Kapitel 2

Die Winkelgasse

Am nächsten Morgen ging eine leicht besorgte McGonagall zu ihrem neuesten Schüler in den Krankenflügel. Zur wachsenden Besorgnis und, ehrlich gesagt, zum Schrecken der dort zuständigen Heilerin waren Milos restliche Verletzungen vollständig verschwunden.

„So", sagte er strahlend, „was ist jetzt der Plan? Mit Pferd, Teleportieren, Windwandeln, Geisterross oder etwas anderem reisen?" Die Ratte des Jungen saß auf seiner Schulter und ahmte jede von Milos Gesten auf höchst verwirrende Art nach.

„Wir laufen bis zur Grenze des Hogwartsgeländes und apparieren dann", erklärte sie.

„Apparieren, wie? Was ist das?", fragte Milo. Er fing an, sich ernsthaft über die Zahl an, untypisch für ihn, missglückten Wissenswürfen (Arkan) Sorgen zu machen.

„Wir werden direkt zur Winkelgasse in London transportiert", erklärte sie. „Vom Standpunkt derer, die zuschauen, aus, wird es so aussehen, als ob wir verschwinden würden."

„Oh, wir werden uns also teleportieren?"

„In gewisser Hinsicht, ja."

„Wieso können wir das nicht einfach von hier machen?", fragte Milo und deutete im Krankenflügel umher.

„Man kann auf dem Hogwartsgelände nicht apparieren oder disapparieren", erklärte McGonagall.

Milo runzelte die Stirn.

„Das macht eigentlich wirklich Sinn. Ich verstehe, dass es ein Problem wäre, wenn sich dunkle Magier in Ihre Schule teleportieren - tut mir Leid, ‚apparieren'-", er zeigte mit seinen Fingern Gänsefüßchen, „würden. Nun, dann gehen wir." Milo war eine Stunde früher aufgestanden, um sich seine Zauber für den Tag zu merken, weshalb es ihm so vorkam, als ob er vor Magie brummte.

Das Schloss, entschied Milo, war ziemlich cool. Es gab sich bewegende Treppenhäuser und sprechende Porträts (er war sich nicht sicher, wie sie das zustande brachten, Gegenstände Beleben war schließlich ein Göttern vorbehaltener Zauber), Ritterrüstungen (der Wert all dieser Ritterrüstungen ließ Milo erneut sabbern. Er fragte sich, ob sie bemerken würden, wenn einige „verloren" gehen würden), und das gesamte Schloss war anscheinend von innen größer als von außen (was war das, ein ganzes Innen-größer-als-außen-Schloss? Die Kosten für so etwas wären astronomisch, einmal davon abgesehen, dass es genug XP aufzehren würde, um einen epischen Magier all seine Level verlieren zu lassen), sie hatten sogar -

„Heiligescheißegeist! Glitzerstaub!", schrie Milo und benutzte damit den einzigen infrage kommenden Zauber.

Mister Amastacia-Liadon!", bellte Professor McGonagall. „In Hogwarts werden keine Geschichtslehrer geblendet! Es tut mir furchtbar Leid, Professor Binns."

„Er... er... er ist ein Lehrer?", fragte Milo verblüfft. „Cool! Tut mir sehr Leid. Ich bin nur erschrocken."

„Macht nichts, macht nichts", sagte Binns abwesend, während er an ihnen vorbeischwebte und eine Spur von goldenem Staub hinter sich zurückließ.

„Es gilt als unhöflich, Professor Binns'... Zustand Aufmerksamkeit zu schenken", sagte McGonagall leise. Sie seufzte. Milo schien irgendwie einen ungewöhnlich hohen Grad an Kontrolle über seine spontanen Zauber erlangt zu haben (das dachte sie). Das würde hoffentlich aufhören, sobald er einen richtigen Zauberstab und Training erhielt.

Als sie durch die große Eingangspforte von Hogwarts gingen, schaute Milo auf dem Schulgelände umher. Da war ein böser Wald. Ein belebter Baum (vielleicht ein verkleideter Baumhirte?). Ein See mit Meerjungfrauen.

„Dieser Ort ist fantastisch", sagte er. Die Menge an XP, die er allein durch zufällige Gefechte auf dem Schulgelände erhalten konnte... plötzlich verstand er, wie eine Schule ein wirkungsvoller Weg sein konnte, Macht zu erhalten. Dieser Ort war eindeutig wirklich unglaublich offensichtlich wunderbar gefährlich. Mit all den Abenteuern und Kämpfen gegen Monster, ganz zu schweigen von all den magischen Auseinandersetzungen, die sich von Natur aus ergeben, wenn man einem Elfjährigen in einer praktisch unbeaufsichtigten Umgebung arkane Macht gibt (man bräuchte tausende Angestellte, um auf alle in Hogwarts auf einmal aufzupassen), würden diese Kinder wie verrückt in neue Level aufsteigen.

Milo grinste glücklich beim Gedanken an all die XP, die er sammeln würde.

McGonagall lächelte beim Gedanken daran, wie glücklich Milo aussah, nun, da er ein Zuhause gefunden hatte.

„Wir müssten jetzt weit genug gelaufen sein", sagte McGonagall. „Halte dich gut fest, Seit-an-Seit-Apparieren kann zunächst etwas erschreckend sein."

Wie sich herausstellte, war das eine ziemliche Untertreibung. Es fühlte sich ungefähr so an, als ob jemand seinen Entfesselungskünstlerbonus auf 70+ aufpoliert und ihn gezwungen hätte, durch ein sehr langes Stück Bleirohr zu kriechen, und das rückwärts.

„Ich glaube, mir ist ein Grundbonus auf Zähigkeit missglückt", sagte Milo mit einem flauen Gefühl im Bauch.

Er schaute umher und fand sich in einer dunklen, etwas heruntergekommenen Kneipe wieder. Er fühlte sich, wie alle Abenteurer auf der ganzen Welt (obwohl er in allen zivilisierten Nationen minderjährig war), gleichzeitig heimisch und heimwehkrank. Jeder, an dem sie vorbeigingen, nickte McGonagall respektvoll zu. Milo hatte nicht bemerkt, dass sie ein pensionierter Abenteurer war, aber es machte Sinn. Wer wäre besser dazu geeignet, an einer Magierschule zu unterrichten?

„Meine Güte", sagte der Wirt und starrte Milo an. „Ist das - kann das -"

„Tom, ich dachte, ich hätte dich gebeten, damit aufzuhören, das zu jedem vorbeikommenden Schüler zu sagen?", sagte McGonagall scharf.

„Tut mir Leid, Professor", murmelte der Wirt etwas verlegen.

„Ich kann mich daran erinnern, dass du so klein warst", sagte sie und hielt ihre Hand auf Hüfthöhe. „Ein unschuldiger, junger, großäugiger Hufflepuff, nicht dass das etwas wäre, wofür man sich schämen müsste, in meinem Verwandlungsunterricht", (aha, dachte Milo. Sie ist ein Verwandler; kein Wunder, dass jeder sie respektiert), „so vielversprechend, so viel Potential." Sie schüttelte langsam ihren Kopf. „Und was fängst du damit an? Meinst zu jedem kleinen Jungen im Spaß, er sei insgeheim der Junge, der überlebte. Ich weiß nicht, wie du nachts schlafen kannst."

