Der Beginn von etwas Neuem (Teil I)

London, Aurorenbüro, 1. Oktober 1977

Alastor Moody musterte die Neulinge mit seinem intakten Auge. Sechs neue Interne gab es dieses Jahr. Neues Material, neue Kämpfer. Noch waren sie motiviert, motiviert und voller Hoffnung, strebten danach in den Kampf gegen Todesser zu ziehen… noch. Noch waren ihre Gesichter ungezeichnet von Verlust und Kampf, noch hatten sie nicht gesehen, was auf die Auroren dort draußen lauerte.

Und Moody hoffte, hoffte inständig, dass sie sich nicht würden abschrecken lassen, wenn sie erst einmal mitbekamen, was sie erwartete. Das war die Feuerprobe, der erste Außeneinsatz. Das erste Jahr als Auror, als Interner, war kein Zuckerschlecken, sicherlich, doch würde erst einmal ihre Rekrutenzeit beginnen… dann würde sich zeigen, wer die Spreu war und wer das Weizen.

Zwölf Jahre, zwölf lange Jahre hatte er schon überlebt und gehörte somit zu denen, die die Statistiken nach oben pushten. Ein Auge hatte er verloren und ein Bein, aber was war das schon wert, betrachtete man all die Todesser, die zum Ausgleich in Askaban hockten – durch seinen Verdienst.

Dieses Jahr hatten nur sechs von all den Bewerbern die Aufnahmeprüfung geschafft. – Trotz des Berufsrisikos und die stetig ansteigenden Sterberaten war der Aurorenberuf noch immer beliebt in der magischen Welt, versprach er doch Ruhm und Ansehen…

Wer von den sechs hatte aus diesem Grund die Laufbahn eines Auroren gewählt… und wer wollte tatsächlich etwas bewirken im Kampf gegen Voldemort?

In Gedanken ging Moody die Namen der Neuen durch, verband sie mir ihren Gesichtern. Noch waren es unbeschriebene Blätter für ihn, aber schon bald würde er sie kennen, ihre Schwächen, ihre Stärken…

Da war James Potter, natürlich stach er heraus aus der Gruppe. Die Brille etwas schief auf der Nase und eine gehörige Portion Selbstbewusstsein ausstrahlend war die Ähnlichkeit zwischen ihm und seinem Vater unverkennbar. Der Junge wusste wer er war, war eindeutig stolz darauf, der Sohn des ruhmreichen Leiters der Aurorenbüro zu sein. Moody runzelte die Stirn. Wenn James Potter glaubte, durch die Verbindung im Vorteil zu sein, hatte er sich gehörig geschnitten – und er, Moody, würde höchstpersönlich dafür sorgen, dass er das bemerkte!

Rechts von Potter stand Mortimer Montague. Auch er war ein Fall, den Moody misstrauisch betrachtete. Als Jahrgangsbester hatte er 1976 Beauxbatons verlassen und dann ein Jahr lang Erfahrungen gesammelt, Verteidigung gegen die dunklen Künste studiert und war nun hier, voller Wissen, Können – und mit einem Ausdruck kühler Herablassung gegenüber seinen Mitstreitern, der Moody gänzlich missfiel. Auch Montague würde sich bewähren müssen, würde lernen müssen, dass Teamarbeit in dieser Branche weit wichtiger war, als die Magie eines einzelnen.

Aber all das waren Dinge, mit denen Moody fertig werden würde. Ein paar Wochen Training unter seinen Augen hatte bisher allen Internen gezeigt, wo ihr Platz war.

Die nächsten, Patricia Ismay und Floristan Duffy, hatten ebenfalls bereits vor einem Jahr ihren Schulabschluss hinter sich gebracht. Während Montague jedoch das eine Jahr zum Studieren genutzt hatte, waren Ismay und Duffy aus allein dem Grund hier, dass sie trainiert hatten. Ihre Reflexe, ihre Kampfkraft trainiert um die Prüfung zu schaffen, durch die sie im Jahr zuvor durchgefallen waren. Ismay hatte sich erstaunlich gut geschlagen, Duffy jedoch…

Moody seufzte. Seine Wahl war es nicht gewesen, den dunkelblonden Jungen mit den weichen, fast schon teigigen Gesichtszügen aufzunehmen, doch er war der Bruder der frisch verheirateten Alice Longbottom, einer der talentiertesten Jungaurorinnen, und außerdem hatte Scrimgeour darauf bestanden. Nur fünf Interne hätten ein schlechtes Bild abgegeben, ein demotivierendes Bild. Und tatsächlich brauchten sie jeden Zauberstab, den sie kriegen konnten.

