Halli Hallo :)
Sooo, hiermit ist nun auch mein Mini-Special zuende
Ich hoffe, dass es euch gefallen wird.
Tut mir Leid...dass es nicht wirklich komplet am 31ten zu lesen war!
(auch diesmal kein Beta) - Kommasetzung etc. sind Spezialeffekte !

John ist ein wenig dramatisch...
...und Sherlock ungewohnt einfühlsam
deswegen betone ich nochmals :

OOC OOC OOC OOC OOC OOC OOC

Happy Halloween

2.

Ein Kopf.

Dort lag ein Kopf!

Ein abgetrennter, blutiger Kopf!

Die Augen weit aufgerissen, starr und leblos nach vorne gerichtet!

Eine kleine Blutlache, hatte sich bereits gebildet.

John zog scharf die kühle Nachtluft ein.

Er konnte es einfach nicht glauben, denn als Mediziner erkannte er sofort, dass es sich hierbei um ein echtes Exemplar handelte.

John starrte fassungslos zu Boden, wobei das Ganze zur Krönung auch noch mit zwei roten Grablichtern, beleuchtet wurde.
Selbst ihm lief ein Schauer über den Rücken.

Kein Wunder, dass sich niemand zu klingeln traut…Mit so etwas vor der Tür.

Der Schock wich, um der Wut, die sich nun in ihm ansammelte, Platz zu machen.

„SHEEEEEERLOCK !", konnte John nur aufgebracht nach oben schreien, bevor er die Tür zuknallte und nach oben trampelte.
Er riss die Wohnzimmertür auf, stürmte mit wenigen Schritten zu Sherlock, welcher faul auf der Couch lag,
griff sich dessen Kragen und zog sich den Meister Detektiv, bis auf wenige Zentimeter heran.

Perplex wurde er von diesem gemustert.

„WAS SOLL DAS?", schrie John ihm ins Gesicht.

„Ich weiß nicht…was Sie meinen." Kam es allerdings unbeeindruckt vom Größeren.

„Oh, stellen Sie sich nicht dumm! Wir beide wissen, dass Sie es nicht sind! Also was, verdammt nochmal, soll das?...
Ich meine natürlich das, was da vor unserer Haustür liegt", und sein anfängliches Gebrüll, hatte sich zu einem Zischen verwandelt,
welches allerdings nicht weniger wuterfüllt war.

Sherlock aber ging gar nicht auf die Frage ein und versuchte nun den Stoff, Johns eisernen Händen, zu entziehen.
Ohne Erfolg, der Blonde dachte nicht mal daran ihn loszulassen.

„Sie- Sie sind unglaublich! Zuerst verbreiten Sie den ganzen Tag schlechte Laune, dann zeigen Sie ein wenig Verständnis für meine Bitte,
sich zu benehmen, nur um am Ende doch…mein-...unser-…was auch immer-…Halloween zu sabotieren!
Sie wussten genau, dass es die Kinder abschrecken würde!"

„Ich habe gar nichts sabo-"

„Und dann haben Sie nicht einmal die Courage, dazu zu stehen?!", unterbrach ihn der Blonde sofort.

„John, ich wollte doch nur-"

„Ja! Sie wollten, denn SIE wollen immer irgendetwas und da liegt das Problem!"

Nun war es Sherlock, der den Arzt böse anfunkelte.

„Geht es hier wirklich nur noch um die Kinder?"

„Ja. Nein. Auch! Aber vor allem geht es darum, dass Sie einfach kaum Rücksicht auf Andere nehmen!
Ich hab wirklich nicht viel von Ihnen verlangt, lediglich, dass Sie MICH wenigstens dieses Fest feiern lassen…
Sie wissen, ich bin kein Mensch, der in Selbstmitleid badet Sherlock, ich ertrage viel…
Ich ertrage SIE! Weil ich Sie, trotz allem, mag …..…
ArghGott, Sie wussten genau wie viel mir Halloween bedeutet, aber Sie haben mal wieder nur an sich gedacht!"

„Selbst winzige Tropfen, bringen das Fass irgendwann zum überlaufen", fügte John noch hinzu und stieß den Detektiv, ruckartig von sich weg, zurück in die Polster der Couch. Der Größere, hatte ihm genauestens zugehört und in seiner Mimik lag etwas Verletztes, in seinen Blicken,
fast schon etwas Flehendes, doch dieses konnte John nicht mehr sehen. Er hatte sich bereits umgedreht und sich seine Jacke geschnappt.

Nein, Nein, Nein, Nein! So war das alles nicht geplant!

„John bitte, lassen Sie es mich erklären!"

„Nein", kam eine kurze, prägnante Antwort von diesem. Er wollte hier weg, aus Angst, noch etwas zu sagen, was er wirklich bereuen würde.

„John bitte! Es ist alles ganz an-"

„Sherlock! Lassen Sie es gut sein! Wirklich! Ich bin es ja eigentlich nicht anders von Ihnen gewohnt!
Sorgen Sie dafür, dass der Kopf wegkommt, ansonsten haben wir noch bald eine Klage am Hals!", und mit diesen Worten, überbrückte er die paar Meter zur Treppe und war auch gleich darauf verschwunden, nicht aber, ohne die Wohnzimmertür noch einmal geräuschvoll, zuzuziehen.