„Tut mir Leid, Professor."

„Gut für Hufflepuff, dass du deinen Abschluss schon gemacht hast, junger Mann", (Milo stellte fest, dass Toms Haare bereits grau wurden. Wie alt ist McGonagall denn?) „sonst würden deine Scherze die Schüler dieses armen Hauses (selig seien ihre kleinen, hart arbeitenden, ehrlichen Herzen) daran hindern, den Hauspokal zu gewinnen. Wenn ich jemals zu hören kriege, dass du das mit dem wirklichen Harry Potter machst, dann… Nun, ich will dir nicht die Überraschung verderben, indem ich dir sage, was ich tun werde." Sie schob Milo hinaus und sagte leise „dz, dz" zu sich selbst. Der Wirt, bemerkte Milo, sah etwas mitgenommen aus. Milo war beeindruckt. Er hatte nie zuvor einen Magier (oder eine Hexe, weil die Leute hier aus irgendeinem Grund dachten, Hexe sei die weibliche Form von Magier) getroffen, der klassenübergreifende Ränge in Einschüchtern besaß.

„Merlin", sagte sie, als sie die Kneipe verließen. „Das wollte ich schon seit Jahren tun." Sie streckte die Hand aus und klopfte gegen eine harmlos wirkende Ziegelsteinwand. Ein Loch erschien in der Wand, das schnell größer wurde. Ein paar Sekunden später standen sie vor einem Torbogen, der auf eine betriebsame Gasse führte.

„Cool, aber ein bisschen angeberisch", sagte Milo und deutete auf die Wand. „Würde halt niemanden vom Eintreten abhalten, der die geheimnisvolle und kosmische Macht eines schweren Vorschlaghammers sein Eigen nennt."

McGonagall war über seine gleichgültige Reaktion überrascht. Milo schien über die harmlosesten Dinge erstaunt zu sein und war gleichzeitig ziemlich unbeeindruckt von Dingen, bei deren Anblick mit der Zauberwelt nicht Vertraute beinahe in Ohnmacht fielen. Nach der Reaktion des Jungen auf die Fragen nach seinen Eltern am vorherigen Tag beschloss McGonagall, ihn möglichst wenig über seine Vergangenheit auszufragen.

„Ah, es ist genau wie zuhause", sagte er, als sie an Reihen von magischen Läden vorbeigingen. An diesem Punkt musste sie fragen.

„Wo genau war denn dein Zuhause?", fragte ihn McGonagall.

„Myra, die Hauptstadt des großen Azel-Imperiums!", sagte er stolz. „Stadt des Lichts! Stadt der Magie!" Das war das Motto der Stadt, und die Wächter verkündeten es ohne Pause. Man musste es laut Gesetz mit Ausrufezeichen und Betonung auf dem Wort ‚Magie' aussprechen. „Eine Stadt, in der in jeder Kneipe ein fremdländisch gekleideter Mann mit seltsamem Akzent steht und mysteriöse Anfragen stellt, in der der niederträchtige, spitzbärtige Berater des alternden Imperators jeden Tag an Macht gewinnt, in der die staatlichen Behörden hoffnungslos unfähig sind, mit dem Banditenproblem klarzukommen, aber es dennoch schaffen, hochrangige Abenteurer davon abzuhalten, nachts Läden für Magische Gegenstände auszurauben, und in der man an jeder Ecke die Möglichkeit hat, eine Quest gestellt zu bekommen."

McGonagall schaute ihn etwas misstrauisch an. Sie begann, sich Sorgen zu machen, dass der Junge irgendwann einmal von einem starken Verwirrungszauber getroffen worden war und beschloss, nach Plakaten, auf denen nach vermissten Personen gesucht wurde, Ausschau zu halten.

„Ich denke", sagte sie, „wir beginnen mit deiner Schulkleidung, besorgen danach die Bücher, gehen dann zu Ollivander, damit du deinen Zauberstab bekommst, und kaufen den Kessel zum Schluss."

„In Ordnung", sagte er, als sie ihn zu Madam Malkins Anzüge für alle Gelegenheiten schob. Er war etwas enttäuscht, als er herausfand, dass es sich bei der Schulkleidung nur um normale schwarze Umhänge handelte. Nach all den anderen Überraschungen hatte er halb gehofft, es würde eine Art magisches statistikverbesserndes Outfit sein.

Madam Malkin war ein untersetzter, lächelnder NPC in malvenfarbener Kleidung. Milos Gehirn bemerkte ihre Existenz beinahe überhaupt nicht.

„Ein Neuer für Hogwarts?", fragte sie McGonagall. „Ist er nicht ein bisschen spät dran? Die meisten Schüler kamen vor einem Monat vorbei."

„Er ist... ein besonderer Fall, Madam. Ich fürchte, ich muss den Einkauf aus unserem, ähm, speziellen Fond finanzieren", sagte McGonagall. Der offizielle Begriff war Der Fond für mittellose Waisen', aber sie entschied, diesen in Gegenwart des armen Jungen zu vermeiden.

„Ah", sagte sie traurig. „Aber kein Problem! Ich habe genau das Richtige! Ein paar nicht angepasste Modelle aus dem Schaufenster, die ich gerade im Lager verstauen wollte, jetzt, wo der Schuljahresbeginn-Ansturm vorbei ist." Sie wühlte in ein paar Kartons, bevor sie fand, wonach sie suchte. „Da haben wir sie ja! Fast perfekt!"

Madam Malkins Definition von fast perfekt' war, wie Milo dachte, etwas ungewöhnlich. Dennoch zuckte er einfach mit den Schultern und freute sich über die viel zu großen Umhänge. Seine äußerst praktische Kleidung eines Entdeckers war eh schon ziemlich abgetragen. Hatte wahrscheinlich etwas mit all den spitzen Stöcken und scharfen Zähnen zu tun, mit denen er regelmäßig etwas zu tun hatte. Außerdem musste er sie ja nicht selbst bezahlen und ein zu großer Umhang brachte ihm auch keinen Sachlagenmalus für irgendetwas ein.

„Vielen Dank, Madam", sagte er respektvoll. „Ich kann mich kaum daran erinnern, wann ich das letzte Mal neue Kleider bekommen habe."

McGonagalls Herz brach ein kleines bisschen, als sie sah, wie sich das Gesicht des Jungen aufhellte, weil er gebrauchte Umhänge bekam. Sie bezahlte die Hexe mit ein paar bronzenen Knuts aus dem Fond, bevor sie weitergingen, um die Bücher zu kaufen.

Sie verließen den Buchladen mit einem kleinen Stapel von sehr sehr abgenutzten Büchern (der Angestellte hatte sie als ‚viel geliebt' bezeichnet). Milo konnte kaum die Finger von ihnen lassen - besonders nicht vom Lehrbuch der Zaubersprüche (Klasse 1). Er vermutete, dass Klasse 1 Level 1 entsprach, was hieß, dass sich ein Buch, das voll von Erstes-Level-Zaubern war, praktisch direkt in seiner Nähe befand - das war nicht zu verachten. Er beschloss allerdings, es später zu lesen, und packte es in seinen überdimensionalen Gürtel. Er war ein bisschen besorgt über Zaubertränke und Zauberbräue. Für Erschaffen von Gegenständen hatte er keine Kapazitäten, besonders nicht für irgendetwas so suboptimales wie Trank Brauen.

