(A/N: Nach dem Appetizer von Gestern reiche ich hiermit noch zwei weitere Kapitel nach.)
Kapitel 2
Rückblende:
Cameron machte ihre übliche Runde. Wie immer wollte sie eine Runde um das Haus drehen. Zuerst warf sie immer einen Blick in den Keller und dann in die Garage, bevor sie die Umgebung sondierte. Dieses Mal aber fiel ihr sofort eine Blutspur auf, die offensichtlich zur Garage führte. Als sie die Tür öffnete erblickte sie sofort Riley, die direkt hinter der Tür lag.
Eine kurze Untersuchung zeigte ihr, dass Riley nur bewusstlos war. Eine Verletzung an ihrer linken Seite, offenbar eine Schusswunde und blutete noch. Cameron richtete sich wieder auf und starrte auf ihre vermeintliche Gegnerin herab. Minutenlang stand sie einfach nur da und dachte nach. Sie überlegte, ob sie einfach so tun sollte als läge Riley nicht verletzt auf dem Boden der Garage. Sie berechnete eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass Riley bis zum Morgen an dem fortgesetzten Blutverlust sterben würde. Dieser Gedanke zauberte ein Lächeln auf das sonst so emotionslose Gesicht.
Dann fiel ihr ein, dass John Trauer empfinden würde und wie auch schon zuvor war sie völlig verunsichert was sie mit Riley tun sollte. „Was soll ich bloß mit dir machen?" Fragte sie unlogischer Weise leise, obwohl Niemand da war, der die Frage beantworten würde.
Sie listete auf ihrem HUD die Möglichkeit mit dem größten Nutzen auf.
Possible scenarios.
1. Kill Riley Dawson and hide the Body.
2. Try to wake up Riley Dawson to interrogate
3. Leave Riley Dawson to her possible death
4. Help Riley Dawson for the happyness of John Connor
Dann dachte Cameron an die Zeit vor Riley und wie freundschaftlich John mit ihr umgegangen war. Szenario 1 begann in roten Buchstaben auf ihrem HUD zu blinken. Sie ging in die Hocke und ergriff die Kehle ihres vermeintlichen Opfers.
Dann zögerte sie und starrte regungslos auf Rileys Gesicht. John kam ihr wieder in den Sinn. Wie sehr ihn Rileys Verschwinden treffen würde. Sarah Connor und Derek Reese würden sie natürlich sofort im Verdacht haben etwas mit Rileys Verschwinden zu tun zu haben. Eventuell würde John ihnen Glauben schenken und schließlich auf Derek Reese hören, der von Anfang an ihre Zerstörung gefordert hatte.
Sie löschte Punkt eins und dachte erneut nach. Sie wusste irgendetwas stimmte mit Riley nicht. Alleine ihr Hiersein in diesem Zustand bestätigte das. Augenblicklich leuchtete Punkt zwei rot auf. Dann fiel ihr auf, dass Riley ein Verhör in ihrem Zustand wohl nicht überleben würde, was sie an ihre Argumente gegen Punkt eins erinnerte.
Das Gleiche passierte als sie über Punkt drei nachdachte. Erst Punkt 4 stellte sie zufrieden. Nicht nur, dass es John freuen würde, nein ihr Verhalten würde ihm zeigen dass sie ihn verstand. Seine Sichtweise von Gut und Böse.
Mit einem Lächeln bückte sich Cameron, nahm Riley auf die Arme und trug die Bewusstlose zufrieden mit sich selbst lächelnd ins Haus.
Cameron brachte Riley in ihr Zimmer. Sie legte sie vorsichtig auf das Bett. Dann holte sie ihren Verbandskasten unter dem Bett hervor. Schließlich stand sie erstarrt vor dem Bett und sah auf Riley hinab.
Dann nahm sie eine Schere und entfernte Rileys Kleidung, die an einer Seite blutdurchtränkt war. Sie entfernte nicht nur die zur Behandlung der Verletzung hinderliche Kleidung sondern sie entkleidete Riley komplett und hatte dabei ein zufriedenes Lächeln im Gesicht.
Dann versorgte sie ohne zu zögern die Verletzung. Einen glatten Durchschuss ohne innere Verletzungen stellte sie fest. Schnell war sie fertig und räumte die Ausrüstung wieder weg.
