MEHR ALS NUR FREUNDE II
EINE DRAGON BALL Z FANFICTION
AUTHOR: Djap
PAIRING: Piccolo x Son Gohan, Trunks x Son Goten, Special-Pairing
RATING: NC17
GENRE: Romance, Established Relationship, Experimental Namek Sex?
WARNING: Chichi-Bashing, slight AU, takes place after Boo and there's no Bra in this one
DEDICATION: Für Katrin, die von meinem Geplapper über Stories überraschenderweise einfach nicht genug bekommen konnte.
Für Lunachi, die mich mit ihrer Geschichte „Roter Jasmin" für ein oder zwei Grundideen inspiriert hat, die ich einfach mal auf meine Art und Weise neu interpretiert habe.
DISCLAIMER: Die Jungs gehören nicht mir sondern Akira Toriyama – und ich glaube fest, dass er in Wahrheit gerne mal so etwas geschrieben hätte… bei den unsympathischen weiblichen Hauptfiguren, die der sich da ausgedacht hat… Ich will doch nur spielen! Und ich stelle sie danach auch brav wieder zurück ins Regal. Ehrlich! Namekianerehrenwort. Und meistens sind sie anschließend glücklicher…
/Blablabla/ bedeutet Telepathie
„Blablabla" bedeutet Gelaber
SO DRINK A GLASS WINE, LIE BACK AND ENJOY
YOURS DJAP
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Mehr als nur Freunde II
a Djap story
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Wie jeden morgen, seit sie zusammen in Dendes Palast gezogen waren, war es Piccolos Gesicht, was Gohan direkt nach dem Aufwachen als erstes sah.
Seit er noch ganz klein war, und den Namekianer gerade erst etwas näher kennen gelernt hatte, war es immer so gewesen, wenn sie Zeit zusammen verbrachten, denn dieser weckte ihn stets, um mit ihm den Sonnenaufgang zu betrachten.
Gohan wusste, dass die Sonne war für den Namekianer sehr wichtig war, was sich wohl schnell damit erklären ließ, dass es auf Namek nie dunkel wurde. Sie schien ihm immer besonders viel Kraft zu geben, deshalb huldigte er ihr Auftauchen am Horizont und ihr abendliches Absinken stets wann immer er konnte. Gohan vermutete, dass dieses Verhalten damit in Verbindung stand, dass Namekianer offensichtlich einen ähnlichen Metabolismus hatte wie Pflanzen, die ihre Energie ja auch aus dem Sonnenlicht gewannen.
Als er noch klein war und er damals zu Beginn ja noch gegen seinen Willen von Piccolo trainiert wurde, lernte er Sonnenauf- und untergänge recht schnell zu schätzen, da er in dieser Zeit niemals trainieren musste. Auch wenn sich Gohan zunächst sonst mit nichts sicher sein konnte, was den ehemaligen Oberteufel betraf, war dies eine Konstante, auf die er schon sehr früh setzen konnte.
Also schluffte nun Gohan wie jeden morgen kurz rüber ins Bad, um sich seiner zügigen Morgentoilette zu widmen, bevor er sich kurz darauf eine bequeme Hose und ein T-Shirt überzog und zu Piccolo in die Palastgärten schlenderte.
Piccolo wartete schon wie gewöhnlich an der großen Eiche auf ihn, doch als er sich ganz normal mit etwas Abstand neben ihn setzen wollte, grummelte der grünhäutige Krieger etwas unverständliches in seinen nicht vorhandenen Bart.
Das ließ Gohan überrascht aufblicken, denn Piccolo war morgens vor dem Sonnenaufgang in aller Regel alles andere als gesprächig. Zumindest noch weniger gesprächig, als er es sowieso schon war.
Der Namekianer wiederholte das unverständliche Gemurmel auch nicht, sondern machte statt dessen eine einladende Geste. Ganz offensichtlich bot Piccolo seinem Partner an, er könne es sich zwischen seinen Beinen bequem machen und sich mit dem Rücken an ihn lehnen, wenn er das wollte, um das Naturschauspiel gemeinsam zu betrachten.
Gohan war wie versteinert über das Angebot, so sehr freute er sich darüber. Dann kam er der Aufforderung jedoch schlicht wortlos nach und machte es sich ohne viel Aufhebens in der angebotenen Position bequem. Er konnte sein Glück kaum fassen, als Piccolo dann auch noch freiwillig seine Arme um ihn schloss. Aber noch viel wundervoller war die Tatsache, wie Gohan erkannte, dass Piccolo ihm nicht nur lediglich einen Gefallen tun wollte – er schien seine Nähe tatsächlich zu genießen.
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In genau jener Position wurden sie dann auch von ihrem Besuch überrascht. Die Sonne war gerade erst halb über dem Horizont aufgegangen, als sie von Son Gokus plötzlicher Ankunft durch momentane Teleportation überrumpelt wurden.
Einen Moment lang sah es so aus, als würde Piccolo wütend aufspringen und vor Scham vor so einer diskreditierenden Position im Boden versinken, aber dann tat er tatsächlich nichts der gleichen, sondern blieb ruhig hinter Gohan sitzen bevor er murmelte:
„Hast du keinen Anstand, Goku? Kannst du nicht mal anklopfen?"
Die Überraschungen schien heute für Gohan kein Ende zu nehmen. Er wusste zwar, dass sein Vater wusste, dass er mit Piccolo zusammen war, aber außer Videl, Dende und Popo, war er noch immer der einzige. Und dass sein Vater Bescheid wusste, hatte er dabei Piccolo noch überhaupt nicht mitgeteilt.
Doch der blieb ruhig und entspannt sitzen, als wäre es das natürlichste der Welt. Okay, war es ja eigentlich auch, aber Gohan, war schon klar, dass sein Coming Out und die noch bevorstehende Enthüllung, mit wem er sein Leben teilen wollte, nicht von alle so locker gesehen werden würde, wie von seinem Vater.
Der kratzte sich jetzt verlegen am Kopf und lachte nervös auf.
„Sorry Leute, ich wollte mich bloß beeilen, weil ich euch schnellstmöglich vorwarnen wollte, ohne das Chichi das mitkriegt."
„Wovor willst du uns warnen, Papa?"
„Chichi hat heute morgen beschlossen ihre Enkeltochter überraschend zu besuchen. Videl hatte nicht genug Zeit dich zu warnen… genau genommen, hatte sie nicht einmal genug Zeit, um ihren Besuch zu verstecken…"
„Mist!" Gohan fluchte nicht oft, aber wenn, dann kam es von Herzen „Wie schlimm ist es?"
„Du kennst doch deine Mutter, Gohan…"
„Piccolo, ich muss da sofort runter…"
„Ich weiß."
„Videl ist bisher zu loyal zu mir gewesen, als dass ich sie jetzt einfach so meiner Mutter ausliefern könnte… danke Papa, ich komme so schnell ich kann runter."
„WIR kommen so schnell wir können runter, Goku. Kannst du uns hinunter teleportieren?" Piccolo bemerkte Son Gohans Mundsperre und die fast rausgekullerten Augen und fügte schließlich irritiert hinzu: „Was denn? Glaubst du wirklich ich lass dich mit dieser Megäre allein? Das kannst du dir abschminken. Ich kann mich noch gut erinnern, wie viel Probleme sie dir bereitet hat, als sie dich nicht zu Besuch zu mir lassen wollte…" Piccolo verschränkte die Arme und versuchte besonders böse zu schauen.
Allerdings kannten beide Sons ihn gut genug, um das Verhalten als Show entlarven zu können. Natürlich hüteten sich Vater und Sohn dennoch tunlichst davor, diesen darauf lautstark hinzuweisen. Statt dessen unterdrückte Gohan seinen Drang den ehemaligen Oberteufel vor seinem Vater als Dank für seine Unterstützung wild zu umarmen und beschränkte sich auf eine weniger verhängnisvolles, leises „Danke", das nur für die feinen Ohren des Namekianers bestimmt war.
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Ein paar Minuten später und mit neu von Piccolo generierten Klamotten befanden sie sich also dank momentaner Teleportation vor einer keifenden Chichi und Gohan damit kurz vor einem Nervenzusammenbruch.
Wie Piccolo schon zuvor an jenem verhängnisvollen Abend, der ihre Beziehung ins rollen gebracht hatte, hatte wohl auch Chichi in ihrer ungestümen Art Videl und ihren neuen Partner in flagranti erwischt.
Videls Verehrer war schon in den ersten Schrecksekunden einer Bratpfannenattacke Chichis zum Opfer gefallen und betrachtete gerade dümmlich grinsend die Vögelchen, die um seinen Kopf flatterten. Videl kniete neben ihm und versuchte ihn wieder ins Tal der Lebenden zurückzubringen.
„WAS ZUR HÖLLE IST HIER LOS, GOHAN? WAS HAT DIESES WEIB DIR ANGETAN?"