„Äh, Professor", fragte er vorsichtig. „Muss ich wirklich den Zaubertrankunterricht besuchen?"

„Ja, der ist bis zur fünften Klasse verpflichtend, und nebenbei ziemlich nützlich."

„Es ist nur so: ich glaube, ich habe nicht genug Erfahrung für Zaubertränke", sagte er. Das Erschaffen von Magischen Gegenständen kostete viele Erfahrungspunkte, deshalb hatte er sich immer davon ferngehalten.

„Oh, mach dir keine Sorgen, Professor Snape lehrt alles von Anfang an", sagte sie beruhigend. „Es ist keine Erfahrung nötig."

„Oh. Wie haben Sie das geschafft? Jedenfalls habe ich keine... ich bin arm, äh, an dafür nötigen Talenten", murmelte Milo erklärend in sich hinein..

Keine Arme? „Ich denke, davon hast du doch zwei einwandfreie, so wie fast jeder Schüler, der unsere Schule besucht", sagte McGonagall. „Obwohl wir natürlich auch Regelungen für Schüler mit Handicap treffen würden."

„Solche, wie die, die Rennen und Ausdauer als Talente wählen?" Milo lachte. „‚Handicap' ist eine gute Beschreibung dafür. Außerdem weiß ich, dass Materialkomponentenlos Zaubern suboptimal ist, aber es ist wirklich sehr bequem. Also würde ich sagen, dass ich nicht nur zwei, sondern drei einwandfreie habe, wenn man Verbesserte Initiative und Zauberfokus (Beschwörung) dazuzählt. Aber jedem das Seine. Ich habe jedenfalls keine für Trank Brauen übrig."

„Oh, also darüber musst du dir keine Sorgen machen", sagte McGonagall. „Seit Jahren hat keiner von Snapes Schülern das Talent gehabt, seine Arme - oder auch nur Finger – zu verlieren."

Milo lachte über das vermeintliche Wortspiel.

„Nun, solange ich mir keine Sorgen über Talente und Erfahrung machen muss, bin ich dabei. Zaubertränke könnte echt Spaß machen, denke ich." Es schadet nie, in der Nähe von Lehrern etwas Enthusiasmus zu zeigen.

„Ich bin froh, dass du so denkst", sagte sie. Nicht viele Schüler freuten sich darauf, mit Severus Zeit im Kerker zu verbringen.

Dann betraten sie Ollivanders Laden. Milo hatte nie verstanden, wie der großangelegte Verkauf von Magischen Gegenständen ökonomisch gesehen rentabel sein konnte. Allein die Menge an Erfahrungspunkten, die dafür nötig war, würde jeden mächtigen Magier in wenigen Jahren zum Novizen degradieren. Jedenfalls war er froh, dass es irgendjemand freiwillig machte, sonst hätte er keine Möglichkeit, irgendwo sein Gold auszugeben."

„Guten Tag", sagte eine sanfte Stimme, wahrscheinlich Ollivander. „Ah, Professor McGonagall. Neuneinhalb Zoll, Tannenholz. Fest, mit einem Kern aus Drachenherzfaser. Ausgezeichnet für fortgeschrittene Verwandlungen. Gemacht von meinem Vater... natürlich."

Schon wieder Drachen, dachte Milo und fühlte sich etwas eingeschüchtert. Haben die irgendwo eine Drachenfarm, oder was?

„Hm. Ja, genau. Wir sind hier, um einen, äh, am besten preislich reduzierten Zauberstab für unseren neuesten Schüler hier zu kaufen", sagte sie. Ollivander starrte Milo plötzlich aus der Nähe an, woraufhin dieser leicht zurückzuckte. Ihre Nasen hatten sich beinahe berührt, und Milo war sich sicher, dass er nicht gesehen hatte, wie Ollivander sich zu ihm bewegt hatte...

„Nun gut", sagte McGonagall. „Während Sie einen Zauberstab für Milo finden, gehe ich und hole seine Materialien für Zaubertränke."

„Aber natürlich. Hier entlang, Mr. Amastacia-Liadon." Er führte Milo durch ein paar staubige Regalreihen, alle mit kleinen Schachteln vollgepackt. „Was ist Ihr Zauberstab-Arm?"

„Mein rechter", sagte Milo. Ollivander gab Milo einen Zauberstab nach dem anderen, jeder mit unwahrscheinlicheren Kernen als der vorherige. Einhornhaar? Schwanzfedern eines Phönix? Drachenherzfaser? Yetifell? Es waren auch Wesen dabei, von denen er noch nie etwas gehört hatte, wie zum Beispiel Thestrale. Er schwenkte jeden Zauberstab einmal, ohne Ergebnis.

„Sehen Sie, ich bin mir ziemlich sicher, dass das anders funktioniert", sagte er zu Ollivander, der in einem Lagerraum im hinteren Teil des Ladens suchte. „Ich kann nicht einfach nur damit in der Luft wedeln. Ich muss ihn aktivieren. Ein großer Unterschied."

„Ja? Junger Zauberer, meine Familie stellt Zauberstäbe her, seit sie erfunden worden sind", sagte Ollivander, der jetzt plötzlich hinter Milo stand. Direkt hinter Milo.

„Pah!", sagte er und stieß an ein Regal voller Zauberstäbe, von denen nun einige auf den Boden fielen.

„Ich glaube, wir wissen ein oder zwei Dinge darüber, wie sie funktionieren sollen", sagte er.

„Ja, natürlich, tut mir Leid", sagte Milo, begierig darauf, alles zu versuchen, um hier rauszukommen. „Und, was soll denn passieren, wenn ich mit diesem Stab wedle, angenommen, es ist der, äh, richtige Zauberstab für mich?"

„Unterschiedlich. Funken. Feuer. Licht. Einmal sogar ein Spritzer Katzenblut, dem speziellen Geschmack nach zu urteilen."

„Oh ihr Götter." Milo hatte noch nie in seinem Leben so viel Angst gehabt. „Magie Entdecken", murmelte er leise. Wie schon früher, bei dem Besen, kein Ergebnis. Entweder verbargen diese Zauberstäbe irgendwie ihre magische Aura, was durchaus möglich war, oder McGonagall hatte ihn mit einem Verrückten alleinegelassen, der Kätzchenblut am Geschmack erkennen konnte und Drachen wegen ihrer Herzfasern abschlachtete. Vielleicht war das eine Art Test, um zu sehen, ob er würdig war, diese Schule zu besuchen? Milo runzelte die Stirn. Nun, wenn Ollivander ein magisches Ereignis wollte, würde er verdammt noch mal eins bekommen.