Weniger Zweifel hatte Moody bei Dorcas Meadowes. Betrachtete er sie und ihre wachen, nussbraunen Augen die hinter den Brillengläsern funkelten, erkannte er in ihr das Potential eine der talentiertesten Jungaurorinnen zu werden. Sie hatte die besten Grundvoraussetzungen: die magische Brillanz, das Wissen und vor allem die Einstellung. Meadowes, so schien es Moody, war die einzige unter den sechs, die wirklich zu wissen schien, was sie erwartete. Nein, um sie musste Moody sich keine Sorgen machen. Sie würde es sicherlich weit bringen.

Blieb noch einer, der sechste. Sirius Black. Sirius Black, Spross einer der ältesten, reinblütigsten Familien der magischen Welt und dennoch war er hier, wollte Auror werden und gegen Voldemort kämpfen. Er stand auf der linken Seite von Potter und die Art, wie die beiden sich einander wandten, zeigte deutlich, wie sie auch zueinander standen.

Black war groß, schlank, athletisch. Eine gute Statur für die Todesserjagd. Und einen etwas arroganten Gesichtsausdruck, etwas Überheblichkeit… ein zweiter Montague? Moody war sich nicht sicher. Black hatte nicht studiert, sich nicht die Unmengen theoretischen Wissens angeeignet wie Montague, aber seine magischen Fähigkeiten – nun, Moody war gespannt, noch mehr davon zu sehen.

Zweifellos, mit diesen Internen würde es ein spannendes Jahr werden.

„…von daher wünsche ich euch alles erdenklich Gute und viel Glück."

Höflicher Beifall erklang, als Horatius Potter seine Rede an die neuen Internen beendete und einen Schritt zurücktrat. James und Sirius warfen sich einen raschen Blick zu. Das war es. Wahrscheinlich eine der herzlich wenigen Reden, denen sie je Aufmerksamkeit gespendet hatten und der Beginn ihrer Aurorenkarriere. Noch waren sie Interne, Auszubildende im ersten Jahr, ohne Erfahrung und ohne das Wissen, das die alten Kämpfer vor ihnen zeichnete, aber der erste Schritt. Für sie beide war es seit Jahren klar, dass dies ihre Laufbahn war, dass sie sich gemeinsam für den Kampf gegen Voldemort verpflichten wollten. Sie hatten Hogwarts verlassen, die Aufnahmeprüfung bestanden – nun konnte es losgehen.

„Hast du Moody gesehen?", wisperte James, als die Auroren unter der Leitung von Horatius das Podium verließen und die Internen gemeinsam mit drei Jungauroren – Auroren, die gerade erst ihre Abschlussprüfung bestanden hatten – allein zurückließen.

„Und ob! Ich hab noch nie jemanden mit einem magischen Auge gesehen!", erwiderte Sirius sichtlich beeindruckt.

„Er ist ja auch einer der ganz großen…"

Entschuldigung wenn ich eure nette kleine Klatschrunde unterbreche", machte sich eine Stimme hinter den zweien bemerkbar, „aber es wäre nett, wenn ihr ein bisschen aufpassen würdet. Ihr seid hier schließlich nicht zum Teetrinken!"

James und Sirius drehten sich um zu dem jungen Mann vor ihnen, der sie mit herablassender Miene anstarrte und anscheinend auf eine Entschuldigung hoffte, während Montague die Szene mit einem süffisanten Grinsen beobachtete.

„Lass gut sein, Elijah", mischte sich der zweite Jungauror ein. Er war blond, hatte weiche, freundliche Gesichtszüge.

