ihnen geben würde, würden sie wohl nicht gegen mich ankommen! Aber ich bin nicht hier um mit ihnen ein kleines Duell zu meiner Belustigung zu starten. Und ich bin auch nicht hier um nett zu sein." Die Frau trat zwei Schritte auf das Bett zu und nahm die Kapuze ab.
„Narzissa! Oh...sie sind es" er lachte nervös. „Warum haben sie das denn nicht gleich gesagt. Was wollen...hören sie, ich kann es ihnen erklären...verstehen sie Narzissa..."
„Für sie immer noch Mrs. Malfoy, Cornelius!"
„Äh, ….natürlich...Mrs. Malfoy. Hören sie, ich stehe mächtig unter Druck. Ich bin Zaubereiminister, wie sehe es denn aus, wenn ich mit angeblichen Todessern Geschäfte mache. Ich glaube noch immer nicht, dass Lucius -"
Narzissa räusperte sich. „ Ich war zutiefst entsetzt" sagte sie mit verstellter Stimme, „welch ehrbare Leute, wie ich zuerst annahm, unter diesen Masken steckten. Einige meiner engsten Mitarbeiter, denen ich über Jahre mein vollstes Vertrauen geschenkt habe, haben mich auf derbste Art und Weise hintergangen. Doch so tief meine Enttäuschung auch ist – ich werde alles erdenkliche tun, um diese Verräter von dem, dessen Name nicht genannt werden darf, fern zu halten, und Dumbledore trotz einiger vorgefallener Unstimmigkeiten unterstützen . Etc., etc., bla bla..." Narzissa lächelte kalt. „Es tut mir leid, dass ich den Tagespropheten aus dem dieses Interview von ihnen stammt jetzt nicht dabei habe, aber ich denke mein kleines Resumé von eben hat gereicht, um ihren Erinnerungen ein wenig auf die Sprünge zu helfen."
Fudge starrte sie mit offenem Mund an. „Was...was wollen sie?"
„Nun Cornelius", mit einer Berührung ihres Zauberstabs zerbrach der von Fudge knackend in zwei Hälften. „Ich will Rache dafür, was meinem Mann angetan wurde. Drei Monate in einem stinkenden, schmutzigen, kalten Loch sind eine lange Zeit! Und sie haben nichts dagegen unternommen. Ich muss zugeben, dass sie uns in einigen Fällen sehr wirksam waren. Blind und dumm haben sie Lucius jahrelang vertraut, selbst als es ernst wurde. Sie hätten auf Dumbledore hören sollen, diesen alten Narr. Doch nun Cornelius, ist es zu spät. All jene, die sich gegen den dunklen Lord stellen, müssen büßen. Einer nach dem anderen. Und sie werden der erste sein. Sozusagen als Dank für ihr jahrelanges Vertrauen. Erfüllt sie das nicht mit Stolz?" Sie lachte hämisch.
„Nein" wimmerte Fudge. „Bitte...nicht!"
Narzissas Gesicht versteinerte sich, sie richtete den Zauberstab auf Fudge.
„Nein...bitte..."
„Crucio!"
Der Zaubereiminister schrie gellend auf.
Die Tür flog auf und Bellatrix rannte ins Zimmer.
Mit einem „Everte Statem" wurde Fudge aus seinem Bett geschleudert und schlug hart auf dem Boden auf.
„CRUCIO!" rief Narzissa wieder und sah kalt auf den Mann herab, der sich vor Schmerzen schreiend auf dem Fußboden wand.
Bellatrix holte aus und schlug ihm ins Gesicht, eine blutige Spur ihrer Fingernägel hinterlassend. „Hallo Fudge!" zischte sie und legte den Kopf schief „Hast du schon genug? Aber es fängt doch gerade erst an!" Sie bleckte die Zähne und trat ihm hart in die Rippen. Fudge zuckte keuchend zusammen.
„Ich bitte dich!" Narzissa hob die Augenbrauen. „Willst du dich auf so ein Niveau herablassen?"
„Natürlich nicht!" sagte Bellatrix, stellte sich mit einem Fuß auf Fudges Magen und zog ihren Zauberstab unter ihrem Mantel hervor. „Aber ich wollte mir das beste für den Schluss aufheben!" Grinsend sah sie auf Fudge herab.
„Nein bitte" wimmerte er, „...ich werde alles -"
„Wir haben uns lange nicht gesehen Minister. Das letzte mal ...warst du nicht sehr nett zu mir!"
Fudge weinte. „Verzeiht mir! Bitte, es tut mir..."
„CRUCIO!"
„...LEEID!"
Bellatrix lachte und drehte sich zu ihrer Schwester. „Geh schon. Überlass ihn mir! Geh zu deinem Ehemann. Meiner ist noch in Askaban, so muss ich meine Anspannungen anderweitig loswerden."
„Bist du sicher?"
Bellatrix nickte. „Zwar habe ich das Zaubern lange nicht praktiziert, es jedoch noch nicht verlernt! Und der Cruciatus ist doch meine Spezialität." Sie lachte böse und widmete sich wieder Fudge, der versucht hatte die Gelegenheit zu nutzen und von ihr wegzukriechen. Bellatrix verlagerte das Gewicht ihres Beines auf ihm und bohrte ihren Schuhabsatz in seinen Magen. „Hier geblieben! Ich bin noch nicht mit dir fertig!"
Narzissa zog die Kapuze wieder über ihren Kopf, verließ das Schlafzimmer und schloss die Türen hinter sich, die gellenden Schreie des Zaubereiministers in ihren Ohren.
...to be continued...
Muahahahahaaa ...