„Mama, beruhig dich doch erst einmal. Videl hat mir gar nichts angetan…"
„Beruhigen soll ich mich? Wo diese Schlampe…"
„Sie IST KEINE SCHLAMPE, und ich will nicht, dass du sie jemals wieder so nennst!" Gohan hatte sich so über die Worte seiner Mutter ereifert, dass sein Ki deutlich in die Höhe geschossen war. Das blieb auch bei Chichi nicht unbemerkt, die jetzt erschrocken zu weinen begann „Warum bist du denn jetzt plötzlich auf mich böse, wo sie doch diejenige ist, die…"
Gohan zwang sich zur Ruhe, als er seiner Mutter erneut das Wort abschnitt. „Sie lebt bloß ihr neues Leben, genau wie…" er atmete einmal tief durch „genau wie ich, Mama."
„Was soll das heißen, Gohan, ich verstehe nicht…" Chichi schaute ihren Sohn völlig verdattert und weinerlich an.
Der holte noch einmal tief Luft und presste dann hervor:
„Wirhabenunsgetrennt.Wirsindgeschieden.IchwohneschondreiWochennichtmehrhier." Obwohl er ganz schnell gesprochen hatte, registrierten sich die Worte ziemlich schnell in Chichis Kopf. Sie holte ihrerseits tief Luft für eine Brüllattacke:
„UND ES IST DIR NICHT FRÜHER EINGEFALLEN DAS AUCH MAL DEINER ARMEN MUTTER ZU SAGEN, DU UNDANKBARER BENGEL? WIE KANNST DU ES WAGEN? WAS SOLLEN DENN DIE LEUTE VON UNS DENKEN, WENN SIE DAS ERFAHREN? DAS MACHST DU NATÜRLICH SOFORT WIEDER RÜCKGÄNGIG, BEVOR IRGEND JEMAND DAVON WIND BEKOMMT: UND WAS DIESEN SCHÄBIGEN TYPEN HIER ANGEHT VIDEL…"
„NEIN!" wusch, Gohan hatte sich auf das Level eine Super Saiyajins hochgepowert. „DAS WERDE ICH NICHT TUN, MAMA. UND LASS VIDEL UND IHREN PARTNER ENDLICH IN RUHE. WIR SIND EBEN NICHT FÜREINANDER GESCHAFFEN. AUßERDEM… außerdem liebe ich jemand anderen."
Gohan hatte sich krampfhaft dazu gezwungen sein Energielevel wieder zu senken, und stand wieder schwarzhaarig und etwas kleinlaut vor seiner Mutter.
Die war über soviel Aufmüpfigkeit ihres Sprösslings regelrecht in Rage:
„NUR DAMIT WIR UNS VERSTEHEN, SOLLTEST DU ES NOCHEINMAL WAGEN MIR SO ZU WIDERSPRECHEN, BRAUCHST DU UNSER HAUS NIE WIEDER ZU BETRETEN. UND JETZT SEI VERNÜNFTIG UND TU, WAS DEINE ARME MUTTER DIR SAGT, GOHAN. WAS HAT DENN AUCH SCHON LIEBE MIT EINER GUTEN EHE ZU TUN…"
„Mutter…"
„UND WAS WILL EIGENTLICH DIESES GRÜNE MONSTER SCHON WIEDER HIER? ANSTATT MIT DIESEM TIER DEINE ZEIT ZU VERBRINGEN, SOLLTEST DU BESSER MAL AUF DEINE FRAU AUFPASSEN…"
„Mutter, hör bitte auf, meine Freunde zu beleidigen. Piccolo hat oft genug…"
„Hör endlich auf deiner Mutter ständig zu wiedersprechen, du elender Bengel." Chichi hatte zu einer weiteren Bratpfannenattacke angesetzt, die jedoch nie ihr eigentliches Ziel, nämlich Gohan erreichte. Die Pfanne prallte völlig uneffektiv an Piccolos Arm ab, welchen dieser schützend vor Son Gohan gehalten hatte. Natürlich konnte Chichi ihren Sohn nicht wirklich so leicht verletzten, selbst wenn sie es wollte, aber er wusste, dass Gohan sich niemals gegen seine Mutter wehren würde. Doch hier ging es ums Prinzip, als Piccolo ihr die Pfanne aus der Hand riss und sie zu einem ansehnlichen Knäuel Blech verbog.
„NUR DAMIT DU ES WEIßT FRAU, LIEBE HAT ALLES ZU TUN MIT EINER GUTEN EHE."
Ursprünglich hatte er geplant, sie mit ihren eigenen Waffen zu bekämpfen und einen Tiefschlag gegen Chichis Eheleben zu starten. Er bewirkte jedoch etwas ganz anderes, was Chichi erneut loskreischen ließ:
„OH MEIN GOTT! WAS HAST DU MEINEM KLEINEN ENGEL NUR ANGETAN? BESTIMMT HAST DU IHM EINE GEHIRNWÄSCHE VERPASST, UM IHN ZU DEINEM DIENER ZU MACHEN ODER SO ETWAS. JETZT VERSTEHE ICH AUCH, WARUM DER JUNGE SO VERSTÖRT IST. DU TEUFEL HAST DICH AN MEINEM KLEINEN JUNGEN VERGRIFFEN… DU BESTIE… DU…"
„CHICHI!! ES REICHT JETZT!"
Alle Augen drehten sich nun zu Goku. Dass ausgerechnet er irgendwann mal gegen seinen Hausdrachen aufmucken würde, damit hätte keiner der Anwesenden so schnell gerechnet.
„WEDER IST GOHAN EIN KLEINER JUNGE, SONDERN EIN ERWACHSENER MANN, DER SEINE EIGENEN ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN KANN, NOCH IST PICCOLO EINE BESTIE ODER SONST ETWAS. ICH LASSE NICHT ZU, DASS DU DICH NACH ALL DEN JAHREN, DIE DIE BEIDEN GEBRAUCHT HABEN, UM ZUEINANDER ZU FINDEN, ALS MUTTER GEGEN DAS GLÜCK DEINES EIGENEN KINDES STELLST."
Es war nun Goku, der sich vor Wut auf die Stufe eines Super Saiyajins hochgepowert hatte und sich schützend vor die beiden stellte.
Chichi sackte daraufhin verstört auf die Knie, bevor sie kreidebleich wurde. Dann sprang sie plötzlich weinend auf und lief davon. Keiner der Anwesenden machte Anstalten ihr zu folgen. Nicht einmal Goku.
Ein paar Sekunden reagierte Piccolo ganz ähnlich und stob plötzlich mit einer Staubwolke gen Himmel. Son Gohan war hin und hergerissen und schaute zu Goku:
„Na los, mein Sohn, flieg ihm schon nach. Ich helfe Videl hier aufzuräumen. Und ich melde dich auf deiner Arbeit krank."
„Danke Papa." Gohan umarmte seinen Vater kurz und setzte dann hinzu „für alles, okay?"
„Na los, hau schon ab, Gohan."
Und das tat Gohan dann auch. Er schaute noch einmal zu Videl, aber auch die winkte ab, so dass er sich gleich auf den Weg machte.
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Er fand Piccolo natürlich an seinem Lieblingsplatz dem Wasserfall wieder. Er hatte nicht suchen müssen – er wusste, wo sein Partner sein würde. Deshalb war er ausgesucht langsam geflogen und stellte sicher, dass Piccolo sein Ki gut wahrnehmen konnte und ihm so die Möglichkeit gab, sich zu verziehen, falls er das wollte.
Aber Piccolo verharrte ruhig in seiner Meditationshaltung bis Gohan ihn erreicht hatte. Dieser kopierte seine Haltung für eine Weile in der Luft schwebend, bevor er schließlich anbot:
„Was hältst du von einer Trainingsrunde, bevor wir darüber reden?"
Piccolos Gesichtsausdruck hätte es einem ungeübten Beobachter zwar in keinster Weise verraten, aber Gohan wusste, wie dankbar ihm Piccolo für das Angebot war. Nichts machte seinen Kopf so frei wie eine schöne anstrengende Trainingsrunde.
Sekunden später wärmten sie sich auch schon auf und begannen.
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Fast den ganzen Morgen verbrachten sie mit dem Training und schenkten sich dabei nichts. Gohan wusste, wie sehr sich Piccolo bei seiner Mutter zurück gehalten hatte, demnach erstaunte es ihn nicht wie intensiv er stattdessen nun ihn angriff.
Piccolo war klar, dass Gohan viel mehr einstecken konnte, als er fähig war auszuteilen, deshalb musste er sich nicht zurückhalten. Aber auch Gohan setzte mehr Kraft ein als üblich, so hatten beide einige Blessuren und Verrenkungen zu beklagen, als sie endlich ausgepowert ihr Training beendeten. Sie flogen zur Quelle, um ein wenig zu trinken, dann überredete Gohan Piccolo kurzerhand zu einem Bad unter dem Wasserfall.
Schließlich gab Piccolo noch eine Runde leichte Klamotten für beide aus, nachdem sie sich gegenseitig wieder eingerenkt und ein bisschen verarztet hatten. Zwar hatte die Dusche einige interessante Ideen geweckt, aber das Wasser war tatsächlich zu kalt und beide zu müde, als dass sie etwas derartiges initiiert hätten. Statt dessen beschlossen sie, da ihnen die Sonne so schön auf den Pelz schien, eine wohlverdiente Ruhepause einzulegen.