„Ich bin Sturgis Podmore", stellte er sich vor. „Das sind Emmeline Vance" – Er deutete auf eine etwas rundlichere, junge Frau mit kastanienfarbenen Locken – „und Elijah Crear. Wir haben alle diesen Sommer unsere Aurorenprüfung abgeschlossen und werden für die nächsten zwei Jahre eure Mentoren sein. Immer zwei von euch bei einem von uns."

Er ließ seinen Blick über die kleine Gruppe schweifen. „Bei mir sind James Potter und Dorcas Meadowes."

Dorcas lächelte James leicht zu, während sie zu Podmore hinüber ging. James jedoch war Sirius einen leicht bedauernden Blick zu. Sie hatten beide die heimliche Hoffnung gehegt, denselben Mentor zu bekommen. Aber wahrscheinlich hatte Horatius dies, aus Angst um seine Zentrale, unterbunden – schließlich kannte er seinen Sohn und dessen besten Freund gut genug.

James und Dorcas folgten Podmore aus dem Raum und während Patricia Ismay und Floristan Duffy dem unsympathischen Crear zugeteilt wurden, wandte sich Montague mit blasierter Miene an Sirius.

„Ich nehme an das war Horatius Potters Sohn?"

Sirius zuckte schlicht mit den Schultern. Er konnte den Tonfall seines zukünftigen Partners gut genug deuten, um ihn einer Antwort als nicht würdig zu befinden.

„Hätte nicht gedacht, dass Potter seinen eigenen Sohn so offensichtlich bevorzug."

Genervt wandte Sirius sich um. „Hör mal, ich weiß ja nicht…"

„Okay. Sirius Black und Mortimer Montague? Also – ich bin Emmeline Vance und eure Mentorin… aber das wisst ihr ja bereits." Vance lachte nervös und Sirius kam nicht umhin sich zu wundern, dass jemand wie sie, die so ein eindeutig fröhliches Glucksen in der Stimme hatte und bei einem Gespräch mit zwei unerfahrenen und noch dazu ihr untergeordneten Jungspunden so hibbelig wurde, Aurorin war.

Ein Blick auf Montague, der Vance mit offensichtlichem Hohn anstarrte, sagte ihm, dass er da nicht der einzige war.

„Tja. Also… wie gesagt. Ich führe euch jetzt durch die Zentrale, damit ihr euch nicht ständig verspätet…" Sie schaute kurz zu Sirius hinüber. „Und dann erkläre ich euch eure Aufgaben und Lehrstunden als Interne. Und macht euch keine Sorgen – die meisten Leute hier sind sehr freundlich, es ist bloß zurzeit etwas hektisch hier."

„Wer hätte das gedacht mit Du-weißt-schon-wem da draußen", spottete Montague.

Vances Gesicht verfärbte sich tiefrot, als sie Begriff, dass ihr Schützling sich über sie lustig machte.

„Oh… okay, ich… ich sehe, ihr seid euch darüber völlig im Klaren." Sie verhaspelte sich und Sirius kam nicht umhin genervt mit den Augen zu rollen. Warum um Merlins Willen musste ausgerechnet er gemeinsam mit einem blasierten Affen und einer unfähigen Mentorin zusammen arbeiten?

„Also… eure Ausbildungszeit umfasst drei Jahre. Im ersten Jahr als Interne werdet ihr an keinen Einsätzen teilnehmen, sondern theoretischen Unterricht erhalten und am Grundtraining teilnehmen, in dem ihr neue Verteidigungs- und Kampfzauber erlernen werdet und kampfähnliche Situationen nachgestellt werden. In eurem Elevenjahr werdet ihr dann auch schon mal mit zu kleineren Einsätzen geschickt, je nach dem, wie ihr euch im Grundtraining bewährt. Im dritten Jahr, eurem Rekrutenjahr, werdet ihr einem der alten Auroren zugewiesen und nehmt an allen seinen Einsätzen teil, außer denen in der schwarzen Gefahrenstufe.

Nach den drei Jahren macht ihr eure Abschlussprüfung und könnt euch, nach dem Bestehen, Jungauroren nennen, so wie ich. Ihr übernehmt Mentorenaufgaben für zwei Interne, dürft kleine, ungefährliche Einsätze leiten und an allen teilnehmen. Erst nach zwei Jahren als Jungauroren seid ihr dann vollständig ausgebildete Auroren. Habt ihr noch Fragen?"