Ollivander gab Milo einen neuen, angeblich ‚magischen' Zauberstab. Sobald Milos Hand den Stab berührte, flüsterte er: „Stilles Trugbild." Ein Schwarm von Fledermausillusionen flog aus dem Zauberstab und zerbarst in verschiedenfarbigen Flammen. Als die Flammen zu verschwinden begannen, flogen die Skelette der Fledermäuse weiter; jedes flog sieben Kreise durch das Ladeninnere, bevor sie sich alle versammelten und ein unter der Decke schwebendes Knochenpentagramm bildeten. Auf dem Kopf stehende dunkelblaue Flammen beleuchteten nacheinander alle Spitzen des fünfzackigen Sterns und Wassertropfen begannen aufwärts vom Boden zur Decke zu fallen. Für eine noch bessere Wirkung krabbelten hunderte Insektenillusionen die Wände hoch und stürzten sich in die Flammen. Milo schwitzte fast vor Konzentration, als er beschloss, zum Abschluss zu kommen. Die Decke schien sich in der Mitte des Pentagramms zu einem Tor zu irgendeiner unvorstellbaren Dimension zu öffnen. Die immer noch in ihrem Sternmuster schwebenden Knochenfledermäuse flogen als eine Einheit hindurch und verschwanden. Milo löschte die Flammen und schloss das Portal, als er die Illusion aufhob. Normalerweise war es unpraktisch, dass ein Stilles Trugbild keine Geräusche erzeugen konnte, aber dieses Mal hatte die Totenstille die gruselige Atmosphäre perfekt untermalt. Alles in allem war Milo ziemlich stolz auf sich.

„Sieh an, sieh an, sieh an. Das war... tatsächlich etwas", sagte Ollivander sanft in Milos Ohr; irgendwie hatte er es geschafft, plötzlich direkt hinter ihm zu stehen. „Es scheint, wir haben einen Zauberstab für Sie gefunden, mein junger Zauberer."

Milo wollte eigentlich auf keinen Fall nachfragen, konnte aber nicht widerstehen.

„Was genau ist das für einer?"

„Dreizehn Zoll, Kastanienholz, Drachenherzfaserkern. Gut für... Flüche, Mr. Amastacia-Liadon."

„G-gute Länge. Dreizehn, ja. Ich... ich werde jetzt gehen."

Milo hatte das Geschäft bereits verlassen, als ihm auffiel, dass er dem Zauberer nie seinen Namen gesagt hatte.

„Oh ihr Götter", wimmerte er. In einem außerdimensionalen Eck von Milos Gürtel der Versteckten Taschen zitterte Mordy vor Angst.

o-o-o-o

McGonagall hatte entschieden, dass Milo, um nicht aufzufallen, bis zum Tag der Aufteilung der Schüler auf die Häuser in Hogwarts bleiben sollte. Dann würden sie zurück nach London apparieren und er würde wie die anderen Schüler mit dem Hogwarts-Express fahren. Ein Teil dieses Planes verwirrte Milo jedoch.

„Professor, was ist ein Zug?", fragte er neugierig.

„Du hast noch nie von einem Zug gehört?", fragte sie ungläubig. „Ein Zug ist, naja, eine große Metallmaschine mit Rädern. Er fährt mit hoher Geschwindigkeit auf Schienen."

„Ich hasse Handlungsstränge, die wie auf Eisenbahnschienen verlaufen", grummelte Milo, woraufhin McGonagall erstaunt den Kopf schüttelte. Wie konnte jemand wissen, was Schienen waren,ohne je etwas von einem Zug gehört zu haben?

Milo verbrachte den nächsten Tag damit, durch die Gänge von Hogwarts zu laufen und sich mit den Gemälden zu unterhalten. Er nutzte etwas Handwerk (Nähen), um seine Umhänge unten provisorisch umzuschlagen, damit er herumlaufen konnte, ohne dass der Stoff am Boden schleifte. Später würde er das vielleicht richtig festnähen. Er musste zugeben, dass er mit viermal umgeschlagenen und dennoch über seine Hände hängenden Ärmeln kein besonders beeindruckendes Bild abgab.

Am nächsten Morgen apparierte er Seit an Seit mit McGonagall zu Gleis Neundreiviertel.

„Was ist das?", fragte er fassungslos und zeigte an den umherlaufenden Schülern vorbei auf den Zug selbst.

„Das ist der Hogwarts-Express", erklärte McGonagall. „Der Zug."

„W-wie bewegt er sich? Wo sind die Pferde?"

„Es gibt keine Pferde, er bewegt sich von selbst."

„Wie, durch Magie?"

„Ein bisschen durch Magie, aber hauptsächlich durch Muggeltechnik", sagte McGonagall und zuckte mit den Schultern. „Muggel können manchmal wirklich geniale Ideen haben."

Milo war verblüfft. Er konnte nicht glauben, dass etwas so großes ohne.. ohne irgendwas, wie es schien, bewegt werden konnte.

„Was ist ein Muggel?", fragte er voller Ehrfurcht. „Das müssen wirklich mächtige Wesen sein."

„Was, Muggel?", rief McGonagall lachend. „Nein, die sind wie du und ich, nur ohne Magie." Nun, jedenfalls wie ich, dachte McGonagall. Wir wissen nicht genau, was du bist.

„Ich, äh, ich denke, ich gehe jetzt in diesen pferdelosen Eisenwagen, oder?", fragte Milo nervös.

„Steig ein, mein Junge. Wir sehen uns im Schloss wieder", sagte McGonagall und teleportierte sich weg. Disapparierte. Was auch immer.

Etwas besorgt stieg Milo auf die erste Stufe. Er war früh gekommen, deshalb waren die meisten Waggons leer. Er suchte sich irgendein Abteil und zwang sich dazu, sich auf einer der Sitzbänke niederzulassen. Je mehr er darüber nachdachte, desto mehr war er der Meinung, dass diese große Masse an Eisen nicht ohne Magie oder eine ganze Pferdeherde bewegt werden konnte. Die Besatzung dieses Fahrzeugs würde ganz schön in Verlegenheit kommen, wenn sie versuchte, es zum Losfahren zu bringen.

Nach ein paar Minuten streckte ein rundgesichtiger Junge seinen Kopf durch die Tür.

„Ähm, du hast nicht zufällig irgendwo eine Kröte gesehen, oder?", fragte er.

„Hmm. Nein, ich denke nicht, aber meine Fertigkeiten in Entdecken sind nicht berauschend", antwortete er.

„Oh", sagte der Junge niedergeschlagen. Er begann Milo leidzutun.

„Warte, ich probiere mal etwas aus", sagte er. „Spontanes Suchen", zauberte er spontan und nutzte damit seine Fähigkeit zum Spontanen Erkenntniszauber, um Spiegelbilder zu ersetzen. Spontan. Milo fing an, sich zu fragen, ob irgendjemand jedes Mal, wenn er ‚Spontan' dachte, ein Silberstück bezahlt bekam. Milo wurde sich sofort aller Dinge, die sich im Umkreis von zwanzig Fuß befanden, bewusst, als ob er den Waggon tatsächlich durchsucht hätte. „Sie ist drei Türen weiter, unter der nach Norden zeigenden Bank", sagte Milo.

„Boah, das war beeindruckend", sagte der Junge. „Ich kann bis jetzt nicht einmal den einfachsten aller Zaubersprüche. Ich bin übrigens Neville."

„Milo. Und keine Sorge. Jeder war einmal in seinem Leben erstes Level."

