01. Kapitel – Der feindliche Retter

Das Warten ist die grausamste Vermengung von Hoffnung und Verzweiflung,
durch die eine Seele gefoltert werden kann.

Sully Prudhomme

Am nächsten Tag kehrte Helen Hogwarts für immer den Rücken zu. Sie war zwiegespalten. Einerseits wollte sie hinter den schützenden Mauernd bleiben und nicht nach Hause zurückkehren, andererseits konnte sie es nicht erwarten, den Jahren der Einsamkeit endlich den Rücken zuzukehren. Helen sah voller Vorfreude der Zukunft entgegen. Ihr Plan hatte Hand und Fuß, es konnte nichts schief gehen. Sie wusste, dass Sirius zurzeit in London lebte. Und auch wenn sie seine genaue Adresse nicht kannte, so war sie sich sicher, sie würde ihn finden. Sie hatte acht Stunden Zeit. Der Hogwartsexpress, mit dem ihr Vater sie zurück erwartete, sollte um 18 Uhr in London auf dem Gleis 9¾ eintreffen. Sie musste also abends um sechs Uhr auf dem Gleis stehen. Es gab immer Ecken, in denen man sich verstecken konnte. In der Masse der Schüler würde sie dann nicht auffallen. Sie kam gerade von einem Gespräch mit Professor Dumbledore. Sie hatte ihn um eine Befreiung von der Rückkehr ersucht. Seitdem sie ihre Apparierprüfung erfolgreich bestanden hatte, hatte sie geplant nicht mit dem Zug zurück zu kommen. Dumbledore war nicht begeistert gewesen. Er hatte versucht, sie zu der Reise via Zug zu überreden, doch letzten Endes hatte Helen es geschafft ihn überreden zu können.

Nun stand sie mit dem Koffer auf dem Vorplatz des großen Schlosses und nahm den Anblick ein letztes Mal tief in sich auf. Ihr Plan würde gelingen, etwas anderes kam nicht in Frage. Sie musste einfach daran glauben, wenn sie nicht verrückt werden wollte. Nachdem sie ihr Gepäck verkleinert hatte, ging sie zur Grenze. Niemand hielt sie auf, keiner verabschiedete sich von ihr. Doch das war Helen ganz recht, so merkte niemand, dass sie nicht mit den anderen Schülern zurückfahren würde.

Sie apparierte in eine Seitengasse vom magischen London. Auch das hatte sie seit langem geplant. Jetzt konnte sie nur hoffen, nicht ihrem Vater zu begegnen. Da sie nach Gryffindor gekommen war und somit als Schande der Familie Rosier angesehen wurde, hatte ihr Vater sie, soweit möglich, vor seinen ‚Freunden' versteckt. Das war ihr Glück gewesen, denn so kannte sie kaum jemand und Helen musste sich nur nach den engsten Verwandten umsehen. Doch nach den vergangenen unglücklichen Jahren schien ihr das Glück hold zu sein. Sie traf niemanden den sie kannte. Leider auch nicht Sirius.

Nervös sah Helen auf ihre Uhr. Noch sieben Stunden, dann musste sie in King's Cross sein.

Wo sollte sie anfangen zu suchen? Sie versuchte es in dem erst besten Geschäft. Doch dort konnte ihr niemand etwas über einen Sirius Black sagen. Auch im zweiten, dritten und vierten Laden war sie nicht erfolgreich. Helen seufzte frustriert auf. Sollte ihr Plan letzten Endes daran scheitern, dass sie ihren angeheirateten Cousin nicht fand? Sie musste noch einmal in ihr Elternhaus zurück. Momentan war sie mittellos, doch eine Tante hatte ihr ein Verließ bei Gringotts hinterlassen. Es war nicht viel, aber fürs Erste konnte sie damit auskommen. Natürlich hatte Evan Rosier versucht, sich das Geld anzueignen, doch die Tante war schlau genug gewesen und hatte verfügt, dass nur Helen an ihr Geld kommen konnte, frühestens an dem Tag ihrer Hogwartsentlassung. Doch dazu brauchte sie ein bestimmtes Dokument, welches sich in ihrem Kinderzimmer befand. Es war gut versteckt und sie bezweifelte, dass ihr Vater es hatte finden können. Denn sobald er das tat, würde er nicht vor einem Imperius zurückschrecken, dessen war sich Helen sicher.