Immer noch etwas verlegen rasselte Vance dies ohne Luftzuholen in einem Tempo runter, dass Sirius der Kopf schwirrte. Diese Rede hatte Vance offensichtlich vorbereitet, auch wenn sie nichts neues für ihre beiden Schützlinge war. Die Ausbildung zum Auroren war langwierig und schwierig, aber Sirius zweifelte nicht daran, dass James und er sie ohne große Mühen meistern würden.

An der anderen Seite des Raumes lief Crear mit seinen beiden Schützlingen lang. Duffy und Ismay wirkten um einiges fröhlicher als Sirius und Montague.

Sirius kam nicht umhin, Patricia Ismays wohlgeformtem Hinterteil einen Augenblick seine Aufmerksamkeit zu zuwenden. Tatsächlich – seine Kollegin war durchaus nicht zu verachten. Oder kannte er sie von irgendwo? Irgendetwas klingelte im hintersten Winkel seines Hirns, aber entsinnen konnte er sich nicht. Stattdessen stahl sich fast automatisch sein charmantestes Siriuslächeln auf sein Gesicht und mit Genugtuung registrierte er, wie Ismay, ein wenig aus dem Konzept gebracht, strauchelte und das Lächeln schüchtern erwiderte.

„Also…" Sirius wandte sich rasch wieder Vance zu, die plötzlich aufgeblüht schien und aufgehört hatte, nervös die Hände zu kneten. „Um noch einmal auf Du-weißt-schon-wen zurückzukommen. Ich möchte, dass ihr zwei euch auch wirklich vollkommen im Klaren darüber seid…"

Sie lächelte – ganz eindeutig. Sirius zuckte zusammen. Vance lächelte ihm mit einem Grinsen zu, dass eindeutig attraktiv sein sollte. Konnte es sein, dass sie sein Lächeln gerade auf sich bezogen hatte? Das konnte doch nicht wahr sein!

Der Rest ihrer Rede zog an Sirius vorbei, während er innerlich aufstöhnte.

„…dabei ist natürlich nicht nur Legilimentik essentiell, sondern auch eine gewisse Kenntnis der menschlichen Psyche, für den Fall, dass der Gegner Okklumentik beherrscht. Nun mögen sich einige von Ihnen sicher fragen…"

„Hey, Prongs!"

Sirius war zappelig. Stillsitzen, er hasste es. Stillsitzen und Hector Proudfoots endlosen Vortrag über die Theorie des magischen Duell zu hören – schlimmer als eine Doppelstunde Geschichte der Zauberei bei Professor Binns.

Prongs! Ssst!"

James reagierte einfach nicht. Mist. Da saß er und hörte Proudfoot zu… konzentriert. Sirius verdrehte die Augen beförderte eine Papierkugel mit einem gezielten Schnipsen des Zauberstabes direkt gegen James Hinterkopf. Der drehte sich um, sah Sirius und warf ihm einen klappe-verdammt-nochmal-wir-müssen-aufpassen-Blick erster Güte zu. Von Moony abgekupfert, garantiert.

„Merlin, Prongs! Was willst du da groß aufpassen. Das wissen wir doch alles!" Und es interessiert ja offenbar keinen, ob wir aufpassen oder nicht. Zumindest hatte Proudfoot bis jetzt noch nichts bemerkt, trotz der erhöhten Lautstärke, in der Sirius flüsterte.

Montague warf ihm einen angewiderten Blick zu. Allererster Güte. Und er macht definitiv Großtante Cassiopeia Konkurrenz.

„Das hier, Sirius, ist Teil unserer Aurorenausbildung. Und ich will wirklich nicht bei den Prüfungen durchfallen", zischte James zurück und warf Sirius einen weiteren bedeutungsvollen Blick zu.

Sirius verdrehte die Augen. Sollte etwa, kaum dass sie mit der Schule fertig waren, aus dem Meister der Marauderstreiche, dem Schulschwänzer Nummer Eins und dem mit Sicherheit verantwortungslosesten Schulsprecher, den Hogwarts je gesehen hatte, ein Erwachsener geworden sein, der nicht nur pünktlich war, sondern auch noch, ganz verantwortungsbewusst, einem denkbar öden Vortrag lauschte?

