Kapitel 2

Chidori's Sicht

Ich saß gemütlich in einem fast leeren Abteil im Zug der ins Innere der Stadt fuhr. Ich las gerade eine Zeitschrift. Schon wieder ein Perverser der hier draußen herumlief. Langsam werden diese Stories langweilig. Als ich gähnend meinen die Zeitung sinken lies machte ich eine seltsame Entdeckung. Es war Sousuke der im selben Abteil einige Plätze weiter vorne saß. Er schien mich nicht bemerkt zu haben. Mit wem sprach er da? Eine Mädchenstimme erklang leise. Kurz konnte ich einen blonden Haaransatz sehen. Nein. Sousuke und ein Mädchen? Der Typ würde doch nie eine Frau auf diesem Planeten bekommen und falls doch… Mir kann es egal sein! Von mir aus kann die Tussi ihn geschenkt haben, wenigsten ist er heute nicht die ganze Zeit in meiner Nähe rumgelungert. Meine kostbare Jugend ist Dank ihr vielleicht weniger gefärdet. Sollte ich ihn ansprechen. Gut, ich mache es.

Ich stand müde auf und ging durch den Abteil. Dann stand ich auch schon vor ihnen. Das Mädchen starrte mich mit Sapphir-blauen Augen an. Sie hatte lange blonde Haare, die in Locken über ihr Top fielen.

"Na so ein Zufall. Chidori."

"Hallo Sousuke, ich hab dich gesehen und dachte ich sehe mal vorbei. Wer ist denn deine Freundin?"

"Hallo, Kaname Chidori. Schön, dass wir uns kennen lernen. Sousuke hat mir schon fiel von dir erzählt."

"Ach, tatsächlich?" Stammelte ich ungläubich.

"Ich bin Commander Selly Cross."

"Entschuldigung für die Unterbrechung, aber Chidori es ist beinahe Mitternacht. Du solltest zu Hause sein. In Sicherheit."

"Und Sie, Sergeant sollten vor meiner Tür stehen und ihren Blick nach Feinden ausrichten. Nicht, dass ich das wollen würde."

Ich setzte mich auf den Sitz gegenüber von ihnen und schaute aus dem Fenster.

"Wohin wollt ihr wenn ich fragen darf? Ich meine nicht das mich das etwas angehen würde –"

"Wir bringen Commander Sally in ein Krankenhaus in der Stadt."

"Toll da will ich auch hin."

Nach einiger Zeit stand Sousuke auf und verlies den Abteil, er musste kurz telefonieren. Im selben Moment merkte ich, welchen starken Ausdruck sie ihm nachwarf. Es schien als klebten ihre Augen förmlich an Sousuke. Ich fand es unglaublich wie stark und selbstbewusst sie trotz ihrem zierlichen, aber umwerfend gut aussehendem Körper, wirkte. Sie hatte eine starke Persönlichkeit.

"Also du und Sergeant Sagara…." Begann sie, ihre Stimme hörte sich nervös an "Seit Freunde?"

"Ja, denke schon er ist sowas wie mein Kumpel….."

"Nein, das habe ich nicht gemeint Chidori. Ich meinte richtig gute Freunde?"

"Oh was….ich und der… der Kerl" Ich überlegte und suchte nach den passenden Worten "Mal im ernst den Typen schenke ich dir, der ist ne Oberflasche. Ein Spinner. Ein Perverser…Muss ich dir noch mehr Fakten nennen."

Sie schüttelte den Kopf und die langen Locken schwangen von einer zur anderen Haare.

Chidori stieß einen schrilloen Schrei aus. Sie sprang auf und mühte sich um das Fenster des fahrenden Schnellzuges aufzuschieben. Die kalte Abendluft schlug ihr ins Gesicht und sie bekam dadurch rosige Wangen. Sie beugte sich immer weiter nach vorne.

"Chidori, was ist denn los?" Stieß Sally aus als sie hermufuhr und versuchte ebenfalls hinauszusehen. Chidori wandte ihren Blick nicht ab.

"Verdammt" Keuchte sie aus dem Fenster, dass man es fast nicht verstehen konnte "Entweder spinne ich, oder…"

"Oder was?"