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Gohan wurde am frühen Abend von seinem knurrenden Magen geweckt und ein Blick zur Seite verriet ihm, dass Piccolo noch tief in der Meditation war. Also beschloss er sich kurzerhand etwas zu Futtern zu besorgen, bevor er den Namekianer auf den morgen ansprechen würde.
Tatsächlich musste sich Piccolo mehr verausgabt haben, als Gohan ursprünglich angenommen hatte, denn er meditierte sogar noch durch sein komplettes Abendmahl hindurch. Erst als er vom Wasserholen zurückkam, regte sich der ehemalige Oberteufel und löste sich aus seiner Meditationshaltung.
Piccolo nahm das angebotene Quellwasser dankend an und begann dann tatsächlich zu Gohans großem Erstaunen von sich aus die Unterhaltung:
„Mach dir nicht so viele Gedanken, Gohan. Ich bin wieder in Ordnung."
„Sie hat ziemlich fiese Sachen über dich gesagt…"
„Genauso wie über dich oder über Videl."
„Ich wollte dir auch lediglich dafür danken, dass du dich um meinetwillen so zurückgehalten hast. Ich weiß, dass es für dich manchmal nicht so einfach ist, deine Zeiten als Oberteufel zu vergessen… und dich dann auch noch „Teufel" zu nennen, war ein ziemlicher Schlag unter die Gürtellinie…"
„Du hast es aber schon richtig erkannt, Gohan. Du hast mir schließlich gezeigt, dass ich meine eigenen Entscheidungen treffen kann und nicht das gleiche Leben führen muss wie mein „Vater". Ich bin wirklich in Ordnung. Wegen so einer hysterischen Ziege setze ich doch nicht meine Beziehung zu dir aufs Spiel. Seit du mich als erster Freund genannt hast, war mir deine Meinung über mich wichtiger als jene derer, die in mir nur etwas Böses sahen."
Sie schwiegen daraufhin eine Weile, aber es war kein unangenehmes Gefühl. Gohan mochte eben genau das an Piccolo, denn dieser sprach ausschließlich dann, wenn er wirklich etwas mitteilen wollte. Nicht dieses endlose sinnlose Gelaber, dass er früher Tag und Nacht von Chichi zu hören bekam, und mit dem er sich in seinem Job oft unfreiwillig auseinandersetzen musste.
Als Gohan noch jünger war, hatte er oftmals unbewusst seine Mutter zu imitieren versucht und jede Stille in Piccolos Nähe mit nutzlosem Geplapper zu füllen gesucht. Besonders schlimm wurde es auch heute noch dann, wenn er aufgeregt oder verlegen war.
Aber als er älter wurde hatte er sehr schnell das Schweigen zwischen Kriegern zu schätzen gelernt. Wenn man den Mund abschaltete, wurden die Ohren automatisch empfindlicher und man konnte Dinge wahrnehmen, die einem sonst stets verborgen blieben.
Kämpfer, die es gewohnt waren, still miteinander zu sein, entwickelten ein unglaubliches Potential wenn sie gemeinsam gegen einen Feind vorgingen. Es war, als würde der Körper selbst sprechen und dem Partner alles Wichtige mitteilen. Gohan fühlte einen Schlag oder einen Angriff häufig bevor Piccolo ihn überhaupt erst ausführte. Und das hatte nichts mit ihrer telepathischen Verbindung zu tun. Es war faszinierend.
Doch diesmal hielt die Stille nicht so lange an, wie sie es gewohnt waren, denn ein Ki näherte sich ihnen plötzlich mit großer Geschwindigkeit. Beide kannten die Signatur und verharrten deshalb am Feuer bis die Person schwer atmend zu ihnen aufgeschlossen hatte.
„Hi Bruderherz, hallo Piccolo." Begrüßte Son Goten sie schließlich und ließ sich neben das Feuer auf seinen Hosenboden plumpsen. Er entdeckte offenbar hungrig die drei Fische, die Gohan sich für den späten Abend aufgehoben hatte und mampfte frech einfach drauf los, bevor er schließlich fragte:
„Sag mal Gohan, hast du eine Ahnung, was mit Papa und Mama los ist?"
Gohan und Piccolo tauschten einen Blick und zuckten die Achseln: „Wieso, was ist denn mit den beiden los?"
„Na ich kam eben von meinem Training mit Trunks zurück als ich die beiden schon von weitem schreien hörte. Ich meine Mama war viel lauter als sonst, aber was mich total geplättet hat, war, dass Papa genau so laut zurückbrüllte. Das hab ich noch nie zuvor mitgekriegt. Papa wird doch sonst nie laut mit ihr. Bei so dicker Luft hatte ich natürlich keinen Bock da rein zu gehen und zu fragen was los ist. Da immer wieder dein Name fiel, Bruderherz, dachte ich mir ich komm mal vorbei und frage, ob du weißt, was da los ist."
Noch einmal wurde ein vielsagender Blick ausgetauscht und ein leichtes Nicken auf Seiten des Namekianers gab Gohan freie Fahrt:
„Sitzt du gut, Goten?"
„Das hört sich ja spannend an. Schieß schon los…"
„Also weißt du, kleiner, ähm also ich… und Videl… und Piccolo…" Gohan verknotete etwas seine Finger, irgendwie war es schon komisch mit seinem kleinen Bruder über seine Beziehungskisten zu sprechen. Besonders wenn man mehr über ihn wusste, als einem eigentlich lieb war…
Piccolo neben ihm schnalzte unwirsch mit der Zunge, und knurrte schließlich:
„Gohan ist von Videl geschieden und lebt jetzt mit mir zusammen."
„Und wegen so einer Kleinigkeit ticken die zwei so aus? Du liebe Güte…"
Goten aß völlig ungerührt seinen letzten Fisch weiter nur um total irritierte Blicke der anderen beiden zu erhalten.
„Bist du denn… gar nicht überrascht, Kleiner?" Gohan konnte das völlig ungerührte Verhalten seines kleinen Bruders kaum nachvollziehen.
„Worüber denn? Du sabberst Piccolo doch schon seit Jahren hinterher, das weiß doch jeder, wenn du mich fragst."
„Mama offensichtlich nicht."
Das erntete jetzt endlich eine Reaktion seines Bruders:
„Tja, mir ist auch ziemlich wurscht, was Mama denkt. Ich kann ihr eh nichts recht machen. Ich habe schon vor Jahren aufgehört, ihr Beachtung zu schenken. Was denkst du, warum ich so oft bei Trunks rumhänge."
„Und ich dachte, das läge an Trunks knackigem Hinterteil…" warf Piccolo ins Gespräch ein, nur um von den beiden Brüdern völlig sprachlos angestarrt zu werden.
„Hey, der Hintern gehört mir – achte du mal schön auf den von meinem Bruderherz, Namekianer." Gotens Ki stieg an und weder Gohan noch Piccolo waren sich sicher, ob Goten nur scherzte oder nicht.
„Hey, nur die Ruhe, kein Interesse." Piccolo grinste und wurde noch immer mit offenem Mund von Gohan angestarrt.
„Woher wusstest du davon, Piccolo?"
„Komm schon Gohan, wenn wir beide schon offensichtlich sind, haben die beiden es ja wohl mit Neonfarben an jede Hauswand gesprüht. Dein Bruder ist jetzt 19 Jahre alt und hatte noch nie ne Freundin. Und Trunks auch nicht, obwohl ihm die Mädels reihenweise zu Füßen liegen. Sie gehen zusammen zur Schule, trainieren zusammen, machen Hausaufgaben zusammen und verbringen außerdem jede restliche freie Minute zusammen, wenn es irgendwie geht. Sie sind sich so nah, dass sie sogar fusionieren können…"
„Ist ja schon gut, ich hab ja verstanden." Gohan hob abwehrend die Hände „Sag mal Goten, weiß sonst noch jemand davon?"
„Papa weiß es schon lange, und Vegeta hat uns irgendwann mal erwischt. Das war ein Schock, kann ich dir sagen. Ich dachte schon, mein letztes Stündlein hätte geschlagen. Der hat uns dann aber bloß wortlos aus dem Trainingsraum verscheucht, weil wir den blockierten.
Am nächsten Tag hat er dann Trunks und mich in die Küche gerufen und gesagt, dass wir Bulma reinen Wein einschenken sollten, damit wir uns das nächste mal nicht wieder im Trainingsraum verstecken bräuchten. Schließlich hätte er Training zu absolvieren.
Und Bulma war noch krasser, kann ich dir sagen. Die hat dann tatsächlich einen Streit mit Vegeta vom Zaun gebrochen, für wie doof er sie halte, dass er glaube, sie wisse nichts von den Herzensangelegnheiten ihres eigenen Sohnes. Was er sich denke, sie dafür extra herzuzitieren. Schließlich müsse ja jemand das Geld in der Familie verdienen und sie stecke bis zum Hals in Arbeit.