„Äh, danke, denke ich", sagte Neville, als er hinausging, um seine Kröte einzusammeln. Eine Kröte, eine gute Wahl als Vertrauter. Mordy, der auf seiner Schulter saß, kniff ihn spaßeshalber ins Ohr.

„Obwohl ich Ratten natürlich besser finde", sagte er laut.

„Besser als was?", fragte ein schwarzhaariger Junge.

„Als Kröten", sagte Milo und fühlte sich irgendwie verlegen. „Mordenkainen war verunsichert."

„Oh", sagte der Junge. „Mordenkainen... ist das der Name von deinem Haustier?"

„Von meinem Vertrauten. Mordenkainen wird nicht gerne als Haustier bezeichnet, er findet es entmenschlichend."

„Oh. Em, tut mir leid, Mordenkainen."

„Seine Freunde nennen ihn Mordy."

„Seine... seine Freunde? Natürlich tun sie das, nicht? Weißt du, langsam denke ich, dass Zauberer einfach sonderbar sind, um sonderbar zu sein. Stört es dich, wenn ich mich hersetze? Die anderen Abteile sind voll", fragte der Junge.

„Kein Problem. Ich bin übrigens Milo."

„Harry", sagte der Junge und setzte sich auf die gegenüberliegende Seite des Abteils. Etwas an ihm war ungewöhnlich, aber Milo konnte es nicht genau benennen. Es war nicht das strubbelige Haar oder die Brille mit den zerbrochenen Gläsern, und auch nicht die blitzförmige Narbe. Es war... alles zusammen. Als ob etwas an ihm war, das ihn von allen anderen, die Milo bisher in dieser Welt getroffen hatte, unterschied.

„Oh ihr Götter", rief Milo begeistert. „Du bist -"

„Du hast auch davon gehört?", sagte Harry finster. „Ich hatte gehofft, irgendjemanden zu treffen, der es nicht sofort merkt. Die Narbe hat dich darauf gebracht, oder?"

„Ich freue mich so, dich zu treffen!", sagte Milo.

„Ja, ja, können wir diesen Teil bitte auslassen?"

„Du hast es nicht so mit dem Roleplaying, was? Fängst lieber sofort mit dem Goblins Töten an? Ich wusste es! Du bist ein PC!"

„Warte, was?", fragte Harry. „Was ist Pehzeh? Ist das noch so ein seltsames Zaubererwort wie Muggel?"

„Du bist neu dazugekommen? Ah, ich erinnere mich gut an mein erstes Abenteuer - ich wurde fast von einem Kobold getötet. Das war sehr peinlich. Ach, die alten Zeiten", sagte Milo träumerisch. „Nein, PC ist nicht dasselbe wie Muggel. Es bedeutet Spielercharakter. Das Universum wird sich alle Mühe geben, dich in gefährliche Situationen zu bringen - aber es sorgt, bis zu einem gewissen Grad, auch dafür, dass du diese Situationen bewältigst. Normalerweise. Kurz gesagt, wenn das hier ein Buch wäre, wärst du die Hauptperson."

„Ich glaube, du verwechselst mich mit jemand anderem; ich bin nicht wirklich von Bedeutung", sagte Harry niedergeschlagen.

„Machst du Scherze? Du hast eine blitzförmige Narbe! Ok, unterbrich mich, wenn ich etwas Falsches sage: Du hast eine unerfreuliche und unangenehme Vergangenheit." Harry nickte bedrückt. „Alles scheint so schnell zu passieren, dass du kaum bei all den Andeutungen und Handlungssträngen durchblickst."

„Naja, alles geht ziemlich schnell", gab Harry zu. „Letzten Monat erst habe ich erfahren, dass mich ein böser Zauberer umbringen wollte, als ich ein Baby war, es aber irgendwie nicht geschafft hat, und davon ist er seltsamerweise gestorben. Jetzt bedanken sich sonderbare Leute für etwas bei mir, woran ich mich nicht einmal erinnern kann."

„Ha ha! Ich wusste es. Pass die nächsten paar Tage gut auf. Die ersten Tage sind der Schlüssel - alles, was irgendjemand sagt, ist ein Hinweis auf ein Ereignis, das noch kommen wird. Also, schreib dir eine. Hier", sagte Milo und gab Harry ein Stück Pergament und eine Feder aus seinem Gürtel, „schreib dir jeden auf, den du triffst und der mit mehr als zwei Adjektiven beschrieben werden kann, alles, was irgendjemand mit leiser Stimme sagt und dabei unterbrochen wird, und jeden dir mit Namen vorgestellten Charakter, ok? Es wird wichtig sein. Vielleicht gibt es später eine Prüfung darüber, und wahrscheinlich geht es dabei um Leben und Tod. Hast du schon begonnen, deine Gruppe um dich zu versammeln?"

„Meine - meine Gruppe?", sagte Harry, während er begann, eine Namensliste aufzuschreiben.

„Oh, du weißt schon, ein skurriler Haufen von Mitstreitern. Freunde, die dir durch gefährliche Zeiten und Abenteuer helfen, so etwas."

„Ich - ich glaube nicht."

„Ok. Die nächsten zwei, drei Leute, die du triffst, werden dich dein ganzes Leben lang begleiten - außer natürlich, wenn sich später herausstellt, dass sie die Bösewichte sind."

Die Tür des Abteils öffnete sich und ein schmächtiger (eins), rothaariger (zwei) Jun ge kam herein.

„Sitzt da jemand?", fragte er und deutete auf den Platz neben Milo. „Der ganze Zug ist nämlich voll."

Der Junge hatte einen schwarzen Fleck auf der Nase (drei! Wir haben einen Gewinner) und schien Harry nervös anzusehen.

„Hey Ron", sagte Harry.

Zwei völlig identisch aussehende (eins), sommersprossige (zwei), rothaarige (drei!) Zwillinge liefen durch den Gang und blieben vor der Tür stehen.

„Hör mal", sagte der eine zu Ron, „wir gehen weiter in die Mitte. Lee Jordan hat eine riesige Tarantel."

„Macht nur", murmelte Ron.

„Harry", sagte der andere Zwilling, „haben wir uns eigentlich schon vorgestellt? Fred und George Weasley. Und das hier ist Ron, unser Bruder. Bis später dann."

„Tschüss", sagten Harry und Ron. Die Zwillinge schlossen die Tür hinter sich.

„Bist du wirklich Harry Potter?", platzte Ron heraus.

Harry nickte. Das wurde fast zu viel für Milo. Das Solo-Abenteuer war vorbei und es gab jetzt auch andere, die Schaden einstecken mussten.

Harry schob ein Büschel Haare zur Seite, damit man die blitzförmige Narbe besser sehen konnte.

„Also hier hat Du-weißt-schon-wer...?"

„Ich, äh, ich weiß nicht, wer", sagte Milo.

„Was? Du weißt das nicht?" Ron hielt inne. „Ich glaube nicht, dass wir uns schon begegnet sind - ich bin Ron, Ron Weasley."

„Milo Amastacia-Liadon, aber nenn mich bitte einfach nur Milo. Was ist denn mit diesem Du-weißt-schon-wer-Charakter?"