John stapfte gerade die 17 Stufen der 221b Baker Street runter, als sich unten eine Tür öffnete und Mrs. Hudson erschien.

„Mein lieber John! Was ist denn nun schon wieder bei euch beiden los? Ich habe euch, bis hier unten streiten hören", fragte diese und Sorge schwang in ihrer Stimme mit.

„Mrs. Hudson, es ist…es ist nur die alte Geschichte, aber diesmal hat er sich selbst übertroffen."

„Oh nein, was hat er denn diesmal angestellt?"

„Anscheinend haben Sie noch keinen Schritt vor die Tür gemacht, was ich Ihnen auch abraten will…
Er hat dort nämlich, anlässlich Halloweens, einen abgehackten Kopf positioniert, welcher alle Kinder verscheucht hat….…
aber machen Sie sich keine Sorgen. Sherlock wird sich darum kümmern und gnade ihm Gott, wenn nicht…", versicherte John ihr,
wobei er die wiederaufkeimende Wut, nicht ganz unterdrücken konnte.

Mrs. Hudson schien im ersten Augenblick etwas verwirrt zu sein, bevor sich Entsetzen auf ihrem Gesicht abzeichnete.

„Ach herrje!...Ich fürchte, dass das alles meine Schuld ist", sagte sie. Die Stimme nur noch ein Flüstern.

„W- Wie meinen Sie das? Sie haben doch gar nichts damit zu tun?", nun war es an John verwirrt dreinzublicken.

„Ich fürchte doch…Sie- Sie müssen wissen, dass Sherlock vorhin bei mir war und mich fragte, wovor normale Menschen sich gruseln würden. Er sagte mir, dass Sie die Wohnung dekorieren würden und er Ihnen helfen wollte, außerdem schien er ungewohnt gut gelaunt zu sein…
Dann habe ich ihm ein paar Sachen aufgezählt…unteranderem auch abgetrennte Körperteile und…
Ohh es tut mir so Leid, wirklich so Leid! Ich wusste wirklich nicht, dass ich ihn damit auf solche Ideen bringen würde", brachte sie noch heraus, bevor ihre Stimme versagte.

„Oh Mrs. Hudson! D-Das ist doch nicht Ihre schuld! Sie konnten ja nicht ahnen, dass…Sherlock-"

„Hören Sie, er meinte es wirklich nur gut mit Ihnen! Er wollte Ihnen eine Freude bereiten.
Er sagte, dass heute ein besonderer Tag für Sie wäre und er etwas dazu beisteuern müsse."

Johns Augen wurden groß. Das hatte er wirklich nicht von dem Detektiv erwartet.
Dieser hatte sich seine Bitte wirklich zu Herzen genommen?…Und wie hatte er ihm gedankt? Sein Magen zog sich zusammen.

„Oh Gottund ich habe ihn so angeschrien…ihm Sachen an den Kopf geworfen…und ihm unterstellt, dass er-…
Mrs. Hudson! Entschuldigen Sie mich bitte, aber ich…sollte vielleicht zu Sherlock-…"

„Natürlich, natürlich! Gehen Sie John, reden Sie mit ihm. Es ist so schrecklich, wenn ihr zwei euch streitet", murmelte die ältere Dame und drückte John zur Ermutigung, kurz die Hand.

John atmete hörbar ein und erwiderte ihre Geste, bevor er sich langsam auf den Weg zurück nach oben machte.

„Aber machen Sie sich keine Vorwürfe", konnte er gerade noch sagen, bevor er ihre Tür ins Schloss fallen hörte.

Nun war es still in der 221b Baker Street. John atmete erstmals tief durch, bereitete sich auf das Kommende vor.
Er wollte, sollte, musste sich entschuldigen, doch war ihm die Situation gänzlich unangenehm.

Er zögerte einen kurzen Augenblick, bevor er leise die Tür öffnete und eintrat. Sherlock saß noch immer genau da,
wo er ihn zurückgelassen hatte. Die Beine, bis an den Oberkörper angezogen und die Arme um diese geschlossen, blickte er starr geradeaus.
Er sah alles andere als wütend aus, obwohl er, wie John fand, jedes Recht dazu hatte. Er traute sich trotzdem nicht ihm allzu nahe zu kommen, weswegen er ein paar Schritte vor ihm, zum stehen kam.

„S- Sherlock. Ich wusste nicht, dass-…also ich hab mit Mrs. Hudson gesprochen und-…. Hören Sie, ich hatte ja keine Ahnung,
dass Sie das für mich getan hatten. Ich bin wirklich davon ausgegangen, nun ja, dass es Ihr Ziel war unser Halloween zu sabotieren.
E- Es tut mir so furchtbar Leid!"

Sherlock blickte immer noch starr geradeaus, bemerkte wie John immer nervöser wurde.

Dann schloss er kurz die Augen und blickt, dem Doktor direkt ins Gesicht.