Dann hat sie sich zu Trunks umgedreht, ihn kurz umarmt und gesagt, sie freue sich für uns, nur um mir anschließend die Frisur zu zerwuscheln. Dann war sie auch schon wieder weg und hat einen grummelnden Vegeta zurückgelassen, der erst einmal den Trainingsraum in Schutt und Asche gelegt hat.
Die zwei sind echt ne krasse Nummer, wenn du mich fragst. Besser als jede TV Show."
„Tja, dass muss wohl Liebe sein…"
Das brachte Goten zum Lachen „Hast du nen Schaden, Bruderherz? Die sind doch schon ewig nicht mehr zusammen."
„Huh, warum wohnt Vegeta dann immer noch da?"
„Egal ob du's jetzt glaubst oder nicht, aber ich glaube sie sind einfach gute Freunde. Außerdem hängt Vegeta – und verrate ihm bloß nicht, dass ich je so etwas gesagt habe – unglaublich an Trunks. Er würde es nie einfach so zeigen, aber es ist da, wenn man weiß, wo man suchen soll. Und Trunks ist da nicht anders. Natürlich wird er mal der zukünftige Präsident der Capsule Corporation sein, aber sein großes Vorbild war stets Vegeta. Abgesehen davon…"
„Was?"
„Abgesehen davon glaube ich, dass Vegeta auf jemand ganz bestimmtes ein Auge geworfen hat. Schon seit Jahren. Und da er die Person nicht haben kann, kann er genauso gut auch weiter bei Bulma leben."
„Auf wen, erzähl schon, Kleiner…" Gohan wollte es eigentlich nicht wirklich so genau wissen, aber seine Neugierde siegte über den Igitt-Faktor und die Todesangst, wenn man bedachte, über wen sie hier gerade lästerten.
Doch seine brüderliche Plaudertasche grinste nur wissend und verweigerte die Auflösung des Rätsels: „Wenn du mich fragst, ist das ebenso offensichtlich wie ihr beide oder offenbar wie Trunks und ich. Mehr sag ich dazu nicht. So, und ich flieg jetzt doch mal nach Hause, und schleich mich in die Federn. Morgen mach ich mit Trunks einen Wochenendtrip in die Berge für unser Biologiepraktikum. Ist schließlich nicht mehr lange bis zu den Abschlussprüfungen. Macht's gut, ihr zwei, bis zum nächsten Mal."
„Ciou Kleiner." Gohan starrte seinem Bruder immer noch etwas von der Rolle hinterher. Dieser Wirbelwind konnte einen schon manchmal ganz schön aus der Ruhe bringen…
„Na das war doch… aufschlussreich." grinste Piccolo Gohan jetzt an.
„Jetzt sag bloß noch, du weißt, um wen es geht, Piccolo."
„Ich hab da so eine Ahnung, aber mehr verrate ich noch nicht. Ich glaube, es sind heute Dinge ins laufen gebracht worden, die Potential für einige zukünftige Überraschungen haben. Ich, für meinen Teil, hätte jetzt trotzdem eher Lust auf etwas ganz anderes, schließlich konnten wir heute morgen einen vereinbarten Termin nicht so recht wahrnehmen…"
Piccolo hatte keine Zeit mehr um Luft zu holen, so schnell hatte Gohan ihn am Kragen gepackt und zerrte ihn raketengleich Richtung Gottestpalast.
„Ich dachte schon, du würdest gar nicht mehr danach fragen…"
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Eine Spur von recht zerfetzten Kleidungsstücken, die einmal Ähnlichkeit mit zwei violettenen Trainingsanzügen gehabt haben mussten, führte Richtung Ruheraum des noch relativ frisch gebackenen Pärchens.
Auf dem Bett lümmelten sich eine größtenteils grüne und eine größtenteils hautfarbene Person herum und trugen scheinbar einen Kampf um die Vorherrschaft des stattfindenden Kusses aus. Während die Taktik des einen darin bestand möglichst viel Fläche des anderen mit dem eigenen Körper zu bedecken, nutzte der andere Schwachstellen des Partners aus, um sich wieder aus der Belagerung herauszuwinden. So machten sie den Eindruck eines Wollknäuels, das nur durch die unterschiedlichen Hautfarbne allein entwirrbar schien.
Plötzlich gab Piccolo nach und ließ sich schließlich von Gohan ans Bett pinnen. Der unterbrach den Kuss und schaute verwundert.
„Was ist los mit dir? Hab ich was falsch gemacht?"
„So etwas machen Menschen, Gohan? Das willst du ausprobieren?"
Gohan läuft sofort feuerrot an. Offenbar hatte seine Erregung wieder zugeschlagen und er hatte ungewollt Piccolo telepathisch projiziert, an was er gedacht hatte. Normalerweise fiel es ihm nicht schwer mit einem Partner darüber zu reden, aber Piccolos völliger Unglaube machte ihn jetzt doch etwas nervös.
Er hatte eben beim Ausziehen so einen schönen Blick auf Piccolos verlängertes Rückrat gehabt, dass er sich natürlich fragte, wie es wohl wäre sich mit ihm auf diese Weise zu vereinen. Besonders nach den Seitenhieben auf Trunks Hintern – der zugegebenermaßen knackig war, aber das stand jetzt hier nicht zur Debatte - waren seine Gedanken nun auch in diese Richtung gewandert.
Er rutschte etwas von Piccolo herunter, versuchte sich etwas zu beruhigen und stützte sich halb liegend auf seinen Arm um den Namekianer anschauen zu können.
„Na ja, normalerweise haben Frauen so eine Art extra Eingang dafür und so können dann in ihrem Bauch die Kinder entstehen. Männer unter sich müssen sich eben anders behelfen und einige machen das dann eben so. Aber ich verstehe, wenn du den Gedanken vielleicht ein bisschen eklig findest, wir müssen das nicht machen. Wir hatten gestern schließlich auch ohne Spaß, oder nicht?"
„Passt das denn überhaupt?" Piccolo beäugte jetzt skeptisch Gohans niedere Regionen.
„Bei Menschen und Sayajins? Offensichtlich. Bei Namekianern? Ich hab nicht den blassesten Schimmer, Piccolo."
„Du hast das also schon einmal gemacht?"
„Ja, und ich habe auch beide Seiten ausprobiert. Aber erst wenige Male. Wie gesagt, das mag nicht unbedingt jeder und außerdem muss man seinem Partner wenigstens ein bisschen Sympathie und Vertrauen entgegenbringen, wenn es ein schönes Erlebnis werden soll."
„Und das ist ein angenehmes Gefühl?"
„Am Anfang, wenn man sich noch nicht so gut damit auskennt, kann es schon unangenehm sein, und tut sogar ein wenig weh, aber wenn man mal den Dreh raus hat, kann es wirklich schön sein – übrigens für beide Parteien."
„Na schön, dann lass es uns eben ausprobieren."
„Huh? Wie jetzt? Echt?"
„Natürlich, hältst du mich für einen Feigling?"
Gohan musste sich beherrschen nicht zu grinsen. Es ergab einen interessanten Eindruck, einen schmollenden, nackten Namekianer mit verschränkten Armen neben sich liegen zu haben.
Er vermied es tunlichst in diesem Zusammenhang das Wort niedlich zu denken, für den Fall dass er schon wieder ungewollt sendete. Jedenfalls rollte er sich herum, um Piccolo einen Kuss aufzudrücken und festzustellen:
„Niemals. Wenn ich weiß, dass du eins nicht bist, dann ist das feige. Aber ich könnte mir vorstellen, dass du etwas machst, was du vielleicht überhaupt nicht willst, nur um mir einen Gefallen zu tun. Ich möchte nur, dass du weißt, dass du das nicht musst. Dass du mir auch so sehr wichtig bist. Also, willst du das wirklich ausprobieren?"
Piccolo schien ernsthaft darüber nachzudenken, bevor er Gohans Blick suchte, dann nickte er.
„Gut, dann muss ich noch mal kurz los um was zu besorgen, okay? Ich bin gleich wieder da. Obwohl… kannst du ein Massageöl generieren, so wie die Kleidung?"
Piccolo schüttelte den Kopf. „Flüssigkeiten gehen nicht. Ich bin ja selbst vom Wasser abhängig, Gohan."
„Okay, dann bis gleich."
„Moment, geht das nicht irgendwie anders?"
„Nein, nicht wenn wir es richtig machen wollen, Piccolo. Und du bist mir zu wichtig um nicht mein bestes zu geben.
„Na schön, bis gleich."
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Gohans Gedanken rasten auf Hochtouren, als er überlegte, wo er denn jetzt am ehesten ein Massageöl herbekam. Es war schon zu spät für normale Geschäftszeiten und in der Anakonda wollte er sich immer noch nicht so recht wieder blicken lassen. Bei seinem Elternhaus wollte er heute Abend bestimmt nicht vorbei, also konnte er auch seinen kleinen Bruder nicht fragen. Da blieb ihm wohl nur noch Trunks übrig.