Als sie sich wieder ihrem Bett zuwandte blieb sie seitlich in Höhe von Rileys Knien stehen und sah auf das nackte Mädchen hinab. Ihr Blick fiel auf die Brüste des Mädchens, die sie sogleich optisch abtastete um sie zu vermessen. Als das Ergebnis auf ihrem HUD erschien legte sie ihre Hände über ihr eigenes Top und fühlte ihre eigenen Brüste.
Als Nächstes fiel ihr Blick auf die ausladenden Hüften Rileys. Ein Vergleich ergab auch hier signifikante Unterschiede.
Dann entdeckte an Rileys Oberschenkeln Hautunregelmäßigkeiten, die sie mit Hilfe ihrer Datenbank als Cellulite identifizierte.
Als letztes dann fiel ihr Blick auf Rileys Schambereich. Abgesehen von der wesentlich stärkeren Behaarung waren auch hier Unterschiede zu erkennen die aber anscheinend nur optischer Natur waren.
Cameron fragte sich ob es diese Dinge waren, die John an Riley besonders anziehend fand. Oder ob es grundsätzlich die Menschlichkeit war, die John bevorzugte.
Während Cameron Riley zudeckte fragte sie sich, ob sie John mit größeren Brüsten, Cellulite, breiteren Hüften und einer stärkeren Behaarung besser gefallen würde.
Schließlich nahm sie ihre Runden wieder auf und wunderte sich einmal mehr über ihre unlogischen Gedankengänge.
Kapitel 3
„W...wo bin ich?" Fragte Riley mit aufgerissenen Augen, als sie ihre Umgebung wieder richtig wahrnehmen konnte. Als sie vor ein paar Sekunden die Augen öffnete, hatte sie geradewegs in Camerons Gesicht geblickt, die auf der Bettkante saß.
Du bist in unserem Haus, In meinem Zimmer, auf meinem Bett", beantwortete Cameron präzise Rileys Frage.
„Wie, wie bin ich hier her gekommen? Was ist passiert?" Fragte Riley verwirrt und sah weiterhin ängstlich auf die Person vor ihr.
„Ich habe dich verletzt in unserer Garage gefunden, hier her gebracht und verarztet", sagte Cameron und erhob sich".
„Warum?" Fragte Riley. „Warum hast Du mich nicht in der Garage liegen und sterben lassen?"
Cameron sah sekundenlang stumm auf sie herab, „Es wäre nicht das Richtige gewesen", sie zögerte. „Ich werde jetzt John holen", sagte sie, drehte sich herum und ging zur Tür.
Riley kämpfte mit sich selbst. Gerade als Cameron die Tür öffnete hatte sie eine Entscheidung getroffen. „Ich weiß was Du bist", sagte sie leise.
Cameron schloss die Tür wieder und drehte sich herum. „Was weißt Du über mich".
Riley richtete sich unter Schmerzen auf. „Ich weiß das Du eine Maschine bist", sagte Riley ohne Cameron anzusehen. „Ich wurde ausgeschickt um John und Dich zu trennen", erklärte sie weiter. „Erst gestern habe ich begriffen, dass ich das Bauernopfer sein sollte".
Cameron sah einen Augenblick zur Seite, bevor sie ihren Blick wieder auf Riley fokussierte. „Wer hat Dich angeschossen?" Fragte Cameron emotionslos.
„Sie heißt Jesse Flores. Sie hat mich aus der Zukunft hier her gebracht und hat mir eingeredet, ich wäre die Richtige für John. Ich sollte mich zwischen Euch drängen, weil du eine Gefahr für ihn wärst", sagte Riley und blickte ängstlich zu Cameron, die immer noch mit regungslos herabhängenden Armen dastand. Nur ihre linke Hand zuckte unaufhörlich. „Nicht ich bin die Falsche für John", sagte Riley und starrte weiter in Camerons Augen. „Du bist die Falsche für ihn. Du bist eine Maschine und kein Mensch. Du darfst ihm nicht nahe sein", sagte sie eindringlich.
Mit unbewegtem Gesicht hatte Cameron zugehört. Dann legte sie den Kopf kurz leicht schräg. „Ich hole jetzt John", sagte sie während sie sich herumdrehte. Sie verlies den Raum und lies eine erleichtert aufatmende Riley zurück.
