2. Kapitel (eeendlich!) viel Spaß beim Lesen:
mir gehört keiner dieser Charaktere bis auf Ally.
Ally POV
Freiheit.
Ich ließ das Fenster meines Autos hinunter und genoss den Fahrtwind.
Mit stattlichen 120 km/h fuhr ich den schmalen Weg der Küste entlang in Richtung La Push. Gerade als ich anfing mich zu entspannen klingelte mein Handy. Als ob ich nicht schon wusste wer anrief. „Was willst du Matt?"
„Wollte mich nur vergewissern dass dich diese Flohbeutel noch nicht zerfetzt haben."
„Idiot, ich brauche noch mindestens eine Stunde und warum sollte sie das?"
„Wenn sie dir auch nur…" Weiter kam er nicht, da hatte ich schon aufgelegt und schmiss das Ding auf den Beifahrersitz, wo es absprang und am Boden landete.
Das beginnt ja gut, dachte ich bitter. Mir war meine gute Laune vergangen, ich setze meine Sonnenbrille auf, ließ die Fenster hoch und beschleunigte.
„weißes Haus… weißes Holzhaus..hmmm.. ach komm schon.. Ha! Da!" ich ließ meinen Wagen in die Einfahrt von Claires Haus rollen, kaum stellte ich den Motor ab, ging auch schon die Haustür auf.
„ALLY!", schrie Claire voller Freude und sprang mir in die Arme. „Hey Claire", gab ich zurück und umarmte sie. „Ich habe dich so vermisst Ally!" „Ich dich auch Clairchen."
„Hey Ally", rief Quil, der lässig in der Haustür lehnte.
„Hey Quil", rief ich zurück.
„Komm schon Ally, ich zeige dir dein Zimmer. Du bist im Gästezimmer, gleich neben mir, einquartiert."
Ich legte meinen Koffer auf das Bett und begann meine Kleidung in den kleinen hölzernen Schrank zu legen, da steckte Claire schon ihren Kopf zur Tür hinein: „Ally! Ally! Komm beeil dich, ich will dich heut noch den Jungs vorstellen", dabei zwinkerte sie mir zu und stieß ein bösartiges Lachen aus.
„Claire bitte, kein Verkuppeln, wir hatte das schon mal."
(Es endete mit einem Kleid voller Punsch bei dem Weihnachtsball unserer Universität.)
„Okay okay okay, wie du meinst, aber beeil dich trotzdem", lachte sie und verließ das Zimmer.
Seufzend wechselte ich meine Kleidung, zog ein weißes ¾-ärmliges Shirt mit schwarzen Shorts und weinroten low-top Chucks an. Ich bürstete mir noch die Haare durch, da schrie Claire erneut, dass sie los fahren würden mit oder ohne mich. Puh, na dann mal los, dachte ich.
Wir stiegen in Quils Auto, von dem ich mir sicher war, dass es unter die Kategorie Selbstgefährdung fällt.
Seth POV
Laufen. Springen. Sprint. Durch den Wald, über eine Lichtung und wieder hinein in den Wald.
Sich Sonne am Pelz scheinen lassen. Was könnte schöner sein? Neben mir liefen Jakob und Nessie. Wir alle waren schon neugierig auf Claires Studienkollegin. „Tante Alice will sie auch kennen lernen. Sie hatte anscheinend Visionen von ihrer Ankunft, aber sie waren verschwommen. Das heißt jemand prägt sich! Oh ich bin so aufgeregt", rief sie entzückt und klatschte dabei in die Hände.
„Wie kann Alice Visionen haben, wenn sie Ally noch nicht mal gesehen hat?", fragte ich Jake in Gedanken. „Fotos", dabei verdrehte er die Augen und meinte: „anscheinend funktioniert das auch schon." Wir lachten beide und schlugen den Weg in Richtung Sams Haus ein.
Zurück in Menschengestalt, setzen wir uns an die Veranda zu Sam, Embry und Leah.
„Dann lasst die Prinzessin mal kommen", lachte Embry.
In diesem Moment kam Quils altes Auto um die Kurve. Eigenartigerweise begann genau in diesem Moment mein Herz zu rasen. „Geht doch", lachte Embry. Kaum war das Auto zum Stillstand gekommen sprang Claire schon aus dem Wagen und rief: „Hey Guys!"
Nessie hüpfte ihr entgegen und umarmte sie stürmisch.
Hinter Claire öffnete sich die Autotür. Zurückblickend muss ich diesen Moment wohl als den verrücktesten, wundervollsten, erstaunlichsten Moment meines Lebens beschreiben. Alles wurde plötzlich still. In meinem Gehirn gingen sämtliche Alarmglocken an, die ich aber nur von weitem hörte. Wie vom Blitz getroffen, stand ich da und starrte sie an. SIE war die Perfektion. Lange schwarze Haare, ebenmäßige Haut, haselnussbraune Augen. Ich hatte noch nicht mal ein einziges Wort mit ihr gewechselt und liebte sie schon mehr als alles andere auf dieser Welt. In diesem Moment realisierte ich dass ich aufgehört hatte zu atmen und schnappte schnell nach Luft. „Gute Wahl, mein Junge", flüsterte Paul und klopfte mir lachend auf den Rücken.
„Also, das hier ist Ally", stellte Claire uns meinen Engel vor, „Ally das sind Sam, Leah, Embry, Seth und Emily ist gerade im Haus und macht Mittagessen, ich hoffe du bist hungrig!"
Alle riefen ein Hey zurück. Noch immer perplex verpasste ich gleich mal meine ersten Worte und schrie ein paar Sekunden später ein wackeliges Hey. Anscheinend ein wenig zu laut, da mich jeder nur mit einem „Alles klar"-Blick anstarrte und Ally mich mit hochgezogener Augenbraue an sah.
„Hey ich bin Renesmee aber alle nennen mich Nessie. Ich habe schon so viel von dir gehört, freut mich dich kennen zu lernen!" „Ich hoffe du hast nur gutes gehört", lachte sie.
Mein innerer Wolf hüpfte vor Entzücken auf und ab bei ihrem Lachen. Reiß dich zusammen Mann, hörte ich Jake in meinen Gedanken mehr lachend sagen.
Gerade rechtzeitig kam Emily und verkündete, dass das Essen fertig sei. „Ich hoffe du bist hungrig Ally", sagte Emily. Bevor sie antworten konnte hakte sich Nessie bei ihr unter: „Komm Ally du sitzt neben mir…. Und Seth", lachte sie. Wo war das Loch im Boden, dass ich so sehnlich herbei wünschte? Peinlichste Situation meines Lebens, dachte ich während ich meinem Engel ins Haus folgte.