An der Capsule Corporation angekommen musste er feststellen dass Trunks zwar wenigstens noch nicht schlief, dafür aber offenbar mit seinem Vater trainierte. Beide Kis konnte er deutlich im Trainingsraum spüren. Kurz haderte er mit sich selbst, da er eigentlich keine Lust auf eine Konfrontation mit Vegeta hatte, erinnerte sich dann aber an einen gewissen gerade recht unbekleideten Namekianer und schritt schließlich zügig auf die Tür zu.
„Hey Trunks, kann ich dich mal kurz sprechen?"
Vater und Sohn unterbrachen ihr Training tatsächlich und kamen zur Eingangstür:
„Son Gohan, was bringt dich denn zu so später Stunde noch hierher?"
Son Gohan errötete als er berichtete, dass sein Bruder ihm heute einen Kurzbesuch abgestattet hatte.
„Und er hat mich in euer Geheimnis eingeweiht, wenn auch etwas unfreiwillig. Es war nicht seine Schuld, also nicht böse mit ihm sein, okay?"
Trunks zuckte ungerührt mit seinen Schultern, während Vegeta hinter ihm wartend die Arme vor der Brust verschränkte.
„Von mir aus können es eh alle wissen. Mir ist das egal. Ist das schon alles?"
„Nein… also ich… öhm… es hat sich da überraschend was ergeben und ich war nicht darauf vorbereitet, deshalb… na ja, ich dachte, vielleicht hättest du etwas Massageöl da, von dem ich was abhaben kann?"
Gohan wusste nicht so genau wo er hinschauen sollte, besonders als er dann auch noch aus den Augenwinkeln den Exfiesling Vegeta hinter Trunks breit grinsen sah.
Wieder ein Schulterzucken von Trunks, dann: „Klar, warum nicht. Komm mit! Ich bin gleich wieder da, Papa."
Vegeta winkte bloß ab und begann mit einigen Kattas bis sein Sohn zurückkehren würde.
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Piccolo lag derweil grübelnd auf den zerwühlten Laken rum und fragte sich, worauf er sich da jetzt wohl wieder eingelassen hatte.
Irgendwie hatte sich seit gestern Nacht ein Knoten in ihm gelöst, der ihn sonst immer vor körperlicher Berührung hatte zurückschrecken lassen. Diese Veränderung hatte er auch heute morgen schon bemerkt, als er seinen eigenen Wünschen Folge leistete und Gohan anbot, sich an ihn zu lehnen.
Er hatte scheinbar tatsächlich das Bedürfnis nach dieser Art der körperlichen Beziehung entwickelt – und es hatte noch nicht einmal wirklich etwas mit der Aussicht auf ein weiteres dieser Orgasmus Dinger zu tun. Auch wenn die zugegebenermaßen nicht schlecht waren.
Piccolo glaubte vielmehr, dass es irgendwie mit dieser neuen Telepathie zwischen ihnen zu tun hatte. Schließlich waren alle Namekianer durch ihre Geister verbunden, sobald sie sich dieser Fähigkeit bewusst wurden. Falls es also wirklich etwas wie Beziehungen auf Nakmek gab, warum sollte sich dann das geistige Band nicht auch ändern?
Seit er sich für Gohan geopfert hatte, besaßen sie diesen Schwachen Bund der Telepathie, der ihnen schon so oft geholfen hatte – aber nun schien sich dieser durch ihre neuesten Aktivitäten in etwas viel größeres verwandelt zu haben.
Irritierend blieb nur, dass dieses Veränderung bisher nur einseitig stattfand: Gohan schien wirklich nicht zu bemerken, wenn er diese intensiven Bildfolgen versandte und seinerseits auch nicht von unerwarteten Gedanken Piccolos überrascht zu werden.
Und sie wussten auch immer noch nicht genau, was der Auslöser für diese Veränderung gewesen war.
Tatsache war, dass Piccolo definitiv Interesse an Sex entwickelt hatte, und an körperlicher Nähe – zumindest, wenn es Gohan betraf. Andere schaute er nicht mit diesen Gefühlen an. Ausschließlich Gohan.
Und jetzt hatte er sogar etwas angeboten, was ihm schwerst suspekt vorkam. Aber Gohan hatte fast ausschließlich positive Gefühle mit den Bildern gesandt. Und gerade weil er immer wieder darauf hinwies, dass Piccolo nichts tun müsse, was er nicht wolle nur um ihm einen Gefallen zu tun, wurde er immer mutiger was diese körperlichen Dinge betraf.
Irgendwie mochte er sogar, dass in dieser Hinsicht ihr übliches Verhalten einmal umgedreht war. Er war derjenige, der keine Erfahrungen mit Sex hatte und Gohan musste es ihn lehren. Zudem bemerkte man leicht, dass Gohan auch von Beruf Lehrer war. Er erklärte alles bereitwillig, ohne ihm auch nur ein einziges Mal wegen seinem Unwissen ein schlechtes Gefühl zu geben. Obwohl er sich selbst zwischenzeitlich ziemlich dumm und ahnungslos fühlte, gab Gohan ihm stets das Gefühl, dass er noch immer sein großes Vorbild war – und vermutlich auch immer sein würde.
Piccolo seufzte und beschloss schließlich doch über seinen Schatten zu springen und Dende danach zu fragen. Der junge Gott der Erde war bisher so verständnisvoll und unterstützend für sei gewesen, hatte sich wohl wirklich aufrichtig für sie gefreut, da hatte er sein Vertrauen verdient.
Seine Überlegungen wurden abrupt unterbrochen, als er Gohans sich schnell näherndes Ki wahrnahm. Er musste grinsen, als er bemerkte mit welchem Affenzahn der junge Halbsaiyajin unterwegs war – offenbar hatte er es ziemlich eilig zu ihm zu kommen.
/-/-/
„Du bist aber schnell zurück." Piccolo grinste fies, als sein prustender und nach Luft schnappender Partner sich neben ihn aufs Bett fallen ließ.
„Das war oberpeinlich!" stellte dieser schließlich fest und versteckte seine aufkeimende Röte vor dem Namekianer, indem er seinen Arm über die Augen legte. Das weckte die Neugier Piccolos:
„Wo warst du denn hin? Und warum war es peinlich?"
„Ich wusste nicht so genau, wo ich um die Uhrzeit Massageöl herkriegen sollte…"
Gohan erklärte ihm seine Überlegungen und dass er schließlich als letzten Ausweg Trunks gesehen und diesen dann auch besucht hatte.
„Und was war da jetzt schlimm daran, außer dass ich mir in Zukunft von Vegeta wohl dumme Sprüche anhören werden muss?" grummelte Piccolo irritiert.
„Na ja, Trunks hat mich mit in sein Zimmer genommen und seine Nachttischschublade aufgerissen um mir ein paar Alternativen vorzuschlagen, da er mehrere Öle da hatte und glaub mir – ich weiß jetzt mehr über die sexuellen Vorlieben meines kleinen Bruders als ich jemals erfahren wollte… Und das schlimmste ist, ich glaube Trunks hat sich innerlich schlapp gelacht über meine Verlegenheit."
Darauf musste Piccolo tatsächlich laut auflachen und wuschelte Gohan durch die Haare. „Wir können uns ja eine Rache für die zwei ausdenken, wenn du magst."
Gohan nahm den Arm von seinen Augen uns schaute Piccolo fragend an: „Echt?"
„Klar. Uns fällt zusammen schon was Gemeines für die beiden ein. Was hast du denn jetzt eigentlich für uns erbeutet?"
Gohan wühlte in seinen Hosentaschen und brachte eine Flasche hervor. Sie war braun und auf ihrem Etikett waren verschiedene Kräuter abgebildet.
„Ich hab mich für ein Lavendel-Kräuter-Öl entschieden…" Gohan wurde schon wieder rot, aber diesmal hatte Piccolo nicht den geringsten Anhaltspunkt, warum. Also fragte er augenwulstrunzelnd nach: „Und warum ist dir das jetzt wieder peinlich?"
„Es ist nichts…" versuchte Gohan, aber der Blick seines Partners ließ ihn verstummen. „Na schön." Er schloss die Augen, bevor er fortfuhr, dann: „es ist eine grüne Pflanze mit violetten Blüten. Es hat mich einfach total an dich erinnert und abgesehen davon mag ich ihren Geruch… genauso wie deinen. Zufrieden?"
„Hmmm," der Namekianer war bemüht seine tatsächliche Zufriedenheit nicht zu zeigen, um wenigstens ein bisschen seines Stolzes zu bewahren. Statt dessen fragte er schroff um das Thema zu wechseln:
„Trägst du nicht eigentlich viel zu viel Kleidung?"
Gohan grinste nun und befreite sich in Sekundenschnelle von seinen überflüssigen Klamotten, bevor er sich wieder zu Piccolo aufs Bett setzte. Dieser hatte inzwischen das Massageöl geöffnet und roch vorsichtig daran. Es war zwar für seine feine Nase etwas zu konzentriert und zu intensiv, aber der Geruch an sich war dennoch in Ordnung und zu ertragen. Es würde ihn bei dem Folgenden wohl nicht stören.
„Piccolo, wir sollten vielleicht zuvor noch klären, welche Position dir für den Anfang am liebsten ist, bevor es nachher die Stimmung killt."