„Okay, ich geh jetzt!", wisperte Sirius zurück.

„Wie?" James' Stimme war für jemanden, der eigentlich flüstern wollte, erstaunlich laut. Ihre gesamten Mit-Internen drehten sich pikiert zu den beiden um, was Proudfoot jedoch nicht einmal annähernd wahrnahm. Sirius fragte sich ernsthaft, ob sein Lehrer taub und blind war.

„Denkst du etwa, ich tu mir das auch noch eine Sekunde länger an? Nee, lass mal – ich schau mich hier mal ein bisschen um. Mysteriumsabteilung oder so." – Die Kunst des Flüsterns beherrschte Sirius, ganz entgegengesetzt zu seinem sonstigen „lauten Organ" doch etwas besser.

Padfoot! Das hier ist nicht Hogwarts und ich glaube kaum, dass die Leute hier sonderlich begeistert wären, wenn wir eine Karte vom Ministerium erstellen und in den Vollmondnächten hier herumstreunen."

„Das weiß ich – aber hat ja niemand gesagt, dass ein bisschen auskundschaften nicht auch am helllichten Tage funktioniert… erinnere dich an den Gang hinter dem Spiegel, den hast du auch in der Mittagspause gefunden… und abgesehen davon – nenn mich bloß nicht Padfoot in diesem Ton! So hat meine allerliebste Mum ihren Mops gerufen, wenn er schon wieder auf die Pantoffeln mit dem Hauswappen gepinkelt hatte."

„Aber – "

„Ach komm, Prongs! Bloß weil wir nicht mehr auf Hogwarts sind, muss der ganze Spaß ja nicht gleich ein Ende haben. Dein Vater wird dich schon nicht umbringen, bloß weil du diesen öden Kurs schwänzt… das wissen wir doch eh schon alles. Sei mal locker, man könnte meinen, du wärst schon so verklemmt wie Moony!"

James warf ihm einen Blick zu, der eindeutig besagte, dass er das nicht auf sich sitzen lassen würde.

„Okay – "

Entschuldigung", räusperte sich eine Stimme hinter ihnen. Sirius und James fuhren herum und blickten in das Gesicht von Montague, dessen Augenbrauen bis zum Haaransatz hochgezogen waren. „Aber es gibt hier Leute, die ihre Ausbildung nicht als Vergnügungsveranstaltung betrachten. Wenn ihr also bitte die Klappe halten könntet!"

„Hast du einen – ", setzte Sirius an, aber bevor er das Stock im Hintern anfügen konnte, unterbrach James ihn.

„Kein Problem", unterbrach James seinen besten Freund, sehr wohl im Klaren darüber, was der gerade im Begriff zu sagen war. „Komm, Pad!"

Sirius grinste. Na klar, seine Ehre als Marauder in Frage zu stellen war immer noch die beste Methode, James zu irgendetwas zu bewegen. Rasch rutschte er von seinem Stuhl und folge James so unauffällig wie möglich – was nicht sonderlich gut klappte, in Anbetracht der Tatsache, dass sie zuvor die Aufmerksamkeit aller auf sich gezogen hatten.

Homunum Coppulium", murmelten die beiden Marauder gleichzeitig und auf den Stühlen, die sie so eben verlassen hatten, flackerten identische Abbilder ihrer selbst auf. Ein bisschen durchsichtiger vielleicht, aber doch recht lebensecht.

Sie warfen noch ein schnelles Grinsen in Richtung ihrer ehemaligen Leidensgenossen – die die beiden völlig verblüfft anstarrten, schlossen die Tür hinter sich und schlüpften im Gang unter den Tarnumhang, den James von seinem Großvater geerbt hatte und so ziemlich immer mit sich trug.

„Und wohin jetzt?"

„Hm… wenn du meinen Magen fragst, kundschaften wir erstmal die Kantine aus…" Sirius grinste, James verdrehte die Augen.

„Das hätte ich mir ja denken können! Also los!"