Get rich or die trying

Teil: Prolog/mal sehen
Autor: Ayu&Ihu Productions
Email: webmastera-story-about-love.de
Disclaimer: Harry Potter gehört J.K. Rowling und leider wird er auch nie uns gehören snif
Rating: PG-13
Pairing: LuciusxNarcissa
Genre: Romance

Kurzbeschreibung: Get rich or die trying war schon immer das Motto nachdem die Malfoy-Familie gelebt hat, aber auch bei der Familie Black sah es nicht anders aus. Was passiert aber, wenn die Kinder dieser Familien ihren eigenen Weg gehen und Dinge auf ihre Weise regeln? Vor allem was die Liebe angeht…. Da ist Chaos vorprogrammiert.

Beta: Marron


PROLOG
1971 n. Chr.

Eine laue Frühlingsbrise wehte über die Ländereien von Hogwarts und an den Bäumen keimten die ersten Blühten, während die Schüler über dicken Büchern hockten und für die Jahresabschlussprüfung lernten.
Besonders die Schüler der siebten Klasse schienen besonders angestrengt zu sein und ließen sich daher nicht gerne von irgendwelchen Leuten bei der Arbeit stören.
Trotzdem kam Narcissa Black nicht darum, sich unter einen Baum zu setzen und einige Jungen der Abschlussklasse über den Rand ihres Buches zu beobachten. Immer wieder warf sie ihnen verstohlene Blicke zu, wandte sich aber ganz schnell wieder ihrem Buch zu, sobald einer von ihnen aufsah.
Jedoch war das Vergnügen nicht von langer Dauer, als auf einmal ihre Schwester Andromeda Black neben ihr erschien und sich ins Gras sinken ließ.
"Na, Cissa, ich dachte mir, dass du vielleicht Hunger hast!" kommentierte sie, ohne zu bemerken, dass sie störte, "Also hab ich dir was eingepackt und mitgebracht!"
Sie hielt ihrer kleinen Schwester einen Teller hin, der mit allem möglich gefüllt war, von dem Andromeda glaubte, dass es Narcissa schmecken würde.
"Danke", sagte diese daher nur und besah sich das Essen eine Weile, bevor Andromeda noch eine Gabel aus ihrem Umhang zum Vorschein brachte und ihr ebenfalls hinhielt.
Als Narcissa ihre Konzentration jedoch wieder auf die Jungen aus der siebten Klasse lenken wollte, stellte sie fest, dass sie verschwunden waren.
Stattdessen flitzte ein anderer Junge über die Wiese, der ihr mehr als bekannt war.
"James, warte doch!"
Sirius Black schoss wie ein dunkler Pfeil an ihnen vorbei und jagte einen ebenfalls schwarzhaarigen Jungen bis zum Ufer des Flusses.
Narcissa seufzte.
"Sirius ist total merkwürdig", meinte sie und sah ihm eine Weile hinterher, "Kein Wunder, dass er in Gryffindor gelandet ist!"
"Was ist schon dabei", sagte Andromeda nur voller Frohsinn, "Iss jetzt lieber, du sollst ja groß und kräftig werden!"
Narcissa warf ihr einen skeptischen Blick zu: "Nur weil Bellatrix mit Lernen beschäftigt ist, musst du dich jetzt nicht als Ersatz-Große-Schwester aufspielen!"
"Hey, ich hab's nur gut gemeint, kleine Schwester!" meinte ihr Gegenüber und fuhr ihr durch das schulterlange, hellblonde Lockenhaar, dass in wilden Kaskaden um Narcissa kindliches Gesicht fiel, "Außerdem bin ich auch schon in der sechsten Klasse und damit bald volljährig, wohin du mit deinen zwölf Jahren mir etwas Respekt erweisen solltest!"
Sie streckte eine Hand aus und drückte mit dem Zeigefinger gegen Narcissa Nasenspitze. Diese schlug jedoch ihre Hand weg.
"Lass das!"
Andromeda lachte kurz auf und knuddelte ihre kleine Schwester. "Egal, lass uns reingehen. Und iss endlich auf, sonst musst du bis zum Abendessen hungern!"
Widerwillig aß Narcissa etwas und stand dann schnellstmöglich auf und griff nach ihrer Tasche.
"Ich... muss noch... Hausaufgaben machen oder so was... man sieht sich" erwiderte sie schnell, ehe Andromeda sich erheben konnte, um ihr zu folgen und verschwand in Richtung Schloss.