„Das war wirklich nicht meine Absicht", kam nun endlich auch etwas von dem Größeren, wenn auch seine Stimme, leiser als gewohnt war.

„Ja, das weiß ich auch…jetzt zumindest", gab John kleinlaut von sich.

Der Detektiv löste sich aus seiner Starre und Klopfte mit der Hand, auf den Platz neben sich.
Sofort folge John der Einladung und ließ sich neben Sherlock nieder.

„Sie sind also nicht mehr sauer auf mich?"

John schaute ihn perplex an. Wie kam er, nach alle dem, auf diese Idee?

Er wollte ihm doch nur eine Freude bereiten!

Der Sherlock Holmes wollte, ihn John Watson, glücklich durchströmte ihn, ein warmes Gefühl.

„Ich? Gott nein! Wie könnte ich."

Der Dunkelhaarige atmete erleichtert auf.

„Gut…denn ich kann es gar nicht leiden, wenn Sie auf mich sauer sind John", und die grauen Augen, schienen förmlich Johns zu durchbohren.

„Immerhin haben Sie sich solche…Mühe gegeben. Es war sicher schwer diesen Kopf-…..
wie haben Sie eigentlich-….will ich es überhaupt wissen?", gab John leicht amüsiert von sich.

„Nein ich glaube nicht. Außerdem werden Sie sonst vielleicht noch der Beihilfe beschuldigt.
Denn mich erwarte, spätestens morgen Mittag, deswegen ein Anruf von Lestrade."

Und damit blickten die Beiden sich an und fingen an zu lachen. John konnte endlich wieder aufatmen, zu groß war die Erleichterung,
welche ihn nun packte. Der Tag war wirklich brutal anstrengend gewesen, mit dessen Höhen und Tiefen.

Als das Lachen langsam wieder verstarb, drehte er sich um und wollte gerade aufstehen und 'Tee? ' fragen,
als sich zwei Arme um ihn legten, sich auf seinen Bauch positionierten und ihn zurückzogen.

„Nein, bleiben Sie hier", kam es fast schon flehend von dem Größeren und er konnte dessen Locken an seinem Nacken spüren.

John genoss augenblicklich die Wärme, die von jeder Stelle ausging, an der sie sich berührten. Unbewusst lehnte, auch er sich etwas weiter nach hinten, um dem Größeren noch ein Stückchen näher zu sein.

Leicht benebelt ließ er seinen Blick schweifen, dieser blieb an einer Schale, welche vor ihnen stand, kleben.

„Was sollen wir eigentlich mit den ganzen Süßigkeiten machen?"

„Essen."

„Essen? Dass ein solcher Vorschlag, ausgerechnet von Ihnen kommt", sagte John, ein Grinsen im Gesicht.

„Hmh, das hier ist was Anderes. Ich sagte doch, dass ich bis jetzt nie die Möglichkeit hatte, Halloween Süßigkeiten zu essen."

„Ach Ja! Ihr Bruder! Ich erinnere mich. Aber Sie müssen aufpassen, sonst sind Sie bald derjenige,
der sich Diättipps von Mycroft geben muss", und John versuchte gar nicht erst den neckischen Unterton in seiner Stimme zu verstecken.
Sherlock kommentierte diese Aussage sofort, indem er den Griff um den Kleineren verstärkte, als eine Art Zurechtweisung,
aber auch er konnte sich ein kleines Kichern nicht verkneifen.

John nahm sich nun eine Handvoll Bonbons und reichte einen davon, über seine Schulter, nach hinten, doch nichts passierte.

...

„Em…Sherlock?"

„Hm?"

„Ihr Bonbon?"

„Geht nicht, hab keine Hand frei", nuschelte er.

„Sie könnten loslassen",

„Sie könnten mich füttern", sagte dieser schlagkräftig, wobei seine Stimme einem Hauch glich.

Augenblicklich verschwandt das Lächeln aus Johns Gesicht und eine aufkeimende Nervosität überkam ihn.

Wieso, verdammt nochmal, war er so nervös? Ach ja, Richtig !
Er war gerade dabei seinen männlichen Mitbewohner, welcher die Arme um ihn geschlungen hatte…zu füttern.
Die Situation war eindeutig zweideutig!

„Ach und John. Um das, was sie vorhin angesprochen hatten, bevor Sie aus der Wohnung gestürmt waren, nochmal aufzugreifen ….
Ich mag Sie auch…sehr sogar", mit diesen Worten verstärkte der Größere, nochmals sanft seine Umarmung und schmiegte dessen Gesicht an Johns Nacken.

John fiel fast der Bonbon aus der Hand, als er die tiefe Stimme Sherlocks nun direkt an seinem Ohr vernehmen konnte.
Gleichzeitig war er heilfroh darüber, dass er mit dem Rücken zum Größeren saß, denn er war sich sicher, dass sich gerade eine unheilvolle Röte über seine Wangen legte.

Ein leises Kichern war zu hören.

„Ihr Puls, John."

~Vielleicht doch nicht das schlimmste Halloween aller Zeiten~