„Das war dieser böse, dunkle Zauberer, der für die unaufhaltsamen Ausschreitungen voller Tod und Zerstörung verantwortlich war. Naja, bis Harry Potter - ich kann immer noch nicht glauben, dass du es tatsächlich bist - sich als Hindernis herausstellte und er starb."

„Was, einfach so?", fragte Milo.

„Ich würde nicht sagen, dass es ‚einfach so' passiert ist", sagte Harry. „Er - er hat meine Eltern umgebracht."

„Aber jetzt ist er weg", sagte Ron. „Den sind wir los."

„Er ist nicht tot", seufzte Milo. „Aber ihr werdet mir wahrscheinlich nicht glauben. Wisst ihr, ich kann aus Erfahrung sagen, dass ein Dunkler Magier, der unter mysteriösen Umständen stirbt, zehn bis fünfzehn Jahre später mit noch stärkeren Kräften zurückkehren wird. Und das setzt voraus, dass er keine Leiche ist.

„Du redest ziemlich viel Mist, weißt du das?", sagte Ron. „Aber du hast eine echt coole Ratte."

„Danke", sagte Milo schulterzuckend. „Er heißt Mordy."

„Putzig. Ich hab auch eine, es war mal die von meinem Bruder." Ron zog eine fette graue Ratte hervor, die irgendwie tot aussah.

„Oh, ich denke, das ist jetzt eine ehemalige Ratte", sagte Milo.

„Ne, der ist lebendig. Er ist bloß nutzlos. Sein Name ist Krätze."

„Das passt irgendwie", sagte Milo. „Aber das reicht jetzt mit der Charakterentwicklung. Erzähl mir mehr über diesen Dunklen Magier."

„Da gibt es nicht viel mehr zu sagen", sagte Ron stirnrunzelnd. „Was willst du wissen?"

„Naja, für den Anfang vielleicht seinen Namen?", sagte Milo. „Ich weiß nämlich wirklich nicht, wer."

„Ähm, er wird auch Er, dessen Name nicht genannt werden darf genannt, aber ich fand das schon immer ein bisschen lang", sagte der Rothaarige mit sichtlich unbehaglichem Gefühl.

„Voldemort", sagte Harry, der bisher kein Wort dazu gesagt hatte. „Er wird der Dunkle Lord Voldemort genannt."

Ron schnappte nach Luft.

„Was?", fragte Harry.

Du hast Du-weißt-schon-wen beim Namen genannt!", sagte Ron und klang dabei gleichzeitig schockiert und beeindruckt. Milo hörte nicht mehr genau zu, als die beiden sich weiterunterhielten und ihre jeweiligen Vorgeschichten miteinander verglichen. Ron kam aus einer armen Familie mit vielen Kindern, Harry war ein Waisenkind, das von Muggeln aufgezogen worden war. Milo schaute zum ersten Mal, seit er mit Neville gesprochen hatte, aus dem Fenster.

Barmherziger Pelor! Wir bewegen uns!", kreischte Milo. „Wie? Was? Wie? Warum? Wie? Seit wann?"

Harry und Ron sahen sich an.

„Ähm, ist alles ok?", fragte Harry.

„Ich bin noch nie mit einem Zug gefahren", gab Milo zu. „Ich glaub's einfach nicht, wie schnell wir uns bewegen."

Was? Wer kennt denn bitteschön keine Züge? Jeder kennt Züge", sagte Ron. „Das sind doch einfach nur große Metalldinger, die auf Schienen fahren, nichts weiter."

„Aber er bewegt sich so schnell", sagte Milo bewundernd.

Kurze Zeit später hörte man ein klapperndes Geräusch vor der Abteiltür: der Imbisswagen. Milo und Ron kauften nichts, weil sie nicht genug Geld hatten, aber Harry kaufte beinahe den gesamten Wagen leer. Harry teilte seine Süßigkeiten mit ihnen (Neutral Gut, was? Damit konnte Milo leben), was aus irgendeinem Grund ein großer Moment für ihn zu sein schien. Milo hatte Essen nie viel Aufmerksamkeit geschenkt; er hatte seine ersten 350 gp für Unerschöpfliche Essensrationen ausgegeben und sich seitdem davon ernährt. Die Einsparungen im Laufe der Jahre waren astronomisch hoch. Milo hörte wieder genau zu, als Harry seinen Schokofrosch auspackte. In der Schachtel war eine Karte mit einem Bild von Albus Dumbledore.

„Oh, hey, der Typ mit dem Bart", sagte Milo.

„Du kennst ihn?", fragte Harry.

„Natürlich tut er das, jeder kennt Dumbledore", sagte Ron.

Harry drehte die Karte um und las die Rückseite. Dann gab er sie Milo, der folgen des las:

Albus Dumbledore, gegenwärtig Schulleiter von Hogwarts.
Gilt bei vielen als der größte Zauberer der jüngeren Geschichte.
Dumbledores Ruhm beruht vor allem auf seinem Sieg

über den schwarzen Magier Grindelwald im Jahre 1945,

auf der Entdeckung der zwölf Anwendungen für Drachenblut

und auf seinem Werk über Alchemie, verfasst zusammen mit seinem

Partner Nicolas Flamel. In seiner Freizeit hört Professor

Dumbledore mit Vorliebe Kammermusik und spielt Bowling.

Milo gab die Karte zurück.

„Dumbledore, der schwarze Magier Grindelwald, Nicolas Flamel und die zwölf Anwendungen für Drachenblut", sagte Milo und zählte die Begriffe an den Fingern ab. „Schreib das alles auf, diese Informationen werden später wichtig sein."

„Wichtig?", fragte Ron. „Wichtig für was?"

„Für das Abenteuer natürlich", sagte Milo.

„Em. Tu mal kurz so, als ob wir nicht alle so verrückt wären wie du", sagte Ron, „und erklär das genauer?"

„Oh, noch ein Neuling", sagte Milo und erklärte dem verdutzten Ron kurz das Konzept eines PC .

Als Ron gerade, um zu widersprechen, seinen Mund öffnen wollte, öffnete sich erneut die Abteiltür und Nevilles rundes Gesicht erschien.

„Oh, hey Neville", sagte Milo. „Neville, das sind Harry und Ron."

„Hey, schön, euch zu treffen. Ähm, ich hab schon wieder meine Kröte verloren, und ich hab mich gefragt, ob du noch einmal diesen Spruch zaubern könntest?", fragte Neville.

„Sicher", sagte Milo, machte sich jedoch Sorgen, dass ihm die Sprüche ausgehen könnten, bevor er überhaupt Hogwarts erreichte. „Spontanes Suchen", zauberte er und verzichtete dafür auf Aufsitzen."

„Deine Kröte ist zwei Abteile hinter uns, niemand hat Ron je beigebracht, seine Klamotten richtig zu falten und Krätze isst Harrys letzten Schokofrosch", sagte Milo, als das Wissen über den gesamten Inhalt dieses Zugabschnitts blitzartig in seinem Gehirn auftauchte. Es war schwindelerregend und er wusste plötzlich viel mehr über die Inhalte der Koffer von sechsundzwanzig Schülern, als ihm lieb war.

„Danke", sagte Neville und eilte davon.

„Das war gemein", beschuldigte ihn Ron. „Neville so zu veräppeln."