Sie kramte in ihrem Portemonnaie und fand noch ein paar Knuts. Es würde gerade für eine Cola in einem der Cafès reichen, die es so zahlreich in der Winkelgasse gab. Doch zuvor wollte sie noch die restlichen Geschäfte abklappern. Ihr Glück hielt dabei leider nicht an, sie traf weder Sirius, noch einen seiner Freunde und erst recht niemanden, der den jungen Mann kannte.

Noch zwei Stunden. Helen hatte Hunger und Durst, doch sie scheute sich davor, ihr letztes Geld für eine Cola auszugeben. Gern hätte sie ein Butterbier gehabt, doch das konnte sie sich nicht erlauben. Sollte sie es wagen in der Nockturngasse nachzufragen?

Sie sammelte ihren gesamten Mut und stieg eine schmale Steintreppe am Eingang zum berüchtigten Viertel der magischen Welt. Sofort war sie umringt von zahnlosen Frauen, ungepflegten Männern und streunenden Kindern. Helen hielt instinktiv ihre wenigen Habseligkeiten an ihren Körper gepresst fest und stolperte durch den schmutzen Durchgang. Ihr war die Umgebung nicht geheuer und sie bezweifelte, dass sie Sirius hier finden würde. Schnell drehte sie sich um, doch der Weg war ihr von finsteren Gestalten versperrt, die sich immer näher und näher drängten. Helen schrie auf, als sich die schmutzige Hand einer alten Frau ihrem frisch gewaschenen Umhang näherte. Die junge Frau hatte Angst und gleichzeitig ekelte sie sich vor dem Gestank, der von den Menschen ausging. Sie war eigentlich nicht zimperlich, doch sie hatte immer Wert darauf gelegt, ordentlich und gepflegt zu sein. Eine der wenigen Eigenschaften, die sie von ihrem Erzeuger geerbt hatte.

Immer ängstlicher ging sie Schritt für Schritt rückwärts, bis sie schließlich gegen ein Hindernis prallte. Helen erstarte. Eine Männerhand legte sich auf ihre linke Schulter und hielt sie unbarmherzig fest. Helen wollte sich losreißen, doch der Mann presste sie an sich, so dass sie keine Chance zur Flucht hatte. Aus den Augenwinkeln nahm sie wahr, dass er sehr groß sein musste und lange Haare hatte. Er trug einen teuren Mantel aus einem Stoff, den sie noch nie zuvor gesehen hatte und den sie eigentlich für zu warm hielt, zumindest für Mitte Juni. „Dobrij djen."

Die Bettler, vor denen die junge Hexe geflohen war, blieben stehen und schienen sich nicht näher zu trauen. Sie sahen so aus, als wäre ihnen ein besonders kostbarer Leckerbissen direkt vor der Nase weggeschnappt worden. Nur ein junger Mann richtete sich zu voller Größe auf, und wenn er auch nicht an den hinter ihr stehenden Mann heran reichte, so war er doch beeindruckend gut gebaut. „Sie ge'ör'… tuns. Wir 'aben sie zuers' … ten'deck'." Er bemühte sich zwar um eine korrekte Aussprache, doch sein Dialekt war nicht zu überhören.

Der Mann, der Helen noch immer nicht los gelassen hatte, knurrte bedrohlich. „Geh, Cockney." Er streckte den rechten Arm aus und zeigte auf ein Ziel hinter den Bettlern. „Tam… bystro." Er löste sich von Helen, hielt sie aber noch immer an der Schulter fest. Mit einer recht aggressiven und auch rüden Geste bestärkte er seine Worte, die, so wie er sie ausgesprochen hatte, beängstigend klangen.

Helen zuckte zusammen, als sich ein bärtiges Gesicht an ihr vorbei schob. Der Mann war wirklich groß, offensichtlich ein Russe, und er trug einen langen, schwarzen Spitzbart. Er schien ein unangenehmer Zeitgenosse zu sein, wenn man ihn reizte und offensichtlich war er gerade äußerst missgelaunt. Er legte den Kopf leicht in den Nacken und atmete tief ein, wobei seine Nasenflügel bebten. Ob dies der Auslöser war, konnte Helen nicht sagen, aber die Bettler ließen von ihr ab und begannen, sich in der Nockturngasse zu verstreichen.

