Edwards Sicht:

"Heirate mich vorher"

Ich musste das einfach fragen. Bella war meine einzig wahre Liebe, mein Leben, mein Ein und Alles.

"Bitte was?", fragte sie. Sie klang so überrascht, als hätte sie nie damit gerechnet, dass ich sie das irgendwannmal fragen würde.

"Ich liebe dich Bella. Ich will immer mit dir zusammensein. Wen das heißt, dass ich dich zu einem Vampir machen muss, dann von mir aus. Aber bitte, bitte werde meine Frau. Ich verspreche, dass ich immer für dich da sein werde. Bitte."

Es stimmte. Wenn Bella mich heiraten würde und sich damit an mich binden würde, würde ich sie auch zum Vampir machen. So könnten wir dann immer zusammensein.

Ich sah sie an und wartete. Ich versuchte geduldig zu sein aber trotzdem gab es bei mir schon die ersten Zweifel:

Hatte ich sie mit meinem Weggehen doch zu sehr verletzt?

Wollte sie mich nicht heiraten?

Hatte sie Angst davor?

Liebte sie mich doch nicht mehr wie früher?

Doch der schlimmste war immernoch:

Wollte sie nur der Unsterblichkeit wegen ein Vampir werden? Nicht meinetwegen? War die Ewigkeit ihr wichtiger als ich?

Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und fragte einfach nur:"Bella?"

Das schien sie aus ihrer Starre zu lösen, denn sie warf ihre Arme um mich und rief:" Ja, Edward, ja. Natürlich werde ich dich heiraten, nichts lieber als das!"

Ich konnte es kaum glauben, sie hatte ja gesagt, sie hatte wirklich ja gesagt. Doch wie ich war, musste ich mich nocheinmal vergewissern. Ich lehnte mich ein Stückchen aus unserer Umarmung zurück und schaute tief in ihre wunderbaren Augen, die immer wie ein offenes Buch für mich waren.

"Ja", hauchte sie," du bist mein Leben, es gibt nichts, was mich glücklicher machen würde."

Auch ihre Augen ließen keinen Zweifel zu, sie wollte wirklich meine Frau werden. Ich war glücklicher als ich es bisher in meinem Dasein je war. Ich musste sie küssen. Das Gefühl ihrer warmen Lippen auf meinen war immer so wundervoll. Ich küsste sie drängender als sonst, doch irgendwann musste ich mich zurückziehen, schließlich musste sie atmen.

Auch ich war außer Atem auch wenn ich eigentlich gar keinen Sauerstoff brauchte.

"Danke", sagte ich, nahm ihre weiche Hand und drückte einen Kuss darauf.

Plötzlich sagte sie:" Wir sollten jetzt los"

Was meinte sie damit? Wohin denn? Hatte ich irgendwas verpasst?

"Los?", fragte ich sie verwirrt.

"Ja, los nach Las Vegas. Bevor Charlie noch aufwacht und versucht uns aufzuhalten.", antwortete sie.

Was jetzt? Mitten in der Nacht? Jetzt sofort? Wollte sie nicht ihre Familie dabeihaben, wenn wir heirateten?

"Nach Las Vegas? Jetzt? Möchtest du mich wirklich jetzt sofort heiraten und nicht lieber noch ein bisschen warten?"

"Nein, will ich nicht.", gab sie mir zur Antwort.

Es klang genervt, beinahe schon zickig.

Naja, bevor sie es sich noch anders überlegt fahren wir eben nach Las Vegas.

"In Ordnung. Ich bin gleich wieder da, ich hole nur schnell meinen Wagen. Schreib Charlie am besten einen Zettel, ich schreibe meiner Familie auch einen."

Jetzt war ich richtig froh, dass meine Familie aur der Jagd war. Alice wäre stinksauer auf uns.

"Wieso, sind sie etwa nicht zu Hause?", fragte meine Liebste.

"Nein, sie sind gerade auf der Jagd",erklärte ich ihr."Zum Glück", fügte ich leise hinzu, sprang in Vampirgeschwindigkeit aus dem Fenster und rannte nach Hause.

Ich beeilte mich, denn je schneller ich wieder bei Bella wäre, desto schneller wären wir auch verheiratet. Ich war so unglaublich glücklich.
Endlich war ich in unserem Haus angekommen und schrieb meiner Familie eine Notiz:

Bin mit Bella in Las Vegas, um zu heiraten. Wir sind bald wieder da.
Edward

Ich wusste es war sehr kurz, aber ich war nunmal in Eile. Die Liebe meines Daseins wollte mich heiraten und ich konnte es nicht erwarten.

Schnell sprang ich in meinen Wagen und raste zu Bellas Haus. Innerhalb weniger Minuten war ich
angekommen und sprang durch das Fenster in ihr Zimmer.

"Bereit?", fragte ich.

Sie nickte nur,ich nahm sie auf den Rücken, sprang mit ihr durchs Fenster und trug sie dann wie eine Braut zum Auto. Nachdem ich sie hineigesetzt hatte, setzte ich mich mit Vampirgeschwindigkeit auf den Fahrersitz und fuhr los.

Während ich voller Vorfreude war, schien Bella tief in Gedanken versunken.

"Warum bist du froh, dass deine Familie auf der Jagd ist und nichts von unserer Hochzeit mitbekommt?", fragte mein Engel.

Bei dem Gedanken daran wie wütend Alice sein würde musste ich kichern.

"Ganz einfach. Wenn Alice es erfahren würde, dass sie noch nicht einmal an unserer Hochzeit dabei sein wird, wird sie uns wahrscheinlich die Augen auskratzen wollen."

Naja, das war gar kein Ausdruck dafür, was Alice mit uns anstellen wollen würde. Meine Schwester konnte manchmal eine richtige Furie sein.

Überlebensgesetz Nummer 1: Mach Alice niemals wütend.

"Na wenn es weiter nichts ist. Dann heiraten wir bald eben noch einmal so richtig, mit Familie und Freunden. Und zur Wiedergutmachung darf Alice unsere Hochzeit sogar planen", schlug meine Bella vor.

"Wenn das für dich in Ordnung ist, ist es das für mich auch. Außerdem rettest du uns damit wahrscheinlich das Leben."

Ich war überglücklich: Ich würde meine Bella gleich zweimal heiraten und meine Schwester würde mich nicht umbringen.

Hallo Leute! Danke fürs Lesen.

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