"Sieh selbst!"

Chidori machte eine kleine Stelle am Fenster frei. Sally beugte sich immer weiter nach vorne. Was sie sah erstickte ihren Atem. Die Lock war abgekoppelt von ihrem Waggon und fuhr geradewegs in die Dunkelheit davon. Unkontrolliert raste der Wagon quietschend über die Gleise. Funken flogen.

Dann ging auf einmal die Tür zum hinterem Waggon auf und Sousuke stürmte hastig herein.

"Irgendjemand hat den Zug abgekoppelt."

Er kramte in einem ausgewaschenem Jeans-Rucksack herum und zog etwas rotes aus dem Rucksack. Bombe.

"Irgendjemand hat es auf uns abgesehen. Ich habe dieses Baby im hinterem Abteil gefunden. Ladies, ich fürchte, das ist unsere Endstation. Er betätigte den Notschalter. Sofort öffneten sich sämtliche Türen des Waggons. Augenblicklich fegte der Fahrtwind herein und riss Chidori ihren Zopf auf. Nun flogen ihre blauen Haare so wild, wie Sallys.

Bereits in der nächsten Sekunde packte Sousuke beide an den Handgelenken und schubste sie aus der Tür, um kurz nach ihnen das Gleiche zu tun.

SAlly rappelte sich hoch, das hohe Gras streifte ihr Top und Chidori hustete einige Male. "Behandelst du deine Vorgesetzten immer so?" Keuchte Sally als Chidori in Gelächter ausbrach.

"Keine Sorge, sonst ist er schlimmer." Ihr kamen vor Lachen einige Tränen die ihre glatten, blassen Wangen hinunterglitten.

Sousuke stand bereits wenig amüsiert neben ihnen. Sally und Chidori halfen sich gegenseitig hoch .

"Und was nun Sergeant?" Fragte Chidori, das wort Sergeant benutzte sie um ihn etwas zu verarschen.

Sousuke zog seine Waffe und lud nach.

"Dort hinten ist ein Pfad, der zum alten Krankenhaus auf Shinjai-Hill führt. Der Weg ist nicht sehr lange aber er führt durch einen kleinen Wald."

"Warte mal ne Sekunde. Das Krankenhaus ist seit Jahren geschlossen."

"Dafür ist die Chance groß, dass sich noch Medikamente darin verstecken." Er wandte sich der stark mitgenommenen Sally zu ,deren Tuch, welches sie sich um die Wunde gebunden hatte, bereits vollgesogen mit Blut war und einige Tropfen an ihren makellosen Beinen hinabglitten.

"Warten Sie, ich helfe Ihnen Commander." Er legte ihre Hand stützend um seine Schulter.

Im selben Moment lief Chidori rot an, wie frisch gereifte Kirschen. EIne Welle der Wut stieg in ihr hoch.

"Okay, sie sieht mega gut aus" Gestand sie sich innerlich ein "Ich bin nicht eifersüchtig. Nicht auf sie. Sousuke ist ein Spinner. ich bin nur wütend auf ihn, nicht eifersüchtig."

Die kleine Truppe setzte den Weg fort als sie in der entfernung einen lauten Knall gefolgt von einer starken Druckwelle wahrnahmen. Der Druck war so stark, dass sich Sally an Sousuke, Sousuke an Sally und Chidori an Sallys Rücken festklammerten. Es war die explodierende Bombe in dem Abteil.

"Scheiße, stellt euch vor wir wären da drinnen gewesen." Hauchte Selly.

Chidori lief ein kalter Schauer über den Rücken. Was machte sie hier? Warum ging sie nicht nacht Hause um sich zu entspannen. Schließlich war nicht sie diejenige, die in Gefahr war. Aber durch irgendeine Weise, fühlte sie sich mit Sally verbunden, als würden sie Gedankenaustauschen, Sousuke schien es genauso zu gehen. Denn er und Chidori starrten auf die Blondiene und fühlten sich, als wären sie in ihren großen blauen Augen gefangen. Es fühlte sich an als ob Sally ungewollt magische Kräfte wie die einer Elfe, aus einem Buch das Chidori letztens verschlungen hatte, anwandte.

….Konnte es sein das….