„Da gibt es verschiedene?"
„Eigentlich sollte Sex wie ein guter Kampf sein, wenn man sich mit seinem Partner versteht und die Kommunikation stimmt. Dazu gehört also auch die Abwechslung und das Ausprobieren von Neuem genauso wie die Tatsache, dass jede Person ihre Vorlieben hat und Dinge, die ihr wohl nicht gefallen. Genau wie du nie ein Kame-Ha-Me-Ha benutzen würdest, ich es aber trotzdem gerne nutze, obwohl du mein Mentor warst. Wenn du die Wahl hast, würdest du eher mit deiner Schnelligkeit siegen – ich setze mehr auf meine pure Kraft. Trotzdem sind wir in Kämpfen ein gutes Team und haben uns immer gut ergänzt."
„Was schlägst du also vor?"
„Meine Vorliebe wäre es, wenn ich dir ins Gesicht sehen könnte, aber für den Anfang ist es eine ganz schlechte Position. Das selbe gilt für knien oder stehen. Ich denke das beste wäre etwas im Liegen, so dass du dich auf das Gefühl allein konzentrieren kannst und dem allerwichtigsten, dass du dich entspannst, damit ich dich nicht verletzte. Es ist deine Entscheidung, ob du lieber auf der Seite liegen möchtest, was uns mehr Bewegungsfreiheit gibt oder du lieber auf dem Bauch liegen möchtest, was intensiver ist, weil du mein Gewicht zumindest teilweise noch mittragen musst. Zur Not, kann man es auch verbinden, wenn man auf eine Weise startet und es nicht so gut funktioniert, kann man immer noch wechseln…"
„Na schön. Lass es uns auf der Seite versuchen, Gohan."
„Okay."
„Und was nun?"
„Nun vergessen wir erst einmal, was wir vorhaben und schauen mal, wo die Stimmung abgeblieben ist." Grinste Gohan und schubste Piccolo zurück ins liegen. Dann legte er sich halb auf den Namekianer, um ihre Nacht mit einem Kuss zu beginnen, nur um gleich darauf mit Zähnen und Mund die Hals- und Nackenmuskeln seines Partners zu attackieren.
Piccolo hatte sich inzwischen Gohans gestrigen Rat zu Herzen genommen und versuchte entstehende Geräusche nicht mehr zu unterdrücken. Deshalb begann er lauter zu atmen und seufzte zwischendurch etwas, als Gohan sich weiter über seinen Oberkörper arbeitete – natürlich nicht ohne zwischendurch den Antennen und den Spitzen seiner Ohren Tribut zu zollen.
Immer wieder fanden die beiden in einen Kuss, bis Piccolo es nicht mehr auf dem Rücken aushielt und energisch die Rollen tauschte. Gohan mochte wie schnell Piccolo lernte und wie selbstsicher er neue Erkenntnisse anwandte. Es war ein gutes Gefühl mit jemandem zu schlafen der sich seines Körpers derart bewusst war und sich in seiner Haut wohlfühlte.
Nach einer Weile, in der sich Piccolo ausgiebigst mit seiner linken Brustwarze beschäftigt hatte, war es nun an Gohans Reihe den Spieß wieder umzudrehen, wenn die Nacht noch etwas andauern sollte. Er beschäftigte sich gerade mit dem Übergang zwischen Panzerung und Haut an seiner Schulter, als Piccolo den Rücken durchdrückte und aufstöhnte.
Gohan erfreut von der heftigen Reaktion rutschte nach oben und küsste Piccolo nur um festzustellen, dass dieser sich wohl vor Überraschung die Lippe aufgebissen hatte. Das violettene Blut des Namekianers hatte einen eigenartigen Geschmack, aber das war wohl auch zu erwarten gewesen.
Der Geschmack war jedenfalls nicht unangenehm und eigentlich auch nicht sonderlich wichtig, denn in jenem Moment brach eine Flut von Bildern in Gohans Gedanken ein, die eindeutig von Piccolo stammen mussten. Es waren viele Bilder von der vergangenen Nacht, Bilder von ihm, wie er noch klein war und heranwuchs. Bilder von dem morgen, als sie den Sonnengang angeschaut hatten bevor Goku auftauchte und viele, aus der Zeit, seit sie sich die Gemächer in Dendes Palast teilten.
Mit einem Mal wurde Gohan schlagartig bewusst, was der Auslöser für die Änderung in ihrem telepathischen Bund war.
„Piccolo, das Blut ist Schuld."
„Hm?"
„Ich kann deine Gedanken spüren und ich denke es liegt an deinem Blut."
Piccolo fiel es schwer sich auf Gohan zu konzentrieren, denn sein Körper war heiß und schwer auf ihm und etwas in ihm – vielleicht der Dämon – konnte nicht genug davon bekommen. Wichtig war nur Gohan und was er durch seine Berührungen mit ihm anstellen konnte. Er wollte jetzt nicht reden, deshalb knurrte er leise und drehte sie wieder, bevor er zwischen den Fängen hervorpresste: „Ist doch unwichtig." Und dann jeglichen Protest Gohans mit einem Kuss im Keim erstickte.
Dieser wurde von der Intensität seines Partners überrascht, ließ sich aber gerne davon mitreißen und erwiderte seine Bemühungen so gut er konnte.
Als beide Körper mit Biss und Kussspuren übersät waren und sich Piccolo schließlich an seiner Erektion zu schaffen machen wollte, hielt Gohan ihn jedoch mit einem breiten, zufriedenen Grinsen auf: „Das brauchen wir gleich noch. Leg dich auf den Bauch, Hände unter dem Kopf verschränkt. Schließ die Augen und lass dich ein bisschen von mir verwöhnen."
Piccolo kam der Aufforderung seines Partners ebenfalls grinsend nach, auch wenn er seine wildere Seite erst ein bisschen zurücknehmen musste. Er platzierte sich wie von Gohan gewünscht auf dem Bett und wartete gespannt. Er spürte, wie dieser sich neben ihn setzte und sein feines Gehör konnte wahrnehmen, wie dieser das Massageöl öffnete.
Das öl war kalt, als es auf die erhitzte und verschwitzte Haut seines Rückens tropfte und ließ ihn überrascht Luft durch die Nase ziehen, aber es erwärmte sich sofort unter Gohans Händen, sobald dieser es auf seinem Rücken verteilte. Erst als er seinen gesamten Rücken mit einer glänzenden Schicht überzogen hatte, begann Gohan schließlich mit Piccolos Massage.
Er startete an Piccolos sehnigem Nacken und wanderte über die Schultern bis zum Ende des Rückrats. Von dort in kleinen, kreisenden Bewegungen die Wirbelsäule wieder hoch. Er wiederholte diese Bewegungen mehrfach, bis er deutlich spürte, wie Piccolo sich unter ihm entspannte. Er beschloss einen Vorstoß zu wagen und begann auch sanft den Hinterkopf des Namekianers zu massieren, natürlich nicht ohne auch die Ohren zu beachten.
Sofort schossen ihm wieder Bilder durch den Kopf, aber diesmal hieß er sie einfach willkommen und beachtete sie nicht genauer. Stattdessen badete er einfach in dem Grundgefühl, dass Piccolo ihm sandte und das konnte nicht anders als tiefste Zuneigung bezeichnet werden.
So konzentrierte er sich weiter auf die Massage und beschloss, dass es Zeit für eine neue Angriffswelle war. Er griff erneut nach dem Massageöl, wärmte es diesmal in seinen Händen an, bevor er sich dem Bereich des verlängerten Rückens widmete. Zuerst fuhr er spielerisch die Konturen nach, dann begann er kräftig die Pobacken zu massieren, bevor er schließlich mit seinem Mittelfinger eine erste Probe wagte.
Für Piccolo wurde es indes ziemlich problematisch ruhig liegen zu bleiben. Die intensiven Berührungen, gekoppelt mit den Gedanken eines höchst erregten Gohans in seinem Kopf stellten ihn vor ein Dilemma. Es war nicht so, dass ihm nicht gefiel, was Gohan tat – ganz im Gegenteil. Aber es lag auch irgendwie nicht in seiner Natur, dass er nicht die Führung innehatte – oder sich zumindest gleichberechtigt beteiligen konnte.
Schließlich war es ein Gedanke Gohans selbst, der ihm eine Idee aus dem Dielemma gab, und damit alle Pläne über den Haufen warf, die sie vorher gefasst hatten. Gerade, als Gohan sich von ihm löste um etwas mehr Öl zu besorgen um einen zweiten Finger zu versuchen, richtete sich Piccolo auf die Knie auf. Bevor Gohan unsicher werden konnte, dass er doch vielleicht nicht wolle oder er etwas falsch gemacht habe, küsste er ihn erneut so leidenschaftlich er konnte und bugsierte ihn währenddessen in eine sitzende Position an das Kopfende des Bettes und somit solide an die Wand dahinter.
Dann setzte er ein Grinsen auf und kniete sich über den Schoß des anderen in eine eindeutige Position, bevor er die Hand das jungen Halbsaiyajins ergriff und diese zurück an seiner wartenden Körperöffnung platziert.