„Was meinst du? Ich habe ihm geholfen", sagte Milo.

Also wirklich. Du hast nicht einmal deinen Zauberstab benutzt", sagte er.

„Was, dieses alte Stück Schrott?", fragte Milo und holte den Stab heraus, den ihm dieser Dämon von einem Mann verkauft hatte. Ron wurde ein bisschen rot und murmelte irgendetwas über seinen Zauberstab.

„Entschuldigung, was hast du gesagt?"

„Ich hab nur gesagt, ich wünschte, ich wäre reich genug, mir einen brandneuen Zauberstab zu leisten und ihn als Stück Schrott zu bezeichnen", grummelte Ron verärgert.

„Oh, ich hab ihn nicht selbst gekauft. Professor McGonagall hat ihn mir aus dem Hogwartsfond für mittellose Waisen finanziert."

„Oh, Entschuldigung", sagte Ron und verstummte.

„Du auch?", fragte Harry.

„Äh, weißt du, meine Eltern... Ich glaube nicht, dass ich ein Waisenkind bin. Ich kann mich nur nicht an sie erinnern", sagte Milo.

„Das ist furchtbar!", sagte Harry. „Ich helfe dir, sie zu finden, ok?"

„Danke, aber keine Sorge. Es ist nicht wichtig."

„Nicht wichtig?", fragte Ron überrascht. „Wie können Eltern denn unwichtig sein?"

„Naja, sie.. ich... meine Hintergrundgeschichte funktioniert nicht. Ich glaube, weil ich von meiner Welt abgeschnitten bin", sagte Milo. Harry und Ron schauten ihn an, als hätte er sich gerade mit einem Goblin verlobt. Er erklärte kurz, was ihm bei den Kultisten geschehen war.

„Das ist... du spinnst", sagte Ron.

„Sagt die Person, die denkt, man bräuchte einen Zauberstab, um ein Magier zu sein", konterte Milo. Mordy verschränkte die Arme und schaute Ron und Krätze böse an, um Milos Aussage zu bekräftigen.

„Wie auch immer. Wollen wir Ratten tauschen?", fragte Ron hoffnungsvoll.

„Nur über meine Leiche, Weasley."

„Kannst du wirklich ohne Zauberstab zaubern?", fragte Harry. „Ich habe eigentlich von nichts, was mit Magie zu tun hat, eine Ahnung, aber mir wurde gesagt, dass das ziemlich unmöglich ist."

„Oh, sicher. Hier, halt mal", sagte er und gab Harry seinen Zauberstab. Er schob die Ärmel hoch, um zu zeigen, dass er nichts darunter versteckte. „Ok, kein Zauberstab, richtig? Tanzende Lichter."

Vier weiß leuchtende Lichter erschienen vor seinen Händen und flogen kurz durch das Abteil, als sich wieder die Tür öffnete.

„Neville meinte, und ich habe ihm natürlich nicht geglaubt, dass in diesem Abteil jemand ohne Zauberstab gezaubert hat", sagte ein Mädchen und schnappte nach Luft, als es die Lichter sah. Es hatte eine ziemlich rechthaberische Stimme (eins), buschiges braunes Haar (zwei)...

„Und mit den vorstehenden Zähnen hätten wir einen Gewinner!", rief Milo fröhlich und hob den Zauber auf. „Komm rein! Wer bist du?"

„Hat dir nie jemand gesagt, dass es unhöflich ist, das Aussehen anderer Leute zu kommentieren?", fragte es böse.

„Was? Oh, tut mir leid. Dort, wo ich herkomme, ist das ein Kompliment", sagte er.

„Was, wirklich?", fragte es ungläubig.

„Ja. Wenig Charisma zu wählen ist ein Zeichen von Weisheit und Voraussicht." Milo errötete leicht. Er wusste nicht, was er sich vor all den Jahren dabei gedacht hatte, als er sich dafür entschieden hatte, dass sein Charisma zwei Punkte höher sein sollte als seine Konstitution. Dumm, dumm, dumm, und jetzt konnte er es nicht mehr ändern.

Das Mädchen runzelte die Stirn und versuchte herauszufinden, ob es beleidigt worden war oder nicht.

„Nun, ich bin Hermine Granger. Ich habe zur Übung ein paar Sprüche ausprobiert und alle haben funktioniert, aber nie ohne Zauberstab. Wie hast du das gemacht?", fragte es und setzte sich neben Harry. Milo versuchte Harry mit wilden Gesten dazu zu bewegen, den Namen auf die wachsende Liste zu setzen.

„Naja, ich bin ja ein Magier. Also mache ich, was Magier normalerweise tun. Ich habe den Zauber gelernt, ihn in mein Zauberbuch geschrieben und lerne ihn jeden Morgen auswendig, wenn ich ihn brauchen kann. Dann zaubere ich ihn später, genau einmal."

„Das... das klingt überhaupt nicht nach Magie", sagte Hermine langsam. „Jedenfalls nicht nach der, über die ich gelesen habe. Und glaub mir, ich habe viel gelesen."

„Was, ernsthaft?", fragte Milo. „Wie machst du es denn dann?"

„Naja, ich lerne den Spruch, indem ich die Beschreibung dazu lese. Dann, nachdem ich die Geste und die Betonung richtig geübt habe, sage ich einfach den Spruch und er funktioniert."

„Oh", sagte Milo. „Wie oft kannst du das machen? Ich meine pro Tag?"

„Ich habe noch nie ein Grenze bemerkt", sagte Hermine. „Ich denke, es kann etwas anstrengend sein, das kommt auf den Spruch an. Aber es gibt keine wirkliche Obergrenze."

„Was, ernsthaft?", fragte Milo noch einmal. „Also, das ist kein bisschen fair. Wie viele Zauber kann man lernen?" Das begann nach Hexenmeistern zu klingen, denen pro Tag unendlich viele Zauber zur Verfügung standen, aber dafür nur eine begrenzte Auswahl.

„Naja, also ich kann drei, aber die sind nicht sehr beeindruckend. Aber es ist nicht so schwer, neue zu lernen", sagte sie.

Nicht so schwer, sagt sie", grummelte Ron. „Hör nicht auf sie; es ist ziemlich schwer."

Harry zuckte nur mit den Schultern.

„Gibt es da kein Limit?", fragte Milo. „Könnte man, wenn man sich anstrengt und viel übt, einfach... immer mehr lernen?"

„Ja. Bei harter Arbeit und Übung existiert keine andere Obergrenze als das menschliche Erinnerungsvermögen", sagte Hermine und klang dabei so, als ob sie den Satz aus ihrem Gedächtnis zitieren würde. „Ich wette, Dumbledore kennt tausende Sprüche."

„Das ist so... so... so... das geht nicht!", rief Milo. „Das ist so unfair! Ich kann pro Tag elf verwenden und davon ist fast die Hälfte nutzlos! Und ich mache das schon viel länger als du!"

„Was, du hast schon Magie benutzt?", fragte Ron. „Das ist illegal."

„Pff, wer sollte mich davon abhalten? Außerdem hatte ich bis vor drei Tagen noch keinen Fuß in dieses Land gesetzt. Da war ich noch nicht einmal in dieser Ebene."