----

Das Abendessen verlief für Narcissa nicht gerade so wie sie es gerne gehabt hätte. Nicht nur, dass Andromeda scheinbar wieder meinte, dass sie ohne ihre Hilfe nicht essen und trinken konnte und somit mitten in Hogwarts verhungern würde, nein, ihre älteste Schwester - Bellatrix – saß ausgerechnet bei dem Jungen, der schon seit einiger Zeit Narcissas Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte.
Grummelnd beobachtete sie aufs Genaueste, wie die Beiden miteinander flirteten und es gefiel ihr überhaupt nicht.
/Ich dachte sie ist verlobt? Warum wirft sie sich dann ausgerechnet IHM an den Hals? Bei jedem anderen hätte ich ja nichts gesagt, aber nicht bei IHM/
Ein leises Seufzen entwich ihr, als sie schon wieder von Andromeda dazu gedrängt wurde etwas zu essen. Schlecht gelaunt kam sie der "Bitte" ihrer Schwester nach und beobachtete Bellatrix weiter.

Erst gegen Ende des Abendessens stand Bellatrix auf und kam zu ihnen rüber.
"Na ihr beiden? Alles in Ordnung?" fragte sie und grinste die Beiden leicht überheblich an.
"Sicher" erwiderte Andromeda für ihre Verhältnisse ziemlich unterkühlt.
Narcissa hingegen musterte ihre Schwester und funkelte sie leicht an. "Hast du was mit ihm?" fragte sie unvermittelt und musterte sie weiter scharf.
Für einen Moment starrte die älteste Black die junge Narcissa an, bevor sie in schallendes Gelächter ausbrach und sich von Kopf bis Fuß schüttelte.
"Wie bitte?" fragte sie und in ihren Augen glitzerten Tränen vor Lachen, "Wie kommst du denn darauf?"
Narcissa fand das alles jedoch absolut nicht zum Lachen.
"Na, weil du angestrengt versuchst, ihm dem Kopf zu verdrehen", warf Andromeda gelangweilt ein.
Sie und Bellatrix tauschten zornige Blicke, ehe sie sich wieder Narcissa zuwandten.
"Keine Sorge, ich werde das Familienwohl nicht wegen eines kleinen Flirts gefährden. Ich bin mit Rudolphus verlobt und werde ihn im Sommer heiraten. Außerdem ist er so gar nicht mein Typ!"
"Ähh, er ist so gar nicht mein Typ!" äffte Andromeda nach, "Gib's doch zu: Wenn Mutter und Vater es erlaubt hätten, dann würdest du ihn sofort nehmen!"
Wieder ein Blickabtausch, dann stand Narcissa genervt auf.
"Mann, ihr beiden seit echt eine Plage der Menschheit!"

----

Unruhig lief Narcissa in ihrem Zimmer auf und ab. Die letzten Tage des Schuljahres waren schneller vergangen, als sie es sich gewünscht hatte. Die letzten Prüfungen waren beendet, sie hatte sich immer wieder mit Bellatrix wegen des Jungen gestritten und nur Andromeda hatte ihr immer wieder Mut zu gesprochen. Sie hatte Narcissa auch ermutigt zu versuchen mit ihm zu reden, ehe sie ihn vielleicht niemals wieder sehen würde. Die jüngste der Blackschwestern war sich allerdings noch nicht sicher, ob sie dies wirklich tun sollte. Andererseits hielt sie sich immer wieder vor Augen, dass sie eigentlich nichts zu verlieren hatte und so beschloss sie nach einigem hin und her, dass sie im Zug nach Hause versuchen würde mit ihm zu reden und vielleicht hatte sie ja Glück.