Gohan stöhnte dabei so erregt auf, dass er mit der freien Hand fest die Basis seiner Erektion umfassen musste, um ihre gemeinsame Nacht nicht viel zu verfrüht zu beenden. Er atmete einige Sekunden angestrengt tief durch, bevor er die zusammengekniffenen Augen wieder öffnen konnte und in das breite Grinsen seines Piccolo schaute. Er erwiderte dieses, dann:
„Und du bist dir wirklich sicher? Du hast dann die ganze Arbeit…"
Bevor Gohan den Satz beenden konnte hatte Piccolo schon gehandelt. Er ergriff Gohans Erektion und ließ sich ganz langsam darauf niedersinken, was Gohans ursprünglichen Gedankengang effektiv unterbrach.
Gohan hielt die Basis seiner Erektion noch immer fest umfasst, was ihm die Möglichkeit gab, sich ganz auf Piccolo zu konzentrieren. Deshalb bemerkte er sofort den schmerzverzerrten Ausdruck auf dessen Gesicht. Er zwang Piccolo die Augen zu öffnen und flüsterte dann schweratmend und stockend ein Paar Tipps: „Warte Piccolo… Gib deinem Körper… selbst ein bisschen Zeit. Gewöhn dich erst daran, bevor du wieder ein Stück weiter gehst. Nicht… nicht verkrampfen. Ja, genau so… Bei der Ab… bei der Abwärtsbewegung versuch mich rauszupressen – es bewirkt das genaue Gegenteil, du wirst sehen… Oh… mmngh… genau so… uh…"
Damit verabschiedete sich dann auch Gohans Artikulationsvermögen und er beschränkte sich darauf zustimmend zu grunzen oder zu stöhnen. Schließlich berührte Piccolo Gohans Oberschenkel und hatte den jungen Halbsaiyajin folglich ganz in sich aufgenommen, als er schwer atmend eine weitere Pause einlegte. Der Schmerz war zwar noch nicht ganz aus seinem Gesicht verschwunden aber seine Gedanken verrieten eindeutig, dass es ihm gut ging und Gohan sich nicht Sorgen brauchte.
Während Piccolo also wieder Atem schöpfte nahm Gohan seine Berührungen des anderen wieder auf. Seine Hände waren noch eingeölt, so begann er nun auch die kräftige Vorderseite seines Partners zu massieren, während er sich hingebungsvoll küssend dessen Halsbeuge widmete.
Als Piccolo sich schließlich zu bewegen begann, verloren beide jedoch die Geistesgegenwart für irgend etwas anderes. Es war egal, wer welche Bilder sandte, wichtig war nur das gute Gefühl, das damit einher kam und die ekstatischen Höhen, in welche sie sich gegenseitig durch die Telepathie puschen konnten. Es war als wären sie nur ein einzelnes, lebendiges Wesen, mit einem gemeinsamen Verstand und einer Erregung.
Als schließlich Sternchen hinter Gohans Augen explodierten und er seinen Höhepunkt erreichte war er sich gar nicht mehr sicher, ob es nicht Piccolo war, der einen Orgasmus hatte. Das Gefühl wurde derart immer wieder hin und herprojiziert und mit dem Partner geteilt, dass sie gar nicht mitbekamen, wie sie sich trennten und schließlich nebeneinander aufs Bett sacken ließen. Sie glühten noch immer und schwammen in einem Pool von gesendeten Gedanken und Gefühlen.
Erst Minuten später kehrten ihre normalen Empfindungen zurück und beide schauten sich völlig verblüfft an, bevor sie sich erneut küssten. Dann grinsten beide und machten sich wortlos auf ins Bad, um sich zu reinigen, damit sie Piccolos geschundene Rückseite und dessen feine Nase etwas entlasten konnten.
/-/-/
„Dende, kann ich mal mit dir sprechen?"
Piccolo hatte den Entschluss gefasst jetzt doch bei Dende nachzufragen. Seit ihrer Nacht gestern konnte er Gohans Gedanken die ganze Zeit in seinem Hinterkopf hören. Es war nichts schlimmes und es störte nicht einmal, aber es war doch etwas seltsam.
„Natürlich Piccolo, was kann ich für dich tun?" Der junge Gott kam von seinem Ausguck auf die Erde zu Piccolo und lächelte. „Ist alles in Ordnung mit dir?" Natürlich wies er nicht daraufhin, dass Piccolos Ohrenfarbe deutlich auf seine Verlegenheit hinwies – schließlich war es noch zu früh zum sterben. Gohan war schließlich gerade erst zur Arbeit aufgebrochen.
„Wir… es… also wir… grrr…" Sichtlich über seine Probleme die richtigen Worte zu finden verärgert, haderte der ehemalige Oberteufel mit sich selbst. Dann: „Gohans und meine telepathische Verbindung hat sich verändert. Gohan hat die Vermutung dass es mit dem Blut zusammen…"
„Oh das freut mich Piccolo!" Dende warf alle Vorsicht über Bord und umarmte Piccolo. „Es ist lange her, dass einer von unserem Volk einen -+-+'# hatte."
„Einen was?" Piccolo war etwas verloren, denn dieses namekianische Wort kannte er nicht und schob den übereifrigen Jungnamekianer von sich weg „Wovon sprichst du da überhaupt?"
„Na von deinem -+-+'# Gohan, natürlich. Die meisten Namekianer verzichten auf eine solch innige Verbindung, aber wenn man Gohans und deine Geschichte betrachtet, war es wahrscheinlich, dass ihr irgendwann diesen Schritt wagen würdet. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass ihr es so schnell tun würdet…"
„Das wir was tun würden? Du sprichst in Rätseln, Dende!"
Jetzt wirkte Dende verunsichert: „Aber ihr habt doch zeremoniell euer Blut getauscht und eure Gedanken vereinigt, oder nicht?"
„Okay, das Blut getauscht haben wir aber das ist eher im Eifer des Gefechtes passiert…" grummelte Piccolo.
Dende schaute irritiert: „Dann wusstest du gar nicht dass du ihn +#+#+ hast?"
„Was heißt das jetzt schon wieder? Und wie du Gohan eben genannt hast, hast du auch noch nicht erklärt."
„Wie würden die Erdlinge sagen… „verheiratet" vielleicht? Aber das ist eigentlich zu wenig. Ihr seid einen… eine Art „Kriegerbund" eingegangen. Es ist beeindruckend, dass ihr das rein gefühlsmäßig tun konntet. Auf Namek wurden die „Partner", ja so könnte man sie wohl nennen die „Partner" also lange darauf vorbereitet, bevor sie diesen Bund eingingen, damit nichts schief gehen konnte."
„Und was hat das jetzt für Konsequenzen für uns?"
„In zukünftigen Kämpfen, die ihr gemeinsam bestreitet werdet ihr als unbesiegbar gelten. Zwei Körper, ein Geist – eine unschlagbare Waffe. Außerdem werdet ihr euch nie mehr mit einer anderen Person verbinden können – aber der Überlieferung nach hatte nie eine der Parteien je einen solchen Wunsch. Außerdem könnt ihr nun ein gemeinsames Kind haben – wenn ihr das wollt. Sobald du nun ein Ei heranreifen lässt, wird sich das Wesen darin automatisch durch deine Verbindung mit Gohan zum Teil auch nach ihm entwickeln. Kinder, die auf solche Weise entstanden galten nicht nur als große Kämpfer, da sie die Kräfte beider ihrer Elternteile erbten, sondern sie sind wichtig für die Namekianische Rasse, da sie sich nur so weiterentwickeln kann. Reine Reproduktion allein hilft dabei nicht."
„Und das alles soll auch zwischen einem Namekianer und einem Halbsaiyajin funktionieren?"
„Sag mir Piccolo, kannst du jetzt hören, was Gohan denkt? In diesem Augenblick? So stark, dass du es nicht ausblenden kannst? Würdest du das überhaupt wollen?"
Piccolo antwortete nicht, sondern schaute weg, aber Dende kannte die Antwort sowieso. „Wenn du mich fragst Piccolo, gibt es keinen Grund, warum es nicht funktionieren sollte. Bleibt allein die Frage, was ihr beide nun daraus machen werdet?"
/-/-/
Piccolo trainierte mit seinem Double am Wasserfall, als er in Gohan eine große Unruhe wachsen spürte. Für sein Training hatte er ursprünglich Gohans Gedanken an den Rand seines Bewusstseins geschoben, wo sie als beruhigende Grundlage weilten, ihn aber nicht in seiner Konzentration stören würden.
Sofort nahm der ehemalige Oberteufel mit seinem Partner Verbindung auf, um zu erfahren was passiert war.