Der Russe ging zielstrebig in Richtung Winkelgasse, wobei er die junge Frau unsanft mit sich zog. Als sie sich wieder in einer ungefährlichen Gegend befanden, blieb er endlich stehen. „Haben Sie den Verstand verloren? Sie sollten vorsichtig sein." Sein Akzent war ausgeprägt. Er rollte das R und zischte während des Sprechens, außerdem betonte er das ‚E' und konnte offenbar kein H aussprechen, so dass Helen den Eindruck bekam, er malträtiere die englische Sprache noch mehr als andere Ausländer. „Danke", war alles was ihr dazu einfiel.

Unwirsch schüttelte er den Kopf. „Wir Russen werden oft als Barbaren angesehen, aber eine Frau in Not lassen wir nicht stehen. Halten Sie sich fern von denen." Er deutete eine knappe Verbeugung an und verschwand im Strom der Menschen.

Helen wankte zur Seite, schloss die Augen und ließ sich an einer Hauswand nieder. Das musste Karkaroff gewesen. Ihr Vater hatte bereits von ihm erzählt. Der Dunkle Lord wünschte sich eine Ausbreitung nach Osten. Er empfand es als wichtig, dass sich Karkaroff und seine Männer ihm ebenfalls anschlossen. „Der Russe ist nicht zu unterschätzen", hatte Rosier einmal während des Dinners zu den Carrow-Geschwistern gesagt. „Er mag uns zwar als unterentwickelt erscheinen, aber in Wirklichkeit ist er sehr gefährlich. Karkaroff ist ein brutaler Mann, der durch seine barbarische Abstammung einem Bluthund gleichkommt, aber er ist zuverlässig. Man kann dem Russen nachsagen was man will, aber er schafft es mit einfachen Mitteln zu siegen."

„Helen?"

Ihre Knie zitterten und die junge Hexe schlang ihre Arme um ihren Körper, während sie sich langsam hin und her wiegte. Ihr Vater hatte es sein wollen, der von dem Dunklen Lord den Auftrag bekam, nach Russland zu reisen, um sich mit Karkaroff über eine mögliche Allianz und den Beitritt zu den Todessern zu unterhalten. Rosier kannte ‚den Russen' von früher und somit war er sich sicher gewesen, diese Mission erfolgreich abschließen zu können. Er hatte sich davon mehr Ansehen und Einfluss beim Dunklen Lord versprochen, aber natürlich war es anders gekommen. Nicht er bekam den Auftrag, sondern der ‚blonde Abschaum'. Evan Rosier hatte getobt. Ganz besonders, weil Malfoy wohl erfolgreich zu sein schien, etwas, was Rosier nicht leiden konnte. Etwas Positives hatte die Sache dann doch, Malfoy war seit über einem Jahr nicht mehr in England und Evan konnte die Gelegenheit wahrnehmen, näher an sein Vorbild heranzurücken.

„Helen?"

Jemand schüttelte sie sanft. Helen versteifte sich und sah hektisch nach oben in ein Gesicht, an das sie die letzten Stunden so verzweifelt gedacht hatte. „Sirius?"

„Merlin, was ist mit dir los? Komm…" Er zog sie hoch und schleifte sie hinter sich her. Vor einem Cafè hielt er an und zog sie mit sich ins Innere. Er visierte einen Tisch an, der in einer Ecke stand und ging dann zu einer Kellnerin, um zwei Butterbier zu bestellen. Als er die Flasche sie hinstellte, griff Helen danach und trank sie in fast einem Zug leer. „Na na", tadelte Sirius amüsiert, bestellte aber ein Neues und schob ihr seins hin. „Was ist los?"

Die junge Hexe hatte Tage, wenn nicht sogar Wochen damit zugebracht sich zu überlegen, was sie ihm sagen sollte, wenn es endlich so weit war. Doch jetzt, in dem so lange herbei gesehnten Augenblick, fiel ihr nur eins ein. „Hast du ne Zigarette?"