Die Zeit bis zur Abreise zog sich für Narcissa scheinbar endlos in die Länge und sie konnte es kaum noch erwarten in den Zug zu steigen. Kaum saß sie dort in einem Abteil zusammen mit ihren Schwestern und gewartet hatte dass der Zug losgefahren war, machte sie sich auch schon auf die Suche nach der Person, der sie - trotz ihrer jungen Jahre - ihr Herz geschenkt hatte.

Es dauerte eine Weile, ehe sie ihn am Ende des Zuges in einem von erwachsenen Slytherins bevölkerten Abteil fand. Er saß und stand hab zwischen vier weiteren Jungen und gab gerade eine pantomimische Darstellung von Professor Slughorn, ihrem Hauslehrer zum Besten, als sie durch das Abteilfenster lugte.
Er war hochgewachsen, hatte breite Schultern und genau wie sie weißblondes Haar, das ihm beinahe bis zur Schulter reichte. Seine grauen Augen schienen alles mit einem scharfensinnigen Blick zu durchschauen. Allerdings bemerkte er sie nicht, als sie vor der Tür stehen blieb und sich ein letztes Mal fragte, ob sie es wirklich tun würde. Doch dann blieb ihr keine Wahl, als plötzlich ein dunkelhaariger Typ - McNear oder so - auf sie deutete und die Jungen allesamt verstummten.
"Ist das nicht Bells kleine Schwester?"
/Bell/ dachte sie noch skeptisch, als ihr Traumjunge vortrat und die Abteiltür aufschob.
"Hey, was gibt's?"
Seine Blicke hefteten sich zuerst auf ihr kindliches Gesicht, die großen blassblauen Augen und die gerade Nase, doch dann glitten sie an ihr hinunter und musterten sie genauer. Sie war zwar schlank, doch wirkte ihr Körper noch wie der eines Kindes. Noch fehlten ihr weibliche Rundungen, die Grazie, mit der sich Bellatrix bewegte und auch ihr Busen musste noch wachsen. Davon abgesehen reichte sie ihm nicht einmal bis zur Schulter.
"Ich.. äh...", stotterte Narcissa verwirrt, "Hi, Lucius!"
Sie starrte ihn noch immer mit offenem Mund an, als er den Kopf leicht schüttelte.
"Ist irgendwas? Hat Bell dich geschickt? Hab ihr doch gesagt, dass ich ihr schreibe!"
"Äh.. ich.. äh.. nein...", brachte Narcissa hervor und hörte ihr eigenes Blut in den Ohren rauschen.
Weiter kam sie jedoch nicht, als Lucius ein weiteres Mädchen aus seiner Klasse entdeckte und sie herüber winkte.
"Ah, meine Schöne", grinste er schelmisch, "Erweis mir doch die Ehre, bevor wir uns nicht mehr wieder sehen!"
Das Mädchen kicherte und legte die Arme um ihn, als sie zu ihm trat.
"Ach, Malfoy, deinem Charme kann man einfach nicht widerstehen!"
Und ohne sich weiter um Narcissa zu scheren gingen sie wieder ins Abteil. Für einige Sekunden stand die junge Black noch da und fühlte sich, als hätte jemand ihr Herz durchbohrt. Dann nahm sie die Beine in die Hand und rannte zurück zu ihren Schwestern, die Tränen in ihren Augen mit aller Gewalt zurückhaltend.
/Ich werde nicht schwach sein! Ich werde nicht schwach sein! Nein, ich werde mir keine Schwäche eingestehen/ Dies schein sie auch überzeugend darzustellen, denn Bellatrix ging nicht auf Narcissa "Besuch" bei Lucius ein. Nur Andromeda zog sie neben sich auf den Platz und drückte ihr einen Schokofrosch in die Hand, als würde sie sich dadurch nicht mehr so elend fühlen.
/Ich werd ihn mir aus dem Kopf schlagen! Soll Bellatrix ihn doch haben, oder irgendeins dieser Flittchen! Du wirst mein Herz nicht noch einmal verletzen, Lucius Malfoy! Das werde ich nicht zulassen/