3 Minuten später kehrte Cameron mit John im Schlepptau zurück.
„Cameron, was ist denn so Wichtiges, dass ich unbedingt mit in dein Zimmer kommen muss. Du weißt doch wie Mom ist, wenn sie das mitbek...". John unterbrach sich, als er Riley in Camerons Bett erblickte. „Riley", sagte er verwundert und ging schnell zum Bett.
„Was ist passiert?" Fragte John als er die Kratzer in ihrem Gesicht und die zerschlagenen Hände erblickte.
„Ich habe sie letzte Nacht bewusstlos in der Garage gefunden", sagte Cameron nachdem sie die Tür geschlossen hatte. „Die Schussverletzung habe ich versorgt".
„Schussverletzung?" Fragte John erstaunt.
Riley sah zu Cameron und dann zu John. Schließlich nickte sie. „Ja, Schussverletzung", sagte sie. „Und es war wieder erwarten nicht dein Haus und Hofterminator", fügte sie hinzu und beobachtete jede Regung in Johns Gesicht.
„Hofterminator?" Fragte John mit aufgerissenen Augen".
„Na der zweibeinige Toaster da vorne", sagte sie und zeigte mit dem Kopf auf Cameron.
John sah kurz in die Richtung in die Riley deutete. Als er sich wieder ihr zuwandte hatten sich seine Augen zu Schlitzen verengt. „Sie ist kein Toaster", sagte er offensichtlich ärgerlich zwischen zusammengebissenen Zähnen.
„Mehr sollte sie für Dich aber nicht sein", sagte Riley deutlich zurückhaltender als zuvor.
John sah zu Cameron und griff an die Taschenuhr unter seinem Shirt „Ich habe begriffen, dass Du aus der Zukunft kommst und weißt wer ich bin. Aber da ist Etwas was Du verstehen solltest", sagte er eindringlich nachdem er sie an den Schultern ergriffen hatte.
Riley fühlte sich in die Ecke gedrängt. Sie starrte vor sich auf die Bettdecke."Was?" Fragte sie dann leise.
John sah zu Cameron, die noch immer regungslos an der Tür stand. Als er wieder auf Riley blickte hob er die Hand und zeigte mit dem Daumen über seine Schulter. „Cameron ist eine Person. Außerdem hat sie mein Leben gerettet und nicht nur ein Mal. Egal was unter ihrer Haut ist, für mich ist sie ein Freund.", sagte er mit erhobener Stimme. Er war ärgerlich, das konnte man ihm deutlich ansehen. „Sei froh, dass sie Dich nicht getötet hat", fügte er noch hinzu.
Keiner der Beiden hatte das kurze Lächeln Camerons gesehen als John sie einen Freund genannt hatte.
„Das bin ich", sagte Riley und hob den Blick, sah aber nicht John sondern Cameron an, deren Gesicht wieder so ausdruckslos war wie meistens. „Warum eigentlich nicht?" Fragte sie. „Ich meine, nach Allem was ich von Euch Maschinen weiß hättest du mich längst töten müssen", sagte sie ohne ihren Blick von Camerons Augen abzuwenden.
Cameron starrte sie nur an.
John hatte sich herumgedreht. „Ja genau, warum lebt Riley noch?" Fragte er ebenfalls.
Cameron löste ihren Blick von Riley und sah John an. Sekundenlang sagte sie gar nichts. Sie sah verwirrt aus. Schließlich blickte sie zu Boden. „Ich weiß es nicht.", sagte sie leise. „Ich weiß es nicht", wiederholte sie kaum hörbar. Dann drehte sie sich herum und verlies den Raum ohne zurückzublicken.
„Cameron?" John war aufgesprungen. „Cameron!" Rief er.
Cameron aber schloss ohne zu antworten von Außen die Tür. „Nur für Dich John", sagte sie leise nachdem sie die Tür geschlossen hatte und eine Träne lief über ihre Wange.
„Was war Das denn?" Fragte Riley verwirrt.
John atmete tief durch und drehte sich wieder herum um sich zu setzen. „Das Riley war Cameron die Person und nicht Cameron die Maschine", erklärte er ihr und setzte sich wieder, verwirrter als zuvor..