Sirius zog überrascht seine Augenbrauen hoch, kramte dann aber in den Tiefen seiner Hemdtasche und beförderte eine Schachtel des Gewünschten. „Seit wann rauchst du?"

Mit zittrigen Händen griff Helen nach der Schachtel, zog sich eine Zigarette heraus und nahm dann das, von Sirius dazugelegte, Feuerzeug, um sie anzuzünden. Sekunden später bekam sie einen Hustenanfall und die Tränen schossen ihr in die Augen, so dass der junge Black ihr grinsend auf den Rücken klopfte. „Noch gar nicht", krächzte sie. „Aber ich hatte das Bedürfnis."

Gutmütig nahm er ihr die Zigarette aus den Fingern und rauchte sie zu Ende. „Was ist mit dir los?"

Sie seufzte. Sie hatte Sirius bei einem nächtlichen Umherstreifen durch das Schloss getroffen. Er hatte genauso wenig schlafen können wie sie, wahrscheinlich war der Vollmond schuld gewesen, und sie hatten beide festgestellt, dass sie in die falsche Familie hineingeboren worden waren. Seitdem gingen sie freundlich miteinander um, hatten aber nie ein besonders inniges Verhältnis geschlossen, was auf mehr hätte hinauslaufen können.

„Ich habe dich gesucht und wollte schließlich in der Nockturngasse nachsehen. Aber da kamen ein paar … Gestalten auf mich zu und Karkaroff hat mich schließlich gerettet."

Sirius verschluckte sich, weil er den Qualm einatmen und gleichzeitig etwas sagen wollte. Jetzt war es an Helen, ihm zwischen die Schulterblätter zu klopfen. „Wie war das?"

Ein böser Seitenblick traf sie, doch dann lachten sie beide. Es tat Helen gut. Sie hatte schon lange nicht mehr gelacht. Dennoch gab sie sich nicht der Illusion hin, dass er womöglich etwas für sie… Nein. Sie war nicht der Typ Frau, den Mann bevorzugte. Sie war nicht schlank genug, ihre Haare zu hell, die Beine zu kurz, der Busen zu üppig. Sie wusste es, denn noch nie hatte sich ein Junge für sie interessiert. Außerdem hatte ihr Vater gesagt, dass sie nicht nur eine Schande für die Rosiers sei, weil sie ins falsche Haus gekommen war, sondern weil sie zusätzlich die Figur eines Walrosses hätte. Es hatte ihr wehgetan, doch auf so etwas wurde bei den Rosiers keine Rücksicht genommen…

„Ich brauch deine Hilfe Sirius", gab sie sich schließlich einen Ruck. „Ich muss untertauchen. Noch heute Abend."

Scharf sog er die Luft ein. „Das kommt etwas … überraschend, Helen." Er begann mit der Zigarettenschachtel zu spielen. „Wie stellst du dir das vor? Ich habe kein Geld. Keine Verwandtschaft, die dir helfen könnte."

„Ich werde heute noch einmal zurückgehen, nach Haus. Ich habe etwas Geld geerbt. Davon kann ich leben, bis ich einen Job gefunden habe. Ich muss nur irgendwo untertauchen bis sich die Aufregung um mein Verschwinden gelegt hat. Dann geh ich aufs Festland. Nach Spanien oder so. Da wird mich niemand suchen. Bitte Sirius." Sie sah ihn flehend aus ihren großen bernsteinfarbenen Augen an. „Ich schaff das nicht allein."

Er fuhr sich durch die langen Haare. „Ich weiß nicht. Ich kann dir keinen Unterschlupf bieten. Remus und ich wohnen zusammen mit ein paar Leuten über einem Geschäft der Winkelgasse. Das geht nicht. Zu James und Lily kannst du nicht. Das ist zu gefährlich, sie-" Er brach ab. Helen hatte das Gefühl, dass er sich selbst ohrfeigte. Scheinbar wollte er etwas sagen, hatte sich selbst aber gerade noch bremsen können.