„Fahren wir nicht gerade durch ein Gebirge?", fragte Harry. „Ich meine, wo siehst du denn hier eine Ebene?"

„Nein, eine Ebene ist ein eigenes Universum, mit eigenen Regeln und Gesetzen", sagte Milo. Er musste sich damit auskennen, er hatte schließlich maximale Ränge in Wissen (die Ebenen).

„Entschuldigt, dass ich diese Diskussion unterbreche, bevor sie noch unerträglicher wird", schaltete sich Hermine ein, „es ist offensichtlich, dass ihr von unterschiedlichen Bedeutungen desselben Wortes ausgeht. Harry redet über ein ebenes Stück Land, das Gegenteil von einem Gebirge. Milo denkt an eine Existenzebene, das ist eine Art Paralleluniversum, für dessen Existenz es keinerlei Indizien gibt, weshalb ich denke, dass er ziemlich verrückt ist."

„Oh Mann, danke", grummelte Milo. Er war gerade dabei, eine spitze Bemerkung dazu zu machen, als sich die Tür schon wieder öffnete.

„Tut mir leid, ich kann dir heute nicht noch einmal helfen, deine Kröte zu finden", sagte Milo genervt. Das entsprach zwar nicht ganz der Wahrheit, doch er müsste immerhin einen seiner Notfall-erstes-Level-Zauber opfern. Milo ging ohne Federfall und Schmieren nirgendwohin.

Dummerweise stand nicht der gutmütige Neville im Gang. Ein blasser (eins) blonder (zwei) Junge trat ein und schaute gebieterisch umher (und drei! Wir haben einen Charakter, der regelmäßig auftauchen wird). Nach einem kurzen Moment des Schocks über Milos Worte ignorierte er die Existenz des jungen Magiers völlig.

„Stimmt es?", fragte der Junge. „Im ganzen Zug sagen sie, dass Harry Potter in diesem Abteil ist. Also du bist es?"

„Ja", sagte Harry. Den höhnisch lächelnden Jungen flankierten zwei Typen.

„Oh, das ist Crabbe und das ist Goyle", sagte der Junge, obwohl Milo sich nicht sicher war, warum er sich überhaupt die Mühe gab. Alles an ihnen schien ‚stummer NPC' zu sagen. „Und mein Name ist Malfoy. Draco Malfoy."

Ron kicherte leise.

„Meinst wohl, mein Name ist komisch, was? Wer du bist, muss man ja nicht erst fragen..." Draco hielt inne und starrte Milo an. Das Blut wich aus seinem Gesicht, was ihn, wenn überhaupt möglich, noch blasser aussehen ließ.

Du! Ich habe ja damit gerechnet, dass du dich im tiefsten, dunkelsten Loch verkrochen hast, das du finden konntest, nachdem du dich auf dem Landgut meines Vaters hast blicken lassen. Nun gut, Potter, ich sehe, du hast dich schon für eine Seite entschieden - ein Weasley, ein Schlammblut und ein toter Mann. Ich wäre an deiner Stelle vorsichtig, sonst könnte dir dasselbe passieren wie deinen Eltern." Mit diesen Worten drehte sich Malfoy um und wollte den Raum verlassen. Harry und Ron standen mit wütenden Gesichtern auf. Hermine hatte Tränen in den Augen - anscheinend war Schlammblut eine Art Beleidigung. Vielleicht waren ihre Vorfahren Halbzwerge oder so etwas ähnliches?

„Will ihm das jemand von euch heimzahlen oder soll ich?"

Ron lächelte ein bisschen, aber seine Fäuste waren immer noch so fest geballt, dass sich die Knöchel weiß verfärbten. „Nur zu", sagte er mit zusammengebissenen Zähnen.

Schmieren", murmelte Milo. Der Boden den Füßen von Malfoy und seinen Begleitern verlor alle Reibung. Die Folgen waren voraussehbar, vor allem, da sie sich in einem fahrenden Zug befanden.

„Du! Du! Wenn Vater das hört", sagte Malfoy, „wird er, wird er - aah!". Der Hogwarts-Express fuhr um eine Kurve, woraufhin Crabbe auf ihn drauffiel. „Ihr werdet noch von mir hören!", schrie Malfoy und stürmte wütend davon.

„Vergiss einfach, dass ich dich verrückt genannt habe. Du bist echt in Ordnung", sagte Ron.

„Finde ich auch", sagte Harry. „Hoffentlich kommen wir alle zusammen nach Gryffindor. Alles in Ordnung, Hermine?", fragte Harry das weinende Mädchen.

„J-ja. Mir geht's gut", sagte sie.

„Was war das eigentlich? Wie hat er dich genannt?", fragte Harry verwirrt.

„Schlammblut", sagte Ron. „Das ist eine schlimme Beleidigung. Es bedeutet, dass man Eltern hat, die keine Zauberer sind. Das werden wir ihm noch heimzahlen."

„Ich glaube eher, das wir es ihm schon heimgezahlt haben", sagte Milo selbstzufrieden.

„Nein, das war bloß eine Kostprobe. Irgendwann werden wir's ihm so richtig zeigen."

„Hermine, ich würde mir keine Gedanken machen", sagte Harry. „Hier interessiert es niemanden, ob deine Eltern Muggel sind oder nicht."

„Das kannst du leicht sagen!", gab sie zurück. „Ihr seid alle, alle Reinblüter!"

„Hey, nimm das zurück!", sagte Milo. „In meiner Familie gibt es nicht einen Tropfen Zaubererblut."

Die anderen waren für ein paar Sekunden still.

„Und - du bist stolz drauf?", fragte Ron.

„Bei allen neun Höllen, ja. Ich bin ein Magier. Ich musste Leute anbetteln und arbeiten und mit Zähnen und Klauen für meine Magie kämpfen. Für was haltet ihr mich, für einen Hexenmeister?", fragte er. Hermine sah beinahe besänftigt aus (allerdings auch verwirrt) und schaute ihn kurz dankbar an.

„Was sollte das alles überhaupt?", fragte Hermine mit fester Stimme aber immer noch roten Augen.

„Oh, er ist ein Schwachkopf, den ich bei Madam Malkins getroffen habe", erklärte Harry.

„Er ist aus einer reichen und mächtigen Familie", fügte Ron hinzu. „Sie waren unter Du-weißt-schon-wessen ersten Unterstützern und haben sich nach seinem Sturz auch als erste wieder von ihm abgewendet - das sagen sie jedenfalls. Malfoys Vater sagt, er sei von Magie kontrolliert worden, aber mein Vater sagt, dass das Un sinn ist."

„Hmmm", sagte Hermine. „Vielleicht hättest du ihn nicht so demütigen sollen. Wir könnten das noch bereuen, wenn seine Familie so einflussreich ist."

Milo grinste nur. Er hatte CR-drei-Gegner besiegt, für jeden der drei gab es 300 XP. Er lehnte sich zurück, als der Zug an seinem Ziel ankam, und genoss seine +1 Intelligenz, +1 Trefferpunkte, +6 Fertigkeitsränge, seinen +1 Platz für Erstes-Level-Zauber, seinen +1 Platz für zweites-Level-Zauber, seinen +1 Grundbonus auf Wille und +3 Freunde.