/Mama ist passiert! Sie wollte Goten nicht mehr zu Trunks lassen, damit nicht auch noch ihr zweiter Sohn sich von ihr abwenden könne. Sie meinte wohl, dass es genügt wenn einer ihrer Söhne durch einen schlechten Einfluss die völlig falschen Entscheidungen trifft./
/Und weiter?/
/Was denkst du? Seit wann lässt sich Goten etwas von Mama verbieten, erst Recht, wenn das bedeuten würde er dürfe nicht mehr zu Trunks?/
/Ich gehe mal davon aus, dass du jetzt in der Capsule Corporation bist?/
/Ja, Goten kam eben nach dem Unterricht zu mir und hat mir alles erzählt. Er ist wohl heute morgen schon abgehauen und hier aufgetaucht. Bulma hat ihm natürlich sofort angeboten, dass er bei ihnen schlafen kann, bis Chichi sich wieder beruhigt hat. Aber ich habe das dumpfe Gefühl, dass das nicht so schnell passieren wird. Nicht nach gestern…/
/Wo ist Chichi jetzt?/
/Das weiß keiner so genau, aber es wäre wohl wichtiger, wenn wir Papa finden würden./
/Ich mache mich auf die Suche nach ihm, wenn du willst, Gohan…/
/Das würdest du für mich tun, Piccolo?/
/Hrmpf… sonst hängst du da ja noch ewig rum und ich bekomme dich Tagelang nicht zu Gesicht…/ versuchte der Namekianer unwirsch abzuwehren, aber er wusste, dass Gohan ihn durchschaute.
/Danke Piccolo. Bring Papa am besten hier vorbei, wenn du ihn gefunden hast, ja?/
/Okay./
/-/-/
Es dauerte nicht ganz zwei Stunden bis Piccolo endlich Son Gokus Aura ausmachen konnte. Als er näher kam wunderte es ihn allerdings, wie er sie so lange übersehen konnte. Goku stand in einem Waldstück, oder besser gesagt in einem ehemaligen Waldstück, bei dem kein Baum mehr stand.
Dann begriff Piccolo, warum er die Aura nicht wahrgenommen hatte. Goku kämpfte auf seinem niedrigsten Energielevel. Offenbar hatte er das alles mit purer menschlicher Energie zerstört. Goku musste verdammt viel Frust und Wut in sich getragen haben, wenn es solche Zerstörung nach sich tragen konnte. Offenbar war er so sauer gewesen, dass er sich nicht trauen konnte, sich auf einem höheren Level abzureagieren – sonst hätte das vermutlich die Erde nur schwer beschadet überstanden.
Momentan saß er in Mitten der Stammwüste und schien in Gedanken versunken.
„Goku, ich habe überall nach dir gesucht. Dein Typ wird verlangt." Macht Piccolo schließlich auf sich aufmerksam.
„Ah, du bist's Piccolo. Was führt dich hierher?"
„Leider schlechte Neuigkeiten."
„Ein Angriff?"
Piccolo musste schmunzeln. Offenbar war Gokus Frust noch immer nicht gänzlich abgearbeitet – so ein kleiner Kampf auf Leben und Tod würde ihm bestimmt gut tun. Leider musste er ihn enttäuschen:
„Höchstens ein weiterer Bratpfannenangriff…"
„Chichi?" Gokus Mine verfinsterte sich um einige Nuancen „Ich komme sofort…"
„Nein warte. Im Moment ist alles okay, Gohan meldet sich bei mir, wenn es schlimm wird. Wir können… darüber reden, wenn du möchtest. Schließlich… hast du mir ja auch geholfen."
„Ich weiß nicht, wovon du sprichst. Du müsstest doch selbst besser wissen, wie es Gohan…"
„Ich habe nicht von Gohan gesprochen, sondern von dir."
Goku kratzt sich am Kopf, dann, mit einem falschen Lächeln: „Ich wüsste nicht, was du meinst, Piccolo. Bei mir ist alles in Ordnung."
„Weißt du, vor nicht all zu langer Zeit hätte ich dir diesen naiven Mist tatsächlich abgekauft, aber ich weiß es inzwischen besser: also verkauf mich nicht für dumm – das ist nicht nur eine Beleidigung für meine Intelligenz, sondern auch eine für deine."
„Ich verstehe einfach nicht, warum sie nicht sieht, dass Gohan glücklich ist, mit dir. Warum sie nicht verstehen kann, dass es dahingegen total unwichtig ist, was andere von uns denken. Ich habe mit Videl gesprochen – sie ist auch glücklich mit ihrem neuen Partner – also wo ist dann das Problem? Gohan war doch nur ehrlich und hat versucht die beste Entscheidung für alle zu treffen… und sie?"
„Sie lässt ihre Wut über ihren ältesten Sohn an dem jüngeren aus."
„Was?" Goku war aufgebracht aufgesprungen und hielt sein Ki nur mit größter Mühe unter Kontrolle.
„Beruhig dich, Goten lässt sich so oder so nichts von ihr sagen. Aber so wie es aussieht, ist dein jüngster gerade überstürzt aus eurem Zuhause ausgezogen, da sie ihm verbieten wollte in Zukunft Trunks zu treffen."
„Wie kann sie so etwas bescheuertes tun? Trunks ist Gotens einziger Freund – das wäre ja, als würde sie ihm verbieten zu atmen oder zu essen. Das ist doch total hirnverbrannt."
„Ich weiß, dass die zwei sogar ein Paar sind, Goku. Im übrigen ist es genauso hirnverbrannt mit jemandem sein ganzes Leben zusammen zu bleiben, nur weil man, als man klein war ein Versprechen gab, obwohl man nicht einmal wusste, was es überhaupt bedeutete."
„Versprechen sind Versprechen – man muss sie einhalten."
„Goku – du liebst Chichi nicht. Das hast du nie. Wie könntest du auch jemanden lieben, der das was du bist – nämlich ein Krieger – so sehr verabscheut? Wie könntest du jemanden lieben, dem das Glück seiner Kinder weniger wichtig ist als das, was die Nachbarn sagen?"
„Wenigstens bin ich so nicht allein…"
„Auch hier liegst du falsch. Natürlich kann auch ich mich irren, aber wenn mich nicht alles täuscht, empfindet die Person, mit der du am liebsten zusammen wärst, genauso für dich. Und wartet schon Jahre auf dich. Willst du ihn wirklich noch länger warten lassen? Du weißt doch, wie schnell du stirbst, Goku. Warte nicht zu lange, der nächste Feind kommt bestimmt."
Mit den Worten erhob sich Piccolo und machte sich bereit, Richtung Capsule Corporation zu starten, um Gohan abzuholen.
„Piccolo?"
„Hm?"
„Ich danke dir. Richte Gohan meine Grüße aus, ich komme auch gleich nach. Ich muss zuerst noch zu Hause vorbei."
„Ist okay. Ich wünsch dir viel Glück."
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2 Wochen später
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„Bruderherz?"
„Oh, hallo Goten, was machst du denn hier?"
Es war offensichtlich ein besonderes Talent von Goten, immer zu Essenszeiten aufzutauchen. Diesmal überraschte er seinen Bruder mit Piccolo, Dende und Popo beim Frühstück im Garten.
Natürlich ließ er sich die einmalige Chance sich den Bauch vollzuschlagen nicht ungenutzt verstreichen. Zwischen Bissen seiner Schaufelaktion berichtete er schließlich:
„Ich hab superkrasse Neuigkeiten zu berichten. Ihr glaubt nicht, wen Trunks heute im Trainingsraum überrascht hat, er ist noch immer nicht so recht aus seiner Ohnmacht erwacht – das waren wohl traumatische Bilder für ihn, die er nie über unsere Väter gebraucht hätte…"
/Gohan, erinnerst du mich daran, mich bei Goku für unsere kleine Rache an Trunks zu bedanken, ja?/
/Klar, Piccolo./
Das Paar versuchte nicht allzu offensichtlich zu grinsen, während Goten aufgeregt und unwissend über ihren Gedankenaustausch fortfuhr…
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Wieder eine Woche später, nach einem Besuch von Gohan bei seiner kleinen Tochter Pan
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„Was ist los mit dir, Son Gohan?"
Piccolo und der junge Halbsaiyajin saßen in ihrer bevorzugten Position am Eichenbaum um den Sonnenuntergang zu genießen.
„Es ist nichts Wichtiges…"
„Es beschäftigt dich, das kann ich spüren."
„Es ist nichts, was du ändern kannst, Piccolo. Also mach dir keine Gedanken darüber."
„Ich werde es sowieso erfahren, spätestens, wenn wir das nächste Mal Sex haben werden, das dürfte dir inzwischen klar geworden sein."
„Na schön. Ich finde es einfach nur ein bisschen schade, dass ich mit Videl ein Kind habe, obwohl wir uns nicht wirklich lieben, aber mit dem Menschen, der mir am allermeisten in diesem Universum bedeutet, nicht. Ich meine, Pan mag dich gerne und Videl ist mir nicht böse, aber es wäre schon schön, wenn wir ein eigenes Kind haben könnten. Eines, mit dem wir besser umgehen könnten, wie meine Mutter es mit ihren getan hat."
Beide schwiegen eine Weile, dann fasste Piccolo einen Entschluss:
„Ich glaube, ich muss dir etwas erzählen, was Dende mir gesagt hat…"
Endless End
Finished, Cologne 23nd July 2008