Sirius überlegte einen Augenblick. „Peter", sagte er. „Du kannst bestimmt für ein oder zwei Nächte zu Peter. Er hat aus irgendeinem Grund nicht mit uns zusammenziehen wollen. Faselte etwas von „selbstständiger werden" und „nicht immer am Rockzipfel kleben". Was auch immer er damit meinte. Er wohnt allein. In zwei Tagen habe ich mir was überlegt." Er lächelte sie an. „Wir beide müssen doch zusammenhalten."

Helen bemerkte, dass sie den Atem angehalten hatte. Ein riesiger Stein schien ihr vom Herzen zu fallen und es hätte sie nicht gewundert, wenn er zu hören gewesen wäre. Sie erwiderte sein Lächeln. „Danke. Du bist meine letzte Hoffnung."

„Wie willst du von deinem Alten weg kommen?"

Die junge Hexe machte eine abwertende Handbewegung. „Seitdem Malfoy weg ist, glaubt er, er gehöre zu den ganz Großen und seine Anwesenheit sei unbedingt erforderlich. Der engere Kreis um den, dessen Name nicht genannt werden darf, trifft sich abends, um irgendwelche Pläne auszuhecken. Mal ist er dabei, mal nicht. Er geht seit einem Jahr zu diesen Treffen. Das wird er auch dieses Jahr tun. Meine Mutter legt sich abends auf ihr Lieblingssofa und ertränkt ihre Langeweile im Alkohol. Es ist kein Problem an ihr vorbeizukommen."

Sirius nickte. „Okay. Kannst du um neun Uhr am Osteingang der Winkelgasse sein?"

Sie bejahte. „Aber ich muss noch zu Gringotts, ansonsten hab ich kein Geld."

„Dann treffen wir uns in der Seitengasse von Grigotts, bei dem Modemacher. Den kenne ich, der wird dich für ein paar Minuten versteckten. Ich hol dich da ab. Bis dahin habe ich auch mit Peter gesprochen."

Helen kramte in ihrem Portemonnaie, doch Sirius schüttelte den Kopf. „Lass mal, davon werde ich nicht arm werden."

„Danke." Helen empfand ihm gegenüber wirklich aufrichtige Dankbarkeit. Sie wusste, es war nicht selbstverständlich, dass er ihr half. Nur die Tatsache, dass er wusste wie sie sich fühlte, da es ihm genauso erging wie ihr, tröstete sie. „Bis heut Abend."

„Bis heute Abend." Der junge Mann sah ihr nachdenklich hinterher und sah dann auf seine Uhr. Es war viertel vor sechs. Er musste sich beeilen, wenn er Peter noch antreffen wollte, bevor dieser zur Arbeit ging. Sirius lachte. Peter hatte ihm freudestrahlend erzählt, dass er bei einem Mann arbeitete, der jungen Hexen und Zauberern half, ihre gescheiterte Zukunft neu zuordnen. Nie hätte er Peter ein so soziales Engagement zugetraut.


Begriffe:

- dobrij djen, russ.: Guten Tag

- „Sie ge'ör' tuns. Wir 'aben sie zuers' ten'deck'": Im Englischen wäre es einfacher ‚Cockney' zu schreiben, ich habe mich bemüht, es im Deutschen so zu tippen, wie ich anwenden würde. Cockney ist ein interessanter Slang der englischen Unterschicht im 19. Jahrhundert. Sie wurde oft als Geheimsprache verwendet, da Außenstehende oft nichts verstehen. So heißt z.B. ‚head' auf cockney ‚loaf' (von Loaf of bread, bread reimt sich auf head) oder ‚feet' ‚plates' (von plates of meat). Es ist eine ziemlich spannende Sache. Gary Oldman, der Sirius Black Darsteller, ist z.B. ein bekannter Cockneysprecher.

- „Geh, Gockney": Ein Spottnahme für die Bürger Londons

- tam… bystro, russisch: Dort…. schnell

Anmerkung:
Krum ist Bulgare, aber JKR hat verlauten lassen, Durmstrang könne irgendwo in Nordskandinavien sein, aber so genau wisse sie das auch nicht. Bei mir befindet sich Durmstrang in Russland, entsprechend ist Karkaroff ein entzückender Russe. Kommt ihr damit klar?